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DE1113447B - Verfahren zur Zersetzung von Alkylierungsschlaemmen - Google Patents

Verfahren zur Zersetzung von Alkylierungsschlaemmen

Info

Publication number
DE1113447B
DE1113447B DES67331A DES0067331A DE1113447B DE 1113447 B DE1113447 B DE 1113447B DE S67331 A DES67331 A DE S67331A DE S0067331 A DES0067331 A DE S0067331A DE 1113447 B DE1113447 B DE 1113447B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
sludge
decomposition
coke
temperature
alkylation
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DES67331A
Other languages
English (en)
Inventor
Hunter Miley
Henry Sonneborn
Ferdinand W Breth
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Sonneborn Chemical and Refining Corp
Original Assignee
Sonneborn Chemical and Refining Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Sonneborn Chemical and Refining Corp filed Critical Sonneborn Chemical and Refining Corp
Priority to DES67331A priority Critical patent/DE1113447B/de
Publication of DE1113447B publication Critical patent/DE1113447B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B17/00Sulfur; Compounds thereof
    • C01B17/48Sulfur dioxide; Sulfurous acid
    • C01B17/50Preparation of sulfur dioxide
    • C01B17/58Recovery of sulfur dioxide from acid tar or the like or from any waste sulfuric acid

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Industrial Gases (AREA)

Description

  • Verfahren zur Zersetzung von Alkylierungsschlämmen Kohlenwasserstoffe und Kohlenwasserstoffdestillate werden für die verschiedensten Zwecke mit Schwefelsäure behandelt; so dient z. B. konzentrierte Schwefelsäure zur Behandlung und Entfernung unerwünschter Bestandteile aus Erdölkohlenwasserstoffen und Kohlenwasserstoffdestillaten, angefangen von den schweren Schmierölen über die Leuchtöle und Schwerbenzine bis zu den Benzinen. Zur Herstellung von sogenannten Weißölen, Transformatorölen, geruchlosen Leuchtölen und niedrigersiedenden Destillaten werden gewisse Erdöldestillate mit rauchender Schwefelsäure und Schwefelsäureanhydrid behandelt. Bei der Alkylierung von Olefinen wird etwa 98%ige Schwefelsäure bei etwa 0° C als Katalysator verwendet. In allen diesen Fällen verbindet sich die Schwefelsäure mit einer ungesättigten Kohlenwasserstoffkomponente unter Bildung einer Verbindung, die im verbleibenden behandelten Kohlenwasserstoff verhältnismäßig unlöslich ist und daher getrennt gewonnen werden kann. Diese Schwefelsäureverbindungen werden allgemein als Schlämme und die bei der Alkylierung anfallenden Schlämme als Alkylierungsschlämme bezeichnet.
  • Da die Schlämme als solche nur geringen wirtschaftlichen Wert haben, ist es wichtig, den in ihnen enthaltenen Schwefel in Form von Schwefeldioxyd zurückzugewinnen, wobei ein Rückstand verbleibt. Bekanntlich hat jeder bestimmte Schlamm eine Zersetzungstemperatur, bei der er sich in Schwefeldioxyd und einen Rückstand trennt, der im wesentlichen aus Koks besteht, jedoch noch eine gewisse Menge wertvoller Bestandteile enthält. Diese Zersetzungstemperaturen liegen allgemein im Bereich von 177 bis 316° C. Wird der Schlamm auf eine Temperatur, die die Zersetzungstemperatur um nicht mehr als 28° C übersteigt, erhitzt, so wird der Schwefel als Schwefeldioxyd frei gemacht, das nur mit verhältnismäßig geringen Mengen Kohlenwasserstoffdämpfen verunreinigt ist. Nach Oxydation des Schwefeldioxyds mit zugesetzter Luft unter Umwandlung der Kohlenwasserstoffdämpfe in Kohlendioxyd und Wasserdampf kann das Schwefeldioxyd nach dem Kontaktverfahren wieder in Schwefelsäure umgewandelt werden. Selbst bei Schlämmen, die eine höhere Zersetzungstemperatur haben, sollte die Endtemperatur der thermischen Zersetzung nicht über 3430 C liegen.
  • Nach einem bekannten Verfahren wird der Schlamm mit kontinuierlich im geschlossenen Kreislauf bewegten heißen Koksteilchen gemischt, die auf eine Temperatur von nicht mehr als 28° C über der Zersetzungstemperatur des Schlamms erhitzt und in solcher Menge verwendet werden, daß der eingeführte Schlamm wenigstens auf seine Zersetzungstemperatur erhitzt wird. Hierdurch wird das Schwefeldioxyd abgespalten, während nur ein sehr geringer Prozentsatz der Kohlenwasserstoffe in die Gasphase übergeführt wird. Es verbleibt ein trockener, körniger Rückstand, der sich mit den im Kreislauf geführten Koksteilchen vereinigt. Die gebildeten Gase werden abgeführt, mit Luft gemischt und verbrannt.
  • Die Koksteilchen bewegen sich in einem ununterbrochenen Kreislauf. Nach der Entfernung des Schwefeldioxyds werden sie erneut erhitzt und mit dem Schlamm gemischt. Der durch Zersetzung des Schlamms ständig neu gebildete Koks wird kontinuierlich aus dem System entfernt.
  • Nach einem anderen bekannten Verfahren wird ,ebenfalls mit in einem geschlossenen Kreislauf kontinuierlich bewegten Koksteilchen gearbeitet, die jedoch an der Stelle, wo sie mit dem Schlamm gemischt werden, eine Temperatur unterhalb der Zersetzungstemperatur des Schlamms haben, und die zur Zersetzung erforderliche Wärme wird anschließend durch indirekte Erhitzung der Mischung zugeführt. Diese Verfahren haben unter anderem den Nachteil, daß die Zersetzung solcher Schlämme, deren titrierbare Acidität, als H2 S O4 gerechnet, 75% oder mehr beträgt, unter den angegebenen .Bedingungen unvollständig ist. Dadurch reichert sich im System nicht zersetzter Schlamm an und stört schließlich die freie Bewegung der Feststoffteilchen und/oder bewirkt die Verdampfung von freier Schwefelsäure. Besonders schwierig lassen sich auf diese Weise Alkylierungsschlämme verarbeiten.
  • Es wurde nun gefunden, daß Schlämme mit einer titrierbaren Acidität von wenigstens 75% inSystemen der beschriebenen Art bei praktisch vollständiger Zersetzung der Säure und Bildung eines frei fließenden körnigen Koksrückstandes kontinuierlich verarbeitet werden können, wenn der Schlamm vor der Vermengung mit den Koksteilchen mit einer verhältnismäßig geringen Fettkohlemenge vermischt wird. Unter »Fettkohle« ist eine Kohle mit einem Gehalt an sogenannten Flüchtigen von wenigstens 2511/o zu verstehen. Die Kohle wird auf eine mittlere Teilchengröße von etwa 100 tt oder weniger zerkleinert und in einer Mischvorrichtung innig mit dem Schlamm vermischt. Vorzugsweise erfolgt dies kontinuierlich unmittelbar vor der Einführung des Schlamms in die Zersetzungsvorrichtung. Die Menge der Kohle kann zwischen 5 und 25 Gewichtsprozent, bezogen auf den Schlamm, liegen, wobei die höheren Mengen für die Schlämme mit der höheren titrierbaren Acidität erforderlich sind. Für Schlämme mit niedrigerer titrierbarer Acidität genügen bereits verhältnismäßig geringe Mengen, um die sonst mit diesen Schlämmen auftretenden Betriebsschwierigkeiten vollstündig zu beheben. Beispiel 1 Behandelt wurde ein Alkylierungsschlamm, dessen H2 S O_,- Gehalt durch Titration mit 87,5% bestimmt wurde und der sich in der Vorrichtung und nach einem bekannten Verfahren nicht erfolgreich verarbeiten ließ.
  • Der Schlamm wurde mit 6% einer Fettkohle einer mittleren Teilchengröße von etwa 100 #t vermengt. Die Fettkohle hatte folgende Zusammensetzung:
    Feuchtigkeit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1,58 0/0
    Flüchtige Bestandteile .......... 31,94°/0
    Asche ........................ 11,2%
    Schwefel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1,920/a
    Fixer Kohlenstoff .............. 55,3%
    Die Mischung aus Alkylierungsschlamm und Fettkohle ließ sich völlig einwandfrei unter Bildung eines trockenen, körnigen Koksrückstandes verarbeiten. Die höchste Temperatur der Mischung betrug 282° C, und die S02 Ausbeute Schwefelsäuregehalts des Schlamms, bestimmt durch Titration.
  • Beispiel 2 Behandelt wurde ein Alkylierungsschlamm mit einem H., S O4 Gehalt von 87,8%. Der Schlamm wurde mit 5% der gleichen Kohle wie im Beispiel 1 vermengt.
  • Die Mischung aus Alkylierungsschlamm und Fettkohle ergab einen trockenen, körnigen Koksrückstand; die höchste Temperatur der Mischung betrug 282° C, und die S02-Ausbeute entsprach 95.5% des Schwefelsäuregehalts des Schlamms, bestimmt durch Titration.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Zersetzung von Alkylierungsschlämmen, die als Rückstand bei der Behandlung von Kohlenwasserstoffen mit Schwefelsäure anfallen und eine wenigstens 75% H2 S O, entsprechende titrierbare Acidität aufweisen, durch Mischen der Schlämme mit einem Strom von Koksteilchen, die in einem geschlossenen Kreislauf bewegt werden., und Erhitzen der gebildeten Mischung auf Temperaturen, bei welchen der Schlamm unter Bildung eines Rückstandkokses und eines praktisch ausschließlich aus Schwefeldioxyd bestehenden Gases selektiv zersetzt wird, dadurch gekennzeichnet, daß dem Schlamm vor der Vermischung mit den Koksteilchen Fettkohle einer mittleren Teilchengröße von nicht mehr als 100 u in solchen Mengen zugesetzt wird, daß als Rückstand des Verfahrens ein trockener, körniger Koks anfällt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Fettkohle in einer Menge von 5 bis 25 Gewichtsprozent, bezogen auf den Schlamm, zugesetzt wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Zersetzung bei Temperaturen von nicht mehr als 343° C durchgeführt wird.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Zersetzung des Schlamms vorgenommen wird, indem die Koksteilchen vor der Vermischung mit dem Schlamm auf eine solche Temperatur erhitzt werden, daß die Mischung aus Koksteilchen und Schlamm eine Temperatur von nicht mehr als 343° C annimmt. In Betracht gezogene Druckschriften: USA.-Patentschriften Nr. 2 395 503, 2 60517l: französische Patentschrift Nr. 1095 290.
DES67331A 1960-02-27 1960-02-27 Verfahren zur Zersetzung von Alkylierungsschlaemmen Pending DE1113447B (de)

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Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2395503A (en) * 1945-04-03 1946-02-26 Stauffer Chemical Co Process for treating acid sludge
US2605171A (en) * 1949-12-22 1952-07-29 Chemical Construction Corp Apparatus for acid sludge decomposition
FR1095290A (fr) * 1954-03-15 1955-05-31 Sonneborn Sons L Procédé de traitement des boues provenant du traitement des huiles d'hydrocarbures par l'acide sulfurique

Patent Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
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