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DE1113331B - Brennstoffe fuer Raketen, Stato- und Turboreaktoren auf Kohlenwasserstoffbasis - Google Patents

Brennstoffe fuer Raketen, Stato- und Turboreaktoren auf Kohlenwasserstoffbasis

Info

Publication number
DE1113331B
DE1113331B DEI16802A DEI0016802A DE1113331B DE 1113331 B DE1113331 B DE 1113331B DE I16802 A DEI16802 A DE I16802A DE I0016802 A DEI0016802 A DE I0016802A DE 1113331 B DE1113331 B DE 1113331B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
fuels
magnesium
percent
hydrocarbons
polyethylene
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEI16802A
Other languages
English (en)
Inventor
Madeleine Martin
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
IFP Energies Nouvelles IFPEN
Original Assignee
IFP Energies Nouvelles IFPEN
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by IFP Energies Nouvelles IFPEN filed Critical IFP Energies Nouvelles IFPEN
Publication of DE1113331B publication Critical patent/DE1113331B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C06EXPLOSIVES; MATCHES
    • C06BEXPLOSIVES OR THERMIC COMPOSITIONS; MANUFACTURE THEREOF; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS EXPLOSIVES
    • C06B27/00Compositions containing a metal, boron, silicon, selenium or tellurium or mixtures, intercompounds or hydrides thereof, and hydrocarbons or halogenated hydrocarbons
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10LFUELS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; NATURAL GAS; SYNTHETIC NATURAL GAS OBTAINED BY PROCESSES NOT COVERED BY SUBCLASSES C10G OR C10K; LIQUIFIED PETROLEUM GAS; USE OF ADDITIVES TO FUELS OR FIRES; FIRE-LIGHTERS
    • C10L1/00Liquid carbonaceous fuels
    • C10L1/10Liquid carbonaceous fuels containing additives
    • C10L1/14Organic compounds
    • C10L1/22Organic compounds containing nitrogen

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Solid Fuels And Fuel-Associated Substances (AREA)
  • Liquid Carbonaceous Fuels (AREA)

Description

  • Brennstoffe für Raketen, Stato- und Turboreaktoren auf Kohlenwasserstoffbasis Die Erfindung betrifft Brennstoffe mit erhöhtem Kaloriengehalt, die aus Gemischen von Aluminium oder Magnesium in feingranuliertem Zustand in flüssigen Kohlenwasserstoffen bestehen, wobei sich die Stabilität derartiger Gemische durch das Vorliegen einer kleinen Menge Polyäthylen ergibt.
  • Die USA.-Patentschrift 2642345 beschreibt Suspensionen von Alkalimetallen in flüssigen Kohlenwasserstoffen unter Zusatz von Polyäthylen, die in .sehr geringen Konzentrationen als Verbrennungszusätze zu Dieseltreibstoffen verwendet werden können.
  • Die Gemische der vorliegenden Erfindung unterscheiden sich gegenüber diesen bekannten Suspensionen dahingehend, daß sie ein bei normaler Temperatur stabiles Metall enthalten und daß sie direkt als Treibstoffe mit erhöhtem Heizwert für Raketen, Statoreaktoren und Turboreaktoren eingesetzt werden können.
  • Das hochpolymere Polyäthylen wird als an sich bereits bekanntes Stabilisierungsmittel angewandt, da man durch dasselbe die größte Stabilität der Gemische, die sich erzielen läßt, erhalten kann.
  • Die bis jetzt in Anwendung kommenden Stabilisierungsmittel für Suspensionen wiesen nicht gleichzeitig alle diese Eigenschaften auf. So werden z. B. die Aluminiumseifen durch Wasser zersetzt, so daß die Suspensionen einer festen Phase in einer organischen Flüssigkeit, die auf Grund derartiger Seifen hergestellt sind, ihre Stabilität nicht in Gegenwart von Feuchtigkeit aufrechterhalten können.
  • Die gleichen erfindungsgemäß hergestellten Gemische behalten im Gegensatz hierzu ihre Stabilität nicht nur auf lange Zeit hin, sondern ebenfalls gegenüber allen chemischen Mitteln innerhalb eines großen Temperaturbereiches.
  • Außerdem ist das hochpolymere Polyäthylen leicht in einem organischen Medium dispergierbar, und zwar auch im geschmolzenen Zustand, wobei das Gemisch sodann wieder auf die gewöhnliche Temperatur gebracht wird. Es ist zu beachten, daß im letzteren Fall die Dispersion ihren homogenen Charakter selbst nach dem Abkühlen beibehält.
  • Das Insuspensionhalten fester Substanzen in flüssigen organischen Medien hängt von dem mittleren Molekulargewicht des Hochpolymeren und der Konzentration desselben, mit der es in Anwendung gebracht wird, dergestalt ab, daß man beim Vermengen der beiden Mittel die Möglichkeit hat, in geeigneter Weise die Viskosität und die Thixotropie des organischen Mediums abzuändern und so in dem Aluminium und Magnesium müssen in möglichst fein verteilter Form vorliegen, da die Stabilität der Gemische um so besser ist, je fein verteilter der Feststoff vorliegt. Im allgemeinen sollen die granulierten Teilchen einen mittleren Durchmesser unter 200 Mikron und vorzugsweise. von 1 bis 100 Mikron aufweisen. So kann z. B. das Magnesium im Dampfzustand in der brennbaren Flüssigkeit dispergiert oder im flüssigen Zustand in einem inerten Gas pulverisiert werden.
  • Es liegt nicht im Bereich der Erfindung, eine bestimmte Herstellungsart von Feststoffen in feinverteiltem granuliertem Zustand zu beschreiben. Eine derartige Herstellung wird nach bekannten Verfahren ausgeführt.
  • Das Gewichtsverhältnis Feststoff zu Flüssigkeit soll nicht zu groß sein, da das Gemisch sonst schwierig fließt. Somit erscheint ein Verhältnis, das über liegt, nicht von Interesse, und vorzugsweise wird das Verhältnis unter 1 gewählt.
  • Der flüssige Brennstoff wird vorteilhafterweise aus denjenigen flüssigen Kohlenwasserstoffen ausgewählt, die eine Siedetemperatur bei gewöhnlichem Druck über 180° C und vorzugsweise zwischen 1$0 und 350° C aufweisen. Erdölfraktionen, wie Kerosin oder Gasöl, die innerhalb dieser Grenzen sieden, können vorteilhafterweise angewandt werden.
  • Die Menge des angewandten Polymeren hängt von seinen physikalischen Eigenschaften - und- von dem Polymerisationsgrad ab. Im allgemeinen muß eine um so geringere Menge des Polymeren angewandt werden, je höher der Polymerisationsgrad desselben ist. Die Menge liegt vorteilhafterweise zwischen 0,5 und 10 Gewichtsprozent des flüssigen Brennstoffes.
  • Man kann wahlweise der Dispersionsflüssigkeit ein Mittel zusetzen, das gleichzeitig .hydrophobe und hydrophile Eigenschaften aufweist. Ein derartiges Mittel wird vorzugsweise in einer Menge von 0,01 bis 100/9 zugesetzt. Derartige Mittel können ionische oder nichtionische Mittel sein. Hierbei handelt es sich z. B. um Säuren oder Amine langkettiger Kohlenwasserstoffe (die im Mittel einen "Kohlenwasserstoffrest von 4 C-Atomen oder mehr besitzen) und/oder oberflächenaktive Mittel, wie sie z: B. von K i r k und O t h m e r in Ecyclopedia of Chemical Technology, 13, S.513 (1954), Interscience Publishers, beschrieben sind. Man kann sodann als Brennstoffe flüssige Kohlenwasserstoffe mit einem Siedebereich von 80 bis 350° C in Anwendung bringen.
  • Um die Stabilität der erhaltenen Gemische unter Verwendung von z. B. Kerosin als flüssigen Brennstoff abzuschätzen, kontrolliert man das an der Oberfläche aufsteigende Kerosin und die Sedimentation. der festen Phase innerhalb einer festgelegten Zeit, innerhalb der das Gemisch nicht bewegt wird. Dia Stabilität ist quantitativ durch das Volumenverhältnis des freien Kerosins und durch den Homogenitätsindex der Suspension der festen Phase in dem ruhenden Kerosin gekennzeichnet. Der Homogenitätsindex ist definiert als das Produkt aus 100 und dem arithmetischen Mittel der absoluten Werteabweichungen zwischen den Dichten der Suspension in verschiedenen Höhen und der mittleren Dichte derselben. Bei der praktischen Ausführung wird der Homogenitätsindex in der folgenden Weise bestimmt: Aus einer senkrecht angeordneten Röhre, die die Suspension mit einer mittleren Dichte D enthält und die 8 Tage bei Raumtemperatur gehalten wird, werden in gleichbleibenden Zeitabschnitten vier gleichvolumige Entnahmen vorgenommen, wobei man -die Dichte d, jeder Entnahme bestimmt. Der Homogenitätsindex wird sodann gemäß folgender Formel erhalten: Beispiel 1 Bei Raumtemperatur werden 125g Magnesiumpulver in 500 ccm Kerosin (Siedebereich =180 bis 280° C) dispergiert.
  • Das Gemisch ist praktisch nur 3 Stunden beständig. Nach 8 Tagen der Ruhe sind 225 ccm freies Kerosin an die Oberfläche gestiegen.
  • Der Homogenitätsindex des Gemisches, das durch Magnesium in dem bleibenden Kerosin gebildet wird, beträgt 5.
  • Beispiel 2 Man stellt ein gleiches Gemisch wie bei Arbeiten nach Beispiel 1 her, wobei man jedoch vorher in dem Kerosin 1 Volumprozent eines Polyäthylens dispergiert, das ein mittleres Molekulargewicht von 20 000 aufweist. Man erhält diese Dispersion, indem man -geschmolzenes Polyäthylen in Kerosin einrührt, das auf der gleichen Temperatur gehalten wird, und sodann das Gemisch abkühlt.
  • Das Gemisch bleibt praktisch 12 Stunden beständig. Nach 8 Tagen sind 175 ccm freies Kerosin an die Oberfläche gestiegen.
  • Der Homogenitätsindex des durch das Magnesium in dem bleibenden Kerosin gebildeten Gemisches beträgt 3.
  • Beispiel 3 Man arbeitet nach dem Verfahren des Beispiels 2, wobei man jedoch dem Kerosin 2 Volumprozent des im Beispiel 2 beschriebenen Polyäthylens zusetzt.
  • Das Gemisch bleibt praktisch 18 Stunden beständig. Nach 8 Tagen der Ruhe sind 130 ccm freies Kerosin an die Oberfläche gestiegen.
  • Der Homogenitätsindex des durch das Magnesium in dem bleibenden Kerosin gebildeten Gemisches beträgt 2. Beispiel 4 Man arbeitet nach dem Verfahren des Beispiels 2, wobei man jedoch dem Kerosin 3 Volumprozent des im Beispiel 2 beschriebenen Polyäthylens zusetzt.
  • Das Gemisch bleibt praktisch 24 Stunden beständig. Nach 8 Tagen der Ruhe sind 90 ccm freies Kerosin an die Oberfläche gestiegen.
  • Der Homogenitätsindex des durch das Magnesium in dem ruhenden Kerosin gebildeten Gemisches beträgt 0,8. Beispiel 5 Man dispergiert bei Raumtemperatur 125g Aluminiumpulver in einer Dispersion aus 2 Volumprozent Polyäthylen mit einem mittleren Molekulargewicht von 20 000 in 500 ccm Gasöl (Siedebereich = 300 bis 3501 C).
  • Die Suspension bleibt praktisch 24 Stunden beständig. Nach 8 Tagen der Ruhe sind 100 ccm freies Gasöl an die Oberfläche gestiegen.
  • Beispiel 6 Man stellt eine Dispersion aus 25g Aluminium in Form feinverteilten Pulvers (mittlerer Durchmesser der Teilchen 5 Mikron), 4 g Polyäthylen mit einem mittleren Molekulargewicht von 20000 und 3 g Oleinsäure in Kerosin mit einem Siedebereich von 180 bis 250° C 'unter Anwendung einer ausreichenden Menge des letzteren her, um ein Gesamtvolumen von 100 ccm zu erhalten: Die Menge des sich abtrennenden Kerosins beträgt nach 24 Stunden 1 ccm und nach 2 Monaten 15 ccm. Beispiel 7 Man arbeitet nach dem Verfahren des Beispiels 6, wendet jedoch nur 2 g Oleinsäure an und fügt weitere 2 g Stearylamin zu. Die Menge des sich abtrennenden Kerosins erreicht nach 24 Stunden 2 ccm und nach 2 Monaten 20 ccm. Beispiel 8 Es wird nach dem Verfahren des Beispiels 7 gearbeitet, wobei jedoch das Stearylamin durch 2 g eines Polyoxyäthylenabkömmlings der Oleinsäure ersetzt wird. Die Menge des sich abtrennenden Kerosins erreicht nach 24 Stunden 2 ccm und nach 2 Monaten 24 ccm.
  • Die dergestalt erhaltenen Gemische sind vermittels Luft oder Sauerstoff Verbrennungsuntersuchungen unterworfen worden. Gute Ergebnisse sind besonders mit Gemischen des Magnesiums erhalten worden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Brennstoffe für Raketen, Statoreaktoren und Turboreaktoren auf der Basis von Kohlenwasserstoffen im Siedebereich von 80 bis 350° C, dadurch gekennzeichnet, daß dieselben aus Gemischen von feinverteiltem Aluminium oder Magnesium unter Zusatz von Polyäthylen in den Kohlenwasserstoffen bestehen. z. Brennstoffe nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen Gehalt an Aluminium oder Magnesium in Mengen von mindestens 10 Gewichtsprozent, bezogen auf das Gesamtgemisch. 3. Brennstoffe nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Polymerisationsgrad des Polyäthylens zwischen 1000 und 100 000 liegt< 4. Brennstoffe nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß sie außerdem ein bekanntes oberflächenaktives Mittel enthalten. 5. Brennstoffe nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das oberflächenaktive Mittel eine langkettige Säure oder ein langkettiges Amin ist. 6. Brennstoffe nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Gemisch höchstens 66 Gewichtsprozent Aluminium oder Magnesium, 0,05 bis 10 Gewichtsprozent Polyäthylen und 0,01 bis 10 Gewichtsprozent des oberflächenaktiven Mittels enthält. 7. Brennstoffe nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß Aluminium oder Magnesium als Teilchen eines mittleren Durchmessers unter 200 Mikron, vorzugsweise von 1 bis 100 Mikron, angewandt wird. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 933 829; deutsche Auslegeschrift Nr. 1015 268; USA.-Patentschriften Nr. 2 462 344, 2 462 345; britische Patentschrift Nr. 637 220; französische Zusatzpatentschrift Nr. 56 138 (Zusatz zur Patentschrift Nr. 989 163); französische Patentschrift Nr. 1076 493; schweizerische Patentschrift Nr. 307 003.
DEI16802A 1958-07-30 1959-07-30 Brennstoffe fuer Raketen, Stato- und Turboreaktoren auf Kohlenwasserstoffbasis Pending DE1113331B (de)

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