DE1112894B - Verfahren zur Herstellung einer Verbindung zwischen durch Filmkitt nicht verbindbaren Filmen aus unterschiedlichen Werkstoffen und Verfahren zur Herstellung eines hierfuer notwendigen Filmstreifens - Google Patents
Verfahren zur Herstellung einer Verbindung zwischen durch Filmkitt nicht verbindbaren Filmen aus unterschiedlichen Werkstoffen und Verfahren zur Herstellung eines hierfuer notwendigen FilmstreifensInfo
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Description
- Verfahren zur Herstellung einer Verbindung zwischen durch Filmkitt nicht verbindbaren Filmen aus unterschiedlichen Werkstoen und Verfahren zur Herstellung eines hierfür notwendigen Filmstreifens Die handelsüblichen Filmbänder aus Celluloseester konnten bisher miteinander verklebt bzw. aneinander angehängt werden, auch wenn es sich um brennbare oder schwer brennbare Filme handelte, weil sie untereinander und miteinander durch den handelsüblichen Filmkitt verklebbar sind. Die Klebestellen, beispielsweise zwischen einem Wochenschaufilm und einem Werbefilm, wurden in der Weise hergestellt, daß zunächst die Emulsion des einen Fihnbandendes abgeschabt, die Celluseite möglichst angerauht, dann eine von beiden Seiten mit Filmkitt bestrichen und beide Bandenden in einer Klebepresse einander überlappend zusammengefügt wurden.
- Heute stehen außer den Filmen obengenannter Zusammensetzung auch Filme aus Kunststoff, z. B. aus Polycarbonat, zur Verfügung, die sich mit den bisher bekannten Filmen nicht, wie oben dargelegt, vereinigen lassen, während sie untereinander verbindbar sind. Es ist bekannt, diese Filme mit Celluloseesterfilmen über bekannte transparente Klebefolien zu vereinigen, indem auf aneinanderstoßende Filmenden verschiedenartiger Grundstoffe transparente Klebefolien als Verbindungsstücke ein- oder beidseitig aufgeklebt werden. Dieses Verfahren hat jedoch den Nachteil, daß der gummiartige, nicht erhärtende Klebstoff meist an den Seiten vorsteht und Schmutzteilchen festhält, ganz davon abgesehen, daß übereinander aufgewickelte Schichten miteinander verkleben.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die vorstehend angeführten Nachteile zu vermeiden. Zur Lösung dieser Aufgabe wird vorgeschlagen, das eine Ende des einen von zwei miteinander zu verbindenden Filmbändern mit der einen Fläche, das Ende des anderen Filmbandes mit der anderen Fläche eines mehrschichtigen Filmstreifens verhältnismäßig geringer Länge, jedoch der gleichen Breite und gegebenenfalls Perforation der Filmbänder nacheinander zu verkleben, wobei der mehrschichtige Filmstreifen eine Schicht aus einem Werkstoff, der gleich dem Werkstoff des einen und eine Schicht aus einem Werkstoff, der gleich dem Werkstoff des anderen der miteinander zu verbindenden Filmbänder ist, aufweist, welche über mindestens eine Zwischenschicht miteinander verbunden sind. Diese Zwischenschicht kann aus einem Mischpolymerisat auf der Basis von Vinylchlorid, Vinylisobutyläther, aus Kautschukleim od. dgl. bestehen. Das Verklebeverfahren kann entweder so durchgeführt werden, daß insbesondere nach Entfernen der belichteten Schicht in der Breite eines Perforationssteges des einen Filmbandes der mehrschichtige Filmstreifen in bekannter Weise mit diesem verklebt, darauf der mehrschichtige Filmstreifen auf Perforationsstegbreite gekürzt und auf diesen das Ende des anderen Filmbandes mit diesem verklebt wird, so daß sich beide Bandenden in bekannter Weise, wenn auch unter Zwischenschaltung eines Filmstreifenstückes, überlappen oder derart, daß in der Breite eines Perforationssteges des einen Filmbandendes der mehrschichtige Filmstreifen in bekannter Weise mit diesem verklebt und darauf das Ende des anderen Filmbandes mit dem Filmstreifen so verklebt wird, daß zwischen den mittelbar verbundenen Fihnbandenden ein Abstand vorhanden ist.
- DieHerstellung eines mehrschichtigenFilmstreifens, dessen Dicke, je nachdem welche Teile desselben mit den zu verbindenden Filmbandenden verklebt werden, verschieden groß zu wählen ist, erfolgt z. B. derart, daß auf eine Schicht, beispielsweise aus Polycarbonat, eine oder mehrere Schichten eines verwandten Stoffes, beispielsweise Vinylchlorid, Vinylisobutyläther od. dgl., aufgegossen und dann auf diese Zwischenschichten die andere Schicht aufgebracht wird, die dem anderen Werkstoff der aus verschiedenartigen Werkstoffen bestehenden Filmbändern entspricht.
- Gegenstand der Erfindung ist auch das Verfahren zur Herstellung mehrschichtiger Filmstreifen oben erläuterter Zusammensetzung.
- Die Erfindung wird an Hand der Zeichnungen veranschaulicht, die schematisch Klebestellen zwischen zwei bisher nicht miteinander verklebbaren Filmbändern wiedergeben. Es zeigt Abb. 1 einen Längsschnitt durch eine Klebestelle zwischen zwei sich überlappenden Filmbandenden, die über einen mehrschichtigen Fihnstreifen von der Breite beider Filme, jedoch- nur einer Tiefe einer Perforationsstegbreite mittelbar miteinander verbunden sind, Abb. 2 einen Längsschnitt durch eine Klebestelle zwischen zwei bisher nicht miteinander verbindbaren Filmbändern, die über einen mehrschichtigen Filmstreifen mittelbar so verbunden sind,. daß zwischen ihren Endkanten ein Abstand vorhanden ist, jeweils in stark vergrößerter Darstellung.
- Die Enden zweier Filmbänder 1 und 2 bzw. 1' und 2', die unter Verwendung handelsüblichen Filmkitts nicht miteinander-verklebt werden können, werden nach Abb. 1 durch einen Fihnstreifen von der Tiefe einer Perforationsstegbreite und nach Abb. 2 über einen Filmstreifen einer Tiefe, die größer ist als eine Perforationsstegbreite, zweckmäßiger jedoch kleiner als eine Bildhöhe ist, mittelbar miteinander vereinigt.
- Im Fall des Ausführungsbeispiels der Abb. 1 besteht das Filmband 1 beispielsweise aus Nitrofilm, das Filmband 2 aus Polycarbonat. In diesem Fall besteht die Schicht 3 des mehrschichtigen, mit beiden Bändern zu verbindenden Filmstreifens aus Nitrofilm, die Schicht 4 aus Polycarbonatfilm, die über Zwischenschichten 5 aus einem Mischpolymerisat auf der Basis von Vinylchlorid, Vinylisobutyläther od. dgl. verbunden sind. Der Filmstreifen 3, 4, 5, der beispielsweise zu einer Rolle aufgewickelt ist, wird zunächst mit der Fläche 6 des Endes des Filmbandes 1 mit handelsüblichem Filmkitt verklebt. Darauf wird der verklebte Teil von dem aufgerollten Teil mit einer bekannten Klebepresse längs der Kante 7 abgeschnitten und darauf die Fläche 8 des Endes des zweiten Fihnbandes 2 mit der Schicht 4 ebenfalls über Filmkitt verbunden, so daß sich die beiden Enden der Filme überlappen.
- Im Fall des Ausführungsbeispieles der Abb. 2 weist der mehrschichtige Filmstreifen eine größere Dicke auf als der zum Verkleben der Filmbandenden nach Abb. 1 verwendete. Auch hier wird unterstellt, daß das Filmband 1' aus Nitrofilm, das Filmband 2' aus Polycarbonatfihn besteht. Dementsprechend wird die Nitroschicht 3' mit dem Filmband 1', die Polycarbonatschicht 4' mit dem Filmband 2' je über eine Schicht Filmkitt verbunden, und zwar im Bereich der Flächen 6' bzw. 8'. Die Schichten 5' bestehen aus dem gleichen Mischpolymerisat wie die Schichten 5 des Ausführungsbeispieles nach Abb. 1. Da sich hier ein Filmbandende und eine Schicht des mehrschichtigen Filmstreifens überlappen, gehören also zwei Klebestellen zu einer Verbindung zweier Fihubänder aus verschiedenartigen Werkstoffen, die bisher nicht verklebt werden konnten.
- Beispiel 1 Ein mehrschichtiger Filmstreifen für das Verkleben eines kinematographischen Cellulosetriacetatfdms mit einem kinematographischen Polycarbonatfilm (auf Basis von 4,4'-Dihydroxyphenylpropan-2,2) wurde wie folgt hergestellt: Je eine Folie aus Cellulosetriacetat und Polycarbonat von je 15 bis 20 mm Länge wurden wie in Abb. 1 angedeutet so verbunden, daß die freien Enden 6' und 8' eine Länge von ungefähr 2 bis 3 mm haben. Die Verklebung wurde durchgeführt, indem zunächst die beiden Folien an den zu verklebenden Flächen mit einer 50°/oigen Lösung eines Copolymeren aus einem Teil Vinylisobutyläther in einem chlorierten Kohlenwasserstoff, wie z. B. Trichloräthylen, beschichtet und anschließend zusammengepreßt wurden. Der erhaltene mehrschichtige Filmstreifen besteht demgemäß aus einer Cellulosetriacetatfolie, einer Polycarbonatfohe und einer zwischen diesen beiden Folien angeordneten Klebeschicht. Mit Hilfe dieses mehrschichtigen Filmstreifens werden die oben beschriebenen kinematographischen Filme, wie in Abb. 2 angedeutet, folgendermaßen verklebt; Die Fläche 6' des Celluloseesterfilms wird mit Klebestoff bestrichen, der aus einer Lösung von 5 g Cellulosetriacetat in 70 ccm Methylenchlorid, 10 ccm Methylalkohol, 10 ccm Aceton und 10 ccm Methylglykolacetat besteht, und mit dem freien Ende der Cellulosetriacetatfolie des mehrschichtigen Filmstreifens durch Zusammenpressen verbunden. In entsprechender Weise wird die Fläche 4' des Polycarbonatfilms mit dem freien Ende der Polycarbonatfolie des mehrschichtigen Filmstreifens verbunden- Hierzu wird eine Klebelösung benutzt, die aus 5 g Polycarbonat in 50 ccm Methylenchlorid, 30 ccm Trichloräthylen, 10 com Methylglykolacetat zu 5 ccm Methylalkohol und Tetrahydrofuran besteht. Beispiel 2 In schwierigen Fällen kann gemäß einer anderen Ausführungsform der Erfindung der mehrschichtige Filmstreifen mit Hilfe mehrerer Klebeschichten hergestellt werden. Hierbei wird beispielsweise die Cellulosetriacetatfolie zunächst mit der Lösung eines Copolymerisates aus 90% Vinylchlorid und 100/0 Vinylisobutyläther beschichtet, darauf wird eine zweite Schicht aus einem Copolymeren der genannten Verbindungen im Verhältnis 1:1 aufgebracht. Die dritte Klebeschicht, die schließlich mit der Polycarbonatfolie verbunden wird, besteht aus einem Copolymerisat aus 10 °/a Vinylchlorid und 90 % Vinylisobutyläther. Die Verklebung photographischer Filme mit Hilfe dieses mehrschichtigen Filmstreifens kann in entsprechender Weise durchgeführt werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Herstellung einer Verbindung zwischen Filmen aus unterschiedlichen Werkstoffen, wie Nitro- bzw. Acetatcellulosefilm und Polycarbonatfilm, die sich je mit dem gleichen, nicht jedoch mit dem anderen Werkstoff durch Filmkitt verbinden lassen, dadurch gekennzeichnet, daß das eine Ende des einen von zwei miteinander zu verbindenden Fihnbändem mit der einen Fläche, das Ende des anderen Filmbandes mit der anderen Fläche eines mehrschichtigen Filmstreifens (3, 4, 5; 3', 4', 5') verhältnismäßig geringer Länge, jedoch der gleichen Breite und gegebenenfalls der Perforation der Filmbänder, nacheinander verklebt werden, wobei der mehrschichtige Fihnstreifen eine Schicht aus einem Werkstoff, der gleich dem Werkstoff des einen und eine Schicht aus dem Werkstoff, der gleich demWerkstoff des anderen der miteinander zu verbindenden Filmbänder ist, aufweist, welche über mindestens eine Zwischenschicht miteinander verbunden sind. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß nach Entfernen der belichteten Schicht in der Breite eines Perforationssteges des einen Filmbandendes der mehrschichtige Filmstreifen in bekannter Weise mit diesem verklebt, darauf der mehrschichtige Filmstreifen auf Perforationsbreite gekürzt und auf diesen das Ende des anderen Filmbandes mit diesem verklebt wird, so daß sich beide Bandenden in bekannter Weise überlappen. 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der mehrschichtige Filmstreifen in der Breite eines Perforationssteges mit dem einen Filmbandende in bekannter Weise verklebt und darauf das Ende des anderen Filmbandes mit dem Filmstreifen so verklebt wird, daß zwischen den mittelbar verbundenen Filmbandenden ein Abstand vorhanden ist. 4. Verfahren zur Herstellung eines zur Ausübung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 bis 3 erforderlichen Filmstreifens, dadurch gekennzeichnet, daß auf eine Schicht aus dem Werkstoff des einen von zwei miteinander zu verbindenden Filmbändern eine oder mehrere Schichten eines Mischpolymerisates auf der Basis von Vinylchlorid, Vinyhsobutyläther od. dgl. und auf diese eine Schicht aus dem Werkstoff des zweiten Filmbandes aufgegossen werden.
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