[go: up one dir, main page]

DE1112702B - Vertikales Streck- bzw. Lieferwerk fuer Vor- und Feinspinn- bzw. Zwirnmaschinen - Google Patents

Vertikales Streck- bzw. Lieferwerk fuer Vor- und Feinspinn- bzw. Zwirnmaschinen

Info

Publication number
DE1112702B
DE1112702B DESCH22222A DESC022222A DE1112702B DE 1112702 B DE1112702 B DE 1112702B DE SCH22222 A DESCH22222 A DE SCH22222A DE SC022222 A DESC022222 A DE SC022222A DE 1112702 B DE1112702 B DE 1112702B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
drafting
spinning
storage unit
stretching
parts
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DESCH22222A
Other languages
English (en)
Inventor
Johann Jacob Keyser
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Schiess AG
Original Assignee
Schiess AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Schiess AG filed Critical Schiess AG
Priority to DESCH22222A priority Critical patent/DE1112702B/de
Priority to GB856159A priority patent/GB897478A/en
Priority to FR789578A priority patent/FR1225176A/fr
Publication of DE1112702B publication Critical patent/DE1112702B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01HSPINNING OR TWISTING
    • D01H5/00Drafting machines or arrangements ; Threading of roving into drafting machine
    • D01H5/18Drafting machines or arrangements without fallers or like pinned bars
    • D01H5/26Drafting machines or arrangements without fallers or like pinned bars in which fibres are controlled by one or more endless aprons

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Spinning Or Twisting Of Yarns (AREA)
  • Pens And Brushes (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft ein Streck- bzw. Lieferwerk mit vertikaler Streckfeldebene für Vor- und Feinspinn- bzw. Zwirnmaschinen, bei welchem die Streckfeldebene vorzugsweise in der Längsmittelebene der Maschine angeordnet ist.
Von den Spinnereien werden aus Gründen der Wirtschaftlichkeit möglichst große Garnkörper verlangt. Diese Forderung zwingt unter anderem dazu, die Teilung von Spindel zu Spindel an den Spinn- und Zwirnmaschinen zu vergrößern, so daß bei einer gleichbleibenden Gesamtlänge einer Maschine nur eine geringere Anzahl Spindeln untergebracht werden kann. Da für jede Spindel in dem vorgelagerten Streck- bzw. Lieferwerk jeweils ein Streck- bzw. Lieferfeld vorhanden sein muß, bedeutet die Vergrößerung der Spindelteilung eine geringere Ausnutzung der Zylinder und Walzen, weil infolge der größeren Teilung verhältnismäßig große unbenutzte Zwischenräume zwischen den einzelnen Durchlaufstellen entstehen. Diese geringe Ausnutzung der Streckwerkselemente ist unwirtschaftlich und sollte deshalb vermieden werden. Möglichste Platzersparnis ist eine weitere Forderung, die insbesondere beim Aufstellen neuer Maschinen maßgebend ist. Aus diesem Grund geht das Bestreben außerdem noch dahin, die Breite der Maschinen nach Möglichkeit zu verringern. Die Erfüllung der beiden genannten Forderungen ist aber nur dann möglich, wenn es gelingt, die Streckwerke raumsparender als bisher zu bauen.
Aus diesem Grund sind bereits Streckwerke an Feinspinnmaschinen bekannt, deren Streckfelder sich in senkrechten Ebenen befinden, die in der Längsmittelebene der Spinnmaschine angeordnet sind.
Diese Bauart ergibt eine erhebliche Raumersparnis, d. h. sehr schmale Maschinen, deren Breite nur noch vom Spindelantrieb bestimmt ist. Nachteile sind bei dieser Bauart insofern vorhanden, als die Bedienbarkeit eines derartigen Streckwerkes verhältnismäßig schlecht ist.
Weiterhin ist aber auch die Herstellung der Einzelteile dieser bekannten Streckwerke umständlich. Die meist über die ganze Länge der Maschine sich erstreckenden Riffelwalzen bedürfen einer maßlich genauen Bearbeitung, wobei auch die Ausführung der Kupplung der meist von Lagerstelle zu Lagerstelle über sechs bis acht Spinnstellen reichenden Einzelstücke eine Rolle spielt. Dagegen sind die auf den Riffelwalzen aufliegenden Druck- oder die Durchzugswalzen meistens für jeweils zwei Spinnstellen ausgebildet, so daß besondere Lagerungen für diese Walzen zwischen den für die Riffelzylinder vor-
Vertikales Streck- bzw. Lieferwerk
für Vor- und Feinspinn- bzw. Zwirnmaschinen
Anmelder:
Schiess Aktiengesellschaft,
Düsseldorf-Oberkassel, Hansa-Allee 289
Johann Jacob Keyser, Aarau (Schweiz),
ist als Erfinder genannt worden
gesehenen Lagerstellen erforderlich sind. Auch die Belastung zumindest der Ausgangsdruckwalzen bedingt eine Vielzahl von Einzelteilen unterschiedlicher Herstellung, so daß die Herstellungskosten für die bekannten Streckwerke verhältnismäßig hoch sind.
Durch die verhältnismäßig komplizierte Konstruktion leidet auch bei diesen Streckwerken die Übersichtlichkeit und Bedienbarkeit, so daß eine andere Ausführung wünschenswert erscheint.
Die für Streckwerke an Vor- und Feinspinnmaschinen angeführten Mängel gelten sinngemäß auch für Zwirnmaschinen und deren Lieferwerke.
Aufgabe der Erfindung ist, ein vertikales Streckbzw. Lieferwerk zu schaffen, welches die angeführten Forderungen schmaler Bauweise erfüllt, aber die Nachteile bekannter Vorrichtungen weitgehend vermeidet.
Das wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß das Streck- bzw. Lieferwerk mit seinen sämtlichen Einbauteilen in gleichartige Einzelabschnitte unterteilt ist, die voneinander unabhängig sind, und daß jeder Einzelabschnitt aus zwei zu beiden Seiten der Faserdurchlaufebene befindlichen Hälften besteht, von denen jede als Lagerungseinheit für die entsprechenden Einbauteile ausgebildet ist sowie jede Lagerungseinheit wahlweise aus der Faserdurchlaufebene ausschwenkbar ist.
Zu diesem Zweck ist vorgesehen, daß jede Lagerungseinheit um mindestens eine parallel zur Längsachse der Einbauteile sich erstreckende Achse derart schwenkbar ist, daß jeder Streckwerksabschnitt buchartig aufklappbar ist. Dabei besteht die Möglichkeit, daß die Schwenkachsen an der Einlauf seite des Faserdurchlaufes oder an der Auslaufseite des Faserdurchlaufes angeordnet sind. Ein weiteres Merkmal besteht
109 677/138
darin, daß jede Lagerungseinheit als die Streekwerkselemente ganz oder überwiegend umschließender Deckel ausgebildet ist.
Mit einem gemäß der Erfindung abschnittsweise buchartig aufklappbaren Streckwerk ist sowohl eine leichte Bedienbarkeit gewährleistet als auch eine Uniformität der Herstellung mit einer Universalität der Verwendung erreicht, wie sie mit den bisher bekannten Streckwerken nicht erreicht werden konnte. Das gleiche gilt natürlich für Lieferwerke von Zwirnmaschinen bei entsprechender Ausbildung.
Es ist zwar auch bereits vorgeschlagen worden, bei einem Streckwerk mit geneigter Faserdurchlaufebene die Oberwalzen an ausschwenkbaren Tragarmen anzubringen, jedoch ist diese Anordnung durch die Faserbandführung bedingt, die zwischen Einzugs- und Ausgangswalzenpaar einen S-förmigen Weg bildet. Eine Erfüllung der oben aufgezeigten Forderungen ist auch mit Hilfe eines solchen Streckwerkes nicht möglich.
Der Gegenstand der Erfindung wird an Hand der Zeichnung in einem Ausführungsbeispiel näher beschrieben.
Fig. 1 zeigt einen schematischen Schnitt durch eine doppelseitige Ringspinnmaschine mit einem gemäß Erfindung ausgebildeten Streckwerk;
Fig. 2 ist ein Schnitt durch ein Streckwerk ähnlich demjenigen gemäß Fig. 1 in vergrößertem Maßstab;
Fig. 3 zeigt einen Schnitt durch ein ähnliches Streckwerk in einer anderen Ausführungsfonn;
Fig. 4 ist eine Einzelheit des Streckwerkes nach Fig. 3;
Fig. 5 stellt eine perspektivische Ansicht eines Teiles einer Ringspinnmaschine mit einem Streckwerk gemäß Erfindung dar.
Nach Fig. 1 besteht die beispielsweise dargestellte Ringspinnmaschine aus den Maschinenständern 1, an denen in bekannter Weise die Spindelbänke 2 mit den Spindeln 3, die Ringbänke 4 und die Quertraversen 5 mit den daran angebrachten Fadenführern 6 angebracht sind. Auf den Quertraversen 5 ruhen die Konsolen 7 auf, an denen die Ständer 8 befestigt sind, die an ihrem oberen Ende das Spulengatter 9 mit den Spulenhaltern 10 aufnehmen. Das Streckwerk ist bei diesem Ausführungsbeispiel in der senkrechten Längsmittelebene der doppelseitigen Maschine angeordnet. Es befindet sich oberhalb der Konsolen 7 und ist so ausgebildet, daß es nach beiden Maschinenseiten abliefern kann. Insoweit ist die Anordnung bekannt. Das Streckwerk erstreckt sich erfindungsgemäß in Einzelabschnitten von Lagerstelle zu Lagerstelle und besteht aus den untereinander vollständig seitengleich ausgebildeten und je eine Hälfte des Einzelabschnitfes bildenden Lagerungseinheiten 11 und 12. Fig. 2 zeigt dazu nähere Einzelheiten. Das von den im Spulengatter 9 an den Spulenhaltern 10 aufgehängten Spulen 13 ablaufende Vorgarn 14 läuft nach Umleitung durch die Leitwalzen 15 in das eigentliche Streckwerk ein. Dazu bilden die an ihrer Außenseite deckeiförmig gestalteten Lagerungseinheiten 11 und 12 des Einzelabschnittes an ihrem oberen Ende einen Einführungsschlitz, durch den die Vorgarnfäden 14 zu den Streckorganen gelangen. Die Streckorgane bestehen, wie aus Fig. 2 deutlich zu ersehen ist, in diesem Falle aus einem Doppelriemchenstreckwerk, das aus den Riemchen 16 und 17 besteht, die an ihrem oberen Ende von den Einzugswalzen 18 und 19 und an ihrem unteren Ende von den Umlenkwalzen 20: und
21 geführt werden. In größtmöglicher Nähe zu den Umlenkwalzen 20 und 21 befinden sich die Ausgangswalzen 22 und 23. Von dem Klemmpunkt der Ausgangswalzen 22 und 23 aus werden in an sich bekannter Weise die auf die zu erzeugende Garnstärke verzogenen Bändchen 24 und 25 in wechselnder Reihenfolge nach den beiden Seiten der doppelseitigen Spinnmaschine geleitet, z. B. in der Darstellung nach Fig. 2 das Bändchen 24 nach der linken und das Bändchen 25 nach der rechten Seite der Spinnmaschine. Das Doppelriemchenstreckwerk kann eine an sich bekannte Ausführungsform haben, die nach dem Beispiel in Fig. 2 als Breitband ausgebildete Riemchen aufweist, die mit fünf Paaren Führungswalzen 26 und 27 zwischen den Einzugswalzen 18 und 19 und den Umlenkwalzen 20 und 21 versehen sind. Die Belastung sämtlicher Walzen kann, wie ebenfalls an sich bekannt, beispielsweise durch nicht dargestellte Schraubendruckfedern erfolgen, die sich gegen die deckeiförmig ausgebildeten Lagerungseinheiten 11 und 12 abstützen können. Wesentlich ist, daß die Lagerungseinheiten 11 und 12 zusammen mit sämtlichen dazugehörigen Lagerteilen für die Streckwerksteile vollständig gleichartig ausgebildet sind, so daß jederzeit das im Beispiel als linke Lagerungseinheit 11 dargestellte Bauteil an einer anderen Stelle als rechte Lagerungseinheit eingesetzt werden kann. Noch günstiger ist es, wenn auch die Einbauteile, die das eigentliche Streckwerk bilden, vollständig gleichförmig übereinstimmen, so daß ein Austausch der Teile untereinander wahlweise möglich ist.
Durch eine geeignete Kupplung der Einzugs- bzw. Ausgangszylinder, wie sie an Hand der Fig. 5 noch näher erläutert wird, oder durch über die Maschinenlänge durchlaufende Antriebswellen kann beispielsweise über die Zahnräder 28 und 29 ein Antrieb vermittelt werden. Auf diese Weise sind die Einzelabschnitte des Streckwerks vollständig gleichmäßig ununterbrochen antreibbar, sie lassen sich jedoch auch während des Betriebes jederzeit wie ein Buch aufklappen und damit stillegen, ohne die übrigen Systemteiie abzuschalten. Aus diesem Grunde sind die deckeiförmigen Lagerungseinheiten 11 und 12 so gelagert, daß sie beispielsweise um die Achse der Zahnräder 28 bzw. 29 schwenkbar sind. Wenn die am unteren Ende der Lagerungseinheiten 11 und 12 angebrachte Verriegelung 30 gelöst wird, kann entweder die Lagerungseinheit 11 mitsamt aller in diesem Bauteil untergebrachten Streckwerksteile um die Achse des Zahnrades 28 geschwenkt werden, genauso wie es möglich ist, die Lagerungseinheit 12 um die Achse des Zahnrades 29 zu schwenken. Selbstverständlich besteht auch die Möglichkeit, nach dem Lösen der Verriegelung 30 beide Lagerungseinheiten 11 und 12 nach oben auszuschwenken. Auf diese Weise ist es möglich, aufgetretene Störungen von jeder der beiden Bedienungsseiten der Maschine aus zu beheben, da die beiden Streckwerk-Lagerungseinheiten ähnlich wie ein Buch aufgeklappt werden können. Auch eine Fadenbruchabsaugeanlage kann ohne weiteres sehr günstig untergebracht werden, wenn, wie aus Fig. 1 ersichtlich, zwischen den Konsolen 7 ein Saugkanal 31 angeordnet wird, an dessen Oberseite, nach der jeweils von den Ausgangswalzen
22 und 23 gebildeten Klemmstelle zu, gerichtete Saugdüsen 32 angebracht sind.
Eine andere Ausführungsform eines Streckwerkes ist in Fig. 3 dargestellt. Der Aufbau ist im allgemeinen
ähnlich dem nach der in Fig. 2 gezeigten Ausführungsform. Die Riemchen 16 und 17, die Eingangswalzen 18 und 19, die Umlenkwalzen 20 und 21 für die Riemchen 16 und 17 und die Ausgangswalzen 22 und 23 sind in ähnlicher Weise vorhanden. Alle diese Teile sind in den an jeder der beiden Seiten jedes Einzelabschnittes angeordneten Lagerteilen 33 und 34 gelagert, die in diesem Falle im Gegensatz zu der in Fig. 2 gezeigten Ausführungsform keinen geschlossenen Deckel bilden. Die zu einem Einzelabschnitt gehörenden seitlichen Lagerteile 33 und 34 sind an ihrem oberen Ende durch in einer Rundung geformte Verstrebungen 35 bzw. 37 und an ihrem unteren Ende in gleicher Weise durch Verstrebungen 36 bzw. 38 verbunden. Auf diese Weise wird ebenfalls wie beim vorhergehenden Ausführungsbeispiel eine Lagerungseinheit für eine Seite eines Einzelabschnittes des Streckwerkes durch die entsprechenden zwei seitlichen Lager 33 zusammen mit ihrer Verstrebung 35 gebildet, während die Lagerungseinheit an der anderen Seite in gleicher Weise von den zwei seitlichen Lagerteilen 34 umfaßt wird. Die jeweils zusammengehörigen zwei seitlichen Lagerteile 33 und
34 sind an ihrem oberen Ende durch ein Scharnier 39 verbunden, auch am unteren Ende der seitlichen Lagerteile 33 und 34 ist ein Scharnier 40 vorgesehen. Fig. 4 zeigt ein derartiges Scharnier in einer teilweisen Draufsicht. Nach dieser sind beispielsweise die Scharnierteile 41 mit dem seitlichen Lagerteil 33 und die Schaniierteile 42 mit dem seitlichen Lagerteil 34 verbunden, wobei die Verbindung der Scharnierteile 41 und 42 miteinander durch den lösbaren Scharnierstift 43 in bekannter Weise erfolgt. Auf diese Weise ist es möglich, die Streckwerk-Lagerungseinheiten nicht nur um das obere Scharnier 39 zu schwenken, wenn aus dem unteren Scharnier 40 der entsprechende Scharnierstift gelöst ist, sondern es kann auch um das untere Scharnier 40 aufgeklappt werden, wenn der Scharnierstift aus dem oberen Scharnier 39 herausgenommen ist. Außerdem ist es möglich, sowohl das obere Scharnier 39 als auch das untere Scharnier 40 zu lösen, auf diese Weise die beiden Streckwerk-Lagerungseinheiten vollständig voneinander zu trennen und sie zu entfernen. Diese Maßnahme ist beispielsweise für eine Reinigung der Streckwerk-Lagerungseinheiten sehr günstig. Selbstverständlich besteht auch die Möglichkeit, an den seitlichen Lagerteilen 33 und 34 zwischen den oberen Verstrebungen
35 bzw. 37 und den unteren Verstrebungen 36 bzw. 38 Deckplatten anzubringen, die beispielsweise jeweils zwischen die oberen und unteren Verstrebungen eingeklemmt werden und aus einem durchsichtigen Kunststoffmaterial bestehen können. Auf diese Weise ist es möglich, auch während des Betriebes der Maschine an die Riemchen zu gelangen, falls dies erforderlich sein sollte, ohne daß der Betrieb der Maschine unterbrochen zu werden braucht. Selbstverständlich ist es möglich, die in Fig. 3 und 4 beispielsweise gezeigte Verbindung der Streckwerk-Lagerungseinheiten durch Scharniere auch in einer anderen Ausführungsform zu bewerkstelligen. Wesentlich bleibt immer, daß diese Verbindung so ist, daß jede der beiden Lagerungseinheiten abschnittsweise beliebig aus der Durchlauf ebene des Faserbandes ausschwenkbar ist und die Lagerungseinheiten auf diese Weise wahlweise untereinander austauschbar sind, weil dadurch die universelle Anwendbarkeit des Streckwerkes gewährleistet ist.
Die bei der Beschreibung der Fig. 2 erwähnte Kupplung der Einzelabschnitte ist in Fig. 5 ausführlicher dargestellt, die ein Streckwerk in einer ähnlichen Ausführung wie das gemäß Fig. 2 zeigt. Aus Fig. 5 ist die Unterteilung des Streckwerkes in Einzelabschnitte 51, 52, 53 usw. erkennbar, von denen der Einzelabschnitt 51 abgebrochen dargestellt ist. Jeder dieser Einzelabschnitte erstreckt sich zwischen jeweils zwei Lagersäulen, beispielsweise der Einzelabschnitt
ίο 52 zwischen den Lagersäulen 54 und 55, die den Ständern 8 gemäß Fig. 1 entsprechen. Die Lagersäulen 54 und 55 sind bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel in Form von Trennwänden zwischen je zwei beiderseits einer Lagersäüle sich anschließenden Einzelabschnitten ausgebildet und sind außerdem mit einer Antriebskupplung für die anzutreibenden Walzen von jedem der zu beiden Seiten beispielsweise der Lagersäule 55 sich erstreckenden Einzelabschnitte 52 und 53 ausgerüstet. An der Schauseite der Lagersäule 54 ist diese Antriebskupplung in Form von je einem Zahnradpaar 56 dargestellt. In diese Zahnradpaare 56 greifen an den anzutreibenden Walzen der Einzelabschnitte befestigte Zahnräder ein. In der Zeichnung sind solche Zahnräder 57 an der Schauseite des Einzelabschnittes 51 sichtbar. Die gleichen Zahnräder sind am anderen Ende der entsprechenden Walzen vorgesehen, so daß die in der Zeichnung nicht dargestellten und am anderen Ende des Einzelabschnittes 51 befindlichen Zahnräder 57 mit den Zahnradpaaren 56 kämmen, Die in Fig. 5 sichtbaren Zahnradpaare 56 sind auf kurzen Achsen befestigt, die in der Trennwand jeder Lagersäule gelagert sind und auf der anderen Seite der Trennwand wiederum die gleichen Zahnradpaare tragen. Durch
diese Ausbildung der Antriebskupplung ist die Unterteilung des Streckwerks ein Einzelabschnitte erreicht, die voneinander unabhängig sind. Ferner ist aus Fig. 5 zu ersehen, daß jeder der Einzelabschnitte aus zwei zu beiden Seiten der Faserdurchlaufebene befindlichen Hälften besteht. Jede dieser Hälften ist als eine Lagerungseinheit für die entsprechenden Einbauteile ausgebildet. Außerdem ist aus der Darstellung zu erkennen, daß jede Lagerungseinheit wahlweise aus der Faserdurchlaufebene ausschwenkbar ist, daß auch jede Lagerungseinheit übereinstimmend und deren jeweils zusammenwirkende Einbauteile gleichförmig ausgebildet sind. Infolge dieser übereinstimmenden und gleichförmigen Ausbildung ist die beliebige Auswechselbarkeit von als Lagerungseinheit dienenden Hälften der Einzelabschnitte gewährleistet, wie sie vorher bereits beschrieben wurde.
Bei entsprechender Anpassung der Einbauteile ist es aber auch möglich, an Stelle eines Streckwerkes ein entsprechend ausgebildetes Lieferwerk an einer Zwirnmaschine anzuordnen.
Selbstverständlich kann ein solches Zwirnmaschinen-Lieferwerk auch so ausgebildet sein, daß es nach beiden Seiten liefern kann, oder es könnte auch ein Lieferwerk für jede einzelne Maschinenseite vorgesehen sein, wobei im. letzteren Fall allerdings die Vorteile, wie sie bei einer Anordnung in der Mitte einer doppelseitigen Maschine sich ergeben, nicht voll zur Auswirkung kommen. Bei der Anordnung des Lieferwerkes in dieser Weise ist die Einhaltung einer genau senkrecht verlaufenden Ebene nicht erforderlich, diese Ebene könnte ebensogut leicht geneigt sein. Daneben bietet die deckeiförmige Ausbildung der Streck- oder Lieferwerk-Lagerungseinheiten, wenn sie
ähnlich wie nach dem in Fig. 1, 2 und 5 dargestellten Ausführungsbeispielen gestaltet sind, auch noch die Möglichkeit, das Streck- oder Lieferwerk mit Hilfe der aus der Fadenabsaugeanlage stammenden Abluft sauberzuhalten. Das kann z. B. dadurch erfolgen, daß von einem sich über die Maschinenlänge erstreckenden Abluftkanal aus zu der Einlaufseite der einzelnen Streck- oder Lieferwerk-Einzelabschnitte Abzweige vorgesehen werden, die als in den Einlauf der Einzelabschnitte gerichtete Blasdüsen enden, so daß die austretende Blasluft die Sauberhaltung des jeweiligen Einzelabschnittes von Faferflug gewährleistet.
Weiterhin ist auch selbstverständlich, daß das erfindungsgemäße Streck- bzw. Lieferwerk auch an Spinn- bzw. Zwirnmaschinen mit auf und ab beweglicher Spindelbank und feststehender Ringbank vorgesehen werden kann, ohne den Erfindungsgedanken zu verlassen.

Claims (5)

PATENTANSPRÜCHE:
1. Streck- bzw. Lieferwerk mit vertikaler Streckfeldebene für Vor- und Feinspinn- bzw. - Zwirnmaschinen, bei welchem die Streckfeldebene vorzugsweise in der Längsmittelebene der Maschine angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Streck- bzw. Lieferwerk mit seinen sämtlichenEinbauteilen in gleichartige Einzelabschnitte (51,52 und 53) unterteilt ist, die voneinander unabhängig sind, und daß jeder Einzelabschnitt aus zwei zu beiden Seiten der Faserdurchlaufebene befindlichen Hälften besteht, von denen jede als Lagerungseinheit für die entsprechenden Einbauteile ausgebildet ist sowie jede Lagerungseinheit wahlweise aus der Faserdurchlaufebene ausschwenkbar ist (Fig. 5).
2. Streck- bzw. Lieferwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jede Lagerungseinheit (11 und 12) um mindestens eine parallel zur Längsachse der Einbauteile sich erstreckende Achse (28 und 29; 18 und 19, 22 und 23) derart schwenkbar ist, daß jeder Streckwerksabschnitt buchartig aufklappbar ist (Fig. 2).
3. Streck- bzw. Lieferwerk nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwenkachsen (28 und 29) an der Einlaufseite des Faserdurchlaufes angeordnet sind.
4. Streck- bzw. Lieferwerk nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwenkachsen (22 und 23) an der Auslaufseite des Faserdurchlaufes angeordnet sind.
5. Streck- bzw. Lieferwerk nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß jede Lagerungseinheit (11 und 12) als die Streckwerkselemente (16, 17, 18, 19, 20, 21, 22, 23; 28, 29) ganz oder überwiegend umschließender Deckel ausgebildet ist (Fig. 2).
In Betracht gezogene Druckschriften:
Belgische Patentschrift Nr. 509 707;
USA.-Patentschrift Nr. 1629 366.
In Betracht gezogene ältere Patente:
Deutsches Patent Nr. 1 059 810.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 109 677/138 8.61
DESCH22222A 1957-06-04 1957-06-04 Vertikales Streck- bzw. Lieferwerk fuer Vor- und Feinspinn- bzw. Zwirnmaschinen Pending DE1112702B (de)

Priority Applications (3)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DESCH22222A DE1112702B (de) 1957-06-04 1957-06-04 Vertikales Streck- bzw. Lieferwerk fuer Vor- und Feinspinn- bzw. Zwirnmaschinen
GB856159A GB897478A (en) 1957-06-04 1959-03-12 Ball-point pen
FR789578A FR1225176A (fr) 1957-06-04 1959-03-17 Stylographe à bille

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DESCH22222A DE1112702B (de) 1957-06-04 1957-06-04 Vertikales Streck- bzw. Lieferwerk fuer Vor- und Feinspinn- bzw. Zwirnmaschinen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1112702B true DE1112702B (de) 1961-08-10

Family

ID=32477382

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DESCH22222A Pending DE1112702B (de) 1957-06-04 1957-06-04 Vertikales Streck- bzw. Lieferwerk fuer Vor- und Feinspinn- bzw. Zwirnmaschinen

Country Status (3)

Country Link
DE (1) DE1112702B (de)
FR (1) FR1225176A (de)
GB (1) GB897478A (de)

Families Citing this family (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CH623780A5 (de) * 1977-12-19 1981-06-30 Ananda Anlageanst
JPS5614082U (de) * 1979-07-14 1981-02-06

Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
BE509707A (de) *
US1629366A (en) * 1922-02-02 1927-05-17 Stubbs Everard Ring-spinning frame
DE1059810B (de) 1955-05-26 1959-06-18 Estirajes Balmes S A Streckwerk fuer Feinspinnmaschinen und Vorspinnmaschinen

Patent Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
BE509707A (de) *
US1629366A (en) * 1922-02-02 1927-05-17 Stubbs Everard Ring-spinning frame
DE1059810B (de) 1955-05-26 1959-06-18 Estirajes Balmes S A Streckwerk fuer Feinspinnmaschinen und Vorspinnmaschinen

Also Published As

Publication number Publication date
FR1225176A (fr) 1960-06-29
GB897478A (en) 1962-05-30

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP1984549B1 (de) Maschine zur herstellung einer maschenware aus fasermaterial, insbesondere rundstrickmaschine
EP3237658B1 (de) Rotorspinnmaschine mit einer vielzahl von arbeitsstellen und einer absaugeinrichtung
DE2356717A1 (de) Gestell fuer textilmaschinen, die eine folge aehnlicher elemente enthalten
WO2009026734A1 (de) Verzugseinheit für strickmaschine
EP1731637B1 (de) Zwillingseinheit mit zwei Streckwerke für eine Spinnmaschine
DE1112702B (de) Vertikales Streck- bzw. Lieferwerk fuer Vor- und Feinspinn- bzw. Zwirnmaschinen
DE102007003158A1 (de) Streckwerks-Anordnung
EP1757719B1 (de) Streckwerk für eine Spinnmaschine
EP2758576B1 (de) Faltungsstreckwerk für eine spinnstrickvorrichtung
DE1435356A1 (de) Spulenspinnmaschine fuer endlose nach dem Schmelz- oder Trockenspinnverfahren hergestellte kuenstliche Faeden
DE3909516C2 (de)
DE29700099U1 (de) Zwirnkopf mit Rotor für eine Kabliermaschine
DE4122881C2 (de) Riemchentisch für ein Streckwerk
DE2139307A1 (de) Streckwerk mit starker verfeinerung zum verstrecken diskontinuierlicher textilfasern
CH362348A (de) Spinnereimaschine mit Streck- oder Lieferwerk
DE102008040110A1 (de) Wickelvorrichtung
AT315099B (de) Spulenhalterung
DE2704684B2 (de) Richtmaschine zum Richten von Blechen und Flachmaterialien
DE19523286C1 (de) Coilmanipulator in einer Wickelvorrichtung zum Aufwickeln einer Kunststoffbahn
DE2544688C3 (de) Zwirnmaschine, insbesondere Auszwirnmaschine
DE1292048B (de) Vorrichtung an Karden oder Krempeln zum Umwandeln des Faserflors in ein Kardenband
DE384093C (de) Spulengestell
CH153160A (de) Spulenspinnmaschine zur Herstellung von Kunstseide.
DE68901897T2 (de) Vorrichtung zum anhalten der lieferung eines an einer spinnmaschine angeordneten streckwerks bei abwesenheit des fadens am streckwerkausgang.
DE839918C (de) Spulapparat für Florteiler von Feinkrempeln