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DE1112761B - Schaltungsanordnung fuer Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen - Google Patents

Schaltungsanordnung fuer Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen

Info

Publication number
DE1112761B
DE1112761B DES70086A DES0070086A DE1112761B DE 1112761 B DE1112761 B DE 1112761B DE S70086 A DES70086 A DE S70086A DE S0070086 A DES0070086 A DE S0070086A DE 1112761 B DE1112761 B DE 1112761B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
relay
monitoring
occupancy
monitoring relay
circuit arrangement
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DES70086A
Other languages
English (en)
Inventor
Karl Reicheneder
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens Corp filed Critical Siemens Corp
Priority to DES70086A priority Critical patent/DE1112761B/de
Publication of DE1112761B publication Critical patent/DE1112761B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04MTELEPHONIC COMMUNICATION
    • H04M3/00Automatic or semi-automatic exchanges
    • H04M3/08Indicating faults in circuits or apparatus
    • H04M3/12Marking faulty circuits "busy"; Enabling equipment to disengage itself from faulty circuits ; Using redundant circuits; Response of a circuit, apparatus or system to an error
    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04MTELEPHONIC COMMUNICATION
    • H04M3/00Automatic or semi-automatic exchanges
    • H04M3/08Indicating faults in circuits or apparatus
    • H04M3/14Signalling existence of persistent "off-hook" condition

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Stand-By Power Supply Arrangements (AREA)

Description

  • Schaltungsanordnung für Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlaggen Die Erfindung bezieht sich auf Fernmeldeanlagen, insbesondere Fernsprechanlagen, in denen die überwachung von Schaltgliedern durch strom- und/oder spannungsabhängige Schaltmittel, vorzugsweise Relais, erfolgt.
  • In Femsprechanlagen werden in immer größerem Umfang zentrale Schalteinrichtungen, z. B. zentrale Einstellglieder, verwendet, die im Zuge eines Verbindungsaufbaues nur kurzzeitig belegt werden. In derartigen zentralen Einstellgliedem werden überwachungseinrichtungen eingesetzt, die die Dauer der Inanspruchnahme kontrollieren. So ist es bereits bekannt, ein abfallverzögertes überwachungsrelais über die ganze Belegungszeit hinweg auszuschalten. Das überwachungsrelais darf jedoch im Normalfall nicht abfallen. Die entsprechende Abfallzeitverzögerung wird mit Hilfe eines aufgeladenen Kondensators erreicht. Die Abfallzeitverzögerung ist mindestens so groß, wie das zentrale Einstellglied im ungünstigsten Fall für den Einstellvorgang an Zeit benötigt. Länger dauernde Belegungen des zentralen Einstellgliedes, z. B. wenn infolge eines Fehlers keine Verbindung zustande kommt, werden durch den Abfall des überwachungsrelais beendet.
  • Weiterhin überwachen die in den zentralen Einstellgliedem eingesetzten Überwachungseinrichtungen die Wiederbelegbarkeit der betreffenden zentralen Einrichtung. Nach Beendigung der Einstellfunktionen sollen die zentralen Einstellglieder möglichst bald wieder für eine neue Belegung freigeschaltet werden. Bevor dies jedoch geschehen kann, muß der obenerwähnte Kondensator wieder aufgeladen sein, damit die erforderliche Abfallzeitverzögerung des überwachungsrelais gewährleistet ist. Diese Forderung wurde bisher durch eine feste Abfallzeitverzögerung des Belegungsrelais mittels Felddämpfung erfüllt, die so stark ist, daß ein vollkommen entladener Kondensator in dieser Zeit mit Sicherheit wieder aufgeladen werden konnte.
  • Die durch die maximale Ladezeit des Kondensators bestimmte Verzögerung der Wiederbelegbarkeit des zentralen Einstellgliedes stellt einen gewissen Nachteil dar, da bei dem größten Teil aller Belegungen der Kondensator tatsächlich nur zum Teil entladen wird, und zwar abhängig von der unterschiedlichen Belegungszeit des zentralen Einstellgliedes. Die Belegungsdauer der zentralen Einrichtung wird dadurch unnötig verlängert. Um die Aufladezeit des Kondensators möglichst kurz zu halten, war man bestrebt, den ohmschen Widerstand des Aufladestromkreises möglichst klein zu wählen. Dadurch erhöhte sich allerdings wieder die Schaltleistung des Schaltkontaktes, für die er ausgelegt werden mußte.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Dauer der Inanspruchnahme von zentralen Schalteinrichtungen abzukürzen. Dies wird erfindungsgernäß dadurch erreicht, daß die die maximale Belegungszeit der Verbindungseinrichtung durch ihre Zeitkonstante bestimmenden Schalteleinente einzeln oder zu mehreren auf die den Belegungsstromkreis beherrschenden überwachungsrelais so einwirken, daß die während einer Belegung erfolgte, je nach ihrer Dauer verschiedene Zustandsänderung (Entladung, Ladung, Erwärinung) dieser Schaltelemente nach der Belegling auf den Ausgangszustand hin kompensiert wird und die überwachungsrelais, die Wiederbelegbarkeit der Verbindungseinrichtung selbsttätig regelnd, höchstens um die Dauer dieser Kompensation verzögern.
  • Zur Erläuterung der Erfindung werden an Hand der Fig. 1 bis 6 Ausführungsbeispiele der Erfindung beschrieben. Sämtliche zum Verständnis der Erfindung nicht notwendigen Schaltungseinzelheiten sind der besseren übersicht wegen weggelassen worden.
  • Fig. 1. Im Ruhezustand des zentralen Einstellgliedes E ist das erste überwachungsrelais ü über den Kontakt b 1 des Belegungsrelais B und die Wicklung 1 des zweiten überwachungsrelais AN eingeschaltet. Der Kondensator C ist geladen. Das zweite überwachungsrelais AN erhält Fehlstrom und bleibt in Ruhelage. Der Kontakt ü des ersten Überwachungsrelais ü schaltet die Anlaßader an1 des Einstellgliedes E durch. Trifft über die Anlaßader an1 ein Anlaßimpuls ein, so wird das Belegungsrelais B eingeschaltet. +, p, B, an1, ü, .. ., -. Der Kontakt b 2 schaltet die Wicklung II des zweiten Überwachungsrelais AN ein. Der Kontakt b 1 schaltet das erste überwachungsrelais 0 aus, das sich jedoch durch den Entladestrom des parallel geschalteten Kondensators C vorerst hält. Die durch den Entladestrom des Kondensators C bewirkte Abfallverzögerung ist so groß, wie eine erfolgreiche Belegung des zentralen Einstellgliedes E maximal dauert. Mit Ansprechen des zweiten überwachungsrelais AN trennt der Kontakt an 1 die Anlaßader auf, und der Kontakt an 2 schließt den Haltestromkreis für das Belegungsrelais B.
  • Nach Beendigung des Einstellvorganges des Einstellgliedes E spricht das nicht dargestellte Prüfrelais P an und unterbricht mit seinem Kontakt p den Haltestromkreis des Belegungsrelais B. Der Kontakt b 1 schaltet das erste Überwachungsrelais Ü und die Wicklung 1 des zweiten Überwachungsrelais AN ein. Der Kondensator C lädt sich über Kontakt b 1 wieder auf und bewirkt durch den Ladestrom, daß das zweite Überwachungsrelais AN weiterhin gehalten wird. Bei Unterschreitung eines bestimmten Stromwertes, bei dem einerseits das zweite überwachungsrelais AN gerade noch gehalten wird und andererseits die Aufladung des Kondensators C nahezu vollständig ist, fällt das zweite überwachungsrelais AN ab und gibt das zentrale Einstellglied E durch Schließen des Kontaktes an 1 für eine erneute Belegung frei.
  • Bei einer kürzeren als der maximalen Belegungszeit des zentralen EinsteRgliedes E, und das dürfte bei dem größten Teil der Belegungen der Fall sein, ist der Kondensator C nur teilweise entladen worden. Er benötigt daher eine geringere Zeit, den Ladungsverlust zu kompensieren, als wenn er vollständig entladen gewesen wäre. Es ergibt sich somit eine entsprechend geringere Abfallzeit des zweiten überwachungsrelais AN. Das zentrale Einstellglied E kann somit eher belegt werden, als es nach der bisher üblichen starren Abfallzeitverzögerung möglich war. Je geringer der Ladungsverlust des Kondensators C ist, desto eher erfolgt die Freischaltung des Einstellgliedes E.
  • Tritt in dem Einstellglied E eine Störung auf, so kann sich der Kondensator C so weit entladen, daß sein Entladestrom geringer als der Haltestromwert des ersten überwachungsrelais ü ist. Das erste überwachungsrelais ü fällt ab und trennt durch Öffnen des Kontaktes Ü den Anlaßstromkreis auf. Das Einstellglied E kann erst dann wieder belegt werden, wenn das Belegungsrelais B ausgeschaltet, das erste überwachungsrelais U eingeschaltet und das zweite. überwachungsrelais AN nach dem Aufladen des Kondensators C abgefallen ist.
  • Die beschriebene Schaltung bewirkt nicht nur eine Verkürzung der Belegungszeit des Einstellgliedes E, sondern auch eine Verringerung des Aufladespitzenstromes infolge des Zuschaltens der wirksamen Induktivität der Wicklung I des zweiten überwachungsrelais AN. Die Verringerung des Aufladespitzenstromes ist abhängig von der Dauer der Erregungslücke zwischen der Erregung der Wicklung II und der Wicklung I des zweiten Überwachungsrelais AN. Die Erregungslücke ergibt sich aus der Betätigungsfolge zwischen dem Kontakt b 1, der den Ladestromkreis für den KondensatorC einschaltet, und Kontakt b 2, der die Haltewicklung II des zweiten überwachungsrelais AN abschaltet. Dabei lassen sich Schaltzeitdifferenzen erzielen, die zwischen 1 bis 4 Millisekunden liegen. Diese Zeiten genügen einem ungedämpften Relais, das Feld so weit abzubauen, daß ein merkbarer induktiver Einfluß vorhanden ist. Eine Verkleinerung der Aufladestromspitze kann auch dann erreicht werden, wenn die Kontakte bl und b2 zum gleichen Zeitpunkt schalten. Die Wicklung 1 des zweiten überwachungsrelais AN wird dann so diinensioniert, daß in ihr eine stärkere Erregung als in der Haltewicklung 11 auftritt.
  • Fig. 2. Im Ruhezustand des zentralen Einstellgliedes E ist das erste überwachungsrelais ü über den Kontakt b 1 des Belegungsrelais B eingeschaltet. Der Kontakt ü schaltet die Anlaßader ani durch. Der Kondensator C ist entladen. Bei Belegung des Einstellgliedes E wird das Belegungsrelais B wie in der Schaltung gemäß Fig. 1 (vgl. Stromlauf) eingeschaltet. Der Kontakt b2 schließt den Ladestromkreis für den Kondensator C, dessen Ladestrom das erste überwachungsrelais ü weiterhin hält, das durch Öffnen des Kontaktes b 1 ausgeschaltet wurde. Der Kontakt b 4 schaltet das zweite überwachungsrelais AN ein. Das Belegungsrelais B kann sich über den Kontakt an 2 halten.
  • Das erste überwachungsrelais ü wird durch den Ladestrom des Kondensators C so lange gehalten, bis der Abfallstromwert seiner Wicklung unterschritten ist. Die durch den Ladestrom des Kondensators C bewirkte Abfallzeitverzögerung des ersten überwachungsrelais ü ist so groß, wie eine erfolgreiche Belegung des zentralen Einstellgliedes E maximal dauert. Am Ende des Einstellvorganges spricht ein nicht dargestelltes Relais P an, dessen Kontakt p den Haltestromkreis des Belegungsrelais B unterbricht. Mit Kontakt b 1 wird das erste überwachungsrelais ü wieder eingeschaltet, wodurch sich das zweite überwachungsrelais AN, das durch öffnen des Kontaktes b 4 ausgeschaltet wurde, über Kontakt b 3 durch den Entladestrom des Kondensators C so lange hält, bis der Entladestrom geringer ist als der Haltestrom seiner Wicklung. Das zweite überwachungsrelais AN fällt dann ab und schaltet mit Kontakt an 1 die Anlaßader an1 des EinsteRgliedes E zur Aufnahme eines erneuten Anlaßimpulses durch.
  • Sollte die Belegung des Einstellgliedes E über den Zeitpunkt hinaus bestehen, zu dem das erste überwachungsrelais ü abfällt, weil der Ladestrom des Kondensators C geringer als sein Haltestrom ist, so wird durch öffnen des Kontaktes Ü die Anlaßader an1 aufgetrennt. Erst nach Abfall des Belegungsrelais B, Entladen des Kondensators C und Abfall des zweiten überwachungsrelais AN wird die Anlaßader an1 für eine em eute Belegung freigegeben.
  • Die Anordnungen gemäß Fig. 1 und 2 gestatten eine selbsttätige, Regelung der Wiederbelegbarkeit. Je nach Dauer der Belegung des Einstellgliedes E wird die Wiederbelegbarkeit verzögert. Diese Verzögerung der Wiederbelegbarkeit läßt sich natürlich auch für andere Zwecke ausnutzen, z. B. Freischaltung anderer Schaltmittel u. dgL Fig. 3. Diese Schaltungsanordnung unterscheidet sich von den in Fig. 1 und 2 beschriebenen grundsätzlich dadurch, daß ein anstatt zwei Überwachungsrelais und zwei stromzeitabhängige Schaltelemente anstatt einem verwendet werden. Da die beiden stromzeitabhängigen Schaltelemente bei jeder Belegung des zentralen Einstellgliedes E abwechselnd benutzt werden, erilbrigt sich die überwachung der Kompensation.
  • Im Ruhezustand des zentralen Einstellgliedes E ist der Kondensator C 2 über den Widerstand Wi und den Kontakt w 4 eingeschaltet und geladen. Die Umschaltkontakte w llw 2 und w 3lw 4 gehören zu einer Schalteinrichtung, z. B. einem Wählerrelais, das nach jeder Belegung eingeschaltet wird und die Umschaltung steuert.
  • Trifft über die Anlaßader an1 ein Anlaßimpuls ein, so kommt das Belegungsrelais B unter Strom. Mit seinem Kontakt b schaltet es das Überwachungsrelais ü parallel zu dem Kondensator C 1. Der Kondensator C 1 wurde bei der vorhergehenden Belegung aufgeladen. Durch den Entladestrom des Kondensators Cl spricht das überwachungsrelais ü an und schließt mit seinem Kontakt ü 2 den Haltestromkreis für das Belegungsrelais B. Nach Beendigung des Einstellvorganges öffnet der Kontakt p eines nicht dargestellten Prüfrelais P den Haltestromkreis des Belegungsrelais B. Das Belegungsrelais B fällt ab und schaltet mit seinem Kontakt b das Überwachungsrelais ü aus. Das nicht dargestellte « Wählerrelais öff- net die Kontaktew1. und w4 und schließt die Kontaktew2 und w3. über die Leitungan1 kann sofort eine neue Belegung des Einstellgliedes E erfolgen, weil über Kontakt w2 der aufgeladene Kondensator C2 sofort für die Erregung des überwachungsrelais ü zur Verfügung steht. In der Zwischenzeit kann sich der Kondensator C 1 über Kontakt w 3 aufladen.
  • Sollte der Haltestromwert für das überwachungsrelais ü in dem Entladestromkreis des Kondensators C 1 bzw. C 2 eher unterschritten werden, z. B. bei Auftreten einer Störung in dem Einstellglied E, als der Kontakt p öffnet, so trennt der öffnende Kontakt Ü2 beim Abfall des Überwachungsrelais ü den Haltestromkreis des Belegungsrelais B auf. Das Belegungsrelais B gibt auf nicht dargestellte Weise das Einstellglied frei. Das Wählerrelais schaltet die Umschaltkontakte w 1 bis w 4 in die entgegengesetzte Schaltstellung. über Kontakt ü 1 kann ein neuer Belegungsanreiz über die Anlaßader an1 erfolgen.
  • Während bei den Schaltungsanordnungen gemäß Fig. 1 und 2 der Kondensator C, der die Abfallzeit des ersten überwachungsrelais Ü verzögert, nach jeder Belegung erst wieder in den Zustand gebracht werden muß, der die Voraussetzung für seine Funktion, nämlich die Verzögerung des Abfalls des ersten überwachungsrelais Ü ist, und deshalb die Wiederbelegbarkeit des EinsteRgliedes E so lange hinausgezögert werden muß, bis der Kondensator C wieder seinen Ausgangszustand erreicht hat, wird bei Verwendung der Schaltung gemäß Fig. 3 durch Verwendung eines zweiten stromzeitabhängigen Schaltelementes, also eines zweiten Kondensators, auch noch die Zeit für eine erneute Belegung ausnutzbar, die bisher für die Wiederherstellung des Ausgangszustandes des Kondensators benötigt wurde. Nach jeder Belegung wird ein vollständig aufgeladener Kondensator für die Abfallzeitverzögerung des überwachungsrelais ü zur Verfügung gestellt. Der zweite Kondensator, der bei der vorhergehenden Belegung in Anspruch genommen und mehr oder weniger stark entladen wurde, hat nun Gelegenheit, sich wieder aufzuladen. Bei Verwendung von zwei stromzeitabhängigen Schaltelementen ist eine maximale Ausnutzung des Einstellgliedes E erreicht.
  • Fig. 4. Gegenüber der Anordnung gemäß Fig. 3 unterscheidet sich diese Schaltung dadurch, daß die Erregung des überwachungsrelais ü nicht durch den Entladestrom eines der beiden Kondensatoren C 1 und C2 bewirkt wird, sondern durch den Ladestrom dieser Kondensatoren. Das überwachungsreIais ü wird zu diesem Zweck jeweils über die Kontakte w 3 und w 4 in Reihe mit den Kondensatoren C 1 und C 2 geschaltet. Wird z. B. das Relais ü über die Kontakte b und w 3 und den Kondensator C 1 erregt, so kann sich der Kondensator C 2, der sich bei der vorhergehenden Belegung laden konnte, über den Widerstand Wi und den Kontakt w 2 entladen.
  • Fig. 5. Als stromzeitabhängige Schaltelemente lassen sich auch Heißleiter einsetzen, die parallel zu dem Relais geschaltet werden, dessen Abfallzeitpunkt sie bestimmen sollen. In der gezeigten Schaltung wird das überwachungsrelais ü nach Erregung des Belegungsrelais B bei Eintreffen eines Anlaßimpulses über die Anlaßader an1 durch Schließen des Kontaktes b eingeschaltet. Der Kontakt Ü2 schließt den Haltestromkreis des Belegungsrelais B. Mit dem Kontakt b wurde, auch der über den Kontakt w 1 mit dem überwachungsrelais ü parallel geschaltete Heißleiter H 1 angeschaltet. Im Normalfall trennt der Kontaktp, wie bereits mehrfach beschrieben, den Haltestromkreis für das Belegungsrelais B auf. Der Kontakt b schaltet das Relais U aus, der Kontakt w 1 öffnet, und der Kontaktw2 schließt. Die Kontaktewl und w2 werden durch ein Wählerrelais gesteuert, das nach jeder Belegung anspricht. Länger dauernde Belegungen, z. B. im Störungsfall, werden dadurch beendet, daß der HeißleiterH1 nach einer bestimmten Zeit leitend wird und durch Kurzschluß das überwachungsrelais ü zum Abfall bringt. Der Kontakt 112 schaltet dann das Belegungsrelais B aus, worauf der der Kontakt b das Relais ü und den Heißleiter ausschaltet.
  • Während jeweils die Kontaktewl und w2 des Wählerrelais den zweiten Heißleiter dem überwachungsrelais ü parallel schalten, kann sich der erste Heißleiter, der bei der vorherigen Belegung des Einstellgliedes E in Aktion war, abkühlen.
  • Fig. 6. Bei der Verwendung von Kaltleitern als stroinzeitabhängige Schaltelemente erfolgt die Steuerung des überwachungsrelais ü auf folgende Weise: Die Kaltleiter K 1 und K 2 sind über die Umschaltkontakte w 1 und w 2 mit dem Relais ü in Serie geschaltet. Der jeweils eingeschaltete Kaltleiter erwärmt sich bei Stromdurchfluß bis zu einer bestimmten Temperatur, bei der sein Widerstand so groß wird, daß das Relais U Fehlstrom erhält und abfällt. Alle übrigen Vorgänge entsprechen denen der Schaltung gernäß Fig. 5.
  • Selbstverständlich lassen sich die Schaltungen in Fig. 5 und 6 so anordnen, daß nur ein Heißleiter bzw. altleiter verwendet wird, analog den Darstellungen in Fig. 1 und 2. Der Heiß- bzw. Kaltleiter müßte nach jeder Belegung auf geeignete Weise abgekühlt werden, entsprechend dem Ladevorgang in Fig. 1 bzw. dem Entladevorgang in Fig. 2, und der Abkühlvorgang wäre auf geeignete Weise zu überwachen, damit erst bei Erreichen der Ausgangstemperatur das Einstellglied E freigegeben wird.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Schaltungsanordnung für Fernmelde-, insbesondere Femsprechanlagen, in denen zur überwachung vorzugsweise der Belegbarkeit von Verbindungseinrichtungen, z. B. zentralen Einstellsätzen, Markierem od. dgl., Verzögerungsrelais verwendet werden, deren Schaltzeit durch jeweils einen gewissen Ausgangszustand (Ladung, Entladung, Abkühlung) voraussetzende stromzeitabhängige Schaltelemente beeinflußt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die die maximale Belegungszeit der Verbindungseinrichtung (E) durch ihre Zeitkonstante bestimmenden Schaltelemente (C, Fig. 1, 2; C 1, C 2, Fig. 3, 4; H 1, H 2, Fig. 5; K 1, K2, Fig. 6) einzeln oder zu mehreren auf die den Belegungsstromkreis beherrschenden Überwachungsrelais (ü, An) so einwirken, daß die während einer Belegung erfolgte, je nach ihrer Dauer verschiedene Zustandsänderung (Entladung, Ladung, Erwärinung) dieser Schaltelemente nach der Belegung auf den Ausgangszustand hin kompensiert wird und die überwachungsrelais, die Wiederbelegbarkeit der Verbindungseinrichtung selbsttätig regelnd, höchstens um die Dauer dieser Kompensation verzögern.
  2. 2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltzeiten der Überwachungsrelais durch Kondensatoren, Heißleiter oder Kaltleiter (C, C 1, C 2, H 1, H 2, K 1, K2) beeinflußt werden. 3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei Verwendung nur eines stromzeitabhängigen Schaltelementes, insbesondere eines Kondensators (C), und zweier Überwachungsrelais (Ü, An) die Wiederbelegbarkeit der Verbindungseinrichtung jeweils um die Dauer der Kompensation der eingetretenen Zustandsänderung des Schaltelementes (Fig. 1, 2), dagegen bei Verwendung zweier Schaltelemente (C1, C2 bzw. Hl, H2 bzw. KI, K2) und eines einzigen überwachungsrelais (ü), dem die Schaltelemente abwechselnd zugeschaltet werden, die Wiederbelegung der Verbindungseinrichtung ohne Zeitverzögerung erfolgt (Fig. 3, 4, 5, 6). 4. Schaltungsanordnung nach Anspruch.3, dadurch gekennzeichnet, daß bei Belegung der zu überwachenden Verbindungseinrichtung (E, Fig. 1) ein Belegungsrelais (B) eingeschaltet wird, das das erste überwachungsrelais (U) ausschaltet und das zweite Überwachungsrelais (AN) einschaltet. 5. Schaltungsanordnung nach Anspruch4, dadurch gekennzeichnet, daß das zweite überwachungsrelais (AN) einen Haltestromkreis des Belegungsrelais (B) schließt, der beim Abfall des zweiten überwachungsrelais (AN) oder am Ende einer Belegung, die kürzer als die zulässige Maximalbelegung ist, unterbrochen wird (Kontakt an 2 oder p). 6. Schaltungsanordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Belegung der überwachten Verbindungseinrichtung (E) nur dann möglich ist, wenn das zweite überwachungsrelais (AN) abgefallen ist und das erste überwachungsrelais (ü) angesprochen hat (Fig. 1 und 2). 7. Schaltungsanordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß ein Parallelkondensator (C) die Abfallzeit des ersten überwachungsrelais (ü) bestimmt und die Wiederbelegbarkeit der überwachten Verbindungseinrichtung (E) mittels des zweiten überwachungsrelais (AN) verzögert wird, das mit dem Kondensator (C) und dem ersten überwachungsrelais (t7) in einem Ladestromkreis in Serie geschaltet wird (Fig. 1). 8. Schaltungsanordnung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß eine Haltewicklung (II) des zweiten überwachungsrelais (AN) während der Entladung des Kondensators (C) eingeschaltet und während des Ladevorganges des Kondensators (C) ausgeschaltet ist (Fig. 1). 9. Schaltungsanordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß ein Serienkondensator (C, Fig. 2) die Abfallzeit des ersten überwachungsrelais (ü) bestimmt und die Wiederbelegbarkeit der überwachten Verbindungseinrichtung (E) mittels des zweiten Überwachungsrelais (AN) verzögert wird, das in den Entladestromkreis des Kondensators (C) geschaltet wird. 10. Schaltungsanordnung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß das zweite überwachungsrelais (AN, Fig. 2) während des Ladevorganges des Kondensators (C) in einem Haltestromkreis erregt ist. 11. Schaltungsanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Parallelkondensatoren (C1, C2) die Abfallzeit des überwachungsrelais (ü) bestimmen, von denen jeweils der eine in einen Aufladestromkreis geschaltet ist und der andere sich in Abhängigkeit des Belegungsrelais (B) über das überwachungsrelais (ü) entladen kann (Fig. 3). 12. Schaltungsanordnung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die zwei Parallelkondensatoren (C 1, C 2) nach jeder Belegung der überwachten Verbindungseinrichtung (E) derart umgeschaltet werden, daß der entladene Kondensator geladen wird und geladene Kondensator entladbar ist (Fig. 3). 13. Schaltungsanordnung nach Ansprach 3, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Heißleiter (H 1, H2) die Abfallzeit des Überwachungsrelais (Ü) bestimmen, von denen immer nur einer eingeschaltet ist (Fig, 5). 14. Schaltungsanordnung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die zwei Heißleiter (H1, H2) nach jeder Belegung der überwachten Verbindungseinrichtung (E) derart umgeschaltet werden, daß sich jeweils der nicht dem überwachungsrelais (U) parallel geschaltete Heißleiter abkühlen kann (Fig. 5). 15. Schaltungsanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß zwei stromzeitabhängige Schaltelemente (C 1, C 2, K 1, K 2) die Abfallzeit des überwachungsrelais (ü) bestimmen, die wechselweise mit dem Überwachungsrelais (ü) in Serie geschaltet werden (Fig. 4 und 6). 16. Schaltungsanordnung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Kondensatoren (C 1, C 2) die Abfallzeit des überwachungsrelais (ü) bestimmen, daß sich jeweils der eine der zwei Serienkondensatoren (C 1, C 2) über einen Widerstand (Wi) entladen und der andere über das in Serie mit ihm geschaltete überwachungsrelais (ü) in AbSängigkeit von dem Belegungsrelais (B) aufladen kann und daß nach jeder Belegung der überwachten Verbindungseinrichtung (E) die Kondensatoren derart umgeschaltet werden, daß sich der geladene Kondensator entladen kann und der entladene Kondensator aufladbar ist (Fig. 4). 17. Schaltungsanordnung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet daß zwei Kaltleiter (Kl, K2) bei jeder Belegung abwechselnd mit dem überwachungsrelais (0) in Reihe geschaltet werden, von denen der eingeschaltete die Abfallzeit des Relais (Ü) bestimm und der andere sich abkühlen kann (Fig. 6). In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Auslegeschrift Nr. 1057 662.
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Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1057662B (de) * 1958-04-24 1959-05-21 Siemens Ag Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit durch Markiereinrichtungen eingestellten Verbindungswaehlern

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1057662B (de) * 1958-04-24 1959-05-21 Siemens Ag Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit durch Markiereinrichtungen eingestellten Verbindungswaehlern

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