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Kontinuierlich arbeitende Sterilisier-und Kühlvorrichtung von in luftdicht
verschlossenen Dosen oder Behältern befindlichen Lebensmitteln Die Erfindung betrifft
eine kontinuierlich arbeitende Sterilisier- und Kühlvorrichtung von in luftdicht
verschlossenen Dosen oder Behältern befindlichen Lebensmitteln.
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Es sind Sterilisier- und Kühlvorrichtungen mit hydrostatischen Wasserkammern
bekannt, die als Druckventile arbeiten, über die die Dosen in eine mit unter Druck
stehendem Dampf gefüllte Koch- oder Sterilisierkammer geführt werden, es ist üblich,
die Dampfkammer und die Wasserkammern mit flachen Wänden zu versehen, so daß die
Wände als Führungen dienen, die ein Verlagern der Dose aus dem Förderer, der die
Dosen durch die Anlage hindurchleitet, verhindert. Da die Wasserkammern oft 12 bis
15 m hoch sind und jede Dampfkammer etwa 1,8 m breit ist, biegen die innerhalb der
Kammern entwickelten Drücke die flachen Seitenwände nach außen, sofern nicht diese
Wände durch Versteifungen verstärkt oder so dick sind, daß sie diesen Drucken widerstehen.
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Die Verstärkungs- und Versteifungskonstmktionen machen diese Anlagen
sehr teuer.
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Mit der Erfindung soll daher eine verbesserte Sterilisier- und Kühlvorrichtung
geschaffen werden, die verhältnismäßig billig herzustellen ist, jedoch allen in
Vorrichtungen dieser Art entwickelten Drükken widersteht; die ferner eine verbesserte
Hantierungsvorrichtung für die Dosen hat; die eine verbesserte Fördervorrichtung
für die Dosen aufweist; bei der eine verbesserte Zuführvorrichtung für die Dose
vorhanden ist, die so angeordnet ist, daß die Dosen auf einem geradlinigen Förderbandabschnitt
in die Fördervorrichtung geführt werden, und die eine verbesserte Austragsvorrichtung
hat, die die Dosen von dem geradlinigen Förderbandabschnitt der Fördervorrichtung
austrägt.
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Gegenüber den bekannten Vorrichtungen kennzeichnet sich die erfindungsgemäße
kontinuierlich arbeitende Sterilisier- und Kühlvorrichtung von in luftdicht verschlossenen
Dosen oder Behältern befindlichen Lebensmitteln durch einen zweiteiligen Trog; durch
einen lotrecht gerichteten zylindrischen Kessel, der an einem Teil des Troges befestigt
ist und in Verbindung mit dem Trog steht und oberhalb dieses Troges eine Sterilisierkammer
bildet; durch eine an diesem zylindrischen Kessel befestigte Deckelplatte, die das
obere Ende der Kammer verschließt; durch eine Vorrichtung, die unter Druck stehenden
Dampf in diese Kammer leitet; durch einen zweiten in lotrechter Richtung sich erstreckenden
zylindrischen Kessel, der an dem anderen Teil des Troges befestigt ist und mit dem
Trog in Verbindung steht; durch eine Vorrichtung, die Wasser der Kühlkammer zuführt,
sowie
dem der Sterilisierkammer zugeordneten Teil des Troges, um eine hydrostatische
Wasserkammer zu bilden, die den innerhalb der Sterilisierkammer bebefindlichen Dampf
auf einem gewünschten Druck hält, und durch eine ohne Unterbrechung getriebene Fördervorrichtung,
die über die Wasserkammern Dosen in die Sterilisierkammer hinein und aus der Sterilisierkammer
herausfördert.
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Die neue Sterilisier- und Kühlvorrichtung weist vor allem folgende
Vorteile auf: 1. Die Träger der Fördervorrichtung umschließen die Dosen oder Behälter
vollständig, so daß die Dosen waagerecht und lotrecht bewegt werden können, ohne
daß ein Herausfallen aus den Trägern zu befürchten ist. Es sind daher keine Einschlußvorrichtungen
erforderlich.
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2. Auf den Trägern angeordnete, frei drehbare, mit Scharnieren angelenkte
Deckel ermöglichen ein schnelles Füllen und Entleeren der Träger.
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3. Die in der Sterilisier- und Kühlvorrichtung befindlichen Kessel
haben infolge ihrer zylindrischen Form eine hohe Strukturfestigkeit, so daß ein
Ausbeulen und Verbiegen der Kesselwände ausgeschlossen ist und keine Versteifungsstreben
verwendet werden müssen.
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4. Auf der Außenseite der Behandlungskammern befinden sich lediglich
die Doseneinlaßkammer und Dosenauslaßkammer, die aber nur einen kleinen Teil der
Gesamtlänge der Fördervorrichtung einnehmen, so daß sich praktisch die gesamte Fördervorrichtung
in den Behandlungskammern befindet. Die Länge der Vorrichtung kann daher auf der
zur Behandlung der Dosen erforderlichen Mindestlänge gehalten werden.
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5. In der Fördervorrichtung werden nur drei Kettenräderpaare verwendet,
die alle oberhalb des Wasserspiegels angeordnet sind, so daß die Kettenradlagerung
sehr einfach und billig ist und daher einen Kleinstaufwand an Wartungskosten erfordert.
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In den Zeichnungen ist Fig. 1 ein schematisch dargestellter Mittelschnitt
der erfindungsgemäßen kontinuierlich betriebenen Kocher- und Kühlanlage, von der
einige Teile weggebrochen sind, Fig. 2 eine vergrößerte schematisch dargestellte
Draufsicht der in Fig. 1 dargestellten Kochanlage, Fig. 3 ein vergrößerter Schnitt
nach Linie 3-3 der Fig. 1, Fig. 4 eine auseinandergezogene schaubildliche Darstellung
bestimmter Bauteile der in Fig. 1 gezeigten Anlage, Fig. 5 eine vergrößerte schaubildliche
Darstellung eines Endteiles eines Trägers, der in der Anlage nach Fig. 1 verwendet
wird, Fig. 6 ein vergrößerter senkrechter Schnitt der Zuführstelle der Kochanlage,
gesehen in Richtung der Pfeile nach Linie 6-6 der Fig. 2, Fig. 7 ein vergrößerter
senkrechter Schnitt nach Linie 7-7 der Fig. 6, Fig. 8 ein vergrößerter senkrechter
Schnitt der Austragsstation der Kochanlage, gesehen in Richtung der Pfeile nach
Linie 8-8 der Fig. 2, Fig. 9 ein vergrößerter senkrechter Schnitt nach Linie 9-9
der Fig. 8, und Fig. 10 ist ein vergrößerter senkrechter Schnitt nach Linie 10-10
der Fig. 8.
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Die erfindungsgemäße ohne Unterbrechung oder kontinuierlich arbeitende
Koch- und Kühlanlage weist zwei große zylindrische lotrecht angeordnete Kessel 10
und 11 (Fig. 1 und 3) auf, die innerhalb einer Umfangswand 12 angeordnet sind. Die
Kessel 10 und 11 sind ungefähr 15 m hoch und haben offene Unterseiten, die über
einen Trog 13 miteinander in Verbindung stehen (Fig. 1). Der Kessel 10 hat zwei
Trennwände 14 und 15, die den Kessel in eine Kühlkammer 16 und zwei Wasserkammern
17 und 18 unterteilen. Dosen C, die mit dem zu behandelnden Erzeugnis gefüllt sind,
werden an der rechten Seite der Anlage (Fig. 1) mittels einer Zuführvorrichtung
19 zugeführt, die die Dosen bis zur Oberseite der Umfangswand 12 hebt und dann die
Dosen über die Oberseite der Umfangswand 12 (Fig. 2) bis zur Mitte der Anlage führt,
an der die Dosen in zwei Reihen L1 und L2 geformt werden. Die Dosen jeder Reihe
liegen mit ihren Stirnseiten aneinander. Die Reihen erstrecken sich zu einer Zuführstation
A, die sich oberhalb des Kessels 10 befindet, und erstrecken sich ferner zu den
entgegengesetzten Seiten von mit ihren Seiten nebeneinanderliegenden Taschen P (Fig.
5) eines Trägers 20. An der Station (Fig. 2) werden ungefähr vierzehn Dosen jeder
Reihe als eine Einheit in die Taschen P mittels Stößern 21 und 22 einer Zuführvorrichtung
23 geschoben. Jeder Träger 20 ist
zwischen zwei sich kontinuierlich bewegenden endlosen
Ketten 24 und 25 befestigt, die den Träger 20 durch die Wasserkammer 18 (Fig. 1)
hindurch nach unten bewegen. In dieser Wasserkammer werden die Dosen allmählich
erwärmt. Die Ketten fördern dann den Träger 20 in einer von dem Kessel 11 gebildeten
Heißdampfkammer26 zuerst nach oben und dann nach unten, dann über die Wasserkammer
17, in der die Temperatur der Dosen allmählich verringert wird, nach oben und schließlich
über die Kühlkammer 16, in der die Dosen der Einwirkung von Kühlwasserstrahlen und
Kühlluftströmen ausgesetzt werden, und zwar zuerst nach unten und nach oben. Die
gekühlten Dosen werden dann nach oben aus der Kühlkammer 16 ausgetragen und werden
an einer Austragsstation B auf zwei Austragsförderer 27 und 28 abgelegt, die die
Dosen aus der Austragsstation herausfördern.
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Der Zuführförderer 19 (Fig. 1) weist zwei Rinnen 30 und 31 auf, die
die Dosen den zwei ununterbrochen umlaufenden Elevatoren 32 bzw. 33 zuführen. An
der oberen Seite der Umfangswand 12 werden die Dosen aus den aufsteigenden Bandabschnitten
der Elevatoren in die Rinnen 34 und 35 entladen, die die Dosen endlosen Förderbändern
36 bzw. 37 zuführen. Das Förderband 36 legt aufeinanderfolgende Dosen auf ein endloses
Förderband 38 ab, das die Reihe L 1 bildet und das diese Reihe L 1 der ZuführstationA
zuführt. In ähnlicher Weise legt der Förderer 37 aufeinanderfolgende Dosen auf ein
endloses Förderband 39 ab, das die Reihe L2 bildet und diese Reihe der Zuführstation
A zuführt.
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Die Austragsförderer 27 und 28 (Fig. 1) nehmen die Reihen der behandelten
Dosen an der Austragsstation B auf und fördern sie von der Station B mit einer so
großen Geschwindigkeit weg, daß sich die Reihen nicht mehr auf der Austragsvorrichtung
befinden, wenn die nachfolgenden Reihen aus behandelten Dosen von der Vorrichtung
abgegeben werden.
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Die Förderer 27 und 28 sind endlose Förderbänder, die die Dosen einzeln
nacheinander an zwei endlose Förderbänder 40 und 41 (Fig. 2) abgeben. Diese Förderbänder
40 und 41 erstrecken sich unterhalb der Zuführförderer 36 und 37 und unterhalb der
Rinnen 34 und 35 und sind so angeordnet, daß sie die Dosen in die nach unten sich
bewegenden Bandabschnitte der Elevatoren 32 und 33 legen. An dem unteren Ende der
Elevatoren werden die Dosen in Rinnen 42 und 43 gelegt, die die Dosen den Austragsförderern
44 zuführen.
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Die Umwand 12 besteht aus einer Vorderwand 45 (Fig. 2), zwei Seitenwänden
46 und 48 und einer Rückwand 50. Oberhalb der Kessel 10 und 11 ist eine Plattform
52 (Fig. 1 und 2) angeordnet, die von den Wänden 45, 46, 48, 50 getragen wird, die
sich über die Plattform hinaus erstrecken, um Seiten für die Plattform zu bilden.
Gewünschtenfalls kann das obere Ende der Wände 45, 46, 48 und 50 von einem Dach
(nicht dargestellt) bedeckt werden. Treppen 56 (Fig. 1) und waagerechte Laufstege
58 führen von dem den Kocher tragenden unteren Boden zur Plattform 52.
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Der Kessel 10 besteht aus drei übereinander angeordneten zylindrischen
Abschnitten 60, 61 und 62 (Fig. 1), deren Umfangsfiansche durch Schraubenbolzen
miteinander verbunden sind. Der unterste Kesselabschnitt 60 ist mittels Schraubenbolzen
an einem Umfangsflansch 63 befestigt, der sich an der
oberen Kante
des Troges 13 befindet. Der Trog 13 hat einen großen zylindrischen Wandabschnitt
64 (Fig. 4), der konzentrisch zum Kessel und unmittelbar unterhalb des Kessels 10
liegt, und hat einen kleineren zylindrischen Wandabschnitt 65, der konzentrisch
zum Behälter und unterhalb des Behälters 11 liegt. Zwei lange lotrechte Zwischenwände
67 und 68 sind an den Wänden und am Boden des Troges 13 angeschweißt, um einen langen
Lagerbehälter zu bilden. Zwischen den Zwischenwänden 67 und 68 ist ein Querträger
69 (Fig. 1) befestigt, der den Trog 13 versteift und der eine Platte 66 (Fig. 4)
trägt, die eine obere Verschlußplatte oder Deckelplatte für diejenigen Teile des
Troges 13 bildet, die nicht von den Kesseln bedeckt werden.
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Die den Kessel 10 lotrecht durchsetzende Zwischenwand 14 (Fig. 1
und 3) weist ein Isoliermaterial zwischen zwei parallelen Seitenwänden 70 und 71
auf, die durch druckfeste versteifende Abstandsstücke 72 voneinander getrennt sind.
Die Zwischenwand 14 ist mit der Zylinderwand des Kessels 10 verschweißt, ragt nach
unten in den Trog 13 hinein und ist flüssigkeitsdicht mit den Seitenwänden 67 und
68 verschweißt, um den Trog 13 in zwei Lagerbehälter 73 und 74 (Fig. 4) zu teilen.
Parallel auf Abstand stehende Wände 75 und 76 (Fig. 3) durchsetzen lotrecht den
Kessel 10 unmittelbar oberhalb der Wände 67 bzw. 68 und sind mit der Zwischenwand
14 und der zylindrischen Wand des Kessels verschweißt, um zwischen diesen Teilen
die Kühlkammer 16 zu bilden. Die Wände 75 und 76 erstrecken sich über die gesamte
lotrechte Höhe der Kühlkammer 16 und bilden zusammen mit den Wänden 67 und 68 des
Troges 13 eine Vorrichtung zur Lagerung bestimmter Führungsteile einer Fördervorrichtung,
wie dies später noch näher beschrieben ist. Bei dieser Anordnung erstreckt sich
also die Kühlkammer 16 bis zur Wand des Kessels 10.
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Seitenwände 77 und 78, die in der gleichen lotrechten Ebene aufgestellt
sind wie die Wände 75 bzw. 76, sind an die Zwischenwand 14 und an die Zylinderwand
des Kessels 10 angeschweißt und begrenzen eine hydrostatische Dichtungskammer, die
über den Trog 13 mit dem Lagerbehälter 74 in Verbindung steht. Wie bereits erwähnt,
ist die innerhalb des zylindrischen Kessels 10 vorhandene hydrostatische Dichtungskammer
in eine Eintragskammer 18 und in eine Austragskammer 17 durch die Zwischenwand 15
geteilt, die an den Seitenwänden 77 und 78 angeschweißt ist, Strömungsdurchlässe
86 und 88 (Fig. 1) durchsetzen die Zwischenwand 15 nahe ihrem oberen bzw. nahe ihrem
unteren Ende.
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Kaltes Wasser der Kühlwasser wird in den oberen Endabschnitt der
Austragskammer 17 über eine Rohrleitung 89 (Fig. 1) zugeleitet. Beim Arbeiten der
Koch- und Kühlanlage kreist dieses Wasser in der Wasserkammer 17 nach unten über
den Durchlaß 88 und in der Wasserkammer 18 nach oben, dann durch den Durchlaß 86
und zurück in die Wasserkammer 17. Der Wasserüberschuß wird aus dem oberen Endabschnitt
der Wasserkammer 18 mittels des tSberlaufrohres 90 abgeleitet. Dieses Wasser wird
aus der Anlage mittels einer Rohrleitung (nicht dargestellt) abgeführt. An der Bogenwand
der Wasserkammer 18 befestigte Prallwände 91 verhüten ein zu schnelles Steigen des
heißen Wassers in dieser Kammer 18.
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Der zylindrische Kessel 11 ist an seinem unteren Ende mittels Schraubenbolzen
am Flansch 63 des
Troges 13 befestigt. Zwei Seitenwände 92 und 93 (Fig. 3) durchsetzen
lotrecht die Dampfkammer 26 in paralleler Ausrichtung mit den Wänden 67 bzw. 68
des Troges 13. Die Seitenwände 92 und 93 sind an der Zylinderwand des Kessels 11
in solcher Weise befestigt, daß sich auf beiden Seiten der Wände 92 und 93 Dampf
befindet und daher der Druck auf beiden Seiten der Wände 92 und 93 gleich hoch ist.
Da die Hauptaufgabe der Wände92 und 93 darin besteht die Führungsschienen für den
Förderer zu tragen, können diese Wände auch aus lotrechten, im Abstand voneinander
stehenden Winkeleisen bestehen.
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Das obere Ende des Kessels 11 ist von einer Platte 94 (Fig. 4) geschlossen,
deren lange rechteckige Öffnung 94 a mit einer ähnlich geformten, aber etwas größeren
Öffnung 95 in der Plattform 52 lotrecht ausgerichtet ist. Ein mit der Mündung nach
unten gerichteter U-förmiger Deckel 96 (Fig. 1) hat einen unteren rechteckigen Endabschnitt96a,
der sich in die Öffnung94a erstreckt und in der Öffnung verschweißt ist, um einen
sickerdichten Abschluß zwischen der Dampfkammer 26 und dem Innenraum des Deckels
96 zu bilden. Der Deckel hat ein in Kammern unterteiltes verstärktes Gehäuse 97
mit einem unteren Endabschnitt 97a, der in der Öffnung 95 der Plattform 52 liegt.
Seitendeckelplatten 98 und 99 (Fig. 2) des langen Deckels 96 befinden sich in paralleler
Ausrichtung mit den Innenwänden 92 bzw. 93 des Kessels 11. Die Kammer 26 wird mit
unter Druck stehendem Dampf gefüllt, der über eine Rohrleitung 100 (Fig. 1) in die
Kammer einströmt, die daher auch als Sterilisierkammer bezeichnet wird. Eine Dampf
leitung kann auch in den Wasserkammern 17 und 18 der hydrostatischen Kammer eingebaut
werden, um das in der Kammer befindliche Wasser zuerst auf Arbeitstemperatur zu
erwärmen.
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Das obere Ende von KessellO wird von einer runden Platte 101 (Fig.
4) geschlossen, die an den Kessel angeschweißt ist und zwei lange rechteckige Öffnungen
101 a hat, die mit zwei ähnlich geformten Öffnungen 102 in der Plattform 52 fluchten.
Zwei auf Abstand stehende, parallele, lotrecht gerichtete Lagerplatten 103 und 104
sind auf der Plattform 52 befestigt. Jede Platte hat eine mit der Öffnung nach unten
gerichtete U-Form, wobei die unteren Endabschnitte der Schenkel durch eine der in
der Plattform 52 befindlichen Öffnungen 102 und durch eine in der Deckenwand 101
des Kessels 10 befindliche ausgerichtete Öffnung 101 a nach unten ragen. Jede Lagerplatte
103 und 104 ist durch zwei lotrechte Seiten flansche 105 und einen oberen Flansch
106 versteift.
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Die Platten 103 und 104 und die Seitenfiansche 105 sind an der Plattform
52 angeschweißt oder sind auf andere Weise fest mit der Plattform 52 verbunden.
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Die endlosen Ketten 24 und 25 (Fig. 2) die die trogartigen Träger
20 durch die Anlage hindurchbewegen, sind in auf Abstand stehenden parallelen lotrechten
Ebenen auf entgegengesetzten Seiten der Anlage angeordnet. Die Ketten 24 und 25
und die Träger 20 bilden einen Förderer 107. Jede Kette (Fig. 1 und 2) läuft über
das eine von zwei auf Abstand stehenden Kettenrädern 108, die auf einer oberhalb
des Kessels 10 befindlichen Welle 110 aufgekeilt sind. Jede Kette läuft dann über
das eine von zwei auf Abstand stehenden Kettenrädern 111, die auf einer oberhalb
des Kessels 11 befindlichen Welle 112 aufgekeilt sind, und läuft dann über das eine
von zwei auf Abstand stehenden Kettenrädern 114, die
auf einer Welle
116 aufgekeilt sind, die sich quer über das obere Ende des Kessels 10 erstreckt.
Die Welle 110 ist in zwei Lagern 126 (Fig. 2) gelagert, von denen jedes Lager an
der Rückfläche einer der Tragplatten 103 oder 104 befestigt ist. Die Welle 112 ist
in Lagern 128 gelagert, die auf Konsolen 130 sitzen, welche an den Seitendeckelplatten
98 und 99 des Kesseldeckels 96 befestigt sind. Die Welle 166 (Fig. 1) ist in Lagern
132 gelagert, die auf U-förmigen Konsolen 134 sitzen, die an der runden Deckelplatte
101 des Kessels 10 befestigt sind und von dieser Platte 101 nach unten ragen.
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Zwei synchronisierte, mit einer Zahnraduntersetzung versehene Motoren
140 und 142 (Fig. 2) treiben den Förderer 107 und sind mit den Wellen 116 bzw. 112
gekuppelt. Eine Antriebskette 148 läuft über ein auf der Welle 110 aufgekeilten
Kettenrad 144 (Fig. 2) und ein auf der Welle 112 aufgekeiltes Kettenrad 146, Ein
ähnlicher Kettenantrieb 149 (schematisch in Fig. 1 dargestellt) ist zwischen den
Wellen 110 und 116 vorhanden, um auf diese Weise die Möglichkeit eines unstetigen
Antriebs über die beiden Motoren 140 und 142 auszuschließen, die die Förderketten
24 und 25 über den Kocher 20 in Richtung der in Fig. 1 gezeichneten Pfeile antreiben.
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Jede Förderkette 24 und 25 besteht aus mehreren Kettengliedern 150
(Fig. 6), die durch Gelenkzapfen 152 miteinander verbunden sind. Auf jedem Zapfen
152 ist eine Rolle 153 gelagert, die zwischen zwei parallelen, auf Abstand stehenden
Winkelführungen 154 (Fig. 5) geführt wird, deren nach innen gerichteten Schenkel
154 a kontinuierlich verlaufende Führungsbahnen zum Führen der Förderketten in ihrer
Bewegungsbahn bilden. Auf der einen Seite der Anlage liegen die Führungsbahnen 154
in einer gemeinsamen lotrechten Ebene und sind mit den gleichlaufenden ausgerichteten
Flächen starr verbunden, die von den Innenflächen der Lagerplatte 104 (Fig. 5),
den Wänden 75, 77 und 92 (Fig. 3) der Kessel 10 und 11, der Wand 67 (Fig. 4) des
Troges 13 und der Seitendeckelplatte 98 des Kesseldeckels 96 gebildet werden. Zwischen
den Winkeleisen 154 und den Tragflächen befinden sich Abstandsstücke 156 (Fig. 2),
die kleine Fehlausrichtungen in diesen Flächen ausgleichen. An der anderen Seite
der Anlage liegen die Führungsbahnen 154 in einer gemeinsamen lotrechten Ebene und
sind mit den entsprechenden gleichlaufenden, ausgerichteten Flächen verbunden, die
durch die Lagerplatte 103, die Wände 76, 78 und 93 der Kessel, die Wand 68 des Troges
und die Seitendeckelplatte 99 des Kesseldeckels 96 gebildet werden.
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Gewisse Kettenglieder der beiden Ketten haben an jedem Ende nach
innen gerichtete Flansche 157 (Fig. 6), die zwischen sich die Dosen-Träger 20 tragen.
Da die Ausführung aller Träger unter sich gleich ist, wird nur ein einziger Träger
20 beschrieben.
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Jeder Träger 20 besteht aus einem Körper 160 (Fig. 5) mit einer Mittelwand
161, Endwänden 162 und 163, die sich seitlich von der Mittelwand erstrecken, und
aus einer Zwischenwand 164, die sich ebenfalls seitlich aus der Mittelwand 161 erstreckt.
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Die nach innen gerichteten Flansche 157 der Förderkette sind durch
Schraubenbolzen mit den Endwänden 162 und 163 verbunden. Mehrere Konsolen 166 (Fig.
6 und 7) sind mit Schraubenbolzen an der Stirnwand oder Endwand 163 im Längsabstand
voneinander befestigt. Jede Konsole 166 hat nach entgegengesetzten Richtungen weisende
Arme 166 a und
166 b, die an ihren Außenenden mit Bohrungen zur Aufnahme von Drehstangen
168 versehen sind. Ein langer, gekrümmter, trogartiger Deckel 169 ist an jeder Drehstange
168 mittels in Längsrichtung auf Abstand stehender Scharniere 170 drehbar gelagert,
die an den Deckel 169 starr befestigt sind. Deckel 172, die die gleiche Ausführung
haben wie die Deckel 169, sind mittels auf Abstand stehender Scharniere 173 mit
der Zwischenwand 164 verbunden und sind so ausgeführt, daß sie sich auf Stangen
174 drehen, die als Drehbolzen für die Scharniere 173 dienen.
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Der Körper 160 des Trägers 20 und die Deckel 169 und 172 sind vorzugsweise
aus gezogenem Aluminium hergestellt. Sind die Deckel 169 und 172 in der in Fig.
7 dargestellten Weise eingestellt, dann wirken die Deckel 169 mit den Wänden 161
und 164 zusammen und die Deckel 172 wirken mit den Wänden 161 und 162 zusammen,
um vier lange Taschen P zu bilden, in denen die unter Behandlung stehenden Dosen
bei deren Beförderung durch die Anlage hindurch zwangsweise gehalten werden.
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Betätigungsarme 177 für die Deckel (Fig. 5) sind an den Enden der
Deckel 169 und 172 befestigt. Jeder Arm 177 ist mit einem nach außen gerichteten
Zapfen 178 versehen, auf den eine Verschleißbüchse 179 aufgesetzt ist. An jedem
Ende des Trägers 20 werden die auf der einen Seite der Mittelwand 161 befindlichen,
auf den Zapfen 178 sitzenden Verschleißbüchsen 179 von einer kontinuierlichen verlaufenden
aus U-Eisen bestehenden Bahn 182 gleitend aufgenommen. Die auf der anderen Seite
der Mittelwand 161 befindlichen Büchsen 179 gleiten in einer kontinuierlichen, aus
U-Eisen bestehenden Bahn 183. Die Rinnenbahnen 182 und 183 sind beispielsweise mittels
Schraubenbolzen an der in der Nähe gelegenen Winkelschiene 154 befestigt. Für gewöhnlich
liegen die Bahnen 182 und 183 unmittelbar an dem nach innen gerichteten SchenkellS4a
der zugehörenden Winkeischiene 154 an und berühren diesen Schenkel, wie im unteren
Abschnitt der Fig. 7 dargestellt ist. Bestimmte Abschnitte der Bahnen 182 und 183,
die durch die Zuführstation A (Fig.7) und durch die Austragsstation B hindurchführen,
sind jedoch von den Schenkeln 154 a weggebogen, so daß die Decke1169 und 172 in
diesen Flächen geöffnet werden, um die Dosen aufzunehmen oder auszutragen. Die lotrechten
Stränge der Bahnen 182 und 183 innerhalb der Kühlkammer 16 stehen ebenfalls in einem
etwas größeren Abstand von den zugehörenden Schenkeln 154 a, um die Deckel 169 und
172 bei ihrer Abwärtsbeweggung in dieser Kammer teilweise zu öffnen, so daß die
Wasserstrahlen die Dosen wirksamer kühlen können.
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Die Zuführvorrichtung 23 (Fig. 7) nimmt die Reihen L 1 und L 2 von
Dosen von den Förderern 38 und 39 auf und legt diese Dosenreihen in die Taschen
P des Trägers 20, wenn die Taschen sich in der in Fig. 7 dargestellten Offenstellung
an diesen Förderern vorbeibewegen. Die Zuführvorrichtung 23 weist zwei Antriebsaggregate
190 und 191 (Fig. 6) auf. Das Aggregat 190 ist auf der Rückfläche der Lagerplatte
103 (Fig. 5) angeordnet und das Aggregat 191 ist auf der Rückfläche der Lagerplatte
104 angeordnet. Das Antriebsäggregat 190 besteht aus zwei in der Ausführung gleichgeformten
Platten 200 und 201, von denen die Platte 200 an der Lagerplatte 103 mittels Schraubenbolzen
befestigt ist. Die Platten 200 und 201 haben Öffnungen 204, durch die die zu behandelnden
Dosen
hindurchgeschoben werden und die von dem oberen Bahnabschnitt der Förderer 38 und
39 durchsetzt werden. Eine Nockenwelle 205 (Fig. 6), die sich zwischen den Antriebsaggregaten
190 und 191 erstreckt, ist mit dem einen Endteil in Lagern 206 gelagert, die mit
Schraubenbolzen an den Platten 200 und 201 befestigt sind. Parallel zur Nockenwelle
205 ist eine Schwingwelle 210 angeordnet, die in Lagern 211 gelagert ist, die an
den Platten 200 und 201 mittels Schraubenbolzen befestigt sind.
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In Lagern 216, die an den Platten 200 und 201 mit Schraubenbolzen
befestigt sind, sind parallele, die Dosenstoßstangen betätigende Wellen 213 und
214 IFig.7) drehbar gelagert. Auf die Nockenwelle 205 ist eine Nockenscheibe 220
aufgekeilt, die auf ihrem Umfang zwei Nockenkuppen 220a und 220b trägt.
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Die Nockenkuppen 220 a und 220 b legen sich an eine Nockenablaufrolle
222 an, die auf einem auf der Schwingwelle 210 aufgekeilten Schwingarm 223 drehbar
gelagert ist. Mittels eines Schraubenbolzens 228 (Fig. 7) sind mit dem Schwingarm
223 Lenker 225 und 226 drehbar verbunden, die von dem Schwingarm 223 zu einer Stelle
nach unten ragen, die sich nahe der Stößerwellen 213 bzw. 214 befindet. Der Lenker
226 ist mit einem auf der Welle 214 aufgekeilten Arm 230 drehbar verbunden. In ähnlicher
Weise ist der Lenker 225 mit einem auf der Welle 213 aufgekeilten Arm 231 drehbar
verbunden Das an der anderen Seite der Anlage gelegene Antriebsaggregat 191 gleicht
im Aufbau dem Antriebsaggregat 190 und besteht im wesentlichen aus zwei Platten
240 und 241 (Fig. 6), die in der Ausführung den Platten200 und 201 des Aggregates
190 gleich sind und von denen die Platte 240 mittels Schraubenbolzen an der Lagerplatte
1ê4 befestigt ist. Die Platten 240 und 241 tragen Lager 244, die die Schwingwelle
210 drehbar lagern, ferner Lager 245, in denen die Nockenwelle 205 gelagert ist,
und ferner Lager 246 zur Aufnahme der Wellen 213 und 214 für die Dosenstößer. Lenker
250 und 251 sind an ihren oberen Enden mit einem Schwingarm 252 drehbar verbunden,
der auf die Schwingwelle 210 aufgekeilt ist. Die Lenker 250 und 251 sind an ihren
unteren Enden mit den Kurbelarmen 253 bzw. 254 drehbar verbunden, die auf die Wellen
213 und 214 aufgekeilt sind.
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Verschiedene umgekehrt V-förmige Hebelarme 260 (Fig. 6 und 7) sind
auf die Welle 214 aufgekeilt und tragen an den unteren Enden der Arme 260 angeschweißte
Stangen 262 und 264, die eine Reihe von an dem Förderer 38 liegenden Dosen von beiden
Seiten her umfassen. In gleicher Weise sind umgekehrt V-förmige Hebelarme 270 (Fig.
7) auf der Welle 213 aufgekeilt und tragen an ihren unteren Enden Stangen 271 und
272, die eine Reihe von auf dem Förderer 39 liegenden Dosen von beiden Seiten her
umfassen.
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Die Stangen 264 und 271 bilden die bereits erwähnten Stößer 21 und
22 (Fig. 2), die eine Reihe von Dosen in die Taschen P der Träger 20 stoßen.
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An der Zuführstation A (Fig. 7) werden die Förderbänder der Förderer
38 und 39 von Führungen 280 bzw. 281 getragen, die zwischen den Lagerplatten 104
und 103 durch Schweißung befestigt sind. Jede Führung 280 und 281 hat eine schräg
nach unten geneigte Fläche 284, die nahe der offenen Tasche P endet. Die Flächen
284 führen die Dosenreihen von den Förderern 38 und 39 in -- die offenen Taschen
P. An jeder Führung 280 und 281 ist ein Anschlag 342 befestigt,
von dem ein Abschnitt
über dem Förderband liegt, um die auf dem Förderband liegende führende Dose festzuhalten,
so daß eine Dosenreihe geformt und in einer solchen Stellung festgehalten wird,
daß sie als eine Einheit von den Stoßstangen 264 und 271 in die Taschen P geschoben
werden kann. Bei einer von der Stange 264 oder der Stange 271 erfolgenden Bewegung
einer Dosenreihe in die Taschen hält die Stirnfläche jeder Stange die nachfolgenden
Dosen zurück, die von den Förderern 38 und 39 in die Zuführstation hineinbewegt
werden sollen.
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Die Nockenwelle 205 wird von einer Kette 300 (Fig. 6) getrieben,
die über ein auf die Welle 205 auf gekeiltes Kettenrad 301 und über ein auf die
Ausgangswelle 303 (Fig. 2) eines Drehzahlübersetzungsgetriebes 304 aufgekeiltes
Kettenrad 303 (Fig. 2) läuft.
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Die Eingangswelle 305 des Getriebes 304 wird von einer Kette 308 getrieben,
die über ein auf der Eingangswelle 305 aufgekeiltes Kettenrad 310 (Fig.2) und ein
auf die~ Welle 110 aufgekeiltes Kettenrad 312 läuft. Die Nockenwelle 205 macht eine
einzige vollständige Umdrehung während der Zeit, die erforderlich ist, damit sich
ein Dosenträger 20 bei der Zuführstation A an der Zuführvorrichtung 23 vorbeibewegt.
Da auf jeder Seite jedes Trägers 20 zwei Taschen P vorhanden sind, müssen die Stoßstangen
271 und 264 (Fig. 7) - bei- jeder Umdrehung der Nockenwelle 205 zweimal betätigt
werden. Die Nockenkuppe 220a bewegt sich unter- der Nockenablaufrolle222 hindurch,
sodaß sich die Schwingarme 223 und 252 heben, um das beschriebene Gestänge zu betätigen,
wodurch die Stoßstangen 271 und 264 nach innen zum Träger 20 hin bewegt werden.
Die Stangen 271 und 264 legen sich an die auf den zugehörenden Förderern 38 bzw.
39 befindlichen Dosenreihen an und schieben die Dosen auf die Schrägflächen 284,
von denen die Dosen durch Eigengewicht in die offenen Taschen P rollen. Die Nockenkuppe
220b ist so angeordnet, daß sie die Nockenablaufrolle 222 berührt, wenn die unteren
Taschen P des nächst darüber befindlichen Trägers 20 in die Füllstellung bewegt
worden sind. Der Füllvorgang für diese Tasche P entspricht dem bereits beschriebenen
Füllvorgang. Da der lotrechte Abstand zwischen der oberen Tasche P des einen Trägers
und der unteren Tasche P des nächst darüber befindlichen Trägers größer ist als
der Abstand zwischen den Taschen desselben Trägers, ist der in Rechtsrichtung gemessene
Umfangsabstand von Nockenkuppe 220 a zu Nockenkuppe 220b größer als der Abstand
von Nockenkuppe 220 b zu Nockenkuppe 220 a.
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Nachdem die Dosen durch die Koch- und Kühlanlage hindurchgefördert
worden sind, werden sie auf die Förderer 27 und 28 von einer Austragsvorrichtung
360 ausgetragen. Die Austragsvorrichtung 360 wird von zwei lotrecht angeordneten
Platten 364, 366 und 360, 370 (Fig. 8) getragen, die an den Gestellplatten 104 bzw.
103 befestigt sind. Wie aus den Fig. 8, 9 und 10 zu sehen ist, erstrecken sich eine
Nockenwelle 372, eine Schwingwelle 374 und zwei Dosentragwellen 376 und 378 über
den zwischen den Platten 103 und 104 vorhandenen Raum parallel zueinander. Die Nockenwelle
372 ist in mehreren Lagern 380 gelagert, die mit den Platten 364, 366, 368 und 370
mittels Schraubenbolzen befestigt sind.
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Die die Schwingwelle 374 tragenden Lager 381 sind an den Platten 366
und 368 befestigt, und die die Wellen 376 und 378 tragenden Lager 382 sind mit
Schraubenbolzen
an - den Platten 364 und 370 angeschraubt. Die Nockenwelle 372 (Fig. 8 und 10) trägt
einen Nocken 383 mit zwei auf seinem Umfang befindlichen Nockenkuppen 384 und 386.
Auf der Welle 372 ist außerdem ein zweiter Nocken 388 befestigt, der einen etwas
ovalen Umriß hat. Eine Nockenablaufrolle 390 (Fig. 10) läuft auf dem Umfang des
Nockens 383 und ist auf einem Bolzen gelagert, der an einem Schwingarm 392 befestigt
ist Eine Feder 393, die zwischen einem Vorsprung 392a des Schwingarmes 392 und einer
Konsole 394 verankert ist, zieht die Nockenablaufrolle 390 an den Nocken 383. Der
Schwingarm 392 ist auf die Welle 374 aufgekeilt. Ein zweiter Schwingarm 395 (Fig.
8), der dem Schwingarm 392 gleicht, ist auf der Welle 374 nahe deren anderem Ende
befestigt und ragt aus der Welle 374 in Parallelstellung zum Schwingarm 392 radial
nach außen.
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Jedes obere Ende zweier Lenker 396 (Fig. 8 und 10) ist mit dem Schwingarm
392 (Fig. 10) mittels eines Schraubenbolzens 398 drehbar verbunden.
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Jedes untere Ende der beiden Lenker 396 ist mittels eines Schraubenbolzens
400 mit den Schwingarmen 402 und 404 verbunden, die auf die Stummeiwellen 406 bzw.
408 aufgekeilt sind. Die Stummelwellen 406 und 408 sind in Lagern 410 gelagert,
die auf den Platten 368 und 370 befestigt sind. Arme 412 und 414 (Fig. 9 und 10),
die kurze Abschnitte 415 und 41usa der Rinnenbahnen 183 bzw. 182 tragen, sind auf
die Wellen 406 bzw. 408 aufgekeilt. An der Austragsstation B (Fig. 9) haben die
Bahnen 182 und 183 Abschnitte, die seitlich im Abstand von dem Führungseisen 154
stehen. Diese versetzten Abschnitte enthalten die drehbaren Abschnitte 415 und 415
a.
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In ähnlicher Weise sind die oberen Enden zweier Lenker 416 (Fig.
8) mit dem Schwinghebel 395 durch einen Schraubenbolzen 418 drehbar verbunden. Ein
Schraubenbolzen 420 verbindet die unteren Enden der Lenker 416 drehbar mit den Schwingarmen
422 und 424, die auf den parallelen Stummelwellen 426 (von denen nur eine Stummelwelle
dargestellt ist) aufgekeilt sind. Jede dieser Stummelwellen ist mit je einer der
Stummelwellen 406 und 408 ausgerichtet.
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Die Wellen 426 tragen zwei Schwingarme 427, die in der Ausführung
den Schwingarmen 412 und 414 gleichen. Jeder Schwingarm 427 trägt einen Abschnitt
der Rinnenbahnen 182 und 183.
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Der Umfang des Ovals 388 (Fig. 10) läuft gegen eine Nockenablaufrolle
428, die auf einem mit dem Schwingarm 430 befestigten Bolzen drehbar gelagert ist.
Eine Feder 431 (Fig. 8) zwischen Schwingarm 430 und Konsole 394 hält die Nockenablaufrolle
428 am Nocken 388. Der Schwingarm 430 ist auf der Welle 374 drehbar gelagert und
hat zwei nach unten und außen ragende Lenker 432 und 434, die durch einen Drehbolzen
436 mit dem Schwingarm 430 drehbar verbunden sind. Das untere Ende des Lenkers 432
ist mit einem auf der Welle 378 aufgekeilten Arm 438 (Fig. 10) drehbar verbunden,
und das untere Ende des Lenkers 434 ist mit einem auf der Welle 376 aufgekeilten
Arm 439 drehbar verbunden. An jeder Welle 376 und 378 ist eine lange Rinne 440 befestigt,
die die aus den Taschen P ausgetragenen Dosenreihen aufnimmt (Fig. 9). Jede Rinne
440 kann nach außen gedreht werden, um die aus einer Tasche P aufgenommene Dosenreihe
auf die endlosen Bandförderer 27 und 28 zu übertragen, die sich ohne Unterbrechung
in den Rinnenführungen 441 bewegen, die
ein Herunterrollen der Dosen von den Bandförderern
verhindern.
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Der Antrieb für die Austragsvorrichtung360 gleicht dem Antrieb für
die Zuführvorrichtung 23. Eine erste Antriebskette 442, die schematisch in Fig.
1 dargestellt ist, verbindet die Welle 110 mit einem Drehzahlerhöhungsgetriebe 444,
und eine zweite Antriebskette 446 verbindet das Getriebe 444 mit einem auf der Welle
372 aufgekeilten Kettenrad 448. Die Welle 372 wird für jeden Träger, der sich an
der Austragsvorrichtung 360 vorbeibewegt, um eine volle Umdrehung gedreht.
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Die zeitliche Abstimmung des Arbeitens der Nocken 383 und 388 ist
so getroffen, daß der Nocken 388 die Rinne 440 (Fig. 9) auf die in gestrichelten
Linien in Fig. 9 dargestellte Stellung dreht, damit sich die Deckell69 und 172 des
Trägers 20 nach oben drehen. Dann wird die Rinne 440 in ihre Normalstellung zurückgedreht
und der Bahnabschnitt 415 oder 415 a wird von dem Nocken 383 gedreht, um die Taschen
P zu öffnen. Die Dosenreihe wird aus der Tasche P durch die Hinterkante des Deckels
169 oder 172 ausgestoßen. Die Dosenreihe fällt auf die Rinne 440. Die Rinne wird
dann nach außen gedreht, um die Dosenreihe abzugeben oder auszutragen und dem nächsten
Deckel zu ermöglichen, sich an der Rinne 440 vorbei nach oben zu bewegen.
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Zum wirksamen Kühlen der Gegenstände oder Dosen sind zwischen und
an den Seitenwänden 75 und 76 (Fig. 3) der Kühlkammer 16 mehrere gelochte Tröge
450 (Fig. 1) angeordnet. Kühlwasser wird in die Tröge 450 hineingepumpt und wird
in Sprühstrahlen gegen die in der Kammer sich bewegenden Träger 20 gerichtet. Mehrere
die Kammer 16 überquerende Prallwände 451, 452 und 453 (Fig. 1) richten das ausgesprühte
Wasser wieder gegen andere Träger und die in diesen Trägern befindlichen Dosen.
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Zur weiteren Verbesserung der Kühlwirkung in der Kühlkammer 16 wird
ein Gebläse 458 verwendet, das Luft über eine Rohrleitung 460 in die Kammer 16 einbläst.
Die Luft durchströmt die Kammer nach oben und strömt über eine Rohrleitung 461 ab.
Gewünschtenfalls können beide Rohrleitungen 460 und 461 zur Außenluft geöffnet werden,
um eine Verdampfungskühlung dadurch zu ermöglichen, daß sich ein durch Wärmekonvektion
erzeugter Luftstrom durch die Kammer bewegt.
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Beim Betrieb der ununterbrochen arbeitenden Koch- und Kühlanlage
(Fig. 1 und 3) werden luftdicht verschlossene Dosen von annähernd 770 C mittels
Förderern 44 von einer Verschließmaschine (nicht dargestellt) den Rinnen 30 und
31 zugeführt,, die die Dosen auf die Elevatoren 32 und 33 leiten. Die Dosen werden
dann zur Oberseite der Kochanlage gehoben und werden über die schrägliegenden Rinnen
34 und 35 (Fig. 2) abgeladen, die die Dosen den Förderern 36 bzw. 37 zuführen. Die
Dosen werden von den Förderern 36 und 37 auf die Förderer 39 und 38 gefördert, die
die Dosen in eine solche Stellung bringen, daß die Dosen in Reihen seitlich in die
Taschen P (Fig. 5) der Träger 20 eingefüllt werden können.
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Die Dosenreihen werden in die Taschen P (Fig.7) bewegt, wenn die
Nockenkuppen 220 a und 220 b des Nockens 220 die Rolle 222 berühren, um die Schwingwelle
210 und das Gestänge zu drehen, das mit den Stoßstangen 271 und 264 verbunden ist.
Die Stangen 271 und 264 werden auf diese Weise intermittierend gegeneinanderbewegt,
um die Dosenreihen von den
Förderern 39 bzw. 38 weg und auf die
Schrägflächen 284 zu schieben. Die Dosenreihen fallen dann durch Eigengewicht in
die Taschen P, die durch den gekrümmten Abschnitt der Bahnen 182 und 183 geöffnet
worden sind. Die Taschen 244 und 248 werden dann mittels der Bahnen 182 und 183
geschlossen, um jede Dosenreihe in ihrer zugehörenden Tasche sicher zurückzuhalten,
wenn der Träger auf den geraden Bahnabschnitten und auch auf den gebogenen Bahnabschnitten
über seine Bewegungsbahn in der ununterbrochen arbeitenden Koch- und Kühlanlage
bewegt wird.
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Die eine Temperatur von etwa 770 C aufweisenden Dosen treten an der
oberen Seite der Wasserkammer 18 in Wasser von 930 C ein und bewegen sich in dem
Wasser nach unten, dessen Temperatur auf etwa 1160 C am Boden der Wasserkammer 18
(Fig. 1) und im Trog 13 steigt. Die Dosen werden dann durch den in der Sterilisierkammer
26 befindlichen Dampf von 1220 C hindurchbewegt. In der Sterilisierkammer 26 erfolgt
der größte Abschnitt des Kochens. Die Dosen werden dann aus der Kammer 26 durch
das in dem Trog 13 befindliche Wasser von 1160 C hindurch und in der Wasserkammer
17 nach oben bewegt, deren Wasser am oberen Ende eine Temperatur von etwa 950 C
hat.
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Das in die Wasserkammer 17 einströmende Kühlwasser bewirkt einen
ununterbrochenen Wasserstrom über die Wasserkammern 17 und 18 und über die Durchlässe
86 und 88 in einer Richtung, die entgegengesetzt zur Bewegungsrichtung der Träger
20 in diesen Wasserkammern ist. Dieser Wasserstrom in den beiden Wasserkammern 17
und 18 hält das in diesen Wasserkammern befindliche Wasser auf der gewünschten Temperatur.
Nach dem Verlassen der Wasserkammer 17 treten die Dosen in die Kühlkammer 16 ein,
in der sie mit Kühlwasser von etwa 130 C aus den gelochten Trögen 450 besprüht werden.
Bei der Abwärtsbewegung des Trägers in der Kühlkammer 16 werden die Deckel 169 und
172 in einem teilweise offenen Zustand gehalten, beispielsweise in der Stellung,
die von den Deckeln 172 in Fig. 7 eingenommen wird, und zwar durch die Rinnenbahnen
182 und 183, die von den zugehörenden Schenkeln der Winkelschienen 154 etwas auf
Abstand gesetzt sind. In dieser teilweise offenen Stellung wird eine größere Kühlwassermenge
auf die Dosen gerichtet, als wenn die Deckel nur teilweise geöffnet wären. Die Deckel
169 und 172 werden wieder von den Bahnen 182 und 183 geschlossen, ehe sich die Träger
20 um die untere gebogene Bahn und in die nach oben gerichteten Abschnitte der Kühlkammer
16 bewegen (Fig. 1).
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Die Dosen verlassen die Kühlkammer mit etwa 380 C und werden in die
Austragsvorrichtung 360 bewegt, in der die Dosenreihen auf die Förderer 27 und 28
(Fig. 9) in der bereits beschriebenen Weise aufgelegt werden. Die Förderer 27 und
28 (Fig. 2) bewegen die Dosen auf die Förderer 40 bzw. 41, die die Dosen in die
Elevatoren 33 bzw. 32 (Fig. 3) führen.
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Die Dosen werden aus den Elevatoren 33 und 32 (Fig. 3) auf die Rinnen
42 bzw. 43 geschoben, die die Dosen auf die Förderer 44 bringen. Die Förderer 44
bewegen dann die Dosen aus der kontinuierlich arbeitenden Koch- und Druckanlage
heraus und liefern die Dosen zu anderen Hantierungsmaschinen beispielsweise zu einer
Etikettiermaschine (nicht dargestellt).
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Es ist zwar eine ununterbrochen arbeitende Koch-und Kühlanlage beschrieben,
die nur eine einzige Zufühivorrichtung 23 und eine einzige Austragsvorrichtung 360
hat, welche Reihen von Dosen in die Taschen P der Träger einführen und Reihen von
Dosen aus diesen Taschen P aufnehmen, jedoch können auch zwei oder eine größere
Anzahl von Zuführvorrichtungen und Austragsvorrichtungen vorgesehen werden, die
abwechselnd eine der Taschen P beschicken. Hierdurch wird ein schnelleres Zuführen
der Dosen und ein schnelleres Austragen der Dosen aus den Trägern erreicht.
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Mit der Erfindung ist also eine Druckkoch- und -kühlanlage geschaffen,
welche verbesserte Träger verwendet, die so ausgeführt sind, daß sie die Dosenreihen
bei ihrer Bewegung durch die Anlage hindurch sicher festhalten, ohne daß besondere
und teure Führungen für die Dosen zu diesem Zweck vorhanden sein müssen. Die zwangsweise
Führung der Dosen mit den Trägern ermöglicht die Verwendung von billigen zylindrischen
Druckkesseln, da die Versteifungen und Verstärkungen, die ein Auswölben der ebenen
Halteflächen bekannter Vorrichtungen verhüten sollen, wegfallen. Die Träger können
zum schnellen Aufnehmen von Dosenreihen aus der Zuführvorrichtung leicht geöffnet
werden und wirken mit der Austragsvorrichtung so zusammen, daß ein schnelles und
sicheres Austragen der Dosen aus den Trägern erfolgt. Die Träger können auch so
angeordnet werden, daß sie teilweise geöffnet werden, damit ein schnelleres Kühlen
der Dosen erfolgt.
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Bei der dargestellten Anlage wird unter Druck stehender Dampf in
der Kochkammer 26 verwendet.
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Im Bereich der Erfindung können jedoch auch andere Sterilisiermittel
dieser Kammer zugeführt werden, beispielsweise Dampf vom Druck Null oder Wasser
von beliebigen, oberhalb des Außenluftdruckes liegenden Druck. Der neue Träger 20
hat in der Darstellung an beiden Seiten einer Mittelwand trogförmig geformte Deckel
169 und 172, so daß die Gegenstände von beiden Seiten aufgenommen und aus beiden
Seiten ausgetragen werden können. Die Träger können aber auch nur an der einen Seite
der Trägerwand mit Dekkeln versehen sein, wenn in einer Anlage das Zuführen und
Austragen nur von der einen Seite her gewünscht ist.
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Da die Träger mit leicht zu öffnenden und leicht zu schließenden
Scharnierdeckeln versehen sind, können Dosen aus lotrechten Strängen der Förderer
zugeführt und aus diesen lotrechten Strängen ausgetragen werden, so daß viele Krümmungen
vermieden werden, die bei Kochern ähnlicher Ausführungen erforderlich sind. Hierdurch
kann der Teil des Förderers, der zu den Zuführ- und Austragsvorgängen erforderlich
ist, auf einen Kleinstteil verringert werden.
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Es ist zwar nur eine Ausführung dargestellt und beschrieben, doch
können verschiedene Anderungen und Abänderungen vorgenommen werden, ohne den Rahmen
der Erfindung und den Bereich der Patentansprüche zu verlassen.