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DE1112583B - Verfahren zur Herstellung eines Kondensators mit einer formierten dielektrischen Deckschicht und einer Halbleiterschicht - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Kondensators mit einer formierten dielektrischen Deckschicht und einer Halbleiterschicht

Info

Publication number
DE1112583B
DE1112583B DEST16002A DEST016002A DE1112583B DE 1112583 B DE1112583 B DE 1112583B DE ST16002 A DEST16002 A DE ST16002A DE ST016002 A DEST016002 A DE ST016002A DE 1112583 B DE1112583 B DE 1112583B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
insulating material
semiconductor layer
capacitor
production
lacquer
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEST16002A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Jochen Von Bonin
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Alcatel Lucent Deutschland AG
Original Assignee
Standard Elektrik Lorenz AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Standard Elektrik Lorenz AG filed Critical Standard Elektrik Lorenz AG
Priority to DEST16002A priority Critical patent/DE1112583B/de
Priority to CH29361A priority patent/CH407328A/de
Priority to BE599109A priority patent/BE599109R/fr
Publication of DE1112583B publication Critical patent/DE1112583B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01GCAPACITORS; CAPACITORS, RECTIFIERS, DETECTORS, SWITCHING DEVICES, LIGHT-SENSITIVE OR TEMPERATURE-SENSITIVE DEVICES OF THE ELECTROLYTIC TYPE
    • H01G9/00Electrolytic capacitors, rectifiers, detectors, switching devices, light-sensitive or temperature-sensitive devices; Processes of their manufacture
    • H01G9/004Details
    • H01G9/04Electrodes or formation of dielectric layers thereon
    • H01G9/048Electrodes or formation of dielectric layers thereon characterised by their structure
    • H01G9/052Sintered electrodes
    • HELECTRICITY
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    • H01G9/025Solid electrolytes
    • H01G9/032Inorganic semiconducting electrolytes, e.g. MnO2

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  • Inorganic Chemistry (AREA)
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Description

  • Verfahren zur Herstellung eines Kondensators mit einer formierten dielektrischen Deckschicht und einer Halbleiterschicht Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung eines Kondensators mit einer eine formierte dielektrische Deckschicht tragenden Elektrode und einer auf dieser durch Umsetzung gebildeten Halbleiterschicht. Zu dieser Gruppe von Kondensatoren zählt insbesondere der Tantalkondensator, bei dem der Anodenkörper aus gesintertem Tantalpulver besteht und als Träger für den Schichtaufbau dient, der im wesentlichen aus der dielektrischen Schicht, der Halbleiterschicht und der Abnahmeelektrode besteht.
  • Es ist schon vorgeschlagen worden, daß dieser grundsätzliche Schichtaufbau durch Zwischenschichten od. dgl. verbessert werden kann. Diese Schichten bedürfen aber im Zusammenhang mit der nachstehend beschriebenen Erfindung keiner weiteren Erläuterung, da die Erfindung selbst auf die Herstellung der Halbleiterschicht eines solchen Kondensators und damit zusammenhängende Fragen gerichtet ist.
  • Bisher ist die Halbleiterschicht, beispielsweise aus Mangandioxyd bei Tantalkondensatoren, dadurch erzeugt worden, daß der Sinterkörper mit einer wäßrigen Lösung von Mangannitrat getränkt und dieses dann thermisch zu Mangandioxyd zersetzt wurde. Um das Tränken im Rahmen eines laufenden Fertigungsprozesses zu ermöglichen, wird der Sinterkörper in die wäßrige Lösung von Mangannitrat eingetaucht Die Erfahrungen haben gezeigt, daß dieses Verfahren wesentliche Nachteile besitzt, die zu einem hohen Ausschuß bei der Fertigung führen. Einer dieser Nachteile besteht darin, daß beim Eintauchen des Sinterkörpers in die Mangannitrat-Lösung, auch wenn das Eintauchen nur bis zu einer begrenzten Höhe erfolgt, mit anschließender thermischer Zersetzung zu Mangandioxyd ein Neben- oder sogar Kurzschluß zwischen der Zuleitung zum Sinterkörper (Anode) und der Halbleiterschicht schwer zu vermeiden ist, weil der Sinterkörper infolge seiner Porosität die Mangannitrat-Lösung schwammartig aufsaugt, so daß eine isolierende Brücke zwischen Anodenzuleitung und Halbleiterschicht nicht oder nur schlecht vorhanden ist.
  • Es wurden nun Überlegungen darüber angestellt, wie dieser Mangel beseitigt werden kann. Erwägungen in der Richtung, ein begrenztes Gebiet zwischen der Zuleitung zum Sinterkörper (Anode) und der Halbleiterschicht vor ihrer Herstellung durch eine Isolierschicht, z. B. einen Lacküberzug, abzudecken, scheitern an der Tatsache, daß die thermische Zersetzung des Mangannitrates mindestens an eine Temperatur von 350 bis 400° C gebunden ist. Es ist aber kein Lack bekannt, der bis zu diesen hohen Temperaturen beständig ist, so daß dieser Weg zunächst nicht in Frage zu kommen schien.
  • Weitere Überlegungen des Erfinders führten nun zu der Erkenntnis, daß die Chemie auch noch andere Möglichkeiten zur Erzeugung von Mangandioxyd aus Mangan(II)-Salzen bietet, bei denen mit einer wesentlich niedrigeren Temperatur gearbeitet werden kann. Das von dem Erfinder ausgewählte Verfahren besteht darin, daß in an sich bekannter Weise von einer Mangan(II)-Salzlösung, z. B. Mangannitrat, ausgegangen wird, das dann aber zunächst eine Behandlung mit NH.- Gas erfolgt, die bewirkt, daß sich eine gallertartige Masse von Manganhydroxyd oder Manganoxyhydraten abscheidet. Durch anschließendes Erhitzen dieser Verbindungen im Sauerstoffstrom kann diese gallertartige Masse bei einer Temperatur von etwa 150 bis 250° C, also bei einer Temperatur, die wesentlich unter der des üblichen Verfahrens liegt, zu. Mangandioxyd aufoxydiert werden. Die Versuche haben gezeigt, daß sich mit Hilfe dieses Verfahrens eine festhaftende, einwandfreie Braunsteinschicht erzielen läßt.
  • Die mit dem nach derErfindung ausgewähltenVerfahren verbundene niedrige Arbeitstemperatur ermöglicht es nun andererseits, den Gedanken der Isolierung der Umgebung der Anodenzuleitung zu verwirklichen. So wird erfindungsgemäß ein begrenzter Bereich um die Anodenleitung und diese selbst mit Hilfe eines Lackes oder Isolierstoffes isoliert und hierauf die Halbleiterschicht bei einer Temperatur gebildet, bei der der Isolierstoff noch beständig ist. Diese Isolierung erfolgt durch Aufbringen eines Lackes oder Aufsintern eines isolierenden Materials auf die zu isolierenden Stellen des Sinterkörpers, insbesondere auf die Stirnseite des Sinterkörpers, die von der Anodenzuleitung durchsetzt wird. Der Erfinder hat erkannt, daß aber auch nicht jeder Lack-bzw. Isolierstoff für den angegebenen Zweck verwendbar ist, sondern daß diese Stoffe gewisse Eigenschaften besitzen müssen. Der Lack bzw. der aufzuschmelzende Isolierstoff darf selbst nicht porös sein, nachdem er ausgehärtet bzw. aufgeschmolzen ist, und muß außerdem die Fähigkeit besitzen, nur bis zu einer begrenzten Tiefe - bis- dahin aber einwandfrei - die Poren des Sinterkörpers zu verschließen. Eine dritte Eigenschaft, die de Lack bzw. Isolierstoff haben sollte, ist die Eigenschaft des Wasserabstoßens. Ein die vorstehenden Bedingungen erfüllender Isolierstoff ist z. B. der Silikon-Kautschuk, der in Form einer Lösung oder Emulsion aufgetragen und dann durch Anwendung von Wärme ausgehärtet wird.
  • Die Erfindung wird an einem Ausführungsbeispiel beschrieben.
  • Die Zeichnung zeigt einen Kondensator des üblichen Schichtaufbaus mit einem Sinterkörper aus Tantal1, der Anodenzuleitung 2, der Kathodenzuleitung 3, der dielektrischen Schicht 4 und der Graphitschicht 7. Die Kathode 5 besteht aus einer aufgespritzten Metallschicht. Der Bereich um den Zuleitungsdraht zum Sinterkörper (Anode) ist mit einem Isolierstoff 6 abgedeckt, was in Verbindung mit dem ausgewählten Verfahren zur Herstellung der in der Figur nicht sichtbaren Mangandioxydschicht, die auf der dielektrischen Schicht 4 aus Tat 05 entsteht, einwandfreie Tantalkondensatoren ergibt.
  • Im Sinne der Erfindung liegt es, nach der Erzeugung der Mangandioxydschicht den oberen Teil des aufgebrachten Lack- bzw. Isolierstoffkegels 6 abzuschneiden und zu entfernen, um den Anodendraht für das weitere Fertigungsverfahren in größerer Länge bereitszustellen.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Herstellung eines Kondensators mit einer eine formierte dielektrische Deckschicht tragenden Elektrode und einer auf dieser durch Umsetzung gebildeten Halbleiterschicht, dadurch gekennzeichnet, daß ein begrenzter Bereich um die Anodenzuleitung (2) und diese selbst mit Hilfe eines Lackes oder Isolierstoffes (6) isoliert wird und daß hierauf die Halbleiterschicht bei einer Temperatur gebildet wird, bei der der Isolierstoff (6) noch beständig ist.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, insbesondere zur Herstellung von Tantalkondensatoren mit einer Halbleiterschicht aus Mangandioxyd, dadurch gekennzeichnet, daß die Halbleiterschicht durch Einwirkung von N H3 auf Mangan(Il)-Salze und anschließende Oxydation des entstandenen Reaktionsproduktes im Luftsauerstoff bei erhöhter Temperatur, insbesondere zwischen 150 und 250° C, erfolgt und zur Isolierung des Bereiches um die Anodenzuleitung (2) und dieser selbst einLack oder ein anderer geeigneterIsolierstoff (6), der bis zu dieser Temperatur beständig ist, verwendet wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Lack bzw. Isolierstoff (6) nach dem Aushärten bzw. Aufschmelzen oder nach einer sonstwie durchgeführten Aufbringung porenschließend ist.
  4. 4. Verfahren nach -Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Lack bzw. Isolierstoff (6) wasserabstoßend ist.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der ausgehärtete Lack bzw. aufgeschmolzene oder in . anderer Weise aufgebrachte Isolierstoff (6) elastisch ist.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß Silikon-Kautschuk verwendet wird.
DEST16002A 1960-01-16 1960-01-16 Verfahren zur Herstellung eines Kondensators mit einer formierten dielektrischen Deckschicht und einer Halbleiterschicht Pending DE1112583B (de)

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CH29361A CH407328A (de) 1960-01-16 1961-01-10 Verfahren zur Herstellung eines Kondensators mit festem Elektrolyten
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DE1157707B (de) * 1962-10-23 1963-11-21 Telefunken Patent Verfahren zur Herstellung von Elektrolytkondensatoren
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DE10120693A1 (de) * 2001-04-27 2003-05-22 Siemens Ag Elektrisches und/oder elektronisches Bauteil, insbesondere Elektrolytkondensator

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CH407328A (de) 1966-02-15
BE599109R (fr) 1961-07-17

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