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DE1112309B - Optisch-photoelektronisches Verfahren zur Messung mechanischer Schwingungen und Vorrichtung zur Durchfuehrung des Verfahrens - Google Patents

Optisch-photoelektronisches Verfahren zur Messung mechanischer Schwingungen und Vorrichtung zur Durchfuehrung des Verfahrens

Info

Publication number
DE1112309B
DE1112309B DEF28879A DEF0028879A DE1112309B DE 1112309 B DE1112309 B DE 1112309B DE F28879 A DEF28879 A DE F28879A DE F0028879 A DEF0028879 A DE F0028879A DE 1112309 B DE1112309 B DE 1112309B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
telescope
mirror
mirrors
autocollimation
light
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEF28879A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr-Ing Ruediger Hartwig
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
FOERDERUNGSGEMEINSCHAFT DES HE
Fraunhofer Institut fuer Nachrichtentechnik Heinrich Hertz Institute HHI
Original Assignee
FOERDERUNGSGEMEINSCHAFT DES HE
Fraunhofer Institut fuer Nachrichtentechnik Heinrich Hertz Institute HHI
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by FOERDERUNGSGEMEINSCHAFT DES HE, Fraunhofer Institut fuer Nachrichtentechnik Heinrich Hertz Institute HHI filed Critical FOERDERUNGSGEMEINSCHAFT DES HE
Priority to DEF28879A priority Critical patent/DE1112309B/de
Publication of DE1112309B publication Critical patent/DE1112309B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01HMEASUREMENT OF MECHANICAL VIBRATIONS OR ULTRASONIC, SONIC OR INFRASONIC WAVES
    • G01H9/00Measuring mechanical vibrations or ultrasonic, sonic or infrasonic waves by using radiation-sensitive means, e.g. optical means

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Length Measuring Devices By Optical Means (AREA)

Description

  • Optisch-photoelektronisches Verfahren zur Messung mechanischer Schwingungen und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine zu dessen Durchführung dienende Vorrichtung zur Messung mechanischer Schwingungen, welches sich auf die an sich bekannte Autokollimationsanordnung stützt.
  • Bekanntlich ist ein Kollimator ein optisches Gerät, welches eine Meßmarke od. ä. mit Hilfe eines Objektivs im Unendlichen abbildet. Eine Autokollimationsanordnung ist eine optische Anordnung, bei der das Licht auf einem Hin- und Rückweg den gleichen Kollimator passiert. Derartige Anordnungen dienen zur Messung von Spiegelverdrehungen um sehr kleine Winkel.
  • Das Autokollimationsverfahren in der bekannten Art ist in Abb. 1 dargestellt. Das Fernrohr F enthält eine ausstrahlende Lichtmarke B. Mit Hilfe des Meßmikroskops M wird der Abstand h zwischen der LichtmarkeB und der von dem SpiegelS wieder in die Bildebene reflektierten Lichtmarkenabbildung B' gemessen. Die Größe h stellt ein Maß dar für die Winkelgröße zwischen der Spiegelnormalen und der Fernrohrachse. Demnach geht eine Eigenbewegting des Fernrohres in gleichem Maße in den Meßwert h mit ein wie die eigentlich zu messende Eigenbewegung des Spiegels.
  • Das ebenso bekannte galvanometrische Spiegelverfahren trägt einen ähnlichen Mangel in sich. Hierbei gehen nämlich seitliche Verschiebungen der Lichtquelle und Abstandsänderungen der Anzeigeskaln zum Spiegel als Fehler in die Größe des Meßwertes mit ein. Ein ähnliches Verfahren dient ebenfalls zur Messung kleiner Spiegelverdrehungen, bedient sich aber zur Erhöhung der Empfindlichkeit einer in der Reihenfolge genau festgelegten mehrfachen Reflektion an Drehspiegeln und einem feststehenden Hilfsspiegel. Während diese bisher erwähnten Verfahren der Messung von statischen Werten dienen, sind andere bekannte Verfahren zur Messung von dynamischen Vorgängen geeignet. Bei einem dieser Verfahren z. B. wird die Amplitude eines schwingenden Drehspiegels an der Breite des an einer Mattscheibe abgebildeten Lichtstreifens gemessen. In einem anderen Falle wird zur Messung von Schwingbewegungen ein Lichtstrahl auf einen bewegten Spiegel mit besonders geformter Reflektionsfläche gestrahlt und von diesem auf Photozellen reflektiert. Auch diese Verfahren tragen den grundsätzlichen Nachteil in sich, daß Eigenbewegungen des Beleuchtungs- und Ablesesystems in gleicher Größenordnung als Fehler in den Ablesewert mit eingehen wie die zu messenden Stellungsänderungen des Spiegels. Das heißt, bei allen derartigen Meßanordnungen muß die Stellung von Beleuchtung, Reflektor und Ableseeinrichtung zueinander vor der Messung genau justiert werden und während der ganzen Messung unverändert bleiben.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ausgehend von der bekannten Autokollimationsanordnung, den zeitlichen Verlauf der Winkeländerung eines mit beliebiger Frequenz schwingenden Spiegels zu ermitteln und dabei die erwähnten Nachteile auszuschalten, daß die Stellungsänderung des Strahlers und der Ablesevorrichtung - die entsprechend der Autokollimationsanordnung in dem Fernrohr vereinigt sind - den Meßwert beeinflußt, also eine Justierung des Fernrohres gegenüber dem Reflektor überflüssig wird.
  • Gemäß der Erfindung besteht das Verfahren zur Messung mechanischer Schwingungen unter Verwendung einer Autokollimationsanordnung darin, daß das von einer Lichtmarke ausgestrahlte, aus dem Fernrohr heraustretende Licht von mehreren unter bestimmten Winkeln zueinander angeordneten Spiegeln nacheinander reflektiert, schließlich in das Fernrohr zurückgestrahlt und in der Bildebene mehrfach wieder abgebildet wird, wobei eines der Bilder gleichzeitig sowohl photoelektrisch empfangen und zur elektrischen Anzeige benutzt als auch optisch von einem Meßmikroskop betrachtet und gemessen wird.
  • Gemäß einem weiteren Merkmal der erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens ist die Lichtmarke derart gestaltet, daß ihr in der Bildebene schwingendes Bild gleichzeitig an dem Photoempfänger und an der optischen Ableseeinrichtung wirksam ist. Hierdurch ist es möglich, neben der optischen Ablesung der größten Schwingungsweite zusätzlich auf photoelektrischem Wege auch den genauen zeitlichen Verlauf des Schwingungsvorganges zu ermitteln. Gemäß einem weiteren Kennzeichen der Erfindung besteht das als Geber dienende Spiegelsystem aus zwei oder mehreren nicht in einer Ebene liegenden Spiegeln, von denen einer oder mehrere sich um eine definierte Drehachse gegenüber den übrigen Spiegeln innerhalb des Spiegelsystems verdrehen. Hierdurch ist erreicht, daß in den Meßwert nur die Relativstellung der sich bewegenden Spiegel zu den ruhenden Spiegeln innerhalb des Spiegelsystems eingeht, nicht aber die Bewegung des Fernrohrs gegenüber dem Spiegelsystem. Je nach der Zahl der Spiegel im Spiegelsystem und deren Anordnung zueinander läßt sich die Fehlerwirkung der Eigenbewegungen des Fernrohrs in seinen verschiedenen Freiheitsgraden völlig oder bis auf einen unbedeutend kleinen Rest ausschalten. Somit ist es möglich, kleinste Spiegelbewegungen zu analysieren, während das Fernrohr Eigenbewegungen - hervorgerufen z. B. durch Erschütterungen - ausführt. Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung kann das - aus beliebig kleinen Spiegeln hergestellte -Spiegelsystem an irgendeiner Stelle in dem Strahlengang des Fernrohres an dem Meßobjekt befestigt werden. Aus dem Obenerwähnten erklärt sich der Vorteil, daß die Grundstellung des Spiegelsystems in weiten Grenzen beliebig ist und daher ohne vorherige Justierung gemessen werden kann.
  • Im folgenden sind Ausführungsbeispiele der Vorrichtung zur Durchführung des Meßverfahrens beschrieben. In den Abb. 3 und 4 ist der Aufbau einer solchen Meßvorrichtung dargestellt. In der Bildebene des in Abb. 3 dargestellten Fernrohres F befindet sich die in Abb. 4 gesondert dargestellte LichtmarkeB Ferner enthält das Fernrohr die Objektivlinse L, den PhotoaufnehmerPh und das MeßmikroskopM. Als Geber dient das Spiegelsystem, welches in diesem Falle aus den beiden Spiegeln Sj und Sz besteht, von denen der eine gegenüber dem anderen Verdrehungen um die Berührungsachse ausführen kann. Die Fernrohrachse muß so stehen, daß sie in der Ebene der Spiegelnormalen liegt und die Spiegel aus beliebiger Richtung und beliebiger Entfernung bestrahlt.
  • Die Wirkungsweise der beschriebenen Vorrichtung ist folgende: Die von der Lichtmarke B ausgehenden Strahlen beleuchten das Spiegelsystem und werden von diesem reflektiert. Wie in Abb. 2 dargestellt, entstehen in der Bildebene zwei Abbildungen von B, nämlichB' und B". Von diesen wird nur eine benötigt, beispielsweise B'. Sie steht, wie in Abb. 4 dargestellt ist, im Abstand h0 von B so, daß die Spitze an der Skala des Meßmikroskops sichtbar wird, während das Rechteck den Photowiderstand ungefähr halb ausleuchtet. Solange die SpiegelS, und 52 relativ zueinander in Ruhe sind, bleibt die Lichtmarkenabbildung B' wie angeheftet in der eben beschriebenen Ruhelage h" stehen, unabhängig von Bewegungen des Spiegelsystems oder des Fernrohres in der Ebene der Spiegelnormalen (Papierebene). Wenn jetzt - beispielsweise durch Schwingungen hervorgerufen -die SpiegelS, und S2 kleine Relatiwerdrehungen gegeneinander ausführen, schwingt im Takte der Spiegelschwingungen um die Ruhelage ho. Damit ändert sich die Stellung der Lichtspitze an der Skala und auch die Ausleuchtung der lichtempfindlichen Fläche des Photowiderstandes. In Abb. 5 ist dargestellt, wie die damit verbundene Änderung der elektrischen Leitfähigkeit des Photowiderstandes in bekannter Weise zur Anzeige des Schwingungsbildes, beispielsweise an einem Oszillographenschirm, benutzt werden kann. Gleichzeitig wird als Maß für die dazugehörende größte Schwingweite die Breite des von der Lichtmarkenspitze erzeugten Lichtbandes an der linearen Skala des Meßmikroskops abgelesen.
  • Ein anderes, aus drei Spiegeln bestehendes Spiegelsystem ist in Abb. 6 dargestellt. Die Spiegels und SB bilden miteinander einen Winkel von 900. Der an einer dünnen Blattfeder Bf angebrachte Spiegel Sc gerät durch die zu messenden Körperschwingungen in Drehbewegungen um seine Unterkante. Bei Anwendung dieses Dreispiegelverfahrens zur Messung von Körperschwingungen in der angegebenen Richtung ist die Stellung der Fernrohrachse nicht mehr an eine Ebene gebunden. Das Fernrohr bestrahlt alle Spiegel schräg, und zwar aus beliebiger Richtung und Entfernung. Hierdurch entstehen in der Bildebene ebenfalls zwei Lichtmarkenabbildungen, und die Messung geht so vor sich, wie bereits für das Zweispiegelverfahren beschrieben.
  • Die beiden hier beschriebenen Verfahren haben, wie bereits erwähnt, folgenden Unterschied. Bei dem Zweispiegelverfahren sind alle Änderungen der Fernrohrachse in der Ebene der Spiegelnormalen ohne jeden Einfluß auf den Meßvorgang. Bei dem Dreispiegelverfahren dagegen sind alle Änderungen der Fernrohrachse im Raum zugelassen, ohne daß dabei der Meßvorgang um mehr als 2°/o in ungünstigen Stellungen und um mehr als 0,6ovo in günstigen Stellungen verfälscht wird.
  • Mit dem Dreispiegelverfahren lassen sich in der beschriebenen Weise Körperschwingungen z. B. mit der Schwingweite von 0,005 mm messen, obwohl das Fernrohr - auf ein einfaches Photostativ montiert -während der Messung großen Erschütterungen ausgesetzt ist oder sogar bewußt angestoßen wird.
  • Außer zu Messungen in der hier beschriebenen Art läßt sich dieses Verfahren auch für statische Messungen, z. B. zur Justierung optischer Geräte oder in der allgemeinen Vermessungstechnik, anwenden.
  • Wegen der Billigkeit der als Geber dienenden Spiegelsysteme ist beispielsweise daran zu denken, eine Reihe von Gebern an verschiedenen Meßstellen zu montieren und diese im Bedarfsfalle durch Bestrahlung mit ein und demselben Fernrohr abzufragen.
  • Die Richtungs- und Entfernungsunempfindlichkeit ermöglicht es beispielsweise auch, ein kleines Spiegelsystem an einer rotierenden Welle zu befestigen und dieses während des Betriebes abzufragen. Da bei jeder Umdrehung der Welle die Reflexionsrichtung eines Zweispiegelsystems einmal durchlaufen wird, kann aus freier Hand eine dem Auge kontinuierlich erscheinende Ablesung am Meßmikroskop erfolgen. In dieser Weise könnte das Verfahren beispielsweise zur Drehmomentenmessung angewendet werden.

Claims (5)

  1. PATENTANSPROCI}E 1. Optisch-photoelektronisches Verfahren zur Messung mechanischer Schwingungen durch eine Autokollimationseinrichtung, dadurch gekenn zeichnet, daß das von einer Lichtmarke abgestrahlte, aus dem Autokollimationsfernrohr heraustretende Licht von mehreren unter bestimmten Winkeln zueinander angeordneten Spiegeln nacheinander reflektiert, schließlich in das Fernrohr zurückgestrahlt und in der Bildebene mehrfach wieder abgebildet wird, wobei eines der Bilder gleichzeitig sowohl photoelektrisch empfangen und zur elektrischen Anzeige benutzt als auch optisch von einem Meßmikroskop betrachtet und gemessen wird.
  2. 2. Vorrichtung zur Durchführung des Verf ahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Autokollimationsfernrohr das Bild einer in spezieller Form ausgebildeten Lichtmarke ausstrahlt.
  3. 3. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Lichtmarke (B), Photoempfänger (Ph) und Meßmikroskop (M) mit dem Fernrohr (J) zusammen eine starre Einheit bilden.
  4. 4. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das reflektierende Spiegelsystem aus zwei oder mehreren unter bestimmten Winkeln zueinander stehenden Spiegeln besteht, von denen einer oder mehrere gemeinsam sich um eine definierte Drehachse gegenüber den übrigen Spiegeln verdrehen.
  5. 5. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß das als Geber dienende Spiegelsystem an dem zu untersuchenden Objekt an beliebiger Stelle in dem Strahlengang des Fern rohres angebracht ist.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 817177; französische Patentschrift Nr. 1086 997.
DEF28879A 1959-07-10 1959-07-10 Optisch-photoelektronisches Verfahren zur Messung mechanischer Schwingungen und Vorrichtung zur Durchfuehrung des Verfahrens Pending DE1112309B (de)

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DE1112309B true DE1112309B (de) 1961-08-03

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2628796A1 (de) * 1976-06-26 1977-12-29 Pfisterer Elektrotech Karl Fernmessgeraet

Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE817177C (de) * 1948-10-02 1951-10-15 Hagenuk Hanseatische Appbau Ge Elektrisches Messgeraet mit Spiegel- und Lichtzeigerablesung
FR1086997A (fr) * 1953-09-03 1955-02-17 Perfectionnement Des Materiels Procédé et dispositifs pour l'étude des vibrations

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