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DE1112283B - Verfahren zum Dispergieren von Pigmenten in Kunststoff- bzw. Naturharzmassen oder Wachsen - Google Patents

Verfahren zum Dispergieren von Pigmenten in Kunststoff- bzw. Naturharzmassen oder Wachsen

Info

Publication number
DE1112283B
DE1112283B DEG14541A DEG0014541A DE1112283B DE 1112283 B DE1112283 B DE 1112283B DE G14541 A DEG14541 A DE G14541A DE G0014541 A DEG0014541 A DE G0014541A DE 1112283 B DE1112283 B DE 1112283B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
water
plastic
liquid
masses
grinding
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEG14541A
Other languages
English (en)
Inventor
Vincent Charle Vesce-Allendale
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Honeywell International Inc
Original Assignee
Allied Chemical Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Allied Chemical Corp filed Critical Allied Chemical Corp
Publication of DE1112283B publication Critical patent/DE1112283B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08JWORKING-UP; GENERAL PROCESSES OF COMPOUNDING; AFTER-TREATMENT NOT COVERED BY SUBCLASSES C08B, C08C, C08F, C08G or C08H
    • C08J3/00Processes of treating or compounding macromolecular substances
    • C08J3/20Compounding polymers with additives, e.g. colouring
    • C08J3/205Compounding polymers with additives, e.g. colouring in the presence of a continuous liquid phase
    • C08J3/21Compounding polymers with additives, e.g. colouring in the presence of a continuous liquid phase the polymer being premixed with a liquid phase
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08JWORKING-UP; GENERAL PROCESSES OF COMPOUNDING; AFTER-TREATMENT NOT COVERED BY SUBCLASSES C08B, C08C, C08F, C08G or C08H
    • C08J3/00Processes of treating or compounding macromolecular substances
    • C08J3/20Compounding polymers with additives, e.g. colouring
    • C08J3/205Compounding polymers with additives, e.g. colouring in the presence of a continuous liquid phase
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B67/00Influencing the physical, e.g. the dyeing or printing properties of dyestuffs without chemical reactions, e.g. by treating with solvents grinding or grinding assistants, coating of pigments or dyes; Process features in the making of dyestuff preparations; Dyestuff preparations of a special physical nature, e.g. tablets, films
    • C09B67/006Preparation of organic pigments

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  • Inks, Pencil-Leads, Or Crayons (AREA)
  • Developing Agents For Electrophotography (AREA)

Description

  • Verfahren zum Dispergieren von Pigmenten in Kunststoff- bzw. Naturharzmassen oder Wachsen Die Erfindung betrifft die Herstellung pigmentierter Massen und stellt die Weiterentwicklung des Gegenstandes des deutschen Patents 924 481 dar.
  • Bisher mußte man zum Dispergieren von Pigmenten in Kunststoff- bzw. Naturharzmassen oder Wachsen das Pigment und die Masse zusammen mit anderen Stoffen, z. B. Weichmachern, lange Zeit und unter Aufwendung erheblicher Kosten mechanisch bearbeiten, um eine Dispersion von brauchbarer Qualität zu erhalten. Bei diesen Verfahren sind die zum Vermahlen erforderlichen Zeiten sehr lang, der Energieverbrauch für die Anlage ist sehr hoch, und es ist eine ständige Beaufsichtigung durch den Fachmann erforderlich.
  • Trotzdem wird dadurch aber schließlich doch nur ein Verteilungsgrad erreicht, der viel zu wünschen übrigläßt.
  • Weitere wesentliche Nachteile der früheren Verfahren zur Herstellung von Farbansätzen liegen in dem Produkt selbst begründet, das im allgemeinen außerordentlich hart und verhältnismäßig schwierig lösbar ist, was dem unvermeidlichen Erhitzen der Massen beim Vermahlen zuzuschreiben ist, und schließlich ist das Färbevermögen der pigmentierten Produkte wegen der bei einer drastischen Vermahlung einzuhaltenden Bedingungen gering. Ein weiterer, noch ernstlicherer Einwand gegen diese früheren Produkte ist der, daß sie fast immer eine große Menge Weichmacher enthalten, der für die richtige Vermahlung notwendig, in dem zu pigmentierenden Endprodukt aber unerwünscht, ja sogar schädlich ist.
  • Erfindungsgemäß wird ein Verfahren zum Dispergieren von Pigmenten in Kunststoff- bzw. Naturharzmassen oder Wachsen in Abwesenheit von Zusatzstoffen durch Vermahlen der Massen mit Pigmenten in Gegenwart von so viel Wasser und einer mit diesem mischbaren, die Massen zumindest teilweise lösenden organischen Flüssigkeit, daß die Mischung fließfähig ist, vorgeschlagen, das darin besteht, daß man der mit Wasser mischbaren organischen Flüssigkeit eine mit Wasser nicht mischbare organische Flüssigkeit zusetzt, die jedoch die Massen ebenfalls zumindest teilweise löst.
  • Die Mahlflüssigkeit kann später leicht entfernt und gegebenenfalls sogar in neuen Ansätzen wieder verwendet werden. Nach Entfernung des flüssigen Mahlmediums kann die Dispersion dann getrocknet und gemahlen werden.
  • Die gemäß der Erfindung hergestellten Dispersionen sind beständige, gleichförmige und von Agglomeraten und unerwünschten Zusatzprodukten, z. B. Weichmachern, freie Produkte. Sie besitzen ein hohes Färbevermögen und lassen bei ihrer Verwendung zur Färbung plastischer Massen das Pigment voll zur Auswirkung kommen. Das Produkt ist weich und kann leicht sehr fein pulverisiert werden.
  • Die gemäß vorliegendem Verfahren herstellbaren Produkte können verwendet werden zur Herstellung pigmentierter Massen oder Farbansätze, die bei der Herstellung nur auf einfache Weise und daher ohne besondere Kosten vermahlen zu werden brauchen, für die Herstellung von pigmentierten organischen Kunststoff- bzw. Naturharzmassen oder Wachsen, in denen die färbenden Stoffe außerordentlich fein und gleichmäßig verteilt sind, so daß sie ein hohes Färbevermögen besitzen, und für die Herstellung gleichmäßiger und feiner Dispersionen von Farbkörpern in organischen Massen in Form eines trockenen, frei rieselnden Pulvers, das leicht in eine größere Masse des gleichen oder eines ähnlichen plastischen Körpers einverleibt werden kann und dadurch eine gleichmäßig gefärbte plastische Masse ergibt, die in beliebiger Weise nach bekannten Verfahren zu den verschiedensten Produkten (stark gefärbten Garnen, Fäden, Filmen, Lacken und ähnlichen) versponnen, verpreßt, geformt werden kann.
  • Zur Durchführung des Verfahrens gemäß der Erfindung wird in eine Kugel- oder Kolloidmühle ein aus der festen, organischen, zu pigmentierenden Masse, dem gewünschten Pigment und dem neuartigen flüssigen Mahlmedium bestehendes Gemisch gegeben.
  • Diese Stoffe werden so lange vermahlen, bis eine Dispersion mit dem gewünschten Verteilungsgrad erhalten worden ist. Vorzugsweise sind sowohl die Masse als auch das Pigment beim Zugeben zur Mühle pulverförmig.
  • Bis jetzt gibt es noch.-kein-e Erklärung dafür, warum bei Anwendung des -flüssigen Mahlmediums eine schnellere Pigmentierung der Massen erreicht wird.
  • Anscheinend aber ist das mit Wasser nicht mischbare Lösungsmittel als Ganzes oder zum Teil in dem mit Wasser mischbaren Lösungsmittel löslich, so daß beim gründlichen Vermischen dieser drei Flüssigkeiten, d. h. des Wassers, des mit Wasser mischbaren Lösungsmittels und des mit Wasser nicht mischbaren Lösungsmittels, eine gleichmäßigere Dispersion der drei Flüssigkeiten entsteht und das flüssige Mahlmedium dadurch wie ein einziges Medium wirkt und die Harzteilchen dadurch »pigmentaufnahmefähig« werden, ohne daß das Harz bzw. Wachs sich wesentlich auflöst und ohne daß eine wesentliche Gelierung oder Agglomeration der Masse bewirkt wird.
  • Nach dem vorliegenden Verfahren können alle diejenigen festen plastischen Harzmassen bzw. Wachse pigmentiert werden, die in Wasser praktisch unlöslich sind. Eine große Zahl solcher fester Massen, aber keineswegs alle, ist in dem Buch von M attiello )Protective and Decorative Coatings«, das bei J. Wiley & Co. (1946) erschienen ist, im Bd. 5, Kap. 1, S; 2ff., beschrieben. Zu diesen Massen gehören natürliche Harze und modifizierte natürliche Harze, sowohl modifizierte als auch unmodifizierte Alkydharze, Aldehydkondensationsprodukte, Vinylharze, synthetische Kautschuke und kautschukartige Massen, Kohlenwasserstoffharze und verwandte Produkte, z. B. Wachse. Die in den Beispielen der vorliegenden Beschreibung angewandten Massen sind plastische Harze von normaler fester Struktur, die in Wasser praktisch unlöslich und in einer flüssigen, mit Wasser mischbaren Lösung wenigstens zum Teil löslich sind.
  • Diese Art von Harzmassen wird im folgenden als »feste organische Massen« bezeichnet.
  • Als Pigmente kann man alle festen Farbkörper benutzen, die in der Industrie unter normalen Umständen zum Färben, Opakmachen, Glanziosmachen oder sonstigen Modifizieren der Farbe fester organischer Plasten benutzt werden. Hierzu gehören die anorganischen Pigmente, die organischen Pigmente, verschiedene inerte Pigmente, metallische Pigmente und die verschiedenen Beinschwarze und Gasruße, wie sie in dem obengenannten Buch von Mattiello, Bd. 2, Kap. 1 (1942), bzw. in dem »Journal of the Society of Dyers and Coloristse, Bd. 61 (307), vom Dezember 1945 beschrieben sind.
  • Wichtig ist, daß das Gemisch aus Wasser und Lösungsmitteln in solchen Anteilen in dem flüssigen Mahlmedium vorliegt, daß das genannte Gemisch (aus flüssigen, organischen Lösungsmitteln und Wasser) während des Verarbeitens keine wesentliche Menge der festen, organischen Masse auflöst bzw. eine wesentliche Gelierung oder Agglomeration der elastischen Masse bewirkt.
  • Um den Punkt genau herauszufinden, bei dem das aus den flüssigen organischen Lösungsmitteln und Wasser zusammengesetzte Mahl medium praktisch zu einem Nichtlöser für die plastische Masse wird, ist eine Reihe von Versuchen durchgeführt worden, bei denen die betreffenden Lösungsmittel und das Wasser in verschiedenen Prozentgehalten angewandt wurden.
  • Das flüssige Mahlmedium kann im Prozentgehalt der Lösungsmittel etwas schwanken, was von der gewünschten Genauigkeit abhängt. Dazu sei folgendes Beispiel gebracht: Man füllt eine Reihe von Flaschen mit einem flüssigen Mahlmedium, das 10 bis 90 Gewichtsprozent Wasser enthält, wobei die Lösungsmittel, die den Rest des Mahlmediums ausmachen, in verschiedenen Mengenanteilen zugegeben werden. Zu jeder Flasche gibt man dann eine kleine Menge der plastischen Masse, vorzugsweise in der Form, in der sie angewandt werden soll, und auch in einer solchen Menge, daß etwa 1 Teil der plastischen Masse 4 Gewichtsteilen flüssigen Mahlmediums entsprechen.
  • Das Gemisch wird dann gut durchgeschüttelt und man läßt die plastische Masse sich absitzen.
  • Man stellt dann fest, daß in einer oder mehreren der Flaschen die plastische Masse entweder völlig in Lösung geht oder aber, daß sie in mehr oder weniger durchscheinende, gel-ähnliche Klumpen oder Agglomerate zerfällt. Man wird ferner feststellen, daß in den übrigen Flaschen die plastische Masse einzelne Teilchen bildet. Diese Feststellungen kann man fast unmittelbar treffen; besser läßt man aber die Massen 4 Stunden in den Flüssigkeiten stehen, ehe man Vergleiche anstellt. Noch besser läßt man sie so lange miteinander in Berührung, als zu einer wirklich guten Pigmentverteilung notwendig ist.
  • Die Wirkung des Gemisches aus Wasser und flüssigen organischen Lösungsmitteln auf die plastische Masse kann, wenn sie weniger drastisch ist, als die, die eine Gelierung und Agglomeration der plastischen Masse bewirkt, und wenn das Gemisch dennoch soviel Lösungsmittel enthält, um die plastische Masse für die Pigmentdispersion aufnahmefähig zu machen, am besten als »Pigmentaufnahmewirkung« der Masse bezeichnet werden.
  • Die zweckmäßigsten und größten Mengen der Bestandteile in dem flüssigen Mahlmedium sind jene, bei denen die Menge Wasser und Lösungsmittel gerade ausreicht, um die obenerwähnte Agglomeration der plastischen Masse zu verhindern, aber gleichzeitig die plastische Masse so stark anzugreifen, daß sie für den Eintritt und die Verteilung des Pigments aufnahmefähig bzw. zugänglich wird. Dabei sei jedoch ausdrücklich betont, daß es keine genaue Prozentgehalte für die Lösungsmittel und das Wasser gibt und daß kein genauer Punkt angegeben werden kann, an dem das flüssige Mahlmedium die Platte für den Farbkörper aufnahmefähig macht, daß vielmehr nur ein Bereich existiert, der zwischen 2 oder 3°/O bei bestimmten Lösungsmitteln und bestimmten plastischen Massen und etwa 900/o bei anderen Lösungsmitteln und anderen plastischen Massen schwankt. Mit der Angabe, daß die Lösungsmittelmenge »ungefähr« unter der liegen soll, die Gelierung oder Agglomeration der plastischen Masse bewirkt, soll der Bereich beansprucht werden, in welchem die Pigmentaufnahmewirkung der plastischen Masse eintritt.
  • Die Menge an flüssigem, in dem Verfahren angewandten Mahlmedium muß so ausgewählt werden, daß sie ausreicht, um den Feststoffen in der benutzten Mühle genügend Fließfähigkeit zu erteilen. Eine mit Flintsteinen ausgerüstete Mühle benötigt z. B. im allgemeinen mehr flüssiges Mahlmedium, als eine Mühle mit Stahlkugeln, .Selbstverständlich kann man aber auch andere Mühlen bei der Vermahlung benutzen.
  • Es gibt viele flüssige organische, mit Wasser mischbare Lösungsmittel, die die festen organischen plastischen Massen auflösen. Zu ihnen gehören z. B.
  • Methyl-, Äthyl-, Isopropylalkohol, Diacetonalkohol, Dioxan, von den Glykoläthern z. B. die Äthylenglykolmonoäther und die Diäthylenglykolmonoäthyläther, von den Estern z. B. das Äthylenglykolmonoäthylacetat und Methyl- oder Äthyllactat, von den Ketonen z. B. Aceton, Methyläthylketon sowie andere Lösungsmittel und Lösungsmittelgemische für plastische Massen, die in der Technik hinreichend bekannt sind.
  • Auch die flüssigen organischen, mit Wasser nichtmischbaren Lösungsmittel, die hier benutzt werden können, sind in großer Zahl bekannt; so haben z. B.
  • Xylol und Monochlorbenzol, insbesondere in Verbindung mit Vinylharzen, ausgedehnte Verwendung gefunden.
  • Bei den folgenden Beispielen werden die benutzten Pigmente mit den üblichen Trivialnamen bezeichnet; der Buchstabe M mit Zahl und Seitenzahl bezieht sich auf das Buch von J. Mattiello, oProtective and Decorative Coatings«, Bd. 5, in dem die chemische Zusammensetzung angegeben ist. Die Bezeichnung »C. I.« bezieht sich .auf den bekannten Colour-Index.
  • Soweit nichts anderes angegeben ist, sind alle Teile Gewichtsteile.
  • Beispiel 1 Eine 3,75-1-Mühle mit Porzellankugeln wird mit einem flüssigen Mahlmedium beschickt, das aus 910 g Wasser, 390 g Aceton (als dem mit Wasser mischbaren Lösungsmittel) und 200 g Monochlorbenzol (als dem mit Wasser nicht mischbaren Lösungsmittel) besteht. Die Bestandteile des flüssigen Mahlmediums werden gründlich miteinander vermischt, so daß das Monochlorbenzol in dem flüssigen Medium gleichmäßig verteilt ist. Zu dieser Mischung werden 100 g Gasruß und 200 g gepulvertes Polyacrylsäurenitril gegeben. Dann werden 3 kg Flintkugeln hineingegeben. Nach 16stündigem Vermahlen wird die Mühle entladen und mit Wasser ausgespült. Produkt und Spülwasser werden aufgefangen und filtriert. Der Filterkuchen wird dann gewaschen, getrocknet und pulverisiert. Erhalten werden etwa 287 g eines feinen, weichen, tiefschwarzen Pulvers.
  • Ganz allgemein können statt des oben benutzten Polyacrylsäurenitrils feste organische plastische Massen benutzt werden, die Polymerisate oder Mischpolymerisate von Vinylverbindungen der allgemeinen Formel H2 C (R1)(R2) sind. Zu diesen gehören Polyäthylen, Polyvinylidenchlorid, Polyisobutylen, Polyvinylchlorid, Polyvinylacetat, Polystyrol, Polymethylacrylat, Polyvinylcarbazol, Polymethylmethacrylat wie auch die Mischpolymerisate von Vinylchlorid mit Vinylacetat und mil Vinylidenchlorid und die Mischpolymerisate von Acrylsäurenitril mit Vinylchlorid, Vinylidenchlorid und Vinylacetat.
  • Beispiel 2 Eine 3,75-1-Mühle mit Porzellankugeln wird mit 648 g Aceton, 72 g Xylol und 720 g Wasser beschickt, wodurch ein flüssiges Mahlmedium aus 500/o Wasser, 450/o Aceton (als dem mit Wasser mischbaren Lösungsmittel) und 5°/0 Xylol (als dem mit Wasser nicht mischbaren Lösungsmittel) entsteht. Nach gründlichem Vermischen dieser Bestandteile des flüssigen Mahlmediums werden 360 g Indanthrenblau (C. I. 1113) und 360g eines gepulverten Mischpolymerisats aus Vinylacetat und Vinylchlorid gegeben. Nach Zusatz von 3 kg Flintkugeln und 16stündigem Vermahlen wird die Mühle entladen und mit Wasser gespült.
  • Produkt und Waschflüssigkeit werden aufgefangen und filtriert. Der Filterkuchen wird dann gewaschen, getrocknet und pulverisiert. Erhalten werden 700 g eines hellblauen, feinen, weichen Pulvers.
  • Beispiel 3 Eine 3,75-1-Mühle mit Porzellankugeln wird mit 50 g feinen Gasrußes, 780 g Wasser, 520 g Aceton (mit Wasser mischbares Lösungsmittel) und 200 g Monochlorbenzol (mit Wasser nicht mischbares Lösungsmittel) beschickt, wodurch ein flüssiges Mahlmedium aus 520/o Wasser, 34V3 Vo Aceton und 131/3% Monochlorbenzol entsteht. Nach gründlichem Vermischen werden hierzu 200 g gepulvertes Polyacrylsäurenitril gegeben. Nach 16stündigem Vermahlen, Entladen der Mühle und Ausspülen mit Wasser wird der durch Filtration von vereinigtem Produkt und Waschflüssigkeit erhaltene Filterkuchen gewaschen, getrocknet und gepulvert. Erhalten werden 247 g eines Farbansatzes für plastische Massen in Form eines weichen, trockenen Pulvers, das sich durch eine außergewöhnliche Farbintensität auszeichnet und einen gleichmäßig hohen Verteilungsgrad des Pigments in der Plaste ergibt.
  • Beispiel 4 In die gleiche Mühle werden 100 g Phthalocyaninblau (ein p-Kupferphthalocyanin) und ein aus 540 g Wasser, 810 g Aceton und 100 g Monochlorbenzol zusammengesetztes flüssiges Mahlmedium gegeben, das zuvor hornogen vermischt worden war. Nach gutem Vermischen werden 200 g gepulvertes Mischpolymerisat aus Acrylsäurenitril und Vinylacetat zugegeben. Nach 16stündigem Vermahlen in der üblichen Weise wird die Mühle entladen und mit Wasser gespült. Produkt und Waschflüssigkeit werden aufgefangen und filtriert. Der Filterkuchen wird dann gewaschen, getrocknet und gepulvert. Erhalten werden 295 g eines feinen, hellblauen Pulvers.
  • Beispiel 5 In dem Verfahren des Beispiels 4 wird das Phthalocyaninblau durch feinen Gasruß ersetzt, und zu dem flüssigen Mahlmedium werden 200 g 800/0aber Essigsäure als Puffer gegeben. Im übrigen wird so verfahren wie im Beispiel 4. Erhalten werden 296 g eines feinen, schwarzen, frei fließenden Pulvers.
  • Beispiel 6 Die obengenannte Mühle wird mit einem aus 655 g Wasser, 800 g Aceton und 48 g Monochlorbenzol bestehenden flüssigen Mahlmedium beschickt. Nach gründlichem Vermischen werden zu dieser Mischung 120 g Gasruß und 120 g Celluloseacetat gegeben.
  • Wieder wird wie oben 16 Stunden gemahlen, worauf die Mühle entladen und mit Wasser gespült wird. Der durch Filtration von Produkt und Spülwasser erhaltene Filterkuchen ergibt nach dem Waschen, Trocknen und Pulverisieren 235 g eines feinen, schwarzen Pulvers.
  • Beispiel 7 In der oben beschriebenen Mühle wird ein aus 625 g Wasser, 417 g Aceton und 50 g Xylol bestehendes flüssiges Mahlmedium gründlichst vermischt, so daß das Xylol in dem Medium gut verteilt ist. Zu der Mischung werden dann 250 g Phthalocyaningrün und 250 g Äthylcellulose N/10 gegeben. Nach 40stündigem Vermahlen wird die Mühle entladen und mit Wasser gespült. Produkt und Spülwasser werden aufgefangen und filtriert. Der Filterkuchen wird gewaschen, getrocknet und pulverisiert und ergibt 482 g eines feinen, weichen, hellgrünen Pulvers.
  • Die vorstehenden Beispiele dienen selbstverständlich nur zur Erläuterung. Die festen plastischen Massen können, wie bereits erwähnt, durch andere plastische Massen ersetzt werden, die in Wasser unlöslich sind (vgl. Mattiello, Bd. 5, Kap. 1). In ähnlicher Weise können auch die Pigmente durch andere feste Farbstoffe ersetzt werden (vgl. z. B. Mattiello, Bd. 2, Kap. 1, und den Colour-Index). Ferner können im Rahmen dieser Erfindung andere mit Wasser mischbare und andere mit Wasser nicht mischbare Lösungsmittel mit anderen Eigenschaften für das Mahlmedium benutzt werden, wenn dabei unter Berücksichtigung der Eigenschaften die Mengenanteile der Bestandteile des flüssigen Mahlmediums für die zu behandelnde Plaste in einem Vorversuch bestimmt werden, der oben beschrieben ist und die genanntenVoraussetzungen erfüllt.
  • Ferner können im Rahmen der Erfindung Farbansätze zur Herstellung von pigmentierten plastischen Massen hergestellt werden, die an Stelle des einzelnen Pigments zwei odermehr Pigmente enthalten. Schließlich können gemischte plastische Massen verarbeitet werden, um zu Produkten zu gelangen, die man mit einem einzigen Pigment oder einer ungemischten plastischen Masse nicht erhält. Ferner können zwei oder mehr mit Wasser mischbare Lösungsmittel und/ oder zwei oder mehr mit Wasser nicht mischbare Lösungsmittel zum Aufbau des flüssigen Mahlmediums herangezogen werden, wenn die oben gestellten Bedingungen erfüllt sind.
  • Zuweilen kann es sich als vorteilhaft erweisen, bei der Vermahlung noch weitere Stoffe zuzusetzen, um gewisse Schwierigkeiten, die von der plastischen Masse oder dem Pigment herrühren können, zu überwinden. Wenn z. B. die festen Stoffe in solchem Maße sauer oder alkalisch sind, daß sie die Qualität des Endproduktes ungünstig beeinflussen oder aber in der Mühle korrodierend wirken können, kann man Puffersubstanzen zusetzen, die vorzugsweise wasserlöslich sein sollen und aus dem Endprodukt während der Waschung leicht entfernt werden können.
  • Wie leicht zu erkennen ist, sind erhebliche Schwankungen in der Menge der Mahlflüssigkeit möglich, was von der Menge der zu vermahlenden festen Stoffe, der betreffenden Mühle und den festen organischen plastischen Massen und Pigmenten abhängt.
  • Beim Vermahlen von festen Pigmenten mit Cellulosederivaten z. B. soll das Gewichtsverhältnis von Feststoffen zu flüssigem Mahlmedium zwischen 1 (Feststoff) und 3 bis 10 Teilen (Mahlmedium) liegen.
  • Die in dem Verfahren zu benutzende Menge Pigment, die also dann auch in dem Endprodukt vorhanden ist, braucht nur 10/o zu betragen; sie kann aber auch bis zu 950!o ausmachen. Meist jedoch werden ungefähr 30 bis 700/o Pigment bevorzugt.
  • Die Ausdrücke Farb»wert« bzw. Färbevermögen sind in der Technik hinreichend bekannt. Einzelheiten darüber finden sich in dem »Handbook of Colorimetrye von A. C. Hardy (Technology Press).

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Dispergieren von Pigmenten in Kunststoff- bzw. Naturharzmassen oder Wachsen in Abwesenheit von Zusatzstoffen durch Vermahlen der Massen mit Pigmenten in Gegenwart von so viel Wasser und einer mit diesem mischbaren, die Massen zumindest teilweise lösenden organischen Flüssigkeit, daß die Mischung fließfähig ist, dadurch gekennzeichnet, daß man der mit Wasser mischbaren Flüssigkeit eine mit Wasser nicht mischbare organische Flüssigkeit zu setzt, die jedoch die Massen ebenfalls zumindest teilweise löst.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 846 757; französische Patentschrift Nr. 786 392; Münzinger, Kunstlederhandbuch, 1950, S. 211.
DEG14541A 1953-06-02 1954-05-31 Verfahren zum Dispergieren von Pigmenten in Kunststoff- bzw. Naturharzmassen oder Wachsen Pending DE1112283B (de)

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