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Verdampfer-Gebläse-Aggregat für Kühlanlagen Die Erfindung bezieht
sich auf ein Verdampfer-Gebläse-Aggregat zur Verwendung in einer Kühlanlage, bestehend
aus zwei Verdampferteilen, in deren Verbindungsluftkanal sich ein Gebläse befindet,
das die Luft über den ersten Verdampferteil ansaugt und über den zweiten Verdampferteil
fördert.
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Es ist ein Verdampfer-Gebläse-Aggregat für Bäckereifroster bekanntgeworden,
das aus zwei gleichen Verdampferteilen und aus einem dazwischen angeordneten Gebläse
besteht, dessen Drehrichtung umgekehrt werden kann. Es kann einmal über den einen
Verdampferteil angesaugt und über den anderen Verdampferteil gefördert werden, wobei
die kalte Luft der einen Seite der Backwaren zugeführt wird. Dann wird die Drehrichtung
des Gebläses umgekehrt, und die andere Seite des Vorratsfaches wird mit kalter Luft
beschickt (österreichische Patentschrift 1.93 909). Die Anordnung von zwei
gleichen Verdampfern mit dazwischenliegendem Gebläse dient hier nur dazu, die beiden
Seiten des Backwarenfaches völlig gleichmäßig abzukühlen. Es soll also vermieden
werden, daß die eine Seite der Backwaren kälter wird als die andere Seite.
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Weiterhin ist eine Anordnung bekanntgeworden, die ebenfalls aus zwei
symmetrisch angeordneten Kühlern besteht, wobei in deren Verbindungsluftkanal sich
ein Gebläse befindet (französische Patentschrift 806389).
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Auch hier hat man die Aufteilung des Verdampfers in zwei Teile nur
deswegen vorgenommen, um eine völlig symmetrische Anordnung zu erzielen.
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Bei diesen Anordnungen von zwei gleichen Verdampfern mit in demVerbindungsluftkanal
liegendem Gebläse bereift der vor dem Gebläse liegende Kühler stärker als der andere,
da im ersten Kühler ein großer Teil der Luftfeuchte ausgeschieden wird, der an der
Kühleroberfläche vereist. Die Luft ist dann schon so weit getrocknet, daß sich für
den zweiten Kühler nur eine geringere Bereifung ergibt.
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Diese oben beschriebene Anordnung bedeutet gegenüber den bis dahin
bekannten Anordnungen mit nur einem ungeteilten Verdampfer und einem vor-bzw. nachgeschalteten
Gebläse schon einen gewissen technischen Fortschritt. Die vorliegende Erfindnung
erstrebt jedoch weitere Verbesserungen.
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Erfindungsgemäß werden die beiden Verdampferteile mit unterschiedlichen
Lamellenabständen od. dgl. hergestellt, derart, daß die Luftkanäle im zweiten Verdampferteil
einen geringeren Querschnitt aufweisen als im ersten Teil.
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Die an den Rohrschlangen desjenigen Teils des Verdampfers angeordneten
Rippen, der sich vor dem Gebläse befindet, haben vorzugsweise einen solchen Abstand,
daß eine Verstopfung derselben durch Ansammlung von Reif auf ihnen vermieden wird,
während die Rippen der Rohrschlangen des auf das Gebläse folgenden Verdampfers verhältnismäßig
eng nebeneinander angeordnet werden können, da nur eine geringe oder keine Gefahr
besteht, daß sich auf ihnen so viel Reif ansammelt, daß die Luftströmung verhindert
wird. Der enge Rippenabstand des letzteren Teiles des Verdampfers und die der Luft
durch das Gebläse mitgeteilte Verwirbelung tragen zusammen zu einem stark erhöhten
Wirkungsgrad des Wärmeaustausches während der Strömung der Luft über den letzteren
Teil des Verdampfers bei. Bei dieser Anordnung gemäß vorliegender Erfindung ist
es daher möglich, eine wesentlich stärkere Herabsetzung der Temperatur der das Aggregat
verlassenden Luft ohne eine Zunahme der Größe des Verdampfers oder der Belastung
der Kühlelemente zu erzielen.
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Durch den verhältnismäßig geringen Abstand der Rippen im letzteren
Teil des Verdampfers wird ferner die Verwirbelung der das Aggregat verlassenden
Luft herabgesetzt mit dem Ergebnis, daß die bei vielen Arten von Kühleinrichtungen
bisher erforderlichen Luftverteilungsorgane überflüssig sind. Außerdem ist die Wärmeaufnahme
von den Flächen, über die die gekühlte Luft beim Verlassen des Aggregats strömt,
durch ihre geschichtete Strömung herabgesetzt, so daß Wärmeverluste durch die Wände
der Kühlanlage hindurch verringert werden. Ein weiterer Vorteil ist der, daß der
zweite Verdampfer mit wesentlich geringeren
Luftdurchtrittsquerschnitten
bei gleicher Austauschfläche des ersten Verdampferteils wesentlich geringere Baumaße
erhält. Der Vorteil des engeren Lamellenabstandes liegt in den kleineren äußeren
Abmessungen und in den niedrigeren Herstellungskosten.
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Ein weitererErfindungsgedanke wird darin erblickt, daß das Verhältnis
der Wärmeaustauschflächen vom ersten zum zweiten Verdampferteil so gewählt wird,
daß im ersten Teil vornehmlich die Luftfeuchtigkeit ausgeschieden und vereist wird,
während im zweiten Teil hauptsächlich die Temperatur der verhältnismäßig trockenen
Luft herabgesetzt wird.
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Die Verdampfer- und Gebläseelemente gemäß vorliegender Erfindung sind
vorzugsweise zu einer einzigen Einheit zusammengebaut, die in verschiedene Arten
von Kühlanlagen eingebaut werden kann. Es ist daher möglich, eine genormte Verdampfer-Gebläse-Einheit
herzustellen, die in einer großen Vielfalt verschiedener Arten von Anlagen verwendet
werden kann. Hauptziele der Erfindung sind daher die Erhöhung des Betriebswirkungsgrades
von in Kühlanlagen verwendeten Verdampfern und die Verringerung der bisher durch
Ansammlung von Reif auf dem Verdampfer und auf dem Gebläse sowie auf dessen Gehäuse
aufgetretenen Schwierigkeiten.
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Während der erste Kühler stark bereift, wird sich durch die Wahl des
Austauschliächenverhältnisses auf dem zweiten Kühler nur ein unwesentliche Reifmenge
niederschlagen, die den Wärmeübergang nicht verschlechtert, sondern eher noch verbessert.
Es ist deswegen eine Abtauvorrichtung nur im ersten Verdampferteil vorgesehen.
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Mit dieser Anordnung kann die Abtauzeit, wie die Erfahrung gezeigt
hat, gegenüber in Kühltruhen mit nur einem Verdampfer von üblicherweise 2 Stunden
auf 11/4 Stunden reduziert werden. Dies wird dadurch möglich, daß die Wärmekapazität
nur etwa halb so groß ist, da der Verdampfer in zwei Teile unterteilt ist und nur
der erste Teil abgetaut zu werden braucht.
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Ein weiterer Erfindungsgedanke wird darin erblickt, daß die beiden
Verdampferteile mit dem dazwischenliegenden Gebläse eine Einheit bilden und durch
ein Gehäuse zur Begrenzung eines Luftkanals mit einem Einlaß und einem Auslaß gehaltert
werden. Das Gebläse selbst wird durch dieses Gehäuse gelagert, wobei die Motorachse
des Gebläses nicht wie üblicherweise in Luftdurchströmrichtung durch die beiden
Verdampferteile angeordnet ist, sondern sie mit dieser einen Winkel, beispielsweise
einen rechten, bildet.
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Weitere Ziele und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung in Verbindung mit den Zeichnungen, und zwar zeigt Fig. 1 eine schaubildliche
Darstellung einer beispielsweisen Ausführungsform der Verdampfer-Gebläse-Einheit
gemäß vorliegender Erfindung, Fig. 2 eine Ansicht im senkrechten Schnitt durch die
in Fig. 1 dargestellte Einheit, Fig. 3 eine Ansicht im senkrechten Schnitt eines
Kühl- bzw. Gefriermöbels mit einer Einheit nach Fig. 1 und 2 und Fig.4 eine Ansicht
in schematischer Darstellung und im senkrechten Schnitt einer betretbaren Kühlanlage
mit einer Einheit nach Fig. 1 und 2.
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Bei der in Fig. 1 und 2 dargestellten Ausführungsform der Erfindung
weist das Verdampfer-Gebläse-Aggregat ein Gehäuse mit Endplatten 2 und 4 und einer
oberen sowie einer unteren Platte 6 bzw. 8 auf. Das Gehäuse dient daher zur Begrenzung
eines Luftkanals mit einem Einlaß 10 auf der einen Seite des Gehäuses und einem
Auslaß 12 auf dessen anderer Seite. Im Luftkanal ist benachbart dem Lufteinlaß 10
ein erster Verdampferabschnitt 14 angeordnet, während ein zweiter Verdampferabschnitt
16 im Kanal benachbart dem Luftauslaß 12 angeordnet ist. Ferner ist im Luftkanal
ein Gebläse 18 zwischen den Verdampferabschnitten 14 und 16 so angeordnet,
daß Luft über den ersten Verdampferteil gesaugt und über den zweiten Verdampferteil
gefördert wird. Beide Teile bzw. Abschnitte des Verdampfers weisen vorzugsweise
Rohrschlangen oder Rohre auf, durch welche das Kältemittel in Umlauf gesetzt wird,
wobei die Rohre Rippen tragen, die einen solchen Abstand voneinander haben, daß
eine freie Luftströmung durch den Luftkanal des Aggregats stattfinden kann. Die
Rohre 20 des ersten Verdampferteils 14 sind daher mit Rippen 22 versehen,
die beispielsweise einen Abstand von 8 bis 12 mm haben. Es kann auch ein beliebiger
anderer geeigneter Abstand vorgesehen werden, der eine größtmögliche Wärmeaustauschfläche
ohne die Gefahr der Verstopfung des Luftkanals durch Ansammlung von Reif auf den
Rippen ergibt.
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Der zweite Teil 16 des Verdampfers kann in ähnlicher Weise aus einer
Anzahl von Kühlrohren 24 mit Rippen 26 bestehen. Die Rippen 26 auf den Rohren
24 sind jedoch wesentlich enger nebeneinander angeordnet.
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Das zwischen dem ersten und dem zweiten Teil des Verdampfers angeordnete
Gebläse 18 ist in Form eines Lüfters mit Flügeln 26a dargestellt, der von
einem Motor 28 angetrieben wird. Es kann jedoch jede geeignete Anzahl von
Gebläsen im Kanal zwischen dem ersten und dem zweiten Teil des Verdampfers angeordnet
werden, um eine im wesentlichen gleichmäßige Luftströmung durch die Einheit und
über die Rohrschlangen und deren Rippen zu gewährleisten. Die Lüfter 18 sind
auf einer Platte 30
angeordnet, die sich quer durch den Raum zwischen den
Platten 6 und 8 sowie im wesentlichen parallel zu diesen erstreckt. Von der unteren
Platte 8 erstreckt sich eine Umlenkwand 32 nach oben zur Lüftertragplatte
30 und begrenzt einen Raum 34, durch welchen die Luft aus dem ersten
Verdampferteil 14 zum Gebläse 18 strömen kann.
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In ähnlicher Weise erstreckt sich eine Umlenkwand 36 von der oberen
Platte 6 des Aggregats benachbart dem zweiten Verdampfertei116 derart, daß ein Kanal
38 gebildet wird, durch den Luft vom Gebläse zum letzteren Teil des Verdampfers
strömen kann. Die über den Teil 16 des Verdampfers geförderte Luft tritt
aus dem Aggregat durch den Auslaß 12 aus.
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Im Betrieb des dargestellten Aggregats wird das Kältemittel vorzugsweise
zuerst durch die Rohre 24 des zweiten Teils des Verdampfers geleitet und dann durch
die Rohre 20 des ersten Teils des Verdampfers, jedoch kann gegebenenfalls die Umlaufrichtung
des Kältemittels durch die aufeinanderfolgenden Teile des Verdampfers umgekehrt
werden und jeder Teil des Verdampfers mit Kältemittel von einer gesonderten Quelle
aus beliefert werden.
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Wenn das Gebläse 18 zur Drehung angetrieben wird, tritt Luft
durch den Einlaß 10 ein und kommt zuerst mit den Rohrschlangen und Rippen des ersten
Verdampferteils
14 in Berührung, durch die sie auf eine Temperatur unter ihren Taupunkt abgekühlt
wird. Ein wesentlicher Teil der Feuchtigkeit der Luft lagert sich daher auf den
Rohrschlangen und Rippen des ersten Verdampferteils ab. Der Verdampfer wird gewöhnlich
auf einer Temperatur gehalten, die ausreichend niedrig ist, um die Umwandlung der
kondensierten Feuchtigkeit in Reif zu bewirken. Die durch den ersten Teil des Verdampfers
aufgenommene Wärme ist daher größtenteils latente Wärme, die aus der in der Luft
enthaltenen Feuchtigkeit entnommen wird, so daß die Temperatur der Luft nicht notwendigerweise
stark herabgesetzt wird. Der erste Teil 14 des Verdampfers wirkt daher als
Reifsammelteil oder als ein die latente Wärme aufnehmender Teil.
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Gewöhnlich wird die in die der Erfindung zugrunde liegende Kühleinheit
eintretende Luft aus der zu kühlenden Anlage entnommen und ausreichend verwirbelt,
um normalerweise eine wirksame Wärmeaustauschberührung zwischen der Luft und den
Rohrschlangen und Rippen des Reifsammelteils des Verdampfers sicherzustellen. Dies
hat zur Folge, daß die den Teil 14 verlassende und zum Gebläse 18 gelangende Luft
verhältnismäßig trocken und frei von Eiskristallen ist. Aus diesem Grunde lagert
sich nur wenig oder gar kein Frost auf dem Gebläse oder dessen Gehäuse ab.
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Die das Gebläse 18 verlassende Luft wird durch dieses in lebhafte
Bewegung versetzt und daher stark verwirbelt, so daß bei ihrem Weg über die Rohrschlangen
und Rippen des zweiten Teils 16 des Verdampfers eine innige Berührung zwischen der
Luft und den Rohrschlangen und Rippen gewährleistet ist. Außerdem wird durch die
verhältnismäßig große Oberfläche der einander eng benachbarten Rippen 26 des Teils
16 des Verdampfers zusammen mit der starken der Luft durch das Gebläse mitgeteilten
Verwirbelung der Wirkungsgrad des Wärmeaustausches des Teils 16 beträchtlich erhöht.
Die Temperatur der über den zweiten Teil des Verdampfers streichenden Luft wird
dadurch stark herabgesetzt, so daß der Teil 16 des Verdampfers als ein die
Temperatur mit hohem Wirkungsgrad herabsetzender Verdampfer betrachtet werden kann.
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Durch den geringen Abstand der Rippen 26 auf den Rohren
24 des Teils 16 des Verdampfers wird die durch das Gebläse erzeugte
Verwirbelung der Luft aufgehoben, so daß eine Schichtung der Luftströmung beim Verlassen
des Auslasses 12 die Folge ist. Die die Kühleinheit verlassende, stark gekühlte
Luft kann daher durch die Kühlanlage in der Weise geleitet werden, daß die Wärmeaufnahme
von den Wänden oder Flächen, über die sie strömt, herabgesetzt wird. Ferner ermöglicht
die hierdurch erzielte Schichtung der Luftströmung den Verzicht auf die üblichen
Luftverteilungsorgane, die bisher für das Erzielen eines gleichmäßigen Umlaufs der
gekühlten Luft durch die Kühlanlage erforderlich waren.
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Ein beispielsweise Anwendung der in Fig. 1 und 2 dargestellten Kühleinheit
ist in Fig. 3 gezeigt, welche die Verwendung der vorangehend beschriebenen Kühleinheit
und den Umlauf der Luft in einem Kühlmöbel, beispielsweise einer Kühltruhe zeigt,
die an ihrem oberen Ende für die Käufer zugänglich ist. Bei der in Fig.3 dargestellten
Anwendungsform der Kühleinheit gemäß der Erfindung weist die Kühltruhe einen isolierten
Boden 40 und eine isolierte Vorderwand sowie eine isolierte Rückwand 42 bzw. 44
auf. Die Enden 46 der Kühltruhe sind ebenfalls isoliert und bilden zusammen mit
dem Boden der Vorderwand sowie der Rückwand ein an ihrem oberen Ende offenes Kühlmöbel,
so daß Käufer das Kühlgut daraus entnehmen können.
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Die in Fig. 1 und 2 dargestellte Kühleinheit ist mit 48 bezeichnet
und am Boden 40 der Truhe unterhalb eines Kühlgutauflagegestells 50 angeordnet
und erstreckt sich vorzugsweise im wesentlichen über die volle Länge der Truhe.
Die Einlaßseite 10 der Kühleinheit 48 steht mit dem unteren Ende eines Luftrückführkanals
52 in Verbindung, der benachbart der Rückwand 44 der Truhe vorgesehen ist, während
das obere Ende des Kanals 52 so angeordnet ist, daß es Luft aus dem oberen Teil
der Kühltruhe abzieht. In ähnlicher Weise steht die Auslaßseite 12 der Kühleinheit
48 mit einem Kaltluftkanal 54 in Verbindung, der sich benachbart der Vorderwand
42 der Truhe nach oben erstreckt und dazu dient, die gekühlte Luft in den oberen
Teil der Truhe zu leiten. Die in der Kühleinheit 48 angeordneten Teile
14 und 16 des Verdampfers werden durch den Kompressor 56 mit Kältemittel
beliefert.
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Die Luft wird durch die Kühleinheit 48, die Luftkanäle
52 und 54 und durch die Kühltruhe durch das in die Kühleinheit 48
eingebaute Gebläse 18 in Umlauf versetzt. Die aus dem Kaltluftkana154 austretende
gekühlte Luft strömt um das auf der Auflage bzw. auf dem Gestell 50 angeordnete
Gut nach unten, um dieses zu kühlen. Gleichzeitig strömt ein Teil der gekühlten
Luft im wesentlichen waagerecht durch den oberen Teil der Kühltruhe zum Luftrückführkanal52,
so daß sie zur Einlaßseite der Einheit 48 zurückgeführt wird. Hieraus ergibt sich,
daß, nachdem das in der Kühltruhe enthaltene Gut auf eine Temperatur abgekühlt worden
ist, die sich der der in Umlauf befindlichen Luft annähert, der größere Teil der
gekühlten Luft aus dem Kaltluftkanal 54 quer über das obere Ende der Kühltruhe strömt
in der Weise, daß ein sich bewegender Luftvorhang zwischen dem Gut in der Truhe
und der darüber befindlichen Luft vorhanden ist.
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Die zum Luftrückführkanal 52 strömende Luft nimmt Feuchtigkeit von
dem auf dem Gestell liegenden Gut auf, wodurch verhindert wird, daß sich an ihm
Reif ansetzt oder daß es zusammenfriert. Ferner wird durch diese Luftströmung auch
die Feuchtigkeit aufgenommen und weggeführt, die aus der Luft der Umgebung eintritt,
wenn der Käufer in die Truhe greift, oder wenn feuchte, warme Luft durch den Luftvorhang
hindurch nach unten gelangt.
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Die Temperatur der Luft, die zur Kühleinheit 48 durch den Luftrückführkanal
hindurch nach ihrem Durchgang durch die Kühltruhe strömt, ist natürlich höher als
diejenige die Kühleinheit nach der Kühlung verlassende Luft. Sie hat ferner einen
wesentlich höheren Feuchtigkeitsgehalt, wie vorangehend erwähnt wurde. Wenn das
Gebläse 18 in Betrieb ist, wird die Rücklaufluft aus der Kühltruhe nach unten und
durch den Rückführkanal zur Kühleinheit 48 gesaugt, so daß bei der Berührung mit
den Rohrschlangen und Rippen des Reifsammelteils 14 der Kühleinheit die Temperatur
herabgesetzt wird und sich die in ihr enthaltene Feuchtigkeit größtenteils auf den
Rohrschlangen und Rippen des ersten Teils des Verdampfers niederschlägt. Die hierdurch
teilweise gekühlte und getrocknete Luft gelangt dann
zum Gebläse,
wobei jedoch keine Feuchtigkeit oder kein Reif, weder auf dem Gebläse noch an den
die-Sem benachbarten Flächen, niedergeschlagen wird. Der Betrieb des Gebläses wird
daher in keiner Weise beeinträchtigt.
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Die durch den Antrieb des Gebläses erzeugte Verwirbelung der Luft
wird durch den Durchtritt der Luft zwischen den eng benachbarten Rippen 26 des Verdampferteils
16 im wesentlichen aufgehoben, so daß die auf der Austrittsseite 12 der Kühleinheit
48 austretende Luft im wesentlichen eine geschichtete Strömung hat. Die Luft strömt
sodann den Kaltluftkanal 54 benachbart der Vorderwand der Truhe mit geringstmöglicher
Verwirbelung und geringstmöglicher Wärmeübertragung bzw. mit geringstmöglichen Wärmeverlusten
durch die Wand der Truhe hindurch nach oben. Ferner ist es nicht erforderlich, Schirme,
Umlenkllächen oder Luftverteilungsorgane zu verwenden, die normalerweise zur Erzeugung
einer geschichteten Strömung erforderlich sind, um eine gleichmäßige Verteilung
der Luft über die volle Länge der Kühltruhe zu gewährleisten. Die Luft tritt daher
in den oberen Teil der Truhe mit einer Temperatur ein, die nahezu gleich derjenigen
ist, mit welcher sie die Kühleinheit 48 verläßt, und bewegt sich ruhig fließend
durch die Kühltruhe mit geringstmöglicher Verwirbelung und geringstmöglicher Aufnahme
von Wärme und Feuchtigkeit aus der umgebenden Luft.
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Die durch die Verwendung der in Fig. 1 und 2 dargestellten Kühleinheit
in einem Kühlmöbel, beispielsweise einer Kühltruhe, erzielbaren Vorteile sind in
den Fällen von besonderer Bedeutung, bei denen ein Betrieb mit niedriger Temperatur
erforderlich ist, beispielsweise für die Kühlung und Darbietung von Eiscreme. Die
in diesen Fällen vorzugsweise angewendeten Temperaturen betragen 10 bis 20° C unter
Null, so daß die umlaufende Luft auf einer Temperatur zwischen 20 und 30'J C unter
Null gehalten werden soll. Diese Temperaturen liegen jedoch so nahe der des umlaufenden
Kältemittels, daß der Wirkungsgrad des verwendeten Verdampfers und des bewirkten
Wärmeaustausches sehr hoch sein muß. Daher sind die in diesem Falle durch die Erfindung
erzielbaren Vorteile von großer Bedeutung.
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Wenn die Verdampfer-Gebläse-Einheit gemäß der Erfindung in einer betretbaren
Kühlanlage für die Lagerung von Fleisch und anderen Erzeugnissen verwendet wird,
kann sie in der in Fig. 4 bei 60 dargestellten Weise am oberen Ende des Kühlers
62 angeordnet werden in der Weise, daß die Luft von der Vorderseite zur Rückseite
des Kühlers umläuft. Bei solchen Anlagen wird die in den Kühler beim Öffnen der
Tür 64 eintretende feuchtigkeitsbeladene Luft rasch in die Kühleinheit 60 gesaugt,
so daß sie über den Reifsammelteil des Verdampfers strömt, bevor sie Gelegenheit
hat, sich über den ganzen Kühler auszubreiten und Feuchtigkeit auf das Kühlgut abzulagern.
Die Kühleinheit 60 kann natürlich auch in irgendeiner anderen gewünschten Stelle
zur wirk-Samen Herabsetzung der Temperatur der Luft des zu kühlenden Raumes angeordnet
werden.
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Die Form, Konstruktion und Anordnung der in Fig. 1 und 2 gezeigten
Verdampfer-Gebläse-Einheit und deren Elemente gemäß der Erfindung sind bevorzugt,
da sie die Herstellung des Aggregats in gedrängter und genormter Form ermöglicht,
die eine vielseitige Anwendungsmöglichkeit hat. Die Verdampferteile und das Gebläse
können jedoch auch gesondert hergestellt und gesondert in der Anlage an verschiedenen
Stellen in der Weise angeordnet werden, daß eine weitgehende Enteisung der Luft
im ersten Teil des Verdampfers und eine wirksame Herabsetzung der Temperatur der
das Gebläse verlassenden verhältnismäßig trockenen und verwirbelten Luft gewährleistet
ist. Ferner kann das Aggregat gemäß der Erfindung, obwohl es zur Erzeugung und Aufrechterhaltung
niedriger Temperaturen in einer Kühlanlage von besonderem Vorteil ist, auch vorteilhaft
in Kühleinrichtungen für Gemüse und Molkereierzeugnisse verwendet werden.
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Die Erfindung ist nicht auf die beschriebenen und dargestellten Ausführungs-
und Anwendungsformen beschränkt, sondern kann innerhalb ihres Rahmens beliebige
Abänderungen erfahren.