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DE1111869B - Vorrichtung zum Beschicken mit gemaehtem Frischgut (Gruenfutter od. dgl.) fuer dessen Transport und/oder Trocknung - Google Patents

Vorrichtung zum Beschicken mit gemaehtem Frischgut (Gruenfutter od. dgl.) fuer dessen Transport und/oder Trocknung

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Publication number
DE1111869B
DE1111869B DE1958P0020521 DEP0020521A DE1111869B DE 1111869 B DE1111869 B DE 1111869B DE 1958P0020521 DE1958P0020521 DE 1958P0020521 DE P0020521 A DEP0020521 A DE P0020521A DE 1111869 B DE1111869 B DE 1111869B
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DE
Germany
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container
drying
fanned
loading
mobile base
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Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE1958P0020521
Other languages
English (en)
Inventor
Georg Probst
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
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Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DE1958P0020521 priority Critical patent/DE1111869B/de
Publication of DE1111869B publication Critical patent/DE1111869B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01FPROCESSING OF HARVESTED PRODUCE; HAY OR STRAW PRESSES; DEVICES FOR STORING AGRICULTURAL OR HORTICULTURAL PRODUCE
    • A01F25/00Storing agricultural or horticultural produce; Hanging-up harvested fruit
    • A01F25/12Racks for drying purposes

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Drying Of Solid Materials (AREA)

Description

Die Arbeitsvorgänge bei der Getreide- und Hackfruchternte sind in der Landwirtschaft weitgehend mechanisiert worden. Bei der Heuernte, der Gewinnung von Rauhfutter, ist diese bisher trotz aller Bemühungen nicht gelungen.
Während es sich bei der Getreideernte mit Ausnahme von Mais nur um die Bergung des in der Natur ausgereiften und damit lagerfähigen Erzeugnisses handelt, ist dies bei der Gewinnung von Rauhfutter grundlegend anders. Hier muß ein Wachstumsprozeß zum richtigen Zeitpunkt (Mähtermin, Schnitt- oder Nutzungszeitpunkt) unterbrochen werden, wenn nicht Nährwertverluste von 50% und mehr durch Minderung des Eiweiß- und Vermehrung des Rohfasergehaltes (Verholzung) eintreten sollen.
Abgesehen von dieser Tatsache spielt weiterhin die Art und Weise, wie man die gemähten grünen Pflanzen durch Trocknung zu konservieren versucht, für die Qualität des zu gewinnenden Rauhfutters (Heue) eine ganz entscheidende Rolle.
Bei der bisher immer noch am meisten angewandten Methode, der Trocknung auf dem Erdboden (Bodentrocknung) , gehen naturgemäß und unvermeidlich sehr erhebliche Nährwerte verloren. Man erntet bei der Anwendung dieser Methode im Durchschnitt der Jahre gütemäßig nur etwa die Hälfte der Nährwerte von jeder Wiese und von jedem Ackerstück im Feldfutterbau.
Will man diese Verluste vermeiden, so sind bei der Heuernte folgende Bedingungen zu erfüllen:
1. Innehaltung des richtigen Mähtermins unter allen Umständen, also auch bei ungünstiger Witterung;
2. schnelle und einwandfreie Trocknung, die nicht durch Tau oder Regen wie bei der Bodentrocknung unterbrochen wird (Auslaugen);
3. weitgehende Ausschaltung der direkten Lichteinwirkung (Ausbleichen).
Die Luft soll trocknen und nicht die Sonne.
Diese Tatsachen sind in den letzten Jahrzehnten von Wissenschaft und Praxis erkannt worden. Um die ungünstigen Momente auszuschalten, hat man mit Erfolg versucht, entweder zur Trocknung auf Gestellen, sogenannten Reutern, überzugehen oder die künstliche Trocknung mit Heißluft anzuwenden.
Die allgemeine Anwendung dieser beiden Verfahren ist aber in der Praxis bisher gescheitert.
Die Reutertrocknung erfordert bei ihrer Anwendung einen sehr hohen Einsatz menschlicher Arbeitskräfte und ist außerdem durch den Hin- und Rücktransport der Reutergestelle und deren Auf- und Abbau zu zeitraubend und umständlich. Der bestehende Arbeitskräftemangel schließt die allgemeine Anwendung der Reutertrocknung in der bisherigen Form überhaupt aus.
Vorrichtung zum Beschicken mit gemähtem
Frischgut (Grünfutter od. dgl.)
für dessen Transport und/oder Trocknung
Anmelder:
Georg Probst,
Wolmirstedt (Bez. Magdeburg),
Heinrich-Heine-Str. 5
Georg Probst, Wolmirstedt (Bez. Magdeburg),
ist als Erfinder genannt worden
Die künstliche Trocknung mit ihren wertvollen,
aber teuren Apparaturen erfordert einen so hohen Kapitalaufwand, daß sie nur in landwirtschaftlichen Großbetrieben bei Anfall großer Mengen zu trocknenden Grünmaterials rentabel arbeiten kann.
Die Trocknung im Lohn (durch den selbständigen Unternehmer ausgeführt) wird sich in verstärktem Maße nur einführen, wenn es gelingt, für die Verwendung fahrbarer Anlagen die nötige Voraussetzung, nämlich die Erweiterung ihres Arbeitsgebietes, zu schaffen und sie damit vielen kleinen und mittleren landwirtschaftlichen Betrieben zugänglich zu machen.
Alle Versuche, dieser Schwierigkeiten Herr zu werden, sind bisher gescheitert, weil es nicht gelungen ist, Mäh- und Trocknungsvorgang wirtschaftlich in Einklang zu bringen und die volle Mechanisierung im Einmannbetrieb zu erreichen.
Alle Bestrebungen in dieser Richtung bei der Bodentrocknung, z. B. durch viermaliges Wenden des Heues an einem Tage mit Heuwendern, Heuraffern, Zettern und dergleichen Maschinen zwecks Beschleunigung des Troeknungsvorganges, bei der Gerüsttrocknung durch erleichterte Aufstellung der Holzgestelle mittels Transportwagen oder durch Verwendung von Frontladern mit Greifern zwecks Aufstellen und Bepacken der Reuter sind nur als unzureichende Hilfsmittel zu betrachten.
Das in den hierzu erforderlichen Maschinen investierte Kapital ist beträchtlich und infolge der Unzulänglichkeit des wirtschaftlichen Erfolges unwirtschaftlich angelegt.
Es ist eine Vorrichtung bekannt zur Aufnahme gemähten Grases und Aufbringung auf Gestelle, z. B. um Scharniere klappbare Trockenrahmen, ferner ein
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fahrbarer Höhenförderer für Heu in Verbindung mit Die Vorrichtung gemäß der Erfindung stellt eine
einem Waagerechtförderer. Diese Vorrichtungen ge- " Weiterentwicklung des bekannten und praktisch bewährleisten jedoch nicht die vielfachen Einsatzmög- währten Schwedenreuters (Dünndrahtreuters) dar und lichkeiten und Vorteile der Erfindung, da sie nur Teile soll diesen im Gebrauch ersetzen. Die Vorrichtung der deren Funktion erfüllen. Eine weitere bekannte Be- 5 Erfindung vermeidet dessen Nachteile, wie schwieschickungs vor richtung mit einem Dreibockreuter ist riges und umständliches Aufstellen auf dem Felde sowegen der geringen Durchlüftungsmöglichkeit nicht wie großen Aufwand an Handarbeit bei der Benutgeeignet. Das Grünmaterial muß auf dem Erdboden zung.
mindestens 2 Tage mit Wetterrisiko vorgetrocknet In der Zeichnung ist die Vorrichtung gemäß der Er-
werden, was durch die Erfindung vermieden wird. 10 findung schematisch an einem Ausführungsbeispiel Alle diese Vorrichtungen besitzen nicht die Erfin- dargestellt. Es zeigt
dungsmerkmale des drehbaren, gefächerten Behälters, Fig. 1 eine Draufsicht auf den Behälter,
sondern sind nur Beschickungsgeräte für bereits be- Fig. 2 dessen Rahmengestell in Seitenansicht,
kannte Reutertypen. Fig. 3 im Längsschnitt die gefüllten und leeren
Ferner ist ein netzartiger Behälter für Grünfutter 15 Segmente des Behälters,
bekannt, bei welchem ein Stöpsel für die Luftzirkula- Fig. 4 im Längsschnitt den Behälter auf dem fahr-
tion und ein Deckel auf dem Behälter vorgesehen sind. baren Untersatz (Karren) mit Mähmaschine und EIe-Der trommelförmige Reuter aus Drahtgewebe muß vator,
beim Aufstellen mit dem Erdboden fest verbunden Fig. 5 die Feststellvorichtung im Längsschnitt,
werden, ist also nicht einfach transportabel. Eine me- 20 In Fig. 1 und 2 wird der bewegliche gefächerte chanische Beschickung anschließend an den Mähvor- Behälter schematisch dargestellt. Er besteht beispielsgang wird nicht erreicht, sondern Mähen und Auf- weise aus vier rechteckigen Rahmen (Rohre aus Stahl reutern sind zwei getrennte Arbeitsgänge. Dies wirkt oder Leichtmetall), 3 m lang und 2 m breit. Die Anverteuernd, weil auch das Beschicken mindestens zum zahl der Rahmen und deren Abmessungen, z. B. Teil von Hand geschehen muß. Volle Mechanisierung 25 2X2 m oder 2X3 m, können auf Grund praktischer Erwie bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist also fahrungen geändert werden. Diese Rahmen sind in der nicht vorhanden, bei welcher Mähen und Aufreutern Mitte der beiden Längsseiten durchbohrt. Durch das ohne besondere -Kosten erfolgt und gleichzeitig die Bohrloch wird eine Achse 1 geführt, um die sich die nötige Durchlüftung garantiert ist. Rahmen drehen lassen. Die vier Rahmen sind in ihren
Bekannt ist ferner die Mechanisierung der Gerüst- 30 Abmessungen so abgestuft, daß die Länge und Breite trocknung unter Verwendung von sogenannten Heu- der Rahmen jeweils um den doppelten Durchmesser hinten (dachförmig aufgestellte Holzgerüste) mit Hilfe des Rohres kleiner gehalten werden. Beträgt z. B. der der Vertrocknung (1 bis 2 Tage auf dem Erdboden, Durchmesser des Rohres 4 cm und der erste Rahmen was wetterabhängig ist). Ferner erfolgt Ausbreiten, hat die Abmessungen 2X3 m, so ist der nächst-Zusammenharken, schließlich Aufbringen des ange- 35 kleinere Rahmen 1,92 X 2,92m, der dritte 1,84 X 2,84m welkten Grünmaterials mit dem sogenannten Front- und der vierte 1,76 X 2,76 m groß. Auf diese lader (Greifer, an einem Kran hängend, am Schlepper Weise lassen sich die Rahmen für Transport und Lavorn befestigt) zwecks Ersparung der Handarbeit. gerung ineinanderschachteln, um Platz zu sparen. Sie
Bei beiden Verfahren muß also der Erdboden zu- liegen also bei der Lagerung nicht übereinander, sonnächst als Trockenunterlage benutzt werden. 40 dem ein Rahmen liegt in dem nächstgrößeren. Alle
Bei dem Behälter der Erfindung erfolgt sofortige Rahmen sind einseitig mit Maschendraht bespannt. Aufnahme hinter der Mähmaschine, ohne den Erd- An Stelle der mit den Rahmen verbundenen Bespanboden zu berühren, da das Vortrocknen (Verwelken) nung des gefächerten Behälters (Trockengerüstes) könwegfällt. Der entscheidende Vorteil ist gemäß der neu auch herausnehmbare und auswechselbare EinErfindung auch die Vermeidung von Nährstoffver- 45 Satzrahmen (gleichfalls mit Maschendraht bespannt) lusten. verwendet werden, die sich in die vier Rahmen des
Die erfindungsgemäße Vorrichtung zum Beschicken Reutergestells einsetzen lassen und mit diesen durch mit gemähtem Frischgut (Grünfutter od. dgl.) für eine Haltevorrichtung (ζ. Β. Riegel) verbunden werdessen Transport und/oder Trocknung zeichnet sich den können. Auf diese Weise kann die Maschenweite dadurch aus, daß ein um eine horizontale Achse dreh- 50 der Drahtbespannung den jeweils erforderlichen Verbarer, gefächerter Behälter auf einem fahrbaren Un- hältnissen besser angepaßt oder durch Herausnehmen tersatz abnehmbar gelagert ist, absatzweise gedreht einzelner Einsatzrahmen, falls notwendig, eine ver- und nach Füllung abgedeckt wird. Der gefächerte Be- stärkte Durchlüftung und damit intensivere Trockhälter wird von vier oder mehr mit Maschendraht nung erreicht werden.
bespannten rechteckigen Rahmen gebildet, die um eine 55 Aus jeweils vier Rahmen wird ein Trockengerüst durch jede Rahmenmitte geführte Achse drehbar sind gebildet: der um eine horizontale Achse drehbare ge- und mittels einer Feststellvorrichtung in gleich großen fächerte Behälter. Zu diesem Zweck werden die um Zentriwinkeln gehalten werden. So kann die ganze die Mittelachse drehbaren Rahmen fächerartig ausHeuernte in einem einzigen nicht unterbrochenen Ar- einandergezogen, im Winkel von je 45° zueinander beitsvorgang abrollen und durch die volle Mechani- 60 durch eine Feststellvorrichtung festgehalten und durch sierung im Einmannbetrieb bewältigt werden. diese gleichzeitig mit der Mittelachse fest verbunden.
Hierbei können die jeweils zweckmäßigsten Trock- Die Feststellvorrichtung ist in Fig. 5 dargestellt nungsmethoden, wie die Reutertrocknung mit natür- durch Stäbe 2 und Rillen 3.
licher Luft, die Kaltluft- (Unter-Dach-) Trocknung Auf diese Weise entsteht ein fester Körper, das
mittels Ventilator, die künstliche Trocknung durch 65 Trockengerüst von 3 m Durchmesser und 2 m Breite zusätzliche Verwendung eines Heißlufterzeugers, nach (bzw. Höhe und Länge) mit acht gleich großen Hohl-Lage der Dinge und nach freiem Ermessen gewählt räumen (Segmenten) zur Aufnahme des zu trockwerden. nenden Grünmaterials.
_ Dies alles wird durch die erfindungsgemäße Vor- Von der Seite aus gesehen, sieht dieses Trockenrichtung erreicht. 7u gerüst, der gefächerte Behälter, wie ein großes Wa-
genrad aus mit acht Speichen, aber ohne Felge. Bei diesem Vergleich ist allerdings zu beachten, daß die Speichen durch die Feststellvorrichtung mit der Achse verbunden sind und nicht wie bei einem Rad auf der Nabe festsitzen (Fig. 2).
Soll der gefächerte Behälter in Betrieb genommen werden, so wird er auf einem fahrbaren Untersatz 10 montiert, der als Anhänger hinter der Mähmaschine läuft. Bei modernen Traktoren läßt sich die Schneide
herum abgedichtet, bei Verwendung wasserdichten Materials (Plane) auch gegen Regen. Die Seiten des Behälters bleiben zur Durchlüftung offen.
Bei Verwendung eines Feldhäckselers an Stelle der Mähmaschine fällt das Grünmaterial in gehäckselter Struktur an. In diesem Falle sind, um ein Herausfallen des Materials an den Seiten des Behältergestells zu verhindern, diese mit in seinen Ausmaßen vorbereitetem Drahtgewebe, das eine genügende Durch
vorrichtung zum Mähen des Grünmaterials seitlich im io lüftung gewährleistet, abzudichten. Dies läßt sich auch
rechten Winkel zum Traktor an dessen Geräteträger durch mit den Behälterrahmen fest verbundene (zwi-
anbringen und antreiben. sehen je zwei Rahmen angebrachte) dreieckige (45°)
Damit entfällt die Mähmaschine, als besonderes haltbare und biegsame Gewebe (Kunststoff) erreichen.
Aggregat hinter dem Traktor laufend. Das anfallende Wenn vier Fächer des Behälters (Segments; gefüllt
Grünmaterial kann über Transportbänder (wie beim 15 sind und vier leer bleiben, wird der Behälter aus dem
Selbstbinder Getreidemäher) bis zur Aufnahmestelle Transportkarren mechanisch oder hydraulisch her-
(Elevator) des gefächerten Behälters auf dem Trans- untergenommen. Um dies zu ermöglichen, ist die
portkarren geleitet werden. Die Achse als Drehpunkt Achse, um die sich das Behältergestell dreht, seiner
des Behälters wird hierbei von zwei Lagern aufge- Breite (2 m) angepaßt. Über jedes der beiden Enden
nommen und mit einem von der Zapfwelle des Schlep- 20 der Achse ist eine hohle Hülse (innen mit Schnecken-
pers zu betätigenden Antriebsmechanismus verbunden gewinde versehen) gezogen und mit dieser fest ver-
(Fig. 4). bunden. Behälteruntersatz, Achse und die beiden Hül-
Der Antriebsmechanismus für den gefächerten Be- sen bilden eine vom Transportkarren lösbare Einheit,
halter ist außen an der Vorderwand des Behälter- die das Herauslösen aus dem fahrbaren Untersatz er-
karrens angebracht. Die auch auf Leerlauf (Stillstand 25 möglicht. In jede dieser Hülsen wird von außen je
der Drehbewegung des Behälters) schaltbare Zapf- ein Bolzen hineingedreht. Die beiden Bolzen stellen
welle des Traktors wird durch eine Gelenkwelle mit also eine verlängerte Achse dar. Sie laufen in zwei an
diesem Antriebsmechanismus verbunden. Durch eine der Karrenwand angebrachten Lagern und ermög-
an die Vorderwand montierte senkrecht stehende liehen so die Drehbewegung des Behältergestells in
Welle und Kegelradübertragung wird die waagerecht 30 diesen Lagern. An den Hülsen sind das Zahnrad bzw.
liegende Hauptwelle angetrieben. Diese überträgt durch Keilriemen die Bewegung
a) auf die Antriebswelle des Elevators (Transportbandes;,
b) durch eine Gliederkette (Keilriemen) auf das Zahnrad (Riemenscheibe), das die Achse des Behältergestells in Drehung versetzt.
Das gemähte grüne Material wird von der Mähdie Riemenscheibe und Bremstrommel befestigt für Antrieb und Bremswirkung. Vor dem Herausnehmen des Behältergestells bzw. dem Herausdrehen der Bolzen aus den Hülsen müssen diese entlastet werden. Zu «Jiesem Zweck muß das gefüllte Behältergestell auf den Boden des Karrens aufgesetzt werden können.
Um dies zu ermöglichen, sind die beiden Lager in zwei senkrecht angeordneten Gleitschienen nach oben und unten beweglich montiert. Diese Bewegung wird
maschine 7 auf ein schräg nach oben laufendes Trans- 40 durch Drehung einer Spindel und Übertragung mittels portband 8 oder Elevator geschüttet und bis über den Welle und Kegelrad auf beiden Seiten des Karrens höchsten Punkt des Behälters geführt. Von hier wird gleichzeitig mittels Handkurbel erreicht. Dieser Vores in das oberste Fach (Segment) 9 des Behälters ab- gang läßt sich auch hydraulisch betätigen,
geworfen, bis dieses voll ist. Bei diesem Vorgang wird Nach Aufsetzen des Behältergestells oder Unterimmer nur ein Segment gefüllt und das nächste leer 45 satzes auf den Karrenboden und damit erfolgter Entgelassen, um eine genügende Durchlüftung, auf die es lastung der Lager lassen sich die Bolzen aus den Hülfür den Trocknungsvorgang entscheidend ankommt, sen herausdrehen, und der Behälter steht frei. Um das zu gewährleisten (Fig. 3). Herunternehmen des Behälters vom Karren zu er-
Reguliert wird diese Bewegung vom Fahrer des leichtern, ist der Karrenboden doppelt übereinander
Schleppers über den Antriebsmechanismus zum Be- 5° und als Kippe ausgebildet, die durch einen Keil mit
halter entsprechend der Menge des anfallenden Grün- Handhebel in Tätigkeit gesetzt ist, wodurch das
materials. Durch eine vom Fahrer zu betätigende Herunterrollen des Behälters ausgelöst werden kann.
Bremsvorrichtung, deren Bremstrommel an der Hülse An den vier Ecken der beiden äußeren und längsten
(Achse) des Behältergestells sitzt, kann der Fahrer die Behälterrahmen ist ein um die eigene Achse drehbares
Drehbewegung des Behältergestells abbremsen und das 55 Laufrad angebracht, die das Abrollen des Behälters
Behältergestell in der zur Füllung geeigneten Stellung vom Karren erleichtert, indem der noch drehbare Be-
festhalten. hälter so gestellt wird, daß je zwei Laufräder an den
Um bei der Drehung des Behälters ein Herausfallen beiden längsten Rahmen sich unten befinden. Nach er-
des Materials aus dem sich nach unten bewegenden folgter Füllung wird der Behälter am Rand des Feldes
Fach (Segment) zu verhindern, wird der Behälter um 60 zur Trocknung abgestellt. Mit einem leeren Behälter
den Umfang herum mit einem Streifen aus Plan- wird die Arbeit fortgesetzt. Sie kann von einem Mann, material oder Drahtgewebe 11 umwickelt.
Dieses Planmaterial 11 ist der Breite des Behälters angepaßt (2 m) und auf einer am Transportkarren angebrachten Walze 13 aufgewickelt. Bei Beginn der Arbeit wird der Planstreifen am Reuter befestigt, bei der Drehung mitgenommen, nach einer vollendeten Umdrehung des Behälters von der Walze 13 (Rolle) abgetrennt und sein Ende am Behälter befestigt. Auf
dem Schlepperfahrer, geleistet werden.
Außer auf dem Felde läßt sich der Behälter auch für die Kalt- und Warmlufttrocknung verwenden.
Stellt man mehrere Behälter mit den offenen Seiten dicht hintereinander und dichtet auch noch die sich zwischen je zwei Behältern dabei ergebenden Ritzen ringsherum mit luftdichten Planstreifen ab, so erhält man einen walzenförmigen, geschlossenen Körper.
diese Weise ist der Behälter nach der Füllung rings- 70 Durchmesser 3 m, mit einer Länge entsprechend der
Anzahl der hintereinander aufgestellten Behälter von je 2 m.
In diesen Luftkanal kann man mittels eines Ventilators Kaltluft und bei zusätzlicher Verwendung eines Heißlufterzeugers Warmluft einblasen.
Bei Anwendung der künstlichen Trocknung kann man die Fächer (Segmente; des Behälters auch derart füllen, daß durch eine Verteilerklappe am Auslauf des Transportbandes jedes Fach, welches 2 m breit ist, nur auf 1 m Breite, also zur Hälfte, gefüllt wird, während die andere Hälfte in der Breite von 1 m leer bleibt. Für die Trocknung mit künstlicher Zufuhr, z. B. mittels Ventilators, soll eine gleichmäßige Gutsmatratze geschaffen werden. Es soll dem einströmenden Luftstrom ein allseitig möglichst gleichmäßiger Widerstand entgegengesetzt werden, so daß die Luft nicht an einer Stelle schnell und an anderer Stelle langsam durch die Gutsmatratze fließt. Es soll eine gleichmäßige Trocknung des Gutes erreicht werden.
Auf diese Weise ist die Trocknung des Grünmaterials nach freiem Ermessen sowohl auf natürliche als auch auf künstliche Art möglich. Hierbei braucht das Grünmaterial weder nochmals in die Hand genommen noch umgelagert und transportiert zu werden. Es bleibt bis zur vollendeten Trocknung im Behälter liegen.
Mit dieser Vorrichtung dürften alle Forderungen, die man an eine Rauhfuttergewinnung stellen kann, in wirtschaftlich tragbarer Weise erfüllt sein.

Claims (6)

30 Patentansprüche:
1. Vorrichtung zum Beschicken mit gemähtem Frischgut (Grünfutter od. dgl.) für dessen Trans-
port und/oder Trocknung, dadurch gekennzeichnet,
daß ein um eine horizontale Achse drehbarer gefächerter Behälter auf einem fahrbaren Untersatz abnehmbar gelagert ist, absatzweise gedreht und nach Füllung abgedeckt wird.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der gefächerte Behälter von vier oder mehr mit Maschendraht bespannten rechteckigen Rahmen gebildet wird, die um eine durch jede Rahmenmitte geführte Achse (1) drehbar sind und mittels einer Feststellvorrichtung in gleich großen Zentriwinkeln gehalten werden.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb des Behälters von der Zapfwelle der Zugmaschine abgeleitet wird.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Behälter auf dem fahrbaren Untersatz heb- und senkbar angeordnet ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß ein in seiner Neigung einstellbarer Boden des fahrbaren Untersatzes als Rollbahn für den gefächerten Behälter vorgesehen ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die gefüllten Fächer des Behälters mittels abspulender Planenstreifen abgedeckt sind.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 440 725;
deutsches Gebrauchsmuster Nr. 1 708 948;
britische Patentschrift Nr. 576 815;
schweizerische Patentschrift Nr. 261 556.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 109-577/112 4.61
DE1958P0020521 1958-04-15 1958-04-15 Vorrichtung zum Beschicken mit gemaehtem Frischgut (Gruenfutter od. dgl.) fuer dessen Transport und/oder Trocknung Pending DE1111869B (de)

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Citations (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE440725C (de) * 1927-02-16 Alois Hiemer Heuerntemaschine
GB576815A (en) * 1944-08-02 1946-04-18 William Leiper Smith An improved hay rick building machine
CH261556A (de) * 1947-12-27 1949-05-31 Schertenleib Gottfried Vorrichtung zum Trocknen von Grünfutter.
DE1708948U (de) * 1955-05-14 1955-10-20 Hueber K G A Vorrichtung zum beschicken von laenglichen reutern, insbesondere schwedenreutern.

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