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DE1104753B - Verfahren und Vorrichtung zum Trocknen von frisch gewonnenem Gruenfutter od. dgl. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Trocknen von frisch gewonnenem Gruenfutter od. dgl.

Info

Publication number
DE1104753B
DE1104753B DEM32834A DEM0032834A DE1104753B DE 1104753 B DE1104753 B DE 1104753B DE M32834 A DEM32834 A DE M32834A DE M0032834 A DEM0032834 A DE M0032834A DE 1104753 B DE1104753 B DE 1104753B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
drying
netzbandreuter
containers
container
mower
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEM32834A
Other languages
English (en)
Inventor
Georg Probst
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Individual
Original Assignee
Individual
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Filing date
Publication date
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Priority to DEM32834A priority Critical patent/DE1104753B/de
Publication of DE1104753B publication Critical patent/DE1104753B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01FPROCESSING OF HARVESTED PRODUCE; HAY OR STRAW PRESSES; DEVICES FOR STORING AGRICULTURAL OR HORTICULTURAL PRODUCE
    • A01F25/00Storing agricultural or horticultural produce; Hanging-up harvested fruit
    • A01F25/12Racks for drying purposes

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Fodder In General (AREA)

Description

In der Landwirtschaft ist die Ernte von Getreide und Hackfrüchten weitgehend mechanisiert worden, die Gewinnung des Rauhfutters von Wiesen und vom Feldfutterbau ist in dieser Beziehung über einen begrenzten Fortschritt nicht hinausgekommen. Der Grund hierfür liegt in der Schwierigkeit, den für die Rauhfuttergewinnung notwendigen Trocknungsvorgang mit dem für die Mahd günstigsten und von der Natur fest umrissenen Zeitpunkt in Einklang zu bringen und unmittelbar an das mechanisch vollzogene Mähen in einem nicht unterbrochenen Arbeitsvorgang anzuschließen. Es gilt also, eine mechanische Verbindung zwischen Mahd und Trocknung zu schaffen.
Bei der bisher am meisten verbreiteten Trocknungsmethode auf dem Erdboden (Bodentrocknung) hängt die Rauhfuttergewinnung vom Zufall ab. Gezwungenermaßen wartet man entweder zum Trocknen geeignetes schönes Wetter ab und verpaßt, von seltenen Ausnahmen abgesehen, den für die Erfassung der höchsten Nährwerte (insbesondere Eiweiß) günstigsten ao Mähtermin (kurz vor der Blüte), oder man hält diesen Zeitpunkt inne und läuft Gefahr, diese Werte durch schlechtes Wetter beim Trocknen zum Teil oder fast ganz einzubüßen. Ein um wenige Tage überschrittener Nutzungs- (Schnitt-) Zeitpunkt bedeutet eine Herabsetzung des Eiweißgehaltes auf etwa die Hälfte bei steigendem Rohfasergehalt. Man muß hierbei bedenken, daß sich aus 50 g Rohprotein 1 kg Milch erzeugen läßt.
Durch die bei der Bodentrocknung entstehenden Atmungs-, Auswaschungs-, Gärungs- und mechanischen Verluste steht namentlich bei ungünstiger Witterung der Aufwand an Arbeit meist im umgekehrten Verhältnis zum eingebrachten Futterwert, außerdem geht der Gehalt an dem für die Tierernährung so wichtigen Karotin (Provitamin A) fast vollständig verloren.
Man ist deshalb, namentlich bei der Blattheugewinnung (Luzerne und Klee), zur Gerüsttrocknung, der Trocknung auf Rentern, übergegangen. Hier gibt es verschiedene Arten.
Der Dreibockreuter ist nur für starkstengeliges Futter (Luzerne und Klee) geeignet, weil dünnhalmiges Gras auf diesem zu dicht lagert, zu schwer trocknet und leicht verdirbt. Bei dieser Methode ist außerdem immer ein Vortrocknen (Vorwelken) auf dem Erdboden mit dem oben geschilderten Risiko und den angeführten Nachteilen verbunden.
Bei der Trocknung auf Schrägwandreutern (dachförmig aufgestellten Holzgestellen) ist das Risiko der Wertminderung während des Trocknungsvorganges gering, weil das grüne Material sofort ohne Vorwelken aufgereutert werden kann, jedoch erfordert der Hin- und Rücktransport der großen Holzmassen, der Auf- und Abbau der Gerüste viel Arbeit.
Verfahren und Vorrichtung
zum Trocknen von frisch gewonnenem
Grünfutter od. dgl.
Anmelder:
Georg Probst,
Wolmirstedt (Bez. Magdeburg),
Heinrich-Heine-Str. 5
Georg Probst, Wolmirstedt (Bez. Magdeburg),
ist als Erfinder genannt worden
Beim Schwedenreuter (waagerecht gezogener Dünndraht an senkrecht eingeschlagenen Pfählen) wird der Arbeitsaufwand mit 70 Personenstunden pro Hektar für diese Arbeit angegeben.
Da außerdem das Bepacken der Reuter mit dem grünen Material und das Herunternehmen des Heus nach erfolgter Trocknung wiederum einen hohen Arbeitsaufwand erfordern, hat sich die Gerüsttrocknung in der Praxis nur wenig eingeführt. Trotzdem kann diese Methode, abgesehen von der künstlichen Trocknung, als die bisher beste bezeichnet werden.
Bei der Kaltlufttrocknung (Trocknung unter Dach) muß das grüne Material auf dem Felde auf 35 bis 40% Wassergehalt vorgetrocknet werden und damit dem der Bodentrocknung entsprechenden Risiko ausgesetzt werden. Es muß dann in einem mit Luftkanälen ausgestatteten Raum der Scheune od. dgl. eingebracht und mittels eines Gebläses mit natürlicher Luft weitergetrocknet werden, soweit es die Luftfeuchtigkeit zuläßt, was im Herbst meist nicht der Fall ist. Das Vortrocknen und Aufladen auf dem Felde erfordert einen hohen Arbeitsaufwand, und es ergeben sich durch das Vorwelken auf dem Felde (Erdboden) die obenerwähnten Wertminderungen.
Die künstliche Trocknung (Trocknung mit künstlichen Wärmequellen, Warm- bzw. Heißluft) stellt eine Konservierungsmöglichkeit dar, bei welcher die Minderung an Nährstoffen auf ein Minimum reduziert wird, wenn die Trocknung sofort nach dem Mähen, also ohne Zeitverlust durch eine Zwischenlagerung
109 540/130
erfolgt, weil dabei auf schnellstem Wege der Grad der Trocknung auf 38 % Wassergehalt erreicht wird, bei dem durch das Absterben der Pflanzen Atmungs- und sonstige Verluste nicht mehr eintreten können. In dieser Hinsicht ist diese Methode allen übrigen Heuwerbungsverfahren weit überlegen und der einzige Weg zur Erzeugung der für Hochleistungen der Milchkühe erforderlichen hochwertigen Eiweißfutterstoffe. Sie ist damit geeignet, im volkswirtschaftlichen Rahmen den Kraftfuttermittelimport einzuschränken. Die den anderen Methoden gegenüber höheren Trocknungskosten lassen sich aber nur bei Verwendung jungen, eiweißreichen Grünfutters oder für den Zwischenfruchtbau, wetterbedingt im Herbst, wenn die übrigen Methoden versagen, rechtfertigen.
Um die reinen Trocknungskosten (Verdampfungskosten) zu mindern, ist eine Vortrocknung auf dem Felde auf etwa 60% Wassergehalt (wenn möglich darunter) erstrebenswert. Wenn man sich klarmacht, daß Naßgut von 80 % Feuchtigkeit (gleich 4 kg Wasser je Kilogramm Trockensubstanz) beim Vorwelken auf 66,4 % Feuchtigkeit (gleich 2 kg Wasser je Kilogramm Trockensubstanz; bereits die Hälfte (gleich 50%; seines Wassers auf natürliche Weise abgegeben hat, so kann man den Vorteil des Vorwelkens an sich für die Heißlufttrocknung ermessen. Jedoch muß das Vorwelken auf eine Weise geschehen, die einen Verlust an Nährstoffen und Karotin gegenüber der bisherigen Vortrocknungsmethode auf dem Erdboden auf ein Mindestmaß beschränkt bzw. so gut wie ausschließt.
Nach Angaben von Professor Scheunert gehen beispielsweise beim Abwelken der grünen Blätter der Luzerne auf dem Erdboden innerhalb von 24 Stunden 75 °/o des Gehaltes an Karotin durch Einwirkung von Regen, Tau und Licht verloren. Dieser Vorgang wird durch Fermente bewirkt und durch den Verlust der grünen Farbe des Materials gekennzeichnet.
Durch die Gerüsttrocknung wird die grüne Farbe des Heus im Inneren des Stapels erfahrungsgemäß erhalten und damit auch das Karotin. Nur die äußere, der Lichteinwirkung ausgesetzte Schicht zeigt eine bräunliche Farbe. In ihr bildet sich durch Einwirkung der ultravioletten Strahlen das Vitamin D, so daß also gereutertes Heu diese beiden Vitamine Karotin und Vitamin D enthält. Bei zu geringem Gehalt des Futters an Karotin treten bei den Tieren Mangelerscheinungen auf (Vitaminmangelkrankheiten), unter anderem Störung der Drüsenfunktionen, erhöhte Infektionsbereitschaft, Nachtblindheit, Verhornung des Plattenepithels und bei Mangel an Vitamin D Knochenweiche und Knochenbrüchigkeit.
Der praktisch erprobte außerordentliche Futterwert von frisch gewonnenem und künstlich getrocknetem Grünfutter (Trocknungsgrünfutter) beruht auf seiner hohen Verdaulichkeit, die auf dem gegenüber frischem Grünfutter nur 5 bis 10% betragenden Verlust an Karotin zurückzuführen sein dürfte, und auf dem hohen Mineralstoff gehalt, die beide von keinem anderen Kraftfuttermittel erreicht werden.
Es sind Trocknungsverfahren bekannt, bei welchen das Material manuell oder maschinell vom Boden aufgenommen und dann auf Holzgestellen getrocknet wird. Abgesehen von der Handarbeit ist auch die Befruchtung durch Tau und Regen am Boden nachteilig. Es sind auch gitterartig ausgebildete Behälter bekannt, in welchen das Grünfutter auf dem Feld getrocknet wird. Diese sind sperrig, schwer zu manipulieren sowie mit der Mähmaschine mitzuführen und erfordern verhältnismäßig hohe Herstellungskosten, Weitere bekannte Trockenbehälter sind vielfach umständlich herstellbar und haben besonders den Nachteil, daß sie nicht transportiert werden können.
Erstrebenswert ist ein Gewinnungsverfahren für Rauhfutter, bei dem die bisher bekannten Verfahren weiter verbessert werden.
Hierfür sind, zusammengefaßt, folgende Forderungen zu stellen:
1. Gewinnung der auf Wiesen und Äckern in den grünen Pflanzen gewachsenen Nährwerte durch Wahl des Nutzungs- (Schnitt-) Zeitpunktes (kurz vor der Blüte) nach freiem Ermessen und unabhängig von der Witterung, also Sicherheit in der Gewinnung.
2. Erhaltung (Konservierung) dieser Nährwerte in praktisch höchsterreichbarem Maße durch den Beginn des Trocknungsvorganges in unmittelbarem Anschluß an den Mähvorgang und damit Ausschaltung aller mengen- und gütemäßigen Verluste.
3. Wirtschaftlichkeit für landwirtschaftliche Betriebe aller Größenklassen durch
tragbare Anschaffungskosten,
niedrige Betriebskosten (Einmannbetrieb),
niedrige Erzeugungskosten von Trockenfutter durch Wahl der jeweils günstigsten Trocknungsmethode,
erleichterte Möglichkeit für die Benutzung von künstlichen Trocknungsanlagen außerhalb des eigenen Betriebes und Trocknung in Lohn,
erleichterte Möglichkeit der Anwendung der Kaltluft- (Unter-Dach-) Trocknung durch Wegfall der bei diesem Verfahren notwendigen Belüftungsroste.
Diese Vorteile werden durch das erfindungsgemäße A^erfahren zum Trocknen von vorzugsweise frisch gewonnenem Grünfutter od. ä., das von der Mähmaschine mittels Transportbandes zugeführt wird, und durch den transportablen Netzbandreuter der Erfindung erreicht. Dieses Verfahren zeichnet sich dadurch aus, daß das Grünfutter in fachartige, mit Drahtnetzen versehene Behälter eines transportablen Netzbandreuters gefüllt wird, wobei die Behälter, welche miteinander und mit einer von der Mähmaschine oder Zapfwelle des Schleppers angetriebenen Achse verbunden sind, spiralig zu einem Wickelballen aufgerollt werden, worauf der gefüllte Netzbandreuter zum Trocknen abgestellt wird.
Um diese erstrebte Verbindung von Mahd und Trocknung herzustellen, wird das Grünmaterial, so wie es von der Mähmaschine anfällt, auf ein Band aufgewickelt, auf dem es bis zur vollendeten Trocknung verbleibt, wobei durch seine erfindungsgemäße Konstruktion und die dadurch erreichte gute Durchlüftung die Trocknung in gleichem Maße wie beim Dünndraht- (Schweden-) Reuter gewährleistet wird.
Der aufrollbare Netzbandreuter der Erfindung besitzt eine hohe Trockenleistung, ist zusammenlegbar und leicht mitzutransportieren. Eine Befeuchtung des Grünfutters wird bei demselben verhindert, so daß die Erhaltung der Nährstoffe gewährleistet ist. Das erfindungsgemäße Verfahren ist voll mechanisiert.
Der Netzbandreuter der Erfindung kann ohne Umladen des Grünfutters für eine eventuelle weitere künstliche Trocknung verwendet werden. Die Trocknungskosten werden noch durch Vorwelken des Grünfutters auf dem Reuter der Erfindung erheblich gesenkt.
An Hand der schematischen Zeichnung werden das Verfahren und der transportable Netzbandreuter der Erfindung an einem Ausführungsbeispiel erläutert.
Die Zeichnung zeigt den Netzbandreuter im Längsschnitt, links daneben einen Einzelbehälter in schaubildlicher Darstellung.
Die Einzelbehälter 1 sind durch Scharnier 2 bis 45° zu öffnen. Bei den Kanten 3, 4, 5, 6 ist ein Seil durchlaufend angebracht. Mittels des Transportbandes 7 werden die Einzelbehälter 1 mit Grünfutter gefüllt. Der Netzbandreuter ist aus den Einzelbehältern 1 zusammengesetzt, die rechteckige, etwa 30 mm hohe und 1 m breite Rahmen aus Eisen- oder Aluminiumdraht besitzen und, mit der längeren Seite aneinandergereiht, in Scharnieren im Winkel bis zu 45° beweglich sind. Die Rahmen der Einzelbehälter 1 sind netzartig mit Draht bespannt. Zur Stützung des Netzbandreuters 11 sind Rahmen 8 und 9 angebracht. Mittels der Rolle 10 werden die luftdurchlässigen Planstreifen zugeführt, durch welche die Behälter abgedeckt werden.
Die Rahmen lassen sich ähnlich wie bei einer Harmonika bis zu einem Winkel von 45° auseinanderziehen und wieder zusammenschieben. Beim Auseinanderziehen bilden sich auf diese Weise dreieckige Behälter. Durch die Öffnungen der dreieckigen Behälter wird das grüne Material kontinuierlich von der Mähmaschine aus eingefüllt. Durch die sich aus der Dreiecksform der Behälter ergebenden dreieckigen Zwischenräume zwischen den Behältern kann die für die Trocknung nötige Luft eintreten.
Während der im Zeitmaß des Mähens vor sich gehenden Füllung wickelt sich das anfangs etwa horizontal bewegte Netzband spiralförmig um eine Achse auf. Diese ist auf einem zweirädrigen Karren als Anhänger hinter der Mähmaschine montiert und wird von dieser oder der Zapfwelle des Schleppers durch mechanische Übertragung angetrieben.
Nach mehreren Umdrehungen bildet sich ein annähernd runder Wickelballen, dessen Durchmesser und damit seine Aufnahmefähigkeit an Grünmaterial willkürlich und zweckentsprechend bestimmt werden kann (2 bis 3 m). Der Vorgang wird demgemäß unterbrochen, das Netzband an einer Scharnierverbindung abgetrennt und sein Ende am Wickelballen befestigt. Dieser AufwicklungsVorgang wird einwandfrei (in bezug auf die Durchlüftung) gesichert durch vier Stahlseile, die durch je einen Schlitz an den vier Ecken jedes Rahmens hindurchlaufen und beim Aufwickeln ein Ineinanderschieben der dreieckigen Behälter verhindern.
In gewissen Abständen sind die Stahlseile zum Durchteilen eingerichtet (ebenso wie die rechteckigen Rahmen an den Scharnieren), so daß sie sich gleichfalls an dem aufgewickelten Ballen als Ende befestigen lassen.
Der so geschlossene Ballen wird abgeworfen bzw. am Rande des Feldes abgestellt, und der Vorgang beginnt von neuem mittels des auf der Mähmaschine noch befindlichen zusammengefalteten Netzbandreuters.
Der nicht gefüllte Netzbandreuter läßt sich wie eine Harmonika zusammenfalten, so daß die rechteckigen Rahmen wie Blätter übereinanderliegen. Dies ist die größtmögliche Raumersparnis für die Aufbewahrung. Die durch die Schlitze laufenden bereits erwähnten Stahlbänder oder -seile sind dabei auf einer Spule aufgewickelt und werden straff gehalten.
Das Verfahren der Erfindung stellt somit die volle Mechanisierung der Rauhfuttergewinnung auf rationelle Weise (Einmannbetrieb) dar.
Zur täglichen Versorgung mit Grünfutter bei Stallfütterung kann der Netzbandreuter gleichfalls durch Eingliederung in den mechanisierten Fütterungsablauf gute Dienste leisten, wobei bei einer eventuellen Verzögerung eine sonst durch zu dichtes Lagern eintretende gefährliche Erwärmung des grünen Materials durch die konstruktiv bedingte dauernde Durchlüftung vermieden wird.
Das Verfahren ist gleichfalls bei der Ernte anderer landwirtschaftlicher Erzeugnisse als Ergänzung zum Zwecke der Trocknung verwendbar.
Da die natürliche Trocknung, konstruktiv bedingt, sofort bei der Mahd eingeleitet wird, treten die bei der Bodentrocknung und dem Vorwelken sonst unvermeidbaren Wertminderungen nicht ein.
Es wird auf diese Weise die denkbar beste Vortrocknung sowohl für die Kalt-Luft- (Unter-Dach-) als auch für die Heißluft- (Künstliche Trocknungs-) Methode erreicht.
Das Verfahren der Erfindung trägt zur vermehrten und zur Erzeugung von Trockengrünfutter durchaus erstrebenswerten Anwendung der künstlichen Trocknung bei, weil sich der einzelne, insbesondere der kleine und mittlere landwirtschaftliche Betrieb in diesem Falle auf die Mahd des Grünmaterials beschränken kann.
Der einzelne landwirtschaftliche Betrieb hat nur die Aufgabe, die mit Grünmaterial gefüllten Wickelballen zur Trockenstation zu bringen und das Trockenmaterial dort später wieder abzuholen.
Eine eventuelle Verzögerung bei der Abfertigung der einzelnen Posten seitens des Trocknungsunternehmens bleibt ohne Einfluß auf die Qualität des Trockengutes, weil das Material gut durchlüftet im Netzband-Wickelballen steht. Dies ist bei der für Groß-Trockenanlagen meistens notwendigen Vorlagerung auf Lagerplätzen durchaus nicht immer der Fall.
Bei Verwendung von bereits erprobten Band- bzw. Schubwendetrocknern läßt sich das Netzband sinnvoll in den Trocknungsvorgang durch kleine Änderungen an den Apparaturen einbauen bzw. einschalten.
Mit dem vermehrten Einsatz von Trockengrünfutter läßt sich die Eiweißlücke in der Fütterung wesentlich verkleinern und durch die Erzeugung im eigenen landwirtschaftlichen Betrieb dessen Rentabilität steigern.

Claims (5)

PATENTANSPRÜCHE:
1. Verfahren zum Trocknen von frisch gewonnenem Grünfutter od. dgl., das von der Mähmaschine mittels Transportbandes zugeführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß das Grünfutter in fachartige, mit Drahtnetzen versehene Behälter eines transportablen Netzbandreuters gefüllt wird, wobei die Behälter, welche miteinander und mit einer von der Mähmaschine oder Zapfwelle des Schleppers angetriebenen Achse verbunden sind, spiralig zu einem Wickelballen aufgerollt werden, worauf der gefüllte Netzbandreuter zum Trocknen abgestellt wird.
2. Transportabler Netzbandreuter zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die fachartigen Behälter (1) aus je zwei mit Drahtnetzen versehenen, durch Scharniere (2) od. dgl. verbundenen rechteckigen Rahmen (3J 4, 5, 6) bestehen, welche gegeneinander einen Winkel bis zu etwa 45° einschließen und an deren vier Ecken Schlitze angebracht sind zur Durchführung schmaler Stahlbänder od. dgl., wobei die Behälter beim Aufrollen durch mittels Rolle (10) zugeführte Planenstreifen abgedeckt werden.
3. Netzbandreuter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Scharniere (2) lösbar sind.
4. Netzbandreuter nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die schmalen Stahlbänder zur Verbindung ihrer Enden mit dem Wickelballen abteilbar und beim Zusammenklappen der leeren Behälter (1) aufrollbar sind.
5. Netzbandreuter nach einem der Ansprüche 2 bis 4, gekennzeichnet durch Stützrahmen (8,9)
für den Netzbandreuter und die Rolle (10) für die Planenstreifen.
In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 264 973, 850 962, 023;
britische Patentschrift Nr. 360 185; österreichische Patentschrift Nr. 189 431.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DEM32834A 1957-01-07 1957-01-07 Verfahren und Vorrichtung zum Trocknen von frisch gewonnenem Gruenfutter od. dgl. Pending DE1104753B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1202556B (de) 1964-01-31 1965-10-07 Dr Med Alfred Kessler Verfahren zum Belueften und/oder Trocknen von geernteten landwirtschaftlichen Guetern

Citations (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE264973C (de) *
GB360185A (en) * 1930-10-31 1931-11-05 Ewart Scott Grogan Improvements relating to hay barns or the like
DE850962C (de) * 1951-05-16 1952-09-29 Friedrich Dipl-Landw Venema Reuter zum Trocknen von Gruenfutter u. dgl. Mahdgut
DE867023C (de) * 1950-11-24 1953-02-16 Werner Weiss Verfahren zur Gewinnung von Duerrfutter
AT189431B (de) * 1954-09-06 1957-03-25 Alois Dipl Ldw Gaszner Transportables Anwelkungs- und Trocknungsgerüst für Grünfutter

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