DE1104753B - Verfahren und Vorrichtung zum Trocknen von frisch gewonnenem Gruenfutter od. dgl. - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Trocknen von frisch gewonnenem Gruenfutter od. dgl.Info
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- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01F—PROCESSING OF HARVESTED PRODUCE; HAY OR STRAW PRESSES; DEVICES FOR STORING AGRICULTURAL OR HORTICULTURAL PRODUCE
- A01F25/00—Storing agricultural or horticultural produce; Hanging-up harvested fruit
- A01F25/12—Racks for drying purposes
Landscapes
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Environmental Sciences (AREA)
- Fodder In General (AREA)
Description
In der Landwirtschaft ist die Ernte von Getreide und Hackfrüchten weitgehend mechanisiert worden,
die Gewinnung des Rauhfutters von Wiesen und vom Feldfutterbau ist in dieser Beziehung über einen begrenzten
Fortschritt nicht hinausgekommen. Der Grund hierfür liegt in der Schwierigkeit, den für die
Rauhfuttergewinnung notwendigen Trocknungsvorgang mit dem für die Mahd günstigsten und von der
Natur fest umrissenen Zeitpunkt in Einklang zu bringen und unmittelbar an das mechanisch vollzogene
Mähen in einem nicht unterbrochenen Arbeitsvorgang anzuschließen. Es gilt also, eine mechanische Verbindung
zwischen Mahd und Trocknung zu schaffen.
Bei der bisher am meisten verbreiteten Trocknungsmethode auf dem Erdboden (Bodentrocknung) hängt
die Rauhfuttergewinnung vom Zufall ab. Gezwungenermaßen wartet man entweder zum Trocknen geeignetes
schönes Wetter ab und verpaßt, von seltenen Ausnahmen abgesehen, den für die Erfassung der
höchsten Nährwerte (insbesondere Eiweiß) günstigsten ao Mähtermin (kurz vor der Blüte), oder man hält diesen
Zeitpunkt inne und läuft Gefahr, diese Werte durch schlechtes Wetter beim Trocknen zum Teil oder fast
ganz einzubüßen. Ein um wenige Tage überschrittener Nutzungs- (Schnitt-) Zeitpunkt bedeutet eine Herabsetzung
des Eiweißgehaltes auf etwa die Hälfte bei steigendem Rohfasergehalt. Man muß hierbei bedenken, daß
sich aus 50 g Rohprotein 1 kg Milch erzeugen läßt.
Durch die bei der Bodentrocknung entstehenden Atmungs-, Auswaschungs-, Gärungs- und mechanischen
Verluste steht namentlich bei ungünstiger Witterung der Aufwand an Arbeit meist im umgekehrten
Verhältnis zum eingebrachten Futterwert, außerdem geht der Gehalt an dem für die Tierernährung
so wichtigen Karotin (Provitamin A) fast vollständig verloren.
Man ist deshalb, namentlich bei der Blattheugewinnung (Luzerne und Klee), zur Gerüsttrocknung, der
Trocknung auf Rentern, übergegangen. Hier gibt es verschiedene Arten.
Der Dreibockreuter ist nur für starkstengeliges Futter (Luzerne und Klee) geeignet, weil dünnhalmiges
Gras auf diesem zu dicht lagert, zu schwer trocknet und leicht verdirbt. Bei dieser Methode ist
außerdem immer ein Vortrocknen (Vorwelken) auf dem Erdboden mit dem oben geschilderten Risiko und
den angeführten Nachteilen verbunden.
Bei der Trocknung auf Schrägwandreutern (dachförmig aufgestellten Holzgestellen) ist das Risiko der
Wertminderung während des Trocknungsvorganges gering, weil das grüne Material sofort ohne Vorwelken
aufgereutert werden kann, jedoch erfordert der Hin- und Rücktransport der großen Holzmassen, der
Auf- und Abbau der Gerüste viel Arbeit.
Verfahren und Vorrichtung
zum Trocknen von frisch gewonnenem
Grünfutter od. dgl.
Anmelder:
Georg Probst,
Georg Probst,
Wolmirstedt (Bez. Magdeburg),
Heinrich-Heine-Str. 5
Heinrich-Heine-Str. 5
Georg Probst, Wolmirstedt (Bez. Magdeburg),
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
Beim Schwedenreuter (waagerecht gezogener Dünndraht an senkrecht eingeschlagenen Pfählen) wird der
Arbeitsaufwand mit 70 Personenstunden pro Hektar für diese Arbeit angegeben.
Da außerdem das Bepacken der Reuter mit dem grünen Material und das Herunternehmen des Heus
nach erfolgter Trocknung wiederum einen hohen Arbeitsaufwand erfordern, hat sich die Gerüsttrocknung
in der Praxis nur wenig eingeführt. Trotzdem kann diese Methode, abgesehen von der künstlichen
Trocknung, als die bisher beste bezeichnet werden.
Bei der Kaltlufttrocknung (Trocknung unter Dach) muß das grüne Material auf dem Felde auf 35 bis
40% Wassergehalt vorgetrocknet werden und damit dem der Bodentrocknung entsprechenden Risiko ausgesetzt
werden. Es muß dann in einem mit Luftkanälen ausgestatteten Raum der Scheune od. dgl.
eingebracht und mittels eines Gebläses mit natürlicher Luft weitergetrocknet werden, soweit es die Luftfeuchtigkeit
zuläßt, was im Herbst meist nicht der Fall ist. Das Vortrocknen und Aufladen auf dem Felde
erfordert einen hohen Arbeitsaufwand, und es ergeben sich durch das Vorwelken auf dem Felde (Erdboden)
die obenerwähnten Wertminderungen.
Die künstliche Trocknung (Trocknung mit künstlichen Wärmequellen, Warm- bzw. Heißluft) stellt
eine Konservierungsmöglichkeit dar, bei welcher die Minderung an Nährstoffen auf ein Minimum reduziert
wird, wenn die Trocknung sofort nach dem Mähen, also ohne Zeitverlust durch eine Zwischenlagerung
109 540/130
erfolgt, weil dabei auf schnellstem Wege der Grad der Trocknung auf 38 % Wassergehalt erreicht wird, bei
dem durch das Absterben der Pflanzen Atmungs- und sonstige Verluste nicht mehr eintreten können. In
dieser Hinsicht ist diese Methode allen übrigen Heuwerbungsverfahren
weit überlegen und der einzige Weg zur Erzeugung der für Hochleistungen der Milchkühe erforderlichen hochwertigen Eiweißfutterstoffe.
Sie ist damit geeignet, im volkswirtschaftlichen Rahmen den Kraftfuttermittelimport einzuschränken.
Die den anderen Methoden gegenüber höheren Trocknungskosten lassen sich aber nur bei Verwendung
jungen, eiweißreichen Grünfutters oder für den Zwischenfruchtbau, wetterbedingt im Herbst, wenn
die übrigen Methoden versagen, rechtfertigen.
Um die reinen Trocknungskosten (Verdampfungskosten) zu mindern, ist eine Vortrocknung auf dem
Felde auf etwa 60% Wassergehalt (wenn möglich darunter) erstrebenswert. Wenn man sich klarmacht,
daß Naßgut von 80 % Feuchtigkeit (gleich 4 kg Wasser je Kilogramm Trockensubstanz) beim Vorwelken
auf 66,4 % Feuchtigkeit (gleich 2 kg Wasser je Kilogramm Trockensubstanz; bereits die Hälfte
(gleich 50%; seines Wassers auf natürliche Weise abgegeben hat, so kann man den Vorteil des Vorwelkens
an sich für die Heißlufttrocknung ermessen. Jedoch muß das Vorwelken auf eine Weise geschehen,
die einen Verlust an Nährstoffen und Karotin gegenüber der bisherigen Vortrocknungsmethode auf dem
Erdboden auf ein Mindestmaß beschränkt bzw. so gut wie ausschließt.
Nach Angaben von Professor Scheunert gehen beispielsweise beim Abwelken der grünen Blätter der
Luzerne auf dem Erdboden innerhalb von 24 Stunden 75 °/o des Gehaltes an Karotin durch Einwirkung von
Regen, Tau und Licht verloren. Dieser Vorgang wird durch Fermente bewirkt und durch den Verlust der
grünen Farbe des Materials gekennzeichnet.
Durch die Gerüsttrocknung wird die grüne Farbe des Heus im Inneren des Stapels erfahrungsgemäß
erhalten und damit auch das Karotin. Nur die äußere, der Lichteinwirkung ausgesetzte Schicht zeigt eine
bräunliche Farbe. In ihr bildet sich durch Einwirkung der ultravioletten Strahlen das Vitamin D, so daß also
gereutertes Heu diese beiden Vitamine Karotin und Vitamin D enthält. Bei zu geringem Gehalt des
Futters an Karotin treten bei den Tieren Mangelerscheinungen auf (Vitaminmangelkrankheiten), unter
anderem Störung der Drüsenfunktionen, erhöhte Infektionsbereitschaft, Nachtblindheit, Verhornung
des Plattenepithels und bei Mangel an Vitamin D Knochenweiche und Knochenbrüchigkeit.
Der praktisch erprobte außerordentliche Futterwert von frisch gewonnenem und künstlich getrocknetem
Grünfutter (Trocknungsgrünfutter) beruht auf seiner hohen Verdaulichkeit, die auf dem gegenüber frischem
Grünfutter nur 5 bis 10% betragenden Verlust an Karotin zurückzuführen sein dürfte, und auf dem
hohen Mineralstoff gehalt, die beide von keinem anderen Kraftfuttermittel erreicht werden.
Es sind Trocknungsverfahren bekannt, bei welchen das Material manuell oder maschinell vom Boden aufgenommen
und dann auf Holzgestellen getrocknet wird. Abgesehen von der Handarbeit ist auch die
Befruchtung durch Tau und Regen am Boden nachteilig. Es sind auch gitterartig ausgebildete Behälter
bekannt, in welchen das Grünfutter auf dem Feld getrocknet wird. Diese sind sperrig, schwer zu manipulieren
sowie mit der Mähmaschine mitzuführen und erfordern verhältnismäßig hohe Herstellungskosten,
Weitere bekannte Trockenbehälter sind vielfach umständlich herstellbar und haben besonders den Nachteil,
daß sie nicht transportiert werden können.
Erstrebenswert ist ein Gewinnungsverfahren für Rauhfutter, bei dem die bisher bekannten Verfahren
weiter verbessert werden.
Hierfür sind, zusammengefaßt, folgende Forderungen zu stellen:
1. Gewinnung der auf Wiesen und Äckern in den grünen Pflanzen gewachsenen Nährwerte durch
Wahl des Nutzungs- (Schnitt-) Zeitpunktes (kurz vor der Blüte) nach freiem Ermessen und unabhängig
von der Witterung, also Sicherheit in der Gewinnung.
2. Erhaltung (Konservierung) dieser Nährwerte in praktisch höchsterreichbarem Maße durch den Beginn
des Trocknungsvorganges in unmittelbarem Anschluß an den Mähvorgang und damit Ausschaltung
aller mengen- und gütemäßigen Verluste.
3. Wirtschaftlichkeit für landwirtschaftliche Betriebe aller Größenklassen durch
tragbare Anschaffungskosten,
niedrige Betriebskosten (Einmannbetrieb),
niedrige Erzeugungskosten von Trockenfutter durch Wahl der jeweils günstigsten Trocknungsmethode,
niedrige Betriebskosten (Einmannbetrieb),
niedrige Erzeugungskosten von Trockenfutter durch Wahl der jeweils günstigsten Trocknungsmethode,
erleichterte Möglichkeit für die Benutzung von künstlichen Trocknungsanlagen außerhalb des
eigenen Betriebes und Trocknung in Lohn,
erleichterte Möglichkeit der Anwendung der Kaltluft- (Unter-Dach-) Trocknung durch Wegfall der bei diesem Verfahren notwendigen Belüftungsroste.
erleichterte Möglichkeit der Anwendung der Kaltluft- (Unter-Dach-) Trocknung durch Wegfall der bei diesem Verfahren notwendigen Belüftungsroste.
Diese Vorteile werden durch das erfindungsgemäße A^erfahren zum Trocknen von vorzugsweise frisch
gewonnenem Grünfutter od. ä., das von der Mähmaschine mittels Transportbandes zugeführt wird,
und durch den transportablen Netzbandreuter der Erfindung erreicht. Dieses Verfahren zeichnet sich
dadurch aus, daß das Grünfutter in fachartige, mit Drahtnetzen versehene Behälter eines transportablen
Netzbandreuters gefüllt wird, wobei die Behälter, welche miteinander und mit einer von der Mähmaschine
oder Zapfwelle des Schleppers angetriebenen Achse verbunden sind, spiralig zu einem Wickelballen
aufgerollt werden, worauf der gefüllte Netzbandreuter zum Trocknen abgestellt wird.
Um diese erstrebte Verbindung von Mahd und Trocknung herzustellen, wird das Grünmaterial, so
wie es von der Mähmaschine anfällt, auf ein Band aufgewickelt, auf dem es bis zur vollendeten Trocknung
verbleibt, wobei durch seine erfindungsgemäße Konstruktion und die dadurch erreichte gute Durchlüftung
die Trocknung in gleichem Maße wie beim Dünndraht- (Schweden-) Reuter gewährleistet wird.
Der aufrollbare Netzbandreuter der Erfindung besitzt eine hohe Trockenleistung, ist zusammenlegbar
und leicht mitzutransportieren. Eine Befeuchtung des Grünfutters wird bei demselben verhindert, so daß die
Erhaltung der Nährstoffe gewährleistet ist. Das erfindungsgemäße Verfahren ist voll mechanisiert.
Der Netzbandreuter der Erfindung kann ohne Umladen des Grünfutters für eine eventuelle weitere
künstliche Trocknung verwendet werden. Die Trocknungskosten werden noch durch Vorwelken des Grünfutters
auf dem Reuter der Erfindung erheblich gesenkt.
An Hand der schematischen Zeichnung werden das Verfahren und der transportable Netzbandreuter der
Erfindung an einem Ausführungsbeispiel erläutert.
Die Zeichnung zeigt den Netzbandreuter im Längsschnitt, links daneben einen Einzelbehälter in schaubildlicher
Darstellung.
Die Einzelbehälter 1 sind durch Scharnier 2 bis 45° zu öffnen. Bei den Kanten 3, 4, 5, 6 ist ein Seil durchlaufend
angebracht. Mittels des Transportbandes 7 werden die Einzelbehälter 1 mit Grünfutter gefüllt.
Der Netzbandreuter ist aus den Einzelbehältern 1 zusammengesetzt, die rechteckige, etwa 30 mm hohe und
1 m breite Rahmen aus Eisen- oder Aluminiumdraht besitzen und, mit der längeren Seite aneinandergereiht,
in Scharnieren im Winkel bis zu 45° beweglich sind. Die Rahmen der Einzelbehälter 1 sind netzartig mit
Draht bespannt. Zur Stützung des Netzbandreuters 11 sind Rahmen 8 und 9 angebracht. Mittels der Rolle
10 werden die luftdurchlässigen Planstreifen zugeführt, durch welche die Behälter abgedeckt werden.
Die Rahmen lassen sich ähnlich wie bei einer Harmonika bis zu einem Winkel von 45° auseinanderziehen
und wieder zusammenschieben. Beim Auseinanderziehen bilden sich auf diese Weise dreieckige
Behälter. Durch die Öffnungen der dreieckigen Behälter wird das grüne Material kontinuierlich von der
Mähmaschine aus eingefüllt. Durch die sich aus der Dreiecksform der Behälter ergebenden dreieckigen
Zwischenräume zwischen den Behältern kann die für die Trocknung nötige Luft eintreten.
Während der im Zeitmaß des Mähens vor sich gehenden Füllung wickelt sich das anfangs etwa
horizontal bewegte Netzband spiralförmig um eine Achse auf. Diese ist auf einem zweirädrigen Karren
als Anhänger hinter der Mähmaschine montiert und wird von dieser oder der Zapfwelle des Schleppers
durch mechanische Übertragung angetrieben.
Nach mehreren Umdrehungen bildet sich ein annähernd runder Wickelballen, dessen Durchmesser
und damit seine Aufnahmefähigkeit an Grünmaterial willkürlich und zweckentsprechend bestimmt werden
kann (2 bis 3 m). Der Vorgang wird demgemäß unterbrochen, das Netzband an einer Scharnierverbindung
abgetrennt und sein Ende am Wickelballen befestigt. Dieser AufwicklungsVorgang wird einwandfrei (in
bezug auf die Durchlüftung) gesichert durch vier Stahlseile, die durch je einen Schlitz an den vier
Ecken jedes Rahmens hindurchlaufen und beim Aufwickeln ein Ineinanderschieben der dreieckigen Behälter
verhindern.
In gewissen Abständen sind die Stahlseile zum Durchteilen eingerichtet (ebenso wie die rechteckigen
Rahmen an den Scharnieren), so daß sie sich gleichfalls an dem aufgewickelten Ballen als Ende befestigen
lassen.
Der so geschlossene Ballen wird abgeworfen bzw. am Rande des Feldes abgestellt, und der Vorgang
beginnt von neuem mittels des auf der Mähmaschine noch befindlichen zusammengefalteten Netzbandreuters.
Der nicht gefüllte Netzbandreuter läßt sich wie eine Harmonika zusammenfalten, so daß die rechteckigen
Rahmen wie Blätter übereinanderliegen. Dies ist die größtmögliche Raumersparnis für die Aufbewahrung.
Die durch die Schlitze laufenden bereits erwähnten Stahlbänder oder -seile sind dabei auf einer Spule
aufgewickelt und werden straff gehalten.
Das Verfahren der Erfindung stellt somit die volle Mechanisierung der Rauhfuttergewinnung auf rationelle
Weise (Einmannbetrieb) dar.
Zur täglichen Versorgung mit Grünfutter bei Stallfütterung kann der Netzbandreuter gleichfalls durch
Eingliederung in den mechanisierten Fütterungsablauf gute Dienste leisten, wobei bei einer eventuellen
Verzögerung eine sonst durch zu dichtes Lagern eintretende gefährliche Erwärmung des grünen Materials
durch die konstruktiv bedingte dauernde Durchlüftung vermieden wird.
Das Verfahren ist gleichfalls bei der Ernte anderer landwirtschaftlicher Erzeugnisse als Ergänzung zum
Zwecke der Trocknung verwendbar.
Da die natürliche Trocknung, konstruktiv bedingt, sofort bei der Mahd eingeleitet wird, treten die bei
der Bodentrocknung und dem Vorwelken sonst unvermeidbaren Wertminderungen nicht ein.
Es wird auf diese Weise die denkbar beste Vortrocknung sowohl für die Kalt-Luft- (Unter-Dach-)
als auch für die Heißluft- (Künstliche Trocknungs-) Methode erreicht.
Das Verfahren der Erfindung trägt zur vermehrten und zur Erzeugung von Trockengrünfutter durchaus
erstrebenswerten Anwendung der künstlichen Trocknung bei, weil sich der einzelne, insbesondere der
kleine und mittlere landwirtschaftliche Betrieb in diesem Falle auf die Mahd des Grünmaterials beschränken
kann.
Der einzelne landwirtschaftliche Betrieb hat nur die Aufgabe, die mit Grünmaterial gefüllten Wickelballen
zur Trockenstation zu bringen und das Trockenmaterial dort später wieder abzuholen.
Eine eventuelle Verzögerung bei der Abfertigung der einzelnen Posten seitens des Trocknungsunternehmens
bleibt ohne Einfluß auf die Qualität des Trockengutes, weil das Material gut durchlüftet
im Netzband-Wickelballen steht. Dies ist bei der für Groß-Trockenanlagen meistens notwendigen Vorlagerung
auf Lagerplätzen durchaus nicht immer der Fall.
Bei Verwendung von bereits erprobten Band- bzw. Schubwendetrocknern läßt sich das Netzband sinnvoll
in den Trocknungsvorgang durch kleine Änderungen an den Apparaturen einbauen bzw. einschalten.
Mit dem vermehrten Einsatz von Trockengrünfutter läßt sich die Eiweißlücke in der Fütterung wesentlich
verkleinern und durch die Erzeugung im eigenen landwirtschaftlichen Betrieb dessen Rentabilität steigern.
Claims (5)
1. Verfahren zum Trocknen von frisch gewonnenem Grünfutter od. dgl., das von der Mähmaschine
mittels Transportbandes zugeführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß das Grünfutter in fachartige,
mit Drahtnetzen versehene Behälter eines transportablen Netzbandreuters gefüllt wird, wobei
die Behälter, welche miteinander und mit einer von der Mähmaschine oder Zapfwelle des Schleppers
angetriebenen Achse verbunden sind, spiralig zu einem Wickelballen aufgerollt werden, worauf
der gefüllte Netzbandreuter zum Trocknen abgestellt wird.
2. Transportabler Netzbandreuter zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die fachartigen Behälter (1) aus je zwei mit Drahtnetzen versehenen, durch
Scharniere (2) od. dgl. verbundenen rechteckigen Rahmen (3J 4, 5, 6) bestehen, welche gegeneinander
einen Winkel bis zu etwa 45° einschließen und an deren vier Ecken Schlitze angebracht sind zur
Durchführung schmaler Stahlbänder od. dgl., wobei die Behälter beim Aufrollen durch mittels
Rolle (10) zugeführte Planenstreifen abgedeckt werden.
3. Netzbandreuter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Scharniere (2) lösbar sind.
4. Netzbandreuter nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die schmalen Stahlbänder
zur Verbindung ihrer Enden mit dem Wickelballen abteilbar und beim Zusammenklappen
der leeren Behälter (1) aufrollbar sind.
5. Netzbandreuter nach einem der Ansprüche 2 bis 4, gekennzeichnet durch Stützrahmen (8,9)
für den Netzbandreuter und die Rolle (10) für die Planenstreifen.
In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 264 973, 850 962,
023;
britische Patentschrift Nr. 360 185; österreichische Patentschrift Nr. 189 431.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEM32834A DE1104753B (de) | 1957-01-07 | 1957-01-07 | Verfahren und Vorrichtung zum Trocknen von frisch gewonnenem Gruenfutter od. dgl. |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEM32834A DE1104753B (de) | 1957-01-07 | 1957-01-07 | Verfahren und Vorrichtung zum Trocknen von frisch gewonnenem Gruenfutter od. dgl. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1104753B true DE1104753B (de) | 1961-04-13 |
Family
ID=7301588
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEM32834A Pending DE1104753B (de) | 1957-01-07 | 1957-01-07 | Verfahren und Vorrichtung zum Trocknen von frisch gewonnenem Gruenfutter od. dgl. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1104753B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1202556B (de) | 1964-01-31 | 1965-10-07 | Dr Med Alfred Kessler | Verfahren zum Belueften und/oder Trocknen von geernteten landwirtschaftlichen Guetern |
Citations (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE264973C (de) * | ||||
| GB360185A (en) * | 1930-10-31 | 1931-11-05 | Ewart Scott Grogan | Improvements relating to hay barns or the like |
| DE850962C (de) * | 1951-05-16 | 1952-09-29 | Friedrich Dipl-Landw Venema | Reuter zum Trocknen von Gruenfutter u. dgl. Mahdgut |
| DE867023C (de) * | 1950-11-24 | 1953-02-16 | Werner Weiss | Verfahren zur Gewinnung von Duerrfutter |
| AT189431B (de) * | 1954-09-06 | 1957-03-25 | Alois Dipl Ldw Gaszner | Transportables Anwelkungs- und Trocknungsgerüst für Grünfutter |
-
1957
- 1957-01-07 DE DEM32834A patent/DE1104753B/de active Pending
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