DE1111737B - Verfahren zur Herstellung von Elektromagneten und nach dem Verfahren hergestellter Elektromagnet - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Elektromagneten und nach dem Verfahren hergestellter ElektromagnetInfo
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Description
- Verfahren zur Herstellung von Elektromagneten und nach dem Verfahren hergestellter Elektromagnet Bei den bisher üblichen Herstellungsverfahren für Elektromagneten wurde die Magnetspule auf einen Spulenkörper gewickelt, der zusammen mit dem Gehäuseoberteil und dem der Ankerführung dienenden Messingrohr mittels eines geeigneten Kunststoffes zu einer gemeinsamen Einheit vergossen worden war. Da bei dieser Ausführung das Messingrohr, z. B. beim Spulenpreßvorgang, aber auch während des weiteren Fertigungsganges, größeren mechanischen Beanspruchungen unterliegt, war es notwendig, das Messingrohr besonders starkwandig auszuführen. Dennoch ergaben sich oftmals Verformungen und Veränderungen des Kreisquerschnittes, die wiederum exzentrische Verlagerungen des in dem Messingrohr geführten Magnetankers zur Folge hatten und woraus sich schließlich ein einseitiger Zug des Magnetfeldes, erhöhte Reibungsverluste und eine Verringerung -def Hubleistung ergaben.
- Ein nachträgliches Aufreiben des Messingrohres dieser bekannten Ausführung vergrößert einmal das Ankerspiel in unerwünschter Weise und beseitigt andererseits die oftmals aufgebrachte harte, gleitfähige Oberflächenschicht der Innenwand des Messingrohres.
- Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von Elektromagneten. Erfindungsgemäß werden der Anker, der Gehäuseoberteil und der Gehäuseunterteil zu einer starren Einheit verbunden, und auf diese wird anschließend die Magnetspule gewickelt. Vor dem Zusammenfügen von Anker, Gehäuseoberteil und Gehäuseunterteil wird um den Anker eine Kunststoffolie und darüber ein Messingblech gelegt, die beide den Anker vollständig umschließen. Die Dicke der Kunststoffolie entspricht dabei genau der Größe des später benötigten Spieles zwischen Anker und Innenwand der Ankerführung.
- Nach dem Wickeln der Magnetspule und dem Tränken derselben mit einem Isoliermittel wird der Außenmantel des Magnetgehäuses mit dem Gehäuseoberteil sowie dem Gehäuseunterteil verbunden, danach die axiale Verbindung zwischen dem Anker, dem Gehäuseoberteil und dem Gehäuseunterteil gelöst, schließlich der Anker herausgezogen und von der ihn noch umhüllenden Kunststoffolie befreit.
- Während des gesamten Herstellungsvorganges hat also der Anker die aus einem Messingblech hergestellte Ankerführung von innen her abgestützt, so daß jegliche Verformung derselben mit Sicherheit vermieden wird. Da im Rahmen des erfindungsgemäßen Verfahrens, wie erläutert, an Stelle des bisher üblichen Messingrohres ein Messingblech als Ankerführung verwendet wird, das um den Anker selbst zu einer genauen zylindrischen Form gebogen werden kann, werden die Gleit- und Führungseigenschaften der Ankerführung insofern verbessert, als die an der Innenwand derselben benötigte Schutz-und Gleitschicht aus Molybdändisulfid, beispielsweise dem unter dem Warenzeichen »Molykote« bekannten Molybdändisulfid, auf dem vorher ebenen Messingblech besonders gleichmäßig und einwandfrei hergestellt werden kann.
- In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt.
- Danach sind Gehäuseoberteil 1, Gehäuseunterteil t und Anker 3 mittels der durchgehenden Zugschraube 4 zu einer starren Einheit verbunden. Der Gehäuseunterteil 2 liegt dabei auf der Halteplatte 5 auf. Der Anker 3 wird von einem Messingblech 6 vollständig umhüllt. Zwischen dem Anker 3 und dem Messingblech 6 ist eine Kunststoffolie eingelegt, die hier wegen ihrer geringen Stärke (rund 0,02 bis 0,06 mm) nicht dargestellt ist, um die Anschaulichkeit der Darstellung nicht zu beeinträchtigen.
- Man erkennt an der Darstellung, daß der Anker 3 mitsamt seiner Ummantelung, bestehend aus Messingblech 6 und der nicht dargestellten Kunststoffolie, in den Gehäuseunterteil 2 geschoben worden ist. Die Teile sind in der dargestellten Lage in dem Bereich, in dem sie .unmittelbar an die Magnetspule 7 angrenzen, mit einer Isolationsschicht 8 bedeckt.
- Die Reihenfolge des Zusammenbaues eines erfindungsgemäß gestalteten Elektromagneten ist also folgende: Zunächst wird der Anker 3 mit einer Kunststoffolie und daran anschließend mit dem Messingblech 6 umhüllt. Das Messingblech 6 besitzt dabei auf der Seite, die dem Anker 3 zugewandt ist, eine besondere Schutzschicht mit guten Gleiteigenschaften für den später darin bewegten Anker 3. Der Anker 3 mitsamt der erwähnten Umhüllung wird anschließend in den Gehäuseunterteil t geschoben, dessen Bohrung eine entsprechende Passung hat, und der in den Gehäuseoberteil 1 hineinragende Teil des Messingbleches 6 wird durch Umwickeln mit Messingdraht zusammengehalten. Im Bereich der Magnetspule wird der Längsschlitz des Messingbleches 6 zweckmäßig mit einem Isolierstreifen überklebt. Daraufhin wird die Isolationsschicht 8 an den Auflagestellen der Magnetspule 7 aufgebracht und die Magnetspule 7 aufgewickelt. Der Anker 3 stützt dabei das Messingblech 6 völlig sicher ab. Auch Druckkräfte, die nach dem Tränken der Magnetspule während des Trockenvorganges auf das Messingblech 6 einwirken könnten, werden von dem Anker 3 sicher aufgefangen. Schließlich wird der Außenmantel 9 des Magnetgehäuses befestigt.
- Erst jetzt wird die Zugschraube 4 nach dem Lösen der Mutter 10 aus der Ankerbohrung gezogen und der Anker 3 herausgezogen. Nachdem der Anker 3 von der ihn bedeckenden Kunststoffolie befreit worden ist, wird er wieder in die durch das Messingblech 6 begrenzte Bohrung eingeführt- und besitzt innerhalb derselben das für einen verschleißarmen Betrieb erforderliche Spiel, ohne daß irgendeine spanabhebende Bearbeitung erforderlich gewesen wäre.
Claims (4)
- PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Herstellung von Elektromagneten, dadurch gekennzeichnet, daß der Anker, der Gehäuseoberteil und der Gehäuseunterteil zu einer starren Einheit verbunden werden und anschließend auf sie die Magnetspule gewickelt wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß vor dem Zusammenfügen von Anker, Gehäuseoberteil und Gehäuseunterteil um den Anker eine Kunststoffolie und darüber ein Messingblech gelegt wird, die beide den Anker vollständig umschließen.
- 3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß nach dem Wickeln der Magnetspule und dem Tränken derselben mit einem Isoliermittel der Außenmantel des Magnetgehäuses befestigt, danach die axiale Verbindung zwischen Anker, Gehäuseoberteil und Gehäuseunterteil gelöst, schließlich der Anker herausgezogen und von der ihn noch umhüllenden Kunststoffolie befreit wird.
- 4. Elektromagnet, hergestellt nach einem Verfahren nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Innenwand der aus Messingblech bestehenden Führung des Ankers mit einer Schutz- und Gleitschicht versehen ist.
Priority Applications (1)
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| DEL35252A DE1111737B (de) | 1960-01-29 | 1960-01-29 | Verfahren zur Herstellung von Elektromagneten und nach dem Verfahren hergestellter Elektromagnet |
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Publications (1)
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| DE1111737B true DE1111737B (de) | 1961-07-27 |
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Cited By (1)
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|---|---|---|---|---|
| DE19907732A1 (de) * | 1999-02-23 | 2000-08-24 | Mannesmann Rexroth Ag | Proportionalmagnet mit abziehbarer Spule |
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1960
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Cited By (3)
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| DE19907732A1 (de) * | 1999-02-23 | 2000-08-24 | Mannesmann Rexroth Ag | Proportionalmagnet mit abziehbarer Spule |
| US6628186B1 (en) | 1999-02-23 | 2003-09-30 | Bosch Rexroth Ag | Solenoid valve |
| DE19907732B4 (de) * | 1999-02-23 | 2008-08-28 | Bosch Rexroth Aktiengesellschaft | Hydraulisches Magnetventil |
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