DE1111684B - Verfahren zur Trocknung von pastierten Elektroden fuer Bleiakkumulatoren - Google Patents
Verfahren zur Trocknung von pastierten Elektroden fuer BleiakkumulatorenInfo
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Description
- Verfahren zur Trocknung von gastierten Elektroden für Bleiakkumulatoren Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur rißfreien Trocknung von gastierten Masse-Elektroden für Bleiakkumulatoren.
- Es werden verschiedene Verfahren zum Trocknen pastierter Platten angewandt. Beispielsweise werden die gastierten Platten in Durchlauföfen vorgetrocknet und dann 2 bis 5 Tage gelagert. So behandelte Platten sind trocken und durchoxydiert, aber rissig.
- Ebenso hat man vorgeschlagen, gastierte positive Platten 15 Minuten bei etwa 112° C vorzutrocknen und gleich anschließend etwa 30 Minuten bei Temperaturen von etwa 93 bis 105° C in feuchter Atmosphäre zu behandeln. Die hierfür benötigte Gesamtzeit beträgt nur 45 Minuten. Danach werden die Platten gestapelt, und man läßt sie an der Luft altern. Bei diesem Verfahren ist allerdings die Gefahr der Rißbildung beim Lagern an der Luft nicht auszuschließen. Bei bestimmter Zusammensetzung der Paste für die positiven Platten werden nach diesem bekannten Verfahren Elektroden erhalten, deren Masse sich beim Formieren verhältnismäßig leicht in Bleioxyd umwandeln läßt.
- Rißfreie Platten können auch in Trocknungszeiten von 21 und mehr Stunden erhalten werden. Diese Verfahren erfordern sehr viel Raum und eignen sich nicht für einen kontinuierlichen Betrieb.
- Aufgabe der vorliegenden Erfindung war es, ein Trocknungsverfahren zu entwickeln, das die Elektrodenplatten in kürzerer Zeit als bisher rißfrei zu trocknen gestattet und das sich für eine kontinuierliche Arbeitsweise eignet.
- Diese Aufgabe wurde erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die gastierten Platten in mehreren Stufen ansteigender und abfallender Temperaturen oberflächlich angetrocknet werden, sodann in einen Luftstrom gelangen, in dem sie abkühlen, und nach Verweilen in feuchter Atmosphäre in warmer Luft fertig getrocknet werden.
- Gemäß der Erfindung kann dabei so verfahren werden, daß die oberflächliche Antrocknung in drei Zonen, vorzugsweise über offenen Flammen, erfolgt, wobei die erste Zone auf einer Temperatur von etwa 70 bis 80° C, die zweite Zone auf einer Temperatur von etwa 200° C und die dritte Zone auf einer Temperatur von etwa 100° C gehalten wird. Die Durchlaufzeit jeder Platte durch die dreiZonen kann äußerst kurz gehalten werden und beträgt insgesamt etwa 1/2 bis 11/2 Minuten bei einem sehr weiten Abstand von Platte zu Platte.
- Nach dieser oberflächlichen Antrocknung sind jedoch die Elektrodenplatten noch nicht frei von Feuchtigkeit. Die in den Platten enthaltene Wärme genügt, um sie zum Reißen zu bringen. Zur Vermeidung dieser Risse werden erfindungsgemäß die angetrockneten Platten abgekühlt, wobei ihr Abstand voneinander sehr gering sein muß. Diese Kühlung kann natürlich auch durch direktes Anblasen der Elektroden oder auf irgendeine andere Art bewirkt werden.
- Nach dem Abkühlen der Platten auf Raumtemperatur werden sie etwa 4 Stunden einer feuchten Atmosphäre ausgesetzt, was z. B. in Gestellen durch Abdecken mit feuchten Tüchern oder durch Versprühen von Wasser geschehen kann. Hiernach genügt eine etwa 1stündige Sprühdampfbehandlung bei 80° C, um die Platten weitgehend zu oxydieren.
- Anschließend werden sie zunächst in warmer Luft von etwa 80° C etwa 1/2 Stunde und dann bei etwa 200° C etwa 1 Stunde, z. B. über offenen Flammen, fertig getrocknet.
- Mit Hilfe des erfindungsgemäßen Verfahrens ist es möglich, rißfreie trockene Platten in 6 bis 7 Stunden herzustellen, die unmittelbar anschließend formiert werden können. Gegenüber den bekannten Vorschlägen wird also eine Zeitersparnis erzielt. Außerdem kann man mit Hilfe des Verfahrens ein kontinuierliches Arbeitsverfahren ohne große räumliche Ausdehnung ausführen. Es besitzt überdies den großen Vorzug, daß sich schon innerhalb der ersten Minuten der Behandlung eine dünne Haut von sauerstoffhaltigen Bleiverbindungen (Oxydhaut) auf den Elektroden bildet, die durch die sich unmittelbar anschließende Kühlung stabilisiert wird und bei der nachfolgenden Fertigtrocknung nicht mehr aufreißt. Diese Oxydhaut ist zunächst nur auf den Plattenoberflächen vorhanden, während für Innern der Platten die Masse noch nicht durchoxydiert ist. Erst durch die Einwirkung von zugeführter Feuchtigkeit bei erhöhter Temperatur wird auch die Oxydation des im Innern der Platten befindlichen metallischen Bleies bewirkt.
- Dieses äußerst wirtschaftliche Verfahren läßt sich -mit allen bekannten positiven und negativen pastierten Elektroden durchführen, erfordert keine komplizierten Voraussetzungen und Verfahrensschritte und liefert in kürzerer Zeit als bisher pastierte Platten, die rißfrei sind, leicht formiert werden können und eine erheblich größere Lebensdauer aufweisen.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zum rißfreien Trocknen von pastierten Masse-Elektroden für Blei-Akkumulatoren, dadurch gekennzeichnet, daß die pastierten Platten in drei Schritten bei Temperaturen um 75 bzw. 200 bzw. 100° C in einer Gesamtzeit von etwa 1/2 bis 11/2 Minuten oberflächlich angetrocknet, danach einem kühlenden Gasstrom ausgesetzt und nach einem Verweilen in einer feuchten Atmosphäre abschließend in zwei Stufen bei etwa 80° C in etwa 1/2 Stunde und dann bei etwa 200° C innerhalb etwa 1 Stunde fertiggetrocknet werden.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die oberflächlich angetrockneten und abgekühlten Platten etwa 4 Stunden in einer feuchten Atmosphäre verweilen und anschließend etwa 1 Stunde mit Sprühdampf von z. B. 80° C behandelt werden.
- 3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Plattenabstand nach der oberflächlichen Antrocknung stark verringert wird. In Betracht gezogene Druckschriften: USA.-Patentschrift Nr. 2 481218.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| NL253637D NL253637A (de) | 1958-09-12 | ||
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| DEA30277A DE1111684B (de) | 1958-09-12 | 1958-09-12 | Verfahren zur Trocknung von pastierten Elektroden fuer Bleiakkumulatoren |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1111684B true DE1111684B (de) | 1961-07-27 |
Family
ID=6927161
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEA30277A Pending DE1111684B (de) | 1958-09-12 | 1958-09-12 | Verfahren zur Trocknung von pastierten Elektroden fuer Bleiakkumulatoren |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1111684B (de) |
| NL (1) | NL253637A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0949700A1 (de) * | 1998-01-05 | 1999-10-13 | Accumulatorenwerke Hoppecke Carl Zoellner & Sohn GmbH & Co. KG | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Bleiplatten für Bleiakkumulatoren |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2481218A (en) * | 1943-03-22 | 1949-09-06 | Gen Motors Corp | Method of curing storage battery plates |
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0
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1958
- 1958-09-12 DE DEA30277A patent/DE1111684B/de active Pending
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2481218A (en) * | 1943-03-22 | 1949-09-06 | Gen Motors Corp | Method of curing storage battery plates |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0949700A1 (de) * | 1998-01-05 | 1999-10-13 | Accumulatorenwerke Hoppecke Carl Zoellner & Sohn GmbH & Co. KG | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Bleiplatten für Bleiakkumulatoren |
| US6014798A (en) * | 1998-01-05 | 2000-01-18 | Accumulatorenwerke Hoppecke Carol Zoellner | Method and device for manufacturing lead plates for lead/acid batteries |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| NL253637A (de) |
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