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Sicherheitseinrichtung in Luftfahrzeugen Die Erfindung betrifft eine
Sicherheitseinrichtung zur Überwachung des Startanlaufes in Luftfahrzeugen zur Überwachung
des Startanlaufs, wodurch nach Beginn der Beschleunigung angezeigt wird, ob das
Flugzeug innerhalb der für den Start zur Verfügung stehenden Strecke genügend Auftrieb
erhält und sich vom Boden abheben kann.
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Bei unbegrenzt langen Startbahnen brauchte man den Startanlauf eines
Flugzeugs nicht zu überwachen, die Startbahnlängen der vorhandenen Flugplätze sind
jedoch für viele der neueren schnellen Flugzeugtypen gerade noch ausreichend, so
daß Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden müssen, um den Startanlauf auf der
vorgegebenen Strecke zu überwachen.
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Die Betriebseigenschaften jedes Flugzeugs sind hinreichend bekannt,
um vor Beginn des Startanlaufes abschätzen zu können, ob eine für einen erfolgreichen
Start ausreichende Startbahnlänge zur Verfügung steht. Es treten jedoch Umstände
auf, wodurch einer oder mehrere der Faktoren, auf denen die Schätzung beruht, von
den angenommenen Werten abweichen, so daß eine Unfallgefahr eintreten kann.
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Manchmal kann in einem solchen Fall der Pilot die Startunmöglichkeit
noch rechtzeitig vor Erreichen des kritischen Punktes erkennen und das Flugzeug
innerhalb der verbleibenden Startbahnlänge noch zum Halten bringen; andererseits
wäre ein Unglück unvermeidbar.
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Ziel der Erfindung ist es, diese Übelstände zu vermeiden. Zu diesem
Zweck wird eine Sicherheitseinrichtung zur Überwachung des Startanlaufs von Flugzeugen
vorgeschlagen, das sich erfindungsgemäß dadurch kennzeichnet, daß eine Recheneinrichtung
vorgesehen ist, die den Startanlauf überwacht und dabei kontrolliert, ob das Flugzeug
seit Beginn des Startanlaufs vorbestimmte Startbedingungen erfüllt, wobei die Recheneinrichtung
kontinuierlich den Startverlauf auf einem Anzeigegerät darstellt.
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Aus Gründen der Einfachheit wird im folgenden der Ausdruck »Startanlauf«
unabhängig davon gebraucht, ob das Flugzeug schließlich vom Boden abkommt oder nicht.
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Die Überwachung geht aus von denjenigen physikalischen Größen, die
durch Zeitintegration der gemessenen Flugzeugbeschleunigung erhalten werden. Als
Startbedingung wird dabei die vorbestimmte Durchschnittsbeschleunigung zugrunde
gelegt, wobei die Recheneinrichtung ausfindig macht, ob das Flugzeug die vorbestimmte
Normaldurchschnittsbeschleunigung über die seit Anschalten des Gerätes überrollte
Entfernung aufrechterhalten hat. Zweckmäßigerweise wird vom Gerät das erste Zeitintegral
der Flugzeugbeschleunigung zur Bestimmung der Momentangeschwindigkeit des Flugzeugs
und das zweite Zeitintegral der Beschleunigung zur Bestimmung der vom Flugzeug jeweils
zurückgelegten Entfernung berechnet. Diese Augenblicksgrößen sollen zusammen mit
entsprechenden festen Größen, die die Startgeschwindigkeit und die vorgegebene Startstrecke
darstellen; anzeigen, ob die Beziehung zwischen diesen Größen einen Erfolg oder
ein Mißlingen des Starts erwarten läßt.
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Das Gerät ist daher so ausgebildet, daß die Recheneinrichtung kontinuierlich
feststellt, ob der Wert des Ausdruckes di unter einen vorbestimmten Wert fällt,
wobei vi die Augenblicksgeschwindigkeit des Flugzeugs nach Durchlaufen einer Entfernung
di der Startbahn bedeutet. Der vorbestimmte Wert ist dargestellt durch die Form
dr , wobei v, die Sicherheitsstartgeschwindigkeit des Flugzeugs und dr eine
vorbestimmte Startbahnentfernung ist. Die Recheneinrichtung weist einstellbare Organe
auf, wodurch die den vr- und d,-Werten entsprechenden Signale eingestellt werden.
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Um ein Maß für die Fluggeschwindigkeit über Grund zu erhalten, wird
ein Korrektursignal eingeführt, das die Windgeschwindigkeit berücksichtigt.
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In der Zeichnung sind einige Ausführungsbeispiele der Sicherheitseinrichtung
dargestellt; darin zeigen Fig. 1 bis 3 graphische Darstellungen zur Erläuterung
der Beziehungen zwischen Startgeschwindigkeit und Entfernung,
Fig.
4 in schematischer Darstellung eine Sicherheitseinrichtung zur Überwachung des Startanlaufs
eines Flugzeugs, Fig. 5 bis 7 in schematischer Darstellung veränderte Ausführungsformen
der Sicherheitseinrichtung nach Fig. 4.
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Unter der Annahme konstanter Beschleunigung während des Startanlaufs
nimmt das Quadrat der Flugzeuggeschwindigkeit mit der durchlaufenen Startbahnlänge
von Null aus linear zu. Eine graphische Darstellung der Beziehung zwischen Geschwindigkeit
und Entfernung, wie sie für ein solches Flugzeug zum Erreichen seiner Startgeschwindigkeit
v, bei einer vorbestimmten Entfernung d,- erforderlich ist, wird (Fig. 1) durch
die Hypotenuse eines rechtwinkligen Dreiecks gebildet, dessen Basis (Abszisse) und
Höhe (Ordinate) proportional d, bzw. 1r2 sind. Dieses Dreieck dient als Bezugsfigur
beim Ähnlichkeitsvergleich mit anderen Dreiecken, die entsprechend durch die Momentanwerte
des tatsächlichen Geschwindigkeitsquadrats vi2 und der tatsächlich zurückgelegten
Entfernung di gegeben sind. Ein so gegebenes Dreieck wird auf das Bezugsdreieck
(Fig. 1) gelegt und ist in diesem Fall diesem ähnlich, so daß die folgende Beziehung
besteht:
Die Beziehung (1) bedeutet, daß das Flugzeug seine Startgeschwindigkeit gerade nach
der vorbestimmten, dem Flugzeug für den Start zur Verfügung stehenden Entfernung
erreichen wird.
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In Fig. 2 ist das durch die Momentanwerte definierte Dreieck dem Bezugsdreieck
unähnlich und ergibt folgende Beziehung
Aus der Beziehung (2) kann daher vorhergesagt werden, daß das Flugzeug seine Startgeschwindigkeit
vor Durchlaufen der vorgegebenen Startlänge erreichen wird. Besteht daher während
des Startanlaufs eine der Beziehungen (1) oder (2), so ist der Pilot eines erfolgreichen
Starts versichert.
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Sind jedoch die Dreiecke in der Weise unähnlich (Fig. 3), daß
wird, so kann daraus geschlossen werden, daß das Flugzeug die Startgeschwindigkeit
erst nach Überschreiten der vorbestimmten für den Start vorgesehenen Entfernung
erreichen wird.
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Die verschiedenen Ausführungsformen der Sicherheitseinrichtungen betreffen
Geräte, die anzeigen, welche der Beziehungen (1), (2), (3) während des Startanlaufs
eines Flugzeugs besteht. Bei der in Fig.4 gezeigten Ausführungsform erreicht man
dies beispielsweise dadurch, daß man das Produkt vi' dr mit dem Produkt v,? di vergleicht
und das Ergebnis des Vergleichs auf einer geeigneten Anzeigevorrichtung darstellt.
Wenn v:? d, _> v,? di gilt, so besteht offenbar eine der günstigen Beziehungen (1);
(2). Ist andererseits vi2 d, < v,2 di, so besteht die ungünstige Beziehung
(3).
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In Fig. 4 ist ein signalbildender Linearbeschleunigungsmesser 6 dargestellt,
der in einem Flugzeug so angebracht ist, daß er auf Vorwärtsbeschleunigung des Flugzeugs
anspricht und ein elektrisches Ausgangssignal bildet, das der Beschleunigung proportional
ist. Das Beschleunigungssignal wird über die Leitung 7 an den Verstärker 8 gegeben,
der einen Teil eines elektromechanischen Integrators 9 bildet, der seinerseits proportional
der Flugzeuggeschwindigkeit eine Welle verdreht. Diese Verdrehung kommt durch die
Bewegung der Ausgangswelle 10 eines Motors 11 zustande, der durch den Verstärker
8 erregt wird und einen tachometerartigen Generator 12 antreibt. Das Ausgangssignal
des Generators 12 wird in Gegenkopplung an den Verstärker 8 gelegt, so daß die Welle
10 mit einer Geschwindigkeit angetrieben wird, die dem Beschleunigungssignal des
Beschleunigungsmessers 6 proportional ist. Daher wird die Flugzeuggeschwindigkeit
vi in jedem Augenblick während der Startbeschleunigung proportional durch die Winkelverdrehung
der Welle 10 aus ihrer zu Beginn der Beschleunigung eingenommenen Lage dargestellt.
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Die Welle 10 steht über eine elektromagnetisch gesteuerte Kupplung
13 mit dem Schleifarm eines potentiometerartigen Signalgenerators 14 in Antriebsverbindung,
in dem das vi proportionale mechanische Signal der Welle in ein ebenfalls proportionales
elektrisches Signal umgewandelt wird. Die Wicklung des Generators 14 wird
aus den Klemmen 15 einer Wechselstromquelle gespeist; das Ausgangssignal
vi des Generators 14 tritt zwischen Leitungen 24, 25 auf, die mit
dem Schleifarm des Generators bzw. mit einer Seite seiner Wicklung verbunden sind.
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Der Schleifarm des Generators 14 ist mechanisch mit einer Feder
18 verbunden, die bei ausgerückter Kupplung 13 den Arm in eine Einstellage des Generators
14 mit Ausgangssignal Null bewegt. Eine Steuerwicklung 19 für die Kupplung
liegt über die Leitungen 20, 21 und einen Schalter 22 an den Klemmen 23 einer Wechselstromquelle
an. Der Schalter 22 wird vom Piloten vor Beginn des Startanlaufs in seine geschlossene
oder Startstellung gelegt, wodurch die Steuerwicklung 19 erregt und die Kupplung
13 eingerückt wird. Zum Ausrücken der Kupplung für die Einstellung des Generators
14 wird der Schalter 22 in seine Öffnungs- oder Einstellstellung gelegt.
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Die Leitungen 24; 25 sind mit dem Eingang eines Verstärkers
26 verbunden, der einen Teil eines elektromechanischen Integrators 27 bildet. Der
Integrator 27 verdreht eine Welle proportional dem Zeitintegral von vi, d. h. proportional
der Entfernung di, die vom Flugzeug zum Erreichen der Geschwindigkeit zurückgelegt
wurde und in jedem Augenblick durch das vi-Signal vom Generator 14 dargestellt
wird. Der Integrator 27 kann in gleicher Weise wie der Integrator 9 aufgebaut sein
und weist einen von dem Verstärker 26 erregten Motor 28 mit einer Ausgangswelle
29 auf, die einen tachometerartigen Generator 30 für Rückkopplungszwecke antreibt.
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Die Welle 29 steht über eine elektromagnetisch gesteuerte Kupplung
31 mit dem Schleifarm eines Potentioineter-Signalgenerators 32 in Antriebsverbindung,
der das di proportionale mechanische Signal der Welle in ein proportionales elektrisches
Signal umwandelt. Der dem Generator 14 ähnliche Generator 32 wird ebenfalls
aus einer Wechselstromquelle gespeist; sein Schleifarm wird durch eine Vorspannfeder
in eine Stellung mit Nullausgang gezogen. Die Kupplung 31 entspricht der Kupplung
13, und die Steuerwicklung 33 liegt daher parallel mit der Steuerwicklung 19; derart,
daß beide Generatoren 14, 32 gleichzeitig
in ihre Nullstellung geführt
werden, wenn der Sehalter 22 in der Einstellstellung liegt, und daß beide durch
ihre jeweiligen Antriebswellen angetrieben werden, wenn der Schalter 22 in Startstellung
liegt.
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Das di-Ausgangssignal des Generators 32 liegt über Leitungen 34, 35
an der Quadratwicklung eines potentiometerartigen Analog-Multiplikators 36, indem
es mit dem Quadrat der bekannten Startgeschwindigkeit vr des betreffenden Flugzeugs
multipliziert wird. Ein Knopf 37 zur Einstellung an einer in Geschwindib keiten
geeichten Skala ist mit dem Schleifarm des Multiplikators 36 derart verbunden, daß
der Pilot nach Wahl den Schleifarm aus seiner Stellung für Nullausgang um einen
vr entsprechenden Betrag verstellen kann. Durch diese Anordnung erhält man zwischen
den Ausgangsleitungen 38, 39 des Multiplikators 36 ein dem Produkt v,1 di proportionales
Signal.
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Die Leitungen 38; 39 sind mit einem Paar Eingangsklemmen einer Anzeigevorrichtung
40 verbunden, die ein weiteres Paar Eingangsklemmen aufweist, an denen die Ausgangsleitungen
41, 42 eines potentiometerartigen Analog-Multiplikators 43 mit einer Linearwicklung
liegen. Die Wicklung des Multiplikators 43 wird nach Maßgabe der gegenwärtigen Flugzeuggeschwindigkeit
vil mittels Leitungen 16, 17 erregt, die die Ausgangsleitungen eines potentiometerartigen
Funktionsgenerators 4 bilden. Der Schleifarm des Generators 4 ist mechanisch mit
dem Schleifarm des Generators 14 verbunden und in ähnlicher Weise durch eine Feder
vorgespannt. Die Wicklung des Generators 4 wird aus den Klemmen 15 gespeist und
ist nach einer solchen Funktion gewickelt, daß an den Ausgangsleitungen 16, 17 ein
dem Quadrat der Schleifarzistellung, d. h. dem Quadrat der momentanen Flugzeuggeschwindigkeit
vil proportionales Signal entsteht.
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Ein Knopf 44 zur Ablesung an einer in Entfernungen geeichten
Skala ist mit dem Schleifarm des Multiplikators 43 so verbunden, däß der Pilot den
Arm nach Wahl aus der Stellung mit Nullausgang um einen Betrag verstellen kann,
der der vorbestimmten verfügbaren sicheren Startlänge dr entspricht. An den Ausgangsleitungen
41, 42 des Multiplikators 43 erhält man so ein dem Produkt vi2 d, proportionales
Signal.
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Die Anzeigevorrichtung 40 ist vorzugsweise ein Voltmeter mit
Nullanzeige, dessen Zeiger auf eine in der Skalenmitte angeordnete Nullmarke zeigt,
solange die erwähnten an das Instrument gegebenen Eingangssignale gleich groß sind.
Die Eingangssignale sind dabei so bemessen, daß sie tatsächlich in ihrer Größe übereinstimmen,
wenn die von ihnen dargestellten Produkte gleich groß sind. Die Anzeigevorrichtung
40 gestattet daher, das Produkt vif d, mit dem Produkt v,1 di zu vergleichen
und das Ergebnis des Vergleichs durch die Zeigerstellung anzuzeigen. Diejenige Skalenhälfte
neben der Nullmarke, welche die Nadel zeigt, wenn vr2 di > v12 dr, kann beispielsweise
rot gefärbt sein, um anzudeuten, daß das Flugzeug innerhalb der Entfernung d, nicht
abheben wird.
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Da vi eine Grundgeschwindigkeit ist, gibt man dem Knopf 37 vorzugsweise
eine Einstellung, die dem vr als Grundgeschwindigkeit entspricht. Beträgt z. B.
die bekannte Startgeschwindigkeit 240 km/h, so ist bei einer Gegenwindkomponente
von 30 km/h zum Abheben des Flugzeugs eine Grundgeschwindigkeit von 210 km/h erforderlich,
auf die der Knopf 37 vorzugsweise eingestellt wird. Vernachlässigt man die Gegenwindkomponente,
so wird dadurch nur ein zusätzlicher Sicherheitsfaktor eingeführt, d. h., das Gerät
wird bei der Entfernung di eine höhere Momentangesehwindigkeit vi verlangen, als
tatsächlich für den sicheren Start erforderlich ist.
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Bei der in Fig. 5 gezeigten Ausführungsform stellt der Pilot den Knopf
37 auf die bekannte Luftgeschwindigkeit und gleichzeitig einen weiteren Knopf 60
je nach den vorliegenden Verhältnissen entsprechend der Gegenwind- oder Rückenwindgeschwindigkeit
ein. Der eine Eingang eines mechanischen Differentials 61 ist nicht umkehrbar mit
dem Knopf 37, sein anderer Eingang nicht umkehrbar mit dem Knopf 60 verbunden. Die
Ausgangsseite des Differentials 61 steht mit dem Schleifarm des Analog-Multiplikators
36 in Verbindung. Der Knopf 60 wird an einer in Windgeschwindigkeiten geeichten
Skala eingestellt, wobei einer Einstellung des Knopfes 60 in der Skalenmitte die
Windgeschwindigkeit Null entspricht. Bei Gegenwind wird auf der einen Skalenhälfte
eingestellt, um die Windgeschwindigkeit von der Luftgeschwindigkeit abzuziehen.
Entsprechend wird bei Rückenwind auf der anderen Skalenseite eingestellt; wodurch
die Rückenwindgeschwindigkeit zur Luftgeschwindigkeit addiert wird. Durch diese
Anordnung wird der Schleifarm des Multiplikators 36 entsprechend der als Grundgeschwindigkeit
gerechneten Startgeschwindigkeit eingestellt, wobei die Umrechnung von der als Luftgeschwindigkeit
angegebenen Startgeschwindigkeit mechanisch durch das Differential 61 erfolgt.
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Die Anzeigevorrichtung 40 liefert unmittelbar nach Beginn des Startbahnlaufs
eine Anzeige der Wahrscheinlichkeit, ob der Startanlauf erfolgreich sein oder fehlschlagen
wird. Wird am Anfang des Startbahnlaufs, beispielsweise wenn ein Viertel der vorbestimmten
Entfernung d, durchlaufen ist, ein Fehlstart als wahrscheinlich vorausgesagt, so
kann der Pilot trotzdem den Startanlauf fortzusetzen wünschen in der Hoffnung, daß
vor Erreichen des kritischen Punktes ein erfolgreicher Start in Aussicht gestellt
wird. Um sicherzustellen, daß der Pilot nicht zu lange auf eine günstige Anzeige
wartet, ist eine Alarmvorrichtung vorgesehen, die in Tätigkeit tritt, wenn kurz
vor Erreichen des kritischen Punktes ein Mißlingen des Starts vorausgesagt wird.
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Die elektrisch betätigte Alarmanlage 45 (Fig. 4) ist in Reihe mit
einer Batterie 46 und einem Schalterpaar 47, 48 geschaltet, wobei der Alarmschalter
47 sich rechtzeitig kurzschließt, um vor Erreichen des Umkehrpunkts den Piloten
die Möglichkeit zu geben, das Flugzeug vor dem Rollbahnende zum Halten zu bringen.
Hierzu weist der Schalter 47 einen Bewegungsmesser mit einem Zeiger 49 auf; der
den einen Kontakt dieses Schalters bildet und gemäß dem Momentanwert der zurückgelegten
Entfernung di verstellt wird; hierzu wird der Bewegungsmesser durch einen potentiometerartigen
Signalgenerator 50 erregt, dessen Schleifarm mit dem Schleifarm des di-Signalgenerators
32 verbünden und wie dieser durch eine Feder vorgespannt ist. Der andere Kontakt
51 des Sehalters 47 ist entlang dem Weg des Zeigers 49 durch einen Antrieb 52 vom
Knopf 44 verstellbar. Der Antrieb 52 bringt den Kontakt 51 in eine solche Stellung,
daß der Zeiger 49 den Kontakt 51 kurz vor Erreichen des Umkehrpunktes berührt.
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Der Alarmschalter 48 ist so ausgebildet, daß er sich nur während der
Zeit schließt, für die die Anzeigevorrichtung
40 ein Mißlingen
des Starts anzeigt. Der Schalter 48 weist hierzu ein festes Kontaktsegment 53 auf,
das mit einem beweglichen Schleifarm 54 zusammenwirkt. Eine Verbindung 55 zwischen
dem Zeiger der Anzeigevorrichtung 40 und dem Schleifarm 54 bewirkt, daß dieser nur
dann das Segment 53 berührt und damit den Schalter 48 schließt, wenn ein Mißlingen
des Starts vorhergesagt wird. Schließt sich daher der Schalter 48, nachdem das Flugzeug
eine hinreichende Strecke zurückgelegt hat, so daß sich auch der Schalter 47 schließt,
so wird der Alarmkreis geschlossen, und der Pilot erhält eine endgültige zusätzliche
Warnung, um sein Flugzeug zum Halten zu bringen.
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Die in Fig. 6 gezeigte Ausführungsform zeigt an, welche der Beziehungen
(1), (2) während des Startanlaufs besteht, wenn der Quotient
mit dem Quotienten verglichen und das Ergebnis des Vergleichs an einer
Anzeigevorrichtung ähnlich der Vorrichtung 40 (Fig. 4) angezeigt wird. Wenn
dann besteht offenbar eine der günstigen Beziehungen (1), (2). Wenn andererseits
so besteht die ungünstige Beziehung (3).
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Die Ausgangssgröße des Beschleunigungsmessers 6 wird durch den Integrator
9 wiederum nach der Zeit integriert und ein mechanisches Signal in Form einer Wellenverdrehung
erzeugt, das der Momentangeschwindigkeit vi proportional ist. Das mechanische Signal
wird wiederum durch einen potentiometerartigen Generator 14 in ein vi proportionales
elektrisches Signal umgewandelt, das an den Leitungen 24, 25 auftritt. Das vi2-Signal
wird hier jedoch durch einen potentiometerartigen Multiplikator 60 mit einem Schleifarm
und einer linearen Wicklung erzeugt, die nach Maßgabe der momentanen Flugzeuggeschwindigkeit
v1 angetrieben bzw. erregt werden. Dazu ist die Wicklung des Multiplikators 60 mit
dem Ausgang des Generators 14 über Leitungen 61, 62 verbunden. Der Schleifarm des
Multiplikators 60 ist mit dem mechanischen Ausgang des Integrators 9 verbunden.
Eine potentiometerartige Analog-Dividiereinrichtung 56 mit einem durch den vr-Knopf
37 angetriebenen Schleifarm erhält das vi2-Ausgangssignal des Multiplikators 60.
Die Wicklung der Dividiereinrichtung 56 ist nach einer solchen Funktion gewickelt,
so daß das Ausgangssignal dieser Einrichtung proportional ist.
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Das vi proportionale elektrische
Signal an den Leitungen 24, 25 wird durch den weiteren Integrator 27 integriert,
der ein mechanisches Signal in Form einer Wellenverdrehung bildet, das dem Momentanwert
der zurückgelegten Entfernung di proportional ist. Dieses mechanische Signal wird
durch den potentiometerartigen Signalgenerator 32 in ein di proportionales elektrisches
Signal zwischen den Leitungen 34, 35 verwandelt. Die Leitungen 34, 35 geben das
di-Signal hier jedoch als Dividend in eine potentiometerartige Analog-Dividiereinrichtung
57, während der Knopf 44 das d,-Signal als Divisor in die Dividiereinrichtung 57
eingibt, so daß das Ausgangssignal der Dividiereinrichtung 57
proportional wird. Die Ausgangsgrößen der Dividiereinrichtungen 56 bzw. 57 gelangen
dann zum Vergleich in die Anzeigevorrichtung 40. Es ist ohne weiteres ersichtlich,
daß an Stelle der besonderen, in Verbindung mit Fig.4 bzw. 6 beschriebenen Produkte
bzw. Quotienten nach geringer Abänderung der beschriebenen Schaltungen auch andere
Größen verglichen werden können. So kann beispielsweise die Dividiereinrichtung
57 (Fig. 6) dazu dienen, das V12 -Ausgangssignal des Multiplikators 60 durch das
di-Ausgangssignal des Integrators 27 zu teilen, während in einer anderen Dividiereinrichtung
ein v,1,-Signal (das von einem Funktionsgenerator nach Art des Generators 4 der
Fig. 4 gebildet werden kann) durch die Ausgangsgröße des Knopfes 44 geteilt wird,
so daß der Quotient
mit dem Quotienten verglichen werden kann. Schließlich können
die erwünschten Anzeigen hinsichtlich Erfolg oder Mißerfolg des Startanlaufs auch
dadurch erhalten werden, daß man in der Vergleichsvorrichtung eine Größe allein
mit einer zweiten, die mit einer dritten multipliziert und durch eine vierte dividiert
ist, vergleicht, beispielsweise vi2 mit
Bisher wurde bei der Beschreibung der verschiedenen Ausführungsformen angenommen,
daß die Beschleunigung des Flugzeugs während des Startanlaufs im wesentlichen konstant
bleibt. Diese Annahme trifft für viele Flugzeuge zu, insbesondere für Düsenflugzeuge
mit erforderlichen langen Startanläufen. Bei anderen Flugzeugen, insbesondere bei
solchen mit Kolbenmotoren, kann jedoch die Beschleunigungs-Entfernungs-Charakteristik
beim Start nichtlinear sein. Fig. 7 zeigt das in Fig. 4 dargestellte Gerät mit Abänderungen
zur Überwachung des Startanlaufs für Flugzeuge mit einer nichtlinearen Beschleunigungs-Entfernungs-Charakteristik.
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Die Wicklung des Analog-Multiplikators 43 (Fig. 7) wird vom Ausgangssignal
eines nichtlinearen Potentiometer-Signalgenerators 58 erregt, der an Stelle des
Generators 4 (Fig. 4) tritt. Der nichtlineare Generator 48, dessen Schleifarm durch
den Integrator 9 angetrieben wird, ist für das in Betracht kommende Flugzeug passend
ausgebildet, so daß sein Ausgangssignal linear mit der Entfernung zunimmt oder,
anders ausgedrückt, daß die Quadratwurzel aus seiner Ausgangsgröße linear mit der
Zeit zunimmt, obwohl die Integratorwelle infolge des veränderlichen Beschleunigungssignals
vom Beschleunigungsmesser 6 sich nicht mit konstanter Geschwindigkeit dreht. Der
übrige Teil der in Fig. 7 gezeigten Anordnung, in dem die Größe v,2 di gebildet
und an die Anzeigevorrichtung 40 gegeben wird, stimmt mit den entsprechenden Teilen
der in Fig. 4 gezeigten Anordnung überein.
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In den Fig. 5 und 7 sind die Alarmvorrichtung und die Potentiometer-Rückführanordnung
der Fig. 4 aus Gründen der Übersichtlichkeit fortgelassen worden; selbstverständlich
können diese Vorrichtungen in den in den Fig. 6 und 7 gezeigten Anordnungen ohne
weiteres in der in Fig. 4 gezeigten Art vorgesehen werden.