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DE1111515B - Sicherheitseinrichtung in Luftfahrzeugen zur UEberwachung des Startanlaufes - Google Patents

Sicherheitseinrichtung in Luftfahrzeugen zur UEberwachung des Startanlaufes

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Publication number
DE1111515B
DE1111515B DES55403A DES0055403A DE1111515B DE 1111515 B DE1111515 B DE 1111515B DE S55403 A DES55403 A DE S55403A DE S0055403 A DES0055403 A DE S0055403A DE 1111515 B DE1111515 B DE 1111515B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
signal
aircraft
value
distance
values
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DES55403A
Other languages
English (en)
Inventor
Reginald Vincent Craddock
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Unisys Corp
Original Assignee
Sperry Rand Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Sperry Rand Corp filed Critical Sperry Rand Corp
Publication of DE1111515B publication Critical patent/DE1111515B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G05CONTROLLING; REGULATING
    • G05DSYSTEMS FOR CONTROLLING OR REGULATING NON-ELECTRIC VARIABLES
    • G05D1/00Control of position, course, altitude or attitude of land, water, air or space vehicles, e.g. using automatic pilots
    • G05D1/0083Control of position, course, altitude or attitude of land, water, air or space vehicles, e.g. using automatic pilots to help an aircraft pilot in the rolling phase

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
  • Radar, Positioning & Navigation (AREA)
  • Remote Sensing (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Automation & Control Theory (AREA)
  • Traffic Control Systems (AREA)

Description

  • Sicherheitseinrichtung in Luftfahrzeugen Die Erfindung betrifft eine Sicherheitseinrichtung zur Überwachung des Startanlaufes in Luftfahrzeugen zur Überwachung des Startanlaufs, wodurch nach Beginn der Beschleunigung angezeigt wird, ob das Flugzeug innerhalb der für den Start zur Verfügung stehenden Strecke genügend Auftrieb erhält und sich vom Boden abheben kann.
  • Bei unbegrenzt langen Startbahnen brauchte man den Startanlauf eines Flugzeugs nicht zu überwachen, die Startbahnlängen der vorhandenen Flugplätze sind jedoch für viele der neueren schnellen Flugzeugtypen gerade noch ausreichend, so daß Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden müssen, um den Startanlauf auf der vorgegebenen Strecke zu überwachen.
  • Die Betriebseigenschaften jedes Flugzeugs sind hinreichend bekannt, um vor Beginn des Startanlaufes abschätzen zu können, ob eine für einen erfolgreichen Start ausreichende Startbahnlänge zur Verfügung steht. Es treten jedoch Umstände auf, wodurch einer oder mehrere der Faktoren, auf denen die Schätzung beruht, von den angenommenen Werten abweichen, so daß eine Unfallgefahr eintreten kann.
  • Manchmal kann in einem solchen Fall der Pilot die Startunmöglichkeit noch rechtzeitig vor Erreichen des kritischen Punktes erkennen und das Flugzeug innerhalb der verbleibenden Startbahnlänge noch zum Halten bringen; andererseits wäre ein Unglück unvermeidbar.
  • Ziel der Erfindung ist es, diese Übelstände zu vermeiden. Zu diesem Zweck wird eine Sicherheitseinrichtung zur Überwachung des Startanlaufs von Flugzeugen vorgeschlagen, das sich erfindungsgemäß dadurch kennzeichnet, daß eine Recheneinrichtung vorgesehen ist, die den Startanlauf überwacht und dabei kontrolliert, ob das Flugzeug seit Beginn des Startanlaufs vorbestimmte Startbedingungen erfüllt, wobei die Recheneinrichtung kontinuierlich den Startverlauf auf einem Anzeigegerät darstellt.
  • Aus Gründen der Einfachheit wird im folgenden der Ausdruck »Startanlauf« unabhängig davon gebraucht, ob das Flugzeug schließlich vom Boden abkommt oder nicht.
  • Die Überwachung geht aus von denjenigen physikalischen Größen, die durch Zeitintegration der gemessenen Flugzeugbeschleunigung erhalten werden. Als Startbedingung wird dabei die vorbestimmte Durchschnittsbeschleunigung zugrunde gelegt, wobei die Recheneinrichtung ausfindig macht, ob das Flugzeug die vorbestimmte Normaldurchschnittsbeschleunigung über die seit Anschalten des Gerätes überrollte Entfernung aufrechterhalten hat. Zweckmäßigerweise wird vom Gerät das erste Zeitintegral der Flugzeugbeschleunigung zur Bestimmung der Momentangeschwindigkeit des Flugzeugs und das zweite Zeitintegral der Beschleunigung zur Bestimmung der vom Flugzeug jeweils zurückgelegten Entfernung berechnet. Diese Augenblicksgrößen sollen zusammen mit entsprechenden festen Größen, die die Startgeschwindigkeit und die vorgegebene Startstrecke darstellen; anzeigen, ob die Beziehung zwischen diesen Größen einen Erfolg oder ein Mißlingen des Starts erwarten läßt.
  • Das Gerät ist daher so ausgebildet, daß die Recheneinrichtung kontinuierlich feststellt, ob der Wert des Ausdruckes di unter einen vorbestimmten Wert fällt, wobei vi die Augenblicksgeschwindigkeit des Flugzeugs nach Durchlaufen einer Entfernung di der Startbahn bedeutet. Der vorbestimmte Wert ist dargestellt durch die Form dr , wobei v, die Sicherheitsstartgeschwindigkeit des Flugzeugs und dr eine vorbestimmte Startbahnentfernung ist. Die Recheneinrichtung weist einstellbare Organe auf, wodurch die den vr- und d,-Werten entsprechenden Signale eingestellt werden.
  • Um ein Maß für die Fluggeschwindigkeit über Grund zu erhalten, wird ein Korrektursignal eingeführt, das die Windgeschwindigkeit berücksichtigt.
  • In der Zeichnung sind einige Ausführungsbeispiele der Sicherheitseinrichtung dargestellt; darin zeigen Fig. 1 bis 3 graphische Darstellungen zur Erläuterung der Beziehungen zwischen Startgeschwindigkeit und Entfernung, Fig. 4 in schematischer Darstellung eine Sicherheitseinrichtung zur Überwachung des Startanlaufs eines Flugzeugs, Fig. 5 bis 7 in schematischer Darstellung veränderte Ausführungsformen der Sicherheitseinrichtung nach Fig. 4.
  • Unter der Annahme konstanter Beschleunigung während des Startanlaufs nimmt das Quadrat der Flugzeuggeschwindigkeit mit der durchlaufenen Startbahnlänge von Null aus linear zu. Eine graphische Darstellung der Beziehung zwischen Geschwindigkeit und Entfernung, wie sie für ein solches Flugzeug zum Erreichen seiner Startgeschwindigkeit v, bei einer vorbestimmten Entfernung d,- erforderlich ist, wird (Fig. 1) durch die Hypotenuse eines rechtwinkligen Dreiecks gebildet, dessen Basis (Abszisse) und Höhe (Ordinate) proportional d, bzw. 1r2 sind. Dieses Dreieck dient als Bezugsfigur beim Ähnlichkeitsvergleich mit anderen Dreiecken, die entsprechend durch die Momentanwerte des tatsächlichen Geschwindigkeitsquadrats vi2 und der tatsächlich zurückgelegten Entfernung di gegeben sind. Ein so gegebenes Dreieck wird auf das Bezugsdreieck (Fig. 1) gelegt und ist in diesem Fall diesem ähnlich, so daß die folgende Beziehung besteht: Die Beziehung (1) bedeutet, daß das Flugzeug seine Startgeschwindigkeit gerade nach der vorbestimmten, dem Flugzeug für den Start zur Verfügung stehenden Entfernung erreichen wird.
  • In Fig. 2 ist das durch die Momentanwerte definierte Dreieck dem Bezugsdreieck unähnlich und ergibt folgende Beziehung Aus der Beziehung (2) kann daher vorhergesagt werden, daß das Flugzeug seine Startgeschwindigkeit vor Durchlaufen der vorgegebenen Startlänge erreichen wird. Besteht daher während des Startanlaufs eine der Beziehungen (1) oder (2), so ist der Pilot eines erfolgreichen Starts versichert.
  • Sind jedoch die Dreiecke in der Weise unähnlich (Fig. 3), daß wird, so kann daraus geschlossen werden, daß das Flugzeug die Startgeschwindigkeit erst nach Überschreiten der vorbestimmten für den Start vorgesehenen Entfernung erreichen wird.
  • Die verschiedenen Ausführungsformen der Sicherheitseinrichtungen betreffen Geräte, die anzeigen, welche der Beziehungen (1), (2), (3) während des Startanlaufs eines Flugzeugs besteht. Bei der in Fig.4 gezeigten Ausführungsform erreicht man dies beispielsweise dadurch, daß man das Produkt vi' dr mit dem Produkt v,? di vergleicht und das Ergebnis des Vergleichs auf einer geeigneten Anzeigevorrichtung darstellt. Wenn v:? d, _> v,? di gilt, so besteht offenbar eine der günstigen Beziehungen (1); (2). Ist andererseits vi2 d, < v,2 di, so besteht die ungünstige Beziehung (3).
  • In Fig. 4 ist ein signalbildender Linearbeschleunigungsmesser 6 dargestellt, der in einem Flugzeug so angebracht ist, daß er auf Vorwärtsbeschleunigung des Flugzeugs anspricht und ein elektrisches Ausgangssignal bildet, das der Beschleunigung proportional ist. Das Beschleunigungssignal wird über die Leitung 7 an den Verstärker 8 gegeben, der einen Teil eines elektromechanischen Integrators 9 bildet, der seinerseits proportional der Flugzeuggeschwindigkeit eine Welle verdreht. Diese Verdrehung kommt durch die Bewegung der Ausgangswelle 10 eines Motors 11 zustande, der durch den Verstärker 8 erregt wird und einen tachometerartigen Generator 12 antreibt. Das Ausgangssignal des Generators 12 wird in Gegenkopplung an den Verstärker 8 gelegt, so daß die Welle 10 mit einer Geschwindigkeit angetrieben wird, die dem Beschleunigungssignal des Beschleunigungsmessers 6 proportional ist. Daher wird die Flugzeuggeschwindigkeit vi in jedem Augenblick während der Startbeschleunigung proportional durch die Winkelverdrehung der Welle 10 aus ihrer zu Beginn der Beschleunigung eingenommenen Lage dargestellt.
  • Die Welle 10 steht über eine elektromagnetisch gesteuerte Kupplung 13 mit dem Schleifarm eines potentiometerartigen Signalgenerators 14 in Antriebsverbindung, in dem das vi proportionale mechanische Signal der Welle in ein ebenfalls proportionales elektrisches Signal umgewandelt wird. Die Wicklung des Generators 14 wird aus den Klemmen 15 einer Wechselstromquelle gespeist; das Ausgangssignal vi des Generators 14 tritt zwischen Leitungen 24, 25 auf, die mit dem Schleifarm des Generators bzw. mit einer Seite seiner Wicklung verbunden sind.
  • Der Schleifarm des Generators 14 ist mechanisch mit einer Feder 18 verbunden, die bei ausgerückter Kupplung 13 den Arm in eine Einstellage des Generators 14 mit Ausgangssignal Null bewegt. Eine Steuerwicklung 19 für die Kupplung liegt über die Leitungen 20, 21 und einen Schalter 22 an den Klemmen 23 einer Wechselstromquelle an. Der Schalter 22 wird vom Piloten vor Beginn des Startanlaufs in seine geschlossene oder Startstellung gelegt, wodurch die Steuerwicklung 19 erregt und die Kupplung 13 eingerückt wird. Zum Ausrücken der Kupplung für die Einstellung des Generators 14 wird der Schalter 22 in seine Öffnungs- oder Einstellstellung gelegt.
  • Die Leitungen 24; 25 sind mit dem Eingang eines Verstärkers 26 verbunden, der einen Teil eines elektromechanischen Integrators 27 bildet. Der Integrator 27 verdreht eine Welle proportional dem Zeitintegral von vi, d. h. proportional der Entfernung di, die vom Flugzeug zum Erreichen der Geschwindigkeit zurückgelegt wurde und in jedem Augenblick durch das vi-Signal vom Generator 14 dargestellt wird. Der Integrator 27 kann in gleicher Weise wie der Integrator 9 aufgebaut sein und weist einen von dem Verstärker 26 erregten Motor 28 mit einer Ausgangswelle 29 auf, die einen tachometerartigen Generator 30 für Rückkopplungszwecke antreibt.
  • Die Welle 29 steht über eine elektromagnetisch gesteuerte Kupplung 31 mit dem Schleifarm eines Potentioineter-Signalgenerators 32 in Antriebsverbindung, der das di proportionale mechanische Signal der Welle in ein proportionales elektrisches Signal umwandelt. Der dem Generator 14 ähnliche Generator 32 wird ebenfalls aus einer Wechselstromquelle gespeist; sein Schleifarm wird durch eine Vorspannfeder in eine Stellung mit Nullausgang gezogen. Die Kupplung 31 entspricht der Kupplung 13, und die Steuerwicklung 33 liegt daher parallel mit der Steuerwicklung 19; derart, daß beide Generatoren 14, 32 gleichzeitig in ihre Nullstellung geführt werden, wenn der Sehalter 22 in der Einstellstellung liegt, und daß beide durch ihre jeweiligen Antriebswellen angetrieben werden, wenn der Schalter 22 in Startstellung liegt.
  • Das di-Ausgangssignal des Generators 32 liegt über Leitungen 34, 35 an der Quadratwicklung eines potentiometerartigen Analog-Multiplikators 36, indem es mit dem Quadrat der bekannten Startgeschwindigkeit vr des betreffenden Flugzeugs multipliziert wird. Ein Knopf 37 zur Einstellung an einer in Geschwindib keiten geeichten Skala ist mit dem Schleifarm des Multiplikators 36 derart verbunden, daß der Pilot nach Wahl den Schleifarm aus seiner Stellung für Nullausgang um einen vr entsprechenden Betrag verstellen kann. Durch diese Anordnung erhält man zwischen den Ausgangsleitungen 38, 39 des Multiplikators 36 ein dem Produkt v,1 di proportionales Signal.
  • Die Leitungen 38; 39 sind mit einem Paar Eingangsklemmen einer Anzeigevorrichtung 40 verbunden, die ein weiteres Paar Eingangsklemmen aufweist, an denen die Ausgangsleitungen 41, 42 eines potentiometerartigen Analog-Multiplikators 43 mit einer Linearwicklung liegen. Die Wicklung des Multiplikators 43 wird nach Maßgabe der gegenwärtigen Flugzeuggeschwindigkeit vil mittels Leitungen 16, 17 erregt, die die Ausgangsleitungen eines potentiometerartigen Funktionsgenerators 4 bilden. Der Schleifarm des Generators 4 ist mechanisch mit dem Schleifarm des Generators 14 verbunden und in ähnlicher Weise durch eine Feder vorgespannt. Die Wicklung des Generators 4 wird aus den Klemmen 15 gespeist und ist nach einer solchen Funktion gewickelt, daß an den Ausgangsleitungen 16, 17 ein dem Quadrat der Schleifarzistellung, d. h. dem Quadrat der momentanen Flugzeuggeschwindigkeit vil proportionales Signal entsteht.
  • Ein Knopf 44 zur Ablesung an einer in Entfernungen geeichten Skala ist mit dem Schleifarm des Multiplikators 43 so verbunden, däß der Pilot den Arm nach Wahl aus der Stellung mit Nullausgang um einen Betrag verstellen kann, der der vorbestimmten verfügbaren sicheren Startlänge dr entspricht. An den Ausgangsleitungen 41, 42 des Multiplikators 43 erhält man so ein dem Produkt vi2 d, proportionales Signal.
  • Die Anzeigevorrichtung 40 ist vorzugsweise ein Voltmeter mit Nullanzeige, dessen Zeiger auf eine in der Skalenmitte angeordnete Nullmarke zeigt, solange die erwähnten an das Instrument gegebenen Eingangssignale gleich groß sind. Die Eingangssignale sind dabei so bemessen, daß sie tatsächlich in ihrer Größe übereinstimmen, wenn die von ihnen dargestellten Produkte gleich groß sind. Die Anzeigevorrichtung 40 gestattet daher, das Produkt vif d, mit dem Produkt v,1 di zu vergleichen und das Ergebnis des Vergleichs durch die Zeigerstellung anzuzeigen. Diejenige Skalenhälfte neben der Nullmarke, welche die Nadel zeigt, wenn vr2 di > v12 dr, kann beispielsweise rot gefärbt sein, um anzudeuten, daß das Flugzeug innerhalb der Entfernung d, nicht abheben wird.
  • Da vi eine Grundgeschwindigkeit ist, gibt man dem Knopf 37 vorzugsweise eine Einstellung, die dem vr als Grundgeschwindigkeit entspricht. Beträgt z. B. die bekannte Startgeschwindigkeit 240 km/h, so ist bei einer Gegenwindkomponente von 30 km/h zum Abheben des Flugzeugs eine Grundgeschwindigkeit von 210 km/h erforderlich, auf die der Knopf 37 vorzugsweise eingestellt wird. Vernachlässigt man die Gegenwindkomponente, so wird dadurch nur ein zusätzlicher Sicherheitsfaktor eingeführt, d. h., das Gerät wird bei der Entfernung di eine höhere Momentangesehwindigkeit vi verlangen, als tatsächlich für den sicheren Start erforderlich ist.
  • Bei der in Fig. 5 gezeigten Ausführungsform stellt der Pilot den Knopf 37 auf die bekannte Luftgeschwindigkeit und gleichzeitig einen weiteren Knopf 60 je nach den vorliegenden Verhältnissen entsprechend der Gegenwind- oder Rückenwindgeschwindigkeit ein. Der eine Eingang eines mechanischen Differentials 61 ist nicht umkehrbar mit dem Knopf 37, sein anderer Eingang nicht umkehrbar mit dem Knopf 60 verbunden. Die Ausgangsseite des Differentials 61 steht mit dem Schleifarm des Analog-Multiplikators 36 in Verbindung. Der Knopf 60 wird an einer in Windgeschwindigkeiten geeichten Skala eingestellt, wobei einer Einstellung des Knopfes 60 in der Skalenmitte die Windgeschwindigkeit Null entspricht. Bei Gegenwind wird auf der einen Skalenhälfte eingestellt, um die Windgeschwindigkeit von der Luftgeschwindigkeit abzuziehen. Entsprechend wird bei Rückenwind auf der anderen Skalenseite eingestellt; wodurch die Rückenwindgeschwindigkeit zur Luftgeschwindigkeit addiert wird. Durch diese Anordnung wird der Schleifarm des Multiplikators 36 entsprechend der als Grundgeschwindigkeit gerechneten Startgeschwindigkeit eingestellt, wobei die Umrechnung von der als Luftgeschwindigkeit angegebenen Startgeschwindigkeit mechanisch durch das Differential 61 erfolgt.
  • Die Anzeigevorrichtung 40 liefert unmittelbar nach Beginn des Startbahnlaufs eine Anzeige der Wahrscheinlichkeit, ob der Startanlauf erfolgreich sein oder fehlschlagen wird. Wird am Anfang des Startbahnlaufs, beispielsweise wenn ein Viertel der vorbestimmten Entfernung d, durchlaufen ist, ein Fehlstart als wahrscheinlich vorausgesagt, so kann der Pilot trotzdem den Startanlauf fortzusetzen wünschen in der Hoffnung, daß vor Erreichen des kritischen Punktes ein erfolgreicher Start in Aussicht gestellt wird. Um sicherzustellen, daß der Pilot nicht zu lange auf eine günstige Anzeige wartet, ist eine Alarmvorrichtung vorgesehen, die in Tätigkeit tritt, wenn kurz vor Erreichen des kritischen Punktes ein Mißlingen des Starts vorausgesagt wird.
  • Die elektrisch betätigte Alarmanlage 45 (Fig. 4) ist in Reihe mit einer Batterie 46 und einem Schalterpaar 47, 48 geschaltet, wobei der Alarmschalter 47 sich rechtzeitig kurzschließt, um vor Erreichen des Umkehrpunkts den Piloten die Möglichkeit zu geben, das Flugzeug vor dem Rollbahnende zum Halten zu bringen. Hierzu weist der Schalter 47 einen Bewegungsmesser mit einem Zeiger 49 auf; der den einen Kontakt dieses Schalters bildet und gemäß dem Momentanwert der zurückgelegten Entfernung di verstellt wird; hierzu wird der Bewegungsmesser durch einen potentiometerartigen Signalgenerator 50 erregt, dessen Schleifarm mit dem Schleifarm des di-Signalgenerators 32 verbünden und wie dieser durch eine Feder vorgespannt ist. Der andere Kontakt 51 des Sehalters 47 ist entlang dem Weg des Zeigers 49 durch einen Antrieb 52 vom Knopf 44 verstellbar. Der Antrieb 52 bringt den Kontakt 51 in eine solche Stellung, daß der Zeiger 49 den Kontakt 51 kurz vor Erreichen des Umkehrpunktes berührt.
  • Der Alarmschalter 48 ist so ausgebildet, daß er sich nur während der Zeit schließt, für die die Anzeigevorrichtung 40 ein Mißlingen des Starts anzeigt. Der Schalter 48 weist hierzu ein festes Kontaktsegment 53 auf, das mit einem beweglichen Schleifarm 54 zusammenwirkt. Eine Verbindung 55 zwischen dem Zeiger der Anzeigevorrichtung 40 und dem Schleifarm 54 bewirkt, daß dieser nur dann das Segment 53 berührt und damit den Schalter 48 schließt, wenn ein Mißlingen des Starts vorhergesagt wird. Schließt sich daher der Schalter 48, nachdem das Flugzeug eine hinreichende Strecke zurückgelegt hat, so daß sich auch der Schalter 47 schließt, so wird der Alarmkreis geschlossen, und der Pilot erhält eine endgültige zusätzliche Warnung, um sein Flugzeug zum Halten zu bringen.
  • Die in Fig. 6 gezeigte Ausführungsform zeigt an, welche der Beziehungen (1), (2) während des Startanlaufs besteht, wenn der Quotient mit dem Quotienten verglichen und das Ergebnis des Vergleichs an einer Anzeigevorrichtung ähnlich der Vorrichtung 40 (Fig. 4) angezeigt wird. Wenn dann besteht offenbar eine der günstigen Beziehungen (1), (2). Wenn andererseits so besteht die ungünstige Beziehung (3).
  • Die Ausgangssgröße des Beschleunigungsmessers 6 wird durch den Integrator 9 wiederum nach der Zeit integriert und ein mechanisches Signal in Form einer Wellenverdrehung erzeugt, das der Momentangeschwindigkeit vi proportional ist. Das mechanische Signal wird wiederum durch einen potentiometerartigen Generator 14 in ein vi proportionales elektrisches Signal umgewandelt, das an den Leitungen 24, 25 auftritt. Das vi2-Signal wird hier jedoch durch einen potentiometerartigen Multiplikator 60 mit einem Schleifarm und einer linearen Wicklung erzeugt, die nach Maßgabe der momentanen Flugzeuggeschwindigkeit v1 angetrieben bzw. erregt werden. Dazu ist die Wicklung des Multiplikators 60 mit dem Ausgang des Generators 14 über Leitungen 61, 62 verbunden. Der Schleifarm des Multiplikators 60 ist mit dem mechanischen Ausgang des Integrators 9 verbunden. Eine potentiometerartige Analog-Dividiereinrichtung 56 mit einem durch den vr-Knopf 37 angetriebenen Schleifarm erhält das vi2-Ausgangssignal des Multiplikators 60. Die Wicklung der Dividiereinrichtung 56 ist nach einer solchen Funktion gewickelt, so daß das Ausgangssignal dieser Einrichtung proportional ist.
  • Das vi proportionale elektrische Signal an den Leitungen 24, 25 wird durch den weiteren Integrator 27 integriert, der ein mechanisches Signal in Form einer Wellenverdrehung bildet, das dem Momentanwert der zurückgelegten Entfernung di proportional ist. Dieses mechanische Signal wird durch den potentiometerartigen Signalgenerator 32 in ein di proportionales elektrisches Signal zwischen den Leitungen 34, 35 verwandelt. Die Leitungen 34, 35 geben das di-Signal hier jedoch als Dividend in eine potentiometerartige Analog-Dividiereinrichtung 57, während der Knopf 44 das d,-Signal als Divisor in die Dividiereinrichtung 57 eingibt, so daß das Ausgangssignal der Dividiereinrichtung 57 proportional wird. Die Ausgangsgrößen der Dividiereinrichtungen 56 bzw. 57 gelangen dann zum Vergleich in die Anzeigevorrichtung 40. Es ist ohne weiteres ersichtlich, daß an Stelle der besonderen, in Verbindung mit Fig.4 bzw. 6 beschriebenen Produkte bzw. Quotienten nach geringer Abänderung der beschriebenen Schaltungen auch andere Größen verglichen werden können. So kann beispielsweise die Dividiereinrichtung 57 (Fig. 6) dazu dienen, das V12 -Ausgangssignal des Multiplikators 60 durch das di-Ausgangssignal des Integrators 27 zu teilen, während in einer anderen Dividiereinrichtung ein v,1,-Signal (das von einem Funktionsgenerator nach Art des Generators 4 der Fig. 4 gebildet werden kann) durch die Ausgangsgröße des Knopfes 44 geteilt wird, so daß der Quotient mit dem Quotienten verglichen werden kann. Schließlich können die erwünschten Anzeigen hinsichtlich Erfolg oder Mißerfolg des Startanlaufs auch dadurch erhalten werden, daß man in der Vergleichsvorrichtung eine Größe allein mit einer zweiten, die mit einer dritten multipliziert und durch eine vierte dividiert ist, vergleicht, beispielsweise vi2 mit Bisher wurde bei der Beschreibung der verschiedenen Ausführungsformen angenommen, daß die Beschleunigung des Flugzeugs während des Startanlaufs im wesentlichen konstant bleibt. Diese Annahme trifft für viele Flugzeuge zu, insbesondere für Düsenflugzeuge mit erforderlichen langen Startanläufen. Bei anderen Flugzeugen, insbesondere bei solchen mit Kolbenmotoren, kann jedoch die Beschleunigungs-Entfernungs-Charakteristik beim Start nichtlinear sein. Fig. 7 zeigt das in Fig. 4 dargestellte Gerät mit Abänderungen zur Überwachung des Startanlaufs für Flugzeuge mit einer nichtlinearen Beschleunigungs-Entfernungs-Charakteristik.
  • Die Wicklung des Analog-Multiplikators 43 (Fig. 7) wird vom Ausgangssignal eines nichtlinearen Potentiometer-Signalgenerators 58 erregt, der an Stelle des Generators 4 (Fig. 4) tritt. Der nichtlineare Generator 48, dessen Schleifarm durch den Integrator 9 angetrieben wird, ist für das in Betracht kommende Flugzeug passend ausgebildet, so daß sein Ausgangssignal linear mit der Entfernung zunimmt oder, anders ausgedrückt, daß die Quadratwurzel aus seiner Ausgangsgröße linear mit der Zeit zunimmt, obwohl die Integratorwelle infolge des veränderlichen Beschleunigungssignals vom Beschleunigungsmesser 6 sich nicht mit konstanter Geschwindigkeit dreht. Der übrige Teil der in Fig. 7 gezeigten Anordnung, in dem die Größe v,2 di gebildet und an die Anzeigevorrichtung 40 gegeben wird, stimmt mit den entsprechenden Teilen der in Fig. 4 gezeigten Anordnung überein.
  • In den Fig. 5 und 7 sind die Alarmvorrichtung und die Potentiometer-Rückführanordnung der Fig. 4 aus Gründen der Übersichtlichkeit fortgelassen worden; selbstverständlich können diese Vorrichtungen in den in den Fig. 6 und 7 gezeigten Anordnungen ohne weiteres in der in Fig. 4 gezeigten Art vorgesehen werden.

Claims (13)

  1. PATENTANSPRÜCHE 1. Sicherheitseinrichtung zur Überwachung des Startanlaufs von Luftfahrzeugen, dadurch gekennzeichnet, daß eine Recheneinrichtung (4, 6, 9, 14, 43, 44, 27, 32) vorgesehen ist, die den Startanlauf überwacht und dabei kontrolliert, ob das Flugzeug seit Beginn des Startanlaufs vorbestimmte Startbedingungen erfüllt, wobei die Recheneinrichtung kontinuierlich den Startverlauf auf einem Anzeigegerät darstellt.
  2. 2. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Startbedingung eine vorbestimmte Durchschnittsbeschleunigung ist und daß die Recheneinrichtung ausfindig macht, ob das Flugzeug die vorbestimmte Normaldurchschnittsbeschleunigung über die seit Anschalten des Gerätes 1 überrollte Entfernung hin aufrechterhalten hat.
  3. 3. Gerät nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Recheneinrichtung kontinuierlich feststellt, ob der Wert des Ausdruckes unter einen vorbestimmten Wert fällt, wobei vi die Augenblicksgeschwindigkeit des Flugzeugs nach Durchlaufen einer Entfernung di der Startbahn bedeutet.
  4. 4. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der vorbestimmte Wert durch geschwindigkeit des Flugzeugs und d, eine vor- dargestellt ist, wobei v, die Sicherheitsstartbestimmte Startbahnentfernung ist, und daß die Recheneinrichtung einstellbare Organe (37 und 44) aufweist, wodurch die den v,- und d,-Werten entsprechenden Signale eingestellt werden.
  5. 5. Gerät nach Anspruch 4, gekennzeichnet durch ein Signal als Maß für die Fluggeschwindigkeit, ; das durch ein der Windgeschwindigkeit entsprechendes Signal korrigiert wird, um ein Maß für die Fluggeschwindigkeit über Grund zu erhalten.
  6. 6. Gerät nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Recheneinrichtung einen Beschleunigungsmesser (6) aufweist, der ein der augenblicklichen Vorwärtsbeschleunigung des Flugzeugs entsprechendes Signal erzeugt, daß dieses Signal einem ersten Integrator (9) als Eingang zugeführt wird, der als Ausgang ein der Augenblicksgeschwindigkeit vi des Flugzeugs entsprechendes Ausgangssignal erzeugt, daß das Ausgangssignal des Integrators einem zweiten Integrator (27) zugeführt wird, dessen Ausgangssignal ein Maß für die Entfernung di darstellt, über die das Flugzeug auf der Startbahn gerollt ist, daß eine Einrichtung vorgesehen ist, die das dem vi-Wert entsprechende Signal in ein dem Wert vi2 entsprechendes Signal umformt, und daß eine Einrichtung vorgesehen ist, die das dem v,-Wert entsprechende Signal in ein dem Wert v,2 entsprechendes Signal umformt.
  7. 7. Gerät nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß eine Einrichtung (43, 4) vorgesehen ist, die die den Werten von vi und d, entsprechenden Signale in ein dem Produkt vi2 d, entsprechendes Signal umformt, daß eine Einrichtung (36) vorgesehen ist, die die den Werten von v, und di entsprechenden Signale in ein dem Wert des Produktes v,2 di entsprechendes Signal umformt, und daß ein Vergleichsanzeiger (40) vorgesehen ist, dem die den Werten von vi2 dr und vr2 di entsprechenden Signale als Eingang zugeführt werden und der anzeigt, welches von den beiden Signalen größer ist. B.
  8. Gerät nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß eine Einrichtung (60 und 56) vorgesehen ist, die die den Werten von vi und v. entsprechenden Signale in ein Signal umformt, das dem Wert entspricht, daß eine Einrichtung (57) vorgesehen ist, die die den Werten von di und dr entsprechenden Signale in ein Signal umformt, das dem Wert entspricht, und daß ein Vergleichsanzeiger (40) vorgesehen ist, dem die den beiden Werten entsprechenden Signale als Eingang zugeführt werden und der anzeigt, welcher von den beiden Werten größer ist.
  9. 9. Gerät nach den Ansprüchen 4 bis 7, insbesondere für ein Flugzeug mit nichtlinearer Beschleunigung, dadurch gekennzeichnet, daß das dem Wert vi2 entsprechende Signal von einem nichtlinearen Signalgenerator (58) zugeführt wird, der vom Ausgang des ersten Integrators angetrieben wird und ein Ausgangssignal erzeugt, das zum Eingangssignal in einer Beziehung steht, die der nichtlinearen Beschleunigungscharakteristik des Flugzeugs entspricht.
  10. 10. Gerät nach den Ansprüchen 1 bis 9, gekennzeichnet durch eine Alarmvorrichtung (45 bis 54) für Fehlstart, die kurz vor Erreichen einer vorbestimmten Startbahnentfernung. in Tätigkeit tritt, wenn kleiner als ist.
  11. 11. Gerät nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Alarmeinrichtung für Fehlstart zwei in Reihe liegende Schalter (53, 54 bzw. 49, 51) aufweist, von denen der erste (53, 54) zu Beginn des Startanlaufs geöffnet ist und sich schließt, sobald die zurückgelegte Entfernung di gerade noch etwas kleiner ist als die vorbestimmte Entfernung, während der Schalter (49, 51) sich nur dann schließt, wenn kleiner ist als
  12. 12. Gerät nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Schalter (51, 49) eine Einstellskala mit einem einstellbaren festen Kontakt (51) und einem Zeiger (49) aufweist, der den beweglichen Kontakt bildet und sich dem Wert von di entsprechend einstellt.
  13. 13. Gerät nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß der bewegliche Kontakt (49) von der Ausgangswelle des elektromechanischen Integrators (27) eingestellt wird.
DES55403A 1956-10-01 1957-10-01 Sicherheitseinrichtung in Luftfahrzeugen zur UEberwachung des Startanlaufes Pending DE1111515B (de)

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DE (1) DE1111515B (de)

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1264270B (de) * 1958-02-27 1968-03-21 Gregor Leighton Lang Warnanlage in Luftfahrzeugen zur UEberwachung des Startanlaufs
DE1292007B (de) * 1962-11-20 1969-04-03 Smith & Sons Ltd S UEberwachungseinrichtung in Luftfahrzeugen fuer den Steigflug und das Durchstartmanoever
DE1302076B (de) * 1963-04-25 1970-02-05 Smith & Sons Ltd S UEberwachungseinrichtung in Luftfahrzeugen fuer den Steigflug und das Durchstartmanoever

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