DE111147C - - Google Patents
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D06—TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- D06J—PLEATING, KILTING OR GOFFERING TEXTILE FABRICS OR WEARING APPAREL
- D06J1/00—Pleating, kilting or goffering textile fabrics or wearing apparel
- D06J1/02—Pleating, kilting or goffering textile fabrics or wearing apparel continuously and transversely to the direction of feed
- D06J1/04—Pleating, kilting or goffering textile fabrics or wearing apparel continuously and transversely to the direction of feed by co-operating ribbed or grooved rollers or belts
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Treatment Of Fiber Materials (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Um Rüschen oder Zacken herzustellen, werden zwei Streifen, Papier, Band, Bastbänder
oder dergleichen, je kreuzweise über einander geschlagen bezw. wie eine zweiflechtige Schnur
mit einander verflochten, wobei aber zu beachten ist, dafs die Streifen nicht gedrückt oder
in ihrer Breite beeinträchtigt werden.
Diese Arbeit ist aber, wenn sie von Hand ausgeübt wird, mühsam und wenig ergiebig.
Aufserdem erhält man dabei kein so gleichmäfsiges Fabrikat, wie es wünschenswerth ist,
da es nicht möglich ist, von Hand die zur Verflechtung der Bänder erforderlichen Brüche
oder Zacken in genau regelmäfsigen Abständen von einander in diesen Bändern anzubringen.
Diese Uebelstände hat man nun dadurch zu vermeiden gesucht, dafs man die Bandstreifen
vor ihrer Verflechtung zwischen zwei zahnförmig in einander greifende Walzen mit zur
Drehungsachse parallelen Kanten hindurchführte und sie so in bestimmten Abständen
mit Querbrüchen versah, wodurch regelmäfsige Zacken gebildet wurden. Zwei so vorbereitete
Streifen ergeben bei ihrer Verflechtung allerdings ein gleichmäfsiges Fabrikat. Es mufs
aber bei ihrer Verflechtung immerhin noch von Hand eine Umformung derselben vorgenommen
werden, was eine wieder aufgeflochtene Rüsche sofort erkennen läfst. Es zeigen nämlich die
verflochten gewesenen Streifen nicht mehr reine Querbrüche, sondern zwischen je zwei solchen
zur Längsrichtung des Bandes rechtwinklig ansteigende Kanten, die abwechselnd von links
nach rechts und von rechts nach links verlaufen, und deren tiefliegende Endpunkte verbindende
Linien oder Kanten, ebenfalls abwechselnd, aber diagonal, das eine Mal von links nach rechts, das andere Mal von rechts
nach links verlaufen.
Diese Umformung kann bei schmäleren Bändern allerdings leicht vorgenommen werden,
ist aber bei breiteren von Hand fast unausführbar, weswegen auch die oben erwähnte
Vorrichtung hier unbrauchbar wird.
Die vorliegende Erfindung hat nun eine neue Vorrichtung zum Gegenstande, durch
welche Streifen von jeder beliebigen Breite in eine solche Form geprefst werden, dafs ihre
Verflechtung möglich ist, ohne jede weitere Umformung oder Nachhülfe von Hand, ja,
dafs die Verflechtung sogar mittelst einer einfachen Flechtmaschine auf mechanischem Wege
bewirkt werden kann.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist diese Vorrichtung, sowie das damit herzustellende
Fabrikat veranschaulicht. Dabei zeigt Fig. 1 die Vorrichtung in einem lothrechten Schnitt,
Fig. 2 das darin angeordnete Walzenpaar in Seitenansicht, Fig. 3 in einer Ansicht rechtwinklig
zu Fig. 2, während Fig. 4 das mit diesen Walzen hergestellte Vorproduct und
Fig. 5 die aus diesem verfertigte Waare veranschaulicht. .
Die Vorrichtung besteht der Hauptsache nach aus zwei zusammenarbeitenden, zahnförmig in
einander greifenden Walzen α und b, die in bekannter Weise mit ihren Achsen in den
Lagerböcken c gelagert sind und von denen die untere geeigneten Antrieb erhält, während
die obere in senkrechter Richtung verschiebbar ist und durch die Wirkung von Gewichtshebeln d mehr oder weniger fest an die erstere
angedrückt wird. Zwischen diese Walzen werden die von einer geeignet angeordneten
Rolle e abgezogenen Bandstreifen hindurchgeführt, nachdem sie noch zweckmäfsig über
Leit- und Spannstäbe f geleitet wurden.
Dieses ist bekannt; neu und eigenartig ist aber die Form der Walzen α und b selbst.
Dieselben sind nämlich derart eingerichtet, dafs ihre Zahnkanten g abwechselnd je in
einer Achsenebene von links nach rechts und von rechts nach links ansteigen und dafs zwischen
je zwei solchen Kanten g weitere, deren innere oder tief liegende Enden verbindende
Kanten h liegen, die ebenfalls abwechselnd, aber diagonal von links nach rechts und von
rechts nach links verlaufen.
Infolge dieser eigenartigen Einrichtung der Walzen α b werden die zwischen sie hindurchgeführten
Bandstreifen mit solchen Quer- und Schrägbrüchen g1 h1 entsprechend den
Zahnkanten g bezw. h versehen, dafs sie die in der Einleitung beschriebene und in Fig. 4
veranschaulichte Gestaltung annehmen und zwei derselben ohne jede weitere Umformung zu
der in Fig. 5 dargestellten Rüsche verflochten werden können.
Um ein seitliches Abrutschen des Bandstreifens von der unteren Walze zu hindern,
ist diese in dem gezeichneten Beispiele mit erhöhten Rändern α ausgerüstet.
Mit demselben Walzenpaare können natürlich nur Streifen von ganz bestimmter Breite verarbeitet
werden, da die Abstände der Zahnkanten sich der Streifenbreite anpassen müssen.
Claims (1)
- Pa tent-Anspruch:Vorrichtung zum Pressen der zur Herstellung von Rüschen dienenden Streifen, gekennzeichnet durch zahnförmig in einander greifende Walzen, deren Kanten abwechselnd je in einer Achsenebene von links nach rechts und von rechts nach links ansteigen und bei denen zwischen je einem Paar solcher Kanten weitere, deren Enden verbindende Kanten liegen, die ebenfalls abwechselnd, aber diagonal, das eine Mal von links nach rechts, das andere Mal von rechts nach links verlaufen.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE111147C true DE111147C (de) |
Family
ID=380907
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT111147D Active DE111147C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE111147C (de) |
-
0
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