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DE1111073B - Kammgarnstreckwerk - Google Patents

Kammgarnstreckwerk

Info

Publication number
DE1111073B
DE1111073B DEA30922A DEA0030922A DE1111073B DE 1111073 B DE1111073 B DE 1111073B DE A30922 A DEA30922 A DE A30922A DE A0030922 A DEA0030922 A DE A0030922A DE 1111073 B DE1111073 B DE 1111073B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
rollers
driven
pairs
roller
drafting system
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEA30922A
Other languages
English (en)
Inventor
Geoffrey Hill Ambler
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Ambler Superdraft Ltd
Original Assignee
Ambler Superdraft Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ambler Superdraft Ltd filed Critical Ambler Superdraft Ltd
Priority to DEA30922A priority Critical patent/DE1111073B/de
Publication of DE1111073B publication Critical patent/DE1111073B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01GPRELIMINARY TREATMENT OF FIBRES, e.g. FOR SPINNING
    • D01G1/00Severing continuous filaments or long fibres, e.g. stapling
    • D01G1/06Converting tows to slivers or yarns, e.g. in direct spinning
    • D01G1/08Converting tows to slivers or yarns, e.g. in direct spinning by stretching or abrading

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Spinning Or Twisting Of Yarns (AREA)

Description

  • Kammgarnstreckwerk Die Erfindung bezieht sich auf ein Kammgarnstreckwerk, bei dem zwischen den. Eingangs- und Ausgangswalzen großen Durchmessers zwei Walzenpaare mit kleinem Durchmesser angeordnet sind.
  • Die Erfindung ist darauf gerichtet, Kammgarnstreckwerke, die für lange Crossbredwollen gebaut sind, so auszubilden, daß sie für wesentlich kürzere Wollfasern als bisher verwendbar sind. Es soll eine sehr kurzfaserige Lunte erzeugt werden, die mit sehr hohem Verzug gesponnen werden kann.
  • Das Spinnen von Kammgarn aus kurzen Wollfasern, besonders aus kurzfaseriger Merinowolle, erfolgt gewöhnlich nach dem französischen oder kontinentalen System oder nach dem amerikanischen System. Bei dem französischen System erfolgt das ganze Verziehen durch Nadeln, die in den ersten Stufen in bewegten Nadelstäben (Nadelstabstrecke, Doppelnadelstabstrecke) und in den späteren Stufen in Nadelwalzen (Nadelwalzenstrecke) gelagert sind. Die letzte Spinnstufe verlangt eine drehungslose Lunte. Um beim Verziehen einen wesentlichen Zusammenhalt zu sichern, wird das drehungslose Faserband zwischen Lederriemen genitschelt. Abgesehen von den Doppelnadelstabstrecken in den unteren Verzugsstadien ist nur ein niedriger Verzug von 31/z bis 4 je Passage möglich. Dies macht eine große Anzahl von Passagen erforderlich, um eine zum Spinnen ausreichend gleichmäßige Lunte zu erzeugen.
  • Obwohl nach dem französischen System auch längere Wollfasern verarbeitet werden können, erfolgt deren Verarbeitung üblicherweise nachdem britischen oder Bradford-System. Das französische System eignet sich zur Verarbeitung von kürzeren Wollfasern, weil die zum Verziehen in den Strecken und in der Ringspinnmaschine dienenden Streckwerkswalzen kleinere Durchmesser haben. Die kleinen Walzen ermöglichen es, den Abstand zwischen den im Durchmesser kleinen Durchzugswalzen oder den Riemen und den Ausgangswalzen entsprechend klein zu halten.
  • Nach dem amerikanischen System können wie beim französischen System kürzere Wolltasern als beim Bradford-System verarbeitet werden, doch ist das amerikanische System nicht zur Verarbeitung von so langen Fasern geeignet, wie dies nach dem Bradford-System möglich ist. Dabei erfolgt das Verziehen in einer Reihe von Hechelstufen, an die sich bei der Luntenbildung ein Verzug zwischen Riemchen anschließt, der auch beim Spinnen benutzt wird. Um das Bilden von Walzenwickeln zu verhindern, ist es üblich, die der Wolle zugesetzte Schmelze auf etwa 1,5"/o zu beschränken. Nach dem üblichen Bradford-System, für das die Wolle normalerweise auf der Rund-Kammaschine gekämmt wird, wird zunächst ein drehungsloses Faserband durch Grillboxen (Nadelabstrecken) geleitet, wobei das Faserband in der zweiten Gillbox eine Drehung erhält. Die ursprünglich für sehr langfaserige Wolle vorgesehenen Strecken sind mit Vorder-und Hinterwalzen bzw. Liefer- und Einzugwalzen von verhältnismäßig großem Durchmesser versehen, die wegen der langen Fasern einen verhältnismäßig großen Walzenabstand aufweisen und zur Anpassung an unterschiedliche Faserlängen einstellbar sind, wobei angetriebene Zwischenwalzen mit sehr leichten, lose laufenden Oberwalzen vorgesehen sind, die über den Unterwalzen auf den Fasern liegen, die Drehung beeinflussen und so leicht sind, daß sie von den durchlaufenden Fasern in Drehung versetzt werden. Da die Fasern in den späteren Bearbeitungsstufen in gedrehtem Zustand verzogen werden, wird ein Schmelzezusatz von etwa 3,0/r, verwendet, um das innere Gleiten der Fasern aneinander zu begünstigen.
  • Zwar gibt es Maschinen, in denen manche Besonderheiten der verschiedenen Systeme vereinigt sind, doch kann generell festgestellt werden, daß das gewöhnliche Bradford-System für langfaserige Wolle am besten geeignet ist und in wenigen Behandlungsstufen eine befriedigende, gleitfähige und gedrehte Lunte für einen sehr hohen Verzug solcher Wolle liefert. Das französische System ist zwar für kurzfaserige Wolle verwendbar, benötigt aber eine große Anzahl von Bearbeitungsvorgängen bzw. Verzugsstufen und liefert, abgesehen davon, daß es jegliche Drehung beim Verziehen ausschließt, kein ausreichend dickes Faserband, das sich für einen sehr hohen Verzug von kurzfaseriger «Tolle eignen würde. Das amerikanische System liefert ebenfalls kein gedrehtes Faserband in der für einen sehr hohen Verzug von kurzfaseriger Wolle erforderlichen Stärke.
  • Bei dem Bradford-System, das zur Behandlung der 'längsten Fasern vorgesehen ist, sind die Strecken in Anpassung an die große Faserlänge so dimensioniert, daß es normalerweise nicht möglich ist, nach diesem System Fasergut mit wirklich kurzen Fasern zu verarbeiten. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, diese Verarbeitung möglich zu machen und demgemäß die Verwendbarkeit des Bradford-Systems zu erhöhen und dabei zugleich auch seine Arbeitsweise hinsichtlich der Güte der aus langen Fasern hergestellten Lunte zu verbessern. Dies wird bei einem bekannten Streckwerk, bei dem zwischen den Eingangs-und Ausgangswalzen großen Durchmessers zwei @l;alzenpaare mit kleinem Durchmesser angeordnet sind, erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß in der für ein einzelnes Zwischenwalzenpaar bekannten Weise die Ober- und Unterwalzen die beiden Zwischenwalzenpaare von außen zwangläufig angetrieben und ihre beiden Oberwalzen belastet sind, und zwar die hintere Oberwalze stärker als die vordere.
  • Bei Streckwerken zum Verziehen von Kammzugbändern, denen ein Flyer oder eine sonstige Vorrichtung zur Drehungserteilung für die ablaufende Lunte nachgeschaltet ist, ist es bereits bekannt, dicht vor den Ausgangswalzen ein Zwischenwalzenpaar aus Walzen kleinen Durchmessers anzuordnen, dessen Ober- und Unterwalze zwangläufig von außen angetrieben sind und dessen Oberwalze eine Belastung aufweist. Das Zwischenwalzenpaar liegt hierbei dicht vor der Klemmstelle der Ausgangswalzen etwa noch innerhalb einer die Umfangsflächen der Ausgangswalzen an der Zulaufseite verbindenden Tantentialebene und ist infolge seiner Anordnung am Ende des Verzugsfeldes natürlich mit größerer Umfangsgeschwindigkeit angetrieben als die Eingangswalzen. Die Belastung der Oberwalze des Zwischenwalzenpaares erfolgt durch ein Klappgewicht, das zum Einlegen der Kammgarnlunte zusammen mit der Oberwalze und ihren Antriebsrädern hochgeklappt werden kann. Die Anordnung dieses angetriebenen und belasteten Zwischenwalzenpaares am Ende des Verzugsfeldes hat hier den besonderen Zweck, eine Obertragung der von dem nachgeschalteten Flyer erzeugten Drehung des ablaufenden Garnes auf das Verzugsfeld zu verhindern.
  • Von dieser vorbekannten Anordnung unterscheidet sich die Strecke nach der Erfindung dadurch, daß im Verzugsfeld zwei hintereinanderliegende Walzenpaare mit zwangläufig angetriebenen Ober- und Unterwalzen zünd belasteten Oberwalzen vorgesehen sind, die unterschiedliche Belastungen aufweisen und mit unterschiedlichen, in der Durchlaufrichtung etwas zunehmenden Umfangsgeschwindigkeiten angetrieben sind, die in an sich bekannter Weise etwas höher liegen als die Umfangsgeschwindigkeiten der Einzugwalzen.
  • Bei dichter Anordnung des vorderen Zwischenwalzenpaares an den Ausgangswalzen zur Kontrolle der kurzen Fasern im oberen Teil des Faserbandes, die durch den kleinen Walzendurchmesser ermöb licht ist, ferner bei ähnlicher Bemessung des Abstandes zwischen den beiden kleinen Walzenpaaren und des Abstandes zwischen dem hinteren kleinen Walzenpaar und den normalen Hinterwalzen erhält das Faserband durch den in gleichen Abständen ausgeübten Druck den notwendigen Zusammenhalt, der infolge des Fehlens jeglicher Drehung sonst nicht vorhanden ist. Dieser Zusammenhalt ist dadurch gewährleistet, daß die hintereinanderliegenden Walzenpaare durch einen harten Faserbandkern verbunden sind, der mit dem Faserband als Ganzes verklemmt wird. Da die Fasern in Auswirkung des Verzugs mit zunehmender Geschwindigkeit nach vorn gezogen werden, werden sie aus dem harten Faserbandkern von den Ausgangswalzen einzeln ausgezogen, ohne dabei die Kontinuität des Faserbandkerns zu stören.
  • Das Faserband wird dabei zwangläufig zu einem breiten Band abgeflacht, und daher ist es zeveckmäßig, wenn auch nicht unbedingt erforderlich, daß eine der hinteren Walzen mit Flanschen versehen ist, die das flache Band an den Längskanten einfassen, wobei die zugehörige Gegenwalze zwischen diese Flanschen paßt.
  • Damit das Faserband straff bleibt, haben die beiden kleinen Walzenpaare etwas unterschiedliche und in Durchlaufrichtung nur etwa 4 % höhere Umfangsgeschwindigkeiten als die Eingangswalzen. Der wesentliche Verzug von etwa 6 oder 7 ergibt sich in bekannter Weise durch die höhere Umfangsgeschwindigkeiten der Ausgangswalzen gegenüber den Eingangswalzen.
  • Die beiden kleinen Walzenpaare, die mit ihren Lagern zu einem Walzensatz vereinigt sein können, können nach Abnahme der üblichen Durchzüge und Oberwalzen in das Streckwerk eingesetzt werden. Die Lagerung kann dabei so erfolgen, daß die zweckmäßig zu einem Satz vereinigten kleinen Walzenpaare zum Anpassen an die Stapellänge in ihrem Abstand von den normalen Ausgangswalzen einstellbar sind.
  • Die Zeichnung zeigt Beispiele für die Ausführung der Strecke nach der vorliegenden Erfindung, und zwar zeigt Fig.l eine schematische Seitenansicht, teilweise im Schnitt, Fig.2 eine seitliche Teilansicht des die kleinen Walzenpaare enthaltenden Walzensatzes an der einen Maschinenseite in größerem Maßstab, Fig. 3 einen Grundriß dieses Walzensatzes, Fig. 4 die Seitenansicht des gleichen Walzensatzes an der gegenüberliegenden Maschinenseite, Fig. 5, 6 und 7 je einen senkrechten Schnitt durch den Walzensatz nach den Linien 5-5, 6-6 und 7-7 der Fig. 2 und Fig. 8 eine schaubildliche Getriebeansicht in kleinem Maßstab.
  • Gemäß Fig. 1 läuft ein drehungsloses Faserband 1,1 um die Eingangswalzen 12 durch zwei Paare von Zwischenwalzen 13, 14 und 16, 17, dann durch die normalen Ausgangswalzen 18 und 19, worauf das verzogene Faserband durch eine nicht dargestellte Flyereinrichtung bekannter Ausführung zu einer Lunte 21 gedreht wird.
  • Die Zwischenwalzen und die ihren Antrieb vermittelnden Zahnräder sind in einem Gehäuse untergebracht, das in Fig. 1 in seiner Gesamtheit mit 22 bezeichnet ist und das, wie sich aus der nachfolgenden Beschreibung ergibt, als Ganzes zum Zweck der Säuberung, Reparatur oder Auswechselung abnehmbar ist.
  • Das Gehäuse 22 mit den darin gelagerten Teilen ist auf einer Schiene 23 abgestützt, die in Längsrichtung des Streckwerks liegt und an der der Hauptteil 24 des Gehäuses befestigt ist. Die Schiene 23 ist in ihrem Abstand von dem Ausgangswalzenpaar 18, 19 verstellbar, so daß damit auch der Abstand des vorderen Zwischenwalzenpaares 16, 17 von den Ausgangswalzen eingestellt werden kann. Der Gehäusekörper 24 ist mit einer Ausnehmung 26 (Fig. 2 und 8) zur Aufnahme eines Lagerkörpers 27 versehen, der zwischen die Schenkel 28 des Gehäusekörpers dicht einpaßt und eine Antriebswelle 29 aufnimmt, die von einem nicht dargestellten Zahnrad angetrieben wird. Obwohl nur eine Gehäuseeinheit 22 dargestellt ist. versteht es sich, daß für jede Spindel der Einrichtung eine derartige Gehäuseeinheit vorgesehen ist, wobei die Welle 29 einheitlich für alle Einzelgehäuse vorgesehen ist und in entsprechenden Abständen auf ihre Länge verteilte Zahnräder 31 zum Antrieb der in den Einzelgehäusen gelagerten Zwischenwalzen trägt.
  • Die untere Walze 14 des hinteren Zwischenwalzenpaares sitzt an einer Welle 32, die in Lagern des Gehäusekörpers 24 drehbar und mit zwei Flanschen 33 versehen ist, die die zugeordnete obere Zwischenwalze 13 einfassen, die auf dem Faserband aufliegt. Die Welle 32 trägt ein Zahnrad 34, das mit einem der Zahnräder der gemeinsamen Antriebswelle 29 im Eingriff steht.
  • Die Unterwalze 17 des vorderen Zwischenwalzenpaares ist gleichfalls in Lagern des Gehäusekörpers 25. drehbar und trägt an einem Ende ein Zahnrad 36, das mit einem lose umlaufenden Zahnrad 37 einer frei umlaufenden Welle 38 im Eingriff steht, die gleichfalls an dem Gehäusekörper 24 gelagert ist. Die Welle 38 erstreckt sich ganz durch den Gehäusekörper 24 und trägt an ihrem anderen Ende gleichfalls ein lose umlaufendes Zahnrad 39, das mit einem weiteren lose umlaufenden Zahnrad 41 kämmt. Dieses Zahnrad ist frei drehbar auf einem Lagerzapfen 42 gelagert, der an einem Ende des Gehäusekörpers 24 sitzt und dem ein gleichachsig dazu liegender Lagerzapfen 43 auf der gegenüberliegenden Gehäuseseite zugeordnet ist.
  • Die Oberwalze 13 des hinteren Zwischenwalzenpaares ist mit ihrer Welle 44 in Lagern eines Trägers 46 drehbar gelagert und an einem Ende gemäß Fig. 5 mit einen fest angebrachten Zahnrad 4'7 versehen, das mit dem lose umlaufenden Zahnrad 41 im Eingriff steht. Der Träger 46 ist an den Lagerzapfen 42 und 43 schwenkbar, so daß er um die Achse des lose laufenden Zahnrades 41 verschwenkt werden kann, wobei die Zahnräder 41 und 47 jedoch im Eingriff bleiben.
  • Die Oberwalze 16 des vorderen Zwischenwalzenpaares ist in ähnlicher Weise in Lagern eines Trägers 48 drehbar gelagert und trägt an einem Ende ein Zahnrad 49, das mit dem lose umlaufenden Zahnrad 41 im Eingriff steht. Der Träger 48 ist ebenfalls an den Lagerzapfen 42 und 43 schwenkbar gelagert und kann somit um die Achse des lose umlaufenden Zahnrades 41 verschwenkt werden, wobei die Zahnräder 49 und 41 im Eingriff bleiben. Sämtliche Walzen der Walzenpaare 13, 14 und 16, 17 sind mit einer feinen Riffelung versehen.
  • Der Gehäusekörper 24 enthält weiterhin eine hintere Faserbandführung 51, an der das einlaufende Faserband verdichtet und in den Raum zwischen den I#lanschcn der hinteren unteren Zwischenwalze 14 geleiten wird. Eine ähnliche Faserbandführung 52 ist zwischen den beiden kleinen Walzenpaaren angeordnet und soll das Faserband an dieser Stelle zusammenhalten.
  • Der Gehäusekörper 24 ist an den Seiten mit abnehmbaren Lagerdeckeln 53 und 54 versehen, die mit einwärts ragenden Ansätzen 56 die einzelnen Wellen abstützen und gegen Axialverschiebung sichern.
  • Die beiden vorderen Zwischenwalzen 26 und 17 sind mit Gewichten 57 belastet, die an dein schwenkbaren Träger 48 angebracht sind, während die Belastung der hinteren Zwischenwalzen 13 und 14 durch ein Hängegewicht 58 vermittelt wird, das an einem Hebel 59 schwenkbar gelagert und in Quernuten 61 eines Einstellschlitzes 62 des Hebels verstellbar ist. Der Hebel 59 ist bei 63 an einem Lagerkörper 64 aasgelenkt, der seinerseits an der Längsschiene 23 befestigt ist, und der Hebel 59 ist weiterhin durch einen Bügel 66 mit einer Einhängöse 67 des schwenkbaren Trägers 46 verbunden, der das Gewicht auf die hinteren Zwischenwalzen 13 und 14 überträgt.
  • Die Eingangswalzen 12 und die Ausgangswalzen 18 und 19 unterliegen einer sehr hohen Belastung durch die beim Bradford-System üblichen Belastungsstellschrauben.
  • Mit einer in dieser Weise ausgebildeten Strecke kann Wolle. die in ihrer Faserlänge für die Kammgarnspinnerei britischen Systems zu kurz ist, in befriedigender Weise verzogen werden, wie sich aus dem folgenden Beispiel ergibt.
  • Behandelt wurde ein Kammzugband 4 bis 6 Monatswolle der englischen Feinheit 70's von einem Gewicht von 770 g/40 m mit einem Zusatz von 2°/o Kammzugabfall. Ein Versuch, dieses Band auf einem Nadelabstreckwerk zu verziehen, führte zu einem sehr ungleichmäßigen Ergebnis.
    Verzugsplan
    Erster Verzug
    Zwei angedrehte Faserbänder wurden unmittelbar
    in die Eingangswalzen der Feinstrecke geleitet.
    Zugeführtes Faserband ...... 770 g/40 m
    (angedrehtes Faserband)
    Dublierung ........ ... ... 2
    Verzug .................... 7,2
    Geliefertes Faserband ....... 214 g/40 ras
    (gedrehtes Faserband)
    Zweiter Verzug
    Zugeführtes Faserband ...... 214 g/40 m
    (gedrehtes Faserband)
    Dublierung . . . . . . . . . . . . . . . . . 4
    Verzug ................... % 6,3
    Geliefertes Faserband ....... 135 g/40 m
    (gedrehtes Faserband)
    Dritter Verzug
    Zugeführtes Faserband ...... 135 g/40 m
    (gedrehtes Faserband)
    Dublierung ................ 4
    Verzug .................... 6,3
    Geliefertes Faserband ....... 86 g/40 m
    (gedrehtes Faserband)
    Normale Hintere Vordere Normale
    Eingangswalzen Zwischenwalzen Zwischenwalzen Ausgangswalzen
    der Strecke der Strecke
    Durchmesser der Oberwalze .... 5 cm 2,5 cm 1,2 cm 15 cm
    (mit Korkauflage)
    Durchmesser der Unterwalze .... 5 cm 2,5 cm 1,2 cm 10 cm
    Belastung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . sehr hoch 6 kg 285 g sehr hoch
    (z. B. wie üblich (z. B. wie üblich
    beim Bradford- beim Bradford-
    System) System)
    Walzenabstände
    Abstand zwischen Eingangs- und
    Ausgangswalzen . . . . . . . . . . . . 14 cm
    Abstand zwischen Eingangswalzen
    und hinterster Zwischenwalze
    (erster Verzug) . . . . . . . . . . . . . . 5,5 cm
    Abstand zwischen Eingangswalzen
    und hinterster Zwischenwalze
    (zweiter Verzug) . . . . . . . . . . . . 5,2 cm
    Abstand zwischen den hinteren
    und vorderen Zwischenwalzen 4,0 cm
    Abstand zwischen den vorderen
    Zwischenwalzen und den Aus-
    gangswalzen (erster Verzug) .. 4,5 cm
    Abstand zwischen den vorderen
    Zwischenwalzen und den Aus-
    gangswalzen (zweiter Verzug) 4,8 cm
    Beim Verziehen traten keinerlei Störungen ein, und die drei Passagen ergaben folgende Uster-Werte:
    Nach
    Verzug Faserbandgewicht Uoster
    0
    1 214 g/40 m 5,22
    2 135 g/40 m 3,80
    3 86 g/40 m 3,93
    Das fertige Faserband entsprach der Standardgüte einer guten Bradford-Lunte aus Merinowolle. Diese Lunte wurde dann zu einem 32er-Einzelgam auf einem Spinnmaschinenstreckwerk mit Hochverzug unter folgenden Betriebsbedingungen versponnen:
    Spindelzahl ................ 8
    Laufzeit ................... 9 Stunden
    Fadenbrüche ............... 3
    Fadenbrüche je 100 Spindel-
    stunden ................. 4
    Verzug .................... 74
    Spindeldrehzahl ............ 6500
    Läufer .................... 22
    Trichterstellung . . . . . . . . . . . . 1,5 cm
    Belastung der Durchzugwalzen 285 g
    Drehung ................... 6 je cm
    Uster . . . . . . . . . . . . . .. . ... . . . 14,94%
    Obwohl die Erfindung vorsieht, kurzfaserige Wolle mit ausreichendem Schmelzezusatz zu verziehen, damit sich die dabei mit Drehung gelieferte Lunte mit sehr hohem Verzug verspinnen läßt, kann Wolle auch ohne einen Schmelzezusatz mit dem Zwischenwalzensatz nach der Erfindung verzogen werden, wobei dann die schmelzefreie Lunte ohne Drehung auf Wickeln zur weiteren Verarbeitung in Spinnmaschinen, z. B. in Riemehenstreckwerken, geliefert werden kann, bei denen die Lunte keine Schmelze enthalten darf.
  • Ein nach der Erfindung ausgebildetes Streckwerk kann auch zum Verziehen von langfaseriger Wolle verwendet werden, und zwar liefert das Streckwerk, wenn es statt der üblichen Durchzugwalzen mit frei laufender Oberwalze die Zwischenwalzen nach der Erfindung aufweist, eine verbesserte Lunte.

Claims (9)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Kammgamstreckwerk, bei dem zwischen den Eingangs- und Ausgangswalzen großen Durchmessers zwei Walzenpaare mit kleinem Durchmesser angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß in der für ein einzelnes Zwischenwalzenpaar bekannten Weise die Ober- und Unterwalzen der beiden Zwischenwalzenpaare (13, 14 bzw. 16, 17) kleinen Durchmessers von außen zwangläufig angetrieben und ihre beiden Oberwalzen (13 und 1.6) belastet sind, und zwar die hintere Oberwalze (13) höher als die vordere Oberwalze (1.6).
  2. 2. Streckwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine (14) der zwangläufig angetriebenen Walzen des den Eingangswalzen zugekehrten hinteren Zwischenwalzenpaares (13, 14) in an sich bekannter Weise mit Flanschen (33) versehen ist, die die zugeordnete andere Walze (13) einfassen.
  3. 3. Streckwerk nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden zwangläufig angetriebenen Zwischenwalzenpaare (13, 14 und 16, 17) mit unterschiedlichen und in Durchlaufrichtung etwas zunehmenden Umfangsgeschwindigkeiten angetrieben sind, die in an sich bekannter Weise etwas höher liegen als die Umfangsgeschwindigkeit der Eingangswalzen (12).
  4. 4. Streckwerk nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden zwangläufig angetriebenen Zwischenwalzenpaare (13, 14 und 16, 17) in einem gemeinsamen Gehäuse (22) angeordnet, von einer in bekannter Vfeise für alle Streckwerkseinheiten gemeinsamen Antriebswelle (29) angetrieben und mit den sie aufnehmenden Gehäusen hinsichtlich des Abstandes von dem Ausgangswalzenpaar (18, 19) einstellbar sind.
  5. 5. Streckwerk nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberwalzen (13 und 16) der zwangläufig angetriebenen Zwischenwalzenpaare je in bekannter Weise in einem schwenkbar gelagerten Träger (46 und 48) gelagert sind.
  6. 6. Streckwerk nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberwalzen (13 und 16) der beiden Zwischenwalzenpaare von einem gemeinsamen Zahnrad (41) angetrieben und ihre Träger (46 und 48) um die Achse dieses Antriebszahnrades schwenkbar sind.
  7. 7. Streckwerk nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß alle Walzen der zwangläufig angetriebenen Zwischenwalzenpaare (13, 14 und 16, 17) in an sich bekannter Weise mit einer feinen Riffelung versehen sind. B.
  8. Streckwerk nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Belastungen der Oberwalzen (13 und 16) der beiden zwangläufig angetriebenen Zwischenwalzenpaare durch in bekannter Weise an den schwenkbaren Walzenträgern (46 und 48) angreifende Belastungsgewichte (57 und 58) vermittelt sind (Fig. 1).
  9. 9. Streckwerk nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Eingangswalzen (12) und dem ihnen zugekehrten hinteren Zwischenwalzenpaar (13, 14), ferner auch zwischen dem hinteren (13, 14) und dem vorderen (16, 17) Zwischenwalzenpaar an sich bekannte Faserbandführungen (46, 52) angeordnet sind. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 875 014; britische Patentschriften Nr. 678163, 671643; USA.-Patentschrift Nr. 1130 467.
DEA30922A 1958-12-10 1958-12-10 Kammgarnstreckwerk Pending DE1111073B (de)

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