DE1110879B - Zelle fuer die Schmelzflusselektrolyse - Google Patents
Zelle fuer die SchmelzflusselektrolyseInfo
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C25—ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
- C25C—PROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC PRODUCTION, RECOVERY OR REFINING OF METALS; APPARATUS THEREFOR
- C25C3/00—Electrolytic production, recovery or refining of metals by electrolysis of melts
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
P16167VI/40C
ANMKLDETAG: 2». A P R I L 1956
BEKANNTMACHUNG
DER ANMELDUNG
OND AUSGABE DER
AUSLEGESCHRIFT: 13. JULI 1961
DER ANMELDUNG
OND AUSGABE DER
AUSLEGESCHRIFT: 13. JULI 1961
Zellen für die Schmelzflußelektrolyse, insbesondere solche zur Gewinnung von Aluminium, werden mit
niedriger Spannung, zuweilen in der Größenordnung von 4 bis 4,5VoIt, betrieben. Es ist deshalb vorteilhaft,
verschiedene Spannungsunterschiede, die für die Elektrolyse nutzlos sind, soweit wie möglich zu
verringern. In der französischen Patentschrift 953 361 sind bereits Verfahren beschrieben, durch die eine
elektrische Verbindung zwischen den Kohleblöcken, die den Boden der elektrolytischen Zellen bilden,
und den Metallstäben zur Stromzuführung bzw. -abführung (je nachdem, ob eine elektrolytische Gewinnung
von Aluminium oder eine Veredlung dieses Metalls in Frage kommt) erreicht wird. Gemäß diesen
Verfahren bettet man mittels Gußeisen besonderer Qualität Stahlstäbe, im allgemeinen von rechtwinkeligem
Querschnitt, in die in den Kohleblöcken vorgesehenen Rinnen ein, wodurch eine weitgehende
Spannungsverminderung am Boden der Zelle erzielt wird. Das Gußeisen besonderer Qualität kann nach
der deutschen Patentschrift 812211 durch Kupfer bzw.
Bronze mit weniger als 10% Zinn ersetzt werden.
Diese Verfahren befriedigten früher weitgehend, jedoch wurden seither Zellen gebaut, bei denen am
ganzen Umfang der Zellenwanne abgeschrägter, verfestigter Kryolith angebracht ist, so daß die Oberfläche
des Zellenwannenbodens auf etwa die gleiche Oberfläche beschränkt ist wie die Anode, um die Bedeutung
von Niveauunterschieden und von Bewegungen des flüssigen am Boden der Zellenwanne liegenden
Aluminiums zu verringern, wodurch man bei der Elektrolyse sehr hohe Ausbeuten erzielt, die 90% erreichen
und zuweilen überschreiten. Zellen mit abgeschrägten Wandungen hatten jedoch den Nachteil,
daß sich infolge der durch das Vorhandensein der Abschrägungen bedingten Verminderung der aktiven
Oberfläche des Wannenbodens der Spannungsabfall erhöht und häufig, insbesondere bei niedrigen Arbeitstemperaturen, wie 930 bis 950° C, 0,40 Volt erreicht.
Deshalb besteht ein erhebliches Interesse, diesen Spannungsabfall zu verringern, ohne die neuartigen
Leitungssysteme für elektrolytische Zellen abzuändern.
Die Erfindung ermöglicht eine Lösung dieser Aufgabe unter Behebung der obigen Mängel. Sie beruht
auf der Feststellung, daß der Spannungsabfall am Beden der Zelle hauptsächlich eine Folge des elektrischen
Widerstandes der Stahlschienen ist, welche die Verbindung zwischen den Kohleblöcken und den
äußeren Leitern herstellen. Die Erfindung sieht also Mittel zur Erhöhung der elektrischen Leitfähigkeit
dieser Verbindungen vor.
Zelle für die Schmelzflußelektrolyse
Anmelder:
PECHINEY, Compagnie de Produits
Chimiques et Electrometallurgiques,
Paris
Vertreter: Dr.-Ing. F. Wuesthoff, Dipl.-Ing. G. Puls
und Dipl.-Chem. Dr. rer. nat. E. Frhr. v. Pechmann, Patentanwälte, München 9, Schweigerstr. 2
Beanspruchte Priorität:
Frankreich vom 30. April 1955
Frankreich vom 30. April 1955
Paul Morel, HermiHon, Hameau d'Echaillon
(Frankreich),
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
Die erfindungsgemäße Zelle für die Schmelzflußelektrolyse
mit einem aus Kohleblöcken, in welche stromführende waagerechte Stahlschienen eingelassen
sind, gebildeten Wannenboden von kleinerem Flächeninhalt als die Badoberfläche ist dadurch gekennzeichnet,
daß die im wesentlichen auf die Länge des Wannenbodenquerschnittes verkürzten Stahlschienen über
diesen Querschnitt hinausragende Ansatzstücke aus Aluminium tragen. Die Ansatzstücke aus Aluminium,
welche das Stück, um welches die Stahlschiene verkürzt worden ist, ersetzen, weisen eine bessere spezifische
Leitfähigkeit für den Strom auf. Die verwendeten Stahlschienen können eine große Querschnittsfläche haben. So ragen sie nach einer besonderen erfindungsgemäßen
Ausführungsform auf annähernd ihrer ganzen Länge aus der in den Kohleblöcken des
Wannenbodens vorgesehenen Rinne nach unten heraus. Sie können auch in bekannter Weise mittels einer
Kupferschiene verstärkt sein.
Nach einer weiteren speziellen Ausführungsform der Erfindung läßt man die Verbindungsschienen den
Boden der Zellen durchdringen. Zu diesem Zweck sind die unmittelbar gleichlaufend der Außenkante
der Kohleblöcke im rechten Winkel abgebogen oder in eine entsprechende Form gebracht.
Die Zeichnungen dienen zum besseren Verständnis der Erfindung.
109 647/443
Die Fig. 1, 2, 3 und 4 zeigen Profile verschiedener erfindungsgemäßer Elektrolysezellen.
Bei allen Figuren bedeuten die Zahlen folgende Teile:
1 ist der Metallmantel, welcher die Zelle umgibt, 2 eine Isolierschicht, 3 sind die Kohlewandungen
der Wanne, 4 die Kohleblöcke, die den Boden der Zellen bilden und an deren Unterteil sich eine Rinne
bzw. Aussparung befindet, in welcher die Stahlschiene 5 mittels eingegossenen Gußeisens befestigt
ist. 6 ist das Fundament aus feuerfesten Steinen, welches die Wanne trägt.
In den Fig. 1 und 2 sind Wannen mit erfindungsgemäß verkürzten Stahlschienen 5 und Ansatzstücken
7 aus einem Metall mit höherer Leitfähigkeit als Stahl, z. B. aus dem billigen Aluminium, dargestellt.
Es ist hierbei notwendig, die Breite des unteren Teiles des Gehäuses zu verringern, da das Aluminium
bei den dort herrschenden Temperaturen nicht beständig ist und deshalb außerhalb des Gehäuses angeordnet
sein muß.
Fig. 1 zeigt eine Wanne mit Stahlschienen 5, die aus der Rinne in den Kohleblöcken 4 nicht herausragen.
Die Stahlschienen 5 können in bekannter Weise durch einen angeschweißten Kupferstreifen
verstärkt sein.
Fig. 2 zeigt die Anordnung mit Stahlschienen 5 von großer Querschnittsfläche, die nach unten aus
der in den Kohleblöcken 4 vorgesehenen Rinne herausragen.
Bei der in Fig. 1 und 2 gezeigten Anordnung erzielt man am Boden der Zelle einen Spannungsabfall von
0,25VoIt.
Bei den Wannen der Fig. 3 und 4 treten die Enden der Stahlschienen 5 durch den Boden aus, wodurch
ebenfalls eine Verkürzung der Stahlschienen 5 erreicht wird.
In Fig. 3 sind die Schienen 5 entlang den Blöcken im rechten Winkel abgebogen, und hier sind die AIuminiumansatzstücke
7 langer als in Fig. 1 und 2. Übrigens kann man unterhalb der Zellen Leiter 8
vorsehen, um den Strom aus den Stahlschienen 5 abzuleiten. Die gebogenen Schienen kann man gegebenenfalls
in bekannter Weise mit einem Kupferstreifen verstärken. Man kann mit dieser U-Form Spannungsabfalle
von etwas unter 0,25VoIt, beispielsweise 0,24 Volt, erzielen.
In Fig. 4 hat die waagerechte Stahlschiene 5 genau die Länge der gemeinsamen Bodenblöcke, und der
Strom fließt durch senkrechte Schenkel 9 aus. Die ganze Anordnung hat etwa die Form des griechischen
Buchstabens Pi (π). Man kann diese Form durch Schmieden oder Schweißen erhalten. Der Spannungsabfall
am Boden kann leicht 0,24VoIt erreichen.
Die günstigsten Querschnittsflächen und Längen der Stahl- und Aluminiumleiter hängen von dem
Preis dieser Stoffe und dem jeweiligen Strompreis ab. In jedem Fall ist es dem Fachmann möglich,
diese Größen zu bestimmen, ohne von der Erfindung abzuweichen.
Claims (4)
1. Zelle für die Schmelzflußelektrolyse mit einem aus Kohleblöcken, in welche stromführende
waagerechte Stahlschienen eingelassen sind, gebildeten Wannenboden von kleinerem Flächeninhalt
als die Badoberfläche, dadurch gekenn zeichnet, daß die im wesentlichen auf die Länge
des Wannenbodenquerschnittes verkürzten Stahlschienen (5) über diesen Querschnitt hinausragende
Ansatzstücke (7) aus Aluminium tragen.
2. Zelle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Stahlschienen (5) auf annähernd ihrer
ganzen Länge aus der in den Kohleblöcken des Wannenbodens vorgesehenen Rinne nach unten
herausragen.
3. Zelle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Stahlschienen (5) an ihren Enden
U-förmig nach unten abgebogen sind und daß die an ihren aus dem Wannenboden herausragenden
Enden befestigten Ansatzstücke (7) aus Aluminium bestehen.
4. Zelle nach Anspruch!, dadurch gekennzeichnet, daß die Stahlschienen (5) in Doppel-T-Form
angeordnet sind, wobei die senkrechten Schenkel (9) des Doppel-T aus dem Wannenboden herausragen
und Ansatzstücke (7) aus Aluminium tragen.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 812211, 863 999, 898968.
Deutsche Patentschriften Nr. 812211, 863 999, 898968.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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1955
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-
1956
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