DE1110860B - Verfahren zur Herstellung von poroesen Kunststoffen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von poroesen KunststoffenInfo
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- C08—ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
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- C08J9/00—Working-up of macromolecular substances to porous or cellular articles or materials; After-treatment thereof
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Description
- Verfahren zur Herstellung von porösen Kunststoffen Zusatz zum Patent 1080 774 Gegenstand des Patents 1 080 774 ist ein Verfahren zur Herstellung von porösen Kunststoffen, bei dem wäßrige, 40- bis 950/cige und vorzugsweise 50- bis 800/cige Dispersionen von Polyepoxyverbindungen mit Härtungsmitteln für die Polyepoxyverbindungen und mit Treibmitteln vermischt und die Dispersionen verschäumt und die Polyepoxyverbindungen gleichzeitig gehärtet werden.
- Als Treibmittel lassen sich bei diesem Verfahren beispielsweise Azo - bis - isobuttersäurenitril, Diazoaminobenzol, Diphenylsulfo-3,3-disulfohydrazid, Diphenyloxyd - 4,4' - disulfohydrazid, N,N' - Dinitroso -N,N' - dimethylterephthalamid oder Terephthalazid verwenden. Die Zersetzungstemperatur der Treibmittel, die unterhalb 1500 C liegen soll, läßt sich durch Zugabe geringer Mengen von Peroxyden, wie z. B. Wasserstoffperoxyd, auf 40 bis 100° C herabsetzen. Die nichtflüchtigen Zersetzungsprodukte der Treibmittel werden dabei in das gehärtete Harz eingelagert.
- Durch den Einbau von Fremdstoffen werden die Chemikalienbeständigkeit, die Wärmestandfestigkeit sowie die mechanischen Eigenschaften herabgesetzt.
- Es wurde nun gefunden, daß dieser Nachteil vermieden wird, wenn man bei diesem Verfahren ausschließlich Wasserstoffperoxyd, das durch die zum Härten verwendeten basischen Verbindungen katalytisch zersetzt wird, als Treibmittel verwendet.
- Besonders zweckmäßig emulgiert man das Epoxyharz mit Hilfe eines Dispergier- bzw. Emulgiermittels in einer vorzugsweise etwa 5- bis 200/oigen wäßrigen Wasserstoffperoxydlösung und setzt dann das basische Härtungsmittel zu, doch ist die Reihenfolge beliebig.
- Die Mischung beginnt nach einigen Minuten sich zu erwärmen und unter gleichzeitiger Härtung zu schäumen. Dieser Schaum ist nach wenigen Stunden völlig durchgehärtet.
- Das spezifische Gewicht des gehärteten Schaumes hängt von der verwendeten Menge des Wasserstoffperoxyds ab; es werden spezifische Gewichte bis herab zu etwa 0,05 g/cm3 erreicht.
- Als Polyepoxyverbindungen und Dispérgiermittel lassen sich die gleichen wie nach dem Hauptpatent verwenden. Als basische Härtungsmittel kommen besondere Aminogruppen enthaltende Verbindungen in Betracht und von diesen wiederum besonders die Amine selbst.
- Durch Auswahl der Komponenten hat man es in der Hand, harte, feste oder weiche, elastische Schaumstoffe herzustellen. So erhält man harte, feste Produkte aus vorwiegend aromatischen bzw. cycloaliphatischen und stark vernetzenden Komponenten, während vorwiegend aliphatische und schwach vernetzende Komponenten zu weichen, elastischen Schaumstoffen führen. Durch Mischen dieser Ausgangsstoffe kann man Schaumstoffe beliebiger Härte und Elastizität herstellen.
- Die in den Beispielen genannten Teile sind Gewichtsteil.e.
- Beispiel 1 16,1 Teile eines Umsetzungsproduktes von Epichlorhydrin mit Pentaerythrit mit dem Epoxydwert 0,62 werden in einer Lösung von 0,6 Teilen eines Mischpolymerisates aus 40 Teilen Vinylpyrrolidon und 60 Teilen Vinylpropionat in 6 Teilen 200/oigem Wasserstoffperoxyd emulgiert. Diese Emulsion wird mit 6,1 Teilen 4,4'-Diamino-3,3-dimethyldicyclohexylmethan versetzt und gut gerührt. Nach 3 bis 4 Minuten beginnt die Mischung aufzuschäumen und ist nach weiteren 2 bis 3 Minuten zu einem weichen, elastischen Schaumstoff erstarrt, der nach etwa 10 Stunden zu einer sehr harten und festen Masse vom spezifischen Gewicht 0,40 g/cm3 durchgehärtet ist.
- Beispiel 2 75 Teile eines Umsetzungsproduktes von Epichlorhydrin mit Pentaerythrit mit dem Epoxydwert 0,62 werden in einer Lösung von 4,7 Teilen eines Mischpolymerisates aus 40 Teilen Vinylpyrrolidon und 60 Teilen Vinylpropionat, 0,9 Teilen Diisobutylnaphthalinsulfonat und 18 Teilen einer 300/oigen wärigen Wasserstoffperoxydlösung in 14 Teilen Wasser emulgiert. Zu dieser Emulsion gibt man unter Rühren ein Gemisch aus 17,5 Teilen Nonadecandiamin und 26,6 Teilen Diisobutylhexamethylendiamin. Nach wenigen Minuten beginnt das Schäumen. Nach vollständiger Aushärtung erhält man einen weichen, elastischen Schaumstoff vom spezifischen Gewicht 0,2 glcms.
- Beispiel 3 10 Teile eines Epoxyharzes aus Basis 4,4'-Dihydroxydiphenyldimethylmethan mit dem Epoxydwert 0,5 und 8,7 Teile eines Polyamids aus Adipinsäure und Diäthylentriamin mit 80/0 freien Aminogruppen und dem K-Wert 17 werden in einer Lösung von 0,2 Teilen Polyvinylpyrrolidon in 5 Teilen Wasser emulgiert und mit 4 Teilen 150/sigem Wasserstoffperoxyd versetzt. Nach wenigen Minuten beginnt das Schäumen. Nach beendeter Härtung erhält man einen harten Schaumkörper mit guter Festigkeit.
- Beispiel 4 1,5 Teile Kunstfaser-Watte werden getränkt mit einer Emulsion von 4,5 Teilen Glykoldiglycidyläther, 8,1 Teilen eines Epoxyharzes auf Basis Pentaerythrit (Epoxydwert 0,62) und 7-5 Teilen Nonadecandiamin in einer Lösung von 1 Teil partiell verestertem Polyvinylalkohol und 3 Teilen 300/oigem Wasserstoffperoxyd in 10 Teilen Wasser. Bei beginnendem Schäumen werden die Fasern auseinandergetrieben und gleichmäßig in dem Schaumkörper verteilt. Nach beendeter Härtung erhält man einen weichen, elastischen Schaumstoff mit guter Festigkeit.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von porösen Kunststoffen durch Verschäumen und Härten von wäßrigen Dispersionen von Polyepoxyverbindungen in Gegenwart von Härtungsmitteln und Wasserstoffperoxyd in weiterer Ausbildung des Verfahrens gemäß Patent 1 080 774, dadurch gekennzeichnet, daß bei Verwendung von beständigen, 40- bis 950/eigen wäßrigen Dispersionen von harzartigen Polyepoxyverbindungen und basischen Härtungsmitteln als Treibmittel ausschließlich in Wasserstoffperoxyd dient.In Betracht gezogene ältere Patente: Deutsches Patent Nr. 1 080 774.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB56409A DE1110860B (de) | 1960-01-27 | 1960-01-27 | Verfahren zur Herstellung von poroesen Kunststoffen |
| GB304161A GB932497A (en) | 1960-01-27 | 1961-01-26 | Production of porous plastics based on polyepoxy compounds |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB56409A DE1110860B (de) | 1960-01-27 | 1960-01-27 | Verfahren zur Herstellung von poroesen Kunststoffen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1110860B true DE1110860B (de) | 1961-07-13 |
Family
ID=6971320
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEB56409A Pending DE1110860B (de) | 1960-01-27 | 1960-01-27 | Verfahren zur Herstellung von poroesen Kunststoffen |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1110860B (de) |
| GB (1) | GB932497A (de) |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| JPH0772233B2 (ja) * | 1991-02-19 | 1995-08-02 | 日本ゼオン株式会社 | エポキシ樹脂系発泡性組成物 |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1080774B (de) | 1958-11-19 | 1960-04-28 | Basf Ag | Verfahren zur Herstellung von poroesen Kunststoffen auf der Basis von harzartigen Polyepoxyverbindungen |
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1960
- 1960-01-27 DE DEB56409A patent/DE1110860B/de active Pending
-
1961
- 1961-01-26 GB GB304161A patent/GB932497A/en not_active Expired
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1080774B (de) | 1958-11-19 | 1960-04-28 | Basf Ag | Verfahren zur Herstellung von poroesen Kunststoffen auf der Basis von harzartigen Polyepoxyverbindungen |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB932497A (en) | 1963-07-31 |
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