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DE1110623B - Verfahren zur Vermeidung von Korrosionen an Apparaten aus rostfreien Staehlen bei der Aufarbeitung von fluorhaltigen, uranhaltigen Schlacken mit verduennter Salpetersaeure - Google Patents

Verfahren zur Vermeidung von Korrosionen an Apparaten aus rostfreien Staehlen bei der Aufarbeitung von fluorhaltigen, uranhaltigen Schlacken mit verduennter Salpetersaeure

Info

Publication number
DE1110623B
DE1110623B DEU5984A DEU0005984A DE1110623B DE 1110623 B DE1110623 B DE 1110623B DE U5984 A DEU5984 A DE U5984A DE U0005984 A DEU0005984 A DE U0005984A DE 1110623 B DE1110623 B DE 1110623B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
uranium
nitric acid
stainless steel
slags
apparatus made
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEU5984A
Other languages
English (en)
Inventor
Thomas Garfield
Thomas
Stanley George Wilson
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
UK Atomic Energy Authority
Original Assignee
UK Atomic Energy Authority
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by UK Atomic Energy Authority filed Critical UK Atomic Energy Authority
Publication of DE1110623B publication Critical patent/DE1110623B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B60/00Obtaining metals of atomic number 87 or higher, i.e. radioactive metals
    • C22B60/02Obtaining thorium, uranium, or other actinides
    • C22B60/0204Obtaining thorium, uranium, or other actinides obtaining uranium
    • C22B60/0217Obtaining thorium, uranium, or other actinides obtaining uranium by wet processes
    • C22B60/0221Obtaining thorium, uranium, or other actinides obtaining uranium by wet processes by leaching
    • C22B60/0226Obtaining thorium, uranium, or other actinides obtaining uranium by wet processes by leaching using acidic solutions or liquors
    • C22B60/0239Obtaining thorium, uranium, or other actinides obtaining uranium by wet processes by leaching using acidic solutions or liquors nitric acid containing ion as active agent

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
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  • Manufacturing & Machinery (AREA)
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  • Organic Chemistry (AREA)
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Description

DEUTSCHES
PATENTAMT
U5984IVa/12n
ANMELDETAG: 12. F E B RUAR 1959
BEKANNTMACHUNG
DER ANMELDUNG
UND AUSGABE DER
AUSLEGESCHRIFT: 13. JULI 1961
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Vermeidung von Korrosionen an Apparaten aus rostfreien Stählen bei der Herauslösung von Uran aus Schlacken, die im wesentlichen aus Magnesiumfluorid oder Calciumflorid bestehen, mittels verdünnter Salpetersäure. Derartige Schlacken fallen an bei der Uranherstellung aus Urantetrafluorid mit Magnesiumoder Calcium-Metall. Bei dieser Gewinnungsart werden die Reaktionsprodukte noch im geschmolzenen Zustand getrennt; aber die Trennung ist nicht vollständig, weil Uran teilweise in der Schlacke eingeschlossen bleibt.
Es ist bereits bekannt, Fluoridschlacken mit 0,5 bis 50%iger Schwefelsäure bei Temperaturen zwischen 80° C und dem Siedepunkt der verdünnten Schwefelsäure zu behandeln, wobei das Uran als schwefelsaures Salz in Lösung gebracht wird. Es ist weiter bekannt, radioaktive Mischungen von Plutonium und Uranium sowie dessen Spaltprodukten in Salpetersäure zu lösen und aus diesen Lösungen durch Zugabe von Wismuth- und Zirkonnitrat mit wasserlöslichen Phosphaten die wasserunlöslichen Phosphate von Plutonium, Zirkon, Wismuth und Niob auszufällen, wobei das Uran in Lösung bleibt. Schließlich ist bereits vorgeschlagen worden, für die Aufarbeitung von Fluoridschlacken auf Uran Salzsäure zu benutzen.
Für die wirtschaftliche Gewinnung des Urans aus Fluoridschlacken sind die bekannten Verfahren wenig geeignet, da es sich bei der Aufarbeitung von Fluoridschlacken um relativ große Materialmengen handelt, aus denen der Urangehalt nur mit einer Säure gewonnen werden kann, die das Arbeiten in Lösebehältern aus Edelstahl gestattet, nämlich Salpetersäure. Hierbei beeinträchtigt der Fluoridgehalt der Schlacken die Lebensdauer des Behältermaterials so stark, daß die Wirtschaftlichkeit der Aufarbeitung durch auftretende Korrosionen in Frage gestellt ist.
Es wurde nun herausgefunden, daß es möglich ist, die Korrosion des aus Edelstahl bestehenden Materials des Lösebehälters weitgehend zu vermeiden, wenn mit Salpetersäure bestimmter Konzentration gearbeitet wird. Die Konzentration dabei muß einerseits so gewählt werden, daß in wirtschaftlich tragbarer Zeit das Uran möglichst vollständig gelöst wird, während andererseits die Konzentration nur so weit gehen darf, daß bei möglichst niedrigen Temperaturen keine oder nur geringste Mengen fluorhaltiger Flußsäure aus den Fluoriden frei gemacht wird.
Bereits bei einer Temperatur von 40° C kann fast alles in den Fluoridschlacken vorhandene Uran gelöst werden, andererseits darf aber eine Temperatur von Verfahren zur Vermeidung von Korrosionen
an Apparaten aus rostfreien Stählen bei der Aufarbeitung von fluorhaltigen,
uranhaltigen Schlacken mit verdünnter Salpetersäure
Anmelder:
United Kingdom Atomic Energy Authority, London
Vertreter: Dipl.-Ing. E. Schubert, Patentanwalt, Siegen, Oranienstr. 14
Beanspruchte Priorität: Großbritannien vom 17. Februar 1958
Thomas Garfield,
Thomas und Stanley George Wilson, London, sind als Erfinder genannt worden
80° C nicht überschritten werden, wenn nicht die korrodierenden Flußsäure-Fluor-Dämpfe auftreten sollen.
Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren arbeitet man bei den oben angegebenen Temperaturen zwischen 40 und 80° C mit Salpetersäurekonzentrationen von wenigstens Va bis höchstens 5 n. Geht man über die Konzentration von 5 η bei der Lösung des Urans aus den Fluoridschlacken hinaus, beispielsweise auf 7 n, so tritt auch bei den Temperaturen des erfindungsgemäßen Verfahrens zwischen 40 und 80° C Korrosion am Edelstahl des Lösebehälters auf. Wählt man dagegen die Salpetersäurekonzentration unter V2 n, so geht nur ein Teil des in den Schlacken eingeschlossenen Urans in Lösung.
Eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht darin, daß die auf eine Korngröße von etwa 1,27 cm Durchmesser vorgebrochenen Magnesiumfluorid- bzw. Calciumfluoridschlacken in einer Naßkugelmühle unter einer Stickstoff atmosphäre so fein gemahlen werden, daß wenigstens 98% des Mahlgutes durch ein Sieb mit 100 Maschen/cm2 hindurchgehen (Maschenweite kleiner als 0,6 mm). Der Gebrauch einer Naßkugelmühle verhindert Unfälle
109 647/346
durch Brand oder Staub. Das feuchte Mahlgut, welches vorzugsweise 70 % Festsubstanz enthält, wird nun mit so viel 60%iger Salpetersäure in einem Lösebehälter aus VA-Stahl 12 Stunden bei einer Temperatur von etwa 60° C unter Rühren behandelt, daß die Endazidität bei etwa 1,5 η liegt. Die Endazidität darf keinesfalls bei Unterschreitung des angegebenen Wertes durch Temperatursteigerung und damit verbundene Wasserverdampfung erreicht werden, da alsdann starke Korrosionen auftreten. Vielmehr ist die Menge der zuzusetzenden 60%igen Salpetersäure vorher genau zu berechnen. Als VA-Material verwendet man vorzugsweise austenitischen Edelstahl mit 18% Chrom, 8 % Nickel und 1 % Titan, der zweckmäßig geschweißt und hitzebehandelt ist. Nach dem Lösen des Urans stumpft man zweckmäßig einen Teil der Säure durch Zusatz von Kalk oder anderen basischen Stoffen ab. Die saure Lösung wird filtriert, und die Rückstände werden uranfrei gewaschen. Wenn die saure Lösung die Filtration störende Feinstanteile enthält, kann man außerdem ein Flockungsmittel zusetzen. Man kann auch etwa 40% der flüssigen Phase dekantieren und braucht dann nur den Rest zu filtrieren. Das Filtrat — mit oder ohne Dekantat — kann dann in bekannter Weise zwecks Gewinnung des gelösten Uransalzes mit einer 20%igen Lösung von Tributylphosphat in desodorisiertem Kerosin extrahiert werden.
Wenn die Bedingungen des erfindungsgemäßen Verfahrens eingehalten werden, so erhält man eine wäßrige Phase, die nur etwa 4 g/l Fluor enthält. Dieser Gehalt an Fluor reicht bei der einzuhaltenden Temperatur nicht aus, um das Lösebehältermaterial stark zu korrodieren. Man findet nämlich in der wäßrigen Phase nur etwa 40 mg/1 Ni, von dem ein Teil vom Nickelgehalt der Schlacke herrührt, so daß nur Spuren Nickel aus dem Behältermaterial in Lösung gegangen sein können.

Claims (1)

  1. Patentanspruch.
    Verfahren zur Vermeidung von Korrosionen bei der Aufarbeitung fluoridhaltiger Schlacken zwecks Gewinnung von Uranverbindungen in Behältern aus rostfreiem Stahl mit verdünnter Säure bei erhöhten Temperaturen, dadurch ge kennzeichnet, daß die Schlacke mit wäßriger V2 bis 5η HNO3 bei 40 bis 80° C gelaugt wird.
    In Betracht gezogene Druckschriften:
    Britische Patentschrift Nr. 754 651;
    USA.-Patentschriften Nr. 2 741 541, 2 780 518;
    Techn. Centralblatt, 1958, Kerntechnik, S. 406.
    © 109 647/346 7.
DEU5984A 1958-02-17 1959-02-12 Verfahren zur Vermeidung von Korrosionen an Apparaten aus rostfreien Staehlen bei der Aufarbeitung von fluorhaltigen, uranhaltigen Schlacken mit verduennter Salpetersaeure Pending DE1110623B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
GB5043/58A GB853343A (en) 1958-02-17 1958-02-17 Improvements in or relating to the recovery of uranium

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1110623B true DE1110623B (de) 1961-07-13

Family

ID=9788673

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEU5984A Pending DE1110623B (de) 1958-02-17 1959-02-12 Verfahren zur Vermeidung von Korrosionen an Apparaten aus rostfreien Staehlen bei der Aufarbeitung von fluorhaltigen, uranhaltigen Schlacken mit verduennter Salpetersaeure

Country Status (4)

Country Link
US (1) US3347642A (de)
DE (1) DE1110623B (de)
FR (1) FR1224953A (de)
GB (1) GB853343A (de)

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Also Published As

Publication number Publication date
FR1224953A (fr) 1960-06-28
US3347642A (en) 1967-10-17
GB853343A (en) 1960-11-02

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