DE1110336B - Plasma-Eingrenzungs-Vorrichtung - Google Patents
Plasma-Eingrenzungs-VorrichtungInfo
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Classifications
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- H05—ELECTRIC TECHNIQUES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- H05H—PLASMA TECHNIQUE; PRODUCTION OF ACCELERATED ELECTRICALLY-CHARGED PARTICLES OR OF NEUTRONS; PRODUCTION OR ACCELERATION OF NEUTRAL MOLECULAR OR ATOMIC BEAMS
- H05H1/00—Generating plasma; Handling plasma
- H05H1/02—Arrangements for confining plasma by electric or magnetic fields; Arrangements for heating plasma
- H05H1/16—Arrangements for confining plasma by electric or magnetic fields; Arrangements for heating plasma using externally-applied electric and magnetic fields
- H05H1/18—Arrangements for confining plasma by electric or magnetic fields; Arrangements for heating plasma using externally-applied electric and magnetic fields wherein the fields oscillate at very high frequency, e.g. in the microwave range, e.g. using cyclotron resonance
-
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- H05H—PLASMA TECHNIQUE; PRODUCTION OF ACCELERATED ELECTRICALLY-CHARGED PARTICLES OR OF NEUTRONS; PRODUCTION OR ACCELERATION OF NEUTRAL MOLECULAR OR ATOMIC BEAMS
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- H05H1/10—Arrangements for confining plasma by electric or magnetic fields; Arrangements for heating plasma using externally-applied magnetic fields only, e.g. Q-machines, Yin-Yang, base-ball
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
C21363Vnic/21g
BEKANNTMACHUNG
DER ANMELDUNG
UNDAUSGABE DER
AUSLEGESCHRIFT:
4. MAI 1960
6. JULI 1961
Die Erfindung betrifft eine Plasma-Eingrenzungs-Vorrichtung,
bestehend aus einem evakuierten, ringförmigen Gefäß, Mitteln zur Einspritzung von Plasma
in das Gefäß und Mitteln zur Erzeugung eines stetigen
magnetischen Feldes über den gesamten Zylinderring.
Es ist bekannt, daß derartige Einrichtungen als Neutronenerzeuger und Kernenergieerzeuger verwendet
werden können, wenn man erreicht, daß die Teilchen während einer hinreichend langen Zeit eingegrenzt
werden, so daß die Kernreaktionen durch Zusammenstöße zwischen diesen Teilchen, die auf
relativ hohen kinetischen Temperaturen gehalten werden, Zeit haben, mindestens so viel Energie zu erzeugen,
wie das Plasma durch Zusammenstöße mit den Wänden, Verunreinigungen usw. verliert.
Eine der verbreitesten Praktiken zur Durchführung der Plasma-Eingrenzung besteht darin, den Innenraum
des Gefäßes, der mit dem Plasma gefüllt ist, innerhalb eines magnetischen Feldes anzuordnent,
dessen Feldstärke an jedem Punkt über die Zeit konstant ist und dessen Feldlinien im wesentlichen parallel
zu den Wänden, von denen das Plasma isoliert werden soll, verlaufen.
Ebenso ist es bekannt, bei Gefäßen linearer Form nahe deren Enden Hilfsmagnetspulen oder Hilfswicklungen
anzubringen, die an diesen Stellen ein sehr viel stärkeres Feld erzeugen und zu Einschnürungen der
Feldlinien (sogenannte »magnetische Spiegel«) führen. Diese magnetischen Spiegel verhindern das
Entweichen in Längsrichtung. Solche Hilfswicklungen können grundsätzlich entfallen, wenn das Gefäß ringförmig
ist, da infolge der Geschlossenheit des Innenraumes in sich selbst die Axialbewegung der Teilchen
nur zu deren Umlauf auf einer Kreisbahn führt.
Man hat festgestellt, daß auch bei ringförmigen Gefäßen gleichermaßen von Vorteil ist, magnetische
Spiegel an bestimmten Punkten längs des Umfanges vorzusehen, um eine derartige Zirkulation auf einer
Kreisbahn so zu reduzieren, daß eine Bewegung der gesamten Plasmamasse verhindert wird. Die Wirkungen
einer solchen Bewegung sind, was die Aufrechterhaltung hoher kinetischer Temperaturen betrifft,
ungünstig.
Jedoch auch bei einem ringförmigen Gefäß einer bestimmten Zahl von längs seines Umfanges verteilten
magnetischen Spiegeln ist die realisierbare Eingrenzung nicht befriedigend, insbesondere wegen der
Diffusion der Teilchen quer zu den magnetischen Feldlinien, wodurch sie aus der Masse des Plasmas
entweichen und gegen die Hüllwände stoßen können.
Ein Ziel der Erfindung ist es, eine Teilchen-Eingrenzungsvorrichtung
zu schaffen, die die Vorteile so-Plasma-Eingrenzungs-Vorrichtung
Anmelder:
Compagnie Generale de Telegraphic sans FiI, Paris
Vertreter: Dr. W. Müller-Bore
und Dipl.-Ing. H. Gralfs, Patentanwälte,
Braunschweig, Am Bürgerpark 8
Braunschweig, Am Bürgerpark 8
Beanspruchte Priorität:
Frankreich vom 14. Mai 1959
Frankreich vom 14. Mai 1959
Hubert Leboutet und Jean-Michel Dolique, Paris, sind als Erfinder genannt worden
wohl der herkömmlichen ringförmigen Eingrenzungsvorrichtungen als auch der herkömmlichen linearen
Eingrenzungsvorrichtungen vereinigt, während gleichzeitig die Dichtheit der magnetischen Flasche, die bei
der Erfindung verwendet wird, erhöht wird.
Ein weiteres Ziel der Erfindung besteht darin, die Energieverluste im Plasma infolge Einweichens oder
Anstoßens gegen die Wände des ringförmigen Gefäßes zu verringern.
Gemäß der Erfindung sind Mittel vorgesehen, mit denen in das Gefäß ultrahochfrequente Wellen eingeführt
werden, welche sich innerhalb des Raumes zwischen dem eingegrenzten Plasma und der Wand
des ringförmigen Gefäßes ausbreiten.
Die Erfindung wird an Hand der Beschreibung in Verbindung mit der Zeichnung beispielsweise näher
beschrieben.
Die Zeichnung zeigt einen Querschnitt, der etwa senkrecht zur Achse des Ringes einer Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Vorrichtung verläuft.
Es ist dabei verständlich, daß eine derartige Darstellung nicht einschränkend ist.
Das Gefäß besteht aus einem Zylinderring (Toroid) 1, beispielsweise aus Aluminium. Ein magnetisches
Längsfeld mit Einschnürungen der Feldlinien 3 an Punkten, die im Abstand voneinander
längs des Umfanges des Zylinderringes 1 liegen, ist vorgesehen und wird durch geeignete, bekannte Mittel
herkömmlicher Art erzielt. Im Beispiel sind hierfür
109 620/363
sechs Magnetspulen 2 vorgesehen, die in regelmäßigem Abstand längs des Umfanges des Ringes 1
liegen. Diese Magnetspulen werden von einer geeigneten Stromquelle oder von geeigneten Stromquellen
(nicht dargestellt) derart gespeist, daß Feldlinien, die längs der kreisförmigen Achse des ringförmigen Gefäßes
die gleiche Richtung haben, entstehen. Die Feldlinien 3 zeigen dabei Einschnürungen bei 4 innerhalb
des Bereiches der Wicklungen 2 und divergieren zwischen diesen Bereichen derart, daß sie sechs ma- ίο
gnetische Flaschen in geschlossener Kette bilden. Es sind weiter vorgesehen Pumpmittel 5 und Mittel 6 für
die Zuführung des Plasmas, das innerhalb der magnetischen Flaschen von den Feldlinien 3 eingegrenzt
ist. Da die Pumpmittel 5 und die Teilcheneinspritzmittel 6 von irgendeiner geeigneten, bekannten Art
sein können, sind sie hier nur schematisch dargestellt. Erfindungsgemäß wird Hochfrequenzenergie in den
koaxialen Raum, der zwischen der Wand des Gefäßes 1 und den in den magnetsichen Flaschen eingegrenzten
Plasma gebildet wird, eingeführt. Diese Hochfrequenzenergie breitet sich in einem geschlossenen
Kreis in Richtung der Pfeile 7 aus. Die Hochfrequenzenergie wird dabei nach bekannten Techniken,
die bei Ultra-Hochfrequenz-Zirkulatoren verwendet werden, beispielsweise über einen Richtkoppler mit
einem Hohlleiter 8, der tangential zum Zylinderring 1 angeordnet und mit einer angepaßten Belastung 9 abgeschlossen
ist, eingeführt. Der Hohlleiter 8 ist mit dem Ringgefäß 1 durch Koppelöffnungen 10 verbunden,
die einen derartigen Abstand voneinander haben, daß die gewünschte Richtkoppelwirkung erzielt
wird. Der Hohlleiter 8 wird mit einer vorbestimmten hochfrequenten elektromagnetischen
Welle erregt, die von einem Verstärker 11, der von einem Oszillator 12 gespeist wird, kommt. Verstärker
und Oszillator sind von herkömmlicher Bauart und daher nur schematsich dargestellt. Die
Frequenz des Oszillators 12 wird dabei so eingestellt, daß die optimale Wirkung der verwirklichten
Eingrenzung erzielt wird.
Die Arbeitsweise der Plasma-Eingrenzungs-Vorrichtung
nach der Erfindung kann leicht aus der Tatsache erklärt werden, daß das Hochfrequenzfeld auf
das Plasma eine Querkraft oder einen Querdruck ausübt, wodurch der Querdiffusion der Teilchen und
daher dem Entweichen quer zu den Wänden der magnetischen Flasche entgegengewirkt wird.
Claims (3)
1. Plasma-Eingrenzungs-Vorrichtung, bestehend aus einem evakuierten, ringförmigen Gefäß, aus
Mitteln zur Einspritzung von Plasma in das Gefäß und Mitteln zur Erzeugung eines stetigen
magnetischen Feldes über den gesamten Zylinderring, dadurch gekennzeichnet, daß Mittel
vorgesehen sind, mit denen in das Gefäß ultrahochfrequente Wellen eingeführt werden, welche
sich innerhalb des Raumes zwischen dem eingegrenzten Plasma und der Wand des ringförmigen
Gefäßes ausbreiten.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Mittel vorgesehen sind, um in
periodischen Abständen längs des Zylinderringes Einschnürungen der magnetischen Feldlinien zu
erzielen (magnetische Spiegel).
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das ringförmige Gefäß über
einen Richtkoppler mit einem Hohlleiter gekoppelt ist, der mit den ultrahochfrequenten
Wellen gespeist wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 109 620/363 6.61
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| FR794668A FR1234271A (fr) | 1959-05-14 | 1959-05-14 | Perfectionnements aux dispositifs de confinement de plasma dans une enceinte annulaire |
Publications (1)
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|---|---|
| DE1110336B true DE1110336B (de) | 1961-07-06 |
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ID=8714787
Family Applications (1)
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| DEC21363A Pending DE1110336B (de) | 1959-05-14 | 1960-05-04 | Plasma-Eingrenzungs-Vorrichtung |
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| NL (1) | NL251552A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1241004B (de) * | 1961-10-13 | 1967-05-24 | Ernest Lagelbauer | Verfahren zur Erzeugung eines Hochtemperatur-plasmas unter Verwendung eines magnetischen Spiegelsystems |
Families Citing this family (1)
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Family Cites Families (2)
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|---|---|---|---|---|
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- 1960-05-11 CH CH537460A patent/CH362768A/fr unknown
- 1960-05-13 NL NL251552A patent/NL251552A/xx unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE1241004B (de) * | 1961-10-13 | 1967-05-24 | Ernest Lagelbauer | Verfahren zur Erzeugung eines Hochtemperatur-plasmas unter Verwendung eines magnetischen Spiegelsystems |
Also Published As
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