DE111000C - - Google Patents
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-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C10—PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
- C10L—FUELS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; NATURAL GAS; SYNTHETIC NATURAL GAS OBTAINED BY PROCESSES NOT COVERED BY SUBCLASSES C10G OR C10K; LIQUIFIED PETROLEUM GAS; USE OF ADDITIVES TO FUELS OR FIRES; FIRE-LIGHTERS
- C10L3/00—Gaseous fuels; Natural gas; Synthetic natural gas obtained by processes not covered by subclass C10G, C10K; Liquefied petroleum gas
- C10L3/02—Compositions containing acetylene
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- Processing Of Solid Wastes (AREA)
Description
^OT»^
KAISERLICHES
PATENTAMT
Die Erfindung betrifft die Herstellung eines Leuchtgases aus Wassergas und Acetylen unter
Beifügung von Methan.
Es ist bekannt, dafs Kohlengas verschiedener Herkunft und Zusammensetzung durch Acetylen
angereichert werden kann (s. Dommer, !'Acetylene et ses applications, 1896, S. 285)
und dafs eine solche Garburirung dadurch angestrebt wird, dafs man das feuchte Gas über
Calciumcarbid leitet (s. Pellissier, l'eclairage a 1'Acetylene, 1897, S. 209, sowie die amerikanische
Patentschrift 542320).
Es ist dagegen bisher nicht gelungen, eine wesentliche Erhöhung der bekanntlich sehr
geringen Leuchtkraft des Wassergases durch Beimischung von Acetylen zu erzielen. Auf
Grund von Versuchen wurde nun festgestellt, dafs die Leuchtkraft des Wassergases durch
Beimischung von Acetylen bei Anwesenheit von Methan in gewerblich vortheilhafter Weise
erhöht wird. Eine Mischung von Wassergas mit 10 pCt. Acetylen ergiebt z. B. eine wenig
leuchtende Flamme, während der theoretischen Berechnung zufolge die Flamme dieses Gasgemisches
eine zu Beleuchtungszwecken ausreichende Leuchtkraft zeigen müfste. Sogar
bei Erhöhung des Acetylenzusatzes auf 20 pCt. konnte eine Flamme von merklicher Leuchtkraft
nicht erhalten werden. Dagegen zeigt ein etwa 30 pCt. Methan enthaltendes Wassergas, welches für sich allein mit nicht leuch
tender Flamme brennt, bei einem Zusätze von 10 pCt. Acetylen eine mefsbare Leuchtkraft
von genügender Stärke, um eine gewerbliche Verwerthung zu Beleuchtungszwecken zu gestatten.
Auch Gasgemische von anderen Mengenverhältnissen an Methan und Acetylen geben eine Flamme von ausreichender Leuchtkraft.
Durch die vorliegende Erfindung wird mithin das an sich zu Beleuchtungszwecken
ungeeignete Wassergas, das bekanntlieh im Wesentlichen aus Wasserstoff und Kohlenoxyd
bestehfj', -zur Herstellung eines brauchbaren
Leuchtgases verwendbar gemacht. Die Ausführung des Verfahrens erfolgt zweckmäfsig in
der Weise, dafs die Beimischung von Methan zu dem Wassergase vor dessen Behandlung
mit Acetylen bewirkt wird. Zu diesem Zwecke mufs die Erzeugung von Wassergas, derart geleitet
werden, dafs ein ausreichender Gehalt an Methan erzielt wird. Der Zusatz von Acetylen
kann zweckmäfsig in bekannter Weise- dadurch herbeigeführt werden, dafs man das feuchte
Gasgemisch von Wassergas und. Methan auf Calciumcarbid einwirken läfst, wobei nöthigenfalls
der Acetylenzusatz durch eine Zersetzung, des Carbids durch Wasser gesteigert werden
kann. Diese Ausführungsweise- veranlafst riür geringe Betriebskosten und liefert eine hohe.
Ausbeute an Leuchtgas. ■
In der beiliegenden Zeichnung ist in Fig- 1 V-ein
zur Herstellung eines methanhaltigen
Wassergases geeigneter Apparat dargestellt, während Fig. 2 eine Vorrichtung erläutert,
welche zur Reinigung des in dem Apparate nach Fig. 1 erzeugten Gasgemisches und zur
Vermischung desselben mit Acetylen dient.
Der Gaserzeuger nach Fig. 1 besteht aus einem gasdichten Ofen A, welcher mit Roststäben
B oder einer anderen Feuerung ausgestattet ist. Der Ofen wird mit Koks, Anthracit
oder einem anderen kohlenstoffhaltigen Brennmateriale beschickt, das angezündet und bis
auf Rothglut durch Luftgebläse gebracht wird, welche in die Beschickung durch Oeffnungen
oder Löcher C C1 C2 eingeführt werden. Etwa
in halber Höhe der Brennstoffmasse ist der Ofen mit einem durch Wasser gekühlten
Ringe D versehen, der etwa an drei Stellen seines Umfang.es Injectoren aufnimmt, durch
welche Theer oder andere wohlfeile, flüssige oder halbflüssige Kohlenwasserstoffe durch
Dampf in die Masse des glühenden Brennstoffes eingeführt werden können. Unter dem
Roste ist noch ein Dampfeinlafs E vorgesehen. Der Gaserzeuger ist durch ein Zweigrohr oder
einen Kanal F mit einem Ueberhitzer G verbunden, dessen oberer Theil mit feuerfesten
Steinen G1 in schachbrettartiger Anordnung, ausgefüllt ist. Die Gaserzeugung in solchen
Apparaten ist aus den Patentschriften 52271 und 52712 bekannt. Der untere Theil des
Ueberhjtzers erhält zweckmäfsig eine Füllung G2 aus Ingots oder anderen Eisenmassen. Am
Boden des Ueberhitzers ist ein Auslafskanal H vorgesehen, der mit einem senkrechten Rohre /
verbunden ist. Das obere Ende dieses Rohres ist mit einem Ventile K versehen; das untere
taucht in die Wasserfüllung eines geschlossenen Behälters L, an dem sich oben ein mit Hahn M
versehenes Auslafsrohr N anschliefst. Durch ein Rohr O kann Luft in den Ueberhitzer eingelassen
werden, um einen Theil des einströmenden Gases zu verbrennen und dadurch
den Ueberhitzer anzuheizen.
Nachdem der Brennstoff glühend und der Ueberhitzer heifs ist, wird das Ventil K geschlossen
und der Hahn M des Auslafsrohres iST geöffnet, worauf die Luftgebläse abgestellt
werden. Alsdann wird Theer oder ein anderer, schwerer flüssiger Kohlenwasserstoff durch die
Injectoren P, und zwar mittels Dampf in die glühende Brennstoffmasse eingeführt; es wird
Wassergas gebildet, welches durch die gleichzeitige Einwirkung des Dampfes auf Theer
oder sonst angewendete Kohlenwasserstoffe Methan enthält. Während dieser Zersetzung
wird auch Dampf in geringen Mengen in den Aschenfall oder unteren Theil der Brennstoffsäule
durch eine oder mehrere Oeffnungen unter den Roststäben eingeführt. Dieser Dampf
tritt durch den unteren Theil der Masse des glühenden Brennstoffes und bildet Wassergas,
welches durch den Brennstoff emporsteigt und verhindert, dafs Theer oder andere Kohlenwasserstoffe
in dem Brennstoffe verbleiben. Um zu verhindern, dafs etwa mitgerissene Rufs- und Theertheilchen die Räume zwischen
den Steinen G1 verstopfen, läfst man einen nach unten gerichteten Dampfstrom in den
oberen Theil des Ueberhitzers bei Q. und Q.1
eintreten. Das in dem Ofen erzeugte, aus Wasserstoff, Kohlenoxyd und Methan bestehende
Gasgemisch tritt durch den Wasserabschlufs und das Auslafsrohr N nach dem
Scrubber oder dem sonst verwendeten Gasreinigungsapparate.
Die Gaserzeugung wird in der beschriebenen Weise fortgesetzt, bis die Temperatur des
Brennstoffes in dem Gaserzeuger bis zu der zulässigen Grenze gesunken ist, worauf die Zuführung
von Kohlenwasserstoff abgestellt und Luft zugeführt wird, um den Brennstoff wieder
bis zur Rothglut zu erhitzen, wobei Kohlenoxyd durch die Einwirkung der Luft auf den
Brennstoff erzeugt wird. Das Kohlenoxyd reducirt wieder alles Eisenoxyd, welches auf
den Blöcken oder Stangen aus Eisen in dem unteren Theile G2 des Ueberhitzers durch die
Einwirkung des eingelassenen Dampfes etwa gebildet sein könnte; die Eisenstücke sind alsdann
zur Erzeugung eines Gemisches von Kohlenoxyd, Wasserstoff und Methan wieder geeignet.
Aus dem Auslafsrohre N tritt das Gas in einen Wäscher oder Scrubber (Fig. 2), in dem
es, während es die verticalen Kanäle b c durchstreicht, zweckmäfsig durch zerstäubtes Kalkwasser
gewaschen wird, das aus Zerstäubern d an der Decke des Wäschers austritt. Das aus
dem Wäscher oder Scrubber austretende feuchte Gas wird nun in einen geeigneten Acetylenentwickler geleitet. Bei der dargestellten Ausführungsform
des Entwicklers wird die Carbidfüllung in einen Behälter/" eingebracht, dessen
trichterförmiger, gelochter Boden g mit einem an einer Stange i befestigten Kegelventile h
versehen ist, das mit Hülfe einer Daumenscheibe j oder dergl. von aufsen wechselweise
geschlossen und geöffnet wird.
Das Gas wird durch den Kanal e in den Carbidbehälter geleitet und steigt durch die
Löcher des konischen Bodens g hindurch durch die Calciumcarbidfüllung; der dem Gase
anhaftende Wasserdampf zersetzt das Carbid unter Entwickelung von Acetylen, welches sich
mit dem Gase mischt. Hierdurch wird gleichzeitig das Gasgemisch gut getrocknet. Die
Menge des sich so mit dem Gase mischenden Acetylene wird indessen in der Regel zu gering
sein, um das Gas genügend anzureichern. Aus diesem Grunde wird Carbid durch das wechsel-,
weise geöffnete und geschlossene Ventil h in einen Wasserbehälter Z befördert, um eine
stärkere Acetylenentwickelung zu veranlassen. Der entstehende Kalkschlamm kann mittels des
herausnehmbaren Behälters k entfernt werden.
Claims (2)
- Patent-Ansprüche:i. Verfahren zur Herstellung von Leuchtgas aus Wassergas und Acetylen, darin bestehend, dafs dem Wassergas ein Gehalt an Methan gegeben wird.
- 2. Ausführungsweise des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, dafs durch Einwirkung von Wasserdampf und Dämpfen schwerer Kohlenwasserstoffe, z. B. Theer, auf glühende kohlenhaltige Stoffe, erforderlichenfalls unter Mitbenutzung redu-. cirend wirkender Mittel, z. B. von stark erhitztem metallischen Eisen, Methan enthaltendes Wassergas erzeugt wird, welches man feucht auf Calciumcarbid einwirken läfst.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE111000C true DE111000C (de) |
Family
ID=380775
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT111000D Active DE111000C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE111000C (de) |
-
0
- DE DENDAT111000D patent/DE111000C/de active Active
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