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DE1109771B - Anlassrelais fuer Einphasen-Induktionsmotoren - Google Patents

Anlassrelais fuer Einphasen-Induktionsmotoren

Info

Publication number
DE1109771B
DE1109771B DEL29914A DEL0029914A DE1109771B DE 1109771 B DE1109771 B DE 1109771B DE L29914 A DEL29914 A DE L29914A DE L0029914 A DEL0029914 A DE L0029914A DE 1109771 B DE1109771 B DE 1109771B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
current
relay
heating
overload protection
motors
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEL29914A
Other languages
English (en)
Inventor
Guenter Krause
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Licentia Patent Verwaltungs GmbH
Original Assignee
Licentia Patent Verwaltungs GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Licentia Patent Verwaltungs GmbH filed Critical Licentia Patent Verwaltungs GmbH
Priority to DEL29914A priority Critical patent/DE1109771B/de
Publication of DE1109771B publication Critical patent/DE1109771B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02HEMERGENCY PROTECTIVE CIRCUIT ARRANGEMENTS
    • H02H7/00Emergency protective circuit arrangements specially adapted for specific types of electric machines or apparatus or for sectionalised protection of cable or line systems, and effecting automatic switching in the event of an undesired change from normal working conditions
    • H02H7/08Emergency protective circuit arrangements specially adapted for specific types of electric machines or apparatus or for sectionalised protection of cable or line systems, and effecting automatic switching in the event of an undesired change from normal working conditions for dynamo-electric motors
    • H02H7/0816Emergency protective circuit arrangements specially adapted for specific types of electric machines or apparatus or for sectionalised protection of cable or line systems, and effecting automatic switching in the event of an undesired change from normal working conditions for dynamo-electric motors concerning the starting sequence, e.g. limiting the number of starts per time unit, monitoring speed during starting
    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02PCONTROL OR REGULATION OF ELECTRIC MOTORS, ELECTRIC GENERATORS OR DYNAMO-ELECTRIC CONVERTERS; CONTROLLING TRANSFORMERS, REACTORS OR CHOKE COILS
    • H02P1/00Arrangements for starting electric motors or dynamo-electric converters
    • H02P1/16Arrangements for starting electric motors or dynamo-electric converters for starting dynamo-electric motors or dynamo-electric converters
    • H02P1/42Arrangements for starting electric motors or dynamo-electric converters for starting dynamo-electric motors or dynamo-electric converters for starting an individual single-phase induction motor

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Motor And Converter Starters (AREA)

Description

  • Anlaßrelais für Einphasen-Induktionsmotoren Einphasenmotoren mit Hilfsphase werden beim Anlauf mit Anlaufshilfsgeräten gesteuert. Diese bewirken, daß die Hilfsphase, wenn der Motor seinen Kippunkt überschritten hat, wieder ausgeschaltet wird. Als Anlaßhilfsgeräte sind Fliehkraftschalter, statische Anlaßrelais, dynamische Anlaßrelais und thermische Anlaßrelais bekannt. Außer diesen Anlaßrelais besitzen die Motoren im allgemeinen einen Überlastschutz, der den Motor ausschaltet, wenn die Wicklungen einen zu großen Strom aufnehmen und die dadurch entstehende Hitze zur ganzen oder teilweisen Zerstörung der Wicklungen führen kann. Ein solcher Überlastschutz ist meistens mit dem Anlaßrelais zu einer Baueinheit zusammengefaßt.
  • In den bekannten Überlastschutzeinrichtungen befindet sich vielfach ein Thermobirnetall, das bei einer durch einen bestimmten Strom hervorgerufenen Erwärmung eine Auslenkung erfährt und dadurch die Abschaltung des Motors vom Netz bewirkt. Nun muß aber der Überlastschutz der jeweiligen Charakteristik des Motors angepaßt sein. Da die Charakteristiken verschiedener Motoren mitunter stark voneinander abweichen, ergeben sich bei der Anpassung Schwierigkeiten, die mit den bisher bekannten Mitteln nicht ohne weiteres überwunden werden können.
  • Für das Ansprechen des Überlastschutzes sind verschiedene Forderungen aufgestellt, die in Prüfversuchen erfüllt werden müssen. Der sogenannten Stundenprüfung geht der Erwärmungsversuch voraus. Wenn der Motor die Endtemperatur des Erwärmungsversuches (max. 70° C) erreicht hat, wird er mit 1,2fachem Nennstrom belastet. Der Überlastschutz muß dann innerhalb einer Stunde ansprechen. Im Falle eines Kurzschlusses darf die Temperatur in der Wicklung 120° C nicht überschreiten. Weiterhin wird gefordert, daß der Überlastschutz innerhalb von-2 Minuten ansprechen muß, wenn der Prüfstrom das Doppelte des Stromes der Erwärmungsprüfung beträgt. Der Strom der Erwärmungsprüfung tritt auf, wenn das Gerät mit der ungünstigsten Spannung zwischen 0,9- und l,lfacher Nennspannung betrieben wird.
  • Beim Überlastschutz wird im allgemeinen der Strom direkt oder indirekt als Maß für die Überwachung verwendet. Zur Anpassung des Überlastschutzes an die Motoren hat man die Möglichkeit, während des Anlaufes den Summenstrom der Haupt- und Hilfsphase über das Bimetall (direkte Heizung) oder über einen Heizdraht (indirekte Heizung) zu leiten. Weiterhin kann sowohl eine direkte als auch eine indirekte Heizung vorgesehen sein, indem der Summenstrom nacheinander das Bimetall und den Heizdraht durchfließt. Außerdem ist eine Stromaufspaltung möglich, so daß beispielsweise der Summenstrom das Bimetall und nur der Hauptphasenstrom den Heizleiter durchfließt.
  • Die Möglichkeiten reichen jedoch nicht aus, wenn das Verhältnis von Hauptphasenkurzschlußstrom zu Nennstrom sehr groß oder sehr klein wird. So ist beispielsweise; wenn das Verhältnis größer als 5 ist, die Heizleistung im Kurzschluß zu groß, während im Falle, wenn das Verhältnis kleiner als 2 ist, die Heizleistung während der Stundenprüfung zu klein ist.
  • Es sind zwar schon Einphasen-Imduktionsmotoren bekannt, bei denen eine Beeinflussung eines thermischen Überlastschutzes durch eine Zusatzheizung erfolgt, jedoch hat diese Zusatzheizung bei der bekannten Anordnung, die parallel zum Motor und zum Überlastschutz geschaltet ist, nur den Zweck, die Abkühlzeit des Überlastschutzes zu vergrößern und damit die Wiedereinschaltung des Motors zu verzögern. Die zusätzliche Heizung ist nämlich so geschaltet, daß sie beim Ansprechen des Überlastschutzes eingeschaltet wird und den Überlastschutz schwach weiterbeheizt.
  • Bei der Erfindung, die ein Anlaßrelais für Einphasen-Induktionsmotoren in Verbindung mit einem vom Hauptphasenstrom beheizten thermischen Überlastschutz betrifft, ist der Gedanke; eine Zusatzheizung für den thermischen Überlastschutz vorzusehen, aufgegriffen worden. Die Erfindung bezweckt, das Relais so auszugestalten, daß es sowohl für Motoren mit großem als auch für solche mit kleinem Verhältnis von Kurzschlußstrom zu Nennstrom anwendbar ist. Erfindungsgemäß wird die in Reihe mit dem thermischen Überlastschutz geschaltete Zusatzheizung durch die Relaiskontakte gesteuert, und die Relaiskontakte sind so einstellbar, daß die Zusatzheizung während des Anlaufvorganges des Motors wahlweise überbrückt oder eingeschaltet ist. Bei Verwendung in Motoren mit großem Verhältnis von Hauptphasenkurzschlußstrom zu Nennstrom sind die Relaiskontakte so eingestellt, daß die Zusatzheizung während des Anlaufvorganges überbrückt ist und erst nach Erreichen der Nenndrehzahl des Motors eingeschaltet wird. Bei Verwendung in Motoren mit kleinem Verhältnis von Hauptphasenschlußstrom zu Nennstrom sind die Relaiskontakte so eingestellt, daß die Zusatzheizung während des Anlaufvorganges eingeschaltet und erst nach- Erreichen der Nenndrehzahl des Motors überbrückt ist.
  • In der Zeichnung sind Schaltpläne dargestellt, die die erfindungsgemäße Steuerung der Zusatzheizung zeigen.
  • Fig. 1 zeigt eine Schaltung für Motoren, bei denen das Verhältnis Hauptphasenkurzschlußstrom zu Nennstrom groß ist, und Fig. 2 gibt die Schaltung für Motoren, bei denen entsprechende Teile mit den gleichen Bezugszeichen klein ist, wieder. In den Figuren sind einander versehen.
  • In den Figuren sind mit 1 und 2 die Anschlüsse an das Stromnetz bezeichnet. Der Anschluß 1 ist zu dem Verbindungspunkt 3 der Hauptphasenwicklung 4 mit der Hilfsphasenwicklung 5 geführt. An das andere Ende der Hauptphasenwicklung ist ein Relais 6, das als statisches, dynamisches und thermisches Relais ausgeführt sein kann, angeschlossen. Am anderen Ende der Spule des Relais 6 liegt ein Heizwiderstand 7, An den Anschluß 2 ist der beispielsweise als Bimetallschalter aufgeführte Überlastschutz angeschlossen, der in der Schaltung durch das Bimetall 8 und den Kontakt 9 dargestellt ist. Die Verbindung von dem Schalter 9 zum Heizwiderstand 7 und Relais 6 sowie zum zweiten Ende der Hilfsphase 5 ist bei den Ausführungsbeispielen verschieden und wird bei der Beschreibung der Wirkungsweise im einzelnen erläutert.
  • In dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 ist der Heizwiderstand 7 mit dem Schaltkontakt 9 des Überlastschutzes verbunden. Parallel zu dem Heizwiderstand 7 liegt ein Arbeitskontakt 10 des Relais 6. Der Hauptkontakt 11 des Relais 6 ist mit dem zweiten Ende der Hilfsphase 5 und mit dem Kontakt 9 des Überlastschutzes verbunden. Die Relaiskontakte sind im spannungslosen Zustand der Relais dargestellt. Wird der Motor mit der Hauptphase 4 und der Hilfsphase 5 eingeschaltet, so fließt zunächst der Hauptphasenkurzschlußstrom, und das Relais 6 zieht an. Die Hilfsphasenwicklung 5 wird durch den Kontakt 11 eingeschaltet, und der Motor läuft hoch. Gleichzeitig mit dem Einschalten der Hilfsphase wird der Heizwiderstand 7 durch den Hilfskontakt 10 überbrückt. Während des Anlaßvorganges wird das Bimetall 8 von dem Summenstrom der Hauptphase und Hilfsphase durchflossen. Dieser Strom genügt, im Falle eines Kurzschlusses den Überlastschutz genügend schnell auszulösen. Nach Beendigung des Anlaßvorganges fällt das Relais 6 ab und schaltet die Kontakte 10 und 11 aus. Die Hilfsphase 5 ist dabei vom Netz getrennt, und der Hauptphasenstrom durchfließt nun den Heizwiderstand 7 zur indirekten Rufheizung des Bimetalls B. Diese zusätzliche Heizung ist erforderlich, da das Bimetallrelais ja auch in Fällen auslösen soll, in denen der Hauptphasenstrom zwar den Nennstrom übersteigt, aber bedeutend geringer als der Kurzschlußstrom ist. Wie bereits erwähnt, treten Fälle auf, in denen kleiner als 2 ist. Auch bei solchen Motoren müssen die eingangs erwähnten Forderungen in bezug auf Kurzschluß- und Stundenprüfung erfüllt werden. Das Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 zeigt eine Anordnung für solche Motoren. Hierbei ist der Heizwiderstand wie bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig.l geschaltet. Die Kurzschließung erfolgt allerdings durch einen Umschalter 15, der in seiner anderen Schaltstellung die Hilfsphase an Spannung legt. Der Umschalter 15 nimmt die Stellung 17 ein, wenn das Relais 6 angesprochen hat. Das ist unmittelbar nach dem Einschalten des Motors der Fall, wenn das Relais 6 vom Hauptphasenkurzschlußstrom durchflossen wird. Bei dieser Anordnung wird also die Überbrückung des Heizwiderstandes 7 geöffnet und die Hilfsphase 5 eingeschaltet, wenn das Relais anspricht.
  • Die bekannten Überlastschutzschalter lassen sich sämtlich mit derartigen Umschaltern ausrüsten. Dazu ist lediglich erforderlich, daß an sich bekannte und vorhandene Anlaßrelais mit einem zusätzlichen Arbeitshilfskontakt oder statt des normalen Arbeitskontaktes mit einem Umschaltekontakt versehen werden. Dabei spielt es keine Rolle, ob als Anlaßorgane magnetische Relais (statisch und dynamisch), Fliehkraftschalter oder thermische Anlaßrelais verwendet werden.
  • Das erfindungsgemäße Relais ist also besonders vorteilhaft, weil es die erwähnten Schwierigkeiten in einfacher Weise vermeidet. Es kann in derselben Anordnung sowohl für Motoren mit großem als auch für solche mit kleinem Verhältnis von Hauptphasenkurzschlußstrom zu Nennstrom verwendet werden. Durch die Erfindung wird erreicht, daß durch die Verwendung des Anlaßrelais in Motoren mit großem Kurzschlußstrom durch die im Normalbetrieb eingeschaltete Zusatzheizung eine ausreichende Sicherung bei länger anhaltenden geringen Überströmen vorhanden ist. Beim Anlauf ist der hohe Kurzschlußstrom hinreichend, den thermischen Auslöser auch bei nur direkter Beheizung, d.h. ohne Zusatzheizung, im Falle einer Blockierung des Motors zum Ansprechen zu bringen. Andererseits ist bei Verwendung bei Motoren mit kleinem Kurzschlußstrom der Motor durch die während des Anlaufvorganges eingeschalteten Zusatzheizung auch genügend vor Überlastung geschützt. Die Zusatzheizung beim Anlaufvorgang bewirkt nämlich, daß auch bei blockiertem Motor der verhältnismäßig geringe Kurzschlußstrom eine rechtzeitige Auslösung des Überlastschutzes hervorruft. Im normalen Betrieb ist die direkte Beheizung des Überlastschutzes ausreichend, den Motor bei länger anhaltenden Überströmen abzuschalten. So ist man also bei Verwendung des erfindungsgemäßen Relais in der Lage, alle gebräuchlichen Einphasen-Induktionsmotoren sowohl im Anlauf als auch während des Dauerbetriebes in wirksamer Weise zu schützen.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Anlaßrelais für Einphasen-Induktionsmotoren in Verbindung mit einem vom Hauptphasenstrom beheizten thermischen Überlastschutz, der mit einer zusätzlichen Heizung versehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß die in Reihe mit dem thermischen Überlastschutz geschaltete Zusatzheizung durch die Relaiskontakte gesteuert wird und die Relaiskontakte so einstellbar sind, daß die Zusatzheizung wahlweise während des Anlaufvorganges des Motors überbrückt oder eingeschaltet ist.
  2. 2. Anlaßrelais nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei Verwendung in Motoren mit großem Verhältnis von Hauptphasenkurzschlußstrom zu Nennstrom die Relaiskontakte so eingestellt sind, daß die Zusatzheizung während des Anlaufvorganges überbrückt und erst nach Erreichen der Nenndrehzahl des Motors eingeschaltet ist.
  3. 3. Anlaßrelais nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei Verwendung in Motoren mit kleinem Verhältnis von Hauptphasenkurzschlußstrom zu Nennstrom die Relaiskontakte so eingestellt sind, daß die Zusatzheizung während des Anlaufvorganges eingeschaltet und erst nach Erreichen der Nenndrehzahl des Motors überbrückt ist. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 372 775, 935 618, 885 112, 649 192, 645 156, 618 590, 603 958.
DEL29914A 1958-03-12 1958-03-12 Anlassrelais fuer Einphasen-Induktionsmotoren Pending DE1109771B (de)

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Citations (7)

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DE372775C (de) * 1923-04-03 Bbc Brown Boveri & Cie Einrichtung zum Schutz von Motoren mit grossem Anlaufstrom durch Hoechststromrelais
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