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DE1107467B - Kolben- oder Gehaeuseabdichtung - Google Patents

Kolben- oder Gehaeuseabdichtung

Info

Publication number
DE1107467B
DE1107467B DET16729A DET0016729A DE1107467B DE 1107467 B DE1107467 B DE 1107467B DE T16729 A DET16729 A DE T16729A DE T0016729 A DET0016729 A DE T0016729A DE 1107467 B DE1107467 B DE 1107467B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
ring
sealing
piston
sealing ring
groove
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DET16729A
Other languages
English (en)
Inventor
Rudolf Gilles
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Continental Teves AG and Co OHG
Original Assignee
Alfred Teves GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Alfred Teves GmbH filed Critical Alfred Teves GmbH
Priority to DET16729A priority Critical patent/DE1107467B/de
Publication of DE1107467B publication Critical patent/DE1107467B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16JPISTONS; CYLINDERS; SEALINGS
    • F16J15/00Sealings
    • F16J15/16Sealings between relatively-moving surfaces
    • F16J15/32Sealings between relatively-moving surfaces with elastic sealings, e.g. O-rings

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Sealing Devices (AREA)

Description

  • Kolben- oder Gehäuseabdichtung Die Erfindung betrifft Kolben- oder Gehäuseabdichtungen, insbesondere für druckmittelbetätigte Geräte mit hin- und hergehender oder drehender Bewegung. Neben Lippenringmanschetten, Nutringmanschetten oder dergleichen Dichtungen werden elastische endlose Dichtungen mit kreisförmigem Querschnitt wegen ihrer mannigfachen Vorzüge mit Vorliebe verwendet.
  • Elastische Dichtringe mit kreisförmigem Querschnitt werden meist so eingebaut, daß ihr Querschnitt von den gegeneinander abzudichtenden Teilen verformt wird, wodurch infolge der Elastizität des Dichtringes eine kraftschlüssige, dichtende Berührung zwischen Dichtring einerseits und den gegeneinander abzudichtenden Bauteilen andererseits erzielt wird. Die Nuttiefe für den Dichtring ist hierbei kleiner als der Querschnittdurchmesser des Dichtringes. Die Nutbreite muß größer sein als die Ringdicke, damit genügend Raum für die Verformung des Dichtringes zur Verfügung steht. Die Ringnut kann entweder in der Welle oder in der Bohrung angebracht sein.
  • Die Wirkung solcher Dichtringe ist vor allem von der Genauigkeit der Nutendurchmesser abhängig. Geringe Abweichungen führen bereits zu Undichtigkeit oder zu unzulässig hoher Reibung.
  • Eine andere Einbauweise besteht darin, daß der Dichtring in eine Nut des Gehäuses eingelegt wird, deren Tiefe größer ist als der Querschnittdurchmesser des Dichtringes. Der Innendurchmesser des ungespannten Dichtringes ist kleiner als der Außendurchmesser der abzudichtenden Welle, so daß der Dichtring die Welle -elastisch umspannt. Die Gehäusenut ist breiter als die Dicke des Ringes, damit das Druckmedium Zutritt zum Dichtring hat. Diese Anordnung ist nicht so empfindlich gegen Ungenauigkeiten der Nut und ergibt geringere Reibungsverluste, ist bei niedrigen Drücken aber nicht dicht.
  • Bekannt ist ferner, daß zur Abdichtung von Zylinder und Kolben elastische Dichtringe so angeordnet werden, daß der Außendurchmesser des ungespannten, auf den Kolben zu montierenden Dichtringes größer ist als die Zylinderbohrung.
  • Auch diese Anordnung ist bei niedrigen Drücken nicht dicht; überdies verringert sich ihre Dichtfähigkeit schon bei geringfügigen Abweichungen von der optimalen Nutbreite.
  • Man ist daher bei bekannten Dichtungsanordnungen dazu übergegangen, zusammen mit dem weichen elastischen Dichtring eine ringförmige Schraubenfeder in das Gehäuse einzulegen. Sie verleiht dem Dichtring zusätzliche Spannung und damit ausreichende Dichtheit auch dann, wenn der Druckmitteldruck auf eine geringe Höhe abfällt. Die bekannte Anordnung, bei der die Dichtung im Gehäuse untergebracht ist, um eine Welle abzudichten, gibt dem Dichtring und der Ringfeder am Außenumfang reichlich Raum. Der Ring liegt an der dem hydraulischen Druck abgewendeten Seite an der Nutenwand an. Die Feder stützt sich seitlich an der druckseitigen Nutenwand ab und drückt schräg nach innen auf den Außenumfang des Dichtringes. Der Mangel dieser Anordnung ist darin zu sehen, daß auch hier Unterschiede in der Breite der Nut sich auf die Anpreßkraft der ringförmigen Schraubenfeder auswirken, wozu noch der Nachteil kommt, daß ihre Radialspannung nie genau erfaßbar ist. Auch wird für die Unterbringung einiger Raum zusätzlich in Anspruch genommen, der bei manchen Konstruktionen, beispielsweise bei Schieberventilen mit Ringkanälen und Dichtkanten, vielfach nicht vorhanden ist.
  • Die Erfindung vermeidet die Nachteile, die den üblichen Rundringdichtungen anhaften, dadurch, daß sie in an sich bekannter Weise zu dem Dichtring einen geschlitzten Ring aus hartem Material in die Ringnut einlegt, und zwar so, daß der Dichtring an der Dichtfläche und einer Nutenwand anliegt und daß der geschlitzte Ring in der entgegengesetzten Ecke des Nutengrundes eingelegt ist, wobei sich der Dichtring über den geschlitzten Ring an den Flächen der gegenüberliegenden Ecke abstützt.
  • Eine bekannte Kolbenabdichtung hat die Aufgabe, die seitliche Abdichtung eines geschlitzten Kolbenringes in der Nut durch zwei Rundschnurringe zu bewirken, die mit ihm zusammen in die Nut eingelegt sind und sich an seine beiden Stirnseiten anpressen. Die Rundschnurringe haben hierbei keine Berührung mit der abzudichtenden Fläche. Als Dichtelement zwischen Kolben und Zylinderwand wirkt allein der Kolbenring.
  • Auch bei anderen Kolbenabdichtungen ist es bekannt, harte, geschlitzte Metallringe und einen weichen Rundschnurring miteinander zu paaren, und zwar so, daß der Rundschnurring die Abdichtfunktion übernimmt und durch die beigefügten geschlitzten Ringe aus hartem Material davor geschützt wird, in den Dichtspalt zwischen den Dichtflächen eingeklemmt zu werden. Auf die Dichtwirkung an sich haben die Metallringe keinen Einfluß.
  • Bei der Erfindung wird mit Vorteil als Druckring ein handelsüblicher Sprengring aus Rundstahl verwendet, dessen Drahtdicke sich nach Durchmesser und Breite der Nut richtet und der den Dichtring verformt. Durch diese Verformung wird das Federungsvermögen des Dichtringquerschnittes dazu benutzt, diesen gegen die abzudichtende Welle von der Zylinderwand und gegen die dem hydraulischen Druck abgewendeten Nutenflanken eine Vorspannung zu geben, die auch bei niedrigen hydraulischen Drücken sichere Abdichtung bewirkt. Es wird dadurch ermöglicht, die Toleranzen bei der Herstellung der Breite und der Durchmesser der Nuten zu vergrößern und damit die Herstellungskosten herabzusetzen. Ferner kann bei zu groß ausfallenden Nuten aus einer Auswahl von Sprengringen mit kleinen Unterschieden in der Querschnittsgröße jeweils derjenige ausgesucht werden, der dem bei der Herstellung erreichten Nutenmaß bezüglich der Abdichtungswirkung am besten entspricht. Der geeignete Ring wird durch Ausmessen der Nut ermittelt. Es besteht dann noch die Möglichkeit, die Anpressung durch Übergehen zur nächstgrößeren oder nächstkleineren Materialdimension zu vermindern oder zu erhöhen. Der Raumbedarf der Dichtringanordnung ist gering sowohl in radialer als auch in axialer Richtung, denn der größte Teil des Druckringes nimmt in der Ecke des Ringraumes einen Platz ein, der als toter Raum zu betrachten ist. Verglichen mit den für ähnliche Zwecke verwendeten ringförmigen Schraubenfedern ist der offene Druckring ein einfaches Maschinenelement von niedrigem Preis.
  • Die Erfindung muß aber nicht auf die Verwendung handelsüblicher Sprengringe beschränkt bleiben. Es können auch Ringe anderer Querschnittsform, beispielsweise viereckige Ringe, verwendet werden. Auch braucht der Ring keine federnde Eigenschaft zu haben, da ihm nur die Aufgabe zukommt, eine Ecke des Ringraumes so weit auszufüllen, daß er den Gummidichtring mit dem gewünschten Anpreßdruck in die gegenüberliegende Ecke drückt. Beispielsweise können Ringe aus Blei oder Kunststoffen dieselbe Aufgabe erfüllen. In der Zeichnung zeigt Abb. 1 die Anwendung der Erfindung bei einer Kolbenstangenabdichtung, Abb. 2 bei einer Kolbenabdichtung.
  • Der Eintritt des Druckmittels in den Ringraum erfolgt aus der Pfeilrichtung. Die Teilräume 1 und 2 der Nut stehen durch die Öffnung 3 im Druckring 4 miteinander in Verbindung und werden vom Druckmittel erfüllt, das in bekannter Weise die dichtende Anlage des Dichtringes 5 an die Wand 6 des Ringraumes und an die Kolbenstange 7 bzw. die Zylinderwand unterstützt. Der Druckring 4 stützt sich an der gegenüberliegenden Wand 9 und an der Ringfläche 10 der Nut ab und übt, seinem Durchmesser entsprechend, am ganzen Umfang einen Druck auf den Dichtring 5 aus, der auch bei niedrigen hydraulischen Drücken eine ausreichende Abdichtwirkung gewährleistet.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Kolben- oder Gehäuseabdichtung, insbesondere für druckmittelbetätigte Vorrichtungen mit hin- und hergehender oder drehender Bewegung. mit einem in einem vom Kolben und vom Gehäuse gebildeten Ringraum untergebrachten endlosen Dichtring runder oder ovaler Querschnittsform aus weichem, elastischem Werkstoff und mit einem im gleichen Ringraum angeordneten geschlitzten Ring aus hartem Material, dadurch gekennzeich- net, daß der Dichtring (5) in an sich bekannter Weise an der Dichtfläche und einer Nutenwand (6) anliegt und daß der geschlitzte Ring (3) in der entgegengesetzten Ecke des Nutengrundes (10) eingelegt ist, wobei sich der Dichtring (5) über den geschlitzten Ring (3) an den Flächen (9,10) der gegenüberliegenden Ecke abstützt.
  2. 2. Kolben- oder Gehäusedichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in die Gehäusenut ein Sprengring (4) eingelegt ist, der den Dichtring (5) verformt. In Betracht gezogene Druckschriften USA.-Patentschriften Nr. 2 860 019, 2 862 736; britische Patentschrift Nr. 616 509.
DET16729A 1959-05-23 1959-05-23 Kolben- oder Gehaeuseabdichtung Pending DE1107467B (de)

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DET16729A DE1107467B (de) 1959-05-23 1959-05-23 Kolben- oder Gehaeuseabdichtung

Applications Claiming Priority (1)

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DET16729A DE1107467B (de) 1959-05-23 1959-05-23 Kolben- oder Gehaeuseabdichtung

Publications (1)

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DE1107467B true DE1107467B (de) 1961-05-25

Family

ID=7548341

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DET16729A Pending DE1107467B (de) 1959-05-23 1959-05-23 Kolben- oder Gehaeuseabdichtung

Country Status (1)

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DE (1) DE1107467B (de)

Cited By (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1245659B (de) 1963-12-11 1967-07-27 Bosch Gmbh Robert Dichtungsanordnung
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GB616509A (en) * 1946-01-02 1949-01-21 New York Air Brake Co Packing for pistons, piston rods and the like
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