DE1106801B - Fernsehempfangsgeraet mit getasteter Verstaerkungsregelung - Google Patents
Fernsehempfangsgeraet mit getasteter VerstaerkungsregelungInfo
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Classifications
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- H—ELECTRICITY
- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04N—PICTORIAL COMMUNICATION, e.g. TELEVISION
- H04N5/00—Details of television systems
- H04N5/44—Receiver circuitry for the reception of television signals according to analogue transmission standards
- H04N5/50—Tuning indicators; Automatic tuning control
- H04N5/505—Invisible or silent tuning
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Description
Die Erfindung betrifft ein Fernsehempfangsgerät mit getasteter Verstärkungsregelung, bei der eine von
der Schwarzschulter des Videosignals abhängige Regelspannung über eine Regelspannungszuführungsleitung
auf Röhren des Hoch- und/oder Zwischenfrequenzverstärkers einwirkt und dadurch eine Pegelhaltung
des Schwarzwertes bewirkt.
Bei Fernsehempfangsgeräten kann durch eine Störung, z. B. durch einen kurzzeitigen Senderausfall
oder durch einen Umschaltvorgang oder durch starke Störimpulse, die Synchronisation außer Tritt fallen.
Bei bekannten Geräten mit getasteter Regelung tastet diese dann auf den Bildinhalt, was eine Hochregelung
der Verstärkung zur Folge hat. Beim Empfang mit starker Antennenspannung und mit ungünstigem Bildinhalt
kann sich dabei eine so große Verstärkung einstellen, daß der Zwischenfrequenzverstärker übersteuert
wird und dadurch die Synchronimpulse abgeschnitten werden. Dies bewirkt aber, daß auch nach
Verschwinden der Störung keine Synchronisation zustände kommt.
Um dies zu vermeiden, ist es bekannt, bei Femsehempfangsgeräten mit einer auf das Impulsdach der
Synchronimpulse tastenden Verstärkungsregelung den im Falle eines Außertrittfallens der Synchronisation
am Kathodenwiderstand der Videoendröhre entstehenden Potentialunterschied zu einer zusätzlichen Steuerung
der Austaströhre zu verwenden. Eine derartige Schaltung läßt sich jedoch nur mit großem Aufwand bei
einem Empfänger verwenden, der mit der bekannten günstigeren Verstärkungsregelung durch eine Tastung
auf die Schwarzschulter arbeitet, wobei vor allem die Pegelhaltung des Schwarzwertes und die Kontrasteinstellung
große Schwierigkeiten macht.
Die Erfindung vermeidet diese Nachteile dadurch, daß aus einer Ausgangsspannung des Bild-Zwischenfrequenzverstärkers
mittels eines Spitzengleichrichters eine dieser Ausgangsspannung entsprechende negative Spannung erzeugt wird und daß diese Spannung
bei Überschreiten eines Schwellwertes als Hilfsregelspannung an Stelle der von der Einrichtung zur
getasteten Verstärkungsregelung gelieferten, von der Schwarzschulter abhängigen Regelspannung zur Wirkung
gelangt.
Eine besonders zweckmäßige Ausführungsfocm der Erfindung besteht darin, daß als Hilfsregelspannung
die negative Gleichspannungskomponente dient, die am Gitter einer gitterseitig mit der Ausgangsspannung
des Bild-Zwischenfrequenzverstärkers gesteuerten Hilfsverstärkerröhre, die kathodenseitig mit einem
ein positives Potential aufweisenden Schaltungspunkt verbunden ist, bei Übersteuerung auftritt.
In der Zeichnung sind mehrere Ausführungsbeispiele der Erfindung schematisch dargestellt.
Fernsehempfangsgerät
mit getasteter Verstärkungsregelung
mit getasteter Verstärkungsregelung
Anmelder:
Blaupunkt-Werke G.m.b.H.,
Hildesheim, Hildesheimer Waldstr. 200
Hildesheim, Hildesheimer Waldstr. 200
Dipl.-Ing. Johannes Backwinkel
und Albrecht Altmann, Hildesheim,
sind als Erfinder genannt worden
Hierbei zeigt
Fig. 1 einen Ausschnitt aus einer Schaltung eines ersten Ausführungsbeiispiels, bei dem die Hilfsregelspannung
vom Videogleichrichter abgenommen wird, und
Fig. 2 einen Ausschnitt aus einer Schaltung eines zweiten und eines dritten Ausführungsbeispiels, bei
denen die Hilfsregelspannung von einer besonderen Diode bzw. mittels einer an sich anderen Zwecken dienenden
Verstärkerröhre gewonnen wird.
An einem Ausgang 1 eines Bild-Zwischenfrequenzverstärkers
2 ist ein Zwischenfrequenz-Schwingkreis 3 angekoppelt, mit dem eine Diode 4 eines Videogleichrichters
5 verbunden ist, der über einen Videoverstärker 6 eine Bildröhre 7 speist. An einem Lastwiderstand
8 und an einer Ladekapazität 9 entsteht eine Videospannung, wobei Punkt 10 gegenüber Punkt 11
negativ ist. Mit Hilfe eines zwischen Masse und eine positive Betriebsspannung führende Klemme geschalteten,
einstellbaren Spannungsteilers 12 kann das Ruhepotential eines mit dem Punkt 10 verbundenen
Eingangs des Videoverstärkers 6 eingestellt werden.
Punkt 10 des Videogleichrichters 5 ist über eine Diode 13 und einen Widerstand 14 mit einer Regelspannungszuführungsleitung
15 verbunden, die von einer Einrichtung 16 für getastete Verstärkungsregelung zu einer Hochfrequenz- und Mischstufe 17 und
dem Zwischenfrequenzverstärker 2 führt.
Die Verbindung 13,14 dient im Störungsfall der Übertragung einer Hilfsregelspannung. Im normalen
Betriebsfall weist der Punkt 10 im Videogleichrichter 5 ein Potential auf, das gegen Masse positiv
und somit auch positiver als das Potential der Regelspannungszuführungslaitung
15 ist, so daß die Diode
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13 zufolge ihrer Polung sperrt. In einem Störungsfall, bei dem die Synchronisation außer Tritt gefallen
ist, liefert die Einrichtung 16 für getastete Verstärkungsregelung eine wesentlich geringere negative
Regelspannung als im Normalfall, so daß auch das das Potential auf der Zuführungsleitung 15 bestimmende
Potential der Anode 18 einer getasteten Regelspannungsgleichrichterröhre positiver wird und die
Verstärkung der Vorstufen 17 und 2 heraufsetzt. Das hat aber ein beträchtliches Anwachsen der im Videogleichrichter
5 von der Videodiode 4 am Widerstand 8 erzeugten negativen Spannung zur Folge, so daß der
Punkt 10 im Videogleichrichter in diesen Störungsfall ein ausreichend negatives Potential annimmt, um
über die nun leitende Diode 13 und den Widerstand
14 auf der Regelspannungszuführungsleitung ein Potential hervorzurufen, das die Verstärkung nur so
weit ansteigen läßt, daß der Zwischenfrequenzverstärker 2 noch nicht übersteuert wird und somit die Synchronimpulse
erhalten bleiben.
Fig. 2 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel, das von dem in Fig. 1 gezeigten dadurch abweicht, daß
die Hilfsregelspannung in einem besonderen, vom Ausgang 1 des Zwischenfrequenzverstärkers 2 über
eine Koppelspule 19 gespeisten Hilfsregelspannungserzeuger 20 gebildet wird. Die von der Koppelspule 19
gelieferte Zwischenfrequenz-Ausgangsspannung gelangt über einen Koppelkondensator 21 zum anodenseitigen
Anschluß 22 einer Diode 23, deren kathodenseitiger Anschluß 24 über einen Kondensator 25 mit
Masse und mit einem Abgriff 26 eines zwischen Masse und eine positive Betriebsspannung führende Klemme
geschalteten Spannungsteilers 27 verbunden ist. Vom Anschluß 22 führt über ein aus einer Drossel 28 und
einem Kondensator 29 bestehendes Siebglied und über den Widerstand 14 eine Verbindung zu der
Regelspannungszuführungsleitung 15. Die am Abgriff 26 des Spannungsteilers 27 eingestellte Spannung verhindert
im normalen Betrieb das Fließen eines Diodenstromes. Wird jedoch im Störungsfall durch Außertrittfallen
eines Ablenkgenerators die von der Einrichtung 16 für getastete Regelung gelieferte Regelspannung
positiver, so steigt die von der Koppelspule 19 abgegebene Zwischenfrequenz-Ausgangsspannung. Dabei
entsteht am Anschluß 22 der Diode 23 eine gegen den Anschluß 24 negative Spannung. Sobald die am
Anschluß 22 liegende Spannung negativer als die von der Einrichtung 16 gelieferte Regelspannung wird,
öffnet sie die Diode 23 und bestimmt als Hilfsregelspannung das Potential auf der Regelspannungszuführungsleitung
15.
Ein drittes Ausführungsbeispiel verwendet in der in Fig. 2 gestrichelt dargestellten Weise an Stelle der
Diode 23 die Gitter-Kathoden-Strecke einer für andere Zwecke vorgesehenen Hilfsverstärkerröhre 30, die
z. B. die Zwischenfrequenzspannung für eine Abstimmanzeige- und/oder eine Feinabstimmvorriehtung
weiter verstärkt. Die mit dem Spannungsteiler 27 erfolgende Arbeitspunkteinstellung einer solchen Hilfsverstärkerröhre
30 stimmt mit der für den erfindungsgemäßen Zweck benötigten Einstellung überein, so
daß am Gitter der Röhre 30 dieselben Potentialverhältnisse herrschen wie am Punkt 10 in Fig. 1 und
am Diodenanschluß 22 beim zweiten Ausführungsbeispiel. Da jedoch während des Normalbetriebs eine
Rückwirkung auf das Gitter der Röhre 30 durch die von der Einrichtung 16 gelieferte Regelspannung eintreten
würde, ist zwischen die Klemmen 31 und 32 an Stelle einer Brücke 33 eine Diode 13 eingefügt, wie es
gestrichelt angedeutet ist. Jedoch braucht hierfür wie auch bei der Diode 13 in Fig. 1 keine Hochfrequenzdiode
eingesetzt zu werden.
Die in Fig. 1 zwischen die Zuführungsleitung 15 und Masse geschaltete Potentialhaltediode 34, die über
einen hohen Widerstand 35 mit einer positive Betriebsspannung führenden Klemme verbunden ist, dient in
bekannter Weise zur Verzögerung der zur Hochfrequenzstufe 17 gelangenden Regelspannung. Die Erfindung
ist jedoch nicht auf eine derartige Schaltung beschränkt, sondern sie ist auch bei Geräten ohne verzögerte
Regelung der Hochfrequenzstufen und bei Geräten mit einer anderen Art der Kontrastregelung
anwendbar, sofern sie einen dem Punkt 10 entsprechenden Punkt aufweisen, dessen Potential im Normalbetriebsfall
positiver und in einem Störungsfall negativer als die in dem betreffenden Fall von einem Regelspannungserzeuger
gelieferte Regelspannung ist.
Claims (5)
1. Fernsehempfangsgerät mit getasteter Verstärkungsregelung, bei der eine von der Schwarzschulter
des Videosignals abhängige Regelspannung über eine Regelspannungszuführungsleitung
auf Röhren des Hoch- und/oder Zwischenfrequenzverstärkers
einwirkt und damit gleichzeitig eine Pegelhaltung des Schwarz wertes bewirkt, dadurch
gekennzeichnet, daß neben dieser Regelspannung aus einer Ausgangsspannung des Bild-Zwischenfrequenzverstärkers
(2) mittels eines Spitzengleichrichters (13, 23) eine dieser Ausgangsspannung
entsprechende negative Spannung erzeugt wird, und daß diese Spannung bei Überschreiten
eines Schwellwertes als Hilfsregelspannung an Stelle der von der Einrichtung zur getasteten Verstärkungsregelung
(16) gelieferten, von der Schwarzschulter abhängigen Regelspannung zur Wirkung gelangt.
2. Fernsehempfangsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Hilfsregelspannung
die negative Gleichspannungskomponente der von dem Videogleichrichter (4j gelieferten Videospannung
und eine damit in Reihe geschaltete positive Vorspannung dient und daß die Hilfsregelspannung
über eine Diode (13) der Regelspannungszuführungsleitung (15) zugeleitet wird, wobei die
Diode (13) durchlässig ist, wenn die Hilfsregelspannung die Regelspannung überschreitet.
3. Fernsehempfangsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Spitzengleichrichter
(23) kathodenseitig mit einem ein positives Potential aufweisenden und gegen Masse abgeblockten
Schaltungspunkt (26) und anodenseitig einerseits über eine Koppelkapazität (21) mit
einem die Ausgangsspannung des Bild-Zwischenfrequenz Verstärkers (2) führenden Schaltungspunkt (19) und andererseits über ein Siebglied
(28,29) mit der Regelspannungszuführungsleitung (15) verbunden ist.
4. Fernsehempfangsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Hilfsregelspannung
die negative Gleichspannungskomponente dient, die am Gitter einer gitterseitig mit der Ausgangsspannung
des Bild-Zwischenfrequenzverstärkers (2) gesteuerten Hilfsverstärkerröhre (30), vorzugsweise
einer Verstärkerröhre für die Gewinnung einer Abstimmanzeige- und/oder Feinabstimmspannung,
die kathodenseitig mit einem ein positives Potential aufweisenden Schaltungspunkt
(26) verbunden ist, bei deren Übersteuerung auftritt.
5. Fernsehempfangsgerät nach Anspruch 2 oder einem der folgenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen die Regelspannungszuführungsleitung (15) und einen ein konstantes Potential
führenden Punkt der Schaltung (Masse) eine Potentialhaltediode (34) zur Verzögerung des
Regelspannungseinsatzes geschaltet ist, die das Potential der Regelspannungszuführungsleitung
(15) hindert, das Potential des genannten Punktes der Schaltung zu übersteigen.
In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Auslegeschrift Nr. 1 038 598;
britische Patentschrift Nr. 776 062; »Radio Mentor«, 1955, Nr. 11, S. 690/691; »Radio Magazin mit Fernseh-Magazin«, 1953,
Nr. 10, S. 359.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB50914A DE1106801B (de) | 1958-10-30 | 1958-10-30 | Fernsehempfangsgeraet mit getasteter Verstaerkungsregelung |
| FR807528A FR1238070A (fr) | 1958-10-30 | 1959-10-15 | Appareil récepteur de télévision à réglage modulé de l'amplification |
| BE584142A BE584142A (fr) | 1958-10-30 | 1959-10-29 | Appareil récepteur de télévision à réglage modulé de l'amplification |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB50914A DE1106801B (de) | 1958-10-30 | 1958-10-30 | Fernsehempfangsgeraet mit getasteter Verstaerkungsregelung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1106801B true DE1106801B (de) | 1961-05-18 |
Family
ID=6969361
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEB50914A Pending DE1106801B (de) | 1958-10-30 | 1958-10-30 | Fernsehempfangsgeraet mit getasteter Verstaerkungsregelung |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| BE (1) | BE584142A (de) |
| DE (1) | DE1106801B (de) |
| FR (1) | FR1238070A (de) |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB776062A (en) * | 1954-01-04 | 1957-06-05 | Pye Ltd | Improvements in or relating to television receivers |
| DE1038598B (de) * | 1956-01-27 | 1958-09-11 | Philips Nv | Schaltungsanordnung zum Erzeugen einer Regelspannung zur selbsttaetigen Schwundregelung bei einem Fernsehempfaenger |
-
1958
- 1958-10-30 DE DEB50914A patent/DE1106801B/de active Pending
-
1959
- 1959-10-15 FR FR807528A patent/FR1238070A/fr not_active Expired
- 1959-10-29 BE BE584142A patent/BE584142A/fr unknown
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB776062A (en) * | 1954-01-04 | 1957-06-05 | Pye Ltd | Improvements in or relating to television receivers |
| DE1038598B (de) * | 1956-01-27 | 1958-09-11 | Philips Nv | Schaltungsanordnung zum Erzeugen einer Regelspannung zur selbsttaetigen Schwundregelung bei einem Fernsehempfaenger |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| BE584142A (fr) | 1960-02-15 |
| FR1238070A (fr) | 1960-08-05 |
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