DE1105670B - Verbund-Treibriemen - Google Patents
Verbund-TreibriemenInfo
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Description
- Verbund -Treibriemen Die Erfindung bezieht sich auf einen Verbund-Treibriemen aus mindestens zwei übereinanderliegenden, unter Anwendung von Druck und Wärme miteinander verbundenen Lagen aus thermoplastischen Kunststoffen, vorzugsweise solchen mit langkettigen Molekülen, wie Polyamiden oder Polyurethanen, von denen mindestens eine eine Gewebelage, mindestens eine andere ein aus mehreren nebeneinanderliegenden schmalen, hochgereckten Längsbändern bestehendes Isunststoffband ist.
- An Stelle der früher verwendeten Treibriemen aus Leder sind bereits mehrfach Treibriemen vorgeschlagen worden, die aus mehreren Lagen physikalisch und chemisch verschiedener Stoffe bestehen. So sind beispielsweise Treibriemen aus hochpolymeren Stoffen, wie Polyamiden, vorgeschlagen worden, die aus einlagigen oder mehrlagigen Bändern gleicher Art bestehen, welche unter Anwendung von Druck und Wärme miteinander verschweißt sind. Treibriemen dieser Art neigen dazu, in der Längsrichtung aufzuspleißen, da die Struktur des Bandmaterials im allgemeinen in der Querrichtung nur eine geringe Festigkeit aufweist. Zur Behebung dieses Nachteils sind mehrlagige Treibriemen vorgeschlagen worden, bei denen mindestens eine Lage ein Gewebeband mit Längs- und Querfäden ist. Für die Gewebeeinlage sind sowohl Gewebe aus natürlichen Textilmaterialien als auch aus synthetischen Fasern vorgeschlagen worden.
- Die erwähnten Treibriemen dieser Art haben bereits eine verbesserte Querfestigkeit bei annähernd gleicher Längsfestigkeit.
- In neuerer Zeit werden für die Herstellung von Treibriemen vorzugsweise Polyamidbänder verwendet, die entsprechend dem molekularen Aufbau der Polyamide als Kettenmoleküle eine beträchtliche Längsfestigkeit haben. Durch Recken der Bänder vor der Verarbeitmlg zum Treibriemen kann die Längsfestigkeit noch wesentlich gesteigert werden. Es ist bereits vorgeschlagen worden, ein Polyamidband durch Querfäden aus Baumwolle, Wolle, Metalldrähten u. dgl. zu serstärken. Um ein gleichmäßiges Ablaufen des Riemens auf der Riemenscheibe zu erzielen, werden die Ouerfäden vorzugsweise nicht senkrecht, sondern im spitzen Winkel zur Längsrichtung gelegt. Die Vereinigung der Fäden aus anderen Materialien mit dem Plastikband erfolgt durch gelöstes gleichartiges oder anderes Plastikmaterial.
- Es hat sich erwiesen, daß solche Treibriemen, die durch Querfäden aus fremdem Material verstärkt sind, höherer Beanspruchung nicht standhalten. Zur Behebung dieses NachteiIs ist bereits vorgeschlagen worden, einen Treibriemen aus mehreren Lagen chemisch gleichen Materials aufzubauen, wobei mindestens eine Lage ein Gewebe aus Polyamidfasern, mindestens eine andere Lage ein gleichförmiges Polyamidband ist. Das Polyamidband vermittelt die eigentliche Kraftübertragung in Längsrichtung, während die Polyamidgewebe die gewünschte ouerfestigkeit bewirken sollen.
- Treibriemen dieser Art haben jedoch noch gewisse Nachteile.
- Einheitliche, gleichförmige Polyamidbänder lassen sich von einer gewissen Breite an nur ungenügend verstrecken. Beim Auflaufen des Treibriemens über ballige Riemenscheiben besteht nach wie vor die Gefahr des Aufspleißens, die durch die Gewebelage nicht zureichend behindert wird. Zur Übertragung höherer Kraft sind verhältnismäßig dicke Polyamidbänder erforderlich, bei denen die Verstreckung aus dem bereits erwähnten Grund nur bis zu gewissen Grenzen getrieben werden kann.
- Es hat sich jedoch gezeigt, daß die Reckung von Polyamidbändern bedeutend erhöht werden kann, wenn hierfür schmale Bänder verwendet werden. Durch den erhöhten Reckgrad gelingt es, die Bänder dünner als bisher zu halten. Dem durch die erhöhte Reckung erzielten Vorteil steht jedoch der Nachteile gegenüber, daß nur verhältnismäßig schmale Bänder erzeugt werden können, so daß sich für die Herstellung breiterer Treibriemen Schwierigkeiten ergeben. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Polyamidbänder mit höherem Verstreckungsgrad für die Herstellung von Treibriemen beliebiger Breite zugänglich zu machen.
- Von den bekannten Maßnahmen ausgehend, schlägt die Erfindung für einen Verbund-Treibriemen, bestehend aus mindestens zwei Bahnen aus gleichartigen thermoplastischen Kunststoffen, vorzugsweise solchen mit langkettigen Molekülen, wie Polyamiden oder Polyurethanen, von denen mindestens eine eine Gewebebahn, mindestens eine andere ein aus mehreren nebeneinanderliegenden schmalen, hochgereckten Längsbändern bestehendes Kunststoffband ist, vor, daß die Längsbänder mit dünnen Streifen oder Fäden quer durchschossen, vorzugsweise durchflochten sind und daß mindestens auf einer Außenfläche ein Reibbelag aus Kunststoff u. dgl. aufgebracht ist.
- Durch die erfindungsgemäße Maßnahme werden die für den vorgesehenen Zweck einander zum Teil widersprechenden Eigenschaften des Materials in besonders günstiger Weise ausgenutzt. Der hohe Verstreckungsgrad der Polyamidbänder gewährleistet eine sehr hohe Längstestigkeit bei verhältnismäßig dünnen Querschnitten, bewirkt jedoch andererseits eine Schwächuny der Querfestigkeit. Es würde zwar vielleicht gelingen, auch hreite Treibriemen im gleichen Grad zu verstrecken, während dadurch jedoch die Gefahr des Längsaufspleißens erhöht wird. Die Erfindung verzichtet daher von vornherein auf die Verwendung breiter Bänder und erzielt die angestrebte Querfestigkeit dadurch, daß die nebeneinanderliegenden schmalen Längsbänder mit dünnen Streifen gleichartigen Materials durchflochten werden. Die Querfestigkeit des Treibriemens wird infolgedessen dadurch erzielt, daß die auftretenden Ouerkräfte im wesentlichen nicht von der Querfestigkeit der Längsbänder, sondern von der Längs festigkeit der durchflochtenen Streifen aufgenormalen werden. Insgesamt wird daher die Querfestigkeit der fertigen Riemen teilweise von den Gewebelagen, teilweise von den ouerstreifen der Bandlage erzeugt. Der zweckmäßig in jedem Fall aufzubringende Reibbelag aus Kautschuk od. dgl. vermittelt die erforderl iche Haftfähigkeit, die dem Kunststoffmaterial im allgemeinen nicht eigen ist.
- In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung besteht der Verbundriemen aus mehreren Lagen von Gewebebahnen und mit Streifen oder Fäden quer durchschossenen Längsbändern, die wechselweise übereinander angeordnet sind. Bei ungerader Anzahl der Lagen sollten zweckmäßig jeweils beide äußeren Lagen Gewebebahnen sein. An Stelle der wechselweisen Anordnung von Gewebebahnen und quer durchflochtenen Längsbändern können auch mehrere Lagen aus quer durchflochtenen Längsbändern unmittelbar übereinander angeordnet und auf einer oder beiden Außenseiten Gewebebahnen angebracht sein.
- Zur Herstellung der erfindungsgemäßen Verbund-Treibriemen werden thermoplastische Kunststoffe, vorzugsweise Polvami dbänder, im erwärmten Zustand zwischen zwei mit Reibbelag versehenen, mit verschiedener Geschwindigkeit umlaufenden Walzenpaaren hindurchgeführt und dadurch gleichmäßig verstreckt.
- Anschließend werden die Bänder mittels Schabewerkzeugen auf gleichmäßige Stärke gebracht, sodann mit entsprechend zugeschnittenen Gewebebahnen, gegebenenfalls nach vorangehendem Auftragen eines Klebemittels, zwischen geheizten Walzen hindurchgeführt und dadurch miteinander unlösbar verbunden.
- In der Zeichnung ist eine beispielhafte Ausführungsform eines Treibriemens gemäß der Erfindung im Vergleich zu einem Treibriemen bekannter Ausführung dargestellt, wobei die verschiedenen Lagen zur Kennilichmachung stufenweise abgeschält sind. In der Zeichnung zeigt Fig. 1 einen Treibriemen bekannter Ausführung im Längsschnitt, Fig. 2 denselben in Draufsicht, Fig. 3 einen Treibriemen entsprechend der Erfindung im Längsschnitt, Fig. 4 denselben in Draufsicht.
- Der bekannte TreibriemenS besteht aus fünf abwechselnd aufeinandergelegten und miteinander verschweißten Lagen aus Polyamidmaterial, und zwar bestehen die erste, dritte und fünfte Lage 1, 3, 5 aus Gewebe, die zweite und vierte Lage 2, 4 aus nebeneinander angeordneten Längsbändern 2', 2" bzw. 4', 4", 4"', 4"".
- In entsprechender Weise ist der Treibriemen gemäß der Erfindung aus fünf abwechselnd aufeinandergelegten und miteinander verschweißten Lagen aus Polyamidmaterial aufgebaut, nämlich einer ersten, dritten und fünften Gewebelage 6, 8, 10 und einer zweiten und vierten Lage 7, 9 aus hochverstreckten schmalen Polyamidbändern 7', 7", 7"' usw. bzw. 9', 9", 9"' usw. Die Polyamidbänder 7', 7" usw. und 9', 9" usw. sind durch dünne Ouerstreifen 11 oder Fäden miteinander verflochten.
- ATENTANSPRüCHE: 1. Verbund-Treibriemen aus mindestens zwei übereinanderliegenden, unter Anwendung von Druck und Wärme und gegebenenfalls von Klebstoffen miteinander verbundenen Lagen aus thermoplastischen Kunststoffen, vorzugsweise solchen mit langkettigen Molekülen, wie Polyamiden oder Polyurethanen, von denen mindestens eine eine Gewebelage, mindestens eine andere ein aus mehreren nebeneinanderliegenden schmalen, hochgereckten Längsbändern bestehendes Kunststoffband ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Längsbänder (7, 9) mit dünnen Streifen oder Fäden (11) quer durchschossen, vorzugsweise durchflochten sind und mindestens auf einer Außenfläche ein Reibbelag aus Kautschuk u. dgl. aufgebracht ist.
Claims (1)
- 2. Treibriemen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Lagen aus Gewebebahnen (6, 8, 10) und die Lagen aus mit Streifen oder Fäden quer durchflochtenen Längsbändern (7, 9) wechselweise übereinander angeordnet sind.3. Treibriemen nach den Ansprüchen 1 und 2 mit ungerader Anzahl von Lagen, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden äußeren Lagen Gewebebahnen (6, 10) und außenseitig mit einem Reibbelag versehen sind.4. Treibriemen nach den Ansprüchen 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere innere Lagen aus quer durchflochtenen Längsbändern unmittelbar übereinander angeordnet und auf einer oder beiden Außenflächen Gewebebahnen aufgebracht sind.5. Verfahren zur Herstellung des Treibriemens nach Anspruch 1 und einem der folgenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß thermoplastische Kunststoffbänder, vorzugsweise Polyamidbänder, in erwärmtem Zustand zwischen zwei mit Reibbelag versehenen, mit verschiedener Geschwindigkeit umlaufenden Walzenpaaren hindurchgeführt und dadurch gereckt, anschließend durch Schabewerkzeuge auf gleichmäßige Stärke gebracht, sodann in entsprechender Anzahl und Anordnung gemeinsam mit entsprechend zugeschnittenen Gewebebahnen, gegebenenfalls nach vorangehendem Auftragen eines Klebemittels, zwischen beheizten Walzen miteinander verbunden werden.
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