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DE1105293B - Druckluftservobremseinrichtung, insbesondere fuer Kraftfahrzeuge - Google Patents

Druckluftservobremseinrichtung, insbesondere fuer Kraftfahrzeuge

Info

Publication number
DE1105293B
DE1105293B DED24177A DED0024177A DE1105293B DE 1105293 B DE1105293 B DE 1105293B DE D24177 A DED24177 A DE D24177A DE D0024177 A DED0024177 A DE D0024177A DE 1105293 B DE1105293 B DE 1105293B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
compressed air
brake
valve
cylinder
control valves
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DED24177A
Other languages
English (en)
Inventor
Eugen Stump
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Daimler Benz AG
Original Assignee
Daimler Benz AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Daimler Benz AG filed Critical Daimler Benz AG
Priority to DED24177A priority Critical patent/DE1105293B/de
Publication of DE1105293B publication Critical patent/DE1105293B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60TVEHICLE BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF; BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF, IN GENERAL; ARRANGEMENT OF BRAKING ELEMENTS ON VEHICLES IN GENERAL; PORTABLE DEVICES FOR PREVENTING UNWANTED MOVEMENT OF VEHICLES; VEHICLE MODIFICATIONS TO FACILITATE COOLING OF BRAKES
    • B60T13/00Transmitting braking action from initiating means to ultimate brake actuator with power assistance or drive; Brake systems incorporating such transmitting means, e.g. air-pressure brake systems
    • B60T13/10Transmitting braking action from initiating means to ultimate brake actuator with power assistance or drive; Brake systems incorporating such transmitting means, e.g. air-pressure brake systems with fluid assistance, drive, or release
    • B60T13/24Transmitting braking action from initiating means to ultimate brake actuator with power assistance or drive; Brake systems incorporating such transmitting means, e.g. air-pressure brake systems with fluid assistance, drive, or release the fluid being gaseous
    • B60T13/241Differential pressure systems
    • B60T13/242The control valve is provided as one unit with the servomotor cylinder
    • B60T13/244Mechanical command of the control valve, hydraulic transmission to the brakes

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Braking Systems And Boosters (AREA)

Description

  • Druckluftservobremseinrichtung, insbesondere für Kraftfahrzeuge Die Erfindung bezieht sich auf eine Druckluftservobremseinrichtung, insbesondere für Kraftfahrzeuge, in der Hauptsache bestehend aus Drucklufterzeuger, Drucklu.ftspeicher, Druckluftsteuerventil und Druckluftbremszylinder mit Kolben und Kolbenstange, durch die die Radbremsen zumindest mittelbar betätigt werden.
  • Bei einer bekannten Druckluftbremsanlage für Kraftfahrzeuge ist zu einem vorhandenen Hauptbremskreis, in dem ein Drucklufterzeuger und Druckluftspeicher liegen, ein zweiter Bremskreis mit einer eigenen Druckluftquelle parallel geschaltet. In jedem Bremszylinder ist jedem Bremskreis je ein Kolben zugeordnet, wobei beide Kolben auf eine gemeinsame Kolbenstange wirken. Das Bremsventil des Hauptbremskreises wird durch ein Pedal, dasjenige des zweiten Bremskreises durch einen Handhebel betätigt. Diese bekannte Druckluftbremsanlage weist jedoch den Nachteil auf, daß dann, wenn der Fahrer den Ausfall des Hauptbremskreises erst beim Niedertreten des Bremspedals merkt, eine von der Reaktion des Fahrers und der Länge der Luftleitungen abhängige Zeit vergeht, bevor die Bremsen mittels des zweiten Bremskreises zur Wirkung gebracht werden.
  • Bekannt sind auch Druckluftbremsanlagen mit zwei voneinander unabhängigen und auch in bezug auf den Drucklufterzeuger zueinander parallel liegenden Drucklufthauptkreisen mit je einem Druckluftspeicher und je einem Steuerventil. Die beiden Steuerventile werden mittels eines Gestänges gemeinsam und gleichzeitig betätigt. Die beiden Bremskreise wirken jedoch auf gesonderte Bremszylinder, so daß bei Ausfall eines Bremskreises nicht die gleiche Bremswirkung erzielt werden kann wie mit beiden Bremskreisen.
  • Eine bekannte Servobremsanlage besteht aus einem Hauptzylinder, von dem ein vom Fahrer erzeugter Druckimpuls ausgeht, und aus einem Unterdruckbremszylinder mit Steuerung des Unterdruckes und des atmosphärischen Luftdruckes und mit einer hydraulischen Einrichtung zur Übertragung der Bremsbetätigungskraft auf die einzelnen Radbremszylinder. Hierbei sind auf einer gemeinsamen Kolbenstange zwei Kolben in Tandemanordnung befestigt. Die Bremsbetätigungskraft wird bei der bekannten Anlage von der Druckdifferenz erzeugt, die zwischen beiden Seiten beider Kolben herrscht, nämlich einerseits dem Unterdruck und andererseits dem Atmosphärendruck. Diese Bremsanlage ist jedoch als Einkreisanlage ausgebildet, so daß bei Ausfall der Unterdruckquelle nur die Muskelkraft des Fahrers zum Betätigen der Bremsen zur Verfügung steht.
  • Schließlich ist es bei einer Druckmittelbremsanlage bekannt, zwei voneinander unabhängige Bremskreise mit zwei Druckerzeugungszylindern zu verwenden, die gemeinsam und gleichzeitig betätigt werden und die den in ihnen erzeugten Druck über getrennte Leitungen auf die einzelnen Radbremszylinder weitergeben. Dabei ist jeder Radbremszylinder gleichzeitig an je eine Druckleitung angeschlossen und jeder Druckleitung je ein Kolben zugeordnet, so daß bei Ausfall eines Kreises die Radbremszylinder trotzdem noch die gleiche Betätigungskraft auf die Bremsbacken ausüben.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Druckluftservobremseinri,chtung zu schaffen, die allen Anforderungen während des Fahrbetriebes gerecht wird und dabei größtmögliche Sicherheit und Zuverlässigkeit besitzt.
  • Zur Lösung der Aufgabe wird gemäß der Erfindung eine Druckluftservobremseinrichtung zum Vorschlag gebracht, die gekennzeichnet ist durch mehrere, insbesondere zwei, voneinander unabhängige und auch in bezug auf den Drucklufterzeuger zueinander parallel liegende Drucklufthauptkreise mit je einem Druckluftspeicher und je einem Steuerventil, ferner durch ein Gestänge, mittels dessen die Steuerventile gemeinsam und gleichzeitig betätigt werden können, und durch je einen im Druckluftbremszylinder untergebrachten Kolben für jeden Druckkreis, wobei die Kolben in an sich bekannter Weise hintereinander auf einer gemeinsamen Kolbenstange angeordnet sind.
  • Ferner wird erfindungsgemäß bei einer Druckluftservobremseinrichtung mit zwei nebeneinander angeordneten Steuerventilen vorgeschlagen, die Betätigungselemente beider Steuerventile, deren Enden in der Ausgangsstellung für die Bremsbetätigung in bezug auf den jeweiligen, an seinem Ventilsitz anliegenden Ventilteller einen Abstand aufweisen, mit einem einzigen Hebel des Bremsbetätigungsgestänges mittelbar oder unmittelbar zu verbinden, an dem außer einer mit dem Bremspedal verbundenen Stange in bei Servobremseinrichtungen mit einem Steuerventil bekannter Weise auch die Kolbenstange des Bremszylinders andelenkt ist.
  • Außerdem wird erfindtutgsgeinäß bei einer Druckluftservobremseinrichtung mit zwei hintereinander angeordneten Steuerventilen vorgeschlagen, ein gemein-.ames Betätigungselement für beide Steuerventile durch den Ventilteller des einen Steuerventils hindurchzuführen und an seinem einen Ende in Nachbarschaft zutn Ventilteller mit einem Bund zu versehen, der in der Ausgangsstellung für die Bremsbetätigung gegenüber dem am Ventilsitz anliegenden Ventilteller einen Abstand aufweist. Auch an seinem anderen Ende weist das Betätigungselement gegenüber dem am Ventilsitz anliegenden Ventilteller des anderen Steuerventils gleichfalls einen Abstand auf.
  • Ferner wird im Rahmen der Erfindung vorgeschlagen, den einen Zylinderraum des gesamten Drucl;luftzvlinders, dem durch das eine Steuerventil Druckluft zugeführt wird, von dem anderen Zylinderraum. dem durch das andere Steuerventil Druckluft zugeführt wird, in an sich bekannter Weise durch einen auf der Kolbenstange frei beweglich angeordneten Kolben zu trennen (Fig. 5).
  • In der Zeichnung sind drei Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Es zeigt Fig.l einen Längsschnitt durch eine Druckluftservobremseinrichtung eines Kraftfahrzeuges mit nebeneinander angeordneten Steuerventilen, Fig. 2 einen Querschnitt nach der Linie II-II in Fig. 1, Fig.3 einen Längsschnitt durch ein zweites Ausführungsbeispiel mit hintereinander angeordneten Steuerventilen, Fig. 4 einen Schnitt nach der Linie IV-IV in Fig. 3 un f1 Fig. 5 einen Längsschnitt durch den Zylinder einer Druckluftservobremseinrichtung nach einem dritten Ausführungsbeispiel.
  • Wie in den Fig. 1 und 2 dargestellt ist, sind an einen Luftkompressor 11 über mit Rückschlagventilen versehene Leitungen 12, 13 zwei Druckluftbehälter 14 bzw. 15 angeschlossen, die zu zwei voneinander unabhängigen Druckluftkreisen gehören. Von den Druckluftbehältern 14, 15 führt je eine Leitung 16 bzw. 17 zu einem Druckraum 18 bzw. 19 eines Steuerventils 20 bzw. 21. Beide Steuerventile 20, 21 sind unterhalb eines gemeinsamen Bremszylinders 22 nebeneinander angeordnet und in gleicher Weise ausgebildet.
  • Jedes Steuerventil 20 bzw. 21 umfaßt einen Ventilteller 23 bzw. 24, der unter der Wirkung einer Feder 25 bzw. 26 abdichtend gegen :einen Sitz 27 bzw. 28 gepreßt wird, sowie ein Betätigungselement, ein Rohr 29 bzw. 30, dessen dem Ventilteller 23 bzw. 24 zugewendetes Ende in der Ausgangsstellung für die Bremsbetätigung gegenüber diesem einen Abstand aufweist. Der Ventilteller 23 bzw. 24 ist mittels eines mit Löchern< 31 bzw. 32 versehenen Bleches 33 bzw. 34 in dem Druckraum 18 bzw. 19 des Steuerventils 20 bzw. 21 und das Ventilrohr 29 bzw. 30 in einer Bohrung 35 bzw. 36 desselben - in Strömungsrichtung der Druckluft gesehen - hinter dem Ventilsitz 27 bzw. 28 geführt. An seinem dem Ventilteller 23 bzw. 24 abgewendeten Ende ist das Ventilrohr 29 bzw. 30 über eine Lasche 37 bzw. 38 mit einem gabelförmig ausgeführten Hebel 39 des Bremsbetätigungsgestänges 40 verbunden, wobei es unter der Wirkung einer Feder 41 bzw. 42 gegen den Hebel 39 und dieser in der Ausgangsstellung gegen einen Anschlag, eine Schraube 43, gedrückt wird.
  • An dem genannten Hebel 39, an dem eine mit dem Bremspedal verbundene Stange 44 angreift, ist ferner die Kolbenstange 45 des Bremszylinders 22 angelenkt. Dieser ist als Doppelzylinder ausgeführt, in dem zwei auf der Kolbenstange 45 sitzende Kolben 46, 47 in Tandemanordnung angeordnet sind. Zwischen den beiden Kolben 46, 47 befindet sich eine abdichtende Trennwand 48, durch die die Kolbenstange 45 hindurchgeführt ist.
  • Der hinter dem Ventilsitz 27 bzw. 28 des Steuerventils 20 bzw. 21 liegende, gegenüber der Umgebung abgedichtete Raum 49 bzw. 50 steht über einen Kanal 51 mit dem Zylinderraum 52 des Bremszylinders 22, in dem die Druckluft auf den Kolben 46 wirkt, bzw. über eine Leitung 53 mit dem Zylinderraum 54, in dein die Druckluft auf den Kolben47 wirkt, in Verbindung.
  • Die Kolbenstange 45 betätigt zumindest mittelbar die an den Fahrzeugrädern angebrachten Bremsen; die Übertragung der Bewegung der Kolbenstange 45 auf die Bremsen kann entweder rein mechanisch oder über einen Bremsflüssigkeitszylinder mittels einer Bremflüssigkeit als Druckmittel erfolgen.
  • An dem einen Kolben 47 ist eine Rückstellfeder 55 vorgesehen, die einer Betätigung der Kolbenstange 45 in der Richtung, daß die Bremsen wirksam werden, einen gewissen Widerstand entgegensetzt.
  • Die Wirkungsweise der Druckluftservobremseinrichtung nach Fig. 1 und 2 ist folgende: Bei Betätigung des Bremsgestänges 40 dreht sich der Hebel 39 zuerst um seinen Anschlag 43 und bewegt, während die Ventilrohre 29, 30 ihre Lage praktisch beibehalten, die Kolbenstange 45, entgegen der Wirkung der Feder 55 in dem Sinne (nach rechts). daß die Bremsen zum Anliegen kommen. Nachdem die Kolbenstange 45 hierauf ihrer weiteren Bewegung einen erheblichen Widerstand entgegensetzt, überträgt der Hebel 39 seine Bewegung um seinen Anlenkpunkt mit der Kolbenstange 45 als Fixpunkt auch auf die Ventilrohre 29, 30 und bewegt diese (nach rechts) zum jeweiligen Ventilteller 23 bzw. 24 zu. Nach Zurücklegung eines gewissen Weges heben die Ventilrohre 29, 30 den betreffenden Ventilteller 23 bzw. 24 von seinem Sitz 27 bzw. 28 ab und ermöglichen somit der Druckluft den Durchtritt durch das Steuerventi120 bzw. 21 zum Bremszylinder 22. Im einzelnen strömt die Druckluft dabei - z. B. im Steuerventil 20 - aus dem Druckraum 18 durch die Löcher 31 des Bleches 33 und den vom Ventilteller 23 freigegebenen Spalt zum Raum 49 und aus diesem durch den Kanal 51 zum Zylinderraum 52 bzw. aus dem entsprechenden Raum 50 des Steuerventils 21 durch die Leitung 53 zum Zylinderraum 54.
  • Die von der Druckluft auf die Kolben 46, 47 und somit mittelbar auf die Bremsen ausgeübte Kraft verstärkt die physisch aufgebrachte Betätigungskraft um ein Mehrfaches, so daß die Bremsen voll wirksam werden. Bei Ausfall eines Druckluftsystems ist die von der Kolbenstange 45 auf die Bremsen übertragene Kraft zwar nur etwa halb so groß wie normalerweise, gibt aber eine noch ausreichende Bremsverzögerung des Fahrzeuges.
  • Beim Lösen der Bremsen gehen die Ventilrohre 29. 30 zurück. Die Ventilteller 23, 24 legen sich an ihren Sitz 27 bzw. 28 an und sperren damit eine weitere Druckluftzufuhr zum Bremsventilzylinder 22 ab; die vorhandene Druckluft kann, da die Ventilrohre 29, 30 nicht mehr abdichtend am Ventilteller 23 bzw. 24 anliegen, durch das jeweilige Ventilrohr 29 bzw. 30 nach außen entweichen.
  • Die Ausführung nach Fig. 3 und 4 ist grundsätzlich wie die nach Fig. 1 und 2 aufgebaut, unterscheidet sich aber durch die Anordnung der Steuerventile 56, 57 - die beiden Steuerventile 56, 57 sind hintereinander angeordnet - und ihre Ausbildung.
  • Das Steuerventil 57 entspricht in seinen Einzelheiten dem Steuerventil 20 nach Fig. 1 weitgehend. Das Steuerventil 56 hingegen umfaßt zwar wieder einen Ventilteller 58, der, an seinem äußeren Umfang mit Rillen 59 versehen, unmittelbar in dem Druckraum 60 des Steuerventils 56 geführt ist und unter der Wirkung einer Feder 61 gegen seinen Sitz 62 gepreßt wird, sowie ein Betätigunselement, einen Stößel 63; dieser Stößel 63 ist aber' durch den Ventilteller 58 hindurchgeführt und an seinem einen Ende mit einem kund 64 versehen, mittels dessen er den Ventilteller 58 von seinem Sitz 62 abheben kann. In der Ausgangsstellung für die Bremsbetätigung liegt zwischen dem Bund 64 des Stößels 63 und dem Ventilteller 58 ein gewisser Abstand. Zur Verhinderung eines ungewollten Durchtritts von Druckluft aus dem Druckraum 60 in den hinter dem Ventilsitz 62 liegenden Raum 65 ist zwischen dem Ventilteller 58 und dem Stößel 63 eine Dichtung 66 vorgesehen.
  • An seinem anderen Ende bildet der Stößel 63 das Betätigungselement für das andere Steuerventil 57, wobei es - wie in Fig. 1 - gegenüber dem an seinem Ventilsitz 67 anliegenden Ventilteller 68 gleichfalls einen Abstand aufweist.
  • Der Stößel 63 ist mit zwei Bohrungen 69, 70 versehen. Die eine, 69, mündet am -einen Ende des Stößels 63 auf der dem Ventilteller 58 zugewendeten Seite des Bundes 64, die andere, 70, am anderen Ende des Stößels 63 gegenüber dem Ventilteller 68 des Steuerventils 57. Beide Bohrungen 69, 70 stellen jeweils eine Verbindung zur überdrucklosen Umgebung her.
  • Zwischen beiden Steuerventilen 56, 57 greift an einem mit einer Nut 71 versehenen Abschnitt des Stößels 63 ein Hebel 72 des Bremsbetätigungsgestänges 73 an, der dem Hebel 39 der Fig. 1 und 2 entspricht. Er ist durch die Nut 71 des Stößels 63 hindurchgeführt und weist zwecks Punktberührung an seiner Berührungsstelle mit dem Stößel 63 eine Wölbung 74 auf. Der Stößel 63 wird unter der Wirkung einer Feder 75 gegen den Hebel 72 und dieser in der Ausgangsstellung gegen einen Anschlag, eine Schraube 76, gedrückt.
  • Der Druckraum 60 des Steuerventils 56 bzw. der entsprechende Druckraum 77 des Steuerventils 57 ist an eine die Druckluft liefernde Leitung 78 bzw. 79 angeschlossen. Der hinter dem Ventilsitz 62 liegende Raum 65 des Steuerventils 56 steht über eine Leitung 80 bzw. der entsprechende Raum 81 des Steuerventils 57 über einen Kanal 82 mit dem Zylinderraum 54 bzw. 52 des Bremszylinders 22, in dem die Druckluft auf den Kolben 47 bzw. 46 wirkt, in Verbindung.
  • Die Wirkungsweise der Steuerventile 56, 57 entspricht der der Steuerventile 20, 21 nach Fig. 1. Nachdem die Bremsen zum Anliegen kommen, gibt das Steuerventil 56 -der Druckluft den Durchtritt zu dem Zylinderraum 54 und das Steuerventil 57 den Durchtritt zu dem Zylinderraum 52 frei. Im einzelnen strömt die Druckluft dabei im Steuerventil 56 - während für das Steuerventil 57 das zum ersten Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 und 2 Gesagte gilt - aus dem Druckraum 60 durch die Rillen 59 des Ventiltellers 58 und den vom Ventilteller 58 freigegebenen Spalt zum Raum 65 und aus diesem durch die Leitung 80 zum Zylinderraum 54.
  • Das dritte Ausführungsbeispiel nach F ig. 5 unterscheidet sich von den vorhergehenden durch die Ausbildung des Bremszylinders 83 und seiner Kolben 84, 85. Die Steuerventile können entweder wie im Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 und 2 oder nach Fig. 3 und 4 ausgebildet sein.
  • Der eine Zylinderraum 86 des Bremszylinders 83, dem durch das eine Steuerventil Druckluft zugeführt wird, ist von dem anderen Zylinderraum 87, dein durch das andere Steuerventil Druckluft zugeführt wird, nicht durch eine Trennwand, sondern durch einen, 84, der Kolben 84, 85 selbst getrennt. Dieser Kolben 84 ist im Gegensatz zum Kolben 85 auf der Kolbenstange 88, die der Kolbenstange 45 nach Fig. 1 entspricht, zwischen dem Zylinderboden 89 und dem anderen Kolben 85 frei beweglich.
  • Am letztgenannten Kolben 85 greift eine der Rückstellfeder 55 nach Fig. 1 entsprechende Feder 90 an. Für gewöhnlich, d. h. wenn beide Druckluftsysteme intakt sind, und somit beiden Zylinderräumen 86, 87 Druckluft zugeführt wird, wird auf den Kolben 84 von beiden Seiten her eine Kraft ausgeübt, die sich aufhebt. Als Bremskraft kommt also nur die von dem anderen, fest auf der Kolbenstange 88 sitzenden Kolben 85 auf die Kolbenstange 88 übertragene Kraft zur Wirkung.
  • Fällt der eine Druckluftkreis, zu dem der Zylinderraum 86 gehört, aus, dann wird der frei bewegliche Kolben 84 unter der Wirkung des im Zylinderraum 87 herrschenden Überdrucks gegen den Zylinderboden 89 gepreßt und stützt sich an diesem ab. An der Kraftübertragung auf die Kolbenstange 88 über den anderen Kolben 85 ändert sich aber nichts.
  • Fällt der andere Druckluftkreis, zu dem der Zylinderraum 87 gehört, aus, so wird der frei bewegliche Kolben 84 gegen den auf der Kolbenstange 88 befestigten Kolben 85 gepreßt und wirkt als Teil desselben, so daß wieder eine Kraftübertragung wie gewöhnlich auf die Kolbenstange 88 stattfindet.
  • Eine solche Ausführung hat zwar für den gleichen Überdruck der Luft, verglichen mit der Ausführung nach Fig. 1 und 2 bzw. 3 und 4, einen größeren Platzbedarf, da auch im Normalfall, d. h. wenn beide Druckluftkreise intakt sind, nur ein Kolben 85 zur Kraftübertragung auf die Kolbenstange 88 und damit auf die Bremsen herangezogen wird, hat aber den Vorteil, daß bei Ausfall eines der beiden Druckluftkreise sich die von der Kolbenstange 88 abgegebene Kraft nicht ändert. Die Bremsverzögerung des Fahrzeugs bleibt also gleich.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Druckluftservobremseinrichtung, insbesondere für Kraftfahrzeuge, in der Hauptsache bestehend aus Drucklufterzeuger, Druckluftspeicher, Druckluftsteuerventil und Druckluftbremszylinder mit Kolben und Kolbenstange, durch die die Radbremsen. zumindest mittelbar betätigt werden, gekennzeichnet durch mehrere, insbesondere zwei, voneinander unabhängige und auch in bezug auf den Drucklufterzeuger zueinander parallel liegende Drucklufthauptkreise mit je einem Druckluftspeicher und je einem Steuerventil, durch ein Gestänge, mittels dessen die Steuerventile gemeinsam und gleichzeitig betätigt werden können, und durch je einen imDruckluftbremszylinderuntergebrachten Kolben für jeden Druckkreis, wobei die Kolben in an sich bekannter Weise hintereinander auf einer gemeinsamen Kolbenstange angeordnet sind. 2. Druckluftservobremseinrichtung nach Anspruch 1 mit zwei nebeneinander angeordneten Steuerventilen, dadurch gekennzeichnet, daß d.ie Betätigungselemente (29 und 30) beider Steuerventile (20 bzw. 21), deren Enden in der Ausgangsstellung für die Bremsbetätigung gegenüber dem jeweiligen, an seinem Ventilsitz (27 bzw. 28) anliegenden Ventilteller (23 bzw. 24) einen Abstand aufweisen, mittelbar oder unmittelbar mit einem einzigen Hebel (39) des Bremsbetätigungsgestänges (40) verbunden sind, an dem außer einer mit dem Bremspedal verbundenen Stange (44) auch die Koll)en Stange (45) des Bremszylinders (22) angelenkt ist (Fig. 1 und 2). 3. Druckluftservobremseinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Hebel (39) des Bremsbetätigungsgestänges (40) und die Betätigungselemente (29 und 30) beider Steuerventile (20 und 21) durch Laschen (37 und 38) beweglich verbunden sind. 4. Druckluftservobremseinrichtung nach Anspruch 1, mit zwei hintereinander angeordneten Steuerventilen, dadurch gekennzeichnet, daß ein gemeinsames Betätigungselement (63) beider Steuerventile (56 und 57) durch den Ventilteller (58) des einen Steuerventils (56) hindurchgeführt und an seinem einen Ende in Nachbarschaft zum Ventilteller (58) mit einem Bund (64) versehen ist, der in der Ausgangsstellung für dieBremsbetätigung gegenüber dem am Ventilsitz (62) anliegenden Ventilteller (58) einen Abstand aufweist, sowie daß das Betätigungselement (63) an seinem anderen Ende gegenüber dem am Ventilsitz (67) anliegenden Ventilteller (68) des anderen Steuerventils (57) gleichfalls einen Abstand aufweist (Fig. 3). 5. Druckluftservobremseinrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß an dem gemeinsamen Betätigungselement (63) beider Steuerventile (56 und 57) ein Hebel (72) des Bremsbetätigungsgestänges (73) angreift, an dem die Kolbenstange (45) des Bremszylinders (22) angelenkt ist (Fig. 3 und 4). 6. Druckluftservobremseinrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Hebel (72) des Bremsbetätigungsgestänges (73) mit dem Betätigungselement (63) örtlich zwischen den beiden Steuerventilen (56 und 57) beweglich verbunden ist. 7. Druckluftservobremseinrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der eine Zylinderraum des Druckluftzylinders, dem durch das eine Steuerventil Druckluft zugeführt wird, von dem anderen Zylinderraum, dem durch das andere Steuerventil Druckluft zugeführt wird, durch einen auf der Kolbenstange frei beweglich angeordneten Kolben (84 in Fig. 5) getrennt ist. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsches Gebrauchsmuster Nr. 1731872; österreichische Patentschrift Nr. 185 260; USA.-Patentschriften Nr. 1630 178, 2 497 438, 2 649169, 2 719 405.
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