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DE1104932B - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von hexagonalen Siliciumcarbidkristallen - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von hexagonalen Siliciumcarbidkristallen

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Publication number
DE1104932B
DE1104932B DEN17718A DEN0017718A DE1104932B DE 1104932 B DE1104932 B DE 1104932B DE N17718 A DEN17718 A DE N17718A DE N0017718 A DEN0017718 A DE N0017718A DE 1104932 B DE1104932 B DE 1104932B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
crystals
graphite
silicon
atmosphere
silicon carbide
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEN17718A
Other languages
English (en)
Inventor
Edwin C Lowe
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Saint Gobain Abrasives Inc
Original Assignee
Norton Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Norton Co filed Critical Norton Co
Publication of DE1104932B publication Critical patent/DE1104932B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B32/00Carbon; Compounds thereof
    • C01B32/90Carbides
    • C01B32/914Carbides of single elements
    • C01B32/956Silicon carbide
    • C01B32/963Preparation from compounds containing silicon
    • C01B32/984Preparation from elemental silicon

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Crystals, And After-Treatments Of Crystals (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von hexagonalen Siliciumcarbidkristallen Es ist bekannt, Siliciumcarbid-Halbleiterkristalle, insbesondere für Transistoren, durch Sublimation von Siliciumcarbid in einem Schutzgas, wie Wasserstoff, Edelgasen oder Kohlenmonoxyd, vorzugsweise unter Atmosphärendruck bei einer Temperatur von etwa 2500° C in einem von Siliciumcarbid begrenzten Raum herzustellen. Ferner ist es im Rahmen dieses Sublimationsverfahrens bekannt, Kristalle von einem bestimmten Leitfähigkeitstyp herzustellen, indem man die hierzu erforderlichen Donator- oder Akzeptorverunreinigungen in die Sublimationsatmosphäre einführt.
  • Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur unmittelbaren Synthese von hexagonalen Siliciumcarbidkristallen aus Silicium und Kohlenstoff sowie eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung von hexagonalen Siliciumcarbidkristallen ist dadurch gekennzeichnet, daß man in einer ein von außen nach innen verlaufendes Temperaturgefälle aufweisenden Graphitkammer, die sich in einem auf 2300 bis 2500°C erhitzten Ofen befindet, in einer Inertgasatmosphäre oder in einer Kohlenmonoxyd-Stickstoff-Atmosphäre Silicium verdampft und den Dampf auf senkrecht oder nahezu senkrecht zum Temperaturgefälle angeordnete Kohlenstoffflächen einwirken läßt. In den Zeichnungen zeigt Fig. 1 einen Ofen gemäß der Erfindung im Vertikalschnitt, Fig. 2 einen Schnitt nach Linie 2-2 von Fig. 1, Fig. 3 einen anderen Ofen gemäß der Erfindung im Vertikalschnitt und Fig. 4 einen waagerechten Schnitt nach Linie 4-4 von Fig.3.
  • Bei dem Ofen nach Fig. 1 und 2 ruhen auf dem von Schamottesteinen gebildeten Fuß 11 Graphitblöcke 12, die einen Graphitbehälter 13 tragen. Der Behälter ist mit einem Graphitdeckel 14 versehen, in dessen Mittelloch 15 versenkt ein Graphitabzug 17 eingesetzt ist. Am Boden des Behälters 13 sind Tragestäbe 20 aus Graphit vorgesehen, auf denen ein Ringtiegel 21 aus Graphit mit einer Ringhöhlung 22 ruht, die mit einer Siliciumcharge 25, z. B. in Stückform, beschickt wird. Obwohl beste Ergebnisse unter Verwendung reineren Siliciums erzielt werden dürften, wurden mit einem Produkt, das 97,39°/o Silicium, 1,21% Aluminium und 0,90% Eisen enthielt, sehr gute Ergebnisse erzielt.
  • Der Ofen wurde induktiv mit hochfrequentem Wechselstrom unter Verwendung von Graphit beheizt, kann aber ebensogut auch durch elektrische Widerstandsbeheizung beheizt werden.
  • Von dem Graphittiegel 21 werden Graphitstäbe 26 getragen, die Graphitstäbe 27 tragen, welche wiederum die Unterstützung für Graphitstäbe 30 bilden, die ihrerseits dünnwandige Graphithohlzylinder 31, 32, 33, 34 und 35 tragen. Die Kristalle wachsen auf den Innenseiten dieser Hohlzylinder. Durch Induktion nimmt die vertikale zylindrische Wand des Tiegels 13 die Wärme auf, und durch Leitung geben der Boden des Tiegels 13 Wärme nach unten und der Abzug 17 und das Loch 15 Wärme nach oben ab. Daher besteht ein Temperaturgefälle von 31 nach 35 und vom Hohlzylinder 35 zur Mitte der Vorrichtung hin. Hierdurch wird das Kristallwachstum gefördert. Das Graphitrohr 40 dient zur Temperaturmessung. Infolge des Temperaturgefälles von 31 nach 35 bilden sich auf den Innenseiten der Hohlzylinder Kristalle verschiedener Art und Größe und damit ein dem Bedarf der Technik genügendes vielseitiges Produkt.
  • Es wird angenommen, daß das Wachsen plattenartiger Kristalle von dem Vorhandensein kühler Stellen in dem Ofen unterstützt wird, zu denen hin die flachen Teile der wachsenden Kristalle Wärme abstrahlen können und die daher die Sublimationswärme des Si C bei seiner Ablagerung aufnehmen. In den hier beschriebenen Öfen werden solche Wärmeableiter von der Zentralentlüftung, dem siedenden Silicium und durch das Entweichen von Wärme durch die Unterlage aus feuerfestem Ziegelwerk unter dem Ofen gebildet.
  • Außerhalb des Behälters 13 ruht auf dem Ziegelfuß 11 eine zylindrische Asbesthülle 41, auf deren Außenseite sich die hochfrequenzgespeiste, wassergekühlte Induktionsspule 42 befindet. Der Raum zwischen der Hülse 41 und dem Behälter 13 sowie unterhalb des Behälters 13 und oberhalb des Deckels 14 ist mit körnigem Zirkonoxyd 45 oder anderem hochschmelzendem Isoliermaterial gefüllt.
  • Zur Züchtung von Kristallen wurde der Tiegel 21 finit 6,35 kg Silicium beschickt und die Temperatur des Deckels 14 in 3112 Stunden auf 2400° C gebracht und weitere 4 Stunden zwischen 2390 und 2410° C gehalten. Dann wurde der Ofen erkalten gelassen und die Deckelisolierung und der Graphitdecke114 entfernt. Auf den Innenflächen der Hohlzylinder 31 bis 35 befand sich eine große Zahl durchsichtiger plattenartiger Kristalle von Siliciumcarbid bis zu einer Querdimension von 1,9 cm und von sehr hellgrüner bis dunkelgrüner Farbe. Die Hohlzylinder 31, 32 und 33 wiesen die meisten größeren Kristalle auf. Auf den Außenseiten der Hohlzylinder hatte sich ein glatter, feinkristalliner Siliciumcarbidüberzug gebildet. Auf den Innenseiten der Hohlzylinder 34 und 35 waren einige Kristalle gewachsen. Die Ablösung der Kristalle von dem verhältnismäßig weichen Graphit war nicht schwer. Die Hohlzylinder 31 bis 35 sind mechanisch vollständig voneinander unabhängig, so daß man einen leichten Zutritt zu den auf den Innenseiten der Hülsen befindlichen Kristallen hat.
  • Wenn der Siliciumdampf zu den Graphitflächen, auf denen die Kristalle wachsen sollen, Zutritt hat und das Temperaturgefälle innegehalten wird, sind die Dimensionen des Ofens nicht kritisch. Bei dem Ofen nach Ff-. 1 und 2 betrugen z. B. die Außendurchmesser des Hohlzylinders 31 61,0 cm, des Hohlzylinders 32 45,7 cm, des Hohlzylinders 33 35,6 cm, des Hohlzylinders 34 22,9 cm und des Hohlzylinders 35 1C),2 cm, wobei die restlichen Massen der Ofenteile zu diesen Dimensionen die in der Zeichnung wiedergegebenen Verhältnisse haben.
  • Das Wachsen der Kristalle auf den Hohlzylindern 31, 32 und 33 erfolgt hauptsächlich auf den am Kopf und am Boden befindlichen Dritteln der Innenflächen, während auf dem mittleren Drittel nicht viel Kristalle wachsen. Die Kristalle wachsen auch auf der Unterseite der Stäbe 30, und zwar sind hier die größten Kristalle zu finden. Auch auf der Unterseite der Stäbe 26 wachsen Kristalle. An jedem Ort, an welchem die Kristalle wachsen, liegt ein Wärmegefälle in Richtung des Kristallwachstums vor. Alle Kristalle wachsen senkrecht zu den Flächen, auf denen ihre Bildung erfolgt. Die Dicke der Kristalle lag im Bereich von 0,025 bis 2,5 mm oder mehr, die Länge im Bereich von etwa 6 bis 19 mm. Die meisten Kristalle zeigten den typischen Kristallwinkel des Siliciumcarbides von 1.@O o.
  • Die ursprüngliche Atmosphäre im Ofen war Luft, aber durch Unisetzung des Sauerstoffs mit dem Kohlenstoff des Graphits bildete sich rasch eine I,Zohlenmonoxy d-Stickstoff-Atmosphäre. Der Stickstoff trat in das Siliciumcarbid unter Bildung von 11-Kristallen als Elektronendonator ein. Bei diesem Versuch wurden mehrere tausend Kristalle erhalten. Da sie eine große Menge Stickstoff enthielten, deren genauer Wert nicht bestimmt wurde, war die Leitfähigkeit der wenigen geprüften Kristalle hoch und deren spezifischer ZViderstand gering (größenordnungsmäßig 0,002 Ohm-cm) ; aber die Kristalle hatten eine gute Größe und sonstige Beschaffenheit.
  • Durch Einfügen eines nach unten führenden Rohres aus schwer schmelzbarem Material in den Abzug 17 und Anschluß über ein Eisenrohr an eine Druckgasquelle kann man auch andere Gase in den Ofen einführen. Arbeitet man in einer Argonatmosphäre, so erhält man sehr reine Siliciumcarbidkristalle.Wenn hierbei eine kleine Menge Stickstoff in der Atmosphäre belassen wird, erhält man die Kristalle mit n-Leitfähigkeit. Ebenso liefert die Dotierung mit Phosphor und Arsen Kristalle mit n-Leitfähigkeit. Zur Dotierung mit Phosphor kann man mit Phosphortrichlorid oder Phosphorhydrid, zur Dotierung mit Arsen mit Asentrichlorid und zur Dotierung mit Antimon mit Antimontrichlorid arbeiten, wobei man in allen Fällen Kristalle mit n-Leitfähigkeit erhält.
  • Bor und Aluminium als Dotierungsmittel ergeben Kristalle mit p-Leitfähigkeit. Diese Elemente können in Form ihrer Trichloride mit einem Strom eines inerten Gases, wie Helium oder vorzugsweise Argon, zugeführt werden.
  • Im Betrieb der Vorrichtung unterliegt die Außenseite des Graphitbehälters 13 einer Oxydation, und es läßt sich schwer feststellen, wieweit die Wand dadurch verbraucht ist. Die zylindrische Wand des Behälters 13 absorbiert, solange sie neu ist, praktisch das gesamte elektromagnetische Feld; wenn die Wandung aber dünn geworden ist, gibt dieses Feld Energie in den Hohlzylindern 31 bis 35 und auch in dem Tiegel 21 ab. Daraus kann sich eine Umkehr des Wärmegefälles ergeben, und die Kristalle beginnen dann auf der Außenseite einiger Hohlzylinder 31 bis 35 zu wachsen. Um das Verfahren besser lenken zu können und dieser Erscheinung entgegenzuwirken, kann man die Hohlzylinder 31 bis 35 derart mit Längsschlitzen versehen, daß der Stromkreis durch die Stäbe 30 nicht geschlossen wird. In diesem Fall nehmen die Hohlzylinder nur wenig Energie des elektromagnetischen Feldes auf.
  • Ein Merkmal des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht darin, daß sich oberhalb und unterhalb der Hohlzylinder, auf denen die Kristalle wachsen, ie ein Wärmeableiter befindet, wobei die Achse der Wärmeableiter (in diesem Falle die Achse des Behälters 13) parallel oder nahezu parallel zu den Flächen des Graphits verläuft, in Fig. 1 parallel zu Elementen der zylindrischen Flächen der Hohlzylinder 31 bis 35. Einer dieser Wärmeableiter befindet sich im vorliegenden Falle oberhalb des Mittelblocks 12 in dein Behälter 13, der andere ist die Öffnung 15 in dem Graphitdeckel 14. Hierdurch erreicht man ein horizontales Wachsen der Kristalle mit horizontal verlaufenden Flächen und die Bildung der besten Kristalle.
  • Ein verbesserter Ofen ist in Fig. 3 und 4 dargestellt. Auf dem Fuß 51 aus Schamotteziegelwerk ruhen Graphitblöcke 52, die einen Graphitbehälter 53 tragen, der einen Graphitdeckel 54 mit einer Mittelbohrung 55 aufweist, in welche versenkt ein Graphitabzug 57 eingesetzt ist. Durch eine vertikale Axialbohrung im Abzug 57 erstreckt sich ein Graphitrohr 60 mit einer feinen vertikalen Axialbohrung 61, aus welcher über Diametralbohrungen 62 jedes gewünschte Gas in das Innere des Behälters 53 geleitet werden kann; das Gas tritt dann zwischen dem Deckel 54 und dem Abzug 57 und zwischen dem Abzug 57 und dem Rohr 60 sowie zwischen dem Deckel 54 und dem Behälter 53 wieder aus, wodurch eine Gasströmung aufrechterhalten wird. Zur Temperaturkontrolle ist wiederum ein Pyroineterrohr 70 aus Graphit vorgesehen, welches dem Rohr 40 der Fig. 1 entspricht.
  • Auf dem Boden des Behälters 53 sitzt koaxial mit demselben eine zylindrische Graphithülle 71 auf, die Graphitstäbe 72 trägt, die ihrerseits eine zylindrische Graphithülse 73 tragen. Die Graphithülse 73 trägt Graphitstäbe 74, welche ihrerseits einen Graphittiegel 81 tragen, der die gleiche Form wie der Tiegel 21 der Vorrichtung gemäß Fig. 1 hat und mit einer Ringhöhlung 82 versehen ist, welche mit einer Siliciumcharge 85 in Stückform beschickt wird. Auf dem oberen Rand des Tiegels 81 und gegen die Innenwand des Behälters 53 hin sitzen Graphitplatten 90 auf. Der Ofen ist mit einer zylindrischen Asbesthülle 91, einer Hochfrequenzinduktionsspule 92 und einer Zirkonoxydmasse 95 versehen, die den Teilen 41, 42 und 45 der Vorrichtung gemäß Fig. 1 entsprechen.
  • Die Graphitplatten 90 weisen ebene Flächen auf. Solche Platten sind billiger als Hohlzylinder, die man spanabhebend aus großen Graphitstäben herausarbeiten muß, und in reineren Graphitsorten verfügbar. Wenn die Platten so in den Ofen eingesetzt werden, daß der Wärmefluß senkrecht zu den Flächen erfolgt (was in Fig. 3 der Fall ist, da das Loch 55 einen Wärmeableiter darstellt), wachsen die Kristalle von der kühleren Innenfläche aus in Richtung des Temperaturgefälles.
  • Beim Betrieb der Vorrichtung nach Fig. 3 und 4, deren Behälter 53 einen Außendurchmesser von 61,0 cm hatte, wurden in den Tiegel 81 3,18 kg Silicium eingegeben. Durch die Bohrung 61 wurde gereinigtes und auf 890° C vorgeheiztes Argon zunächst mit einer Geschwindigkeit von 81/Min. und nach Erreichen einer Temperatur von 1280° C mit einer Geschwindigkeit von 41/Min. zugeführt. Nach 2 Stunden und 15 Minuten betrug die Temperatur 2060° C und nach 2 Stunden und 50 Minuten 2400° C. Auf dieser Höhe wurde sie 4 Stunden und 45 Minuten gehalten.
  • Dann wurde die Stromzufuhr abgeschaltet, aber die Argonströrnung weitere 18 Stunden fortgesetzt und dann der Ofen geöffnet.
  • Von der Innenseite der Hülsen 71 und 73 wurden viele blaue Kristalle von etwa 13 mm Größe erhalten. Einige Kristalle wuchsen auf der zylindrischen Außenwand des Tiegels 81, einige auf der Außenwand der Höhlung 82. Die Kristalle auf der Innenseite der Hülsen 71 und 73 erstreckten sich vom Kopf zum Fuß der Hülsen und um die gesamten Hülsen herum. Auf den Innenflächen der Platten 90 wuchsen Kristalle vom Plattenkopf bis zum Plattenfuß. Die von den Platten gewonnenen Kristalle waren kleiner als die von den Hülsen erhaltenen. Viele Kristalle waren grün, aber es hatten sich auch graue, blaue und gelbe Kristalle gebildet, und einige Kristalle waren fast farblos.
  • Die Zahl der großen Kristalle mit 13 mm in Querrichtung und darüber betrug etwa 500 bis 700, diejenige der Kristalle mit 9,5 bis 12,7 mm in Querrichtung etwa 1000 und diejenige der Kristalle mit 4,8 bis 9,5 mm etwa 1000 bis 1500. Der spezifische Widerstand der untersuchten Kristalle lag bei 14°/o im Bereich von 0,01 bis 0,1 Ohm-cm, bei 18% im Bereich von 0,1 bis 1,0 Ohm - cm, bei 14% im Bereich von 1,0 bis 10 Ohm-cm und bei 54% über 10 Ohm-cm, aber unterhalb 100 Ohm - cm. Alle Kristalle besaßen auf Grund der kleinen zurückbleibenden und in den Ofen eindiffundierenden Stickstoffmenge n-Leitfähigkeit. Die Kristalle wiesen Flächen auf, die innerhalb höchstens etwa 1° zueinander parallel verliefen, wenn man die Störungen berücksichtigt, die an der Stelle ihrer Bindung an das Kohlenstoffstück auftreten können, auf dem sie gewachsen sind. Ein so hoher Grad von Parallelismus ist bei handelsüblichem Siliciumcarbid nicht zu beobachten.
  • Die Hohlzylinder 31 bis 35, die Stäbe 20, 26 und 27, die Hülsen 71 und 73, die Stäbe 72 und 74, die Platten 90, die Tiegel 21 und 81 und die Wand des Behälters 53 können aus amorphem Kohlenstoff oder aus Graphit gefertigt werden.
  • Die Atmosphäre bei dem Verfahren soll aus Wasserstoff, Kohlemnonoxyd, Inertgasen oder Gemischen derselben bestehen und nicht mehr als etwa 1 Molprozent Stickstoff enthalten.
  • Das Kohlenstoffstück, auf dem die Kristalle wachsen sollen, soll auf etwa 2300 bis 2500° C erhitzt werden. Das sich ungefähr senkrecht zur Fläche des Kohlenstoffstückes erstreckende Temperaturgefälle ist notwendig, und das andere, ungefähr parallel zu der Fläche verlaufende Temperaturgefälle ist zweckmäßig.
  • Zur Erzeugung von Siliciumcarbidkristallen, die sowohl n- als auch p-Leitfähigkeitszonen aufweisen, arbeitet man zuerst mit einer Atmosphäre, die einen Elektronendonator enthält, und später mit einer Atmosphäre, die einen Elektronenakzeptor enthält, oder umgekehrt.

Claims (5)

1'"aT'(:\f"1VSYÜl'(:Ilf" 1. Verfahren zur Herstellung von hexagonalen Siliciumcarbidkristallen, dadurch gekennzeichnet, daß man in einer ein von außen nach innen verlaufendes Temperaturgefälle aufweisenden Graphitkammer, die sich in einem auf 2300 bis 2500° C erhitzten Ofen befindet, in einer Inertgasatmosphäre oder in einer Kohlenmonoxyd-Stickstoff-Atmosphäre Silicium verdampft und den Dampf auf senkrecht oder nahezu senkrecht zum Temperaturgefälle angeordnete Kohlenstoffflächen einwirken läßt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es in einer einen Elektronendonator oder -akzeptor enthaltenden Atmosphäre durchgeführt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß es zur Herstellung von Kristallen, die sowohl p- als auch n-Leitfähigkeitszonen enthalten, derart durchgeführt wird, daß die Atmosphäre während einer Kristallwachstumsphase einen Elektronendonator, während einer anderen dagegen einen Elektronenakzeptor enthält.
4. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens gemäß Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß sich in einem elektrisch geheizten Ofen eine Graphitkammer befindet, in der ein das Silicium aufnehmender Träger angeordnet ist, und sich ober- bzw. ober- und unterhalb des Trägers zur Kammerwand parallel oder nahezu parallel verlaufende Graphitflächen befinden und die Kammer einen zum Herstellen und Aufrechterhalten einer bestimmten Gasatmosphäre dienenden Gaseinlaß aufweist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Siliciumträger die Form eines Tiegels besitzt, der in bezug auf die beheizte Kammerwand zentral gelegen ist. In Betracht gezogene Druckschriften: Ausgelegte Unterlagen des österreichischen Patents Nr. 202 981.
DEN17718A 1959-01-02 1960-01-02 Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von hexagonalen Siliciumcarbidkristallen Pending DE1104932B (de)

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AT202981B (de) * 1954-03-19 1959-04-25 Philips Nv Verfahren und Kohleofen zum Herstellen von Siliziumkarbid-Halbleiterkristallen durch Sublimation

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