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Selbstregelnde Kolbenpumpe zur Brennstoffeinspritzung bei Brennkraftmaschinen
Selbstregelnde Kolbenpumpen zur Brennstoffeinspritzung bei Brennkraftmaschinen sind
an sich bekannt.
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Bei einer bekannten Pumpenbauart ist parallel zu der mit einer Drosselstelle
versehenen Förderleitung ein beweglicher Kolben geschaltet, welcher durch die von
der Pumpengeschwindigkeit abhängige Differenz der auf seine beiden Endflächen, wirkenden
Drücke mehr oder weniger weit in seinem Zylinder verschoben wird und der dabei unter
Umständen auch eine mit einem Drosselquerschnitt versehene Auslaßöffnung freigibt.
Die Drosselung in der Auslaßleitung hat hierbei den Zweck, bei großen Geschwindigkeiten
eine Fortsetzung der Bewegung des beweglichen. Kolbens auch nach Öffnung der genannten.
Auslaßleitung unter der Wirkung der Differenzdrücke zu ermöglichen. :Nach Beendigung
des Förderhubes des eigentlichen Pumpenkolbens kehrt dann der bewegliche Kolben
in seine Ausgangsstellung zurück und erzeugt dabei in der Druckleitung eine Leere,
deren. Größe mit der Geschwindigkeit der Pumpe zunimmt und deren Ausfüllung in der
für die Speisung des Pumpenzylinders zur Verfügung stehenden Zeitspanne um so' unvollständiger
ist, je größer die Geschwindigkeit ist. Ferner hat die Öffnung des genannten Auslaßkanals
eine Verringerung der eingespritzten Brennstoffmenge in der Endperiode des Förderhubes
des Kolbens zur Folge. .
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Die bekannten selbstregelnden Pumpen der genannten Art haben jedoch
einerseits den Nachteil, daß die Regelung nicht sehr präzis ist, und andererseits
ist es bei ihnen unmöglich, die Menge des geförderten Brennstoffs bis auf Null herabzusetzen.
Eine gewisse Mindestmenge wird bei den bekannten Pumpen stets eingespritzt.
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Es sind ferner auch Brennstoffeinspritzpumpen mit einem bei jedem
Arbeitsspiel der Pumpe hin- und hergebenden, einen. Auslaßkanal des Pumpenzylinders
steuernden Verschlußorgan bekannt, dessen Rückgang durch eine hydraulische Dämpfungseinrichtung
gebremst wird. Bei _ diesen letztgenannten bekannten Pumpen wird die volle Fördermenge
aufrechterhalten, bis eine bestimmte, schon verhältnismäßig hohe Geschwindigkeit
erreicht ist, und dann tritt eine sich nur über einen geringen Geschwindigkeitsbereich
erstreckende Abnahme der geförderten Brennstoffmenge ein, bis schließlich diese
Menge rasch zu Null wird.
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Die vorliegende Erfindung bezweckt nicht nur, eine sehr genaue Regelung
der Brennstoffmenge zu Ermöglichen, die bei hohen Geschwindigkeiten bis auf Null
herabsinken kann, sondern auch, die Regelung allmählich vor sich gehen zu lassen,
wobei sie sich über einen verhältnismäßig großen Geschwindigkeitsbereich erstreckt.
Gemäß der Erfindung ist ein den Hingang des Verschlußorgans bewirkendes Druckmittel
derart mit Bezug auf die Bewegungen des Pumpenkolbens gesteuert, daß es das Verschlußorgan
noch vor Beginn des Förderhubes des Pumpenkolbens in eine erste; den Auslaßkanal
öffnende Endstellung überführt, von der aus das Verschlußorgan einen Rückhub von
nicht unerheblicher Länge zurücklegen muß, um in seine zweite, den Auslaßkanal abschließende
Endstellung zu gelangen, so daß eine! gewisse, zugleich mit dem Beginn des Förderhubes
des Pumpenkolbens einsetzende, von der Antriebsgeschwindigkeit des Pumpenkolbens
im wesentlichen unabhängige Zeitspanne bis zur Verschließung des Ausla.ßkanals im
Verlauf des Förderhubes verstreicht.
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Die Erfindung ist nachstehend unter Bezugnahme auf die Zeichnung beispielshalber
erläutert.
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Figt_ 1 und 2 zeigen schematisch in einem Axialschnitt eine gemäß
einer ersten Ausführungsform der Erfindung ausgebildete Brennstoffeinspritzpumpe,
wobei die Teile auf diesen beiden Figuren verschiedene Betriebsstellungen einnehmen;
Fig. 3 und 4 zeigen in 'ähnlicher Weise wie Fig. 1 eine gemäß zwei anderen Ausführungsformen
der Erfindung ausgebildete Einspritzpumpe; Fig.5 zeigt eine Abwandlung der in Fig@4
dargestellten Pumpe.
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Die eigentliche Pumpe wird durch einen Zylinder 1. gebildet, in welchem
ein Kolben 2 arbeitet, welchem auf beliebige geeignete Weise eine hin- und hergehende
Bewegung
erteilt wird, z. B. durch einen nicht dargestellten Nocken. Dieser Kolben ist in
Fig. 1, 3 und 4 in der Nähe seines äußeren oder unteren Totpunktes dargestellt.
Der Kolben steuert eine Öffnung 3, durch welche die Speiseleitung 4 in den Zylinder
l mündet, welche den Brennstoff unter geringem Druck empfängt, z. B. von einer Zubringerpumpe,
welche den Brennstoff in einem Vorratsbehälter entnimmt (diese beiden Teile sind
nicht dargestellt). Der über der Öffnung 3 liegende Teil des Zylinders bildet die
Förderkammer5 der Pumpe. Diese Kammer ist mit einer Förderöffnung 6 versehen, welche
durch eine gegebenenfalls durch ein Rückschlagventil8 gesteuerte Leitung 7 mit der
von der betreffenden Pumpe gespeisten, nicht dargestellten Einspritzdüse verbunden
ist. Schließlich enthält der Kolben2 noch einen Kanal 9, welcher auf einer Seite
in die Kammer 5 mündet und an dem anderen Ende durch eine öffnung9,a an der Seitenwand
des Kolbens mündet und mit einem Auslaßkanal 10 zusammenwirkt, welcher in den Zylinder
1 in einer solchen Höhe mündet, da.ß die Kammer 5 durch den Kanal 9 auf Auslaß geschaltet
wird, bevor der Kolben 2 seinen oberen oder inneren Totpunkt erreicht.
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Zur Herstellung einer selbstregelnden Pumpe wird an die Förderkammer
5 außer der Leitung 7 für die Nutzförderung der Pumpe ein Auslaßkanal 11 für den
Überschuß dieser Förderleistung angeschlossen, welcher durch ein bewegliches Verschlußglied
gesteuert wird.
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Wie in den Fig. 1 und 2 dargestellt ist, wird das Verschlußglied durch
einen Schieber 12 gebildet, welcher in einer Bohrung 13 angeordnet ist, in welcher
er sich zwischen zwei durch Anschläge14 und 15 bestimmten Grenzstellungen bewegen
kann, wobei er durch eine Feder 16 gegen den Anschlag 15 gedrückt wird. Dieser Schieber
ist mit zwei Führungsflächen 12a- und 12b versehen, weiche zwischen sich eine 1ut12c
von verhältnismäßig großer Höhe abgrenzen, und die Bohrung 13 wird von dem Auslaßkanal
11 auf auf einer solchen Höhe durchdrungen, daß die beiden Abschnitte dieses Kanals
frei miteinander über die -Nut 12c während des größten Teils des Hubes in Verbindung
stehen, welcher den Schieber 12 von dem Anschlag 14 an den Anschlag 15 bringt (Fig.
1 und 4), aber während des Endes dieses Hubes durch den Teil 12a getrennt werden
(Fig. 2).
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Die Mittel zur Verstellung des Schiebers 12 in jedem Arbeitsspiel
werden durch eine Druckflüssigkeitsquelle gebildet, welche diese Flüssigkeit im
Synchronismus mit der Verstellung des Kolbens 2 periodisch in eine teilweise durch
eine Wand des Schiebers begrenzte Kammer schickt.
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Gemäß einer ersten Lösung wird eine Druckflüssigkeitsquelle mit praktisch
konstantem Druck benutzt, und die diese Quelle mit der Kammer verbindende Leitung
wird durch einen Verteiler gesteuert, welcher im Synchronismus mit dem Kolben 2
so angetrieben wird, daß er die Zufuhr der Flüssigkeit etwa gleichzeitig mit der
Verschließung der Speiseöffnung 3 durch den Kolben 2 unterbricht. Dieser Verteiler
wird vorzugsweise durch den Kolben 2 selbst gebildet.
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Das Bremssystem kann einfach dadurch hergestellt werden, daß die Kammer
des Schiebers mit einem Auslaßkanal mit einer Öffnung mit verringertem Querschnitt
versehen wird, welche das Ausströmen der Flüssigkeit aus der Kammer verlangsamt,
wenn der Schieber durch die Feder 16 zurückgedrückt wird.
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Als Druckflüssigkeitsquelle wird die Zubringerpumpe benutzt, wobei
der von dieser Pumpe komtuende Brennstoff zweckmäßig unmittelbar an der Leitung
4 entnommen wird.
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Hierfür ist, wie in Fig. 1, 2 und 3 dargestellt, die Leitung 4 durch
einen mit einem Rückschlagventil 17a. versehenen Kanal 17 mit der Kammer 13a der
Bohrung 13 verbunden, welche durch die Endfläche des Teils 12 b des Schiebers begrenzt
wird: der Kolben 2 enthält eine Nut 18, und, der Pumpenzylinder l wird von dem Kanal
17 auf einer solchen Höhe durchdrungen, da.ß die beiden Abschnitte desselben frei
über die Nut 18 miteinander in Verbindung stehen. wenn der Kolben 2 sich in der
Nähe seines unteren Totpunktes (Fig.1 und 3) befindet, aber voneinander getrennt
werden, wenn sich der Kolben von diesem Totpunkt entfernt (Fig. 2) ; die Kammer
13a ist mit einem Auslaßka.nal19 verbunden, welcher mit einer regelbaren Drosselste11e20
versehen ist.
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Ferner ist zur Verringerung der Dauer der Schließung des Auslaßka.nals
11 durch den Schieber 12 dieser so ausgebildet, daß er die Kammer 13a mit einem
Ausla,ßkanal21 in Verbindung setzt, sobald sein Teil 12a den Kanal 11 anschneidet.
Hierfür genügt es, den Schieber 12 mit einem Kanal 22 zu versehen, welcher
auf einer Seite in die Kammer 13a. und auf der anderen durch eine Öffnung 22a in
die Seitenwand eines der Teile 12a. und 12 b des Scbiebers mündet und mit einer
Nut21a zusammenwirkt, welche in der gewünschten Höhe in der Bohrung 13 liegt und
den Beginn des Kanals 21 bildet. Der Kanal 22 und der diesem zugeordnete Auslaßkreis
(Nut21a, Kana121 usw.) müssen natürlich so ausgebildet sein, daß sie eine freie
Abfuhr des in der Kammer 13a befindlichen Brennstoffs gestatten, wenn die Öffnung
22a der Nut 21a am Ende der verzögerten Abwärtsbewegung des Schiebers 12 gegenüberkommt,
aber wenigstens teilweise die Abfuhr des Brennstoffs verhindern, welcher erforderlich
ist, um den Schieber betriebsbereit zu machen, d. h. gegen seinen Anschlag 14 zu
drücken.
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Die Auslaßkanäle 10, 19 und 21 sind alle drei zu einem Kana123 vereinigt,
der in zwei Abschnitte unterteilt ist, welche beide in den Zylinder l münden; in
dem Kolben 2 ist eine Längsnut 24 derart vorgesehen, daß der Kanal 23 von dem Kolben
2 verschlossen wird, wenn sich dieser in der Nähe seines unteren Totpunktes befindet
(Kanal 17 offen), aber durch die Nut24 geöffnet wird, wenn sich der Kolben
von diesem Totpunkt entfernt (Kana117 geschlossen, gebremste Abwärtsbewegung des
Schiebers). Gemäß der in Fig@4 schematisch dargestellten Ausführungsabwandlung bleibt
der Auslaßkana123 ständig offen, wobei dann der Kanal 22 des Schiebers einen so
großen Durchmesser erhält, daß er dem Ausströmen des Brennstoffs unter geringem
Druck unter der Einwirkung der Feder 16 keinen merklichen Widerstand entgegensetzt,
aber so klein ist, daJ3 er dem Ausströmen des unter einem verhältnismäßig hohen
Druck stehenden, aus der Leitung 4 kommenden Brennstoffs einen erheblichen Widerstand
entgegensetzt, so daß dieser letztere Brennstoff den Schieber trotz des Vorhandenseins
des Kanals 22 betriebsbereit macht.
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Um dem der Speiseleitung 4 entnommenen Brennstoff einen genügenden
Druck zu geben, kann entweder hinter der Verzweigung des Kanals 17 (Fig. 1 und 2)
eine Drosselstelle25 vorgesehen werden, oder der Kolben 2 kann so ausgebildet werden,
daß er die Öffnung 3 in der Nähe seines unteren (äußeren) Totpunktes von neuem verschließt,
nachdem er sie während einer für die Füllung der Kammer 5 ausreichenden Zeit freigelegt
hat (Fig.3).
Bei dieser letzteren Ausführungsform wird in dem Kolben
2 eine Nut 26 vorgesehen, welche durch einen Kanal 27 mit der Kammer 5 in Verbindung
steht, und der Hub des Kolbens wird so eingestellt, da,ß bei seiner Annäherung an
seinen unteren Totpunkt (in Fig. 3 dargestellte Stellung) die Öffnung 3 von neuem
von der Nut 26 freigelegt und so mit der Kammer 5 während einer für die Füllung
derselben ausreichenden Zeit in Verbindung gesetzt wird, worauf sie von neuem verschlossen
wird, damit der ganze von der Zubringerpumpe kommende Brennstoff dann zu der Kammer
13a. des Schiebers 13 geleitet wird.
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Schließlich wird die so ausgeführte Pumpe durch eine Vorrichtung zur
Regelung der Dauer des Zurückfallens des Schiebers 12 auf seinen Sitz 15 vervollständigt,
indem die Drosselstelle 20 regelbar gemacht wird, was mittels einer Körnerschraube28
und/oder durch Regelung der Anfangsspannung der Feder 16 mittels eines Gewindestöpsels
29 erfolgen kann. Die in der Bohrung 13 durch die Endfläche des Teils 12a
des Schiebers und durch den Stöpsel 29 begrenzte Kammer 13 b kann mit einer Öffnung
30 zur Ableitung des Brennstoffs versehen werden, welcher etwa den Teil 12a. des
Schiebers überschritten hat.
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Die Pumpe arbeitet folgendermaßen: Es sei angenommen, daß der Kolben
,2 bei seinem Abwärtshub in die Nähe seines unteren, in Fig. 1 dargestellten Totpunktes
gelangt, wobei der Schieber die in Fig.2 dargestellte unterste Stellung einnimmt.
Die Leitung 4 speist die Förderkammer 5 und füllt diese. Gleichzeitig oder besser
mit einer gewissen Verzögerung, welche eine Füllung der Kammer 5 mit vollem Druck
gestattet, speist die Speiseleitung 4 die Kammer 13a. des Schiebers über den durch
die Nut 18 geöffneten Kanal 17 unter Anhebung des Ventils 17a. Die Kamtner13a steht
dann mit dem Auslaßkanal23 über den Kanal 22 des Schiebers und den Kanal 21 sowie
über den Kanal 19 (mit Drosselstell.e20j und den Kanal 10
in Verbindung, der
Auslaßkana123 ist jedoch dann durch den Kolben 2 verschlossen. Infolgedessen bringt
die in die Kammer 13a. gelangende Flüssigkeit den Schieber 12 zur Anlage an seinem
oberen Anschlag 14, d. h. in die in Fig. 1 dargestellte Stellung. Der Auslaßka.na.l
11 der Kammer 5 ist daher vollständig offen.
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Wenn der Kolben 2 seine Aufwärtsbewegung beginnt, verschließt er den
Kanal 17 und hierauf die Öffnung 3. Da die Speisung der Kammer 13a aufhört,
geht der Schieber 12 unter der Wirkung der Feder 16 abwärts und drückt den. Brennstoff
durch die Auslaßleitung 19 und den Kanal 23 vor sich her, welcher dann durch die
Nut 24 geöffnet ist, während der Kanal 21 geschlossen ist. Die Bewegung des Schiebers
wird somit durch die in. dem Kanal 19 vorhandene Drosselstelle20 verzögert.
Gleichzeitig wird der in der Kammer 5 befindliche Brennstoff durch den Auslaßkana.l11
gedrückt. Wenn die Unterkante der seitlichen Öffnung 22a des Kanals.22 des Schiebers
auf die Höhe der Oberkante der Nut21a kommt, beginnt die Überbrückung der Drosselstelle20.
Der Schieber 12 wird nach Maßgabe der Freilegung der Öffnung 22a beschleunigt. Schließlich
schließt der Schieber12 in voller Geschwindigkeit (wobei dann die Drosselstelle
20 vollständig überbrückt ist) den Auslaßkanal 11. Der Auslaß wird daher plötzlich
unterbrochen, so daß die Flüssigkeit aus der Kammer5 in die Leitung 7 gedrückt wird,
d. h., die Einspritzung beginnt, wenn der Kolben 2 bereits einen Teil b seines Förderhubes
a durchlaufen hat (vollausgezogen in Fig. 2 dargestellte Stellung). Die Einspritzung
hört auf, wenn die seitliche Mündung9a des in dem Kolben2 vorgesehenen Kanals 9
dem Auslaßkanal 10 gegenüberkommt. Die Förderung durch die, Leitung? ist dann beendet,
und die Einspritzung hört plötzlich auf (strichpunktiert in Fig.2 dargestellte Stellung).
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Die Förderleistung der Pumpe ist zu dem Hub (a-b) proportional, während
welchem der Brennstoff durch die Leitung 7 gefördert wird. Nun wird aber die Strecke
b während der Zeit durchlaufen, welche der Schieber 12 zur Verschließung des Auslaßkanals
11 von dem Augenblick an braucht, an welchem der Kana117 verschlossen wird. Diese
Zeit ist konstant. Bei einer Zunahme der Drehzahl des Motors nimmt daher die Strecke
b ebenfalls zu, und die zu (a-b) proportionale Nutzleistung der Pumpe nimmt ab.
Es tritt somit eine Selbstregelung auf.
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Bei weiterer Zunahme der Drehzahl tritt ein Zustand auf, bei welchem
der Schieber 12 nicht mehr die Zeit hat, den Auslaßkanal11 zu verschließen, bevor
die Mündung 9a. des Kanals. 9 dem Auslaßkanal 10 gegenüberkommt. Die Förderleistung
der Pumpe wird dann Null, und die Geschwindigkeit, bei welcher dieser Vorgang auftritt,
entspricht einer Grenzdrehzahl, welche der ?Motor keinesfalls überschreiten kann.
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Bei einer zweiten Lösung wird als Druckflüssigkeitsquelle zur Verstellung
des Schiebers12 eine mit einer hin- und hergehend-2n Bewegung arbeitende Hilfspumpe
benutzt, welche im Synchronismus mit der Hauptpumpe 1, 2 arbeitet.
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Wie in Fig.4 dargestellt, wird diese Hilfspumpe durch einen Zylinder
31 gebildet, in welchem ein Kolben 32 arbeitet, welcher so angetrieben wird, daß
er seinen oberen Totpunkt einnimmt, wenn der Kolben 2 sich an seinem unteren Totpunkt
befindet, und umgekehrt. Der Zylinder 31 ist mit der Kammer 13a des Schiehers 12
durch den Kanal 17 verbunden, welcher mit einem Rückschlagventil17a versehen ist.
Da das von dem Kolben 32 verdrängte Volumen im allgemeinen größer als das von dem
Schieber12 verdrängte Volumen ist, kann. es zweckmäßig sein, an dem Kanal 17 vor
dem Venti117a ein nicht dargestelltes Entlastungsventil zur Abfuhr des Überschusseis
in jedem Arbeitsspiel vorzusehen. Die anderen Teile der Fig. 4 gleichen denen der
vorhergehenden Figuren, weshalb sie nicht im einzelnen beschrieben sind. Der Zylinder
31 wird durch eine der Leitung 4 entsprechende Leitung 4a gespeist. Der Auslaßkanal
11 ist nicht unmittelbar an die Förderkammer 5 angeschlossen, sondern geht von der
Leitung 7 vor dem Rückschlagventil8 aus. Ein zweites Rückschlagventi133 ist in der
Leitung 7 vor der Verzweigung des Auslaßkanals 11 angeordnet und auf einen erheblich
kleineren Druck als das Ventil 8 eingestellt.
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Schließlich ist ein Rückschlagventi134 in dem Auslaßkanal 11 zwischen
der Bohrung 13 des Schiebers 12 und dem allgemeinen Auslaßkanal 23 angeordnet.
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Die in Fig. 4 dargestellte Pumpe arbeitet folgendermaßen: Es sei angenommen,
daß der Kolben 2 auf seinem Abwärtshub in die Nähe des unteren, in Fig. 1 dargestellten
Totpunktes kommt, wobei sich dann der Schieber in der nicht dargestellten untersten
Stellung befindet und an dem Anschlag 15 anliegt. Gleichzeitig kommt der Kolben
32 in seine höchste Stellung und drückt den vorher aus der Leitung 4a gekommenen
Brennstoff durch das Ventil 17a bis in die Kammer 13a. Da der Durchmesser des Kanals
22 gegenüber dem von dem Kolben 32 geförderten Brennstoffvolumen sehr klein ist,
läßt der Kanal 22 nur eine sehr geringe Menge des zufließenden Brennstoffs austreten,
welcher unter einem Druck von z. B. 20 kg/cm= bleibt
und daher den
Schieber 12 in die dargestellte betriebsbereit, Stellung bringt. Gleichzeitig wird
die Kaminer5 durch die, Leitung 4 gefüllt. Hierauf schließt der der Kolben 2 während
seiner Aufwärtsbewegung in dem Zylinder l unter Ausgang von dem dargestellten unteren
Totpunkt zunächst die Öffnung 3. Infolge der verschiedenen Einstellung der Ventile
33 und 8 hebt der ven dein Kclhcn2 zurückgedrückte Brennstoff zwar das \'entil33
an, aber nicht das Venti18, und tritt durch den Auslaßkanal 11 aus, da sich der
Schieber 12 in seiner höchsten Stellung befindet, und strömt üter das @-enti134
und den Auslaßkana123 zu dem Brennstoffbehälter zurück. Der Schieber 12 geht lang-,am
ai,wärts, da die in der Kammer 13a befindliche Flüssigkeit die durch die Schraube28
eingestellte Drosselstelle durchströmen muß, um durch den Kanal 19 und den Kanal
23 auszutreten. Nach einer bentimmten Zeit kommt der in dem Schieber 12 vor-L'e.chene
Kanal 22 auf die Höhe der Nut 21a, wodurch infolge der Überbrückung der Drosselstelle20
die Kammer13c plötzlich entleert wird. Der Schieber12 wird daher durch die, Wirkung
seiner Feder 16 beschleunigt und schließt plötzlich den Auslaßkanalll, was wie bei
dein vorhergehendtn Fall den Beginn der Einspritzung bewirkt.
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Der Kana122 hat zwar nur einen geringen Querschnitt, reicht aber aus,
um das schnelle Zurückfallen des Schiebers 12 zu ermöglichen, da das ihn durchströmende,
aus der Kammer 13a kommende Brennstoffvolumen höchstens ein Zehntel des von dem
Kolben 32 in einer kürzeren Zeit im Augenblick der Herstellung der Betriebsbereitschaft
ausgetriebenen Volumens ist, sc dal1l der Druck in der Kammer 13a z. B. 3 kg/cm=
nicht übersteigt.
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Die Einspritzung geht zu Ende, wenn der Kanal 9a d,--s Kolbens 2 dein
(mit niedrigem Druck gespeisten) Kanal 4 gegenüberkommt, welcher dann die gleiche
Rolle wie der Kanal 10 der Fig. 1 bis 3 spielt, was in der Kammer 5 den zur Unterbrechung
der Einspritzung erforderlichen Druckabfall hervorruft. Die Regelwirkung ist die
gleiche wie bei Fig. 1, 2 und 3.
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In der in Fig. 5 dargestellten Vorrichtung dient die Hilfspumpe31,
32 nicht nur zur Steuerung des VersAlußgliedes 12, sondern auch als Zubringerpumpe
zur Speisung des Zylinders' der Hauptpumpe. Hieriür it die Speiseleitung 4 des Zylinders
1 an den Kanal 17 hinter dein kückschlagventil 17d angeschlossen, und üin Rückschlagv
entil 42 ist in diese Leitung 4 eingeschaltet. Ferner sind die Durchmesser des Kolbens
32 und des Zylinders 31 der Hilfspumpe so groß, daß der Kolben 32 bei seinem Aufwärtshub
noch eine hinreichende Brennstoffmenge in den Zylinder 1 fördern kann, nachdem der
Kolben 2 der Hauptpumpe während sein:: Abwärtshubes die Öffnung3 der Speise-1,
itun-4 freigelegt hat.
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Die NGCk'.n oder anderen 'Mittel zum Antrieb der Kcll)en 2 und 32
sind so ausgebildet, daß der Kolben2 nach Freilegung der Öffnung 3 diese während
einer <,Missen Zeit c:ffen läßt, während welcher der Kolben 32 bei sE,inem neuen
Aufwärtshub in Richtung auf seinen oberen Totpunkt den Brennstoff in den Zylinder
1 fördert.
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Bei der in Fig.5 dargestellten Vorrichtung werden die beiden Kanäle
19 und 21 durch ein Steuerorgan 35 zusteuert. welches die Forin eines Schiebers
mit zwei Nuten 35a und 35b hat, welcher sich in einer Bohrung36 zwischen zwei Grenzstellungen
bewegen kann, von denen die eine (in der Zeichnung dargestellte) durch einen Anschlag
37 und die andere durch eine Schulter 38 bestimmt ist. Der Schieber 35 wird in die
in Fig. 5 dargestellte Stellung, in welcher er die beiden Kanäle 19 und 21 verschließt,
durch den Brennstoff gebracht> welcher in dem Zylinder 31 der Hilfspumpe durch den
Kolben 32 unter Druck gesetzt und durch einen Kanal 40 unter den Schieber 35 geleitet
wird. Der Rückgang des Schiebers 35, welcher diesen in die Stellung bringt, in welcher
seine Nuten 35a und 35 b die Kanäle 19 und 21 öffnen, wird dagegen durch eine Rückholfeder
39 erzeugt.
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An der Förderkammer des Zylinders 31 ist noch ein Sicherheitsventil
41 vorgesehen, welches einen etwaigen von dem Kolben 32 geförderten Brennstoffüberschuß
nach außen -austreten läßt.
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Die Einstellung des Rückschlagventils 42 ist so getroffen, daß die
Schieber 12 und 35 in ihrer obersten Stellung während des Zeitraums bleiben, während
welchem der Kolben 32 den Brennstoff in den Zylinder 1 fördert.
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Es ist zu bemerken, daß die Ausbildung, bei welcher die mit einer
hin- und hergehenden. Bewegung arbeitende Hilfspumpe gleichzeitig dazu dient, das
Verschlußorgan (Schieber 12) in seine betriebsbereite Stellung zu bringen und den
Zylinder der Hauptpumpe zu speisen, stets dann angewandt werden kann, wenn der Kolben
32 der Hilfspumpe eine wenigstens angenähert um 180° gegen die Bewegung des Kolbens
2 der Hauptpumpe verschobene Bewegung ausführt, und zwar unabhängig von der Verteilung
der Schließungsperioden des Auslaßkanals 11 durch den Schieber 12 in bezug auf die
Bewegung des Kolbens 2 der Hauptpumpe.
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Die Erfindung kann natürlich abgewandelt werden. So kann insbesondere
die Speiseleitung 4 mit dem Auslaßkana111 zusammenfallen und an dem oberen Teil
der Kammer 5 angeordnet sein, wie dies in den Figuren für diesen Auslaßkanal 11
angegeben ist.