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DE1103368B - Verfahren und Vorrichtung zur fortlaufenden Waermebehandlung eines Metallbandes - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur fortlaufenden Waermebehandlung eines Metallbandes

Info

Publication number
DE1103368B
DE1103368B DEU4642A DEU0004642A DE1103368B DE 1103368 B DE1103368 B DE 1103368B DE U4642 A DEU4642 A DE U4642A DE U0004642 A DEU0004642 A DE U0004642A DE 1103368 B DE1103368 B DE 1103368B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
heating chamber
metal vapor
chamber
quenching tank
main heating
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEU4642A
Other languages
English (en)
Inventor
Henry Francis Myers
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
United States Steel Corp
Original Assignee
United States Steel Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by United States Steel Corp filed Critical United States Steel Corp
Publication of DE1103368B publication Critical patent/DE1103368B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C21METALLURGY OF IRON
    • C21DMODIFYING THE PHYSICAL STRUCTURE OF FERROUS METALS; GENERAL DEVICES FOR HEAT TREATMENT OF FERROUS OR NON-FERROUS METALS OR ALLOYS; MAKING METAL MALLEABLE, e.g. BY DECARBURISATION OR TEMPERING
    • C21D1/00General methods or devices for heat treatment, e.g. annealing, hardening, quenching or tempering
    • C21D1/34Methods of heating
    • C21D1/44Methods of heating in heat-treatment baths
    • C21D1/48Metal baths

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Thermal Sciences (AREA)
  • Crystallography & Structural Chemistry (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Heat Treatment Of Strip Materials And Filament Materials (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zur fortlaufenden Wärmebehandlung eines Metallbandes Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Vorrichtung zur kontinuierlichen Warmbehandlung eines Metallbandes, gleichgültig ob Einzelband oder mehrfach geschichtetes Band. Insbesondere betrifft sie das Glühen von Bandeisen, z. B. kaltgewalztem Stahlband. Der Begriff »Band« soll auch Draht, Litzendraht u. dgl. einschließen.
  • Stahlband wird jetzt z. B. in der Weise geglüht, claß es fortlaufend durch einen turmartigen Glühofen geführt wird. Solche Anlagen sind jedoch kostspielig und sind nur gerechtfertigt, wenn ein großer Durchsatz dauernd aufrechterhalten werden kann. Eine Begrenzung der aus einer Anlage bestimmter Größe erzielbaren Produktion ist die Geschwindigkeit, mit welcher/ die Wärme dem Band mitgeteilt und wieder entzogen werden kann. Die bekannten Einrichtungen erfordern 25 bis 40 Sekunden, um die Temperatur einer Stelle des wandernden Bandes auf 675 bis 730° C zu bringen und die geforderte Wärmedurchdringung zu gewährleisten. Es ist das Ziel der Erfindung, die Erwärmung bei höherer Laufgeschwindigkeit des Bandes durchzuführen, als dies mit den bekannten Einrichtungen erreicht wird.
  • Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung wird das Band durch eine Vorwärmkammer geführt, in welcher es in ein Bad von geschmolzenem Metall eingetaucht wird, worauf es durch eine Endwärmkammer wandert, worin es mit dem Dampf des .Metalls in Berührung kommt. Das Band durchläuft dann ein Abschreckbad aus dem flüssigen Metall und dann eine Warmhaltekammer. Schließlich passiert das Band ein zweites gleichartiges Abschreckbad. Eine neutrale oder nichtoxydierende Atmosphäre wird in der Warmhaltekammer und oberhalb des Spiegels des geschmolzenen Metalls in der Vorwärmkammer der Warmhaltekammer und über den Abschreckbädern aufrechterhalten.
  • Heißer Metalldampf wird der Endwärmkammer aus einem geeigneten Kessel zugeführt. Flüssiges Metall aus der Kondensation des Dampfes in der Warmhaltekammer sammelt sich in der Vorwärmkammer, von wo aus ein Teil nacheinander durch die die Abschreckbäder enthaltenden Behälter umgewälzt wird, während der Rest dem Kessel wieder zugeführt wird. Als Erwärmungsmedium ist metallisches Natrium vorteilhaft. Diese sowie Caesium sind als Wärmeübertrager schon bekanntgeworden.
  • Weitere Alkali- oder alkalische Erdmetalle oder Legierungen können ebenfalls Anwendung finden. Zur Erläuterung der Erfindung dient die Beschreibung mit ihren Zeichnungen, welche ein Ausführungsbeispiel veranschaulichen. Von den Zeichnungen zeigt Fig. 1 einen Längsschnitt der Anlage und Fig.2 ein Schema, das den Weg des Bandes durch die verschiedenen Verfahrensstufen und die Umwälzung des Metalldampfes und Kondensats aus dein Kessel durch die Vorrichtung hindurch und zurück zum Kessel zeigt.
  • Die in Fig. 1 dargestellte Vorrichtung besteht aus einer Vorwärmkammer 10, einer Hauptwärmkammer 11, einem ersten Abschrecktank 12, einer Warmhaltekammer 13 und einem zweiten Abschrecktank 14. Die Vorwärmkammer10 umfaßt getrennte Wannen10a, 10b und 10c in Serienanordnung zur Aufnahme geschmolzenen Metalls. Bandeisen 15 wird durch die verschiedenen Kammern und Tanks nacheinander geführt, wobei es in einer Vielzahl von vertikalen Schleifen über vertikal übereinander angeordnete Paare von Führungsrollen gezogen wird. Diese Rollen besitzen Wellen, welche durch die Wände der Kammern und Tanks verlaufen, dort abgedichtet und in geeigneten äußeren Lagern gelagert sind. Die oberen und unteren Rollen in der Vorwärmka,mmer sind mit 16 bzw. 17, diejenigen in der Hauptwärmkammer mit 18 bzw. 19 bezeichnet, diejenigen in der Warmhaltekammer mit 20 bzw. 21. Führungsrollen 22 sind in der Z'erbindung zwischen Kammer 11 und Tank 12 angebracht. Die Tanks 12 und 14 sind mit Bodenrollen 23 versehen.
  • Die Kammern 10, 11 und 13 sowie die Abschrecktanks 12 und 14 sind aus Metallblech von geeigneter Zusammensetzung, z. B. rostfreiem Stahl gefertigt und sind mit einer Wärmeisolation zwecks geringen Wärin.everlustes versehen. Senkrechte Leitbleche aus Metallblech sind in den verschiedenen Kammern und Tanks angeordnet und in der Vorwärmkammer mit 24, in der Hauptwärmkammer mit 25, in der Warmhaltekammer mit 26 und in den Abschrecktanks mit 27 unc1 28 bezeichnet. Die Leitbleche begrenzen getrennte Abteilungen für die Züge oder Gruppen von Ziigen des Bandes aufwärts und abwärts und steuern den Strcin des Heizmediums oder dienen zur Abtrennung einer Kammer von den benachbarten.
  • 1atriumdampf aus einem geeigneten Kessel B (s. Fig. 2) wird dem Oberteil der Hauptwärmkammer 11 durch die Öffnungen 29 zugeführt. Der Dampf, der mit dem wandernden Band in Berührung kommt, gibt Wärme an dieses ab und kondensiert. Das Kondensat sammelt sich in abgedichteten Behältern 30 am Boden der Hauptwärmkammer 11, in welchen die Rollen 19 angeordnet sind, strömt aus den Behältern 30 in die Vorwärmkammer 10 über und fließt infolge der Schwerkraft durch die verschiedenen Wannen 10a, 10b und 10e. die nach Art einer Treppe niedrigere Spiegel aufweisen. wie aus der Zeichnung ersichtlich ist. Ein Teil des Kondensats wird dem Kessel durch ein Rohr31 mittels Speisepumpe32 wieder zugeführt. Der Pest des Kondensats wird dem Abschrecktank 14 durch das Rohr33 mittels Pumpe34 zugeleitet. Das Kondensat im Abschrecktank 14 wird durch eine Pumpe 35 über Verbindungsleitungen 36 und 37 fortlaufend umgewälzt. Ein Wärmeaustauscher37a an der Verbindungsleitung 37 ermöglicht die Regelung der Temperatur des Kondensats im Abschrecktank 14. Gleichzeitig wird ein Teil des Kondensats durch die Pumpe 38 entnommen und durch eine Verbindungsleitung 39 dem Abschrecktank 12 zugeführt. Aus dem Abschrecktank 12 wird das Kondensat durch eine Rohrleitung 40 und einen Wärineaustauscher41 durch eine Ptimpe42 entnommen und der Kammer10a wieder zugeführt.
  • Eine neutrale oder nichtoxydierende Atmosphäre, wie Stickstoff, wird in der Vorwärmkammer 10 oberhalb des Spiegels des Kondensats, in der Warmhaltekammer 13 und über den Abschreckbädern aufrechterhalten, wobei das Gas durch Einlässe43 zugeleitet wird. Die Vorwärinkammer 10 weist Eintritts-Abdichtungsrollen44 auf. Eine Vorlage45 ist an die Vorwärmkammer 10 angeschlossen, um überschüssigen Natriumdampf aus der Hauptwärmkammer 11 während einer Stillsetzung des Bandes aufzunehmen, bis die Zufuhr von Dampf aus dem Kessel gedrosselt werden kann. Der obere Auslaß aus der Vorlage besitzt ein Sperrventil45a. Eine seitliche Verbindung zum Auslaß schafft einen Hilfseinlaß für das Schutzgas und weist ein gleichartiges Ventil 45 b auf. Eine Trennwand 47 in der Vorwärmkammer 10 mit einem eingearbeiteten Schlitz für das Band hemmt ein Entweichen von Natriumdampf aus der Hauptwärmkammeril, so daß es in die Vorlage45 gelangt. Die Hauptwärmkammer 11 ist mit einer öffnung 48 zur Entfernung nicht kondensierbarer Gase versehen, die sich aus dem Band bei dessen Erwärmung entwickeln.
  • Die Warmhaltekammer 13 besitzt ein Umwälzrohr 49 für das neutrale Gas, das an getrennten Stellen angesetzt ist und mit einem Gebläse 50 versehen ist. Der Wärineaustauscher 41 ist im Rohr 49 angeordnet, wodurch das Gas der Warmhaltekammer bei Umwälzung durch das Gebläse wieder angewärmt wird, um die richtige Temperatur in der Warmhaltekammer 13 aufrechtzuerhalten.
  • Ein Ausgang 51 aus dem Tank 14 weist Führungsrollen 52 und Verschlußrollen 53 auf. Die Arbeitsweise der Vorrichtung nach Fig. 1 zur Durchführung des Verfahrens nach der Erfindung wird nun an Hand der Fig. 2 erläutert. Stahlband 15, z. B. kaltgewalztes Schmiedeeisenbandmaterial, das zwischen den Verschlußrollen 44 eintritt, wird von 38° C auf etwa 565° C durch geschmolzenes Natrium in Wannen10a, 10b und 10c angewärmt. Das Band tritt dann in die Hauptwärmkammer 11 ein und wird dort unter direkter Berührung mit \Tatriumdampf auf eineTemperatur von etwa 882°C (Siedepunkt vonNatrium = 883° C) angewärmt. Beim Heraustreten aus dem Tank 19 gelangt das Band in den Abschrecktank 12, wo seine Temperatur auf etwa 590 C reduziert wird. Die Temperatur des Bandes bleibt beim Durchlaufen der Warinhaltekammer 13 im wesentlichen unverändert, was zu isothe-rmer Umwandlung führt. Bei Verlassen der Warrnhaltekammer 13 wird das Band im Abschrecktank 14 auf etwa 315° C abgeschreckt, und nach Passieren derAustrittsverschlußwalzen wird das Band in einem Wasserbehälter54 auf etwa 93° C abgeschreckt, gelangt dann zum Spülen in eine Sprühkammer 55 und wird schließlich in einem Trockner 56 getrocknet.
  • Fig. 2 zeigt auch die Umwälzung des Anwärinmediums. Den Kessel mit etwa 899° C verlassender Natriumdampf kondensiert zu flüssigem Natrium bei etwa 889° C in der Hauptwärmkammer 11. Es wird weiter auf etwa 302° C beim Verlassen der Anwärmkammer 10 abgekühlt. Der zum Kessel zurückkehrende Teil des Kondensats wird zuerst auf etwa 149° C in einem Wärmeaustauscher 57 abgekühlt, in einem Filter 58 filtriert und in einem Behälter 59 gesammelt. Der Rest strömt zunächst durch den Abschrecktank 14 und dann den Abschrecktank 12, wobei er durch das in diesen einlaufende Band auf etwa 583° C vor Rückkehr in die Vorwärmkammer 10 angewärmt wird. Der Wärmeaustausch,er37a entzieht Wärme aus dem Umwälzteil des geschmolzenen Natriums im Abschrecktank 14, um zu verhindern, daß die Temperatur desselben übermäßig ansteigt.
  • Das beschriebene Verfahren umfaßt die Erwärmung von Bandeisen, auf austenitbildende Temperatur durch Wärmeübertragung in den Kammern 10 und 11, Abschrecken. auf Isotherm-Glühtemperatur im Abschrecktank 12, Verweilen bei isothermer Glühtemperatur in der Warmhalteka,mmer 13 und Abschrecken auf eine niedrigere Temperatur im zweiten Abschrecktank 14, der das Band zur weiteren Verarbeitung oder zum Austritt an die Luft ohne Bildung von Oberflächenoxyd in unzulässigem Grade vorbereitet.
  • Eine alternative Ausführungsart umfa.ßt Anwärmen wie oben, Abschrecken auf .eine Temperatur im ersten Abschrecktank 12 zur Umwandlung in Martensit, Verweilen bei dieser Temperatur oder weiteres Abkühlen in der Warm- oder Verweilkaminer, dann Steigerung der Bandtemperatur in dem zweiten Abschrecktank 14 zum Erzielen eines Vergütungseffektes. Eine weitere Modifikation umfa.ßt eine der vorhergehenden mit Überleitung des Bandes aus den Ausgangsverschlußrollen 53 in eine Schutzatmosphäre in einen anschließenden Prozeß oder in ein Bad von ge-
    schmolzenem @7berzugsmetall, wie Zink, Aluminium,
    Zinn oder die Legierung, die zur Herstellung
    Weißblech dient. Dadurch werden zwei Eigens
    des vorliegenden Verfahrens nutzbar gemacht,
    lich die Warmbehandlung und die Fähigkeit, _ .
    flächen für anschließende Überzugsvorgänge
    Grund der hohen Reaktionsfähigkeit und Deoxyds_-
    tionskraft des flüssigen Alkalimetalls und D
    vorzubereiten. ._-=,
    Wie aus dem Vorstehenden erhellt, ist der Metalldampf ein vorzügliches Mittel für die Wärmezufuhr zur Wärmebehandlung von Bandeisen. Die Wärmeübertragung zu dem Band in der Hauptwärmkammer 11 erfolgt durch Strahlung, Konvektion, Leitung und Kondensation von Metalldampf auf der Bandoberfläche. Ausgenommen bei den niedrigsten Arbeitsgeschwindigkeiten herrscht die Kondensation vor. In den einzelnen Vorwärmwannen 10a, 10h und 10c der Vorwärmkammer bewirken Leitbleche 24 das Auftreten eines Gegenstromvorganges, woraus sich eine bessere Wärmerückgewinnung aus dem die Abschrecktanks 12 und 14 oder die Verschlußtanks 30 verlassenden flüssigen Metall ergibt. Die Leitbleche 25 verhindern ein Gleichgewicht des Metalldampfes unter normalen Betriebsbedingungen und ermöglichen, einen Druckunterschied zwischen der Hauptwärmkammer 11 und den Kammern 10 und 13 aufrechtzuerhalten, während gleichzeitig ein übermäßiger Druckanstieg oder -abfall des Heizdampfes in der Hauptwärmkammer 11 verhindert wird.
  • Für den Fall, daß Metalldampf schneller als erforderlich zugeführt wird, steigt der Druck bis zu dem Grade an, wo der Dampf in die Vorwärmkaminer entweicht und seinen Weg zur Vorlage45 findet, wo er kondensiert wird. Das anfallende flüssige Metall kann zur Vorwärmkammer 10 zur Wärmerückgewinnung oder zu einem Speichertank zurückgeleitet werden. Das Leitblech 47 verhindert das Strömen überschüssigen Metalldampfes in die Vorwärmkammer und beschränkt es auf die Vorlage 45. Für den Fall eines raschen Druckanstieges ermöglicht das Sperrventil 45a den Austritt des nicht kondensierbaren Teiles des Dampfes in einen Abzug oder Schornstein. Wird der 1`-Ietalldampf mit einer für den Prozeß zu geringen Geschwindigkeit zugeführt, bewirkt eine Druckminderung eine Änderung im Metallspiegel im Verschlußtank 30, wodurch das Schutzgas durch das Sperrventil 45b in die Hauptwärmkammer 11 fließt, wobei der Metalldampfanteil so weit verringert wird, bis sein Einfluß auf die Wärmeübertragung einen solchen Grad erreicht hat, da.ß die Verdichtungsgeschwindigkeit des Metalldampfes praktisch gleich seiner Zuführungsgeschwindigkeit ist. Die Leitbleche26 in der Kammer 13 dienen zur Verhinderung eines Kurzschließens des Gasstromes. Das mittlere Leitblech25 wirkt ähnlich wi.e in der Hauptwärmkammer 11. Der Wärmeaustauscher37a ermöglicht einen Wärmeentzug oder eine Wärmezuführung zum flüssigen Metall, das in den Abschrecktank 14 strömt. Der Abzug 48 ermöglicht einen stetigen Entzug eines Teileis des Heizdampfes zu einer Vorlage, wodurch ein Teil des nicht verdichtbaren Gases, das sich aus Oberflächenverunreinigungen dies Bandes entwickelt, abgezogen und die Wärmeübertragung zwischen dem Heizdampf und dem Band ungestört gehalten wird.
  • Der Hauptvorteil der Erfindung besteht darin, daß infolge des sehr schnellen, Wärmeüberganges aus dem flüssigen Metall und dem Metalldampf auf das Behandlungsgut die Temperatur des letzteren auf 870 bis 885° C innerhalb 5 Sekunden gesteigert werden kann.
  • Mit dieser hohen Aufheizgeschwindigkeit kann infolge der sich daraus ergebenden hohen Durchlaufgeschwindigkeit ein hoher Durchsatz mit einer kleinen Anlage erzielt werden.
  • Es sind verschiedene Vorteile mit der Verwendung von Natrium als Heizmedium verbunden. Die extrem holuc latente Verdampfungswärme von Natrium von etwa 1150ca1/g und. der hohe Siedepunkt von 883° C machen es zu einem selbstregulierenden Heizmedium bei zur Wärmebehandlung von Eisen sehr geeigneter Temperatur. Diese Kombination ist einzigartig bei Metallen, die sich nicht mit Eisen legieren. Flüssiges .Natrium besitzt einen sehr hohen Wärmeübertragungskoeffizienten in Berührung mit Stahl. Dieser ist beträchtlich größer bei derselben relativen Geschwindigkeit als die Koeffizienten anderer flüssiger Wärmeübertragungsbäder, wie Blei, Blei-Wismut, Hochtemperatursalze oder die bekannte Mischung aus 73,5 Diphenyloxyd und 26,5 % Diphenyl. Jede Verunreinigung des Bandes mit Natrium wird bei dem einfachen Wasserabschreckvorgang vollkommen beseitigt. Natriumdampf schafft gleichzeitig eine reduzierende und nichtentkohlende Atmosphäre. Der niedrige Preis, die niedrige Dichte und die leichte Beschaffenheit von Natrium machen es zum wirtschaftlichsten der Metalle für Wärmeübertragung. Eine Natrium-Kalium-Legierung (99 bis 20 % Natrium, 1 bis 80 % Kalium) besitzt viele ähnliche Eigenschaften bei niedrigeren Siedepunkten, je nach der Zusammensetzung. Bei flüssigen Bädern wird jedoch reines Natrium infolge seiner höheren Wärmeleitfähigkeit vorgezogen.
  • Im Falle der Wärmebehandlung von Bandeisen kann daher das Erwärmungsmedium aus den Alkaliinetallen oder einer Mischung derselben gewählt werden und kann merkliche Mengen von Metallen aus den alkalischen Erden enthalten, die nur langsam mit Eisenmetall bei den angewandten Wärmebehandlungstemperaturen reagieren. Natrium besitzt eine fast ideale Eignung für diesen Prozeß, da sein Siedepunkt bei atmosphärischem Druck der Temperatur für die Austenitbildung vieler Eisenlegierungen sehr nahekommt. Die Verwendung eines nahezu reinen Erwärmungsmetalls verschafft dem Prozeß die genaueste Kontrolle über die maximale Bandtemperatur. Dieses Maximum liegt nahe dem Siedepunkt des Erwärmungsmetalls bei dem in der Anwärmkammer bestehenden Druck. Die Wirkung einer mäßigen Überhitzung im eintretenden Metalldampf ist vernachlässigbar, ausgenommen bei plötzlichen Verminderungen der Verarbeitungsgeschwindigkeit oder wenn aus anderen Gründen die Zuführungsgeschwindigkeit des Metalldampfes seine Verdichtungsgeschwindigkeit in der Anwä: mkammer 11 stark überschreitet.
  • Ein weiterer Vorteil ist die Selbstregulierungsfähigkeit der Anwärmeinrichtung. Wenn das durch die Vorrichtung wandernde Band in einem Notfall plötzlich stillgesetzt werden muß, nimmt seine Temperatur nicht so zu wie im Fall einer Strahlungserwärmung, Induktions oder Widerstandserhitzung. Durchbrennen des Bandes wird vermieden, da die Maximaltemperatur des Dampfes nur wenige Grade oberhalb des Siedepunktes des Metalls liegt und das Aufhören der Wärmeabsorption durch das sich vorwärts bewegende Band nur bedeutet, daß weniger Dampf verdichtet wird. Wie bereits erläutert, ist dafür Sorge getragen, da,ß während einer Bandstillsetzung überschüssiger Dampf abgeführt wird, bis die Dampfabgabe des Kessels reduziert werden kann. Gleichzeitig wird die Temperatur der Anwärmkammer für die Wiederingangsetzung in jedem Augenblick aufrechterhalten. Die eben berührten Faktoren ermöglichen ein Herabsetzen der Bandgeschwindigkeit während des Zusammenschweißens von Bandenden. Die Länge des im Bandspeicher zu haltenden Bandes ist also geringer.
  • Die Wärmerückgewinnung in den Abschreckbädern reduziert ebenfalls die Betriebskosten. Der Wärmeverbrauch je Tonne Durchsatz beträgt tatsächlich nur etwa drei Viertel desjenigen von gewöhnlichen Bandglühanlagen.

Claims (10)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur fortlaufenden Wärmebehandlung von Metallband der Eisengruppe, dadurch gekennzeichnet, daß das Band durch Durchlaufen eines Bades von geschmolzenem Alkalimetall mit einer Temperatur, die nahe der Verdampfungstemperatur des Alkalimetalls liegt, vorerhitzt wird, worauf das Band eine Hauptwärmkammer durchläuft, der von außen her Alkalimetalldampf zugeführt wird, dessen Kondensat nach Bilden von Flüssigkeitsverschlüssen am Ein- und Austritt der Hauptwärmkammer dem Vorerhitzungsbad zugeführt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Band durch die Flüssigkeitsverschlüsse hindurchgeführt wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Hauptwärmkammer Natriumdampf von 917° C zugeführt und das Vorerhitzungsbad auf einer Temperatur von 555° C gehalten wird.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1 und folgende, dadurch gekennzeichnet, daß das Band hinter der Hauptwärmkammer durch einen Abschrecktank geführt wird, dem Metalldampfkondensat aus einem der Flüssigkeitsverschlüsse der Hauptwärmkammer zugeführt wird.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Band hinter dem Abschrecktank durch eine Warmhaltekammer und hinter dieser durch einen zweiten Abschrecktank geführt wird, wobei Metalldampfkondensat aus einem der Flüssigkeitsverschlüsse im Gegenstrom durch beide Abschrecktanks geführt wird.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß in der Warmhaltekammer eine Atmosphäre nichtoxydierenden Gases aufrechterhalten wird, das durch einen Wärmeaustauscher zirkuliert, durch den Metalldampfkondensat aus d,. -m zweiten Abschrecktank hindurchgeführt wird.
  7. 7. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Vorerhitzungsbad, das in hintereinander angeordnete Wannen unterteilt ist, durch die das Band gezogen wird, das Metalldampfkondensat aus einer Wanne stufenartig in die anderen läuft. B.
  8. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1 und folgende, gekennzeichnet durch Zuführungen (29) zum Einleiten des Alkalimetalldampfes in die Hauprivärmkaintner (11).
  9. 9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß hinter der Hauptwärmkammer (11) eine Warmhaltekammer (13) und zwischen beiden ein Abschrecktank (12) angeordnet ist, durch welche das Band hindurchgeführt wird, wobei an den Abschrecktank (12) eine Zuführung (39) für Metalldampfkondensat der Heizkammer (11) angeschlossen ist.
  10. 10. Vorrichtung nach Anspruch 8 und 9, dadurch gekennzeichnet, daß am Austritt aus der Wärmkammer (13) ein zweiter Abschrecktank (14) angeordnet ist, der mit dem Vorerhitzungsbad (10) über Rohrleitungen (31, 33, 37) in Verbindung steht, und der zweite Abschrecktank (14) mit dem ersten Abschrecktank (12) zum Rückfördern des Metalldampfkondensats verbunden ist. In Betracht gezogene Druckschriften: Schweizerische Patentschrift Nr. 310 329; Gmelin, »Handbuch der anorganischen Chemie«, Berlin, 1928, System Nr.21 »Natrium«, S.77.
DEU4642A 1956-07-23 1957-07-13 Verfahren und Vorrichtung zur fortlaufenden Waermebehandlung eines Metallbandes Pending DE1103368B (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1206934B (de) 1957-04-16 1965-12-16 John D Keller Verfahren und Vorrichtung zum schnellen Erwaermen von Stahlband
WO2014060057A3 (de) * 2012-10-19 2014-11-06 Maschinenfabrik Niehoff Gmbh & Co. Kg Vorrichtung zur wärmeübertragung bei der herstellung von langgestrecktem stranggut

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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CH310329A (de) * 1950-12-15 1955-10-15 Nallinger Friedrich Verfahren zum Wärmeaustausch und Wärmeaustauscher zur Durchführung des Verfahrens.

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