DE1102823B - Verfahren zur Abwicklung von Vermittlungsvorgaengen durch Markierer bei indirekt gesteuerten Fernsprechvermittlungssystemen - Google Patents
Verfahren zur Abwicklung von Vermittlungsvorgaengen durch Markierer bei indirekt gesteuerten FernsprechvermittlungssystemenInfo
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Description
DEUTSCHES
Die anschließend beschriebene Erfindung bezieht sich auf Fernsprechvermiittlungssysteme, die, wie man
sagt, indirekt gesteuert werden. Bei derartigen Vermittlungssystemen wird die Einstellung von Verbindungswegen
nicht unmittelbar durch die mit der Wahl 5 der Teilnehmernummer ausgesendeten Nummernscheibenimpulsserien
gesteuert, sondern es werden dort diese Impulsserien zunächst in bestimmter Weise umgesetzt,
worauf die sidh ergebenden Kodezeichen besonderen Einrichtungen zugeführt werden, welche ihre
Auswertung vornehmen, indem sie Verbindungswege in Wahlstufen suchen und herstellen. Diese letzteren
Einrichtungen werden im allgemeinen als Markierer bezeichnet. Zur Abfertigung der anfallenden Verbindungsanforderungen
sind meistens mehrere derartige Markierer vorhanden.
Ein derartiges Vermittlungssystem ist in bestimmter Weise in die bereits erwähnten Wahlstufen gegliedert.
Diejenige Wahlstufe, an deren Eingänge die Teilnehmer des Vermittlungssystems angeschlossen
sind, soll im folgenden als Teilnehmerwahlstufe bezeichnet werden. Es ist bereits bekannt (s. die deutsche
Patentschrift 1029042), eine derartige Teilnehmerwahlstufe
mit Hilfe von Doppelbetriebswählern aufzubauen. Über eine derartige Teilnehmerwahlstufe
kann sowohl der 'von den Teilnehmern abgehende als auch der bei ihnen ankommende Verkehr geführt werden.
Im Zusammenhang mit dem abgehenden Verkehr erfüllt diese Teilnehmerwahlstufe Vorwählerfunktionen,
und im Zusammenhang mit dem ankommenden Verkehr erfüllt sie Ledtungswählerfunktionen. Die
Ausgänge der Teilnehmerwahlstufe führen daher sowohl zu Leitungen, an die weitere Wahlstufen angeschlossen
sind, über die der abgehende Verkehr geführt wird, als auch zu Leitungen, an welche Wahlstufen
angeschlossen sind, über die der ankommende Verkehr geführt wird. Im Zusammenhang mit der
Erfindung ist hier nur die der Teilnehmerwahlstufe benachbarte Wahlstufe für ankommenden Verkehr von
Interesse. Sie sei hier als Teilnehmergruppenwahlstufe bezeichnet.
Im Zuge der Auswertung der durch die Wahl der Ziffern der Nummer eines gewünschten Teilnehmers
von einem anderen Teilnehmer gelieferten Wahlinformation ist nun ein Verbindungsweg über die Teilnehmergruppenwahlstufe
und die Teilnehmerwahlstufe bis zum gewünschten Teilnehmer zu führen. Dabei wird der Teil des Verbindungsweges, der jeweils über
eine der Wahlstufen führt, meistens durch jeweils eine einzelne Ziffer der Teilnehmernummer oder unter Umständen
auch durch mehrere Ziffern der Teilndhmernummer
bestimmt. Die dementsprechenden Wahlinformationen müssen diesen Wahlstufen rechtzeitig geliefert
warden. Aus verschiedenen Gründen ist es Verfahren zur Abwicklung
von Vermittlungsvorgängen
durch Markierer bei indirekt gesteuerten Fernsprechvermittlungssystemen
Anmelder:
Siemens & Halske Aktiengesellschaft,
Siemens & Halske Aktiengesellschaft,
Berlin und München,
München 2, Witteisbacherplatz 2
München 2, Witteisbacherplatz 2
Heinrich, übelhack, München,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
zweckmäßig, den über die Teilnehmergruppenwahlstufe und die Teilnehmerwahlstufe verlaufenden Verbindungsweg
erst nach Eintreffen der gesamten dafür benötigten Wahlinformation zu suchen und herstellen
zu lassen. Die gesamte benötigte Wahlinformation trifft nun nicht auf einmal zusammen ein, sondern im
allgemeinen in zwei Teilen, die jeweils Angaben über die Führung des Verbindungsweges in einer der beiden
Wahlstufen enthalten. Es sind daher Speicher für die Aufbewahrung des zuerst eintreffenden Teiles vorzusehen,
bis auch der zweite Teil der benötigten Wahlinformation eingetroffen ist. Diese Speicher können
z. B. bei den Leitungen, die zur Teilnehmergruppenwahlstufe führen, angeordnet sein, und zwar im Zuge
des aufzubauenden Verbindungsweges vor der Teilnehmergruppenwahlstufe.
Die Maßnahme, besondere Speicher zur Aufbewahrung der vorletzten Ziffer der Teilnehmernummer zu
verwenden, ist vorgeschlagen worden, um Sammelanschlüsse vorsehen zu können, die eine größere Anzahl
von Anschlußleitungen umfassen. In diesem Fall bestehen nämlich vermittlungstechnisch bestimmte
Schwierigkeiten. Ob jeweils ein Sammelanschluß angewählt wurde, ergibt sich einerseits erst, wenn auch
der letzte Teil der gesamten benötigten Wahlinformation ausgewertet wird. Andererseits soll zu diesem
Zeitpunkt der Verbindungsweg noch nicht so weit festgelegt sein, daß die Anzahl der noch wahlweise
zu erreichenden Anschlußleitungen so klein geworden ist, daß sie nicht mehr für den erwähnten Sammelanschluß
ausreichen. Dies ist der Fall, wenn der Aufbau des Verbindungsweges so weit fortgeschritten ist,
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daß bereits die vorletzte Ziffer der Teilnehmernummer sehen, die für die Abwicklung aller verschiedenen anausgewertet
ist. Unterbricht man daher den Aufbau fallenden Vermittlungsvorgänge eingerichtet wären, so
des Verbindungsweges nach der Auswertung der vor- würde dann sehr oft ein großer Teil ihrer Einrichtunvorletzten
Ziffer und speichert man vorübergehend die gen bei der Abwicklung von Vermittlungsvorgängen
vorletzte Ziffer, so hat man, falls ein Sammelanschluß 5 unbenutzt bleiben und zugleich für andere Vermittangewählt
wurde, beim Aufbau des letzten Teiles des lungsvorgänge, für deren Abwicklung sie ausreichen
Verbindungsweges eine größere Freizügigkeit und würden, nicht verfügbar sein.
kann dabei eine wesentlich größere Anzahl von An- Die nachfolgende Beschreibung der Abwicklung der
schlußleitungen berücksichtigen. verschiedenen anfallenden Vermittlungsvorgänge wird
Die Erfindung zeigt nun einen Weg, wie man bei i° diesen Sachverhalt noch deutlicher machen. In der
der Abwicklung von Verbindungsvorgängen bei der Figur sind die hier interessierenden Teile eines in
Teilnehmerwahlstufe mit Doppelbetriebswählern und Betracht kommenden Fernsprechvermittlungssystems
bei der im Zuge des ankommenden Verkehrs davor- schematisch dargestellt. Da es auf den inneren Aufliegenden
Teilnehmergruppenwahlstufe bei einem in- bau der einzelnen Teile des Systems hier nicht andirekt
gesteuerten Fernsprechvermittlungssystem in i5 kommt, ist eine Blockschaltbilddarstellung verwendet
zweckmäßiger Weise vorgehen kann. Es handelt sich worden.
dabei um ein Verfahren zur Abwicklung dieser Vor- In der Figur sind die Teilnehmerwahlstufe TW und
gänge im abgehenden und im ankommenden Verkehr, die Teilnehmergruppenwahlstufe GW gezeigt. Von
wobei ein Verbindungsweg über die erwähnten Wahl- der Teilnehmerwahlstufe gehen Leitungen ta ab, die
stufen erst nach Eintreffen der gesamten benötigten ao im abgehenden Verkehr benutzt werden. Die von der
Wahlinformationen gesucht und hergestellt wird. Die Teilnehmergruppenwahlstufe GW zur Teilnehmerfür
die verschiedenen Wahlstufen bestimmten Wahl- wahlstufe TW führenden Leitungen ig- werden im aninformationen
werden hier im ankommenden Verkehr kommenden Verkehr benutzt. Bei der Teilnehmergrupeinzeln
für sich in kodierter Form geliefert und die penwahlstufe GW sind noch die Leitungen ga angeden
Verbindungsweg in der Teilnehmergruppenwahl- 25 schlossen, über die der dort ankommende Verkehr gestuf
e bestimmende Wahlinformation wird jeweils in leitet wird. Bei diesen Leitungen liegen die Speicher S,
einem vor dieser Wahlstufe liegenden Speicher für sich welche jeweils für die vorübergehende Aufbewahrung
vorübergehend aufbewahrt. Dieses Verfahren ist da- von Wahlinformationen dienen. An die Teilnehmerdurch
gekennzeichnet, daß jeweils ein zentraler Mar- wahlstufe TW sind über Anschlußleitungen und Teilkierer
einer ersten Art in Zusammenarbeit mit der 30 nehmerschaltungen die Teilnehmerstationen ange-Teilnehmergruppenwahlstufe
und/oder der Teilneh- schlossen, von denen die Teilnehmerschaltung TS und
merwahlstufe das Suchen und Herstellen des betref- die Teilnehmerstation Γ gezeigt sind,
fenden Verbindungsweges vornimmt und ein zentraler Zur Abwicklung der anfallenden Vermittlungsvor-Markierer einer zweiten Art die Dekodierung und ge- gänge dienen Markierer der ersten und der zweiten ,srebenenfalls die Einspeicherung der eintreffenden 35 Art. Von jeder Art ist je ein Markierer dargestellt. Wahlinformationen in Zusammenarbeit mit der Teil- Der Markierer Ml gehört zur ersten Art und verfügt nehmergruppenwahlstufe vornimmt. über Verbindungsleitungen 0 und 1, über die er mit
fenden Verbindungsweges vornimmt und ein zentraler Zur Abwicklung der anfallenden Vermittlungsvor-Markierer einer zweiten Art die Dekodierung und ge- gänge dienen Markierer der ersten und der zweiten ,srebenenfalls die Einspeicherung der eintreffenden 35 Art. Von jeder Art ist je ein Markierer dargestellt. Wahlinformationen in Zusammenarbeit mit der Teil- Der Markierer Ml gehört zur ersten Art und verfügt nehmergruppenwahlstufe vornimmt. über Verbindungsleitungen 0 und 1, über die er mit
Es ist zwar schon ein indirekt gesteuertes Fern- bestimmten Stellen in den beiden Wahlstufen für die
sprechvermittlungssystem bekannt, bei dem eine Teil- Abwicklung von Vermittlungsvorgängen in Verbin-
nehmerwahlstufe und eine einer Teilnehmergruppen- 40 dung treten kann. Der Markierer M2 gehört zur zwei-
wahlstufe entsprechende Wahlstufe vorhanden sind. Bei ten Art und verfügt über Verbindungsleitungen 2, über
diesem Vermittlungssystem wird jedoch keine den die er für die Abwicklung von Vermittlungsvorgängen
in Betracht kommenden Wahlstufen einzeln zugeord- mit bestimmten Stellen in der Teilnehmergruppen-
nete Wahlinformationen geliefert. Es sind dort auch wahlstufe GW in Verbindung treten kann. Durch die
nicht derartige Speicher vorgesehen, wie sie Voraus- 45 bei den Wahlstufen abgehenden Leitungsstücke s wird
setzung für die Anwendung des erfindungsgemäßen angedeutet, daß jeweils mehrere derartige Markierer
Verfahrens sind, nämlich Speicher, welche lediglich vorhanden sein können. Es sind im allgemeinen auch
die einer bestimmten Wahlstufe zugeordneten Wahl- Leitungen vorgesehen, über die Markierer verschiede-
informationen aufnehmen. Das erfindungsgemäße Ver- ner Art direkt miteinander in Verbindung treten kön-
fahren läßt sich daher bei diesem Vermittlungssystem 5° nen, z. B. damit ein Markierer der zweiten Art einem
nicht anwenden, und es lassen sich daher auch die Markierer der ersten Art eine dekodierte Wahlinfor-
sonst durch seine Anwendung erreichbaren Vorteile mation zuleiten kann. Zu diesen Leitungen gehört die
nicht erzielen. Leitung 12, welche den Markierer AiI mit dem Mar-
Das erfindungsgemäße Verfahren zur Abwicklung kiererM2 verbindet.
der Vermittlungsvorgänge hat den Vorteil, daß der 55 Bei den Wahlstufen TW und GW treten nun drei
technische Aufwand für die zu verwendenden Ein- im Wesen verschiedene Betriebsfälle auf, die nachfol-
richtungen besonders klein gehalten werden kann. gend beschrieben werden.
Markierer der ersten Art haben außer einer Auswahl Beim ersten Betriebsfall handelt es sich darum, daß
unter gegebenenfalls mehreren vorliegenden Anforde- über eine der bei der Teilnehmergruppenwahlstufe GW
rungen nur Wegsuchaufgaben und Aufgaben der Her- 6o ankommenden Leitungen ga eine für die Teilnehmerstellung
des gefundenen Verbindungsweges durchzu- gruppenwahlstufe GW bestimmte Wahlinformation
führen. Markierer der zweiten Art haben außer einer eintrifft. Beim Eintreffen der Wahlinformation wird
Auswahl unter gegebenenfalls mehreren vorliegenden ein Markierer der zweiten Art, z. B. der Markierer
Anforderungen nur Dekodierungsaufgaben durchzu- M2_, angefordert, dem die Wahlinformation dann zuführen.
Sie können daher verhältnismäßig einfach auf- 65 geleitet wird. Wenn mehrere derartige Anforderungen
gebaut sein. Wie noch erläutert werden wird, genügt gleichzeitig vorliegen, so wird z. B. mit Hilfe von
bei einem erheblichen Teil der anfallenden Vermitt- Wahleinrichtungen, die sich in dem Markierer befinlungsvorgänge
die Verwendung eines einzigen Mar- den, jeweils eine zur Abfertigung ausgewählt. Die
kierers. Es wird hierbei also nur ein Markierer einer Wahlinformation, welche in kodierter Form eintrifft,
Art benötigt. Würde man lediglich Markierer vor- 7o z. B. in Form von Mehrfrequenzkodezeichen, wird
1 I U /ώ O <£ J
vom Markierer M 2 dekodiert und dabei in ein solches Zeichen umgesetzt, weldhes sich in einem einfach aufgebauten
Speicher aufbewahren läßt. Zweckmäßigerweise kann man die Speicher .S" individuell einzelnen
Leitungen der Leitungen ga zuordnen. In diesem Fall 5 wird das vom Markierer durch Dekodierung erhaltene
Zeichen derselben Leitung wieder zugeführt, über die die Wahlinformation geliefert wurde. Der an diese
Leitung angeschlossene Speicher nimmt das vom Markierer gelieferte Zeichen auf. Damit ist die Tätigkeit id
des Markierers M2 beendet, und er schaltet sich von
der betreffenden Leitung ab und steht für die Abwicklung weiterer Vermittlungsvorgänge wieder zur Verfugung.
Beim zweiten Betriebsfall handelt es sich darum, daß über eine dar bei der Teilnehmergruppenwahlstufe
GW ankommenden Leitungen ga eine für die Teilnehmerwahlstufe
TW bestimmteWahlinformation eintrifft.
Dies ist dann der Fall, wenn vorher bereits in den Speicher, der zu dieser Leitung gehört, eine Wahlinformation
eingegeben wurde. Nach dem Eintreffen der für die Teilnehmerwahlstufe TW bestimmten
Wahlinformation stehen nunmehr die gesamten benötigten Wahlinformationen für die Suche und Herstellung
eines Verbindungsweges über die beiden Wahlstufen zur Verfügung, und zwar befindet sich ein Teil
in dem betreffenden der Speichert, und der andere Teil wird über die zugehörige, ankommende Leitung
geliefert. Zur Verarbeitung dieser Wahlinformationen wird ein Markierer der ersten Art und ein Markierer
der zweiten Art benötigt. Unter Mithilfe von. in den Markierern vorgesehenen Walhleinrichtungen stellen
sich z.B. der MarkiererMl und der MarkiererM2
zur Verfügung. Dem Markierer M2 wird die zuletzt in Form eines Mehrfrequenzkodezeichens eingetroffene
Wahlinformation zugeleitet, worauf sie dort dekodiert wird und eine Form erhält, in der sie ohne weiteres
vom Markierer Ml ausgewertet werden kann. Dieses Zeichen kann dem Markierer Ml über die Leitung
12 übermittelt werden. Zugleich wird dem MarkiererMl
die im betreffenden Speicher aufbewahrte Wahlinformation zugeleitet, so daß dem Markierer
Ml nunmehr alle für die Suche eines Verbindungsweges
benötigten Wahlinformationen zur Verfügung stehen. Die Suche eines derartigen Verbindungsweges,
gegebenenfalls unter Berücksichtigung der verschiedenen Anschlußleitungen eines Sammelanschlusses,
kann daher nun durch den Markierer Ml vorgenommen werden. Es sind bereits verschiedene Verfahren
bekannt, nach denen eine derartige Suche durchgeführt werden kann, die auch hier angewendet werden können.
Wenn ein Verbindungsweg gefunden ist, so kann darauf der Verbindungsweg hergestellt werden, d.h.,
es können in den Wahlstufen diejenigen Kontakte geschlossen werden, durch die die betreffende der Leitungengomit
dem angewählten Teilnehmer verbunden wird. Damit ist der letzte Teil des Verbindungsweges
zu diesem Teilnehmer aufgebaut. Die Markierer Ml und M2 können sich wieder abtrennen und
stehen für andere Aufgaben zur Verfügung.
Die beiden bisher beschriebenen Betriebsfälle gehörten zur Abwicklung ankommenden Verkehrs. Beim
dritten Betriebsfall handelt es sich um die Abwicklung des abgehenden Verkehrs, soweit er die Teilnehmerwahlstufe
TW betrifft. Wenn ein Teilnehmer, z. B. der Teilnehmer T, seinen. Handapparat abhebt, so
ist ihm eine der abgehenden Leitungen ta zur Verfügung zu stellen, über die er dort angeschlossene und
hier nicht dargestellte Wahlstufen erreichen kann. Es ist also ein Verbindungsweg zu suchen und herzustellen,
der über die Teilnehmerwahlstufe TW führt. Zu diesem Zweck kann ein Markierer der ersten Art,
z. B. der Markierer Ml, verwendet werden. Auf Grund des Abhebens des Teilnehmers T schaltet sich in ähnlicher
Weise, wie bereits beschrieben, der Markierer Ml an die betreffende, bei der Teilnehmerwahlstufe
ankommende Anschlußleitung an und sucht danach einen Verbindungsweg über die Teilnehmerwahlstufe
TW zu einer freien Leitung unter den abgehenden Leitungen to. Danach wird der gefundene Verbindungsweg
durch Schließung von Kontakten, hergestellt. Ein Markierer der zweiten Art wird bei diesem
Betriebsfall nicht benötigt.
Die Beschreibung der verschiedenen vorkommenden Betriebsfälle bestätigt, daß durch die geeignet gewählte
Aufteilung der Abwicklung der Vermittlungsvorgänge auf verschieden eingerichtete Markierer eine
Einsparung an technischem Aufwand ermöglicht wird, da die vorgesehenen Markierer wegen der Verschiedenartigkeit
der Vermittlungsvorgänge gleichzeitig bei verschiedenen Vermittlungsvorgängen (erster und
dritter Betriebsfall) tätig sein können und eine überflüssige Inanspruchnahme von Markierereinrichtungen
vermieden wird.
Claims (7)
1. Verfahren zur Abwicklung der Vermittlungsvorgänge im abgehenden und ankommenden Verkehr
über die Teilnehmerwahlstufe mit Doppelbetriebswählern und die im Zuge des ankommenden
Verkehrs davorliegende Teilnehmergruppenwahlstufe eines indirekt gesteuerten Fernsprechvermittlungssystems,
bei dem ein Verbindungsweg über die erwähnten Wahlstufen erst nach Eintreffen der gesamten benötigten Wahlinformationen jeweils
mit Hilfe von zwei verschiedenen Markierern gesucht und hergestellt wird, bei dem im
ankommenden Verkehr die für die verschiedenen Wahlstufen bestimmten Wahlinformationen einzeln
für sich in kodierter Form geliefert werden und bei dem die den Verbindungsweg in der Teilnehmergruppenwahlstufe
bestimmende Wahlinformation jeweils in einem vor dieser Wahlstufe liegenden Speicher für sich vorübergehend aufbewahrt
wird, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils ein zentraler Markierer (Ml) einer ersten Art in
Zusammenarbeit mit der Teilnehmergruppenwahlstufe (GW) und/oder der Teilnehmerwahlstufe
(TW) das Suchen und Herstellen des betreffenden Verbindungsweges vornimmt und ein zentraler
Markierer (M2) einer zweiten Art die Dekodierung und gegebenenfalls die Einspeicherung der
eintreffenden Wahlinformation in Zusammenarbeit mit der Teilnehmergruppenwahlstufe (GM'')
vornimmt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im ankommenden Verkehr die für
die Teilnehmergruppenwahlstufe (GW) bestimmte Wahlinformation bei ihrem Eintreffen mit Hilfe
eines Markierers (M 2) der zweiten Art dekodiert und einem Speicher (S) zugeführt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß Speicher (6") verwendet werden,
die individuell den bei der Teilnehmergruppenwahlstufe (GW) angeschlossenen Leitungen
(ga), über die die Wahlinformationen geliefert werden, zugeordnet sind.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß im ankommenden Verkehr beim Ein-
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treffen einer für die Teilnehmerwahlstufe (TW) bestimmten Wahlinformation mit Hilfe eines
Markieres (M 2) der zweiten Art diese Wahlinformation dekodiert wird und die zugehörige,
vorher über dieselbe an der Teilnehmergruppenwahlstufe (GW) angeschlossene Leitung eingetroffene
Wahlinformation dem dortigen Speicher (vS") entnommen wird, worauf in Zusammenarbeit mit
einem Markierer (M 1) der ersten Art ein zum angewählten Teilnehmer führender Verbindungsweg
über die beiden Wahlstufen gesucht und hergestellt wird.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Wahlinformationen in Form von Mehrfrequenzkodezeichen geliefert werden.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine
Wahlinformation jeweils einer von einem Teilnehmer gewählten Ziffer entspricht.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß im abgehenden
Verkehr auf Grund des Abhebens eines Teilnehmers (T) ein Markierer (Ml) der ersten
Art das Suchen und Herstellen eines Verbindungsweges über die Teilnehmerwahlstufe (TW) vornimmt,
über den eine freie von dort abgehenden Leitungen (ta) zur Übernahme abgehenden Verkehrs
erreicht wird.
In Betracht gezogene Druckschriften:
USA.-Patentschrift Nr. 2 725 428.
USA.-Patentschrift Nr. 2 725 428.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 109 537/141 3.
Priority Applications (5)
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| NL259099D NL259099A (de) | 1959-12-29 | ||
| DES66460A DE1102823B (de) | 1959-12-29 | 1959-12-29 | Verfahren zur Abwicklung von Vermittlungsvorgaengen durch Markierer bei indirekt gesteuerten Fernsprechvermittlungssystemen |
| CH1327060A CH390326A (de) | 1959-12-29 | 1960-11-28 | Verfahren zur Abwicklung der Vermittlungsvorgänge durch Markierer bei einer indirekt gesteuerten Fernsprechvermittlungsanlage |
| GB4468160A GB924574A (en) | 1959-12-29 | 1960-12-29 | Development of a transmission path through a marker controlled telephone switching system |
| SE1261860A SE310377B (de) | 1959-12-29 | 1960-12-29 |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
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| DE1102823B true DE1102823B (de) | 1961-03-23 |
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| GB (1) | GB924574A (de) |
| NL (1) | NL259099A (de) |
| SE (1) | SE310377B (de) |
Citations (1)
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|---|---|---|---|---|
| US2725428A (en) * | 1953-01-06 | 1955-11-29 | Itt | Multi-group primary-secondary-spread crossbar telephone system |
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0
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- 1959-12-29 DE DES66460A patent/DE1102823B/de active Pending
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1960
- 1960-11-28 CH CH1327060A patent/CH390326A/de unknown
- 1960-12-29 SE SE1261860A patent/SE310377B/xx unknown
- 1960-12-29 GB GB4468160A patent/GB924574A/en not_active Expired
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2725428A (en) * | 1953-01-06 | 1955-11-29 | Itt | Multi-group primary-secondary-spread crossbar telephone system |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| SE310377B (de) | 1969-04-28 |
| GB924574A (en) | 1963-04-24 |
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| CH390326A (de) | 1965-04-15 |
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