DE1102623B - Wasserbestaendiger NH NO-Sprengstoff - Google Patents
Wasserbestaendiger NH NO-SprengstoffInfo
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- DE1102623B DE1102623B DEK40321A DEK0040321A DE1102623B DE 1102623 B DE1102623 B DE 1102623B DE K40321 A DEK40321 A DE K40321A DE K0040321 A DEK0040321 A DE K0040321A DE 1102623 B DE1102623 B DE 1102623B
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-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C01—INORGANIC CHEMISTRY
- C01C—AMMONIA; CYANOGEN; COMPOUNDS THEREOF
- C01C1/00—Ammonia; Compounds thereof
- C01C1/18—Nitrates of ammonium
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C06—EXPLOSIVES; MATCHES
- C06B—EXPLOSIVES OR THERMIC COMPOSITIONS; MANUFACTURE THEREOF; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS EXPLOSIVES
- C06B45/00—Compositions or products which are defined by structure or arrangement of component of product
- C06B45/18—Compositions or products which are defined by structure or arrangement of component of product comprising a coated component
- C06B45/30—Compositions or products which are defined by structure or arrangement of component of product comprising a coated component the component base containing an inorganic explosive or an inorganic thermic component
- C06B45/32—Compositions or products which are defined by structure or arrangement of component of product comprising a coated component the component base containing an inorganic explosive or an inorganic thermic component the coating containing an organic compound
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- Materials Applied To Surfaces To Minimize Adherence Of Mist Or Water (AREA)
Description
Es ist bekannt, Ammoniumnitrat als Sprengstoff in den verschiedensten Gebieten, z. B. in Steinbrüchen
od. dgl., zu verwenden, und zwar meist in Mischungen mit anderen Sprengstoffen oder Füllstoffen. Zur Beseitigung
der hygroskopischen Eigenschaften von Ammoniumnitrat und zur Verhinderung des Zusammenbackens
hat man Ammoniumnitrat auch schon mit 1 % Vaseline und 5 °/o Kaolin oder mit einem
leichtflüssigen Mineralöl in einer Menge von 5 °/o vermischt.
Eine derartige Zugabe verhindert zwar die Bildung einer festen Masse durch Wasseraufnahme,
jedoch wurde hierdurch noch keinesfalls die Sicherheit gegen Auflösung durch Wasser erreicht, da beispielsweise
durch einen Wassereinbruch in ein mit einem Ammoniumnitrat-Sprengstoff gefülltes Bohrloch
das Öl durch Wasser verdrängt würde und die Sprengwirkung durch Auflösung des Ammoniumnitrats
durch Wasser verlorengeht. Die Verwendung von Vaseline hatte darüber hinaus noch den Nachteil,
daß dieses mit etwa 40° C einen außerordentlich niedrigen Schmelzpunkt besitzt und schon etwa bei
— 5° C bricht und rissig wird.
Diese Nachteile konnten auch bei weiteren bekannten Vorschlägen nicht vollständig beseitigt werden,
bei denen ein Gemisch von Paraffin- und Turbinenöl oder Polyvinylchlorid und ähnliche Weichmacher oder
Silicone, Sulfonsäuren, langkettige Paraffine, Alkyl-Aryl-Sulfosäuren
und Schwefelsäureester als Feuchtigkeitsschutz und zur Erhöhung der Lagerbeständigkeit
von NH4NO3-Sprengstoffen verwendet werden
sollten. Sofern bei diesen Zusätzen die Explosionsfähigkeit und Wirkung des Sprengstoffes nicht beeinträchtigt
wurde, bestand bei ihnen der Nachteil, daß sie bei erhöhter Temperatur leicht flüssig wurden und
diffundierten oder unterhalb ihres Stockpunktes spröde wurden und so ihre Schutzwirkung gleichfalls einbüßten.
Die Erfindung betrifft einen wasserbeständigen NH4NO3-Sprengstoff, bei dem die N H4 N (^-Teilchen
mit einem wasserabweisenden Schutzüberzug versehen sind, und besteht im wesentlichen darin, daß
der Schutzüberzug aus einem wasserabweisenden Mineralfett mit einem Schmelzpunkt von über 900C
und einem Stockpunkt von —20° C und tiefer besteht.
Je nach den Bedingungen des Verwendungsortes und -Zweckes können dabei Fette verwendet werden,
die einen besonders tiefen Stockpunkt von beispielsweise — 70° C und einen hohen Schmelzpunkt bis etwa
300° C besitzen. Derartige Fette sind beispielsweise die auf der Basis von Erdöl-Kohlenwasserstoffen oder
synthetischen Kohlenwasserstoffen, z. B. Siliconen, Esteralkoholen, chlorierten Kohlenwasserstoffen, durch
Zugabe von Metallseifen auf der Basis von Kalzium, Barium, Blei, Lithium oder anderen Verdickerstoffen,
Wasserbeständiger N H4 N O3-Sprengstoff
Anmelder:
Theodor Klüber,
München 25, Geisenhausener Str. 7
München 25, Geisenhausener Str. 7
Theodor Klüber, München,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
wie Siliziumverbindungen oder sonstigen Quellstoffen hergestellten Fette.
Derartige Fette können an die Körner des Ammoniumnitrats durch einen Waschprozeß in einer
Flotte von das betreffende Fett enthaltenden Flüssigkeiten, welche für Ammoniumnitrat kein Lösungsmittel
sind, wie beispielsweise Benzin, angelagert werden, worauf das Benzin aus dem Waschprozeß
z. B. durch Vakuumverdampfung entfernt wird. Die Verwendung von im Sinne der Erfindung behandeltem
Ammoniumnitrat als Sprengstoff hat den wesentlichen Vorteil, daß ein derartiger Sprengstoff gegen Hitze,
Kälte und Wasser völlig unempfindlich ist. Es ist daher nicht mehr notwendig, die einzelnen Sprengstoffportionen
in Form von Patronen mit Wachspapier oder ähnlichen wasserfesten Stoffen zu umhüllen, sondern
es kann Ammoniumnitrat an Ort und Stelle, beispielsweise aus Fässern oder Säcken entweder direkt
im Bohrloch verwendet oder vor Einführung in das Bohrloch mit einer Hülle von Papier oder Kunststoff
versehen werden, um seine Einführung in das Bohrloch zu erleichtern.
10 bis 30% einer Bariumseife werden in 70 bis 90% Diester gequollen, wodurch man einen Fettstoff
erhält, der im Temperaturbereich von —65 bis +250° C einsatzfähig ist.
0,25 bis 2% dieses Stoffes, berechnet auf die zu hydrophobierende Menge Ammoniumnitrat, werden in
der Menge Spezialbenzin, Siedegrenze 80 bis 110, 110 bis 140 oder 140 bis 200° C, gelöst, die zur Wäsche
des Ammoniumnitrats benötigt wird.
Salz und Waschflotte werden in einen Vakuumkessel gegeben und hierbei mit einem Rührwerk
durchgerührt. Während dieses Rührvorgangs wird das Lösungsmittel bei etwa +50° C und einem Vakuum
von etwa 10 Torr abgedampft.
109 530/190
Claims (1)
- abweisenden Schutzüberzug versehen sind, dadurch gekennzeichnet, daß der Schutzüberzug aus einem wasserabweisenden Mineralfett mit einem Schmelzpunkt von über 90° C und einem Stockpunkt von —20° C und tiefer besteht.Das Lösungsmittel wird im Rückflußkühler wiedergewonnen und steht für weitere Hydrophobierungsvorgänge zur Verfügung.Man erhält ein wasserfestes Ammoniumnitrat,
welches unmittelbar oder in Mischung mit üblichen 5
anderen Zusätzen als Sprengstoff verwendbar ist.Patentanspruch: In Betracht gezogene Druckschriften:Wasserbeständiger NH4NO3-Sprengstoff, bei Deutsche Patentschriften Nr. 1 016 618, 1 055 414,dem die NH4NO3-Teilchen mit einem wasser- io 1065 310.530/190 3.61
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK40321A DE1102623B (de) | 1960-04-01 | 1960-04-01 | Wasserbestaendiger NH NO-Sprengstoff |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK40321A DE1102623B (de) | 1960-04-01 | 1960-04-01 | Wasserbestaendiger NH NO-Sprengstoff |
| FR825925A FR1255836A (fr) | 1960-05-02 | 1960-05-02 | Procédé pour l'utilisation d'un explosif sous la forme de nitrate d'ammonium |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1102623B true DE1102623B (de) | 1961-03-16 |
Family
ID=25983255
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEK40321A Pending DE1102623B (de) | 1960-04-01 | 1960-04-01 | Wasserbestaendiger NH NO-Sprengstoff |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1102623B (de) |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1016618B (de) * | 1956-10-09 | 1957-09-26 | Dynamit Nobel Ag | Verfahren zur Herstellung von Sprengstoffen mit beliebig erhoehter Lagerfaehigkeit und variierten sprengtechnischen Eigenschaften |
| DE1055414B (de) * | 1956-07-19 | 1959-04-16 | Du Pont | Wasserbestaendiger, koerniger Sprengstoff auf der Basis von anorganischen Nitraten |
| DE1065310B (de) * | 1958-03-19 | 1959-09-10 | Wasag-Chemie Aktiengesellschaft, Essen | Verfahren zur Herstellung von Sprengstoffen mit verringerter Feuchtigkeitsempfinidlichkeit |
-
1960
- 1960-04-01 DE DEK40321A patent/DE1102623B/de active Pending
Patent Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1055414B (de) * | 1956-07-19 | 1959-04-16 | Du Pont | Wasserbestaendiger, koerniger Sprengstoff auf der Basis von anorganischen Nitraten |
| DE1016618B (de) * | 1956-10-09 | 1957-09-26 | Dynamit Nobel Ag | Verfahren zur Herstellung von Sprengstoffen mit beliebig erhoehter Lagerfaehigkeit und variierten sprengtechnischen Eigenschaften |
| DE1065310B (de) * | 1958-03-19 | 1959-09-10 | Wasag-Chemie Aktiengesellschaft, Essen | Verfahren zur Herstellung von Sprengstoffen mit verringerter Feuchtigkeitsempfinidlichkeit |
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