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Kettenglied mit leicht auswechselbarer Nadelleiste für Spann- und
Trockenmaschinen Die Erfindung betrifft ein mit aufgesetzter Nadelleiste versehenes
Kettenglied für Spann- und Trockenrnaschinen oder ähnliche Behandlungsmaschinen
für Gewebe- und Stoffbahnen.
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Es ist bekannt, die Nadelleiste durch Aufschrauben, d. h. also durch
eine vorzugsweise kraftschlüssige Verbindung, auf dem Kettenglied zu befestigen.
Diese an sich einfache Befestigungsart hat jedoch den Nachteil, daß das Befestigen
-und Lösen der Leiste verhältnismäßig viel Zeit in Anspruch nimmt, wenn man berücksichtigt,
daß bei einer Spann- und Trockenmaschine viele Hundert derartiger Kettenglieder
vorhanden sind. Der hier erwähnte Nachteil fällt um so mehr ins Gewicht, als es
in manchen Fällen erwünscht ist, die Nadelleisten zum Zwecke der besseren und gründlichen
Reinigung vom Kettenglied abzunehmen.
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Es ist auch bereits bekannt, solche Nadelleisten mit Hilfe einer Schwalbenischwanzführung
derart auswechselbar am Leistenträger zu lagern, daß die Nadelleiste in, der Längsrichtung
der Stoffbahn in die Führung eingeschoben und durch eine Sperre gegen Herausfallen
gesichert wird. Um die Nadelleiste in der Maschine in -den Nadelleistenträger einschieben
zu können, müßte in der Einschieberichtung zwischen den aufeinanderfolgenden Spanngliedern
ein Abstand vorhanden sein, der mindestens der Länge der Nadelleiste gleich sein
muß. Soviel Platz ist nicht vorhanden. Diese Schwierigkeit wird dadurch umgangen,
daß der Tragkörper für die Nadelleiste seinerseits auch wieder abnehmbar auf Dornen
der Transportkette sitzt.. Die bekannte Anordnung ist dadurch verwickelt, unpraktisch
und teuer.
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Gemäß der Erfindung wird ein Kettenglied mit leicht auswechselbarer
und durch eine Sperre gesicherter Nadelleiste geschaffen, deren wesentliches Merkmal
darin besteht, daß,die Nadelleiste und der .L\Tadell,eistenträger derart ausgebildet
sind, daß die Nadelleiste durch eine Bewegung senkrecht zur Stoffbahnlängsrichtung
mit dem Nadelleistenträger zusammenzubringen und sodann zu verbinden ist. Dadurch
ist zum Einsetzen der Nadelleiste minimaler Platz erforderlich, und das Auswechseln
der Leisten geht außerordentlich einfach und schnell vor sich, was eine sehr wesentliche
Verkürzung z. B. der Reinigungszeit ergibt, und das ist wiederum von großer Bedeutung
beim Arbeiten mit stark klebenden Appreturen und Kunstharzlösungen. Außerdem kann
hier ein fest an der Transportkette befestigter, gegebenenfalls unmittelbar ein
festes Glied. dieser Kette bildender Leistenträgerkörper verwendet werden.
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Im besonideren ist die Nadelleiste formschlüssig, beispielsweise ein-
oder aufsteckbar oder ein- oder aufschiebbar oder scharnierartig oder durch eine
Kombination dieser Maßnahmen, auf dem Nadelleistenträger .angeordnet. Als Sperre
können dabei beliebige Verriegelungen, Rasten, Sicherungsfedern od. dgl. vorgesehen
sein.
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Der Gegenstand der Erfindung ist in mehreren Ausführungsbeispielen,
in den Zeichnungen dargestellt. Es zeigt -Fig. 1 und 2 eine mittels Bolzen aufgesteckte
Nadelleiste auf einem schwenkbaren Kettenglied, Fig. 3 und 4 eine mit Schwalbenschwanzführung
aufgeschobene Nadelleiste im Längs- und im Querschnitt, Fig. 5 bis i ein weiteres
Ausführungsbeispiel einer Nadelleiste mit Schwalbenschwanzführung im Querschnitt,
in der Draufsicht und im Längsschnitt, Fig. 8 und 9 zwei Ausführungsarten mit bajonettv
erschlußartig ausgesteckter Nadelleiste, Fig. 10 und 11 eine U-förmig gestaltete
Nadelleiste zum Aufschieben in der Draufsicht und im Querschnitt, Fig. 12 eine drehbar
aufsteckbare Nadelleiste.
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Bei dem in Fig. 1 und 2 dargestellten Ausführungsbeispiel ist die
Nadelleiste 1 mit zwei vorzugsweise zylindrischen, am unteren Ende konischen Bolzen
versehen, die eingeschraubt oder besser eingenietet sind. Mit diesen beiden Balzen
2 wird @die Nadelleiste 1 in entsprechend angeordnete Bohrungen 3 des Leistenträgers
40 des Kettengliedes 4 gesteckt. Zur Sicherung gegen Herausfallen der Leiste kann
für jeden Bolzen eine Feder 5 oder 6 vorgesehen sein, die am 'Kettenglied befestigt
ist und entweder unmittelbar odier über einen 'Sperrbolzen 8 und eine Bohrung 9
im Kettenglied in eine an dem Bolzen 2 angebrachte Nut 9 eingreift. Diese Nadelleiste
braucht beim Befestigen
lediglich in das Kettenglied eingesteckt
zu werden, wobei der konische Teil der Bolzen 2 die Sicherungen selbsttätig nach
außen drückt. Beim Abnehmen der Leiste sind lediglich die beiden Federn an ihren
dafür vorgesehenen Ösen od. dgl. herauszuheben, so daß die Leiste mit der Feder
außer Eingriff kommt, worauf die Leiste herausgezogen werden kann.
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Die Fig. 3 und 4 zeigen, daß auch die Möglichkeit besteht, die Nadelleisten
1 in einer Halterung mit schwalbenschwanzförmigem Profil anzuordnen. Hierbei greift
die Nadelleiste über den Leistenträger 40 des Kettenglieds 4. Dabei verlaufen die
Schwalbenschwanzführungen in der Querrichtung der Warenbahn. Die Zugspannung -der
Bahn wird von einer stirnseitigen Anschlagleiste 19 aufgenommen, während die Sicherung
gegen unge-,volltes Abschieben der Nadelleiste 1 eine oder mehrere in den Leistenträger
40 eingesetzte Kugelrasten 18 od. dgl. übernehmen.
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Bei dem in den Fig. 5 bis 7 dargestellten Beispiel greift umgekehrt
der Leistenträger 40 über die quer zur Stoffbahn liegenden Außenkanten der Nadelleiste
1. Die Zugbeanspruchung übernehmen zwei an der Vorderseite des Leistenträgers vorgesehene
Leistenstücke 20. Als Sicherung dienen wiederum Kugelrasten 18.
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Wie die Fig. 8 und 9 zeigen, sind auch bajonettv erschlußartige Verbindungen
möglich. Zu diesem Zweck besitzt die Leiste 1 wiederum zwei Zapfen 21 bzw. 22. Bei
dem in Fig. 8 dargestellten Beispiel sind im Leistenträger 40 zwei Winkelnuten 23
eingearbeitet, in die die Nadelleiste 1 mit ihren Zapfen 21 bajonettverschlußartig
eingesteckt wird. Je eine in die Winkelnuten ragende, in eine Ringnut 25 der Zapfen
21 einrastende Feder 24 verhindert das Herausfallen der Nadelleisten.
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Eine etwas andere Ausführung dieser Verbindungsart zeigt die Fig.
9. Hier greifen die mit einem Kopf versehenen Zapfen 22 je in ein im Leistenträger
vorgesehenes Langloch 26. dessen oberer Teil, mit Ausnahme einer dem Kopf angepaßten
Einstecköffnung, bis auf die Stärke der Schäfte der Zapfen 22 verengt ist. Die Nadelleistenzapfen
werden hier von oben eingesteckt, und dann wird die Leiste 1 längsverschoben. Eine
oder mehrere Kugelrasten 18 verhindern ein selbsttätiges Lockern dieser Bajonettverbindung.
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Eine weitere formschlüssige Verbindung wird dadurch erreicht, daß,
wie die Fig. 10 und 11 zeigen"die Nadelleiste 1 teilweise oder auf ganzer Länge
U-förmiges Profil erhält. Bei dem dargestellten Beispiel hat nur der mittlere Teil
der Leiste 1 U-Profil mit in Richtung der Zugspannung liegender Öffnung. Entsprechend
dieser Form der Leiste 1 besitzt das Kettenglied eine Aussparung 32, von der aus
die Leiste 1 Tiber den Leistenträger 40 des Kettengliedes, der in seiner Dicke entsprechend
der Öffnungsweite des U-Profils gewählt ist, aufgeschoben werden kann. Zur Sicherung
der Leiste 1 gegen, Herausfallen beim Leerlauf dient hier eine Feder 31, die am
Kettenglied 4 befestigt ist und mit ihrem abgebogenen Ende in die Aussparung 32
hineinragt und dort gegen die Leiste 1 drückt. An Stelle dieser Feder 31 können
wiederum Kugelrasten 18 od. dgl. angeordnet werden. Wie in den Fig. 10 und 11 in
gestrichelten Linien dargestellt ist, wären solche Rasten zweckmäßigerweise an den
Seitenwänden des Leistenträgers 40 vorzusehen, derart, daß die Rastenkugeln sich
gegen die hinteren Kanten des U-Profils der vollständig eingeschobenen Leiste legen.
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Bei dem in Fig. 12 gezeigten Ausführungsbeispiel handelt es sich um
eine Drehverriegelung der Leiste. Die Nadelleiste 1 besitzt einen in der Mitte angeordneten
Einsteckbolzen 45 mit einem auf einem Schaft oder Hals aufsitzenden zweiseitig bis
auf die Schaftstärke abgeflachten Kopf 46. In der den Einsteckbolzen 45 aufnehmenden
Bohrung 47 im Leistenträger 40 ist von unten her eine topfförmige Gewindebüchse
48 mit im Boden derselben angebrachtem Schlitz 49 eingeschraubt, durch den der abgeflachte
Kopf 46 dann eingesteckt werden kann, wenn die Nadelleiste um 90° zum Leistenträger
40 verschwenkt ist (strichpunktiert in Fig. 12). Wird die Leiste 1 nach dem Einstecken
in die Parallellage zum Leistenträger 40 zurückgeschwenkt, so ist sie gegen
Herausziehen gehalten. Die Sicherung gegen ungewolltes Verschwenken geschieht wieder
durch eine oder zwei im Leistenträger 40 eingelassene Kugelrasten 18 od. dgl.
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Die Nadelleiste 1 kann anstatt in der Mitte auch an dem einen Ende
um einen Zapfen 45 ausschwingbar gelagert sein. Am anderen Ende der Leiste 1 kann
dann beispielsweise ebenfalls ein nach unten gerichteter Zapfen befestigt sein,
der in einen Bogenschlitz des Leistenträgers 40 eingreift und durch eine Rasterung
darin auslösbar gehalten wird.
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Die Erfindung ist natürlich nicht nur auf die dargestellten und beschriebenen
Ausführungsbeispiele beschränkt, sondern kann weiter ausgestaltet werden. So können
die verschiedenen Arten des Formschlusses. zu denen auch lösbare Scharnierverbindungen
od. dgl. zählen, mit den vielerlei Arten von Sicherungen kombiniert werden, je nachdem,
ob es sich um einfache oder um Mehrzweckkettenglieder handelt und je nachdem, wie
die Kettenglieder selbst geformt sind.