DE1102394B - Verfahren zur Herstellung von pulverfoermigen, wasserloeslichen, haertbaren, mit Resorcin modifizierten Kondensationsprodukten aus Aminoplaste bildenden Verbindungen undAldehyden - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von pulverfoermigen, wasserloeslichen, haertbaren, mit Resorcin modifizierten Kondensationsprodukten aus Aminoplaste bildenden Verbindungen undAldehydenInfo
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Description
- Verfahren zur Herstellung von pulverförmigen, wasserlöslichen, härtbaren, mit Resorcin modifizierten Kondensationsprodukten aus Aminoplaste bildenden Verbindungen und Aldehyden Es ist bekannt, wäßrige Lösung von härtbaren Kondensationsprodukten aus Aminoplaste bildenden Verhindungen und Aldehyden mit Resorcin zu vermischen, um so Klebemittel herzusteIlen, die naß festere Verklebungen ergeben als Lösungen der Kondensationsprodukte allein. Da aber diese resorcinhaltigen Lösungen nach verhältnismäßig kurzer Zeit gelieren und deshalb nicht lagerfähig sind, hat man bereits versucht, das Resorcin bei Raumtemperatur in einer wäßrigen Carbamidharzlösung zu lösen und das erhaltene Gemisch durch Sprühtrocknen in den pulverförmigen Zustand überzuführen. Die so erhaltenen pulverförmigen Gemische sind jedoch auch nicht lagerbeständig, weil sogar das pulverförmige Resorcin, insbesondere in Gegenwart geringer Mengen Feuchtigkeit, mit dem Carbamidharz unter Entwicklung von Wärme und Bildung wasserunlöslicher Produkte reagiert.
- Schließlich ist es auch nicht gelungen, pulver-- förmige, lagerbeständige und wasserlösliche Produkt durch gemeinsame Kondensation von härtbaren Kondensationsprodukten aus Aminoplaste bildenden Verbildungen und Aldehyden mit Resorcin zu erhalten.
- Es wurde nun gefunden, daß man pulverförmige, lagerbeständige und vollkommen wasserlösliche, härtbare, mit Resorcin modifizierte Kondensationsprodulite aus Aminoplaste bildenden Verbindungen und Aldehyden, inshesonder Formaldehyd, erhält, wenn man beschränkt wasserlösliche Kondensationsprodukte aus Aminoplaste bildenden Verbindungen und Aldehyden, die je Amino- bzw. Amidgruppe etwa 0,8 bis 1,2 NIol Formaldehyd und außerdem wasserlöslichmachende Verbindungen in Mengen von etwa 0,2 bis 1010/0, bezogen auf das Kondensationsprodukt. e inkondens iert enthalten, nach Zugabe von 5 bis 20 Gewichtsteilen Resorcin, bezogen auf das Kondensationsprodukt, bei Temperaturen unter 750 C weiterkondensiert. Es ist hesonders zweckmäßig, bei Temperaturen zwischen etwa 40 und 700 C zu kondensieren und vorzugsweise zwischen 50 und 600 C. Der Reaktionsablauf kann dann leicht überwacht werden, und es ist möglich, die Reaktion im gewünschten Augenblick durch Abkühlen zu unterbrechen.
- Besonders geeignete Aminoplaste bildende Verhindungen, die mit Aldehyden, vorzugsweise mit Formaldehyd, zu beschränkt löslichen Carbamidharzen umgesetzt werden, sind außer Harnstoff besonders WIelamin, Dicyandiamid und Urethane, die auch im Gemisch miteinander verwendet werden können. Die aus diesen Komponenten hergestellten Kondensationsprodukte sollen beschränkt wasserlöslich sein, d. h., bei Verwendung einer etwa 400/oigen Lösung soll sich heim Zufügen von 3 Teilen Wasser von 200 C zur Lösung von einem Teil Kondensationsprodukt ebenfalls von 200 C das gelöste Harz abscheid-n.
- Als wasserlöslichmachendte Verbindungen, die auf übliche Weise in das verwendete Carbamidharz ein kondensiert sind, können vor allem Alkalisulfide oder Aminocarbonsäuren verwendet werden. Die Zugabe dieser waserlöslichmachenden Stoffe kann aber auch während der Umsetzung des Kondensationsprodulites mit Resorcin erfolgen. Alkalisulfite werden im allgemeinen in Mengen zwischen 2 und l00/o, bezogen auf das Carbamidharz, angewandt, Aminocarbonsäuren zwischen etwa 0,2 bis 5 O/o.
- Dler Verlauf der Isondensationsr,eaktion zwischen Carbamdiharz und Resorcin läßt sich dadurch verfolgen, daß man die Viskositätserhöhung der Kondensatlösung beobachtet. Im allgemeinen erfahren etwa 400/oige Lösungen von Carbamidharzen bei der Umsetzung mit Resorcin eine Verdoppelung der cP-Zahlen. Die günstigste Kondensationszeit läßt sich versuchsmäßig bestimmen. Hierzu stellt man die Abhängigkeit von Löslichkeit und Härtungsgeschwindigkeit der durch Versprühen der erhaltenen Kondensatlösungen hergestellten Pulver von der Kondensationszeit fest.
- Die Umsetzung der Carbamidharze mit Resorcin kann sowohl im sauren als auch im neutralen und alkalischen Bereich durchgeführt werden. Im allge- meinen wird man bei einem pH-zwischen etwa 5 und 8 arbeiten. Als Lösungsmittel bei der Umsetzung eignet sich gewöhnlich Wasser, doch kommen auch Lösungsmittelgemische, z. B. aus Wasser und Alkoholen, oder auch ausschließlich organische Lösungsmittel in Be tracht.
- Die im Beispiel genannten Teile sind Gewichtsteile.
- Beispiel 3534 Teile 300/oiger wäßriger Formaldehyd vom PH 8,0 und 1000 Teile Harnstoff werden zusammen 10 Minuten auf 90 bis 950 C envärmt. Nach Zugabe von 198 Teilen Natriumbisulfit und 8 Teilen Natriumsulfit wird innerhalb von 20 Minuten auf 800 C gekühlt. Anschließend stellt man das PH der Lösung durch Zugabe von verdünnter Schwefelsäure auf 4,5 ein und kondensiert so lange weiter, bis die Auslaufzeit im Fordbecher 3 80 bis 85 Sekunden beträgt.
- Nach Neutralisieren mit Natronlauge kühlt man anschließend auf 550 C ab, gibt dann 330 Teile Resorcin zu, stellt das PH wieder auf 8,0 ein und kondensiert bei 550 C so lange weiter, bis die Auslaufzeit im Formbecher 3 200 Sekunden beträgt.
- Die so erhaltene Harzlösung wird anschließend mit Hilfe von 150 bis 1600 C warmer Luft durch Zer- stäuben getrocknet. Das erhaltene Harzpulver ist in Wasser einwandfrei löslich.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von pulverförmigen, wasserlöslichen, härtbaren, mit Resorcin modifizierten Kondensationsprodukten aus Aminoplaste bildenden Verbindungen und Aldehyden, dadurch gekennzeichnet, daß man beschränkt wasserlösliche Kondensationsprodukte aus Aminoplaste bildenden Verbindungen und Aldehyden, die je Amino-bzw. Amidgruppe 0,8 bis 1,2 Mol Formaldehyd und außerdem wasserlöslichmachende Verbindungen in Mengen von etwa 0,2 bis 10/o, bezogen auf das Kondensationsprodukt, einkondensiert enthalten, nach Zugabe von 5 bis 20 Gewichtsteilen Resorcin, bezogen auf das Kondensationsprodukt, bei Temperaturen unter 750 C weiterkondensiert und nach Erreichung der gewünschten Viskosität die erhaltene Harzlösung durch Versprühen trocknet.In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 911 436; deutsche Auslegeschrift Nr. 1 003 444; französische Patentschrift Nr. 711 333.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB46672A DE1102394B (de) | 1957-11-06 | 1957-11-06 | Verfahren zur Herstellung von pulverfoermigen, wasserloeslichen, haertbaren, mit Resorcin modifizierten Kondensationsprodukten aus Aminoplaste bildenden Verbindungen undAldehyden |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB46672A DE1102394B (de) | 1957-11-06 | 1957-11-06 | Verfahren zur Herstellung von pulverfoermigen, wasserloeslichen, haertbaren, mit Resorcin modifizierten Kondensationsprodukten aus Aminoplaste bildenden Verbindungen undAldehyden |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1102394B true DE1102394B (de) | 1961-03-16 |
Family
ID=6967997
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEB46672A Pending DE1102394B (de) | 1957-11-06 | 1957-11-06 | Verfahren zur Herstellung von pulverfoermigen, wasserloeslichen, haertbaren, mit Resorcin modifizierten Kondensationsprodukten aus Aminoplaste bildenden Verbindungen undAldehyden |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1102394B (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1109110B (de) * | 1957-11-07 | 1961-06-15 | Basf Ag | Verfahren zur Herstellung von nassfesten Verklebungen |
| US4032515A (en) * | 1974-11-04 | 1977-06-28 | Koppers Company, Inc. | Curable resorcinol terminated urea-formaldehyde resins |
| DE4434010A1 (de) * | 1994-09-23 | 1996-03-28 | Sueddeutsche Kalkstickstoff | Redispergierbare Polymerisatpulver, Verfahren zu deren Herstellung und Verwendung |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR711333A (fr) * | 1931-02-16 | 1931-09-07 | Toledo Synthetic Products Inc | Procédé de production de résines synthètiques |
| DE911436C (de) * | 1943-02-26 | 1954-05-13 | Basf Ag | Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten |
| DE1003444B (de) * | 1954-12-22 | 1957-02-28 | Boehme Fettchemie Gmbh | Verfahren zur Herstellung von wasserloeslichen, stickstoffhaltigen, haertbaren Kondensationsprodukten |
-
1957
- 1957-11-06 DE DEB46672A patent/DE1102394B/de active Pending
Patent Citations (3)
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| DE4434010C2 (de) * | 1994-09-23 | 2001-09-27 | Sueddeutsche Kalkstickstoff | Redispergierbare Polymerisatpulver, Verfahren zu deren Herstellung und Verwendung |
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