DE1102113B - Verfahren zur Herstellung von Calciumhypochloritgemischen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von CalciumhypochloritgemischenInfo
- Publication number
- DE1102113B DE1102113B DEO5754A DEO0005754A DE1102113B DE 1102113 B DE1102113 B DE 1102113B DE O5754 A DEO5754 A DE O5754A DE O0005754 A DEO0005754 A DE O0005754A DE 1102113 B DE1102113 B DE 1102113B
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- calcium hypochlorite
- salt
- effective chlorine
- water
- hypochlorite
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Pending
Links
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C01—INORGANIC CHEMISTRY
- C01B—NON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
- C01B11/00—Oxides or oxyacids of halogens; Salts thereof
- C01B11/04—Hypochlorous acid
- C01B11/06—Hypochlorites
- C01B11/064—Hypochlorites of alkaline-earth metals
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Geology (AREA)
- Inorganic Chemistry (AREA)
- Detergent Compositions (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Calciumhypochloritgemischen mit niedrigem
Gehalt an wirksamem Chlor, die beständig, staubfrei, einheitlich zusammengesetzt sind und sich nicht entmischen.
Die Herstellung von Gemischen aus Calciumhypochlorit und Verdünnungssalzen ist bekannt. Festes
hochprozentiges Calciumhypochlorit wird gewöhnlich mit inerten Salzen oder Streckmitteln, Soda, gebranntem
Kalk, Kaliumcarbonat oder anderen wasserfreien Salzen als Verdünnungsmitteln und Reglern vermischt.
Diese mechanischen Gemische entmischen sich aber beim Lagern und Transport wegen der verschiedenen
Dichte der Mischungsbestandteile. Wenn ein Anteil des Produktes aus einem Behälter nach Lagern
oder Transport entfernt wird, kann er eine wesentlich andere Zusammensetzung haben als andere, aus dem
gleichen Behälter stammende Portionen.
Als man dazu überging, trockene Bleichmittel für den Haushalt auf der Grundlage von Calciumhypochlorit
einzuführen, stellte es sich heraus, daß der Hersteller der Präparate die Anwendungsbedingungen
derselben nicht überwachen kann. Richtlinien verschiedenen Inhaltes wurden herausgegeben, nach denen
man zunächst das Trockenbleichmittel löst und die Lösung in Wasser einträgt oder das Trockenbleichmittel
warmem Wasser unter lebhaftem Rühren zusetzt oder das Bleichmittel in das Waschwasser einbringt,
bevor die Kleidungsstücke eingetaucht werden. Trotz der Betonung dieser und anderer Richtlinien
bringt der Verbraucher häufig das Trockenwaschmittel in die Waschmaschine ein, in der sich bereits
die Kleidungsstücke befinden. Hierbei können sich einige Calciumhypochloritteilchen im Waschwasser
abwärts bewegen, in Falten des Stoffes zurückbleiben, sich nur langsam bei verhältnismäßig geringem
Wasserumlauf lösen und nur ein geringes Flüssigkeitsvolumen bilden, das sehr viel mehr wirksames
Chlor als die umgebende Lösung enthält. Calciumhypochlorit löst sich ziemlich rasch zu Lösungen von
50 000 oder mehr Teilchen je Million auf. Ein Teilchen von 12 Maschen je Zentimeter Calciumhypochlorit
mit einem Durcchmesser von 590 Mikron kann eine Lösung von 20 000 Teilchen je Million wirksamem
Chlor in einem Umkreis von 1,5 mm Durchmesser auf dem Stoff bilden. (Die Maschenangaben in der Beschreibung
und den Ansprüchen beziehen sich auf Maschen je Zentimeter.) Bei einer Wassertemperatur
von 60° C treten Schäden nicht sofort in Erscheinung. Aber nach 10- bis 20maligem Tragen und Waschen
können die einer so starken Bleichlösung ausgesetzten Fasern zerfallen und Nadellöcher zeigen. Wenn das
Tuch mit einem bleichmittelempfindlichen Farbstoff gefärbt wird, entstehen an der Stelle, wo das
Verfahren zur Herstellung
von Calciumhypochloritgemischen
von Calciumhypochloritgemischen
Anmelder:
Olin Mathieson Chemical Corporation,
New York, N. Y. (V. St. A.)
New York, N. Y. (V. St. A.)
Vertreter:
E. Maemecke, Berlin-LichterfeldeWest, Ringstr. 10,
und Dr. W. Kühl, Hamburg 36, Esplanade 36 a,
Patentanwälte
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 4. Oktober 1956
V. St. v. Amerika vom 4. Oktober 1956
Homer L. Robson, Lewiston, N. Y. (V. St. A.),
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
12-Maschen-Calciumhypochloritkorn mit dem Stoff in
Berührung war, weiße Flecken.
Trockenbleichmittel, die auf ungeeigneten Rezepten beruhen, neigen zur Klumpenbildung, wenn sie in
größerer Menge, etwa ein gehäufter Eßlöffel voll Bleichmittel, in das Waschwasser geworfen werden.
Klumpen lösen sich erst nach mehreren Minuten auf. Kleidungsstücke, die mit solchen Klumpen in Berührung
kommen, bevor vollständige Lösung eingetreten ist, unterliegen der Konzentration an wirksamem
Chlor von mehr als 10 000 Teilen je Million. Dies kann zur Folge haben, daß der Farbstoff auf unregelmäßigen
Flächen ausbleicht, da die Klumpen gewöhnlich ihre Lage zum Stoff verändern. Wenn sich Klumpen
in Gewebefalten festsetzen, sind größere Löcher, etwa von 1,25 cm Durchmesser, die Folge. Häufig
angewendete Zusatzmitte] für Calciumhypochlorit mit 70% wirksamem Chlor, die als Klumpenbildner bei
unsachgemäßer Benutzung des Bleichmittels anzusprechen sind, sind unter anderem Natriumtripolyphosphat
und Natriumsulfat. Synthetische Detergentien werden häufig Trockenbleichmitteln beigemischt,
und wirken unter bestimmten Bedingungen ebenfalls als Klumpenbildner.
Diese Nachteile werden erfindungsgemäß vermieden, wenn man bei der Herstellung von Calciumhypochloritgemischen
unter Anwendung von Calciumhypochlorit und Verdünnungssalz in solcher Menge, daß
das Gemisch nicht mehr als etwa 30% wirksames
109530/481
Chlor enthält, so vorgeht, daß man feinteiliges Calciumhypochlorit und feinteiliges Verdünnungssaiz
mit Wasser in solchen Mengen mischt, daß sich eine plastische wäßrige Aufschlämmung mit etwa 15 bis
25 Gewichtsprozent Wasser bildet, diese unter Druck zu praktisch feingutfreien Teilchen formt, die" Formlinge
trocknet und von dem Feingut abtrennt.
Durch Mischen der Bestandteile im Sinne der Erfindung zu einer Aufschlämmung erzielt man ein
durchaus homogenes Erzeugnis, welches homogen bleibt. Staubbildung ist wegen des Feuchtigkeitsgehaltes
der Aufschlämmung praktisch ausgeschlossen.
Da nach einem älteren Verfahren trockene gemahlene Produkte vermischt werden, ist Staubbildung
unausbleiblich. Das Produkt ist nicht homogen, weil trockene Pulver schwieriger einheitlich
zu mischen sind als die Bestandteile einer feuchten Aufschlämmung. Die plastische wäßrige Aufschlämmung
entmischt sich nicht, sobald einmal eine homogene Mischung hergestellt ist; die Aufschlämmung bleibt einheitlich,
auch wenn der Vermischungsvorgang beim Entfernen der Aufschlämmung aus dem Mischer zum
Former unterbrochen wird. Dagegen setzt die Entmischung gemischter trockener Pulver ein, sobald der
Mischer gestoppt wird. Beim Entfernen des Inhaltes aus dem Mischer tritt wegen der relativen Bewegung
der Teilchen eine Entmischung ein. Zusätzlich tritt eine weitere Entmischung ein, wenn das Pulver in die
Preßform eingeführt wird: Das schwere Pulver sinkt zum Boden der Form, das leichtere Pulver bleibt oben
oder geht nach oben. Die aus einem solchen Material erstellte Tablette ist nicht einheitlich.
Wegen der Entmischung zeigen die Formlinge, ζ B. Tabletten, Adern oder Streifen von Salz oder
Hypochlorit, welche die mechanische Festigkeit der Tabletten vermindern, so daß die Teilchen längs den
Streifen oder Adern, d. h. längs den inhomogenen Schichten, aufbrechen. Durch Aufbrechen entstehen
Feingut aus Salz und Hypochlorit sowie Staubbildung. Die verschiedenen Dichlewerte dieser Bestandteile
verstärken die Gefahr des Entmischens bei der anschließenden Handhabung. Diese Erscheinung macht
sich besonders in Vermischungen bemerkbar, die weniger als 30% wirksames Chlor enthalten und aus
Hypochlorit mit 70% oder mehr wirksamem Chlor hergestellt sind.
Die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellten Gemische sind beständige Trockenbleichmittel
aus Calciumhypochlorit und Verdünnungssalzen, die sich rasch lösen, auch unter ungünstigen Bedingungen
keine Klumpen bilden, sich nicht entmischen und die Gefahr der Nadellochbildung weitgehend vermindern.
Das Gemisch setzt sich aus Teilchen zusammen, die aus einem innigen Gemisch von Calciumhypochlorit
und einem Verdünnungssalz bestehen und sich durch einheitliche Größe und Zusammensetzung auszuzeichnen.
Das Gemisch enthält praktisch in allen Teilchen nicht mehr als etwa 30% wirksames Chlor.
Nicht mehr als etwa 5% der Teilchen enthalten mehr als 25% wirksames Chlor. In jedem Teilchen ist
Calciumhypochlorit einheitlich über das Salz verteilt; die Teilchen haben keine Anteile von mehr als etwa
20 Mikron Dicke, die aus konzentriertem Calciumhypochlorit bestehen. Die Produkte haben eine verhältnismäßig
hohe Dichte, aber eine sehr niedrige scheinbare Dichte von etwa 0,7g/ccm, wenn 90% ein
12-Maschen-Sieb passieren und auf einem 28-Maschen-Sieb zurückbleiben.
Die erfindungsgemäßen Produkte bieten gegenüber den bekannten bedeutende Vorteile. Sie enthalten keine
Teilchen von 70% wirksamem Chlor wie die bekannten Bleichmittel und zeigen daher nicht die diesen
anhaftenden Nachteile. Calciumhypochlorit ist gleichmäßig in jedem Teilchen verteilt, und jedes Teilchen
5' ist mit inerten Salzen so verdünnt, daß die Gefahr der Nadellochbildung stark zurückgedrängt ist. Somit
können Mischrezepte mit bedeutend verminderter Neigung zur Klumpenbildung beim Auflösen gegeben
werden. Wegen der Eigenart der Vermischung von
ίο Calciumhypochlorit mit dem Verdünnungssalz in einer
Teilchenform ist eine physikalische Entmischung ausgeschaltet. Die Produkte gemäß der Erfindung von
hoher Dichte sind besonders für einige Bleichrezepte nützlich.
Wenn die erfindungsgemäßen Produkte mit 20 bis 22% wirksamem Chlor und einer scheinbaren Dichte
von etwa 0,7 bis 0,85 mit einem inerten Stoff, beispielsweise Flockensalz einer scheinbaren Dichte von
0,8, weiter verdünnt werden, um Bleichmittel mit nied-
ao rigerem Gehalt an wirksamem Chlor zur Verfügung zu stellen, besteht praktisch keine Neigung zum Entmischen
beim Lagern und Transportieren. Flockensalz ist ein Gemisch von flocken- und würfelförmigen
Kristallen von Kochsalz, welches nach dem Alberger Verfahren (vgl. Kirk—Othmer, »Encyclopedia of
Chemical Technology«, Inter-Science, 1954, Bd. 12, S. 74/75) erhalten wird. Bei Verwendung von Verdampfersalz
oder Natriumsulfat (Dichte 1,2 oder mehr) ist die Entmischungsneigung bedeutend geringer, wenn
mit dem erfindungsgemäßen Hypochlorit hoher Dichte und nicht mit einem Hypochlorit niedrigerer scheinbarer
Dichte, z. B. 0,35 bis 0,6, gemischt wird. Die hohe Dichte der erfindungsgemäßen Produkte setzt
auch die Transportkosten herab, da eine bestimmte Menge mehr wirksames Chlor enthält. Dies ist von
besonderer Bedeutung bei der Verwendung von Transportgefäßen aus Glas oder anderem verhältnismäßig
teurem Werkstoff. Die neuen Produkte bieten auch dem Handel einen höheren Anreiz, weil eine geringere
Menge mehr wirksames Chlor und einen höheren Bleicheffekt hat als Hypochloritvermischungen
geringerer Dichte.
Der Mischvorgang muß so lange und mit solcher Intensität durchgeführt werden, daß sich Calciumhypochlorit
und das Verdünnungssalz unter Bildung einer plastischen Aufschlämmung innig vermischen.
Als »plastisch« wird eine Vermischung aus Calciumhypochlorite Verdünnungssalz und so viel Wasser, daß
die Masse formbar ist, bezeichnet. Erfahrungsgemäß muß der Wassergehalt der Aufschlämmung etwa 15
bis 25 Gewichtsprozent betragen, damit formbare Massen zur Herstellung der erfindungsgemäßen Produkte
entstehen. Die Aufschlämmung wird dann in kleine Flocken bzw. anders geformte Teilchen übergeführt,
welche den erwünschten Größenverhältnissen des trockenen Fertigproduktes nahekommen. Nach
dem Trocknen siebt man das Gut, zerkleinert das zu große Korn und bringt den Feinanteil in den Mischer
zurück. Gewöhnlich wird eine Fraktion von 12 bis 40 Maschen genommen; für einige Anwendungen kann
das Großsieb 16 Maschen oder noch feiner sein. Im technischen Betrieb braucht der Siebvorgang nicht bis
zur Vollendung durchgeführt zu werden; doch wird der ein 40-Maschen-Sieb passierende Anteil in der
Regel unter etwa 10% gehalten. Für einige Vermischungen kann dieser Feingutanteil unter 5% liegen.
Einige Vorschriften bestimmen, daß nicht mehr als 2% ein 60- oder 80-Maschen-Sieb passieren. Das
Feingut ist störend, weil es die Klumpenbildung fördern
und die Dispergierung des Materials verzögern
5 6
kann, wenn das Bleichmittel auf die Oberfläche des weiterem Vermischen erhält man dann eine gleich-
Wassers geworfen wird. mäßige Dispersion des Dihydrates. Gewöhnlich wird
Der wirksame Chlorgehalt des zur Bereitung der nur wenig trockenes Feingut zugesetzt, da das Gewäßrigen
Aufschlämmung benutzten Calciumhypo- misch aus Filterkuchen und trocknem Feingut für eine
chlorits kann innerhalb weiter Grenzen schwanken: im 5 plastische Masse zu weich ist. 10 Minuten langes
allgemeinen beträgt er 50 bis 70%. Die relativen Men- Mischen z. B. in einem Mischwerk mit Sigma-Flügeln
gen von Verdünnungssalz und Hypochlorit, die zur genügt im allgemeinen für die Hydratation und Di-Bereitung
der wäßrigen Aufschlämmung angewandt spergierung aller trocknen Feingutteilchen. Bei Verwerden,
können auch weitgehend schwanken, je nach zieht auf trocknes Feingut entfällt dieser Mischvordem
wirksamen Chlorgehalt des angewandten Hypo- ίο gang. Die Mischvorgänge, die zur Erzielung eines
chlorits und des Endproduktes. Produktes mit 20 bis 22°/o wirksamem Chlor erforder-
Das in nachstehendem beschriebene bevorzugte Ver- lieh sind, sind vorzugsweise folgende: Salz wird dem
fahren liefert ein Produkt mit optimalen Eigenschaf- Filterkuchen oder der Masse, welche beim Mischen
ten. Calciumhypochloritdihydrat kristallisiert in Form von Feingut und Filterkuchen entsteht, in solcher
tetragonaler Platten, deren Ecken zuweilen abge- 15 Menge zugesetzt, daß der Gehalt an wirksamem Chlor,
stumpft sind, so daß octagonale Kristalle entstehen. bezogen auf Trockenbasis, auf etwa 30% vermindert
Die Platten sind recht dünn und neigen zum Zusam- wird; der Wassergehalt wird hierbei auf 22 bis 24%
menschichten, so daß das Gut plastisch ist. Bei dem gehalten. In diesem Zustand ist das Gemisch zum Verüblichen
Herstellungsverfahren erhält man Platten in formen zu weich. Durch intensives Mischen, etwa in
einer Dicke von etwa 1A bis 2 Mikron und einer Fläche 20 Pulverisiermischern (mulling type mixer), werden die
von etwa 5 · 5 bis etwa 20 · 20 Mikron. Calciumhypo- Kristallplatten aus Calciumhypochloritdihydrat gleichchloritdihydrat
in diesen Größenverhältnissen wird be- mäßig über die Kristalle des Verdünnungssalzes vervorzugt.
Größere Platten sind weniger plastisch. Klei- teilt. Dann wird mehr Salz zugesetzt, so daß der Endnere
Platten sind schwieriger zu behandeln; sie genü- gehalt im verlangten Bereich liegt, etwa 20 bis 22%
gen aber dem Zweck, wenn sie dünn sind. Gewöhn- 25 wirksames Chlor. Dadurch kann das Material etwas
liches Salz. Natriumchlorid, wird im allgemeinen als steifer werden, so daß es dazu neigt, beim Pressen zu
Verdünnungsmittel benutzt und bildet einen nicht- zerfallen statt zu fließen; weiteres Mischen läßt sich
plastischen Bestandteil. Die Verfahren zum Formen dann nicht mehr so gründlich durchführen. Wenn diedes
Gemisches vor dem Trocknen unterscheiden sich ser Salzanteil eingemischt wird, kann Feingut aus
notwendigerweise etwas von denen, die für das plasti- 30 einer früheren Charge einverleibt werden. Dieses Feinsche
Calciumhypochlorit angewandt werden. Das Salz gut dient dazu, den Wassergehalt auf den zum Formen
soll ganz fein gemahlen sein, vorzugsweise so, daß passenden Wert herunterzubringen, d. h. auf etwa
98 Gewichtsprozent feiner als 20 Mikron und davon 15%. Da dieses Feingut die gleiche Zusammensetzung
50 oder mehr Gewichtsprozent feiner als 10 Mikron hat wie das Gemisch, in welches es eingebracht wird,
sind. Wenn ein großer Teil des Salzes feiner als etwa 35 bezogen auf den Trockengehalt, braucht man es nicht
5 Mikron ist, kristallisiert es leicht schneller während so innig in das feuchte Gut einzumischen,
des Arbeitsvorganges zu größeren Teilchen, was nach- Die plastische wäßrige Aufschlämmung wird zu teilig ist. Vorzugsweise liegt daher praktisch das ge- Calciumhypochlorit enthaltenden Teilchen unter Druck samte Salz im Bereich von 5 bis 20 Mikron. Dieses geformt, beispielsweise in einer Strangpresse, ferner Salz mischt sich mit seiner gesättigten Lösung zu einer 40 durch Pressen in auf einer Trommel befindlichen Verweichen kremeartigen Masse. Es erlangt aber nicht tiefungen mittels einer glatten, über die Trommelverdie Plastizität der feuchten Calciumhypochloritdihy- tiefungen geführten Walze, durch Pressen in flache dratkristalle. Wenn der Mischvorgang von Salz und Blätter, welche beim Passieren des plastischen Gutes Calciumhypochloritfilterkuchen unzulänglich ist, ver- zwischen Walzen gebrochen werden, schließlich durch mischen sich die beiden physikalisch ungleichen Be- 45 Preßstempel od. dgl. Derartige Verfahren sind im einstandteile nur oberflächlich miteinander. Feinsalzteil- zelnen in der USA.-Patentschrift 2 195 755 beschriechen bedecken Calciumhypochloritteilchen, und das ben. Nach dieser Patentschrift ist eine Calciumhypo-SaIz wird großenteils nur locker durch die anhaftende chloritaufschlämmung mit 28 bis 36% Wasser pla-Mutterlauge zusammengehalten. Beim Trocknen staubt stisch und formbar. Beispielsweise kann eine Aufdas Feinsalz auf der Außenseite der Körner zu einem 5° schlämmung aus etwa 30% Wasser, 52% Calciutnerheblichen Teil ab und bildet einen störenden Be- hypochlorit und 12% Salz mit 6% anderen Stoffen standteil des Feingutes. geformt und auf hochgradiges Hypochlorit von der in
des Arbeitsvorganges zu größeren Teilchen, was nach- Die plastische wäßrige Aufschlämmung wird zu teilig ist. Vorzugsweise liegt daher praktisch das ge- Calciumhypochlorit enthaltenden Teilchen unter Druck samte Salz im Bereich von 5 bis 20 Mikron. Dieses geformt, beispielsweise in einer Strangpresse, ferner Salz mischt sich mit seiner gesättigten Lösung zu einer 40 durch Pressen in auf einer Trommel befindlichen Verweichen kremeartigen Masse. Es erlangt aber nicht tiefungen mittels einer glatten, über die Trommelverdie Plastizität der feuchten Calciumhypochloritdihy- tiefungen geführten Walze, durch Pressen in flache dratkristalle. Wenn der Mischvorgang von Salz und Blätter, welche beim Passieren des plastischen Gutes Calciumhypochloritfilterkuchen unzulänglich ist, ver- zwischen Walzen gebrochen werden, schließlich durch mischen sich die beiden physikalisch ungleichen Be- 45 Preßstempel od. dgl. Derartige Verfahren sind im einstandteile nur oberflächlich miteinander. Feinsalzteil- zelnen in der USA.-Patentschrift 2 195 755 beschriechen bedecken Calciumhypochloritteilchen, und das ben. Nach dieser Patentschrift ist eine Calciumhypo-SaIz wird großenteils nur locker durch die anhaftende chloritaufschlämmung mit 28 bis 36% Wasser pla-Mutterlauge zusammengehalten. Beim Trocknen staubt stisch und formbar. Beispielsweise kann eine Aufdas Feinsalz auf der Außenseite der Körner zu einem 5° schlämmung aus etwa 30% Wasser, 52% Calciutnerheblichen Teil ab und bildet einen störenden Be- hypochlorit und 12% Salz mit 6% anderen Stoffen standteil des Feingutes. geformt und auf hochgradiges Hypochlorit von der in
Calciumhypochlorit wird vorzugsweise in Form der Patentschrift angegebenen Zusammensetzung geeines
Filterkuchens von Kristallen des Calciumhypo- formt und getrocknet werden. Die Aufschlämmung
chloritdihydrats angewendet, welche zweckmäßig 40 55 enthält das gesamte Salz in gelöster Form; die einzige
bis 48% des Filterkuchens ausmachen, während der feste Phase ist Calciumhypochlorit. Im Gegensatz da-Rest
Mutterlauge ist, die mit Calciumhypochlorit und zu enthalten die Aufschlämmungen gemäß der Erfrnmit
anderen Stoffen, die aus dem ■ vorausgehenden dung das Salz und Calciumhypochlorit in fester Form
Arbeitsvorgang stammen, gesättigt ist. Außerdem und nur etwa 15 bis 25% Wasser. Beim Formen und
kann die Flüssigkeit mit Natriumchlorid sowie CaI- 6o Trocknen enthält das Produkt etwa 10 bis 30% wirkciumhypochlorit
ganz oder nahezu ganz gesättigt sein. sames Chlor, 5% Verdünnungsmittel, Rest Salz. Beim
Verunreinigungen, etwa weniger als 2%, dürfen zu- Formen wird das Gemisch in kleine Teilchen übergegegen
sein. Calciumhypochlorit kann teilweise als führt, welche beim nachfolgenden Behandeln und
Feingut mit etwa 70% wirksamem Chlor zugesetzt Trocknen erhalten bleiben. Beim Pressen gemäß vorwerden,
etwa das Material einer Korngröße von weni- 65 liegender Erfindung werden die Walzen mit etwas
ger als 40 Maschen, welches von einer Handelsware größerem Druck als bei der Arbeitsweise der Patentabgetrennt
wurde. Wenn dieses Material trocken ist, schrift belastet wegen der geringeren Plastizität
muß man es mit dem Filterkuchen vermischen und im Vergleich mit den Gemischen, welche beim
dann einige Minuten rühren, um das wasserfreie CaI- Trocknen ein Produkt mit 70% wirksamem Chlor
ciumhypochlorit zum Dihydrat zu hydratisieren; bei 7° liefern.
Das Pressen kann mit langsamerem Ablauf der Walzen, einer höheren Umlaufgeschwindigkeitsdifferenz,
Anwendung kleinerer Walzen oder allen solchen Maßnahmen vereinigt werden, welche der niedrigen
Plastizität der Mischung entsprechen. Das geformte Material wird zweckmäßigteilweise luftgetrocknet und
dann im Vakuum oder Lufttrockner auf den erwünschten Feuchtigkeitsgehalt gebracht. Vorzugsweise wird
im Vakuum bei einem Druck von etwa 25 bis 35 mm und einer Temperatur von etwa 70 bis 100° C getrocknet.
Höhere Temperaturen führen zum Zerfall, niedrigere Temperaturen bedingen lange Trocknung.
In dem bevorzugten Bereich kann die Trocknung in annehmbarer Zeit mit noch zulässigem Zerfall bewerkstelligt
werden.
Das erfindungsgemäße Produkt mit 20 bis 22% wirksamem Chlor kann mit beträchtlichen Mengen
anderer Stoffe wie Tripolyphosphat, verdünnten Detergentien, Trocknungsmitteln, Verdünnungsmitteln
usw. verschnitten werden. Nach Einverleibung dieser Zusätze kann Flockensalz als Hauptverdünnungsmittel
zugegeben werden, um den Gehalt an wirksamem Chlor auf etwa 9,5 bis 9,7°/» einzustellen.
Zum Verschneiden wird verschiedentlich ein Produkt mit einem niedrigeren Gehalt, beispielsweise 10
bis 12%, an wirksamem Chlor verlangt. Um z. B. aus einem Gemisch mit 10 bis 12% wirksamem Chlor ein
Gemisch mit z. B. 9% wirksamem Chlor zu erhalten, setzt man Flockensalz zur entsprechenden Verminderung
des Chlorgehaltes, wenig verdünntes Netzmittel oder Detergens bzw. so viel Polyphosphat zu, daß die
Ausfällung unlöslicher Calciumverbindungen beim Einwerfen des Gemisches in hartes Wasser verhindert
wird; im allgemeinen genügen hierfür 1 bis 2% Tripolyphosphat. Das aktive Netzmittel oder Detergens,
in einer Menge von durchweg nicht mehr als etwa 3 %, kann in der üblichen, zu 40% aktiven Form angewandt
werden. Das Gemisch mit 10 bis 12% wirksamem Chlor bildet, da nur geringe Mengen an Zusatzstoffen
benötigt werden, nahezu das gesamte Fertigprodukt.
Bei der Bereitung eines Produktes mit 10 bis 12% aktivem Chlor verwendet man vorteilhaft trockenes
Feingut von hohem Gehalt an wirksamem Chlor. Filterkuchen, eine Aufschlämmung von Calciumhypochlorit,
eine durch Chlorierung eines Gemisches von Calciumhydroxyd, Natriumhydroxyd und Wasser hergestellte
Aufschlämmung oder ein anderes Gemisch, welches Calciumhypochlorit teilweise in Form der Dihydratkristalle
enthält, zusammen mit Mutterlauge, welche mit Calciumhypochlorit gesättigt ist und
andere Salze enthält, sind als Ausgangsstoff vornehmlich geeignet. Feingemahlenes Salz wird in Portionen
zugesetzt. Bis der Wassergehalt des Gemisches auf etwa 20% gesenkt ist, läßt sich das Gut in einem Pulverisiermischer gut vermischen. Ein Mischer mit
Sigma-Flügeln ist gewöhnlich bis herunter auf einen Wassergehalt von etwa 24% wirkungsvoll. Da das fertige
Gemisch nicht sehr plastisch ist, wird es im Bedarfsfall geformt, wenn es etwa 16 bis 16,5% Wasser
enthält. Bei Ausübung eines hohen Druckes auf die Walzen kann auch bei einem Wassergehalt von 15%
ausreichend geformt werden. Nachdem das Vermischen in einem Pulverisiermischer herunter bis auf einen
Wassergehalt von 20% durchgeführt ist, kann der Rest Salz zugesetzt werden. Vorzugsweise erfolgt die
Endeinstellung auf einen für den Formungsvorgang geeigneten Wassergehalt durch Zusatz von Feingut,
welches aus einer vorausgehenden Charge vom gleichen Gehalt an wirksamem Chlor, bezogen auf den
Trockengehalt, abgesiebt war. Dieses Feingut kann in die Masse roh eingemischt werden. Das Gemisch wird
dann geformt, an der Luft teilgetrocknet und dann ein- oder mehrstufig getrocknet. Das Produkt wird in der
Regel auf einen Wassergehalt von etwa 0,3% oder weniger getrocknet. Die Beständigkeit dieses Erzeugnisses
ist der eines solchen mit 70% wirksamem Chlor und etwa 0,7 bis 1,0% Wasser vergleichbar.
Das in dieser Weise hergestellte und etwa 20 bis 22% wirksames Chlor enthaltende Trockenprodukt
ίο weist normalerweise keine Körner mit mehr als 30%
wirksamem Chlor und nicht mehr als 5 % Körner mit 25 % oder mehr wirksamem Chlor auf. Dies kann man
an einer Probe mit einer Fraktion von engen Siebgrenzen, beispielsweise 16 bis 20 Maschen, feststellen,
die in einer schweren Flüssigkeit, z. B. einem Gemisch aus Bromoform (Dichte 2,5) und Kohlenstofftetrachlorid
(Dichte 1,6), suspendiert wird. Bei sorgfältiger Anpassung der Flüssigkeitsdichte sinken die Körner
mit hohem wirksamem Chlorgehalt zu Boden und können abgetrennt, mit Chloroform gewaschen und
analysiert werden. Mehrere derartiger Proben lassen eine Beurteilung der Fraktion bezüglich des Gesamtgewichtes
von Körnern mit mehr als 25 % wirksamem Chlor zu. Ein Produkt mit 10 bis 12% wirksamem
Chlor enthält vorzugsweise weniger als 2% Körner mit mehr als 25% wirksamem Chlor. Wegen der geringen
Plastizität des feuchten Gemisches, aus der dieses Produkt stammt, bleibt ein kleiner Teil der
Natriumchloridkörner unvermischt neben Hypochlorit, gewöhnlich aber nicht mehr als etwa 5 bis 10 Gewichtsprozent
des Trockengemisches.
Bisher wurde Natriumchlorid als Verdünnungsmittel eingehender besprochen; andere Substanzen wie
Kaliumchlorid, Natrium- und Kaliumnitrat sind gleichfalls anwendbar. Nitrate sind bei höherer Temperatur
leichter löslich; dies kann sich in langsamerem Trocknen und erhöhter Zersetzung von Calciumhypochlorit
auswirken. Die Schluß trocknung dieser Gemische erfolgt am besten bei einer niedrigeren Temperatur,
als für Natriumchlorid als Verdünnungsmittel im allgemeinen üblich ist. Wenn der absolute Druck
entsprechend der niedrigeren Trockentemperatur gesenkt wird, dauert das Trocknen nicht wesentlich länger.
Für Lufttrocknung läßt sich eine stärkere Zersetzung bei Behandlung von mit einem Nitrat verdünntem
Gemisch erwarten.
Die einzelnen Körner des erfindungsgemäßen Erzeugnisses sind im wesentlichen einheitlich zusammengesetzt.
Man erzielt eine höhere Leistung, namentlich beim Mischen mit weiteren Verdünnungsmitteln, beispielsweise
solchen mit einem Korn von 12 bis 28 oder 16 bis 40 Maschen. Eine mikroskopische Prüfung
zeigt, daß das Calciumhypochlorit in dem Trockenprodukt im wesentlichen einheitlich über das Salz verteilt
ist; konzentrierte Calciumhypochloritteilchen haben durchweg nicht eine größere Dicke als 20 Mikron.
Beim Einwerfen des Produktes in Wasser lösen sich die Salzkörner und werden die Calciumhypochloritanteile
unter raschem Losen in dem Lösungsmittel dispergiert. Bei 25° C löst sich eine Fraktion von 12
bis 16 Maschen mit 20% wirksamem Chlor in 15 bis 18 Sekunden bei mäßigem Rühren. Ein Präparat mit
10% wirksamem Chlor löst sich in 12 bis 15 Sekunden. Bei in der Wäscherei üblichen höheren Temperatüren,
etwa 60° C, ist die Auflösungsgeschwindigkeit unmeßbar klein. Eine Fraktion gleicher Korngröße
mit 70% wirksamem Chlor löst sich dagegen erst, je nach der Handelsware, in 30 bis 120 Sekunden. Die
Teilchen des erfindungsgemäßen Produktes zerfallen während des Lösevorganges; ein Teilchen mit 70%
wirksamem Chlor löst sich, von der Oberfläche ausgehend, wobei es immer kleiner wird, bis es sich vollständig
gelöst hat. Diese Erscheinung ist aus folgendem Grund wichtig: Wenn sich ein Korn mit 70%
wirksamem Chlor in einer Tuchfalte in nicht oder nur schwach gerührtem Wäschereiwasser fängt, bleibt es
beim Lösungsvorgang als einzelnes Korn erhalten, so daß das mit ihm in Berührung stehende Tuch der Einwirkung
einer starken Bleichflüssigkeit ausgesetzt ist. Ein Korn gemäß der Erfindung löst sich dagegen
schneller, bricht beim Lösen auf und verteilt das sich lösende Calciumhypochlorit über eine größere Fläche.
Einmal enthält jedes Korn weniger wirksames Chlor, zum anderen verteilt es sich beim Lösen über eine
größere Fläche und liefert hierbei verdünntere Lösungen.
Das erfindungsgemäße Produkt zeigt eine bedeutend verminderte Neigung zur Klumpenbildung. Bei Verwendung
entsprechend zusammengesetzter Gemische stellt sich praktisch keine Klumpenbildung ein, auch
nicht mit einem Material von 7O°/o wirksamem Chlor als Quelle des aktiven Bleichmittelbestandteils. Um
die Eigenschaften zu variieren, kann das Primärprodukt gemäß der Erfindung mit anderen Stoffen vereinigt
werden, welche unter geeigneten Anwendungsbedingungen keine Störungen hervorrufen, bei unzweckmäßiger
Anwendung aber zur Klumpenbildung führen. Eine unsachgemäße Verwendung kann erfolgen,
wenn die Gebrauchsanweisung auf der Packung nicht befolgt wird. Klumpenbildungen werden durch
den Verdünnungszustand in jedem Korn des erfindungsgemäßen Produktes verhindert. Wenn beispielsweise
Tripolyphosphat in beträchtlicher Menge mit 70% wirksames Chlor enthaltendem Calciumhypochlorit
gemischt wird, kann sich das Tripolyphosphat lösen und bei Berührung mit dem Korn mit 70% wirksamem
Chlor eine unlösliche Schicht von Calciumtripolyphosphat auf dem Korn bilden, so daß die Auflösung
mehrere Minuten in Anspruch nimmt. Die gleiche Menge Tripolyphosphat bildet bei Berührung
mit einem Korn mit nur 20% Chlor keinen kontinuierlichen Film aus unlöslichem Calciumtripolyphosphat.
Die Salzteilchen lösen sich rasch und geben das Calciumhypochlorit für die Dispergierung frei. Das
etwa gebildete unlösliche Calciumtripolyphosphat erscheint als leichter Schleier in der Lösung und nicht
als ein Überzug auf sich langsam lösenden Körnern. Wenn keine Calciumhypochloritaggregate von mehr
als etwa 16 Mikron Dicke vorliegen, entstehen im allgemeinen keine Überzugsschichten aus Tripolyphosphat.
Kleidungsstücke, welche gewaschen oder in Hauswäschereien eingeweicht waren, können mit Wasser
ausreichend gebleicht werden, welches etwa 50 Teile wirksames Chlor in 606 Teilen enthält. Wenn das
Bleichmittel mit den zu reinigenden Sachen eingebracht wird, also ohne vorausgehendes Einweichen
oder Waschen, kann der Anteil an wirksamem Chlor erhöht werden. Hierfür sind Konzentrationen von 100
bis sogar 500 Teilen an wirksamem Chlor auf 106 Teile zweckdienlich. In der Regel vermindern die Schmutzstoffe
rasch den Gehalt an wirksamem Chlor. Eine Verminderung der Lebensdauer von Kleidern und
Wäsche ist mit Chlorgehalten unter 200 in 106 Teilen
nicht zu erwarten. Konzentrationen bis zu 500 in 106 Teilen geben unbedeutende Schäden, die erst dann
bedenklich werden, wenn eine derart starke Bleichlauge häufig, etwa 50- bis lOOmal, für die Wäsche benutzt
wird. Baumwollstücke werden im allgemeinen mit Konzentrationen von 2000 bis 3000 Teilen wirksamem
Chlor auf 106 Teile bei der Fabrikation gebleicht, ohne daß hierbei sichtbare Schäden entstehen.
Konzentrationen von 20 000 je 106 Teilen, die bei der Berührung von Stoffen mit einem Klumpen oder langsam
sich lösendem Korn herrühren, können für das Gewebe schädlich sein; aber erst mehrmaliges Tragen
und Waschen führt gewöhnlich zu sichtbaren Schaden. Wegen möglicher Schäden bei unsorgfältiger Verwendung
von Trockenbleichmitteln mit 70%. Calciumhypochlorit wurden Trockenbleichmittel auf der
Grundlage organischer Chloramine, beispielsweise !,S-Dichlor-S.S-dimethylhydantoin, eingeführt, Chloramine
sind weniger beständig als Calciumhypochlorit; ihre Gemische können rasch an Stärke abnehmen.
Bleichmittel auf der Grundlage von Calciumhypochlorit wirken germizid und sind daher für die häusliche
Gesundheitspflege von hohem Wert. Chloraminpräparate wirken nur bakteriostatisch. Sie sind nicht in der
Lage, zu bleichen und Flecken zu entfernen, was mit Calcium- und Natriumhypochloritlösungen erreichbar
ist. Die erfindungsgemäßen Produkte sind wie Hypochloritlösungen Fleckenentfernungsmittel und vermindern
weitestgehend Schäden an Stoffen, die bei unzweckmäßiger Benutzung dieser starken Bleichmittel
entstehen könnten.
Ausgangsstoffe für die Herstellung des Präparates waren Calciumhypochloritdihydratfilterkuchen mit
etwa 45% Calciumhypochlorit und 45% Wasser, Staub oder Feingut, getrocknetes Calciumhypochlorit
mit 72% wirksamem Chlor und Salz, das zu 99% durch ein 130-Maschen-Sieb gemahlen wurde und etwa
70 Gewichtsprozent Feingut kleiner als 20 Mikron enthielt.
14,1 kg Filterkuchen und 1,36 kg Staub wurden in eine Pulverisiermühle gebracht und intensiv mit 9 kg
feinteiligem Salz 7 Minuten gemischt. Nach Zusatz von weiteren 7,2 kg Salz wurde der Mischprozeß
4 Minuten fortgesetzt. Sodann wurden weiter 4,5 kg Salz eingebracht und der Mischprozeß 8 Minuten weitergeführt.
Das Gemisch mit etwa 18% Wasser wurde geformt, an der Luft teilgetrocknet und sodann im
Vakuum fertiggetrocknet. Die Trockensubstanz wurde gesiebt, das zu große Korn zerkleinert und die Fraktion
von 12 bis 28 Maschen abgetrennt. Die Analyse dieser Fraktion ergab 22% wirksames Chlor und
0,25% Wasser; sie enthielt nicht mehr als 5 Gewichtsprozent Korn mit mehr als 25 % wirksamem Chlor.
9 kg der für Beispiel 1 benutzten Filterkuchenqualität wurden in einen Pulverisiermischer eingebracht
und mit 9 kg Salz sowie 1,36 kg Wasser versetzt. Nach 4 Minuten langem Mischen wurden weitere 9 kg feingemahlenes
Salz eingebracht und der Mischvorgang 4 Minuten fortgesetzt. 4,5 kg Salz wurden noch zugegeben
; nach weiterem 5 Minuten langem Mischen wurden 2,25 kg Salz eingetragen, worauf noch 4 Minuten
gemischt wurde. Man erhielt ein Gemisch mit etwa 15,5% Wasser; dieses wurde geformt, zur Verminderung
des Wassergehaltes auf 14,5% an der Luft und schließlich im Vakuum auf 0,2 % Feuchtigkeit getrocknet.
Das Trockengut wurde gesiebt, zu großes Korn zerkleinert und die Fraktion, welche ein 12-Maschen-Sieb
passierte, auf einem 40-Maschen-Sieb aber zurückgehalten wurde, ausgewählt. Das »Feingut«, welches
das 40-Maschen-Sieb passierte, wurde einer späteren Mischcharge zugesetzt. Die ausgewählte Fraktion
enthielt 12% wirksames Chlor.
109 530/481
Die erfindungsgemäßen Produkte unterscheiden sich bedeutend von einer Substanz ähnlicher chemischer
Zusammensetzung, welche durch Sprühtrocknung einer Aufschlämmung von Calciumhypochlorit und Verdünnungssalz
hergestellt war. Durch Sprühtrocknung gewonnene Teilchen haben das Merkmal, daß sie eine
einzige Versteifung aufweisen, welche von einem Kristallkranz umgeben ist, der unregelmäßig gestaltet ist
und viele kleine Vertiefungen haben kann. Dieses Produkt hat eine minimale scheinbare Dichte von 0,15 bis
0,25 g/ccm. Durch Sprühtrocknung können schwerere Teilchen mit dickeren Wandungen hergestellt werden,
welche eine Dichte von 0,35 bis 0,60, je nach den Herstellungsbedingungen, zeigen. Das erfindungsgemäße
Produkt hat dagegen eine minimale scheinbare Dichte von 0,70 bis 0,85 g/ccm, wenn das Gut so gesiebt war,
daß 90% ein 12-Maschen-Sieb passieren und auf einem 28-Maschen-Sieb zurückgehalten werden. Für
einige Mischrezepte wird Material der höheren Dichte entschieden bevorzugt; seine Leistung und Ver-Packungsbedingungen
unterscheiden sich grundlegend von dem Bekannten, wie oben im einzelnen auseinandergesetzt
wurde.
Die Konzentrierung unreiner Lösungen oder Aufschlämmungen aus Calciumhypochlorit durch Verdampfung
wurde bisher nicht praktisch angewandt. Das Verdünnungssalz würde dabei große Kristalle
bilden, die erheblich größer als 40 Mikron und möglicherweise größer als 500 Mikron wären. Calciumhypochlorit
und Salz würden sich beim Verdampfen voneinander trennen; mechanisches Mischen des
Trockenproduktes würde Material ergeben, welches Körner mit 60% wirksamem Chlor und zahlreiche
Salzkristalle und -aggregate mit sehr wenig wirksamem Chlor unter 5% enthalten würde.
Wenn man eine Aufschlämmung von Salz und CaI-ciumhypochloritdihydratfilterkuchen
ohne Formung trocknet, haben die Körner nur einen geringen Zusammenhalt ; beim Transport und Handhaben zerfallen sie
zu Staub und sind so unverwertbar. Ferner erfolgt eine weitgehende Aufteilung oder Zerlegung beim
Trocknen, so daß ein uneinheitlicheres Produkt anfällt.
Der Feingutanteil, der beim Sieben abgetrennt wird, kann größer sein, als sich für die Rückführung in den
Prozeß eignet. Beim Trocknen eines ungeformten Produktes treten Probleme wie Kleben an Heizflächen.
Klumpenbildung und andere Schwierigkeiten auf, welche diese Arbeitsweise als technisch ungeeignet
ausweisen.
Das Verfahren und das Verfahrensprodukt gemäß der Erfindung unterscheiden sich somit grundlegend
bezüglich "Beschaffenheit, Vorteilen, Eigenschaften usw. von bekannten Verfahren und Produkten.
Claims (5)
1. Verfahren zur Herstellung von Calciumhypochloritgemischen, wobei Calciumhypochlorit und
Verdünnungssalz gemischt und in solchen Mengen angewendet werden, daß das Gemisch nicht mehr
als etwa 30 % wirksames Chlor enthält, dadurch gekennzeichnet, daß man feinteiliges Calciumhypochlorit
und feinteiliges Verdünnungssalz mit Wasser in solchen Mengen mischt, daß sich eine plastische
wäßrige Aufschlämmung mit etwa 15 bis 25 Gewichtsprozent Wasser bildet, diese unter
Druck zu praktisch feingutfreien Teilchen formt, die Formlinge trocknet und von dem Feingut abtrennt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Verwendung von Natriumchlorid als
Verdünnungssalz.
3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Herstellung einer
wäßrigen Aufschlämmung wenigstens teilweise als Calciumhypochlorit ein Filterkuchen von Calciumhypochloritdihydratkristallen
verwendet wird.
4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß man feinteiliges Calciumhypochlorit
in Form dünner D ihydratkristalle, feinteiliges Verdünnungssalz, das praktisch insgesamt
aus Teilen von 5 bis 20 Mikron besteht, und Wasser in solchen Mengen mischt, daß sich die
plastische wäßrige Aufschlämmung bildet.
5. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 4, gekennzeichnet, durch die Verwendung von Calciumhypochlorit,
dessen Teilchen eine Stärke von weniger als etwa 20 Mikron aufweisen.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 338 117.
Deutsche Patentschrift Nr. 338 117.
© 109 530/4S1 3.61
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US613839A US2963440A (en) | 1956-10-04 | 1956-10-04 | Production of calcium hypochlorite product and method of manufacture |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1102113B true DE1102113B (de) | 1961-03-16 |
Family
ID=24458878
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEO5754A Pending DE1102113B (de) | 1956-10-04 | 1957-09-26 | Verfahren zur Herstellung von Calciumhypochloritgemischen |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US2963440A (de) |
| DE (1) | DE1102113B (de) |
| FR (1) | FR1183666A (de) |
Families Citing this family (7)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3154495A (en) * | 1961-08-10 | 1964-10-27 | Olin Mathieson | Calcium hypochlorite article and process |
| US3234141A (en) * | 1963-03-29 | 1966-02-08 | Olin Mathieson | Manufacture of calcium hypochlorite article |
| US3440024A (en) * | 1966-10-19 | 1969-04-22 | Olin Mathieson | Crystallization of calcium hypochlorite dihydrate employing zinc ions |
| US3639284A (en) * | 1969-08-14 | 1972-02-01 | Olin Corp | Bleaching composition |
| CA975531A (en) * | 1971-06-07 | 1975-10-07 | John P. Faust | High test calcium hypochlorite |
| US3793216A (en) * | 1971-12-06 | 1974-02-19 | Pennwalt Corp | Calcium hypochlorite composition |
| US8257748B2 (en) * | 2009-09-01 | 2012-09-04 | Ppg Industries Ohio, Inc. | Calcium hypochlorite compositions |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE338117C (de) * | 1917-06-14 | 1921-06-13 | Griesheim Elektron Chem Fab | Verfahren, Calciumhypochlorit formbar zu leicht loeslichen Presskoerpern, wie Pastillen, Kugeln, Wuerfeln usw., zu machen |
Family Cites Families (12)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US647295A (en) * | 1899-06-28 | 1900-04-10 | Otto Ernst | Material for purifying acetylene gas. |
| US2121501A (en) * | 1936-03-17 | 1938-06-21 | Oakite Prod Inc | Hypochlorite composition |
| US2195755A (en) * | 1938-07-20 | 1940-04-02 | Mathieson Alkali Works Inc | Production of calcium hypochlorite product |
| US2219660A (en) * | 1938-07-20 | 1940-10-29 | Mathieson Alkali Works Inc | Production of calcium hypochlorite products |
| US2195757A (en) * | 1938-10-08 | 1940-04-02 | Mathieson Alkali Works Inc | Granular, dustless calcium hypochlorite product |
| US2695274A (en) * | 1949-12-23 | 1954-11-23 | Olin Mathieson | Stable lithium hypochlorite composition |
| US2590794A (en) * | 1950-01-04 | 1952-03-25 | Olin Mathieson | Stable lithium hypochlorite composition |
| US2640028A (en) * | 1950-01-04 | 1953-05-26 | Olin Mathieson | Intercrystallized lithium hypochlorite-sodium sulfate composition |
| US2693454A (en) * | 1951-10-26 | 1954-11-02 | Olin Mathieson | Dry, stable, powdered bleaching composition |
| US2806765A (en) * | 1953-05-20 | 1957-09-17 | Olin Mathieson | Process for production of bleaching powder |
| US2753241A (en) * | 1953-12-23 | 1956-07-03 | Olin Mathieson | Process of laundering using hth and composition therefor |
| US2820767A (en) * | 1955-02-21 | 1958-01-21 | Olin Mathieson | Hypochlorite bleaching composition and method of making |
-
1956
- 1956-10-04 US US613839A patent/US2963440A/en not_active Expired - Lifetime
-
1957
- 1957-09-26 DE DEO5754A patent/DE1102113B/de active Pending
- 1957-10-01 FR FR1183666D patent/FR1183666A/fr not_active Expired
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE338117C (de) * | 1917-06-14 | 1921-06-13 | Griesheim Elektron Chem Fab | Verfahren, Calciumhypochlorit formbar zu leicht loeslichen Presskoerpern, wie Pastillen, Kugeln, Wuerfeln usw., zu machen |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| US2963440A (en) | 1960-12-06 |
| FR1183666A (fr) | 1959-07-10 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE3855037T2 (de) | Körnige Kalziumhypochloritmischung und Verfahren zur Herstellung | |
| DE3247081C2 (de) | ||
| DE1182629B (de) | Verfahren zur Herstellung eines Bleich- und Desinfektionsmittels | |
| DE68921858T2 (de) | Verfahren zur Herstellung von Bleichmittelgranulaten. | |
| CH639418A5 (de) | Verfahren zur herstellung von waschmitteln in teilchenform. | |
| DE2434309B2 (de) | Kontinuierliches verfahren zur herstellung von agglomerierten detergentien | |
| DE1087738B (de) | Reinigungsmittel mit bleichender, oxydierender und desinfizierender Wirkung | |
| EP0191396A1 (de) | Verfahren zur Herstellung eines rieselfähigen Granulats | |
| DE2221876C2 (de) | Verfahren zur Herstellung umhüllter Granulate und ihre Verwendung für Geschirrspülmittel | |
| DE2700797A1 (de) | Verfahren zur verbesserung der lagerbestaendigkeit von sauerstoffabgebenden verbindungen | |
| CH673192B5 (de) | ||
| DE2227502A1 (de) | Calciumhypochlorit-granulat und verfahren zu dessen herstellung | |
| DE2446619A1 (de) | Reinigungsmittelzusammensetzungen | |
| DE2021963A1 (de) | Verfahren zum Granulieren von Kaliumsulfat | |
| DE2024476A1 (de) | ||
| DE3423824A1 (de) | Verzoegertes haerten eines seifenmischerbreis, der sich zur herstellung von basiskuegelchen fuer waschmittel eignet | |
| DE1102113B (de) | Verfahren zur Herstellung von Calciumhypochloritgemischen | |
| DE1935233A1 (de) | Granulierte Bakterienproteasen und Verfahren zu deren Herstellung | |
| DE3509661A1 (de) | Verfahren zur herstellung eines koernigen, natriumtriphosphat enthaltenden produktes | |
| CH659823A5 (de) | Textilweich- und -flauschigmachendes teilchenfoermiges waschmittel. | |
| AT394383B (de) | Bleichendes waschmittel | |
| DE2423466A1 (de) | Eingekapselte formulierung einer organischen persaeure | |
| DE1229978B (de) | Bleichmittel | |
| AT212262B (de) | Aktives Chlor enthaltendes Präparat | |
| DE2340910A1 (de) | N-chlorimide enthaltende wasch- und reinigungsmittel |