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Stopfen zur hygienischen Abdeckung von Faßverschlüssen Die Erfindung
betrifft einen Stopfen zur hygienischen Abdeckung von Faßverschlüssen.
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Beim ' Transport von Fässern, insbesondere Bleierz fässern, vor allem
beim Rollen derselben über die Straßen setzen sich bekanntlich in der Aussparung
des Faßverschlusses Schmutzteile fest, die beim' Anstecken des Fasses mit dem im
unteren Teil des Verschlußstückes .sitzeNden Korken in das Innere des Fasses gelangen.
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Zum Vermeiden' derattiger- Verunreinigungen sind bereits verschiedene
Vorrichtungen zur Abdeckung des Verschlußteiles bekanntgeworden. Sie weisen edoch
verschiedene Schwieri.gkeiten auf, da die Konstruktion der Abdeckung a) oft eine
Abänderung oder sogar ein Äusw'ecii's'efn' ,der teilweise verhältnismäßig teueren
Faß armatur notwendig macht, die wegen,der benötilgten Zeit und Kosten nicht immer
tragbar ist; b) oft einen zu hohen Stückpreis erfordert; c) teilweise zuviel Zeit
zum Anbringen und Entfernen in Anspruch nimmt und d) eine Wiederverwendung des Stopfens
meist infolge der hohen Aufbereitungskosten oder Beschädigungen beim Herausnehmen
erschwert bzw. unmöglich macht.
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Verschiußartige Vorrichtungen mit einem .schirmförmi.gen Oberteil
und sich darunter befindlichem, zylindrischem Teil sind an und für sich nicht neu.
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Der .dünnwandige zylindrische Teil derartiger bekannter Stopfen weist
jedoch auf seiner Außenseite Umkreiswülste oder eine Abdichtungsmanschette bzw.
mehrere übereinander angeordnete Ringe auf. Alle derartigen Vorsprünge umgeben somit
den Stopfen ringförmig und dienen vor allem der Abdichtung.
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Im Gegensatz zu solchen Vorschlägen wird durch die Erfindung in erster
Linie eine besonders gute Haftung des konischen Stopfens in der Lochbohrung bezweckt
und auf eine besonders einfache Weise erreicht. Es sind Stopfen mit schirmartigem
Oberteil bekannt, bei dienender zylindrische Teil mit nach außen gerichteten Warzen
besetzt ist.
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Erfindungsgemäß wird die Auslbildung von Stopfen mit einem schirmartigen
Oberteil und zylindrischem oder polygonalem, in einen Kegelstumpf übergehendem Unterteil,
der mit nach außen gerichteten Stacheln oder Warzen besetzt ist, auf Stopfen zur
hygienischen Abdeckung von Faß vers ehlüssen angewendet.
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Dabei wind der Haftsitz durch eine beim Einsetzen der Abdeckung hervorgerufene,
seitlich wirkende federnde Kraft erreicht und ist auch bei konisch zulaufenden oder
kantigen Aussparungen wirksam.
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Diese auf die Wandung der Aussparung wirkende federnde Kraft wird
zusätzlich noch .dadurch verstärkt, daß der untere Teil der Abdeckung sich auf
den
Korken im Schraubverschluß aufsetzt und auf diese Weise eine Druckwirkung auf die
Aussparungswand ausübt. Das Erbringen, Entfernen und ein fester Haftsitz werden
daher in kürzester Zeit bei Verwendung der bisher üblichen und bekannten Verschlußarmatur
ohne jegliche zbzw. nennenswerte Abänderung derselben gewährleistet, wobei eine
Wiederverwendung des Stopfens jederzeit möglich ist. Für die Herstellung der Abdeckung
wird vorteilhaft Kunststoff, Gummi od. dgl., also ein biegsames und leicht formbares
Material verwendet.
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Um die Anpressung des Stopfens an die Lochwandung lu fördern, sind
gemäß einem weiteren Vorschlag der Erfindung in der Wandung des zylindrischen oder
polygonalen Teiles auf der Innenseite sich in Längsrichtung des Stopfens erstreckende
Nuten vorgesehen.
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Die Erfindung ist in der Beschreibung im Zusammenhang mit der Zeichnung
in einem bevorzugten Ausführun.gsbeispiel wiedergegeben. Es zeigt Fig. 1 einen Schnitt
durch einen Faßausschnitt mit Faßarmatur und Abdeckung, Fig. 2 eine Draufsicht auf
.den Faß ausschnitt, Fig. 3 eine Abdeckung in normalem Zustand nebst Ansicht von
unten und Fig. 4 eine Abdeckung im Schnitt in eingesetztem Zustand nebst Ansicht
von unten.
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In ein vorgebohrtes Loch im Holz des Fasses ist ein Gewindestück
1 fest eingeschraubt. Der bereits mit einem Korken 2 versehene Schraubverschluß
3 wird.zusammen mit einem zur Abdichtung dienenden Leinwandring 4 in das Gewindestück
1 eingeschraubt, womit die Abdichtung des Füllgutes erreicht ist. Um eine Abschir.mung
der Bohrung 5 im Schrauzbverschluß 3 zu erreichen, wird der Teil 6 in die Bohrung
5 eingedrückt. Der Teil 6 ist so ausgebildet, daß
der obere schirmartige
Teil .die gesamte Armatur überdeckt und;durch seine Wölbung am stande fast auf dem
Gewindestück 1 aufliegt. Der untere hohlzylindrische, jedoch am unteren Ende stark
konisch zulaufende Teil ist einerseits mit zwei an beiden Seiten-- befindlichen
Nuten 7 und andererseits mit biegsamen Stacheln versehen. Die zylindrische Wandung
hat eine bestimmte Wandstärke und einen bestimmten Durchmesser. Im Bereich der beiden
Nuten 7 ist die Wandung stark vermindert.
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Vor Idem Einsetzen des Teiles 6 stehen die Stacheln gerade von der
Wandung ab (Fig. 3), und die Nutenkanten yerlaufen parallel zueinander. Wird der
Teil 6 in die Bohrung 5 so weit eingeführt, daß der obere schirmartige Teil auf
dem Gewindestück 1 und der untere Teil auf .dem Korken 2 aufsitzt, wird der mit
Stacheln besetzte zylindrische Teil des Teiles 6 zusammengepreßt, so daß die Stacheln
nun nach oben gerichtet sind und tdie dünnwandigen Nuten 7 sich wulstartig nach
außen biegen (Fig. 4). Das Bestreben der Stacheln, sich gerade zu richten, und das
Bestreben der Nutenwand, Normallage einzunehmen, unterstützt durch den auf dem Korken
aufsitzenden Unterteil deS Teiles 6, dessen Druck sich auf die -zylindrische Wandung.
überträgt, ergibt so viel federnde Kraft, daß ein fester Haftsitz erreicht wird
und ein selbständiges Lösen wider Abdeckung aus der Tiefenaussparung unmöglich ist.-
Für
das- Entfernen Ider Abdeckung ist ein kleiner Ausschnitt 8 am äußeren Rand des oberen,
schirmartigen Teiles vorgesehen. Durch Eindrücken eines spitzen Dornes unter den
Ausschnitt 8 kann die Abdeckung ,angehoben und entfernt werden, ohne dieselbe zu
beschädigen. Der erfindungsgemäße Stopfen zur Abdeckung eines Faß verschlusses hat
den Vorzug, daß er billig hergestellt werden kann, so daß selbst ein Verlust bedeutungslos
ist.
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PATENTANSPROCNE 1. Anwendung der Ausbildung von Stopfen mit einem
schirmartigen Oberteil und zylindrischem oder polygonalem, in einen Kegelstumpf
übergehendem Unterteil, der mit nach außen gerichteten Stacheln oder Warzen besetzt
ist, auf Stopfen zur hygienischen Abdeckung voa Faßverschlüssen.