DE1101089B - Verfahren zur Herstellung von hochfesten aluminierten Stahldraehten - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von hochfesten aluminierten StahldraehtenInfo
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Description
- Verfahren zur Herstellung von hochfesten aluminierten Stahldrähten Der Gedanke, Gegenstände aus Eisen und Stahl zum Zwecke einer besseren Korrosionsbeständigkeit mit Aluminium zu überziehen, ist schon alt. Man hat bisher sehr verschiedenartige Verfahren zum Auftragen des Aluminiumüberzuges entwickelt. Die bei anderen Metallen üblichen Tauchverfahren können bei der Feueraluminierung jedoch nicht ohne weiteres angewendet werden, da das geschmolzene Aluminium eine große Reaktionsfähigkeit mit zahlreichen anderen Stoffen besitzt. Brauchbare Verfahren und Einrichtungen zum Tauchaluminieren von Drähten sind aber erst in neuerer Zeit bekanntgeworden. Mit diesen hat man, soweit es sich um die Herstellung von aluminiumüberzogenen Eisen- und Stahldrähten handelt, gute Ergebnisse erzielt, mit der Einschränkung, daß die Festigkeit der Stahldrähte verhältnismäßig niedrig und nicht über etwa 130 kg/mm2 liegt. Die Herstellung von aluminierten Stahldrähten mit höheren Festigkeiten als etwa 130 kg/mm2 ist nach den bekannten, üblichen Verfahren nicht möglich. Dies liegt daran, daß beim Heißaluminieren die Festigkeit der Drähte infolge des hohen Schmelzpunktes des Aluminiumbades erheblich verringert wird. Man hat bereits versucht, diesen- Festigkeitsabfall der Stalldrähte durch eine nachträgliche Ziehbehandlung wieder aufzuholen. Dies gelingt jedoch nur zum Teil, da eine hierfür notwendige weitgehende Kaltverformung der aluminierten Stahldrähte nicht vorgenommen werden kann, weil sie kein hierfür geeignetes Gefüge besitzen. Man erreicht daher mit den bisher bekannten Verfahren bei aluminierten Stahldrähten nur Festigkeiten von höchstens 130 kg/mm2.
- Weitere Bemühungen, den obengenannten Festigkeitsabfall beim Veraluminieren von Stahldrähten zu vermindern, zielten darauf ab, die Temperatur des Überzugsbades, die üblicherweise bei etwa 700° C liegt, durch Zulegierung von entsprechenden Metallen möglichst niedrig zu halten. Grundlegende Verbesserungen werden hiermit jedoch nicht erreicht.
- Die Erfindung sieht ein Verfahren zur Herstellung von aluminierten, hochfesten Stahldrähten vor, bei dem die gereinigten Drähte ebenfalls ein Aluminiumschmelzbad durchlaufen und anschließend gezogen werden. Die Erfindung geht jedoch von dem bisher eingeschlagenen Weg, die Temperatur des Schmelzbades mit allen Mitteln niedrig zu halten, bewußt ab und schlägt demgegenüber vielmehr vor, die Temperatur des Aluminiumbades in Abhängigkeit vom Kohlenstoffgehalt der durchlaufenden Drähte derart zu erhöhen, daß die aus dem Bad austretenden Drähte noch einen möglichst hohen Gefügeanteil an Austenit besitzen, so daß die nach dem Verlassen des Aluminiumbades eintretende Abkühlung der Drähte einen dem durch das bekannte Luftpatentieren erzielbaren mög- lichst ähnlichen Gefügezustand ergibt. Damit wird eine sehr weitgehende Kaltverformung der Drähte durch Ziehen zum Zwecke der Festigkeitserhöhung und der Aufrechterhaltung der sonstigen technologischen Eigenschaften, wie sie beispielsweise für Seil-und Federdrähte erforderlich sind, ermöglicht. Bei einem Stahldraht mit einem Kohlenstoffgehalt von etwa 0,5 Gewichtsprozent sollte die Badtemperatur beispielsweise bei ungefähr 780° C liegen, während für einen Stahldraht mit etwa 0,85 Gewichtsprozent Kohlenstoff eine Badtemperatur von ungefähr 740° C in Frage kommt.
- Bei dem Verfahren gemäß der Erfindung dient daher das Aluminiumbad gleichzeitig als Wärmebehandlungsbad zur Ermöglichung eines Luftpatentierungseffektes. Es kann außerdem auch vorteilhaft sein, die Drähte vor dem Einlaufen in das Aluminiumschmelzbad in an sich bekannter Weise in einem Ofen unter Schutzgas zu erhitzen. Die Ofentemperatur wird dabei so gewählt, daß sie über dem Ac3-Punkt der jeweils durchlaufenden Stahldrähte liegt. Hierdurch ergibt sich der weitere Vorteil, daß die Erwärmung des Aluminiumschmelzbades zu einem erheblichenTeil durch die heiß einlaufenden Drähte selbst erfolgt, so daß das Aluminiumschmelzbad nur zusätzliche Heizelemente benötigt.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Herstellung von hochfesten, auf schmelzflüssigem Wege mit Aluminium überzogenen Stahldrähten unter anschließender Ziehbehandlung, dadurch gekennzeichnet, daß die Temperatur des Aluminiumbades in Abhängigkeit vom Kohlenstoffgehalt der Stahldrähte derart erhöht wird, daß diese beim Verlassen des Bades einen hohen Anteil an austenitischem Gefüge aufweisen.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,, daß die Drähte vor ihrem Einlaufen in das Aluminiumschmelzbad in an sich bekannter Weise- in einem Ofen unter Schutzgas erhitzt werden.
- 3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekenn-.zeichnet; daB die Ofentemperatur so gewählt wird, däB sie. über dem Ach Punkt der jeweils durchlaufenden Stahldrähte liegt.
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