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DE1100113B - Isolierstoff fuer elektrotechnische Zwecke - Google Patents

Isolierstoff fuer elektrotechnische Zwecke

Info

Publication number
DE1100113B
DE1100113B DEW19391A DEW0019391A DE1100113B DE 1100113 B DE1100113 B DE 1100113B DE W19391 A DEW19391 A DE W19391A DE W0019391 A DEW0019391 A DE W0019391A DE 1100113 B DE1100113 B DE 1100113B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
resin
anhydride
glycidyl
liquid
resins
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEW19391A
Other languages
English (en)
Inventor
Newton C Foster
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Westinghouse Electric Corp
Original Assignee
Westinghouse Electric Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Westinghouse Electric Corp filed Critical Westinghouse Electric Corp
Publication of DE1100113B publication Critical patent/DE1100113B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01BCABLES; CONDUCTORS; INSULATORS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR CONDUCTIVE, INSULATING OR DIELECTRIC PROPERTIES
    • H01B3/00Insulators or insulating bodies characterised by the insulating materials; Selection of materials for their insulating or dielectric properties
    • H01B3/18Insulators or insulating bodies characterised by the insulating materials; Selection of materials for their insulating or dielectric properties mainly consisting of organic substances
    • H01B3/30Insulators or insulating bodies characterised by the insulating materials; Selection of materials for their insulating or dielectric properties mainly consisting of organic substances plastics; resins; waxes
    • H01B3/40Insulators or insulating bodies characterised by the insulating materials; Selection of materials for their insulating or dielectric properties mainly consisting of organic substances plastics; resins; waxes epoxy resins

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Spectroscopy & Molecular Physics (AREA)
  • Organic Insulating Materials (AREA)
  • Epoxy Resins (AREA)

Description

  • Isolierstoff für elektrotechnische Zwecke Glycidylpolyäther, auch als Epoxydharze oder Polyepoxyde bekannt, haben eine ausgezeichnete Chemikalienbeständigkeit, geringe Feuchtigkeitsaufnahme und vorzügliche Hafteigenschaften. Infolge dieser Eigenschaften sind diese Harze besonders für die Verwendung als Kleber, Gießharze und Anstrichmittel geeignet. Sie finden auch in der Elektrotechnik vielseitige Verwendung.
  • Flüssige vollständig reaktionsfähige Glycidylpolyäther zeigen bei der Härtung eine geringe Schrumpfung. Folglich bleibt die beim Umgießen elektrischer Teile vorkommende Spaltung und Rißbildung des Harzes auf ein Minimum beschränkt. Auch der auf die elektrischen Teile übertragene Druck ist, wenn, er überhaupt auftritt, nur umerklich gering. Ebenfalls werden die Palyätherharze bei Verwendungen zu Einbettungszwecken beim Härten nicht über den Rand des Behälters hinwegkriechen, was sonst allgemein vorkommt, z. B. wenn Polyesterharze gehärtet werden. Die geringfügige Schrumpfung, die bei der Härtung von Glycidylpolyätherharzen auftritt, macht wahrscheinlich die im Vergleich mit anderen polaren Harzen ausgezeichneten Klebeeigenschaften verständlich. Diese wiederum scheinen die größere Steifheit von Glasfaserschichtstoffen, die mit Epoxydharzen verstärkt sind, zu erklären.
  • Allgemein werden Glycidylpolyäther durch Erhitzen in Gegenwart geringer Mengen eines Amins oder eines Säureanhydrids gehärtet. Zahlreiche Nachteile haben sich aus solchen früheren Härtungsverfahren ergeben. Katalysatoren vom Amintyp, wie z. B. Diäthylentriamin und Dimethylamin, sind besonders aktive Härtungskatalysatoren für Glycidylpolyäther. Solche Harze müssen fast unmittelbar nach der Katalysatorzugabe verarbeitet werden, weil die Topfzeit nur einige Minuten beträgt. Ein nicht sofort benutztes katalysiertes Harzgemisch muß verworfen werden, um einer Aushärtung desselben im Mischungsbehälter vorzubeugen. Viele der bisher angewandten Amine sind toxisch und flüchtig, andere wiederum haben einen unangenehmen Geruch.
  • Wenn Säureanhydride als Härtungskatalysatoren benutzt werden, sind übermäßig lange Gelierungszeiten .erforderlich, bevor ein gehärtetes Produkt erhalten wird. Bei Anwendungen nach dem Gieß- und Einbettungsverfahren setzen sich die Füllstoffe am Boden des Behälters ab, bevor das Harz vollkommen fest geworden ist. Die lange Gelierungszeit erhöht auch die Herstellungskosten der Gießlinge und Schichtstoffe, weil solche Bauteile relativ lange in der Form oder in der Presse verbleiben müssen.
  • Schwierig ist eine zufriedenstellende Härtung von Glycidylpolyäthern allein mit Aminen oder Säureanhydriden. Auch sind so hergestellte Harze als Gieß-, Einbettungsharze und Kleber bedeutend teurer als z. B. Polyesterharze. Dies gilt besonders für vollständig reaktionsfähige, flüssige Varianten von Glycidylpolyäthern. Nach der herkömmlichen Härtungsart haben Glycidylpolyäther auch eine relativ geringe Wärmefestigkeit, welche ihre Anwendung als Kleber und Schichtharze bei hohen Temperaturen begrenzt.
  • Diese Nachteile, die insbesondere bei der Verwendung für elektrotechnische Zwecke sehr unerwünscht sind, können überraschenderweise durch die Verwendung von Umsetzungsprodukten aus flüssigen ungesättigten reaktionsfähigen Monomeren und spezifischen olefinischen Dicarbonsäuren mit Glycidylpolyäthern überwunden werden. Diese Harzgemische sind bei Raumtemperatur lange Zeit beständig und durch Erwärmen in Gegenwart von Katalysatoren härtbar. Die erhaltenen Produkte haben gute mechanische Eigenschaften, wie Härte, Zähigkeit und beachtenswerte Zugfestigkeit sowie gute Hitzebeständigkeit.
  • Überraschenderweise zeigen solche Stoffe bei der Aushärtung kein Absetzen des vorhandenen Jüllstoffs. Es können so z. B. auch. größere Gußkörper mit vollkommen homogener Zusammensetzung hergestellt werden, was insbesondere für die Elektrotechnik sehr wichtig ist. Darüber hinaus tritt eine wesentliche Verbilligung des Erzeugnisses ein, da nicht nur das Ausgangsmaterial billig ist, sondern. auch durch die schnellere und zugleich homogene Aushärtung eine Rationalisierung bei der Verarbeitung, in vielen Fällen sogar eine kontinuierliche Verarbeitung möglich ist, was insbesondere bei der Herstellung von, elektrotechnischen Serienfabrikaten ausgenutzt wird. Besonders wichtig für die Elektrotechnik ist ferner noch, daß keine korrodierende Wirkung auf Kupferdraht eintritt und daß das Harz gut auf dem Kupfer haftet und einen besonders guten Oberflächenwiderstand, einen niedrigen Verlustfaktor bei hohen Temperaturen und eine gute Lichtbogenfestigkeit hat, was es für die Verwendung als Schichtstoff für gedruckte Schaltungen geeignet macht.
  • Erfindungsgemäß wird für elektrotechnische Zwecke ein bereits anderweitig vorgeschlagenes Umsetzungsprodukt aus Glycidylpolyäthern und dem Reaktionsprodukt von wenigstens einem olefinischen Dicarbonsäureanhydrid und einem flüssigen anpolymerisierbaren Monomeren mit der Gruppe ' C=C verwendet.
  • Es werden. die Umsetzungsprodukte aus 1 Mol eines Glycidylpolyäthers eines Diphenols und einer solchen Menge eines oleflnischen Dicarbonsäureanhydrids, daß deren Anhydridgruppenzahl annähernd ausreicht zur Reaktion mit den Epoxy d- und Hydroxylgruppen des genannten Glycidylpolyäthers, und mindestens einem flüssigen ungesättigten reaktionsfähigen Monomeren, das die Gruppe #'C=C @ besitzt, wobei wenigstens 0,9 Mol des genannten Monomeren auf ein Mol des genannten Anhydrids treffen, verwendet. Während es vorgezogen wird, eine stöchlometrisch molare Menge des Anhydrids in bezug auf die Epoxyd- und Hydroxylgruppen im Polyäther zu verwenden, werden auch zufriedenstellende Ergebnisse erhalten, wenn die angewandteAnhydridmenge ± 15 Molprozent der stöchiometrischen Menge ausmacht.
  • Zur Darstellung der erfindungsgemäß verwendeten Harzmassen - für die an sich und für deren Herstellung im Rahmen der vorliegenden Erfindung jedoch kein Schutz beansprucht wird - wird ein fester oder flüssiger Glycidylpolyäther in einem flüssigen ungesättigten reaktionsfähigen Monomeren, das die Gruppe - C= C - enthält, gelöst, wobei ein flüssiges Gemisch erhalten wird. Dann wird wenigstens ein ungesättigtes Säureanhydsid in diesem Gemisch gelöst und ein. radikalbildender Katalysator, der Polymerisationen vom Additionstyp fördert, hinzugefügt. Nach dem Erhitzen des flüssigen Gemisches reagieren die ungesättigten Gruppen des Monomeren und des Säureanhydrids schnell und vorzugsweise unter Bildung eines Copolymeren, wobei die Masse sehr viskos wird. Bei weiterem Erhitzen reagieren die Auhydridgruppen des Copolymeren mit den Epoxyd- und den Hydroxylgruppen des Glycidylpolyäthers. Die Zusammensetzung des Copolymeren ergibt ein Harz mit einer höheren Wärmefestigkeit als derjenigen, die man bei Verwendung von Säureanhydriden allein erhält. Daraus ergibt sich eine verbesserte Hitzebeständigkeit bei Verwendung des Harzes als Kleber. Auf Grund der schnellen Reaktion, zwischen dem Anhydrid und dem Monomeren können Gießlinge gemacht werden, ohne daß sich wesentliche Mengen von Füllstoff absetzen, bevor die Masse vollständig zu einem festen Körper ausgehärtet ist. Die Gießlinge können nach kurzer Zeit aus der Form genommen und in einem Ofen erhitzt werden, um sie vollständig zu härten.
  • Ebenso ist bei Schichtstoffen nur ein kurzes Pressen und Nachbacken im Ofen notwendig. Bei Verwendung als Einbettungsharze kriechen diese Harzmassen nicht über den Rand des Behälters, wie dies bei Massen, die nur aus Polyestervinylverbindungenhergestellt wurden, der Fall ist. Glycidylpolyäther, welche mit den beiden hier geoffenbarten Bestandteilen umgesetzt und gehärtet wurden, eignen sich besonders für elektrische Isolationen, z. B. von Drähten, Kabeln, Spulen, Wicklungen usw" als Einbettungs-, Imprägnierungs- und Ü"berzugsharze und, Lacke. Beim Erhitzen erhärtet das Harzgemisch zu einer harten, zähen Harzmasse. Diese Mischungen aus katalysiertem Glycidylpolyäther, ungesättigtem Monomeren und ungesättigtem Säureanhydrid können auch zum Einbetten und Eingießen verwendet werden. Geschichtete Magnetkerne z. B. können in solche flüssige Mischungen getaucht werden, wenn nötig, unter Anwendung von Vakuum und Druckimprägnierung, wobei die Mischung leicht alle Zwischenräume zwischen der Lamellierung ausfüllt. Beim Erhitzen härtet die Masse zwischen den Lamellen schnell zu einer harten, zähen Klebmasse, welche die Lamellen so festhält, daß ein fester Kern entsteht, der sich schwer in der Schichtrichtung spalten läßt; jedoch ohne Bruch in Kernsegmente geschnitten werden, kann. Elektrische Transformatoren, Gleichrichter und elektrische Geräteteile der verschiedensten Art können, erfindungsgemäß in die reaktionsfähigen katalysierten Glycidylpolyäther eingebettet oder eingegossen werden.
  • Die harzartigen Glycidylpolyäther, welche zur Darstellung der erfindungsgemäß verwendeten Preßharzmasse geeignet sind, können dargestellt sein durch Umsatz vom. wenigstens einem mehrwertigen Phenol mit wenigstens einem Epihalogenhydrin im alkalischen Medium. Geeignete Phenole für die Darstellung solcher harzartiger polymerer Epoxyde enthalten wenigstens zwei phenolische Hydroxylgruppen je Molekül. Mehrkernige Phenole, bei denen die Phenolkerne durch Kohlenstoffbrücken verbunden sind, wie z. B. 4,4'-Dioxydiphenyldimethylmethan - weiterhin bezeichnet als Bisphenol »A« - und 4,4'-Dioxydiphenylmethan, besonders geeignet sind. Zusammen mit den genannten mehrkernigem Phenolen können auch solche mehrkernige Phenole benutzt werden, deren Phenolkerne durch Schwefelbrücken verbunden sind, wie z. B. 4,4'-Dioxydiphenylsulfon.
  • Als Ep-ihalogenhydrin ist vorzugsweise Epichlorhydrin, ferner auch Homologe, z. B. Epibromhydrin, vexwendeL.
  • Es - können feste oder flüssige Glycidylpolyäther eingesetzt sein. Die im Handel erhältlichen festen Polyäther sind billiger als die flüssigen. Sorten. Die Verwendung von festen Materialien spart so Materialkosten. Die flüssigen Polyäther haben, wenn. überhaupt, dann nur sehr wenige Hydroxylgruppen, während die festen Polyäther eine größere Anzahl von Hydroxylgruppen pro Molekül besitzen.
  • Geeignete flüssige reaktionsfähige ungesättigte Monomere, die die Gruppe ---- C=C ---- enthalten, sind Monostyrol, Vinyltoluol, a-Mefylstyrol, 2,4-Dichlorstyrol, p-Methylstyrol, Vinylacetat, Methylrnethacrylat, Äthylacrylat, Methallylalkohol, Acrylnitril, Methylvinylketon, Butylmethacrylat und 1,3-Chloropren. Hiervon können zwei oder auch Mischungen von mehreren angewandt werden.
  • Geeignete aleflnische ungesättigte Dicarbonsäureanhydride sind Malein-, Citracon-, Itacon- und Chlormaleinsäureanhydrid.
  • Wenn flüssige Glycidylpo@lyäther, die, wenn überhaupt, dann nur wenige Hydroxylgruppen besitzen, verwendet sind, ist es zweckmäßig, eineu geringen Teil des olefinischen Dicarbonsäureanhydrids zu ersetzen durch die entsprechende Dicaxbonsäure. Dabei leitet die Säure die Polymerisation ein. Jedoch sollten nicht mehr als 10 Gewichtsprozent verwendet sein, da größere Mengen die Wärmefestigkeit des Harzes in unerwünschtem Ausmaße erniedrigen.
  • Die Harzmassen können mit festen Füllstoffen vermischt sein, wie z. B. Siliciumdioxyd, Titandioxyd, Wollastonit, Glasfasern, Holzmehl, Glimmer, Graphit und Calciumsilicaten. Die Harzmassen sind durch Erhitzen auf 135° C in Gegenwart von mindestens einem Polymerisationskatalysator vom Additionstyp zu einem festen Produkt härtbar. Solche Katalysatoren sind z. B. Benzoyl-, Lauryl-, Methyläthylketonperoxyd, tert.-Buthylhydroperoxyd, Ascaridol, tert.-Butylperbenzo,at, ditert.-Butyldiperphthalat, Ozonide und Bortrifluoridätherat. Man benutzt hiervon 0,1 bis 3 Gewichtsprozent. Es können auch größere oder kleinere Mengen verwendet sein.
  • Polymerisationsbeschleuniger, wie z. B. Kobaltnaphthenat, Chromacetylacetonat und Azomethine, können verwendet werden, um die Gelierung bei niedrigen Temperaturen zu fördern. Die Polymerisation kann auch durch UV-Licht gelingen. Herstellung der erfindungsgemäß verwendeten Ausgangsstoffe Herstellung des Glycidylpolyäthers A Im folgenden wird ein Beispiel für die Herstellung eines Glycidylpodyäthers, für den und für dessen Herstellung im Rahmen der vorliegenden Erfindung kein Schutz beansprucht wird, beschrieben.
  • In einem offenen Gefäß, das mit einem mechanischen Rührer versehen ist, werden 54 Teile Natriumhydroxyd in etwa 600 Teilen Wasser gelöst. Ungefähr 3 Mol Bisphenol »A« werden hinzugegeben und das erhaltene Gemisch etwa 10 Minuten bei 30° C gerührt. Dann werden 4 Mol Epichlorhydrin hinzugegeben, wobei sich die Temperatur auf 60 bis 70° C erhöht. Hierauf werden 42 Teile Natriumhydroxyd, gelöst in 9 Teilen Wasser, unter Rühren hinzugefügt und die Mischung etwa 1 Stunde auf 90 bis 100° C gehalten. Die Mischung trennt sich in zwei Schichten. Die obere Schicht wurde abgetrennt und verworfen, und die untere Schicht wurde mit siedendem Wasser gewaschen, welches die zur Neutralisation des nicht umgesetzten Ätznatrons nötige Menge Essigsäure enthielt. Nach Entfernung des Waschwassers erhält man auf die bekannte Weise ein flüssiges reaktionsfähiges Epoxydharz.
  • Die Darstellung von einigen erfindungsgemäß verwendeten Umsetzungsprodukten, für die an sich und für deren Herstellung im Rahmen der vorliegenden Erfindung kein Schutz beansprucht wird, wird nachfolgend erläutert. Wenn nichts anderes angegeben, sind die Teile Gewichtsteile. Umsetzungsprodukt t3 Ungefähr 10 Teile eines festen Glycidylpolyäthers A mit einem Epoxydäquivalent von 450 bis 525, einer annähernden Veresterungszahl von 130 und einem Schmelzpunkt von 64 bis 76° C wurden in 3 Teilen Monostyrol gelöst. Die Lösung wurde vermischt mit 3 Teilen Maleinsäureanhydrid und 0,3 Gewichtsprozent einer 60o/oigen Lösung von Methyläthylketonperoxyd in Dimethylphthalat. Eine Probe des so dargestellten Harzes gelierte in einem Aluminiumgefäß bei 60° C innerhalb 5 bis 10 Minuten. Der gelierte Gießling wurde in einen Ofen gebracht und 8 Stunden auf 135° C erwärmt. Der erhaltene durchscheinende Gießling hatte keine Fehlstellen und haftete vorzüglich an dem Aluminiumgefäß.
  • Wenn wesentlich weniger Monostyrol - bezogen auf das Säureanhydrid - verwendet wird, erfolgt die Reaktion bedeutend langsamer, was in den folgenden Beispielen beschrieben wird. Umsetzungsprodukt C Die folgenden Bestandteile werden in Übereinstimmung mit B gemischt:
    Teile
    Glycidylpolyäther A ................... 10
    Maleinsäureanhydrid ................. 4
    Monostvrol ........................... 1
    0,5 Gewichtsprozent tert.-Butylperl)enzoat
    Diese Harzlösung bleibt nach 3stündigem Erhitzen auf 135° C in ,einem Aluminiumgefäß noch flüssig. Ein weiteres 2stündiges Ausbacken bei 135° C ist erforderlich, bevor es zu einem klaren Harz erhärtet, welches fest auf dem Aluminiumgefäß haftet. Das Harz hatte eine Durometerhärte 90 (D-Skala).
  • Umsetzungsprodukt D Die folgenden Bestandteile wurden in Übereinstimmung mit B vermischt:
    Teile
    Gly cidylpolyäther * . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20
    Maleinsäureanhydrid ................. 6
    Monostvrol ........................... 12
    0,1 Gewichtsprozent einer 6o/oigen Lösung
    von Kobaltnaphthenat in Mineralsäuren
    0,2 Gewichtsprozent einer 60a/oigen Lö-
    sung von Methyläthylketonperoxyd in
    Dimethylphthalat
    Mit einem Epoxydäquivalent von 1600 bis 1900, einer annähernden Veresterungszahl von 190 und einem Schmelzpunkt von 127 bis 133° C.
  • Diese Harzlösung wurde in ein Becherglas gegossen. Sie gelierte bei 30° C in 25 Minuten. Nach weiterem 8stündigem Stehen bei 30° C wurde das Harz hart und haftete fest an der Wand des Bechers. Bei Verwendung von Vinyltoluol an Stelle von Mono, styrol wurden ähnliche günstige Ergebnisse erhalten.
  • Das Vermischen eines ungesättigten reaktionsfähigen Monomeren mit einem ungesättigten Säureanhydrid in Gegenwart eines Glycidylpolyäthers ist exoxtherm und mit einer Gelierung verbunden. Die Darstellung der Mischungen muß sorgfältig erfolgen. Die durch die exotherme Reaktion erzeugte Temperatur darf zum Verdampfen des Vinylmonomeren nicht ausreichen. Wenn eine solche Verdampfung .eintritt, werden Gasblasen im Harz eingeschlossen, die seine isolierenden Eigenschaften vermindern. Wird das Harz in Form eines dünnen Films benutzt, wie z. B. in Kleb- oder Schichtstoffen, dann wird die exotherme Reaktionswärme infolge der außerordentlich dünnen Schicht der Kleb- oder Laminiermasse leicht abgeführt. Zur Herstellung bestimmter Gießlinge ist es ratsam, Sand als Füllstoff zu verwenden, um eine störende .exotherme Reaktion zu vermeiden. Bei der Herstellung anderer Gießlinge, wo ein weniger inerter Füllstoff verwendet wird, ist es vorteilhaft, einen. Teil des ungesättigten Säureanhydrids durch stöchiometrisch äquivalente Mengen eines gesättigten Säureanhydrids zu ersetzen.
    Umsetzungsprodukt E
    Eine harzartige Masse, bestehend aus
    Teile
    Glycidylpolyäther A ..... ............. 10
    Monostyrol ........................... 15
    Maleinsäureanhydrid .................. 1,5
    Phthalsäureanhydrid .................. 1,5
    0,4"/o einer 600/eigen Lösung von Methyl-
    äthylketonperoxyd in Dimethylphthalat
    wurde in eine zylindrische Dose von 4,551 Inhalt gegossen, welche 73 Teile Sand (bezogen auf das Gewicht der Harzmassen.) enthält. Das Harz und der Sand wurden gut gemischt und dann in einen Ofen von 100° C gegeben. Nach 3 Stunden hatte das Harz die Ofentemperatur erreicht. Das Harz verblieb weitere 3 bis 4 Stunden in dem Ofen, wobei die Ofentemperatur auf 100° C gehalten wurde. Durch die exotherme Reaktion erreichte das Harz eine Temperatur von 112° C. In denn gehärteten. Harz zeigten sich keine Blasen, Lücken, Zwischenräume u. dgl., wenn die Temperatur unter dem Siedepunkt (140° C) des Monostyrols lag.
  • Umsetzungsprodukt F Die folgenden Bestandteile wurden entsprechend B vermischt
    Teile
    Glycidylpolyäther A ................... 10
    Maleinsäureanhydrid .................. 1,5
    Phthalsäureanhydrid .................. 1,5
    Monostyrol ........................... 2
    0,3 Gewichtsprozent einer 60o/oigen Lö-
    sung von Methyläthylketonperoxyd in
    Dimethylphthalat
    0,3 Gewichtsprozent tert.-Butylperbenzoat
    Ein Teil dieses flüssigen Harzes wurde in ein Aluminiumgefäß gegossen. Das Harz gelierte in einem Ofen, in dem es auf 80° C gehalten wurde, in 15 Minuten. Um ein zähes Harz zu erhalten, wurde es 8 Stunden auf 135° C erwärmt. Dieses hädtet fest an dem Aluminiumgefäß. Das Harz hatte eine Durometerhärte 90 (D-Skala) und eineLichtbogenfestigkeit von 68 Sekunden, bestimmt nach ASTM D 495-48T. Ähnliche zufriedenstellende Ergebnisse wurden bei Verwendung von a-Methylstyrol an Stelle von Monostyrol erhalten.
  • Die Erfindung wird an Hand der folgenden Beispiele erläutert: Beispiel 1 Ein Transformator wurde in eine Form gegeben und mit einem flüssigen Harz folgender Zusammensetzung vakuumimprägniert:
    Teile
    Glycidylpolyäther A ................... 10
    Maleinsäureanhydrid ......... .. ....... 1,5
    Phthalsäureanhydrid ......... ..... 1,5
    Monostyrol ............ ............. 3
    Glimmer (Maschengröße 325) . . . . . . . . . . 8
    0,02 Gewichtsprozent Hydrochinon
    0,3 Gewichtsprozent einer 60o/oigen Lö-
    sung von Methyläthylketonperoxyd in
    Dimethylphthalat
    Nach 30 Minuten langem Erhitzen in einem Ofen auf 80° C gelierte das flüssige Harz. Der gegossene Transformator wurde dann weitere 8 Stunden auf 135° C erhitzt. Es erfolgte keine Abscheidung von Füllstoff (Glimmer), und der Gießling hatte weder Blasen noch Risse oder ähnliches. Der Gießling wurde zweimal auf -28° C abgekühlt, ohne daß irgendwelche Sprünge im Harz auftraten.
  • Beispiel 2 Die folgenden Bestandteile wurden gemäß B vermischt
    Teile
    Glycidylpolyäther A ................... 10
    Maleinsäureanhydrid .................. 1,5
    Phthalsäureanhydrid .................. 1,5
    Monostyrol ...............:........... 6
    0,05 Gewichtsprozent Hydrochinon
    0,5 Gewichtsprozent einer 50o/oigen Di-
    spersion von Benzoylperoxyd in Tri-
    kresylphosphat
    Ein 6,35 mm dicker Gießling dieses Harzes wurde zwischen Glasplatten hergestellt. Das Harz gelierte in 20 Minuten in einem Ofen bei 80° C. Dann wurde der Gießling weitere 8 Stunden auf 135° C erhitzt. Nach dem Entfernen der Form wurden für den Gießling die Durometerhärte 90 (D-Skala) und folgende elektrische Werte gefunden.:
    Temperatur 60 Hz 100 Hz 1 kHz 100 kHz
    Verlustfaktor in "/o
    24 0,16 0,18 0,27 1,25
    75 0-,22 0,18 0,19 0,47
    102 0,41 0,37 0,28 0,35
    128 4,10 3,75 2,45
    Dielektrizitätskonstante
    24 3,26 3,27 3,26 3,19
    75 3,29 . 3,28 3,27 3,25
    102 3,33 3,33 3,31 3,29
    128 3,78 3,70 3,51
    Wie aus obiger Tabelle ersichtlich, ist der Verlustfaktor für Gießlinge aus Epoxydharzen bei 128° C -ungewöhnlich niedrig. Früher wurden die bei der Härtung von Epoxydharzen mit Anhydridkatalysatoren aufgetretenen Schwierigkeiten umgangen durch Verwendung von Aminkatalysatoren, obwohl deren Verwendung bei der Härtung Harze mit hohen Verlustfaktoren bei hohen Temperaturen ergab. Der niedrige Wert des Verlustfaktors bei 128° C gemäß der Tabelle beweist, daß die vorliegende Erfindung eine bequeme Methode zum Härten von Epoxydharzen mit Anhydridkatalysatoren ist, wobei man Harze erhält, die bei hohen Temperaturen einen niedrigen. Verlustfaktor haben.
  • Beispiel 3 Ein Stück Kupferstreifen wurde in eine Harzmasse folzender Zusammensetzung gebracht:
    Teile
    Glycidylpolyäther A ................... 10
    Maleinsäureanhydrid . .......... ....... 1,5
    Phthalsäureanhydrid .................. 1,5
    Monostyrol ........................... 2
    0,02 Gewichtsprozent Hydrochinon
    0,3 Gewichtsprozent einer 60°/oigen Lö-
    sung von Methyläthylketonperoxyd in
    Dimethylphthalat .
    Anschließend wurde das Harz 20 Minuten auf 135° C erwärmt. Hierbei hatte sich ein festhaftender Film von hartem Harz auf dem Kupferstreifen gebildet. Das Harz hatte keine korrodierende Wirkung auf das Kupfer.
  • Beispiel 4 Ein Schichtstoff aus Glasgewebe wurde hergestellt, indem man zwölf übereinanderliegende Glasgewebefolien mit einem flüssigen Harz folgender Zusammensetzung vergoß
    Teile
    Glycidylpolyäther A ................... 10
    Maleinsäureanhydrid .................. 3
    Monostyrol ........................... 4
    0,5 Gewichtsprozent einer 50o/oigen Di-
    spersion von Benzoylperoxyd in Tri-
    kresylphosphat
    Die aufeinanderliegenden und mit dem Harz versehenen Gewebeschichten wurden mit Cellophan umwickelt und in einer Presse auf 100° C erwärmt. Nach nur 5 Minuten langem Pressen bei 1,4 kg/cm2 war der Schichtstoff steif, besaß eine hohe Festigkeit und spaltete sich nicht beim Brechen.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verwendung von Umsetzungsprodukten aus Glycidylpolyäthern und dem Reaktionsprodukt von wenigstens einem olefinischen Dicarbonsäureanhydrid und mindestens einem flüssigen ungesättigten reaktionsfähigen Monomeren mit der Gruppe @ C = C @ für elektrotechnische Zwecke.
  2. 2. Verwendung der Umsetzungsprodukte nach Anspruch 1 als Gießharz für elektrotechnische Zwecke.
  3. 3. Verwendung der Umsetzungsprodukte nach Anspruch 1 als Klebemittel für elektrotechnische Zwecke.
  4. 4. Verwendung der Umsetzungsprodukte nach Anspruch 1 als Anstrichmittel für elektrotechnische Zwecke.
  5. 5. Verwendung der Umsetzungsprodukte nach Anspruch 1 zur Isolation von Transformatoren. In Betracht gezogene Druckschriften: Zeitschrift »Chem. Techn.«, 5 (1953), S. 745. In Betracht gezogene ältere Patente: Deutsches Patent Nr. 970 557.
DEW19391A 1955-08-23 1956-07-10 Isolierstoff fuer elektrotechnische Zwecke Pending DE1100113B (de)

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DE (1) DE1100113B (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1901653B1 (de) * 1968-01-22 1970-07-02 Furukawa Electric Co Ltd Verwendung von Thiuramverbindungen,Carbaminsaeuresalzen,Xanthogensaeuresalzen,Mercaptoimidazolinen,Aldehyd-Anilin-Kondensaten,heterocyclischen Stickstoffverbindungen oder Derivaten eines aromatischen Amins in Kunstharzmassen fuer Hochspannungs-Isolationen
DE102008025541A1 (de) * 2008-05-27 2009-12-17 Hexion Specialty Chemicals Gmbh Verfahren zum Herstellen eines rissfestem Gießharztransformators und rissfester Gießharztransformator

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE970557C (de) * 1952-03-11 1958-10-02 Ciba Geigy Verfahren zur Herstellung einer gehaerteten Kunstharzmasse

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