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DE1199931B - Verfahren zur Herstellung von Giessformen unter Verwendung vergasbarer Modelle - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Giessformen unter Verwendung vergasbarer Modelle

Info

Publication number
DE1199931B
DE1199931B DEN19370A DEN0019370A DE1199931B DE 1199931 B DE1199931 B DE 1199931B DE N19370 A DEN19370 A DE N19370A DE N0019370 A DEN0019370 A DE N0019370A DE 1199931 B DE1199931 B DE 1199931B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
melt
model
free
binder
drizzle
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEN19370A
Other languages
English (en)
Inventor
Heinrich Nellen
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DEN19370A priority Critical patent/DE1199931B/de
Publication of DE1199931B publication Critical patent/DE1199931B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22CFOUNDRY MOULDING
    • B22C7/00Patterns; Manufacture thereof so far as not provided for in other classes
    • B22C7/02Lost patterns
    • B22C7/023Patterns made from expanded plastic materials
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22CFOUNDRY MOULDING
    • B22C9/00Moulds or cores; Moulding processes
    • B22C9/02Sand moulds or like moulds for shaped castings
    • B22C9/04Use of lost patterns
    • B22C9/046Use of patterns which are eliminated by the liquid metal in the mould

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Mold Materials And Core Materials (AREA)
  • Molds, Cores, And Manufacturing Methods Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Gießformen unter Verwendung vergasbarer Modelle Verfahren zur Herstellung von Gießformen unter Verwendung von durch die Einwirkung der eingegossenen Schmelze in den gasförmigen Zustand übergehenden Modellen sind bereits bekannt. Unter den zur Herstellung der Modelle in Betracht kommenden Werkstoffen zeichnet sich aufgeschäumtes Polystyrol durch vollständige Vergasungsfähigkeit ohne Bildung von Rückständen wie Asche oder Schlacke, weiter ohne Verbrennung, Sinterung, explosionsartigen Zerfall, stürmisches Aufschäumen, Aufblähen, Zusammenfallen und sonstige körperliche und stoffliche Veränderungen, die den Guß stören würden, aus. Im Zusammenhang mit diesem Verfahren ist es weiter bekanntgeworden, das Modell in kalt- oder CO2-härtende Formmassen einzubetten.
  • Es ist ferner in Verbindung mit aus Wachs bestehenden Modellen bekanntgeworden, ein Wachsmodell mit mehreren Überzügen aus feuerfestem Stoff im Tauchverfahren so herzustellen, daß das Modell eine solche Anzahl von Überzügen und eine solche Dicke aufweist, daß eine selbsttragende Formschale gebildet wird, wobei zur Entfernung des Wachsmodelles aus der Schale heiße Lösungsmitteldämpfe verwendet werden, welche durch die Schalenwände hindurchgeführt werden. Zur Hinterfüllung des Wachsmodelles werden hitzebeständige Werkstoffe mit einem Bindemittel benutzt.
  • Ein eigener, früherer Vorschlag besteht darin, ausgehend von dem Verfahren zur Herstellung von Gießformen unter Verwendung von Modellen, die unter der Einwirkung der eingegossenen Schmelze in den gasförmigen Zustand übergehen, als Formstoff, mit dem das vergasbare Modell umgeben wird, bindemittelfreie, schütt- und rieselfähige, feuerfeste Werkstoffe zu verwenden, unter denen sich tonfreier, trockner Quarzsand durch besonders niedrige Gestehungskosten und sofortige Verwendbarkeit ohne Aufbereitung auszeichnet. Dabei wurde gefunden, daß sich dieses Verfahren besonders zur Herstellung von Gußstücken aus Buntmetallen eignet, die bekanntlich zu einem starken Aufschäumen der Schmelze führen. Dieses Aufschäumen fällt weg, wenn das vorgeschlagene Verfahren benutzt wird. Die Gründe hierfür ergeben sich aus der Überlegung, daß die Schmelze nicht in einen mit Luft erfüllten Hohlraum eindringt, sondern daß die Vergasung des Modellei, dem Fortschreiten des Schmelzflusses entsprechend, abläuft; dadurch kommt es zu keiner Einführung von Luft bzw. Sauerstoff in die Schmelze unter deren hydrostatischem Druck, sondern zu einem langsam vor sich gehenden Eindringen der Schmelze in das aus dem Schaumwerkstoff bestehende Modell, das somit einen gewissen Widerstand bildet und dadurch das stürmische Eindringen der Schmelze mit dem sich hieraus ergebenden Eindringen von Luft bzw. Sauerstoff verhindert.
  • Vorliegende Erfindung beschreitet, wiederum ausgehend von Verfahren zur Herstellung von Gießformen unter Verwendung von durch die Einwirkung der eingegossenen Schmelze in den gasförmigen Zustand übergehenden Modellen, wobei zwischen dem Modell und der Hinterfüllung aus bindemittelfreien, rieselfähigen und feuerfesten Werkstoffen eine das Modell umgebende, aushärtende Formstoffschicht angeordnet ist, einen anderen Weg, um zu Gießformen zu gelangen, die unter Verwendungsmöglichkeit des genannten, billigen Quarzsandes eine Reihe von Abgüssen zulassen. Um das zu erreichen, wird erfindungsgemäß das vergasbare Modell mit einer im trockenen und rieselfähigen Zustand befindlichen Formstoffschicht umgeben, die aus einem feuerfesten Material und einem unter der Einwirkung der eingegossenen Schmelze aushärtenden oder wenigstens bindig werdenden Bindemittelanteil besteht und die mit dem bereits genannten, bindemittelfreien, rieselfähigen und feuerfesten Material hinterfüllt wird.
  • Es besteht zunächst die Möglichkeit, eine vorzugsweise schalenförmig zusammenhängende Zwischenschicht auf dem Modell selbsthaftend durch Tauchen, Anstreichen, Aufspritzen, Niederschlagen od. dgl. zu erzeugen. Man kann weiter die vorzugsweise schalenförmig zusammenhängende Zwischenschicht in dem bei Einlegen des Modellei noch losen, schütt- und rieselfähigen Gefüge durch Einführung von unter dem Einfluß der Schmelze aufhärtbaren und das Gefüge mindestens versteifenden Bindemitteln erzeugen. Ein derartiges Bindemittel besteht beispielsweise aus nicht härtbaren, dauernd schmelzbaren, sprit-bzw. toluollöslichen Phenolharzen, die entstehen, wenn Phenol und Formaldehyd im Verhältnis 2: 1 bis 1,6 bei Gegenwart von Säuren erwärmt werden. Dabei ist es zweckmäßig, im Bereich der schalenförmig zusammenhängenden Zwischenschicht oder -schichten Verstärkungseinlagen aus Draht, Blechen, Formstücken od. dgl. in das zunächst noch lockere Gefüge einzuführen. Die Schalen erhalten dadurch den erforderlichen Zusammenhang, und sie nehmen eine gewisse Festigkeit an, so daß sie sich zum Schalenguß bekannter Art eignen. Die Schale kann dann wieder in ein loses, rieselfähiges Gefüge eingebettet und in ihm genauso kernlos vergossen werden wie die Schmelze unter Vergasung des ersten Positivmodelles vergossen wird, mit der Einschränkung, daß die die Kerne überflüssig machenden Teile der Schale so angeordnet sind, daß Schmelze zwischen kernersetzenden Teilen der Schale und der übrigen Schale eindringen kann.
  • Es ist zwar an sich bekannt, bei der Herstellung von Formen die aus Wachs, Kunstharz und anderen aufschmelz- oder aufdampfbaren Stoffen bestehenden Modelle mit einem Überzug aus feinkörnigen, feuerfesten Formstoffen und Bindemitteln zu versehen. Da Stahlhülsen, welche der Form während der Herstellung die notwendige Festigkeit geben, nach dem Einrütteln der Hinterfüllung entfernt werden müssen und die Gefahr entsteht, daß die Form beim Trocknen und beim Ausschmelzen von Wachs aufreißt, wurde vorgeschlagen, die mit Wasserglas oder einem ähnlich wirkenden Bindemittel durchsetzte Hinterfüllmasse in eine die vorbereiteten Modelle enthaltende, geteilt aufgeführte Stahlhülse einzurütteln, welche der Form während der Herstellung die notwendige Festigkeit gibt, und in welche ein aus einem weitmaschigen Drahtnetz aus dünnem Draht bestehender Drahtkorb oder eine Drahtröhre derart eingesetzt wird, daß dieser Einsatz wenige Millimeter unter der Oberfläche der fertigen Form liegt. Demgegenüber liegt nach dem Vorschlag vorliegender Erfindung die Verstärkungseinlage in möglichst großer Nähe des Modelles, so daß es sich um abweichende Maßnahmen zur Erfüllung einer andersliegenden Aufgabe handelt.
  • Das neue Verfahren gibt insbesondere die Möglichkeit, die- Zwischenschicht aus Stoffen zu bilden oder das lockere Gefüge mit ihnen anzureichern, die das Vergießen der Schmelze begünstigen, beispielsweise ihr Aufschäumen herabsetzen oder beseitigen oder die den Guß schwer vergießbarer Metalle wie Titan oder Titanlegierungen dadurch ermöglichen, daß sie durch ihr gegen die Schmelze inertes Verhalten Reaktionen zwischen Schmelze und Umgebung ausschließen. Selbst wenn diese Stoffe sehr kostspielig sind, ist das belanglos, weil es nicht erforderlich ist, sie durch Bindemittel einzubinden. Es reicht aus, daß sie in der zusammenhängenden Zwischenschicht durch Anreicherung oder Ersatz des losen, schütt-und rieselfähigen Gefüges vorhanden sind, so daß Reaktionen von Metallen, die beispielsweise mit Quarzsand reagieren, ausgeschlossen sind. Derartige, gegen beispielsweise Titan inerte Stoffe sind an sich bekannt, so daß sie hier nicht im einzelnen aufgeführt zu werden brauchen.
  • Nach einem Ausführungsbeispiel wird so vorgegangen, daß zunächst auf dem Boden einer aus Blech bestehenden, kastenförmigen, oben offenen Form Quarzsand ausgebreitet wird. Auf den Quarzsand wird eine Mischung aus Quarzsand und dem oben näher bezeichneten Phenolharz aufgebracht. Auf diese Schicht wird das etwa aus aufgeschäumtem Polystyrol bestehende Modell aufgelegt und es wird dieses Modell wieder mit der obenerwähnten Mischung umhüllt. Durch leichtes Andrücken der Mischung an das Modell kann erreicht werden, daß etwa eine gleich dicke Schicht aus der Mischung um das Modell herum gebildet wird, deren Begrenzungsflächen annähernd äquidistant zu den Begrenzungsflächen des Positivmodelles verlaufen. Der verbleibende Hohlraum des Formkastens wird dann mit losem, schütt- und rieselfähigem Gefüge, beispielsweise mit Quarzsand, ausgefüllt und hierauf ist die Form, da Eingüsse und Steiger nach den Vorschlägen des Hauptpatentes mit eingeformt waren, gießfertig. Bei dünnerer Ausbildung der Zwischenschicht kann der Werkstoff oder die Werkstoffmischung, aus denen die Schale bestehen soll, auch auf dem Modell selbst angeordnet werden, so daß es bereits mit dem die Zwischenschicht bildenden Werkstoff oder mit den die Zwischenschicht bildenden Werkstoffen gemeinsam in den Hohlraum der Form eingelegt wird, wobei naturgemäß der Boden der Form nur mit losem, rieselfähigem Gefüge, beispielsweise wieder aus Quarzsand, bedeckt zu sein braucht. Nach dem Einlegen wird der noch freie Hohlraum der Form wieder mit losem, schütt- und rieselfähigem Gefüge ausgefüllt, worauf die Form wieder gießbereit ist.
  • Als Schmelzen, die stark zum Schäumen neigen, sind vor allem Bronze-, Zinn- und Bleilegierungen zu nennen; auch bei bestimmten Graugußzusammensetzungen sind Schäumungserscheinungen zu beobachten. In diesen und in anderen Fällen hat es sich als zweckmäßig herausgestellt, die Modelle nicht unmittelbar nach den zu ihrer Herstellung dienenden Verschäumungsprozessen zu verarbeiten, sondern sie einer Zwischenbehandlung zu unterziehen, die beispielsweise in einem Trocknen besteht, so daß Feuchtigkeit, die zu Schwierigkeiten führen könnte, entfernt wird.
  • Es ist nicht durch das Wesen der Erfindung bedingt, daß das lockere, schütt- bzw. rieselfähige Gefüge gerade aus Quarzsand besteht. Es kommen auch andere, billige und leicht verarbeitbare Werkstoffe wie Schamotte, Lehm, Ton od. dgl. in Betracht, wobei jedoch der trockene Zustand dieser Werkstoffe zu bevorzugen ist, da sie in diesem Zustand besonders locker, schütt- und rieselfähig sind. Das schließt nicht aus, daß in Sonderfällen diese in dem üblichen, pastenförmigen Aggregatzustand Anwendung finden können, da es grundsäztlich bedeutungslos ist, ob pulverige bzw. körnige Stoffe durch Einrieseln oder Einschütten in den Hohlraum der Form gebracht oder dadurch, daß sie im halbflüssigen Zustand eingegossen werden.
  • Hinzuweisen ist schließlich darauf, daß man erfindungsgemäß in der Lage ist, die Angüsse und die Anschlüsse der Steiger in einer anderen Ausbildung durchzuführen, wie sie bisher bei Einformung einsprechender Hohlräume erforderlich waren. Hinderliche Knicke und Kantenbildungen können völlig in Fortfall gebracht werden. Man kann die Angüsse bzw. Steiger nunmehr nach strömungstechnischen Gesichtspunkten aus den unter der Einwirkung der Schmelze vergasungsfähigen Werkstoffen ausbilden, so daß sich auch hierdurch Begünstigungen des Gießverfahrens ergeben.

Claims (3)

  1. Patentansprüche: 1. Verfahren zur Herstellung von Gießformen unter Verwendung von Modellen, die durch die Einwirkung der eingegossenen Schmelze in den gasförmigen Zustand übergehen, wobei zwischen dem Modell und der Hinterfüllung aus bindemittelfreien, nieselfähigen und feuerfesten Werkstoffen eine das Modell umgebende, aushärtende Formstoffschicht angeordnet wird, d a d u r c h gekennzeichnet, daß das vergasbare Modell mit einer im trockenen, nieselfähigen Zustand befindlichen Formstoffschicht umgeben wird, die aus einem feuerfesten Material und einem unter der Einwirkung der eingegossenen Schmelze aushärtenden oder wenigstens bindig werdenden Bindemittelanteil besteht und die mit einem bindemittelfreien, nieselfähigen, feuerfesten Material hinterfüllt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich der vorzugsweise schalenförmig zusammenhängenden Zwischenschicht Verstärkungseinlagen aus Draht, Blechen, Flacheisen, Profilen, Formstücken od. dgl. in das zunächst noch lockere, schütt- und nieselfähige Gefüge eingeführt werden.
  3. 3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Zwischenschicht aus Stoffen gebildet oder das lockere Gefüge mit ihnen angereichert wird, die das Vergießen der Schmelze begünstigen, beispielsweise ihr Aufschäumen herabsetzen oder beseitigen, oder die den Guß schwer vergießbarer Metalle wie Titan oder Titanlegierungen dadurch ermöglichen, daß sie durch gegenüber der Schmelze inertes Verhalten Reaktionen zwischen Schmelze und Umgebung ausschließen oder herabsetzen. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Auslegeschrift Nr. 1067 570; österreichische Patentschrift Nr. 198 433; USA.-Patentschrift Nr. 2 830 343.
DEN19370A 1960-12-27 1960-12-27 Verfahren zur Herstellung von Giessformen unter Verwendung vergasbarer Modelle Pending DE1199931B (de)

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Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2830343A (en) * 1956-04-26 1958-04-15 Harold F Shroyer Cavityless casting mold and method of making same
AT198433B (de) * 1955-11-28 1958-07-10 Boehler & Co Ag Geb Mehrschichtig aufgebaute Form für das Präzisionsgießverfahren und Verfahren zur Herstellung derselben
DE1067570B (de) * 1951-11-15 1959-10-22 Vickers Electrical Co Ltd Praezisionsgiessverfahren

Patent Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1067570B (de) * 1951-11-15 1959-10-22 Vickers Electrical Co Ltd Praezisionsgiessverfahren
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US2830343A (en) * 1956-04-26 1958-04-15 Harold F Shroyer Cavityless casting mold and method of making same

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