DE1199969B - Verfahren zum kontinuierlichen Abbau von Polypropylen - Google Patents
Verfahren zum kontinuierlichen Abbau von PolypropylenInfo
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- C08—ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
- C08F—MACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED BY REACTIONS ONLY INVOLVING CARBON-TO-CARBON UNSATURATED BONDS
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- C08F8/50—Partial depolymerisation
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- B29—WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
- B29C—SHAPING OR JOINING OF PLASTICS; SHAPING OF MATERIAL IN A PLASTIC STATE, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; AFTER-TREATMENT OF THE SHAPED PRODUCTS, e.g. REPAIRING
- B29C48/00—Extrusion moulding, i.e. expressing the moulding material through a die or nozzle which imparts the desired form; Apparatus therefor
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Description
- Verfahren zum kontinuierlichen Abbau von Polypropylen Bei der Verarbeitung mancher Polymerisate, insbesondere Polypropylen, machen sich sogenannte Stippen nachteilig bemerkbar, welche aus Teilchen bestehen, die schwerer schmelzen und aus diesem Grund zu Inhomogenitäten in den Erzeugnissen führen. Insbesondere bei der Folienherstellung können stippenhaltige Rohstoffe leicht unansehnliche und daher unbrauchbare, sogenannte Fischaugen enthaltende Produkte liefern.
- Es ist bekannt, daß die Stippen in Polymerisaten niedrigen mittleren Molekulargewichts besonders stark hervortreten, mit weiterer Polymerisation dagegen infolge der zunehmenden Angleichung des Molgewichts des Polymerisates an das in den Stippen vorliegende Molgewicht weniger wirksam sind. Jedoch ist die Verarbeitung solcher besonders hoch auspolymerisierten Kunststoffe schwierig. Aus diesem Grunde ist vorgeschlagen worden, die betreffenden Kunststoffe zunächst in einem für die weitere Verarbeitung zu hohen Polymerisationsgrad herzustellen und nachfolgend durch teilweisen Abbau auf den gewünschten Polymerisationsgrad einzustellen. Hierbei werden auch die Stippen mit abgebaut.
- Dieser Abbau kann absatzweise in Schmelztrommeln vorgenommen werden. Die bevorzugte kontinuierliche Arbeitsweise ist zwar mittels beheizter Kalander oder Extruder möglich, jedoch ist es schwierig, einen Kalander unter Schutzgas, z. B. Stickstoff, zu betreiben, und bei Verwendung eines Extruders war es bisher nicht möglich, in einer Wärme die erforderlichen Verarbeitungshilfsmittel dem Polypropylen zuzusetzen, da es unzweckmäßig ist, dem Polypropylen vor dem Abbau Stabilisatoren beizugeben.
- Daher mußte bislang das abgebaute und granulierte Polypropylen nach Zusatz der Verarbeitungshilfsmittel durch nochmalige Granulierung in sehr aufwendiger Weise nachbearbeitet oder der Stabilisator nachträglich eingerollt werden.
- Es wurde gefunden, daß man Polypropylen vorteilhaft unter Luftabschluß kontinuierlich unter Einarbeitung von Verarbeitungshilfsmitteln in einer Wärme in Extrudern abbauen kann, wenn man die Verarbeitungshilfsmittel dem abgebauten Polypropylen durch einen im letzten Teil des Extruders befindlichen Einfüllstutzen, gewünschtenfalls mittels einer Hilfsschnecke, zuführt.
- Geeignete Polypropylene sind beispielsweise Niederdruck-Polypropylene der reduzierten spezifischen Lösungsviskosität (tlred) 4 bis 6, die auf einen flred Wert von 2 bis 2,5 abgebaut werden.
- Verarbeitungshilfsmittel, die nach ausreichendem Abbau eingearbeitet werden, sind insbesondere solche Stoffe, die eine stabilisierende Wirkung auf das Polypropylen ausüben sollen, beispielsweise in Hinsicht auf Wärme- oder Lichtbeanspruchungen. Geeignet sind z. B. 2,6-Ditertiärbutyl-p-kresol, Dilaurylthiodipropionat, N-Stearoylparaaminophenol, 4,4'-Thiobis-(6-tertiärbutylorthokresol) und 2-Oxy-4-methoxybenzophenon. Andere Verarbeitungshilfsmittel, die die Gleitfähigkeit oder den Antiblockingeffekt verbessern sollen, können gleichzeitig zugesetzt werden.
- Die Menge dieser Zusätze liegt in üblicher Weise etwa zwischen 0,3 und 20/o. Es ist auch möglich, gemischt mit den Verarbeitungshilfsmitteln andere Zusätze einzutragen, wie beispielsweise Pigmente oder antielektrostatische Mittel. Insbesondere, wenn die Hilfsmittel bei der Plastifiziertemperatur einen unerwünscht hohen Dampfdruck aufweisen würden, kann es vorteilhaft sein, die Hilfsmittel zuvor mit zweckmäßig bereits abgebautem Polypropylen zu einem Konzentrat zu verarbeiten und dieses dem Extruder zuzuführen; diese Arbeitsweise bietet auch den Vorteil einer leichteren Dosierung.
- Die Verarbeitungshilfsmittel werden dem ausreichend abgebauten Polypropylen zweckmäßig durch einen Stutzen, der etwa am Beginn des letzten Drittels der Schneckenlänge in den Extruderzylinder mündet, zugesetzt. Diese Anordnung erlaubt eine völligeHomogenisierung des Polymerisates und der Hilfsmittel im letzten Teil des Extruders. Naturgemäß ist die genaue Stelle der Anbringung des Stutzens von der Gestaltung der Hauptschnecke abhängig.
- Um eine genaue Dosierung der Zusätze zu erreichen, hat es sich meist als zweckmäßig erwiesen, diese zwangsweise durch den Stutzen zu fördern. Eine bevorzugte Ausführungsform besteht in einer in dem Stutzen endenden Hilfsschnecke.
- Es hat sich gezeigt, daß beispielsweise für die Herstellung von Folien ein Polypropylen günstig ist, das vom r]red 4 bis 6 auf 2 bis 2,5 abgebaut wurde. Das Ausmaß des Abbaues selbst ist weitgehend abhängig von der Art des Extruders, von der Durchsatzgeschwindigkeit, Temperatur, Art und Menge der Verarbeitungshilfsmittel usw.
- Vorteilhaft ist sowohl die verhältnismäßig einfach durch Drehzahl- und Temperaturänderung des Extruders erzielbare Einstellbarkeit des Abbaugrades des Polypropylens als auch die Leichtigkeit, mit welcher der gesamte Vorgang unter Schutzgas oder Vakuum ausgeführt werden kann. Als besonders günstig ist hervorzuheben, daß das Verfahren sich praktisch mit allen Extrudern, die einen Vakuumstutzen besitzen, ohne besonderen Aufwand ausführen läßt.
- Das neue Verfahren gestattet, in einem Arbeitsgang unmittelbar Granulate zu erhalten, die sich vorzüglich zur Herstellung fischaugenfreier Folien eignen und eine stets gleiche Konzentration an Verarbeitungshilfsmitteln aufweisen.
Claims (1)
- Patentanspruch: Verfahren zum kontinuierlichen Abbau von Polypropylen in Extrudern unter Einarbeitung von Verarbeitungshilfsmitteln in einer Wärme, dadurch gekennzeichnet, daß man die Verarbeitungshilfsmittel dem abgebauten Polypropylen durch einen im letzten Teil des Extruders befindlichen Einfüllstutzen, gewünschtenfalls mittels einer Hilfsschnecke, zuführt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEC27847A DE1199969B (de) | 1962-09-04 | 1962-09-04 | Verfahren zum kontinuierlichen Abbau von Polypropylen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEC27847A DE1199969B (de) | 1962-09-04 | 1962-09-04 | Verfahren zum kontinuierlichen Abbau von Polypropylen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1199969B true DE1199969B (de) | 1965-09-02 |
Family
ID=7018469
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEC27847A Pending DE1199969B (de) | 1962-09-04 | 1962-09-04 | Verfahren zum kontinuierlichen Abbau von Polypropylen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1199969B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US5064578A (en) * | 1989-04-21 | 1991-11-12 | Minnesota Mining And Manufacturing Company | Method for making a high wet-strength polyolefin blown microfiber web |
-
1962
- 1962-09-04 DE DEC27847A patent/DE1199969B/de active Pending
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US5064578A (en) * | 1989-04-21 | 1991-11-12 | Minnesota Mining And Manufacturing Company | Method for making a high wet-strength polyolefin blown microfiber web |
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