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DE1199581B - Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen selbsttragender Spulen mit Hilfe eines Wickeldornes - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen selbsttragender Spulen mit Hilfe eines Wickeldornes

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Publication number
DE1199581B
DE1199581B DEJ21089A DEJ0021089A DE1199581B DE 1199581 B DE1199581 B DE 1199581B DE J21089 A DEJ21089 A DE J21089A DE J0021089 A DEJ0021089 A DE J0021089A DE 1199581 B DE1199581 B DE 1199581B
Authority
DE
Germany
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mandrel
coil
dome
winding
self
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Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEJ21089A
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English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Industrial Research Products Inc
IND RES PRODUCTS Inc
Original Assignee
Industrial Research Products Inc
IND RES PRODUCTS Inc
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Filing date
Publication date
Application filed by Industrial Research Products Inc, IND RES PRODUCTS Inc filed Critical Industrial Research Products Inc
Publication of DE1199581B publication Critical patent/DE1199581B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01FMAGNETS; INDUCTANCES; TRANSFORMERS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR MAGNETIC PROPERTIES
    • H01F41/00Apparatus or processes specially adapted for manufacturing or assembling magnets, inductances or transformers; Apparatus or processes specially adapted for manufacturing materials characterised by their magnetic properties
    • H01F41/02Apparatus or processes specially adapted for manufacturing or assembling magnets, inductances or transformers; Apparatus or processes specially adapted for manufacturing materials characterised by their magnetic properties for manufacturing cores, coils, or magnets
    • H01F41/04Apparatus or processes specially adapted for manufacturing or assembling magnets, inductances or transformers; Apparatus or processes specially adapted for manufacturing materials characterised by their magnetic properties for manufacturing cores, coils, or magnets for manufacturing coils
    • H01F41/06Coil winding
    • H01F41/098Mandrels; Formers

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Shaping Of Tube Ends By Bending Or Straightening (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen selbsttragender Spulen mit Hilfe eines Wickeldornes Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Herstellen von selbsttragenden Spulen, insbesondere Spulen kleinster Abmessungen mit Hilfe eines Wickeldornes mit veränderlichen Querabmessungen.
  • Es ist eine Vorrichtung zum maschinellen Aufwickeln von Drahtspulen bekannt, deren Wickeldorn leicht zum radialen Zusammenklappen gebracht werden kann, um das Abnehmen der fertigen Spule zu ermöglichen oder zu erleichtern. Zu diesem Zweck besteht der Dorn aus einem ringförmigen Satz von radial bewegbaren Blöcken, die gemeinsam auf der Schrägfläche eines axial verschiebbaren Konus aufsitzen und durch diesen radial verstellt werden können. Diese bekannte Vorrichtung ist nur für das Herstellen von Spulen relativ großen Durchmessers geeignet, da die zentrale Öffnung der Spule stets einen für die Unterbringung der Blöcke und des Führungskonus ausreichend großen lichten Durchmesser besitzen muß.
  • Es sind weiterhin Hilfsmittel bekannt, die zum Erleichtern des Spulenwickelns von Statoren für elektrische Geräte oder Maschinen dienen. Diese bestehen z. B. aus Formteilen aus Isoliermaterial, die an den Stirnseiten des Stators befestigt werden können und Nasen zum Halten der Endwindungen tragen. Diese ringförmigen Formteile, die entsprechend dem Stator und dessen Windungsnuten mehrere in Umfangsrichtung verteilte Ausnehmungen aufweisen, werden nach Fertigstellen und Festlegen der Wicklung mit Hilfe einer entsprechenden Vorrichtung in mehrere Einzelteile zerbrochen, die dann einzeln entfernt werden können. Hierbei ist schon allein auf Grund der Ausbildung des Stators und der Lage der Endwindungen an dessen Stimseiten stets ausreichend Platz zum Entfernen der Bruchstücke bzw. zum Ansetzen einer zum Zerbrechen der Formteile geeigneten Vorrichtung verstanden. Außerdem hat man bei der Einbettung von Heizspiralen in eine isolierende Masse, z. B. Magnesia, während der Verfestigung dieser Masse zur Stützung der Heizspirale kaltgezogenen Messingdraht in diese eingeschoben und diesen Draht anschließend ausgeglüht, so daß er so geschmeidig wurde, daß man ihn nach entsprechender Streckung leicht herausziehen konnte.
  • Zur Herstellung kleiner und kleinster Spulen, z. B. mit Querabmessungen des Spulenkanals von 1 mm oder weniger, sind diese bekannten Vorrichtungen oder Hilfsmittel wegen ihrer Sperrigkeit oder der Erfordernisse des Ausglühens nicht geeignet. Das Herstellen solcher Spulen bereitet aber gerade auf Grund der kleinen Abmessungen besondere Schwierigkeiten, so daß hier solche Hilfsmittel, die insbesondere das Abziehen der Spule von dem Wickeldorn erleichtern, besonders erwünscht sind. Bisher war die Trennung von Spule und Dorn bei kleinsten Spulenabmessungen nur unter Inkaufnahme großer Ausschußmengen und häufiger Zerstörung des feinen Spulendrahtes möglich.
  • Es ist Aufgabe der Erfindung, hier Abhilfe zu schaffen und ein Verfahren und eine Vorrichtung anzugeben, mit deren Hilfe gerade auch kleinste Spulen rasch gewickelt und ohne die Gefahr einer Beschädigung von ihrem Wickeldorn getrennt werden können.
  • Zur Lösung dieser Aufgabe sieht die Erfindung ein Verfahren vor, nach dem ein massiver Wickeldorn aus einem dehnbaren, sich unter Zugkräften kontrahierenden Material verwendet wird und der Dorn nach dem Aufwickeln des Drahtes durch in Richtung der Spulenachse wirkende Kräfte so weit gedehnt wird, bis zwischen den Kanalwänden der selbsttragenden Spule und der Umfangsfläche des Domes ein zum Herausziehen des Domes ausreichendes Spiel erzielt ist, worauf dann die Spule vom Dorn abgenommen wird.
  • Der massive Dorn läßt sich leicht und billig herstellen. Er gewährleistet ein schnelles und sicheres Arbeiten beim Wickeln und bietet dabei dem feinen SpuIendraht, der z. B. einen Durchmesser von nur 1/leo mm aufweisen kann, einen festen Halt. Auf Grund der Auswahl des Dornmaterials ist aber dennoch sichergestellt, daß sich die Dornflächen durch Anwendung entsprechender axialer Zugkräfte zunächst radial nach innen von den Kanalwänden der Spule lösen, ehe eine merkliche axiale Relativbewegung auftritt. Es läßt sich der Dorn daraufhin leicht und ohne Gefahr einer Verletzung der Spule oder des diese bildenden Drahts herausziehen.
  • Vorteilhafterweise wird für den Dom ein Material mit plastischen Fließeigenschaften verwendet, das also seine eingeschnürte Form auch nach Festnehmen der Zugkräfte beibehält. Besonders einfach gestaltet sich das abschließende Herausnehmen des Doms aus der Spule, wenn die Dehnung des Doms in Achsrichtung so weit treibt, daß dieser schließlich reißt.
  • Zum Ausführen des neuen Verfahrens sieht die Erfindung eine Vorrichtung vor, die einen massiven Dom aus einem dehnbaren, sich unter Zugkräften kontrahierenden Material und eine Dehnvorrichtung mit zwei in Eingriff mit den Enden des Domes zu bringenden Greifelementen aufweist.
  • Unter einer selbsttragenden Spule wird hier, wie üblich, eine Spule verstanden, deren Windungen durch ein Bindemittel in ihrer Lage gehalten werden, ohne daß es dazu bei der fertigen Spule eines Spulenkörpers bedarf.
  • Die Erfindung wird nachfolgend an Hand schematischer Zeichnungen an mehreren Ausführungsbeispielen näher erläutert.
  • F i g. 1 ist eine perspektivische Ansicht einer Form zum Herstellen einer Spule, die durch einen Dornabschnitt verbundene Endblöcke aufweist; F i g. 2 zeigt einen Querschnitt der Spulenform entlang der Schnittlinie 2-2 von F ig. 1; F i g. 3 zeigt einen Ausschnitt der Spulenform im Längsschnitt entlang der Linie 3-3 von F i g. 2 bzw. F i g. 14, die Darstellung ist stark vergrößert; F i g. 4 ist eine schematische Draufsicht auf eine Hälfte einer Spritzgußform zum Herstellen des Doms; F i g. 5 zeigt in perspektivischer Darstellung den Zustand während des Wickelvorganges; F i g. 6 veranschaulicht die fertige Spule auf dem Dorn; F i g. 7 zeigt die Befestigung der Zuführungsdrähte vor der Bandagierung der Spule mit einer Umhüllung, um eine vorbestimmte Form und gewünschte Abmessungen zu erhalten; F i g. 8 ist eine perspektivische Ansicht einer Schablone zum Aufnehmen der Spulenforiu während des Umhüllungsvorganges; F i g. 9 zeigt die mit Draht umwickelte Spulenform in ihrer Lage in der Aufnahme der Schablone von Fig. 8; F i g. 10 zeigt schematisch die Spulenform innerhalb einer Ziehmaschine; F i g. 11, 12 und 13 sind Längsschnitte entlang der Schnittlinie 11-11 von Fig. 2, und zwar zeigt F i g. 11 die gegenseitige Lage von Dorn und Spule, unmittelbar nachdem der Ziehvorgang begonnen hat, F i g. 12 die gleichen Verhältnisse, unmittelbar bevor der Dorn bricht, und F i g. 13 die Situation unmittelbar nach Bruch des Doms; F i g. 14 zeigt einen Schnitt entlang der Schnittlinie 14-14 von F i g. 13, wobei jedoch das Bindemittel und das Umhüllungsmaterial entfernt sind; F i g. 15 ist eine schematische Veranschaulichung eines Dornbruchs, wie er nicht erwünscht ist, und F i g. 16 zeigt diejenigen Punkte an den Enden eines Doms von konstantem Querschnitt, an denen die Ziehbacken angreifen sollten.
  • Nach F i g. 1 besteht die Spulenform 10 gemäß der Erfindung aus zwei Blöcken 12 und 14, die durch einen Steg 16 verbunden sind. Der Steg 16 kann jeden beliebigen Querschnitt aufweisen, der für die Form des Spulenkanals gewünscht wird. Der Steg 16 bildet den Dorn, und das Ganze stellt eine Art Spulenkörper dar. Die Blöcke 12 und 14 sind mit rechteckförmigem Querschnitt dargestellt. Es ist jedoch ersichtlich, daß ihre Form variieren kann. Diese bestimmt die Umfangs- bzw. Querschnittsform der Spule und erleichtert außerdem das Angreifen der Zugbacken. Der Dom selbst besitzt einen konstanten Querschnitt. Die Wände 18 und 20 können in parallelen Ebenen im rechten Winkel zu der Dornachse liegen.
  • Wie aus F i g. 2 und 14 ersichtlich, können die Kanten 19 des Doms unter einem vorbestimmten Radius abgerundet sein, um ein zu tiefes Sicheingraben der Drähte in das Material des Doms, wie dies in F i g. 3 angedeutet ist, möglichst zu vermeiden. Die Spannung der Drähte kann während des Wickelvorganges relativ hoch sein. Dadurch besteht die Möglichkeit, daß die innenliegenden Windungen, die letztlich die Form des Spulenkanals bestimmen, etwas in das Material eindringen und dabei Nuten 23 und Vorsprünge oder Rippen 27 bilden. Um das Ziel der Erfindung zu erreichen, ist es notwendig, ein Abreißen der inneren Windungen 21 durch die Vorsprünge oder Rippen 27 während der Bewegung der Dornoberfläche in Richtung auf die Achse 25 zu vermeiden. Je flacher die Nuten 23 zwischen den Vorsprüngen 27 sind, um so geringer kann die Zusammenziehung des Doms sein, um die Drähte unbeeinflußt zu lassen.
  • Gemäß der Erfindung wird die Spulenform 10 auf dem Wege des Spritzgußverfahrens hergestellt. Nach F i g. 4 sind zwei Zuführungskanäle 29 und 31 vorgesehen, und zwar jeweils einer auf jeder Seite der Mittellinie 33 der für die Bildung des Doms 16 vorgesehenen Forinkammer. Auf diese Weise trifft das Material, beispielsweise Polyäthylen, von den beiden Zuführungen 29 und 31 aus annähernd im Bereich der Mittellinie 33 zusammen. Dort bildet sich eine Querschicht aus zusammengeschmolzenem Polyäthylen aus, die eine geringfügig kleinere Dehn- oder Bruchfestigkeit aufweist als der übrige Bereich des Doms 16. Weiterhin ist die Dehn- bzw. Bruchfestigkeit des Polyäthylens in den Verbindungsebenen 35 und 37 zwischen dem Steg 16 und den Blöcken annähernd die gleiche wie die der Blöcke und des Doms, so daß eine Abtrennung im Bereich dieser Ebenen während des Ziehvorganges unwahrscheinlich ist.
  • Wie aus F i g. 5 ersichtlich, wird der Block 12 der Spulenform 10 zwischen Backen 24 und 26 einer Wickelmaschine angeordnet. In den Fällen, in denen der Dom 16 so elastisch ist, daß er bei einer Unterstützung nur durch den Block 12 ausbiegen und mit den Windungen in Konflikt kommen würde, kann der Reitstock einer Wickelmaschine verwendet werden. Die Bedienungsperson bringt auf den Domkern 16 ein Bindemittel auf, wie dies durch das Tröpfchen 28 angedeutet ist. Das Bindemittel kann aber auch auf den Draht aufgebracht werden, wenn dieser dem Dorn zugeführt wird. Das Bindemittel ist so ausgewählt, daß es an dem Dorn nicht anklebt. Darauf wird das Ende eines Drahtes 17 um den Dornkern 16 gewickelt und der Wickelvorgang fortgesetzt, bis die Spule die Form gemäß F i g. 6 angenommen hat. Wenn die Spule etwa die gleiche Umfangskonfiguration wie der Block 12 aufweisen soll, kann die Spulenform zwischen ebenen Flächen gepreßt werden, um die ganze Spule in die Ebenen der Seitenwände der Blöcke 12 und 14 zu bringen. Weiterhin kann dabei überschüssiges Bindemittel entfernt werden. Falls erwünscht, können, wie in F i g. 7 angedeutet, relativ dicke Zuführungsdrähte 30 und 32 an den entsprechenden Wicklungsenden 34 und 36 angelötet und dann in von vornherein im Block 14 vorgesehene Kanäle 38 und 40 eingelegt werden. Statt der Nuten oder Kanäle 38 und 40 können auch Bohrungen vorgesehen sein, die sich axial durch den Block 14 und/oder den Block 12 erstrecken und den Zuführungsdraht 30 und 32 eng umschließen, um ein Fließen des Bindemittel- oder Umhüllungsmaterials entlang der Drähte zu verhindern.
  • Darauf wird die Spulenform zusammen mit der Spule in einer Schablone 37 angeordnet, die in F i g. 8 dargestellt ist. Die Schablone ist entweder so behandelt oder beschichtet, daß sie mit dem in der Spule verwendeten Bindemittel und/oder dem für die Umhüllung der Spule verwendeten Material nicht zusammenklebt. Die Schablone kann aber auch aus einem Material bestehen, das von vornherein diese Eigenschaft besitzt, z. B. aus dem gleichen Material, wie es für den Dorn verwendet wird. Die Schablone besteht aus einem Block, der einen nach einer Seite offenen Querschlitz oder eine Führung 39 aufweist, deren Breite so gewählt ist, daß sie die Spulenforin 10 der Breite nach in enger Passung aufnehmen kann. Die Tiefe der Querführung gleicht der Dicke der Blöcke 12 und 14. Die Breite der Schablone 37 ist größer als die Länge des Dornkerns 16. Die Spule kann entweder mit einer ausreichenden Menge des Umhüllungsmaterials 41 beschichtet sein, oder es kann eine solche Menge dieses Materials in dem Querschlitz 39 vorgesehen sein. Daraufhin wird die Dornanordnung in die Querführung eingepreßt, wie dies in F i g. 9 angedeutet ist. Die Spulenanordnung kann auch in den Schlitz eingesetzt werden, und man läßt das Umhüflungsmaterial, das das gleiche Material wie das Bindemittel 28 für die Spule sein kann, erhärten, um eine Hülle um die Spule zu bilden, welche die Drähte schützt und gegenüber dem Dorn 16 in genauer Weise orientierte Flächen aufweist.
  • Die Schablone 37 kann auch so ausgebildet sein, daß sie aus zwei Blöcken besteht, die um den Dom herumgreifen, und auf diese Weise eine genaue Beeinflussung aller äußeren Flächen der Spule gestattet.
  • Nachdem das Bindematerial der Spule und das Umhüllungsmaterial fest geworden sind, wird als nächster Schritt die Schablone von der Spule abgestreift. Danach sitzt die Spule, deren äußere Oberflächen geformt sind, auf dem Dorn 16 zwischen den beiden Blöcken 12 und 14.
  • Die Abschnitte 12 und 14 werden dann mit Hilfe von Elementen, die zwischen den beiden Blöcken eine Zugspannung erzeugen können, beispielsweise zwischen einem Klemmbackenpaar 42, 44 und einem Klemmbackenpaar 46 und 48 eingespannt, wie in F i g. 10 angedeutet ist. Diese Klemmbackenpaare werden dann in Richtung der Dornachse 25 auseinandergezogen, wobei die Blöcke 12 und 14 voneinander entfernt werden. Hierbei dehnt sich der Dom 16. Wenn der Dornabschnitt 16 gedehnt wird, zieht er sich von allen Seiten aus zusammen, wobei sich seine Oberflächen von den Drahtwindungen im Spulenkanal abheben, wie dies in stark vergrößertem Maße in F ig. 11 dargestellt ist. Es wird angenommen, daß die Fließrichtung des Dornmaterials etwa der Richtung der Pfeile 50 und 52 in F i g. 11 entspricht. Wenn der Ziehvorgang weitergeführt wird, beginnt der Dornkern 16 bei 54 (s. F i g. 13) zu zerreißen oder zu brechen. Wenn der Bruch eintritt, ist der Abstand zwischen den Wänden des Dornkerns 16 und der Innenseite der Kanalwand der Spule so groß, daß die beiden Enden des Doms herausgezogen werden können, ohne daß irgendeine der Windungen in dem Spulenkanal beschädigt oder verletzt wird.
  • Die Ziehgeschwindigkeit kann im wesentlichen konstant sein. Einige Werkstoffe lassen sich jedoch besser handhaben, wenn der Ziehvorgang zunächst mit großer Geschwindigkeit begonnen und dann bei niedrigerer Geschwindigkeit fortgesetzt wird.
  • Der Dorn muß aus einem Material hergestellt werden, dessen Oberfläche sich in Richtung auf die Dornachse zusammenzieht, wenn der Dorn entlang seiner Achse gedehnt wird. Die Zusammenziehung muß so groß sein, daß alle Wände des zusammengezogenen Dorns von dem Spulenkanal bzw. den an diesen Kanal angrenzenden Windungen in einem Ausmaß freikommen, daß beim Herausziehen des Dorns die im Kanal liegenden Windungen nicht beschädigt werden. Die wichtigste Forderung besteht darin, daß eine Kontraktion aller Flächen in Richtung auf die Streckachse auftritt, bevor ein Bruch eintritt. Das Material der Spulenform muß ausreichende Duktilität oder plastische Fließeigenschaft besitzen. Dies bedeutet, daß die Formänderung bei der Bruchspannung die Formänderung im Bereich der Fließgrenze um ein wesentliches Ausmaß übersteigen muß. Unter diesen Umständen wird das Material im Augenblick der Trennung der Spulenforin im Dorn 16 gedehnt und fließt dabei in Richtung auf seine Achse, wobei sich sein Querschnitt verringert. Das Verhalten des Materials unter diesen Bedingungen muß eher duktil als elastisch sein, bzw. es muß sich das Material wenigstens so verhalten, daß es über einen ausreichenden Zeitabschnitt eher duktil als elastisch ist, um ein Abnehmen der Spule von dem Dornabschnitt zu ermöglichen. Diese Bedingung schließt jedoch nicht die Verwendung von solchen Materialien aus, die eine elastische Nachwirkung besitzen, d. h. die nach einer bestimmten Zeitperiode wieder eine Form annehmen können, die weitgehend derjenigen entspricht, die sie vor dem Ziehvorgang besessen haben.
  • Das Dornmaterial muß wenigstens vier weitere Eigenschaften besitzen. Es muß zunächst einen ausreichend großen Elastizitätsmodul haben, um der Spulenforin eine ausreichende Festigkeit zu geben. Die Festigkeit mag über einen weiten Bereich abnehmen, wobei die Verwendbarkeit des entsprechenden Materials im gleichen Maße abnimmt. Für die Herstellung ist es außerordentlich vorteilhaft, wenn die Spulenform. während des Wickelvorganges nur an einem Ende unterstützt zu werden braucht. Dies bedeutet, daß das Material steif genug sein muß, so daß die durch den Draht während des Wickelvorganges ausgeübte Zugkraft den Dorn nicht zu sehr aus der Richtung seiner Drehachse auslenkt oder um die Drehachse des Doms tordiert. Die Steifigkeit des Materials muß auch ausreichen, um das freie Ende der Spulenform entgegen der Wirkung der Zentrifugalkräfte in ihrer Lage zu halten und das Auftreten von Unwuchten zu verhindern. Es kann ein Material von geringerem Elastizitätsmodul verwendet werden, wenn beide Enden der Spulenanordnung unterstützt werden, wobei ein Ende angetrieben wird. Der Elastizitätsmodul kann noch geringer sein, wenn nicht nur beide Enden der Spulenform unterstützt, sondern auch beide Enden angetrieben werden. Das Material muß außerdem ausreichend fest sein, um einem zu weiten Eindringen der Drähte in die Oberfläche des Doms entgegenzuwirken. Außerdem muß der Elastizitätsmodul ausreichend hoch sein, um zu verhindern, daß sich die Dornanordnung in axialer Richtung unter der Einwirkung der durch die Drähte auf die Oberflächen 18 und 20 ausgeübten Kräfte ausdehnt.
  • Zweitens muß das Material der Spulenforin eine ausreichend hohe Fließgrenze haben, um einer Verforinung während des Wickelvorganges entgegenzuwirken. Ebenso wie bei dem Elastizitätsmodul kann die Fließgrenze fortschreitend geringere Werte annehmen, wenn man aufwendigere Mittel zum Unterstützen der Spulenform verwendet. Ein Material mit hoher Fließgrenze ermöglicht eine Unterstützung des Doms an nur einem Ende. Ein Material mit geringerer Fließgrenze muß an beiden Enden unterstützt, braucht aber nur an einem Ende angetrieben zu werden. Ein Material mit noch geringerer Fließgrenze, also ein noch weniger widerstandsfähiges Material, kann verwendet werden, wenn die Spulenform an beiden Enden unterstützt und angetrieben wird.
  • Das Material des Doms sollte drittens vorzugsweise chemischen Angriffen widerstehen und nicht mit dem zum Festlegen der Spulenwindungen verwendeten Bindemittel zusammenkleben. Unter diesem Gesichtspunkt können eine ganze Reihe üblicher plastischer Materialien verwendet werden, die von vornherein diese Eigenschaft besitzen. Es ist jedoch nicht ausgeschlossen, daß man ein Material benutzt, dessen Oberfläche durch Beschichtung oder Behandlung diese Eigenschaft verliehen wird.
  • Das Material muß viertens leicht herstellbar und verarbeitbar sein. Ein besonders einfacher Weg zum Herstellen der Spulenform besteht im Spritzgießen des thermoplastischen Materials. Es ist jedoch durchaus möglich und kann auch in einigen Fällen praktisch sein, wenn man die Spulenform auf andere Weise, beispielsweise durch Formen oder Bearbeiten, herstellt.
  • Ein Material, das die oben angeführten Forderungen erfüllt, ist Polyäthylen. Für einen besonderen Anwendungsfall, insbesondere für eine Spule, deren Dornabschnitt eine axiale Länge von 2,16 mm und einen rechteckförmigen Querschnitt von etwa 0,5 - 3 mm besitzt, sind Werkstoffe für das Verfahren zum Herstellen der Spulenform geeignet, die eine Steifigkeit von 6600 bis etwa 12 300 kg/CM2, eine Zugfestigkeit im Bereich zwischen etwa 230 und 350 kg/cm2 und eine Dehnung im Bereich zwischen 12 und 300% aufweisen. Es stehen eine ganze Reihe verschiedener plastischer Werkstoffe zur Verfügung, die so hergestellt werden können, daß sie die oben aufgezählten Eigenschaften besitzen und für das vorliegende Verfahren geeignet sind. Unter diesen Materialien sind z. B. Azetal, Akrylharzkunststoffe, Chloräthylpolyäther, Polyamid, Polypropylen, Styrol, Polykarbonate, Polychlortrifluoräthylene, Fluorkohlenstoff und Vinyl.
  • Vorzugsweise wird der Dom in der Weise hergestellt, daß man das Material in eine Form von zwei Zuführungskanälen her einfließen läßt, die den gleichen Abstand vom Mittelpunkt 33 des Doms 16 in F i g. 4 haben.
  • Brauchbare Dorne können auch durch Formen oder maschinelle Bearbeitung hergestellt werden. Das Bindemittel, mit dem die Drahtwindungen der Spule in der Weise festgelegt werden, daß die Spule ein festes Teil bildet, das seine Form beibehalten kann, nachdem der Dorn entfernt worden ist, muß zwei ganz bestimmte Eigenschaften aufweisen. Es muß zunächst die Windungen fest zusammenhalten, ohne die Isolation zu beschädigen, mit der die Drähte versehen sind, und ohne einen Kurzschluß innerhalb der Spule auftreten zu lassen. Zweitens muß das Material zwar an den Drähten festkleben, darf je- doch nicht am Dornmaterial anhaften. Das gleiche Material, das zum Festlegen der Drähte benutzt wird, kann auch als äußeres Füllmaterial verwendet werden, um dem Äußeren der Spule die gewünschte geometrische Form zu geben. Dieses Umhüllungsmaterial kann aber auch aus einem anderen Werkstoff bestehen, der ebenfalls nicht am Dommaterial oder dem Werkstoff der Schablone od. dgl. festklebt.
  • Die besten Ergebnisse werden erhalten, wenn der Domkern im Bereich des Mittelpunkts oder Zentrums der Spule bricht. Dieser Bruch tritt dann auf, wenn die Gesamtmenge des Materials im Querschnitt des Kerns am geringsten ist. Wenn ein Stab oder eine Stange aus irgendeinem Material gedehnt wird, so tritt die größte Kontraktion in Richtung auf die Achse des Materials im Bereich des Mittelpunktes zwischen den beiden Angriffsstellen der die Kräfte übertragenden Klemmeinrichtungen auf. Daraus folgt, daß die Zugkräfte an Punkten angesetzt werden sollten, die von dem Punkt des Doms im Bereich des Zentrums des Kernkanals# den gleichen Abstand besitzen. Nach F i g. 16, in der ein Dorn mit konstantem Querschnitt gezeigt ist, bildet der mit C bezeichnete Punkt das Zentrum des Kernkanals. In diesem Fall sollte der Dorn an Punkten A und B festgespannt werden, die vom Punkt C den gleichen Abstand besitzen.
  • Nach F i g. 10 in Verbindung mit F i g. 1 greifen die Klemmeinrichtungen an den Blöcken 12 und 14 an. Die auf den Domkern selbst einwirkende Kraft greift an dem Verbindungspunkt bzw. der übergangsstelle zwischen dem Dorn und der Fläche 18 des Blocks 12 bzw. der Fläche 20 des Blocks 14 an. Das bedeutet, daß, wenn mit der Vorrichtung gemäß der Erfindung begonnen wird, die Blöcke 12 und 14 auseinanderzuziehen, die Kraft unmittelbar angrenzend an den beiden Enden der Spule angreift, was besonders wünschenswert ist. Bei den angewendeten Kräften werden die Blöcke 12 und 14 weit unterhalb der Fließgrenze beansprucht und unterliegen daher keiner Dehnung. Deshalb ist es unwesentlich, ob die Zugbacken 42 und 44 vom Zentrum des Dornkerns 16 in gleichen Abständen angeordnet sind.
  • Die Ausbildung des Doms 16 unterstützt das Auftreten des Bruchs im Zentrum. In F i g. 4 ist eine Hälfte einer Spritzgußform in Draufsicht gezeigt, die zwei Zuführungskanäle 29 und 31 besitzt. Das unter gleichem Druck zugeführte plastische Material trifft im Bereich der Zentrumsebene (Linie 33) aufeinander. In der Verbindungsebene ist der Dom offensichtlich ein wenig schwächer als an den übrigen Stellen.
  • Die Erfindung ist überall dort anwendbar, wo ein fester Kern von konstantem Querschnitt aus einem Körper entfernt werden muß, ohne daß eine reibende Berührung zwischen dem Kern und den Kanalwänden des Körpers auftreten darf. Das neue Verfahren läßt sich bei Zimmertemperatur ausführen.

Claims (2)

  1. Patentansprüche: 1. Verfahren zum Herstellen selbsttragender Spulen, insbesondere Spulen kleinster Abmessungen, mit Hilfe eines Wickeldomes mit veränderlichen Querabmessungen, d a d u r c h g e - kennzeichnet, daß ein massiver Wickeldom aus einem dehnbaren, sich unter Zugkräften kontrahierenden Material verwendet wird und daß nach dem Aufwickeln des Drahtes der Dom durch in Richtung der Spulenachse wirk-ende Kräfte so weit gedehnt wird, bis zwischen den Kanalwänden der selbsttragenden Spule und der Umfangsfläche des Domes ein zum Herausziehen des Domes ausreichendes Spiel erzielt ist, und daß dann die Spule vom Dorn abgenommen wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß vor dem Abnehmen der Spule vom Dorn dieser in Achsrichtung der Spule so weit gedehnt wird, bis er zerreißt. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß für den Dorn ein Material mit plastischen Fließeigenschaften verwendet wird. 4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß als Material für den Dom ein thermoplastisches Polymer, insbesondere ein Polymer aus der Gruppe der Polyolefine, Tetrafluoräthylen, Vinylpolymere oder Polyäthylen verwendet wird. 5. Vorrichtung zum Herstellen einer selbsttragenden Spule nach dem Verfahren nach Anspruch 1 bis 4, gekennzeichnet durch einen massiven Dom aus einem dehnbaren, sich unter Zugkräften kontrahierenden Material sowie durch eine Dehnvorrichtung mit zwei in Eingriff mit den Enden des Domes zu bringenden Greifelementen. 6 * Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Dom einen mittleren, in seinen Längen- und Querabmessungen den Ab- messungen des Spulenkanals entsprechenden Domabschnitt und zwei mit diesem integral verbundene Endblöcke von wesentlich größeren Querabmessungen als der Mittelabschnitt aufweist. 7. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet daß der Dorn in einer in dem Spulenkanal liegenden Ebene bei gleichen Abmessungen einen Bereich geringer Festigkeit aufweist. 8. Vorrichtung nach Anspruch 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Dorn aus einem thermoplastischen Material der Gruppe Polyäthylen, Tetrafluoräthylen und Polypropylen besteht. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 252527; deutsche Auslegeschriften Nr. 1011505, 1033320.
DEJ21089A 1960-12-27 1961-12-27 Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen selbsttragender Spulen mit Hilfe eines Wickeldornes Pending DE1199581B (de)

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Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE252527C (de) * 1900-01-01
DE1011505B (de) * 1954-04-26 1957-07-04 Bendix Aviat Corp Formteil zum Wickeln von Statorspulen
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