DE1199325B - Schieberegisterstufe - Google Patents
SchieberegisterstufeInfo
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. Cl.:
H03k
Deutsche Kl.: 21 al-37/64
Nummer: 1199 325
Aktenzeichen: J 21096IX c/21 al
Anmeldetag: 28. Dezember 1961
Auslegetag: 26. August 1965
In der Datenverarbeitungs- und Rechenmaschinentechnik sind toroidförmige Magnetkerne mit rechteckiger
Hysteresekurve sowohl als Speichermittel als auch als logische Schaltelemente bekannt.
Solche Kerne sind häufig in Form einer logischen Schaltung angeordnet, die als »Schieberegister« odei
»Übertragungsregister« bekannt ist und zur Ausführung vieler verschiedener Funktionen verwendet
wird. Diese Schaltung kann als Eingabe- oder Ausgaberegister benutzt werden, sie kann eine Verzögerung
bewirken oder bei Rechenoperationen mitwirken oder auch andere logische Funktionen erfüllen.
In Schieberegistern soll ein Ausgangssignal mit genügender Energie für die Betätigung der Eingangsschaltung
einer nachfolgenden Stufe erzeugt werden (wobei die Eingangsschaltung häufig ein weiterer
Toroidkern ist) und die Vorwärtsübertragung von Informationen möglich sein, ohne daß es möglich ist,
Informationen rückwärts zu übertragen.
Es sind viele Arten von Schieberegistern bekannt, darunter viele, die Magnetkerne verwenden.
Ein bekannter Typ ermöglicht die Vorwärtsübertragung von Informationen und verhindert
ihre Rückübertragung durch die Verwendung von Dioden, die die Polaritäten des Stromflusses
regeln.
Andere Typen beruhen auf mit den Wicklungen in Reihe liegenden Widerständen und/oder einer langsamen,
kritischen Schaltzeit einiger der in dem Schieberegister verwendeten Kerne.
Es ist ferner eine Übertragungsanordnung bekannt, die aus drei über eine Kurzschlußwicklung
miteinander verbundenen Kernen besteht. Zu Beginn einer Übertragung befinden sich alle drei Kerne im
O-Zustand. Dann wird der Eingangsimpuls über in Serie geschaltete Wicklungen dem Speicher- und
dem Schaltkern zugeführt, so daß diese Kerne in den 1-Zustand umschalten. Ein dem Schaltkern danach
zugeführter Impuls bringt diesen wieder in den O-Zustand, den Speicherkern halb in den O-Zustand
und den Ausgangskern halb in den 1-Zustand. Schließlich wird einer Wicklung des Ausgangskernes
ein Impuls zugeführt, der diesen Kern in den O-Zustand kippt, in der Ausgangswicklung einen
Ausgangsimpuls erzeugt und den Speicherkern vollständig in seinen Ausgangszustand zurückschaltet.
Bei dieser Anordnung erfordert die Einstellung in halb-, 1- oder O-Zustände aber sehr enge Toleranzen
für die Amplituden der Impulse und für die Kerneigenschaften.
In noch anderen Formen von Schieberegistern werden Kerne mit mehreren Öffnungen benutzt, um
Schieberegisterstufe
Anmelder:
International Business Machines Corporation,
Armonk, N. Y. (V. St. A.)
Vertreter:
Dipl.-Ing. H. E. Böhmer, Patentanwalt,
Böblingen (Württ), Sindelfinger Str. 49
Als Erfinder benannt:
Norbert George Vogl jun.,
Wappingers Falls, N. Y. (V. St. A.)
Norbert George Vogl jun.,
Wappingers Falls, N. Y. (V. St. A.)
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 29. Dezember 1960
(79 302)
V. St. v. Amerika vom 29. Dezember 1960
(79 302)
as Informationen nur in Vorwärtsrichtung logisch zu
übertragen.
Für einige der obengenannten Schieberegister wird die Herstellung großer ebener Anordnungen von
Schieberegisterstufen dadurch unpraktisch, daß Dioden, Widerstände oder andere Elemente in Reihe
mit den Wicklungen zwischen verschiedenen Kernen innerhalb der Anordnung eingesetzt werden
müssen. Da ebene Anordnungen von Kernen mit Einwindungswicklungen dadurch hergestellt werden,
daß gerade Drähte durch Koordinatenreihen von Kernen in einer Ebene hindurchgeführt werden, wird
durch die Verwendung mehrerer Windungen in einigen Wicklungen und einzelner Windungen in anderen
Wicklungen des wohlentwickelte Herstellungsverfahren zum Zusammenbau einfacher Speichermatrizen
für den Aufbau solcher Schieberegister ungeeignet. Ebenso wird die automatische Herstellung
ebener Anordnungen von Schieberegistern erschwert, wenn Kerne aus verschiedenem Material
oder von verschiedener Größe in nur einigen vorherbestimmten Plätzen innerhalb der Ebene erscheinen
müssen; für das automatische Einspannen von Kernen in eine Aufspannvorrichtung zum anschließenden
Wickeln in eine planare Anordnung ist es nötig, daß die Kerne einander gleichen.
Wegen ihrer Betriebsarten sind viele Schieberegister außerstande, wahlweise verschiedene Ausgangs-
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signale zu erzeugen, die logische Funktionen erfüllen lende Wirkungsweise der Vorrichtung keine Rolle
können. Dies kann darauf beruhen, daß es nötig ist, spielt.
auf einen Ausgangskern frühzeitig innerhalb einer Weitere Einzelheiten ergeben sich aus der Be-
Operationsfolge einzuwirken, um den endgültigen Schreibung sowie den nachstehend aufgeführten
Ausgangsimpuls vorzubereiten, oder auf einem Man- 5 Zeichnungen.
gel an Wählbarkeit.
In einigen der Schieberegister, die nur toroidför- Ausführungsbeispiel 1
mige Kerne verwenden und bei denen innerhalb „,.,.. „ . , , ,_. „ , ...
einer einzigen Registerstufe ein Kern einen anderen Gleichsinniger Speicherkern (Fig. la und Ib)
Kern treiben kann, kann eine manchmal »Fluß- io Das in Fig. la gezeigte Ausführungsbeispiel der
Sperre« genannte Erscheinung infolge von Energie- Erfindung besteht aus drei toroidförmigen Magnetverlusten
in Wicklungen und in der Hysterese der kernen mit rechteckiger Hysteresekurve, und zwar
Kerne selbst auftreten. Diese Erscheinung läßt sich einem Ausgangskern A, einem Speicherkern B und
am besten erklären, wenn man zwei Kerne aus Ma- einem Schaltkern C. Diese Kerne sind durch eine
terial mit rechteckiger Hystereseschleife betrachtet, 15 kurzgeschlossene Windung oder eine Kurzschlußdie
miteinander gekoppelt sind, wobei der erste wicklung SC verkettet. Eine Rückstellwicklung R
Kern eingestellt ist und sein Ausgangsimpuls zum verläuft aufwärts durch den Kern B, aufwärts durch
Einstellen des zweiten Kerns verwendet wird, wo- den Kern A und abwärts durch den Kern C zur
nach der zweite Kern rückgestellt und die resultie- Erde. Eine Eingangswicklung / umgeht den Kern A
rende Ausgangsleistung zum Rückstellen des ersten 20 und verläuft abwärts durch den Kern B und aufKerns
benutzt wird. In diesem Beispiel wird nicht wärts durch den Kern C zur Erde. Eine Treiberdie
ganze durch das Einstellen des ersten Kerns frei wicklung D durchläuft den Kern A abwärts und
werdende Energie in Magnetfluß im zweiten Kern wird dann in zwei Leitungen aufgespalten. Der
umgewandelt, und zwar wegen der Kupferverluste in Strom in der durch den Kern B verlaufenden Treiden
Kopplungswicklungen und wegen der Hysterese- 25 berwicklung D ist ein Bruchteil desjenigen Stroms,
Verluste in den Kernen selbst. Beim Einstellen und der über dieselbe Leitung durch den Kern A fließt;
Rückstellen der Anordnung des vorgenannten Bei- dies wird durch zwei stromteilende Widerstände
spiels kann es sein, daß man weniger Fluß erhält RDa und RDb erreicht. Während ein Teil des
als zum Rückstellen des ersten Kerns nötig ist, wenn Stroms durch RDa zur Erde fließt, gelangt der Rest
der zweite Kern zurückgestellt wird. Daher arbeitet 30 aufwärts durch den Kern B und dann durch RDb
ein Schieberegister, in dem jeder Kern durch eine zur Erde. Eine Ausgangswicklung O verläuft abwärts
Energiequelle gekippt wird, zuverlässiger. Außer- durch den Kern A. Die Funktionen der verschiedem
können auf diese Weise Informationssignale denen Elemente der Vorrichtung gemäß Fig. la
durch eine größere Zahl von logischen Stufen wei- werden in der folgenden Beschreibung der Wirtergeleitet
werden. Es empfiehlt sich, die Ausgangs- 35 kungsweise deutlich, die an Hand der in Fig. Ib
stufe eines Schieberegisters eine maximale Fluß- gezeigten Signale und resultierenden Flußänderunänderung
(die gleich dem Sättigungswert ist) durch- gen verständlich gemacht wird,
laufen zu lassen, um die Eingangsstufe eines eben- Die Signale sowie die die Flußänderungen darsolchen Schieberegisters leichter ein- oder zurück- stellenden Pfeile links von den Unterbrechungslinien stellen zu können. 4° in Fig. Ib veranschaulichen eine Arbeitsfolge, in
laufen zu lassen, um die Eingangsstufe eines eben- Die Signale sowie die die Flußänderungen darsolchen Schieberegisters leichter ein- oder zurück- stellenden Pfeile links von den Unterbrechungslinien stellen zu können. 4° in Fig. Ib veranschaulichen eine Arbeitsfolge, in
Die Erfindung betrifft demgemäß eine Schiebe- der ein Eingangssignal 31 an die Eingangswicklung /
registerstufe mit wenigstens einem Ausgangskern, gelegt wird; die Signale und Pfeile rechts von diesen
einem Speicherkern und einem Schaltkern, die über Linien stellen eine Operationsfolge dar, in der kein
eine Kurzschlußwicklung miteinander verbunden Eingangssignal angelegt wird. In jeder Folge ist das
sind, und in welcher eine Eingangswicklung derart 45 erste der Vorrichtung von Fig. la zugeführte Signal
durch den Speicher- und den Schaltkern gelegt ist, ein Rückstellsignal 30, das der Rückstellwicklung R
daß ein Eingangsimpuls beide Kerne von ihrem Aus- zugeleitet wird. Durch das Rückstellsignal wird
gangszustand in den jeweils anderen Zustand kippt. sichergestellt, daß zu Beginn einer beliebigen Ορε-Die
Erfindung besteht darin, daß eine Rückstell- rationsfolge die verschiedenen Kerne A, B und C
wicklung mit allen Kernen verbunden ist, um diese 50 mit magnetischem Fluß in einer bekannten Richmittels
eines Rückstellimpulses in den Ausgangs- tung gesättigt sind. Das der Rückstellwicklung R zuzustand
zu bringen, und daß eine Treiberwicklung geführte Rückstellsignal 30 bewirkt einen Sättigungsderart
durch den Ausgangskern und den Schaltkern nuß im Kern A, der entgegen dem Uhrzeigersinn
und/oder den Speicherkern geführt ist, aber der dem oder nach rechts verläuft, wie durch den Pfeil 34A
Ausgangskern zugeführte Treiberimpuls derart in 55 angedeutet wird; im Kern B wird ebenfalls ein Fluß
der Amplitude begrenzt ist, daß er nur umschaltet entgegen dem Uhrzeigersinn oder nach rechts be-
und dabei einen Ausgangsimpuls erzeugt, wenn wirkt, wie der Pfeil 34 B zeigt. Da die Rücksteilgleichzeitig
der Speicherkern durch einen auf der wicklung R abwärts durch den Kern C verläuft, wird
Kurzschlußwicklung induzierten Impuls und ge- darin ein Fluß im Uhrzeigersinn oder nach links
gebenenfalls einen dem Speicherkern zugeführten 60 errichtet, wie der Pfeil 34 C es zeigt.
Treiberimpuls in der anderen Richtung umgeschaltet In der Magnettechnik ist es bekannt, daß beim wird. Induzieren einer Flußänderung in einem Kern diese
Treiberimpuls in der anderen Richtung umgeschaltet In der Magnettechnik ist es bekannt, daß beim wird. Induzieren einer Flußänderung in einem Kern diese
Mit Hilfe der Erfindung wird eine vielseitige ma- dazu neigt, Strom in mit dem Kern magnetisch ge-
gnetische Schaltung geschaffen, die sehr zuverlässig koppelten Leitern zu erzeugen. Bei Toroidkernen
arbeitet, schnell schaltet und geringe Verlustleistung 65 mit geraden Wicklungen von je einer Windung neigt
hat. Sie kann in beliebig großen Matrizen verwendet ein in einer Richtung durch den Kern fließender
werden, wobei die Zahl von Stufen, durch die Infor- Magnetisierungsstrom dazu, Strom in entgegen-
mationen übertragen werden, für die zufriedenstel- gesetzter Richtung in allen anderen Wicklungen zu
induzieren. Ob die letzte Operationsfolge einen Ausgangsimpuls erzeugt hat oder nicht, führt das Rückstellsignal
30, das der Rückstelleitung R zugeführt wird, bei Errichtung der richtigen Flußrichtungen in
den Kernen A, B, C nicht zu einem merklichen Stromfluß in der Kurzschlußwicklung SC. Infolge
der Ausgangsbelastung des Kerns A enthält die Wicklung SC einen kleinen Strom, da die Kerne A
und C zurückgestellt sind.
Das nächstmögliche Signal ist ein Eingangssignal 31, das der Eingangswicklung / zugeführt werden
kann. Als Folge dieses Signals fließt Strom abwärts durch den Kern B und aufwärts durch den Kern C,
und zum Kern A gelangt kein Strom. Da der im Kern B abwärts fließende Strom die Neigung hat,
nach links zu schalten und da der Kern B mit Fluß nach rechts gesättigt worden ist, kann der Kern B
jetzt umschalten. Ebenso kann der Kern C, der mit Fluß nach links gesättigt worden ist, jetzt auf den
Strom ansprechen, der ihn aufwärts auf der Eingangswicklung / durchfließt, und nach rechts umschalten.
Daher werden die Kerne B und C gleichzeitig in entgegengesetzter Richtung umgeschaltet.
Da jeder dieser Kerne dazu neigt, Strom in der Kurzschlußwicklung SC in entgegengesetzter Richtung
zu induzieren, fließt kein Strom in der Wicklung SC, und der ganze Strom in der Eingangswicklung
/ wird für das Umschalten der Kerne ausgenutzt, anstatt entgegengerichtete Ströme in der
Kurzschlußwicklung SC zu induzieren. Jeder dieser Kerne liefert eine rückwärts gerichtete elektromotorische
Kraft zum anderen, um das Umschalten der Fluß-Sättigungsrichtungen zu gestatten.
Nachdem einige Zeit verstrichen ist (ein Bruchteil einer Sekunde, mehrere Stunden oder mehr),
kann ein Treibersignal 32 an die Treiberwicklung D des in F i g. 1 a gezeigten Schieberegisters gelegt werden.
Die Zeit des Anlegens dieses Impulses wird durch die Programmierung oder eine Zeitsteuerung
bestimmt und ist die Zeit, zu der diese Stufe abgefragt werden soll. Ein Treibersignal 32 wird also
angelegt, um zu sehen, ob bereits früher ein Eingangssignal 31 angelegt worden ist oder nicht. Wie
es in der Datenverarbeitungstechnik bekannt ist, kann ein Eingangssignal das binäre Bit 1 darstellen,
während das Fehlen eines Eingangssignals das binäre Bit 0 darstellen kann. Daher bewirkt ein auf ein
früheres Eingangssignal hin erlangtes Ausgangssignal das Speichern und Abfühlen eines binären Bits 1,
und das Fehlen eines Ausgangssignals zeigt an, daß vorher kein Eingangssignal angelegt worden ist. Wie
schon erwähnt, wird der durch das Treibersignal 32 bewirkte Strom in der Treiberwicklung D so aufgeteilt,
daß nur ein Teil aufwärts durch den Kern B fließt, obwohl der ganze Treiberstrom durch den
Kern A abwärts fließt. Bei richtiger Wahl der relativen Werte der Widerstände RDa und RDb (oder
in anderer geeigneter Weise) wird erreicht, daß der Kern A genügend Strom hat, um umzuschalten und
um genügend Strom in der Kurzschlußwindung SC zu induzieren, der zusammen mit dem ausreichenden
Strom durch die Treiberwicklung D, der aufwärts durch den Kern B fließt, gleichzeitig das Umschalten
des Kerns B ermöglicht. Gemäß Fig. Ib ist nach dem Anlegen eines Eingangssignals 31 an die
Eingangswicklung / der Kern A nach rechts und der Kern B nach links gesättigt. Daher kann ein abwärts
durch Kern A und aufwärts durch Kern B fließender Strom das gleichzeitige Umschalten dieser
Kerne bewirken, wie es durch die Pfeile 36 A und 36 B angedeutet ist. Beim Umschalten erzeugt
der Kern A ein Ausgangssignal auf der Ausgangswicklung O. Dies zeigt der Datenverarbeitungsanordnung
an, daß dem Register zu einem früheren Zeitpunkt ein Eingangssignal zugeführt worden ist. Der
Kern A wird zur vollen Sättigung in zwei verschiedene Richtungen durch das Rückstellsignal auf
ίο Wicklung R bzw. das Treibersignal auf Wicklung D
getrieben.
Irgendwann nach dem Ableiten eines Ausgangssignals aus der Vorrichtung gemäß Fig. la kann
der Rückstellwicklung R ein weiteres Rückstellsignal 30 zugeführt werden (auf der rechten Seite von
F i g. 1 b dargestellt). Als Folge des Signals 30 fließt Strom aufwärts durch den Kern A, und da dies dem
zuletzt an den Kern A angelegten Treiberstrom (der abwärts gerichtet war) entgegengerichtet ist, wird
der Kern A von links nach rechts umgeschaltet, wie es der Pfeil 37 Λ zeigt. Der aufwärts durch Kern B
fließende Strom neigt dazu, ihn weiter nach rechts zu sättigen, so daß als Folge des Rückstellsignals
keine Flußänderung im Kern B stattfindet. Jedoch ist der Kern C durch das Eingangssignal 31 nach rechts
geschaltet worden (s. Pfeil 35C), und da das Treibersignal 32 keine Wirkung auf den Kern C ausübt
(Pfeil 36C), ist dieser zur Zeit des Anlegens des Rückstellsignals 30 noch nach rechts gesättigt. Der
in der Rückstelleitung R abwärts durch den Kern C fließende Strom bewirkt dessen Umschaltung nach
links, wie es der Pfeil 37C zeigt. Das Eingangssignal bewirkt das gemeinsame Umschalten der Kerne B
und C, das Treibersignal bewirkt das gemeinsame Umschalten der Kerne A und B, und das Rückstellsignal
errichtet den Stromkreis wieder durch gleichzeitiges Schalten der Kerne A und C. Beim Rückstellen
des Kerns A nach rechts erscheint ein negatives Ausgangssignal 33 auf der Ausgangswicklung
O. Da dies jedoch (gemäß Annahme) während der Rückstellzeit erfolgt und da es außerdem in
negativer Richtung ist, entsteht kein Schaden durch dieses auf der Ausgangswicklung O erscheinende
redundante negative Signal.
Zu einem beliebigen späteren Zeitpunkt, wenn bestimmt werden soll, ob ein Eingangssignal angelegt
worden ist oder nicht, wird ein weiteres Treibersignal 32 (ganz rechts in F i g. 1 b gezeigt) der Treiberwicklung
D zugeführt. Wie zuvor neigt dieser Strom dazu, den Kern A von rechts nach links und
den Kern B von links nach rechts umzuschalten. Der Kern B ist jedoch bereits nach rechts gesättigt,
da er durch das zuletzt angelegte Treibersignal (Pfeil 36 B) eingestellt worden und durch ein nachfolgendes
Eingangssignal 31 nicht umgeschaltet worden ist. Er wird also jetzt nicht durch das Treibersignal 32
beeinflußt (Pfeil 38 B). Der auf der Wicklung D abwärts durch den Kern A fließende Strom neigt dazu,
einen Strom zu erzeugen, der in der Kurzschlußwicklung SC aufwärts durch den Kern A fließt und
Strom aufwärts durch den Kern C schickt. Daher neigt der Kern C dazu, von links nach rechts zu
schalten, und ist imstande, mit dem Kern A zu dieser Zeit umzuschalten. Wie erwähnt, wird jedoch der
Strom in der Treiberwicklung D, der aus dem Treibersignal 32 entsteht, durch die Widerstände RDa
und RDb begrenzt (diese Begrenzung kann auch durch andere Mittel herbeigeführt werden), so daß
die in der Kurzschlußwicklung als Ergebnis der Nei- so viel Strom in der Kurzschlußwicklung SC indugung
zum Schalten des Kerns A induzierte elektro- zieren, daß der Kern C gleichzeitig mit den Kermotorische
Kraft nicht ausreicht, um das Umschal- nen A und B umschaltet. Wenn dies geschähe, würde
ten des Kerns C zu bewirken. Daher kann der der Kern A auf den Treiberimpuls hin nicht voll-Kern
C keine rückwärts gerichtete elektromotorische 5 ständig umschalten, und daher würde das Ausgangs-Kraft
zur Reflexion durch die Kurzschlußwindung signal verkleinert. SC zum Kern A senden, und der Kern A kann jetzt
nicht umgeschaltet werden. Aus der äußersten rech- Andere Auslegung des ersten Ausführungsbeispiels
ten Seite von Fig. Ib und den Pfeilen 38^4, 38 B
und 38 C ist ersichtlich, daß dann, wenn ein Trei- io (^1S-1 c)
bersignal ohne dazwischentretendes Eingangssignal Die in F i g. 1 a dargestellte Anordnung wird in
direkt auf ein Rückstellsignal folgt, keine Kerne anderer Form in Fig. Ic veranschaulicht. Die
umgeschaltet werden und auch kein Ausgangssignal Kerne, Wicklungen und Widerstände entsprechen
erzeugt wird. den in F i g. 1 a gezeigten.
Wie die Pfeile 37 und 38 zeigen, bleiben in der 15 Ein Rückstellsignal auf der Rückstellwicklung R
Operationsfolge ohne Eingangssignal die Kerne in sättigt die Kerne A und B entgegen dem Uhrzeigerderselben
Richtung gesättigt, in der sie durch ein sinn und den Kern C im Uhrzeigersinn. Ein Ein-Rückstellsignal
gesättigt würden. Daher hat das gangssignal auf der Eingangswicklung / schaltet den
nächste Rückstellsignal keine Wirkung auf die Kern B aus der dem Uhrzeiger entgegengesetzten
Kerne. Außerdem bleibt sowohl in Operationsfolgen ao Richtung in die Uhrzeigerrichtung um und versucht,
mit Eingangssignal als auch in Operationsfolgen einen Strom im Uhrzeigersinn in der Kurzschlußohne
Eingangssignal der Speicherkern B stets in der wicklung SC zu induzieren; außerdem wird durch
richtigen Richtung eingestellt, und zwar wird er von Strom auf der Eingangswicklung / der Kern C aus
rechts nach links durch ein Eingangssignal und von der Uhrzeigerrichtung in die entgegengesetzte Richlinks
nach rechts durch das nächstfolgende Treiber- 25 tung umgeschaltet, und es wird versucht, einen
signal umgeschaltet. Da jedoch der Kern B in der- Strom entgegen dem Uhrzeigersinn in der Kurzseiben
Richtung gesättigt ist, in der ein Strom ihn schlußwicklung SC zu errichten. Wie in Fig. la
zu sättigen versucht, stellt er keine Belastung für heben diese Ströme einander auf, und in der Kurzdie
Rückstellwicklung dar, und das Anlegen des schlußwicklung SC fließt nahezu kein Strom. Ein
Rückstellstroms an den Kern B richtet keinen Scha- 30 danach an die Treiberwicklung D angelegter Strom
den an. Daher schaltet das Rückstellsignal 30 die schaltet den Kern A im Uhrzeigersinn um und neigt
Kerne A und C gleichzeitig um (nach einer Opera- dazu, einen Strom im Uhrzeigersinn in der Kurztionsfolge
mit Eingangssignal), oder es schaltet gai schlußwicklung SC zu erzeugen. Ein Teil des Stroms
keine Kerne um (nach einer Operationsfolge ohne (bestimmt durch die relativen Werte von RDa und
Eingangssignal). Da die Kerne A und C in entgegen- 35 RDb) neigt dazu, den Kern B in die dem Uhrzeigergesetzten Richtungen umgeschaltet werden, wird sinn entgegengesetzte Richtung umzuschalten, der
niemals ein wahrnehmbarer Strom in der Kurz- in der Kurzschlußwicklung SC im Uhrzeigersinn inschlußwicklung
SC als Folge der Rückstellung der duzierte Strom ist dem Strom in der Treiberwick-Kerne
induziert, wie es in bezug auf das Eingangs- lung D gleichsinnig, und daher wird der Kern B umsignal
und die Kerne B und C oben beschrieben wor- 40 geschaltet.
den ist. Die Rückstellwicklung R ist so durch den In einer Operationsfolge, in der der Eingangs-Kern
B geführt, daß bei Herstellung einleitender wicklung / vor dem Erscheinen eines Stromes auf
Arbeitsbedingungen oder beim Ausführen von Ver- der Treiberwicklung D kein Eingangssignal zugefahren
zur Beseitigung von Störungen das Rückstell- führt wird, ist der Kern B entgegen dem Uhrzeigersignal
bewirkt, daß der Kern zu Beginn der ersten 45 sinn gesättigt, wenn das Treibersignal angelegt wird,
Operationsfolge in bezug auf die anderen Kerne so daß er nicht umschalten kann. Der Strom in der
richtig eingestellt wird. Kurzschlußwicklung SC, die für das Umschalten des
Das bevorzugte Ausführungsbeispiel von F i g. 1 a Kerns C nötig ist, belastet den Kern A so stark, daß
nutzt die Stromaufteilung des Treiberstroms durch er nicht umschalten kann. Daher schaltet der Kern A
Widerstände RDa und RDb aus. Ein kritischer Fak- 50 nicht um, und auf der Ausgangswicklung O wird
tor dieses Ausführungsbeispiels ist der, daß der dem kein Ausgangssignal erzeugt.
Kern A zugeführte Treiberstrom so begrenzt werden Wie schon beschrieben, kann man sich die Kerne
muß, daß er nicht ausreicht, den Kern A und (durch mit zwei stabilen Zuständen vorstellen, die häufig
Induktion über die Kurzschlußwicklung 5C) gleich- mit den binären Bits 1 bzw. 0 identifiziert werden,
zeitig den Kern C in einer Operationsfolge ohne Ein- 55 Ein bekanntes »Punkt-Kennzeichnungssystem«, das
gangssignal umzuschalten. Der Widerstand RDa häufig zur Erläuterung von Schaltungsvorgängen mit
könnte entfernt werden, so daß nur der Widerstand Hilfe binärer Zahlen verwendet wird, gibt an, daß
RDb übrigbleibt, um den Strom auf der Treiber- Strom, der in das mit einem Punkt gekennzeichnete
wicklung D zu begrenzen, oder es könnte eine ge- Ende einer Wicklung auf einem Kern hineinfließt,
eignete Strombegrenzung, z. B. auch eine begrenzte 60 den Kern in den Nullzustand umschaltet und eine
Quelle für das Treibersignal 32, verwendet werden, Spannung an jeder anderen Wicklung induziert,
um diese Bedingung zu erfüllen. Die Widerstände deren mit Punkt gekennzeichnetes Ende positiv ist,
RDa und RDb sind jedoch nötig, um einen größeren wodurch bewirkt wird, daß Strom aus dem mit
Treiberstrom im Kern A als im Kern B zu erzeugen, einem Punkt gekennzeichneten Ende herausfließt,
da der Kern A eine Belastung auf seiner Ausgangs- 65 Ebenso wird durch einen Strom, der in das nicht mit
wicklung O treiben muß. Würde die Stromteilung einem Punkt gekennzeichnete Ende einer Wicklung
nicht verwendet, würde der Kern A etwas langsamer auf einem Kern hineinfließt, der betreffende Kern
als der Kern B umschalten, und der Kern B könnte in den Einszustand umgeschaltet und eine Spannung
an jeder der anderen Wicklungen induziert, deren mit Punkt gekennzeichnetes Ende negativ ist, so daß
der Strom dazu neigt, in die mit Punkt gekennzeichneten Enden hineinzufließen. Wegen der allgemeinen
Verwendung dieses Kennzeichnungssystems wird und die Schaltung von F i g. 1 c erneut in Verbindung
damit beschrieben.
Bei Anwendung des Punkt-Kennzeichnungssystems auf die Schaltung gemäß Fig. Ic fließt
Strom auf der Rückstellwicklung R in das nicht mit Punkt gekennzeichnete Ende der Wicklung auf
Kern B und neigt dazu, den Kern B auf 1 umzuschalten, in das mit Punkt gekennzeichnete Ende
des Kerns C, wodurch dieser auf 0 umgeschaltet wird, und in das nicht mit Punkt gekennzeichnete
Ende des Kerns A, der auf 1 umgeschaltet wird. Wie schon beschrieben, wird jedoch der Kern B niemals
durch die Rückstellwicklung umgeschaltet, denn er ist stets so eingestellt, daß sein Magnetfluß dem Uhrzeigersinn
entgegengesetzt ist, was einer 1 entspricht, so daß der Kern B keinen Strom in der Kurzschlußwicklung
SC erzeugt. Da der Kern C auf 0 und der Kern A auf 1 umgeschaltet worden sind, fließt Strom
aus dem mit Punkt gekennzeichneten Ende der Kurzschlußwicklung des Kerns C und aus dem mit
Punkt gekennzeichneten Ende der Kurzschlußwicklung des Kerns A heraus, und diese Ströme heben
einander auf.
Beim Anlegen eines Eingangssignals an die Eingangswicklung / fließt Strom in das mit Punkt gekennzeichnete
Ende der Eingangswicklung auf Kern B hinein und schaltet so den Kern B auf 0 um,
und außerdem fließt Strom in das nicht mit Punkt gekennzeichnete Ende der Wicklung auf Kern C hinein
und schaltet den Kern C auf 1. Daher fließt Strom aus dem nicht mit Punkt gekennzeichneten
Ende der Kurzschlußwicklung auf Kern C und aus dem mit Punkt gekennzeichneten Ende der Kurzschlußwicklung
auf Kern B heraus. Diese Ströme heben einander auf, und in der Kurzschlußwicklung
wird kein Strom induziert.
Nach einem Eingangssignal sendet ein Treibersignal auf der Treiberwicklung D Strom zum mit
Punkt gekennzeichneten Ende der Treiberwicklung auf Kern A, der dazu neigt, den Kern A auf 0 zu
schalten, und eine Spannung auf der Kurzschlußwicklung des Kern A induziert, durch die Strom aus
dem mit Punkt gekennzeichneten Ende dieser Wicklung hinausgeschickt wird. Dieser Strom fließt daher
in das nicht mit Punkt gekennzeichnete Ende der Kurzschlußwicklung auf Kern B und schaltet diesen
auf 1 um. Der begrenzte Treiberstrom, der dem nicht mit Punkt gekennzeichneten Ende der Treiberwicklung
auf Kern B zugeführt wird, hat ebenfalls die Neigung, den Kern B auf 1 umzuschalten. Daher
können sich der Strom in der Kurzschlußwicklung und der Strom in der Treiberwicklung kombinieren,
um den Kern B in den Einszustand umzuschalten und dadurch eine elektromotorische Kraft an die
Kurzschlußwicklung anzulegen, die die Umschaltung des Kerns A unterstützt.
In einer Operationsfolge, in der kein Eingangssignal angelegt wird, neigt ein Treiberstrom auf der
Treiberwicklung D dazu, den Kern A auf 0 umzuschalten wie vorher, aber die elektromotorische
Kraft, die in der Kurzschlußwicklung erzeugt wird und dazu neigt, Strom in das nicht mit Punkt gekennzeichnete
Ende der Kurzschlußwicklung auf Kern B hineinzusenden, kann keine Wirkung auf
den Kern B ausüben, da dieser noch im Einszustand ist. Da der durch die Treiberwicklung D dem Kern A
zugeführte Treiberstrom begrenzt ist, wie oben beschrieben, ist die in der Kurzschlußwicklung SC induzierte
elektromotorische Kraft nicht ausreichend, um den Kern C umzuschalten, und da der Kern C
keinen Treiberstrom direkt von der Treiberwicklung D empfängt, reicht der Gesamtstrom nicht aus,
ίο um den Kern C umzuschalten. Daher kann der
Kern C nicht umschalten, der Kern B kann nicht umschalten, und da keine elektromotorische Kraft
in den Wicklungen B und C der Kurzschlußwick-Iung SC vorhanden ist, um die Umschaltung des
Kerns A zu unterstützen, kann auch der Kern A nicht umschalten.
Ausführungsbeispiel 2
Mit logischem Ausgangssignal (F i g. 1 d)
Mit logischem Ausgangssignal (F i g. 1 d)
Ein Schieberegister, das Ausgangslogik durchführen kann, ist in F i g. 1 d dargestellt. Diese Schaltung
ist mit der in F i g. 1 a gezeigten nahezu identisch, nur sind zwei Ausgangskerne A und A' vorgesehen,
die entsprechende Treiberwicklungen D und D' haben. Die Treiberwicklungen D und D' haben jede
Widerstände RDa, RDb bzw. RD'a und RD'b zur Begrenzung von Treiberströmen in der in F i g. 1 a
gezeigten Weise. Bekanntlich neigt der Strom in der Treiberwicklung D dazu, den Kern A umzuschalten,
und der Kern A schaltet nur dann um, wenn der Kern B mit ihm umschalten kann. Daher beeinflußt
der an eine Treiberwicklung D oder D' angelegte Strom nur den zugeordneten Ausgangskern A, A'
und den Kern B, wobei es für Kern B keine Rolle spielt, welcher der Treiberwicklungen D, D' Strom
zugeführt wird. Der Strom auf jeder der Treiberwicklungen D oder D' kann dem der Treiberwicklung
D gemäß F i g. 1 a und 1 c zugeführten Strom gleichen. Wenn der Wicklung D ein Strom zugeführt
wird, neigt dieser dazu, den Kern A umzuschalten; ein der Wicklung D' zugeführter Strom neigt dazu,
den Kern A' umzuschalten. Wenn der Kern B durch ein Eingangssignal auf Leitung / nach links umgeschaltet
worden ist, schaltet einer der Kerne A, A' um und erzeugt ein Ausgangssignal auf einer entsprechenden
Ausgangswicklung O, O'. Da in jeder Operationsfolge jeweils nur eine Treiberwicklung D
oder D' erregt wird, können die Treiberwicklungen D und D' nach dem Passieren der Kerne A bzw. A'
zusammengeschlossen werden. Dadurch erhält man eine einzige Treiberwicklung durch den Kern B, und
es kann ein einziger Satz von Widerständen wie in Fig. la verwendet werden. Diese Abwandlung ist
in F i g. 4 dargestellt. Da die Eingangswicklung / nicht durch den Kern A oder A' führt, wird das Eingangssignal
durch diese Abwandlung nicht beein-■ flußt.
Die Schaltungsanordnung gemäß Fig. Id gestattet
es dem Schieberegister selbst, ein logisches Ausgangssignal zu liefern, ohne daß es nötig ist, andere
bekannte logische Schaltungen für die Orientierung des Ausgangssignals des Schieberegisters zu benutzen.
Eine einfache Anwendung dieser Schaltung als Und-Schaltung ist die, daß die Kombination von
Eingangsstrom auf Leitung / plus Treiberstrom auf Leitung D die Funktion »/ und £>« ergibt; ebenso
führt kein Strom auf Leitung I zur Funktion »nicht /
509 658/335
11 12
und £>«. Statt dessen können die Funktionen »/ und ten des Kerns C, und daher entsteht keine rückwir-
£>'« oder »nicht / und D'« erzeugt werden. Eine an- kende elektromotorische Kraft, die die Umschaltung
dere Anwendung dieser Schaltungsart wird noch in des Kerns A unterstützen könnte, und daher wird
Verbindung mit F i g. 4 beschrieben. der Kern A nicht umgeschaltet.
5 Die Wirkungsweise der Schaltungen (d. h. das
Ausführungsbeispiel 3 Umschalten oder Nichtumschalten von Kernen) ist
_ . , , σ , ,, /ι- ■ o\ im Ausführungsbeispiel nach F i g. 2 die gleiche wie
Entgegenwirkender Schaltkern (F ι g. 2) in den Ausführungsbeispielen nach F i g. 1 a bis 1 c.
Ein anderes Ausführungsbeispiel der Erfindung Der Unterschied besteht darin, daß gemäß Fig. 2
ohne doppelte Ausgangskerne für logische Funk- io der Kern A in einer Weise erregt wird, die dazu
tionen ist in F i g. 2 gezeigt. Ein Vergleich der Schal- neigt, den Kern. B durch in der Kurzschlußwicklung
tung von F i g. 2 mit der von F i g. 1 c zeigt, daß der SC induzierten Strom umzuschalten, und die Umeinzige
Unterschied darin besteht, daß in Fig. 2 der schaltung des Kerns C wird verhindert, wenn kein
Treiberstrom dem Kern C anstatt dem Kern B zu- Eingangssignal angelegt wird, durch einen über die
geführt wird. Bekanntlich neigt der der in F i g. 1 c 15 Treiberwicklung D dem Kern C zugeführten Strom,
gezeigten Schaltung zugeführte Treiberstrom dazu, Der Strom im Kern C wird durch die Widerstände
dem Kern B beim Umschalten zu helfen. Dadurch RDa und RDb so begrenzt, daß bei einer Operawird
der Kern B teilweise als Ergebnis von durch tionsfolge mit Eingangssignal der von der Treiber-
RDb fließendem Strom und teilweise als Ergebnis wicklung D gelieferte Strom nicht ausreicht, um das
von durch die Kurzschlußwicklung SC fließendem 20 Umschalten des Kerns C (anstatt des Kerns A) zu
Strom, der durch das Umschalten des Kerns A indu- bewirken, jedoch ausreicht, um der Wirkung des in
ziert wird, umgeschaltet. Dagegen wird im Ausfüh- der Kurzschlußwicklung durch Kern A induzierten,
rungsbeispiel gemäß F i g. 2 dem Kern B kein Trei- entgegengerichteten Stroms entgegenzuwirken,
berstrom zugeführt, sondern es wird Treiberstrom an , . . . .... , . . , ,_. „.
berstrom zugeführt, sondern es wird Treiberstrom an , . . . .... , . . , ,_. „.
den Kern C gelegt entgegen der elektromotorischen 25 Kombiniertes Ausfuhrungsbeispiel (Fig. 3)
Kraft, die in der Kurzschlußwicklung SC als Ergeb- Ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung,
nis des durch den Kern A fließenden Treiberstroms das die Betriebsarten der beiden früheren Ausfüh-
erzeugt wird. rungsbeispiele verkörpert, ist in F i g. 3 gezeigt. Ein
Jetzt sei die Wirkungsweise der Schaltung gemäß Vergleich mit Fig. Ic und 2 zeigt, daß die Kerne,
F i g. 2 beschrieben. Rückstell- und Eingangsströme 30 die Eingangswicklung /, die Rückstellwicklung R
legen die Richtung der Fluß-Sättigung in den Ker- und die Kurzschlußwicklung SC denen in Fig. 3
nen ebenso wie in dem Ausführungsbeispiel nach gleichen. Der Unterschied in diesem Ausführungs-F
i g. 1 a bis 1 c fest. Ein der Wicklung D zugeführter beispiel ist der, daß ein relativ unbegrenzter Treiber-Treiberstrom
neigt dazu, den Kern A im Uhrzeiger- strom dem Kern B (d. h. der gleiche, wie der an den
sinn umzuschalten, wodurch wiederum ein Strom 35 Kern A gelegte) und ein begrenzter Treiberstrom
im Uhrzeigersinn in der Kurzschlußwicklung SC dem Kern C zugeführt werden außer dem dem
erzeugt wird. Dieser versucht seinerseits, den Kern C Kern A zugeführten Treiberstrom. In diesem Ausentgegen
dem Uhrzeigersinn umzuschalten. Jedoch führungsbeispiel wird der Kern B zwangläufig durch
wirkt der Stromfluß durch den Widerstand RDb Strom auf der Treiberwicklung D so erregt, daß
dem in der Kurzschlußwicklung SC fließenden Strom 4° während einer Operationsfolge mit Eingangssignal
entgegen, so daß der Kern C nicht umschalten kann. der Kern B umschalten kann. Das Umschalten des
Da dem Kurzschlußstrom durch den Kern C der Kerns C wird während einer Folge ohne Eingangs-Strom
durch RDb entgegenwirkt, hat der Kern C signal durch den durch Widerstand RDb fließenden
keine Wirkung auf den Stromfluß durch die Kurz- Strom verhindert.
schlußwicklung SC. Daher kann eine maximale elek- 45 Die Ausführungsbeispiele nach F i g. 2 und 3
tromotorische Kraft am Kern B erzeugt werden, könnten einen oder mehrere zusätzliche Ausgangsund
wenn der der Treiberwicklung D zugeführte kerne A, A' enthalten, wie im Ausführungsbeispiel
Strom die richtige Größe hat (höher als im Ausfüh- nach Fig. Ic. Die Zahl der Ausgangskerne spielt
rungsbeispiel nach Fig. la bis Id), bewirkt der keine Rolle für die Wirkungsweise irgendeines der
Strom in der Kurzschlußwicklung SC, der durch die 50 gezeigten Ausführungsbeispiele, da das Erregen der
Neigung des Kerns A zum Umschalten induziert Ausgangskerne A, A' (oder weiterer Ausgangskerne)
wird, die Umschaltung des Kerns B, wodurch eine durch eine zugeordnete Treiberwicklung D, D' (oder
rückwirkende elektromotorische Kraft entsteht, die weitere Treiberwicklungen) vollständig unabhängig
ausreicht, um die Umschaltung des Kerns A zu von der Rückstellung der Schaltung ist mit der
unterstützen. Anders ausgedrückt findet der Kern A 55 Ausnahme, daß der Kern B imstande sein muß, zur
beim Versuch zum Umschalten eine »Belastung« im gleichen Zeit wie der ausgewählte Ausgangskern
Kern B, deren elektromotorische Kraft zum Kern A umzuschalten.
durch die Kurzschlußwicklung SC reflektiert wird; „, ,,.,„. . , _λ
daher schaltet der Strom in der Treiberwicklung D Ebene Matnx (Fl§· 4 und 5)
diese beiden Kerne gleichzeitig um. 60 Gemäß der Erfindung können Sätze von toroid-
Wenn kein Eingangssignal angelegt wird, ist der förmigen Kernen in beliebig großen Matrizen ange-
Kern B entgegen dem Uhrzeigersinn gesättigt, so daß ordnet werden. Die Matrizen brauchen nicht auf nur
der durch den Kern A induzierte, entgegen dem wenige Schieberegister in jeder Koordinate begrenzt
Uhrzeigersinn in der Kurzschlußwicklung fließende zu werden, sondern können in jeder Koordinate
Strom keine Wirkung auf den Kern B hat. Da dem 65 Hunderte von Schieberegistern enthalten. Ein in
Kern C Strom durch die Treiberwicklung D züge- F i g. 4 gezeigtes Ausführungsbeispiel der Erfindung
führt wird, der dazu neigt, den Kern C im Uhrzei- ist eine 2X2-Matrix aus zwei Ebenen von Toroid-
gersinn umzuschalten, verhindert dies das Umschal- kernen, die so angeordnet sind, daß alle Wicklungen
gerade Drähte sein können, die ebenso lang wie die Abmessungen der Ebene sind.
Außer durch die Kurzschlußwicklungen SC sind die obere und die untere Ebene nicht durch Leitungen
innerhalb der Ebene verbunden. Die rechts in F i g. 4 gezeigten Rückstell- und Treiberwicklungen
(R, Du, D'u, Du', Dt, D't und Dt') liegen nicht innerhalb der Ebene, sondern sind außerhalb der
Ebene verbunden; ebenso ist die Zahl der benötigten externen Leitungen nur durch die gewünschte
Zahl von Eingängen und Ausgängen begrenzt, da z.B. die Rückstellwicklung R zur Verfügung steht,
um alle Kerne in der Ebene ohne Berücksichtigung der benutzten Zahl von Kernen zurückzustellen. Die
Schaltung nach F i g. 4 ist eine 2 X 2-Matrix, die vier Schieberegister umfaßt, von denen jedes mit dem
des in F i g. 1 d gezeigten Ausführungsbeispiels identisch ist. Jedes Schieberegister hat vier Kerne, und
zwar zwei Ausgangskerne A, A', einen Speicherkern B und einen Schaltkern C. Die Kerne gemäß
F i g. 4 sind entsprechend ihrer Lage innerhalb der Matrix numeriert, wobei die ein Schieberegister bildenden
vier Kerne gleiche Ziffern haben, z. B. A 02, A'02, B 02 und C02, die ein Schieberegister bilden.
Wie es unten links in F i g. 4 gezeigt ist, verläuft as
eine Eingangswicklung 1-2 nach rechts durch die Kerne C12 und C 02 und nach links durch die
Kerne B 02 und B12. Diese Wicklung stellt einen
Grundzahleingang dar, d. h. einen Eingang für »Ziffern«, und kennzeichnet die Ziffer »2«. Eine zweite
Grundzahleingangswicklung /-1 stellt die Ziffer »1« dar. Sie erstreckt sich nach rechts durch die Kerne
CIl und COl und nach links durch die Kerne BOl
und B11. Unten in F i g. 4 sind die Ordnungszahleingangswicklungen
dargestellt. Die Wicklung I-u stellt »Einer« oder 10° dar und erstreckt sich nach
links durch die Kerne B 01 und B 02 und nach rechts durch die Kerne C 02 und COl. Eine weitere Ordnungszahleingangswicklung
I-t stellt »Zehner« oder 101 dar und verläuft nach links durch die Kerne BIl
und B12 und nach rechts durch die Kerne C12 und
CIl. Obwohl gemäß der Zeichnung jede dieser Eingangswicklungen zur Erde führt, versteht es sich,
daß sie durch weitere Kerne hindurchgehen oder direkt an eine Nicht-Erde-Rückkehrleitung an einer
Signalquelle angeschlossen sein können.
Wie oben in F i g. 4 dargestellt, sind vier Treiberwicklungen vorgesehen. Die Wicklung Du verläuft
nach rechts durch die Kerne ,4 02 und ,401. Die Wicklung D'u verläuft nach rechts durch die Kerne
A'02 und ΑΌ1. Die beiden Treiberwicklungen Du
und D'u vereinigen sich und erstrecken sich abwärts zu einem gemeinsamen Widerstand RDua, der den
Strom (in Verbindung mit RDub) ebenso aufteilt, wie es die Widerstände RDa und RD'a gemäß
F i g. 1 d tun. In diesem Ausführungsbeispiel ist ein einziger Widerstand RDIa gewählt worden, da es
erwünscht ist, daß eine einzelne Wicklung Du' nach links von RDua aus und nach rechts durch zwei
Kerne B 02 und BOl zu dem anderen Stromteilerwiderstand RDub verläuft. Wie in Verbindung mit
F i g. 1 d beschrieben, wird jeweils nur eine Treiberwicklung (D oder D') erregt, so daß außer in den
Ausgangskernen (A) die getrennten Identitäten nicht aufrechterhalten zu werden brauchen. Ebenso erstreckt
sich die Treiberwicklung Dt nach rechts durch die Kerne A12 und ./411 und vereinigt sich
dann mit der Treiberwicklung D't, die nach rechts durch die Kerne ,4'12 und ,4'Il führt. Diese Wicklungen
vereinigen sich dann und sind an den Stromteilerwiderstand RDta angeschlossen. Eine gemeinsame
Treiberwicklung Df verläuft nach links von RDta aus und dann nach rechts durch die Kerne
B12 und B11 hindurch zu dem anderen Stromteilerwiderstand
RDtb.
Oben rechts in F i g. 4 sind die Ausgangswicklungen gezeigt, die jeweils den schon erwähnten »Eins«-
und »Zwei«-Eingängen entsprechen. Die Ausgangswicklung O-2 und die Ausgangswicklung O'-2 bilden
Ausgänge aus den Kernen in den der »2« entsprechenden Reihen; die Ausgangswicklungen O-l
und O'-l liefern Ausgangssignale aus Kernen in den
»1 «-Reihen. Ob das Ausgangssignal auf einem Ausgang mit oder ohne Indexstrichkennzeichnung erscheint,
hängt nur davon ab, ob eine Treiberwicklung mit oder ohne Indexstrichkennzeichnung erregt
wird, um ein Ausgangssignal abzuleiten, wie in Verbindung mit F i g. 1 d beschrieben.
In der obersten rechten Ecke in Fig. 4 ist die Rückstellwicklung R dargestellt. Diese Wicklung
verläuft nach links durch jeden der Kerne in der Ausgangsebene (.402 bis A'IV) und dann abwärts
in die Eingangsebene. Die Rückstellwicklung R erstreckt sich nach links durch die »C«-Kerne und
nach rechts durch die »B«-Kerne und ist dann geerdet.
Für jedes der Schieberegister gemäß Fig. 4 ist
eine Kurzschlußwicklung vorgesehen. Zum Beispiel sind die das »O2«-Schieberegister bildenden Kerne
,4 02, Λ'02, B02 und C02 durch die Kurzschlußwicklung
SC 02 miteinander verbunden. Ebenso sind die Kerne des »^«-Schieberegisters durch die Kurzschlußwicklung
SC12, die des »!!«-Schieberegisters durch die Kurzschlußwicklung SCIl und die des
»©!«-Schieberegisters durch die Kurzschlußwicklung SCOl verbunden. Es sei darauf hingewiesen, daß
SC12 mit SCOl einen gemeinsamen Arm hat.
Jetzt sei die Wirkungsweise der Anordnung gemäß F i g. 4 an Hand eines Beispiels beschrieben. Es sei
angenommen, daß die Zahl »12« gespeichert und später aus der Anordnung gemäß F i g. 4 wieder entnommen
werden soll. Zunächst werden die »Einer«- Eingangswicklung I-u und die Ziffer-»2«-Eingangswicklung
1-2 gleichzeitig erregt. Dadurch wird Strom von rechts nach links durch den Kern B 02 auf zwei
Wicklungen und gleichzeitig von links nach rechts durch den Kern C 02 auf zwei Wicklungen geschickt.
Da jede der Eingangswicklungen I-u und 1-2 eine Hälfte des Stroms, der zum Umschalten der Kerne
nötig ist, führt, reichen die gleichzeitigen Ströme aus, um die Kerne B 02 und C 02 umzuschalten, wie oben
beschrieben. Als nächstes werden die »Zehner«-Eingangswicklung I-t und die Ziffer-»!«-Eingangswicklung
/-1 gleichzeitig erregt, um die Kerne BU und CH umzuschalten. Zu einem späteren Zeitpunkt
wird dann der Zustand des Registers abgefühlt (oder — anders ausgedrückt — die darin enthaltenen Daten
werden ausgelesen) durch das Anlegen von Signalen an die Treiberwicklungen.
Es sei hier darauf hingewiesen, daß jeder beliebige Satz von Treiberwicklungen (Du, Dt oder D'u,
D't) gleichzeitig erregt werden kann oder daß sie nacheinander erregt werden können. Es spielt keine
Rolle für die Wirkungsweise dieser Vorrichtung und ist nur insofern von Bedeutung, als die Ausgangssignale
die Auswertungsvorrichtung beeinflussen
können, die die Ausgangssignale empfangen soll. Der Einfachheit halber sei eine Operation mit aufeinanderfolgender
Erregung beschrieben.
Wenn zunächst angenommen wird, daß Ausgangssignale ohne Indexstrichkennzeichnung erwünscht
sind, wird ein Treibersignal an die Treiberwicklung Du gelegt, die Strom nach rechts durch den Kern
A 02 und den Kern A 01 sendet. Da die »5«- und »C«-Kerne für das »©!.«-Schieberegister während
des Anlegens von Eingangssignalen nicht umgeschaltet worden sind, kann der Kern A 01 jetzt nicht umschalten.
Da jedoch die Kerne B 02 und C 02 vorher umgeschaltet worden sind, weil Strom gleichzeitig
den Eingangswicklungen I-u und 7-2 zugeführt wurde, kann der Kern /102 umschalten und liefert
einen Ausgangsimpuls auf der »2«-Ausgangswicklung 0-2. Nun wird ein Treibersignal an die Treiberwicklung
Dt gelegt, welche Strom nach rechts durch die Kerne All und ,411 sendet. Der Kern AlZ
kann nicht umschalten, aber der Kern AU kann umschalten (da gleichzeitige Eingangssignale vorher
über die Leitungen 7-i und 1-1 zugeführt worden sind) und erzeugt ein Ausgangssignal auf der »1«-
Ausgangsleitung O-l. Natürlich hätten die Treiberwicklungen
D'u und D't anstatt der Treiberwicklungen ohne Indexstrichkennzeichnung erregt werden
können, und die Ausgangssignale wären dann in derselben Weise auf den Ausgangswicklungen O'-2
bzw. O'-l erschienen.
Als nächstes Beispiel sei angenommen, daß nur die Zahl »1« in die Anordnung eingegeben wird. Es
wird kein Strom an die »Zehner«-Eingangswicklung 7-i gelegt, so daß keiner der »Zehner«-Schieberegistereingangskerne
CIl, BIl, C12 oder B12 umgeschaltet
wird. Gleichzeitig wird Strom der »Einerc-Eingangswicklung I-u und der Ziffer-»1«-
Eingangswicklung /-1 zugeführt. Diese vereinigen sich und senden Schaltstrom nach links durch den
Kern #01 und nach rechts durch COl. Wenn angenommen wird, daß Ausgangssignale mit Index-Strichkennzeichnung
erwünscht sind, wird später der Treiberwicklung D'u ein Signal zugeführt und sendet
Strom abwärts durch den Kern ΑΌ2 und den Kern A' 01. Da die Eingangskerne COl und SOl umgeschaltet
worden sind, wird der Ausgangskern /4'Ol
umgeschaltet, und der Ausgangskern ΑΌ2 wird nicht
umgeschaltet. Daher wird ein Ausgangssignal auf der »1 «-Ausgangswicklung O'-l erzeugt. Als nächstes
wird ein Treibersignal der »Zehner«-Treiberwicklung D't zugeführt. Diese sendet Strom abwärts go
durch die Kerne ΑΊ2 und A'11, aber da das »11«-
Schieberegister und das »^«-Schieberegister keine Eingangssignale empfangen haben, kann keiner dieser
Kerne umschalten, und es wird daher kein Ausgangssignal erzeugt. Dies gestattet die aufeinanderfolgende
Entnahme verschiedener Stellen einer Zahl, zuerst die Einer, zuletzt die höchste Stelle, um viele
bekannte Datenverarbeitungsverfahren zu erleichtern.
Bei den vorstehenden beiden Beispielen muß man daran denken, daß der Strom, der nötig ist, um die
»B«-Kerne zu unterstützen (801, B 02 und BIl,
B12), über die kombinierten Treiberwicklungen Du'
bzw. Dt' angelegt wird, obwohl das nicht so beschrieben worden ist. Aus der vorstehenden Be-Schreibung
der Wirkungsweise geht hervor, daß die Eingangssignale dadurch an den richtigen Kern angelegt
werden, daß ein Halbwählstrom entweder auf der »Einer«- oder auf der »Zehner«-Wicklung
gleichzeitig mit einem Halbwählstrom auf der Ziffer-»!«- oder auf der Ziffer-»2«-Eingangswicklung
vorliegt. Die Ausgangswicklungen sind anders angeordnet, so daß alle gleichen Stellen (z. B. alle
»Zehner«) gleichzeitig erregt werden, und es erscheinen Ausgangssignale auf Wicklungen, die ihrem
numerischen Wert entsprechen (z. B. »Zweien« und »Einsen«).
Die Wicklungen in den Matrixebenen gemäß F i g. 4 könnten auch in anderer Weise angeordnet
sein. Zum Beispiel könnten die Lagen der Grundzahleingangswicklungen (7-1,7-2) und der Ordnungszahleingangswicklungen
(7-M und 7-i) ausgetauscht werden. Dann würden die Treiberwicklungen Zahlen
und die Ausgangswicklungen Potenzen von zehn darstellen. In einer solchen Anordnung erfolgt das
Auslesen durch Anlegen von Strom an die »2«-Treiberwicklung und die »!«-Treiberwicklung, und die
resultierenden Ausgangssignale erscheinen auf der »Zehner«- oder auf der »Einer«-Ausgangswicklung.
Die beschriebene 2X2-Matrix ist nur zur Veranschaulichung
gewählt worden. In der Praxis werden viel größere Matrizen verwendet.
Bei der in Fi g. 4 gezeigten Matrix in zwei Ebenen könnte auch nur ein einziger Ausgangskern in
jedem Schieberegister vorgesehen werden. Das geschieht durch Weglassen der Treiberwicklungen D'u
und D% der Kerne A'01, ΑΌ2, A'U und A'12 und
der Ausgangswicklungen O'-2 und O'-l. Ebenso
könnte eins der Ausführungsbeispiele nach F i g. 2 und 3 als Grundeinheit mit einem oder mehreren
Ausgangskernen gewählt werden.
In der Anordnung gemäß F i g. 4 sind keine internen Verbindungen zwischen den Ebenen außer den
Kurzschlußwicklungen nötig. Diese lassen sich leicht herstellen (wie in F i g. 5 gezeigt), indem kurze senkrechte
Verbindungsdrähte 39 abwärts durch ein Trägerelement 40 hindurchgeführt werden. Die
Drähte, die tatsächlich durch die Kerne hindurchgehen (in Fig. 5 als waagerechte Drähte dargestellt),
könnten auch automatisch und maschinell unter Druck durch Punktschweißen miteinander verbunden
werden, so daß ein Draht in der oberen Ebene mit einem entsprechenden Draht in der unteren
Ebene an jedem der Löcher in der Platte 40 verbunden wird. Die Art der Verbindung ist für die
Erfindung nicht kritisch. Diese Konstruktion ermöglicht die Verwendung sehr großer ebener Matrizen,
ohne daß die Herstellung viel schwieriger wird.
Claims (9)
1. Schieberegisterstufe mit wenigstens einem Ausgangskern, einem Speicherkern und einem
Schaltkern, die über eine Kurzschlußwicklung miteinander verbunden sind und in welcher
eine Eingangswicklung derart durch den Speicher- und den Schaltkern gelegt ist, daß ein Eingangsimpuls
beide Kerne von ihrem Ausgangszustand in den jeweils anderen Zustand kippt, dadurch gekennzeichnet, daß eine
Rückstellwicklung (R) mit allen Kernen (A, B, C) verbunden ist, um diese mittels eines Rückstellimpulses
in den Ausgangszustand zu bringen, und daß eine Treiberwicklung (D) derart durch
den Ausgangskern (A) und den Schaltkern (C) und/oder den Speicherkern (B) geführt ist, aber
der dem Ausgangskern (A) zugeführte Treiber-
IS
impuls derart in der Amplitude begrenzt ist, daß er nur umschaltet und dabei einen Ausgangsimpuls
erzeugt, wenn gleichzeitig der Speicherkern (B) durch einen auf der Kurzschlußwicklung
(SC) induzierten Impuls und gegebenenfalls einen dem Speicherkern (B) zugeführten Treiberimpuls
in der anderen Richtung umgeschaltet wird.
2. Schieberegisterstufe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Speicherkern mit
der Treiberwicklung derart verkoppelt ist, daß der diesem Kern zugeführte Treiberimpuls kleiner
als der dem Ausgangskern zugeführte ist.
3. Schieberegisterstufe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schaltkern mit
der Treiberwicklung derart verkoppelt ist, daß der diesem Kern zugeführte Treiberimpuls kleiner
als der dem Ausgangskem zugeführte ist und dem auf der Kurzschlußwicklung durch den
Treiberimpuls im Ausgangskem induzierten Im- ao puls entgegenwirkt.
4. Schieberegisterstufe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Treiberwicklung
mit dem Speicherkern und dem Schaltkem derart verkoppelt ist, daß der dem Speicherkern zugeführte
Treiberimpuls gleich dem dem Ausgangskem zugeführten ist und daß der dem Schaltkem zugeführte Treiberimpuls kleiner als
der dem Ausgangskem zugeführte ist und dem auf der Kurzschlußwicklung durch den Treiberimpuls
im Ausgangskem induzierten Impuls entgegenwirkt.
5. Schieberegisterstufe nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß zur
Begrenzung der Treiberimpulsamplitude im Speicher- oder Schaltkem die Treiberwicklung nach
dem Ausgangskem in zwei parallele Zweige mit ohmschen Widerständen ausgespaltet ist, von
denen einer durch den Speicher- oder Schaltkem läuft.
6. Schieberegisterstufe nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß
mehrere Ausgangskeme vorgesehen sind und daß je eine Treiberwicklung mit einem Ausgangskem
verkoppelt ist.
7. Schieberegisterstufe nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die getrennten Treiberwicklungen
hinter den Ausgangskernen zu einer Leitung zusammengefaßt sind.
8. Schieberegister unter Verwendung von Schieberegisterstufen nach einem der Ansprüche
1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Magnetkerne in mehreren Ebenen nach Art
einer Matrix angeordnet sind, daß die Eingangs-, Ausgangs- und Treiberwicklung innerhalb der
Matrizenebenen geführt sind und daß die Kurzschlußwicklungen durch Verbindungen zwischen
den Ebenen gebildet sind.
9. Schieberegister nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Eingangsimpulse den
Speicher- und Schaltkernen in Form von koinzidierenden Halbwählimpulsen über je zwei Eingangswicklungen
zugeführt werden.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Auslegeschrift Nr. 1 068 487;
IBM Technical Disclosure Bulletin, Vol. 3, Nr. 3, August 1960, S. 57.
Deutsche Auslegeschrift Nr. 1 068 487;
IBM Technical Disclosure Bulletin, Vol. 3, Nr. 3, August 1960, S. 57.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
509 658/335 8.65 © Bundesdruckerei Berlin
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US79302A US3138719A (en) | 1960-12-29 | 1960-12-29 | Magnetic core logic circuits |
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| DE1199325B true DE1199325B (de) | 1965-08-26 |
Family
ID=22149664
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEJ21096A Pending DE1199325B (de) | 1960-12-29 | 1961-12-28 | Schieberegisterstufe |
Country Status (3)
| Country | Link |
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| DE (1) | DE1199325B (de) |
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