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DE1199192B - Verfahren zum Trocknen von Gut unter poroeser Deckschicht - Google Patents

Verfahren zum Trocknen von Gut unter poroeser Deckschicht

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Publication number
DE1199192B
DE1199192B DEL40946A DEL0040946A DE1199192B DE 1199192 B DE1199192 B DE 1199192B DE L40946 A DEL40946 A DE L40946A DE L0040946 A DEL0040946 A DE L0040946A DE 1199192 B DE1199192 B DE 1199192B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
freeze
drying
cover layer
top layer
drying according
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEL40946A
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Ing Wilhelm Nerge
Dr Med Ulrich Hackenberg
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Leybold Hochvakuum Anlagen GmbH
Original Assignee
Leybold Hochvakuum Anlagen GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Leybold Hochvakuum Anlagen GmbH filed Critical Leybold Hochvakuum Anlagen GmbH
Priority to DEL40946A priority Critical patent/DE1199192B/de
Priority to US251055A priority patent/US3281371A/en
Publication of DE1199192B publication Critical patent/DE1199192B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F26DRYING
    • F26BDRYING SOLID MATERIALS OR OBJECTS BY REMOVING LIQUID THEREFROM
    • F26B5/00Drying solid materials or objects by processes not involving the application of heat
    • F26B5/04Drying solid materials or objects by processes not involving the application of heat by evaporation or sublimation of moisture under reduced pressure, e.g. in a vacuum
    • F26B5/06Drying solid materials or objects by processes not involving the application of heat by evaporation or sublimation of moisture under reduced pressure, e.g. in a vacuum the process involving freezing

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Molecular Biology (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Drying Of Solid Materials (AREA)

Description

  • Verfahren zum Trocknen von Gut unter poröser Deckschicht Die Gefriertrocknung ist ein Trocknungsverfahren, bei welchem neben dem sublimierenden Wasser andere Stoffe nur in außerordentlich geringen Mengen aus dem trocknenden Gut entweichen. Deshalb ist sie z. B. zur Trennung von Festbestandteilen und Wasser in radioaktiven Abfallstoffen geeignet. Ferner ist sie hervorragend geeignet zur Herstellung von Fruchtpulvem und zur Trocknung aromatischer Früchte, weil dabei außer dem wäßrigen Anteil nur außerordentlich wenig andere flüchtige Bestandteile entweichen. Beides läßt sich im wesentlichen durch die Eigenschaften der Trockenschicht über der Sublimationsoberfläche erklären. Diese Trockenschicht hat eine große Oberfläche und eine große Anzahl von Kapillaren. Sie ist demnach ein Tiefenfilter mit ausgesprochener Adsorptionswirkung.
  • In manchen Fällen hat es sich als Nachteil herausgestellt, daß das getrocknete Gut nicht stabil genug ist, um es beim Transport und bei der Lagerung in seiner Form zu halten. Weiterhin ist in manchen Fällen zu beobachten, daß das getrocknete Gut unerwünscht in den oberen Schichten verklebt oder auf der Unterlage haftet.
  • Die Erfindung hat sich zum Ziel gesetzt, den an sich geringen Verlust an festen, flüssigen und dampfförinigen Bestandteilen einerseits zu vermindern bzw. gänzlich zu verhindern und andererseits dem gefriergetrockneten Material eine stabile und/oder nichthaftende Oberfläche zu geben. Sie betrifft ein Verfahren zum Trocknen von Gut unter poröser Deckschicht, bei dem die gestellte Aufgabe gelöst wird durch Gefriertrocknen des Gutes mit der anfangs dichten, dabei porös werdenden Deckschicht, die nach dem Trocknen auf dem Gut bleibt und gegebenenfalls wieder ganz oder teilweise dicht und/oder stabil gemacht wird. So werden beispielsweise Erdbeeren, die gefriergetrocknet werden sollen, mit einer Schicht fein zerkleinerten Apfelgewebes, also feinem Apfelmus, möglichst gleichmäßig umgeben. Am Ende der Gefriertrocknung können in der gefriergetrockneten Apfelmusschicht die geringen Mengen der aus der Frucht entfernten flüchtigen Bestandteile, z. B. Aromastoffe, nachgewiesen werden. Bei der Herstellung von gefriergetrockneten Gemüsen nimmt man als filternde Deckschicht beispielsweise Kartoffelpüree oder Stärke. Die aufgebrachte Deckschicht gefriertrocknet zuerst und wirkt dann als Aromafilter für den aromahaltigen trocknenden Kern.
  • Eine derartige Deckschicht ist noch in anderer Hinsicht vorteilhaft: Bei Verwendung von Deckschichten aus wenig temperaturempfindlichem Material, wie beispielsweise stickstofffreier Reisstärke auf Lebensmitteln, können die im allgemeinen unerwünschten, weil qualitätsmindemden Effekte der Temperaturstrahlung auf die Oberfläche des Gutes verhindert werden.
  • Während für die Herstellung hochwertiger Gefriertrocknungsprodukte bisher das Prinzip galt, möglichst die wärmezuführenden Elemente nicht auf höhere Temperaturen als die dem Trocknungsgut zuträglichen zu bringen, erlaubt die erfindungsgemäße Deckschicht beträchtlich höhere Temperaturen und damit auch wesentlich kürzere Trocknungszeiten. Im speziellen Falle kann man dabei so weit gehen, daß infolge der Temperatureinwirkung sogar eine erwünschte chemische Veränderung der Deckschicht eintritt, beispielsweise eine Mehlbräunung, wie man sie bei der Speisebereitung häufig absichtlich durchführt.
  • Die Deckschicht muß nicht unbedingt gleichmäßig sein und das ganze gefrierzutrocknende Gut bedecken. So kann es zweckmäßig sein, die Deckschicht unregelmäßig aufzutragen, sie aus mehreren Schichten und/oder aus unzusammenhängenden Deckstücken zu bilden, die z. B. dann als Abstandshalter zwischen dem gefriertrocknenden Gut und den geheizten Gutgefäßen dienen können. Die Deckschicht kann bei z. B. stark zuckerhaltigem Gut ein Verkleben der einzelnen gefriertrocknenden Stücke untereinander und ein Ankleben an den Einsatzgefäßen verhindern. In diesem Falle hat es sich bewährt, an Stelle von breiartiger Substanz verdünnte wäßrige Lösungen als Deckschicht aufzufrieren. Bei der Gefriertrocknung von wäßrigen radioaktiven Abfällen, bei denen die Gefriertrocknung zur Trennung von radioaktiver Festsubstanz und dem nicht radioaktiven wäßrigen Anteil dient, hat die Deckschicht vornehmlich die Aufgabe, den Dekontaminationsfaktor für das Wasser zu steigern und die Gefriertrocknungsanlage sowie die Anlagen, die dieser im Dekontaminationsprozeß nachgeschaltet sind, vor Kontamination zu schützen. Dadurch hat die Deckschicht wenigstens teilweise die Funktion von Verpackungsmaterial.
  • In einer Weiterführung des Erfindungsgedankens kann z.B. die äußere Deckschicht auch als Verpackungsmaterial für langfristige Lagerung des Gutes ausgeführt werden. Dies geschieht z. B. in der Weise, daß das gefrierzutrocknende Material mit einer Schicht umgeben wird, die fein verteilte Thermoplaste oder sinterfähige Stoffe enthält, un - d durch Erhitzen die zunächst noch poröse Deckschicht undurchlässig gemacht wird. Dabei kann es zweckmäßig sein, in die Deckschicht elektrisch gut leitendes Material aufzunehmen und die Erhitzung wenigstens teilweise durch Hochfrequenzheizung, z. B. induktive Heizung, vorzunehmen. Eine andere Möglichkeit besteht darin, daß man die noch poröse Deckschicht unter Vakuum imprägniert.
  • Besonders bei der Behandlung radioaktiver Ab- fallstoffe kann es zweckmäßig sein, in die Deckschicht eine Komponente eines aushärtbaren Gießharzes aufzunehmen und nach der Gefriertrocknung diese Schicht mit der zweiten Komponente zu imprägnieren.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren erstreckt sich nicht nur auf Gefriertrocknungsprozesse, bei welchen Wasser sublimiert wird, sondern schließt auch Gefriertrocknungsprozesse ein, die auf der Sublimation nicht wäßriger anorganischer oder organischer Bestandteile beruhen.

Claims (2)

  1. Patentansprüche: 1. Verfahren zum Trocknen von Gut unter poröser Deckschicht, gekennzeichnet durch Gefriertrocknen des Gutes mit der anfangs dichten, dabei porös werdenden Deckschicht, die nach dem Trocknen auf dem Gut bleibt und gegebenenfalls wieder ganz oder teilweise dicht und/oder stabil gemacht wird.
  2. 2. Verfahren zum Gefriertrocknen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Deckschicht unregelmäßig ist, aus mehreren Schichten und/oder aus unzusammenhängenden Deckstücken besteht. 3. Verfahren zum Gefriertrocknen nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Deckschicht aus mehreren vermischten Stoffen besteht. 4. Verfahren zum Gefriertrocknen nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Deckschicht elektrisch gut leitende Substanzen enthält oder aus solchen besteht. 5. Verfahren zum Gefriertrocknen nach einem der Ansprüche 1 bis 4, gekennzeichnet durch Imprägnieren der Deckschicht unter Vakuum. 6. Verfahren zum Gefriertrocknen nach einem der vorangegangenen Ansprüche, gekennzeichnet durch eine der Deckschicht beigefügte Komponente eines härtbaren Gießharzes, die mit ihrer zweiten Komponente imprägniert wird. 7. Verfahren zum Gefriertrocknen nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Deckschicht wenigstens teilweise aus thermoplastischen und/oder sinterfähigen Stoffen besteht, die durch Hitze undurchlässig und/oder stabil werden. In Betracht gezogene Druckschriften: Französische Patentschriften Nr. 479 518, 967 265.
DEL40946A 1962-01-13 1962-01-13 Verfahren zum Trocknen von Gut unter poroeser Deckschicht Pending DE1199192B (de)

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DEL40946A DE1199192B (de) 1962-01-13 1962-01-13 Verfahren zum Trocknen von Gut unter poroeser Deckschicht
US251055A US3281371A (en) 1962-01-13 1963-01-14 Method and article of freeze-drying

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Also Published As

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US3281371A (en) 1966-10-25

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