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DE1199049B - Verfahren zum Herstellen eines Insektizids in Granulatform - Google Patents

Verfahren zum Herstellen eines Insektizids in Granulatform

Info

Publication number
DE1199049B
DE1199049B DEB71381A DEB0071381A DE1199049B DE 1199049 B DE1199049 B DE 1199049B DE B71381 A DEB71381 A DE B71381A DE B0071381 A DEB0071381 A DE B0071381A DE 1199049 B DE1199049 B DE 1199049B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
insecticide
granules
parts
water
granular form
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEB71381A
Other languages
English (en)
Inventor
Juergen Blankenberg
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
JUERGEN BLANKENBERG
Original Assignee
JUERGEN BLANKENBERG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by JUERGEN BLANKENBERG filed Critical JUERGEN BLANKENBERG
Priority to DEB71381A priority Critical patent/DE1199049B/de
Publication of DE1199049B publication Critical patent/DE1199049B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01NPRESERVATION OF BODIES OF HUMANS OR ANIMALS OR PLANTS OR PARTS THEREOF; BIOCIDES, e.g. AS DISINFECTANTS, AS PESTICIDES OR AS HERBICIDES; PEST REPELLANTS OR ATTRACTANTS; PLANT GROWTH REGULATORS
    • A01N25/00Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators, characterised by their forms, or by their non-active ingredients or by their methods of application, e.g. seed treatment or sequential application; Substances for reducing the noxious effect of the active ingredients to organisms other than pests
    • A01N25/26Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators, characterised by their forms, or by their non-active ingredients or by their methods of application, e.g. seed treatment or sequential application; Substances for reducing the noxious effect of the active ingredients to organisms other than pests in coated particulate form

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Toxicology (AREA)
  • Pest Control & Pesticides (AREA)
  • Plant Pathology (AREA)
  • Agronomy & Crop Science (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Dentistry (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)

Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. Cl.:
AOIn
Deutsche Kl.: 451 -17/08
Nummer: 1199 049
Aktenzeichen: B 71381IV a/451
Anmeldetag: 2. April 1963
Auslegetag: 19. August 1965
Für die Bekämpfung von Insekten werden üblicherweise Insektizide in Form von Pulvern, Lösungen, die meist emulgierbar sind, oder Granulaten angewendet. Jede dieser Anwendungsarten weist jedoch Nachteile auf, wie die Verwehung von Pulver durch den Wind, die Schwierigkeit, die verstäubten oder versprühten Mittel in innige Berührung mit den betreffenden Pflanzenteilen zu bringen, und schließlich und nicht zum wenigsten die Gefahr einer Vergiftung des die Insektizide handhabenden Personals.
Bei Granulaten zeigen sich zwar auch manche, Nachteile, die den Pulvern und Lösungen anhaften, doch zeigen landwirtschaftliche und staatliche Stellen großes Interesse an Granulaten, weil sie m toxikologischer Hinsicht noch die sicherste Anwendungsform für das damit arbeitende Personal darstellen.
Diese Sicherheit wird aber noch durch folgende Faktoren beeinträchtigt:
Der Staubanteil ist sehr hoch und wird oft noch durch Abrieb beim Transport vermehrt. Staub wird durch den Wind leicht fortgetrieben und richtet dann auf angrenzenden Gebieten oft großen Schaden an, besonders wenn dort keine Vorsichtsmaßnahmen getroffen sind, wie z. B. der Abtrieb von Vieh.
Das spezifische Gewicht der Granulate ist häufig sehr gering und leistet dann ebenfalls einer Verwehung Vorschub, erschwert aber besonders das gleichmäßige Bedecken der zu behandelnden Flächen mit Flächen von Maschinen oder Handapplikatoren, wie beispielsweise bei Vermiculit-Granulat.
Die Absorbier- und Absorbiereigenschaften der bisher verwendeten Trägermaterialien machten eine etwa doppelt so große Menge an Insektizid je behandelter Fläche erforderlich, wie der Toxicität des Insektizids entsprach.
Handelsgranulate mit Insektiziden, die meist schwerer als Wasser sind, haben den Nachteil, am Boden von Gewässern das Insektizid nur sehr langsam freizugeben. Das ist eine Folge der Anreicherung des Insektizids am Granulat und des größeren spezifischen Gewichts des das Insektizids enthaltenden, das Granulat umgebenden Wassers.
Es wurde nun überraschenderweise gefunden, daß ein Granulat, hergestellt aus einem Gemenge aus 90 bis 91% Zement, Gips oder Sandkörner, 6% Korkpulver von weniger als 0,25 mm Teilchendurchmesser, 2% Klebstoff und 1 bis 2% Insektizid keinen der erwähnten Mängel mehr besitzt, sondern erhebliche Vorteile bei der Anwendung bietet, weil die Heraufsetzung der Härte des Granulats den Staubanteil verringert, eine Erhöhung des spezifischen Gewichts Verfahren zum Herstellen eines Insektizids
in Granulatform
Anmelder:
Jürgen Blankenberg,
Berlin 41, Handjerystr. 31
Als Erfinder benannt:
Jürgen Blankenberg, Berlin
den Maschinenauswurfwinkel vergrößert, damit Ver-
1S luste verringert oder sogar vermeidet und eine Ersparnis an Zeit und Geld bringt, weil es möglich wird, größere Gebiete in kürzerer Zeit zu behandeln, eine Verringerung des ad- und absorbierbaren Anteils die Abgabe von Insektizid an die Umgebung beschleunigt und dadurch einer Hydrolyse vorbeugt, die eine Verschwendung des Insektizids bedeutet und ein Nutzbarmachen physikalischer Verteilungsmethoden im Wasser die Abgabe von Insektizid an die Umgebung beschleunigt. Bei einer Mückenbekämpfung wird außerdem das Insektizid an die an der Wasseroberfläche atmenden Mückenlarven herangebracht und die Einwirkung verstärkt.
Das nach obigen Angaben hergestellte Granulat ermöglicht eine Verringerung der anzuwendenden Menge an Granulat um 40 bis 50%. Damit ist eine ebenso gute Insektenbekämpfung wie mit etwa der doppelten Menge bekannter Präparate möglich.
Bewährt hat sich das Korkgranulat gemäß der Erfindung besonders in Verbindung mit folgenden Insektiziden:
Bayer 29493 (Baytex)
OjO-Dimethyl-O^-methylthio-m-tolyl-thiophosphat;
Parathion oder E 605
Ο,Ο-Diäthyl-O-p-nitrophenyl-thiophosphat;
Malathion
O,O-Dimethyl-S-1,2 dicarbäthoxyäthyl-dithiophosphat.
Die gesteigerte Wirksamkeit ist in erster Linie dem Kork zuzuschreiben, der eine schnelle, gründliche und äußerst feine Verteilung des Insektizids in dem zu behandelnden Wasser gewährleistet. Außerdem ist die Bildung eines Konzentrationsgefälles um jedes kleine Korkteilchen besonders stark ausgebildet und
509 657/410
von entscheidender Bedeutung, so daß eine fast vollständige Abgabe des Insektizids an das Wasser in kürzester Zeit erfolgt. Bei dem handelsüblichen E-605-Granulat ist die Abgabe unvollständig, weil das genannte Insektizid nur eine geringe Löslichkeit, etwa 24 mg je Liter Wasser bei 25° C, hat.
Beispiel 1
Durch Eintropfen von Wasser in Gips (Calciumsulfat) oder Zement stellt man kleine Kügelchen her oder geht von Sand gewünschter Körnung aus, die 90 Gewichtsprozent des herzustellenden Mittels bilden. Die Teilchen werden mit 6 Gewichtsprozent einer dünnen Schicht eines flüssigen Klebemittels, der Billigkeit halber vorteilhaft einer 60%igen Sulfitablauge (Ligninsulfonate überzogen und dann die erforderliche Menge Korkpulver — 6 Gewichtsprozent —, das durch ein Sieb mit einer Maschenweite von 0,25 mm gegangen ist, hinzugegeben. Nach kurzer Mischung, Trocknung und Siebung, um die gewünschte Korngröße abzuscheiden, sprüht man 1 bis
2 Gewichtsprozent des Insektizids auf das Granulat. Das Insektizid in Form von E 605 ergibt ein für die Mückenbekämpfung äußerst wirkungsvolles Granulat, das sich bei seiner Untersuchung als weitgehend as staubfrei und wegen seines schweren Kerns aus Gips, Zement oder Sand als besonders geeignet erwies.
Die chemische Untersuchung eines Wassers, zu dem Korkparathiongranulat, hergestellt gemäß dem vorstehenden Beispiel gegeben war, ergab, daß nach
3 Stunden 70%> des Parathions in Lösung gegangen waren, während bei handelsüblichen Parathiongranulaten nach 3 Stunden lediglich 20 bis 35% gelöst waren. Nach 24 Stunden waren von dem Korkparathiongranulat gemäß der Erfindung 90%, von dem handelsüblichen Parathiongranulat nur 40 bis 45°/o in Lösung gegangen.
Beispiel 2
90 Gewichtsprozent Gips, Zement oder Sand werden in einem Mischer abwechselnd mit Wasser und einer Mischung aus 6 Gewichtsprozent Korkpulver, an das vorher ein Insektizid in einer Menge von 2 Gewichtsprozent gesprüht war, und einem Klebstoff in Pulverform in einer Menge von 2 Gewichtsprozent behandelt und anschließend getrocknet. Die benötigten Trocknungszeiten sind etwas länger als bei dem Verfahren nach Beispiel 1, auch war ein gewisser Insektizidverlust zu beobachten.
Beispiel3
Es wird nach Beispiel 1 verfahren, jedoch der Anteil an Korkpulver zu etwa 40% durch Microballone ersetzt. Microballone ist ein in den Vereinigten Staaten von Amerika erhältliches Handelsprodukt aus Phenolharzkügelchen, die mit Stickstoff gefüllt sind. Die Korngröße ist wieder kleiner als 0,25 mm.

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Verfahren zum Herstellen eines in Wasser zu verwendenden Insektizids in Granulatform, dadurch gekennzeichnet, daß 90 bis 91 Teile Gips, Zement oder Sand in Form kleiner Kugeln oder Körner mit einer dünnen Klebstoffschicht überzogen werden und dem gekörnten Erzeugnis 6 Teile Korkpulver, das durch ein Sieb mit 0,25 mm Maschenweite gegeben ist, zugegeben wird, worauf gemischt, getrocknet und gegebenenfalls gesiebt und dann 1 bis 2 Teile Insektizid auf das Granulat gesprüht werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Korkpulver teilweise durch mit Stickstoff gefüllte Phenolharzkügelchen ersetzt wird.
509 657/410 8.65 © Bundesdruckerei Berlin
DEB71381A 1963-04-02 1963-04-02 Verfahren zum Herstellen eines Insektizids in Granulatform Pending DE1199049B (de)

Priority Applications (1)

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DEB71381A DE1199049B (de) 1963-04-02 1963-04-02 Verfahren zum Herstellen eines Insektizids in Granulatform

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Publications (1)

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DE1199049B true DE1199049B (de) 1965-08-19

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DE (1) DE1199049B (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2432688A1 (de) * 1973-08-24 1975-03-20 Bruno Fabbian Inerte mineralien

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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