DE1198773B - Steuervorrichtung der Walzendrehzahl von zwei oder mehr kontinuierlich arbeitenden Walzgeruesten - Google Patents
Steuervorrichtung der Walzendrehzahl von zwei oder mehr kontinuierlich arbeitenden WalzgeruestenInfo
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- DE1198773B DE1198773B DED35226A DED0035226A DE1198773B DE 1198773 B DE1198773 B DE 1198773B DE D35226 A DED35226 A DE D35226A DE D0035226 A DED0035226 A DE D0035226A DE 1198773 B DE1198773 B DE 1198773B
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B21—MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
- B21B—ROLLING OF METAL
- B21B37/00—Control devices or methods specially adapted for metal-rolling mills or the work produced thereby
- B21B37/48—Tension control; Compression control
- B21B37/50—Tension control; Compression control by looper control
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Control Of Metal Rolling (AREA)
Description
- Steuervorrichtung der Walzendrehzahl von zwei oder mehr kontinuierlich arbeitenden Walzgerüsten Die Erfindung bezieht sich auf die Steuerung der Walzendrehzahl von zwei oder mehr kontinuierlich arbeitenden Walzgerüsten zum Erzielen druck- und zugfreien Walzens von mittelschwerem und schwerem Walzgut, z. B. Brammen, Knüppel, Träger u. dgl.
- In bekannten kontinuierlichen Walzenstraßen sind Schlingenführungen zwischen den Gerüsten angeordnet, um ein zugfreies Walzen zu ermöglichen. So ist es bekannt, zwischen zwei Gerüsten einer kontinuierlichen Walzenstraße Schlingenheber, die eine Schlingenbildung nach oben ermöglichen, oder Schlingentische, die eine seitliche Schlingenbildung gestatten, zu verwenden. Hierbei wird das Walzgut aus der Walzlinie mehr oder weniger stark abgelenkt. Durch Beeinflussung der Walzendrehzahl wird die Größe und Lage der Schlinge stets konstant gehalten. Die Überwachung der Schlinge kann durch mechanisches Abtasten oder durch berührungsloses Erfassen von Abweichungen mittels Fotozellen oder Kondensatorplatten erfolgen.
- Diese Auslenkung des Walzstranges zur Bildung einer Schlinge ist jedoch nur bei verhältnismäßig dünnem Walzgut möglich. Bei stärkerem Walzgut versucht man daher gegebenenfalls auftretenden Zug oder Druck im Walzgut zu messen und in Abhängigkeit davon die Drehzahl der Walzen zu regeln.
- Zur Drehzahlsteuerung bei kontinuierlichen Walzenstraßen für stärkeres Walzgut ist beispielsweise vorgeschlagen worden, die Walzgerüste um waagerechte, quer zur Walzrichtung gelegene Achsen schwenkbar anzuordnen und gegen den Druck bzw. Zug des Walzgutes durch Druckmeßdosen abzustützen, wobei die Meßwerte der Druckmeßdosen zur Regelung der Walzendrehzahl dienen. Es hat sich gezeigt, daß sich durch das im Ständerfenster notwendige Spiel zwischen Einbaustück und Ständer die Einbaustücke außermittig versetzen und dadurch bereits Kräfte auftreten, die auf die Druckmeßdosen einwirken, ohne daß Zug oder Druck im Walzgut vorhanden ist.
- Bei einer anderen bekannten Vorrichtung wird die Zugspannung im Walzgut zwischen zwei Walzenpaaren mittels einer an das Walzgut angedrückten Tastrolle gemessen, die bei Veränderung der Zugkraft eine Auslenkung erfährt. Das Maß der Auslenkung gibt die Größe des Regelimpulses für die Drehzahlbeeinflussung der Walzen.
- Weiterhin wurde vorgeschlagen, die Einbaustücke gegen die Ständer auf Druckmeßdosen abzustützen, um so die auftretenden Zug- oder Druckkräfte im Walzgut zu erfassen.
- Da Druckmeßdosen wegabhängig messen, müssen die im Walzgut auftretenden Zug- oder Druckkräfte die Reibung zwischen Einbaustück und Anstellungsspindel erst überwinden, um einen ausreichenden Weg am Einbaustück zu erhalten. Die hier auftretende Reibung ist bei dickeren Walzquerschnitten sehr groß, so daß zu ihrer Überwindung erhebliche Zug- oder Druckkräfte im Walzgut notwendig sind. Bevor eine die Druckmeßdosen beeinflussende Wirkung auf die Einbaustücke eintritt, kann dadurch bereits der Walzquerschnitt verformt und die Oberfläche des Walzgutes beschädigt werden.
- Aufgabe der Erfindung ist es, eine Steuervorrichtung zu schaffen, um die Walzendrehzahl beim kontinuierlichen Walzen von mittelschwerem und schwerem Walzgut zwischen zwei aufeinanderfolgenden Gerüsten so zu regeln, daß zug- und druckfrei gewalzt werden kann.
- Die Lösung dieser Aufgabe geht aus von der Anordnung von Fühlern im Bereich des zwischen zwei Gerüsten frei durchhängenden Walzgutes, welche ein Überschreiten der zugelassenen Durchhangwerte feststellen und als Regelimpuls zur Rückführung des Durchhanges zwischen die Grenzwerte durch Beeinflussung der Walzendrehzahl verwerten, und sie besteht erfindungsgemäß darin, daß als Fühler je eine Ober- und unterhalb des Walzgutes angeordnete, auf je einem Druckmeßgerät abgestützte Rolle dient, und die Regelimpulse von den bei Berührung der Rollen durch das Walzgut wirksam werdenden Druckkräften abgeleitet sind.
- Beim Anstich ist es erforderlich, zunächst den vorgesehenen Durchhang des Walzgutes zwischen zwei Gerüsten einzustellen. Zum Einführen des Walzgutes in den Rollenspalt des nachfolgenden Gerüstes sind nach unten wegklappbare Führungsrinnen bekannt. Besonders vorteilhaft sind solche Führungsrinnen, bei denen ein Teil im Bereich des einen und der andere Teil im Bereich des anderen Walzgerüstes abschwenkbar gelagert ist. Nach der weiteren Erfindung ist die nach unten wegklappbare Führungsrinne zum Einführen des Walzgutes in den Rollenspalt und zum Einstellen des vorgesehenen Durchhanges beim Anstich im zweiten Gerüst leicht nach unten ausgebaucht.
- In der Zeichnung ist als Ausführungsbeispiel eine Vorrichtung nach der Erfindung dargestellt. Zwischen zwei Walzgerüsten 1 und 2 ist eine zweiteilige Führungsrinne 3 a, 3 b angeordnet. In der gestrichelt gezeichneten Lage befindet sich die Rinne beim Auslaufen des Walzgutes 5 aus dem Walzgerüst 1. Wenn das Walzgut im Walzgerüst 2 angestochen ist, wird die Führungsrinne weggeklappt. Sie ist nach unten leicht ausgebaucht und dient der Einstellung des vorgesehenen Durchhanges des Walzgutes.
- Die in dem Walzgut auftretenden Zug- oder Druckkräfte wirken sich als Verkleinerung bzw. Vergrößerung des Walzgutdurchhanges zwischen den beiden Walzgerüsten aus. Wenn Zug im Walzgut auftritt, verkürzt sich der Durchhang, und das Walzgut läuft gegen die Rolle 6 an, wobei es auf diese einen Druck nach oben ausübt. Steigt der Zug im Walzgut an, was sich in einer Verkürzung des Durchhanges bemerkbar macht, so bewirkt dies gleichzeitig eine Steigerung des Walzgutdruckes auf besagte Rolle. Bei Druck im Walzgut wird sich der Durchhang vergrößern, wobei das Walzgut auf die unterhalb vom Walzgut angeordnete Rolle 7 einen Druck ausübt, der bei steigendem Druck im Walzgut durch größeren Durchhang weiter ansteigt.
- Die Rollen 6 und 7 sind in Einbaustücken 8 und 9 gelagert. Diese Einbaustücke stützen sich über Druckmeßdosen 10 gegen Spindeln 11 ab. Diese Spindeln können elektrisch oder von Hand verstellt werden, so daß die Höhenlage der Rollen sich verändern läßt, um sie in ihrer Lage den verschiedenen Dicken des Walzgutes anzupassen. Die Spindeln 11 sind in einem Ständer 12 gelagert.
- Die Druckmeßdosen zwischen den Einbaustücken und den Spindeln erfassen die Druckkräfte, die bei Längenveränderungen des Walzgutes auftreten und als Regelgröße für die Beeinflussung der Walzdrehzahl verwendet werden können.
- Es wäre beispielsweise auch ohne weiteres möglich, die Rinne nach oben auszubauchen, um so dem Walzgut eine Durchbiegung nach oben vorzugeben und die Zugkräfte im Walzgut über die untere Rolle und die Druckkräfte über die obere Rolle den Kraftmeßdosen aufzuzeichnen.
Claims (2)
- Patentansprüche: 1. Steuervorrichtung für die Walzendrehzahl von zwei oder mehr kontinuierlich arbeitenden Walzgerüsten zum Erzielen zug- und druckfreien Walzens von mittelschwerem und schwerem Walzgut, z. B. Brammen, Knüppel, Träger u. dgl., mit im Bereich des zwischen zwei Walzgerüsten frei durchhängenden Walzgutes angeordneten Fühlern, welche ein Überschreiten der zugelassenen Durchhanggrenzwerte feststellen und als Regelimpuls zur Rückführung des Durchhangs zwischen die Grenzwerte durch Beeinflussen der Walzendrehzahlen verwerten, d a d u r c h g e -k e n n z e i c h n e t, daß als Fühler je eine ober-und unterhalb des Walzgutes (5) angeordnete, auf je einem Druckmeßgerät (10) abgestützte Rolle (6,7) dient, und die Regelimpulse von den bei Berührung der Rollen (6, 7) durch das Walzgut (5) wirksam werdenden Druckkräften abgeleitet sind.
- 2. Steuervorrichtung nach Anspruch 1 mit einer zweiteiligen, nach unten wegklappbaren Führungsrinne zwischen je zwei Walzgerüsten, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsrinne (3 a, 3 b) zum Einführen des Walzgutes (5) in den Rollenspalt und zum Einstellen des vorgesehenen Durchhanges beim Anstich im zweiten Gerüst (2) leicht nach unten ausgebaucht ist. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 1004 711; deutsche Auslegeschrift Nr. 1054 407; belgische Patentschrift Nr. 521793; französische Patentschrift Nr. 1111036; USA.-Patentschriften Nr. 2 221592, 2 193 189, 1072676.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED35226A DE1198773B (de) | 1961-01-21 | 1961-01-21 | Steuervorrichtung der Walzendrehzahl von zwei oder mehr kontinuierlich arbeitenden Walzgeruesten |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED35226A DE1198773B (de) | 1961-01-21 | 1961-01-21 | Steuervorrichtung der Walzendrehzahl von zwei oder mehr kontinuierlich arbeitenden Walzgeruesten |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1198773B true DE1198773B (de) | 1965-08-19 |
Family
ID=7042550
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DED35226A Pending DE1198773B (de) | 1961-01-21 | 1961-01-21 | Steuervorrichtung der Walzendrehzahl von zwei oder mehr kontinuierlich arbeitenden Walzgeruesten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1198773B (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3934623A1 (de) * | 1989-10-17 | 1991-04-18 | Forschungsgesellschaft Fuer Dr | Vorrichtung zum falzen von falzproben, insbesondere zum gleichzeitigen messen der dicke und der zusammendrueckbarkeit der falzprobe |
| AT407017B (de) * | 1994-03-10 | 2000-11-27 | Schloemann Siemag Ag | Verfahren und vorrichtung zur geregelten bildung von walzgut-schlingen |
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-
1961
- 1961-01-21 DE DED35226A patent/DE1198773B/de active Pending
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