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Plattenspielgerät mit mehreren Geschwindigkeiten Die vorliegende Erfindung
betrifft ein Plattenspielgerät mit mehreren Geschwindigkeiten mit vom Antriebsmotor
antreibbarem, mit konstanter Geschwindigkeit umlaufendem Wechselwerk.
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Der Antrieb des Wechselwerkes vom Antriebsmotor statt vom Plattenteller
hat den Vorteil, daß die Wechselzeit konstant wird, unabhängig von der eingestellten
Plattentellergeschwindigkeit.
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Die bisher bekannten vom Antriebsmotor abgeleiteten Wechselwerkantriebe
sind indessen nach Art des Plattentellerantriebes aufgebaut und enthalten eine Mehrzahl
von Teilen einschließlich Zahnräder, weil die Untersetzung vom Antriebsmotor größer
sein muß als von der Plattentellerwelle.
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Die Erfindung schafft ein Plattenspielgerät der erwähnten Art mit
einem Untersetzungsgetriebe zwischen Antriebsmotor und Wechselwerk, das einfach
und billig ist.
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Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß bei Verwendung einer
an sich bekannten Welle mit an den beiden Enden vorgesehenen Schneckengetrieben
für den Wechselwerksantrieb das am Motorende vorgesehene Schneckengetriebe ein-
und ausrückbar ist.
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Die Erfindung wird im folgenden näher an Hand der Zeichnung erklärt,
in der F i g. 1 eine perspektivische Darstellung eines erfindungsgemäßen Gerätes
in einer Ausführung und F i g. 2 eine perspektivische Darstellung einer anderen
Ausführung ist.
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Das dargestellte Gerät besteht aus einer Grundplatte 10 mit einer
zentralen Einpressung 12 für den Plattenteller 13, der von der Stufenwelle 18 des
Antriebsmotors über ein Zwischenrad 15 mit verschiedenen einstellbaren Geschwindigkeiten
angetrieben werden kann.
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Der Tonarm 17 ist schwenkbar am Tonarmlager 22 angeordnet und ist
auch mittels einer Steuerstange 84 od. dgl. heb- und senkbar.
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Der Tonarm steht einerseits über einen Spurenfolgerarm 26 mit der
Kurvenscheibe 30 des Wechselwerkes in Verbindung derart, daß von einer Spielaussparung
62' ausgehende Steuerspuren 64', 66' und 68' die Schwenkbewegungen
des Tonarmes steuern, vorzugsweise derart, daß die Plattengröße mittels des Tonarmes
abgetastet wird, und zwar während die Platte sich noch auf der Stapelachse vor dem
Abwurf befindet.
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Andererseits steht der Tonarm über einen Steuerarm 24 mit einem an
einem Zapfen 42 angeordneten Schwenkhebel 40 in Arbeitsverbindung. Der Schwenkhebel
ist Teil einer nach Plattenspielbeendigung betätigten automatischen Schaltvorrichtung,
die zusätzlich zum Schwenkhebel 40 einen längsverschiebbaren Schalthebel 44 aufweist,
der nach Abspielen einer Platte von einer an der Plattentellerwelle 14 angeordneten
Nase 46 zurückgeschoben wird.
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Der Kurvenscheibenantrieb besteht aus einer länglichen Welle 60, die
am Motorende einen Schneckenantrieb 62, 64 und am Kurvenscheibenende einen zweiten
Schneckenantrieb 66, 68 aufweist. Der Schneckenantrieb am Motorende besteht aus
einer an der Motorwelle angeordneten Schnecke 62, die das Schneckenrad
64 auf der länglichen Welle 60 antreiben kann, und der Schneckenantrieb
an dem Kurvenscheibenende besteht aus einer an der Welle 60 angeordneten Schnecke
66, die mit einem Schneckenrad 68 an der Kurvenscheibe in Arbeitsverbindung steht.
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Der Schneckenantrieb am Kurvenscheibenende ist in dauerndem Eingriff,
während der Schneckenantrieb am Motorende ein- und ausrückbar ist.
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Zu diesem Zweck ist nach F i g. 1 die Welle 60 am Kurvenscheibenende
in einem feststehenden Bügel 76
gelagert, während die Welle 60 am Motorende
in
einem Lappen 70 eines waagerechten Schwenkhebels 72 gelagert
ist. Der Schwenkhebel ist um einen Zapfen 74 schwenkbar, und zwar derart, daß bei
Schwenken im Uhrzeigersinn der Antrieb ausgerückt wird, während bei Schwenken gegen
den Uhrzeigersinn der Antrieb eingerückt wird.
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Das Einrücken des. Schneckengetriebes 62, 64 nach Plattenspielbeendigung
wird vom Hebel 44 der automatischen Schaltvorrichtung bewirkt. Zu diesem Zweck ist
der Hebel 44 am Ende eines Schwenkhebels 50 gelagert. Der Schwenkhebel 50 ist um
einen festen Zapfen 52 schwenkbar und steht unter Einfluß einer Kippfeder 54. Das
linke Ende des Schwenkhebels 50 ist in einer Aussparung 56 in der Grundplatte in
seiner Bewegung begrenzt. Die Lagerung des Hebels 44 am Schwenkhebel 50 erfolgt
in der Form von einem Zapfen 48, der in eine Kurve 38 im Schwenkhebel 72 eingreift.
Die Kurvenform ist derart, daß das Zurückschieben des Hebels 44 Einrücken des Schneckengetriebes
62, 64 bewirkt. Die Kippfeder 54 bewirkt, daß Einrückung schnell stattfindet.
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Wenn danach die Kurvenscheibe sich eine volle Umdrehung gedreht hat,
bewirkt eine Kurve 32 an der Kurvenscheibe zusammen mit dem Zapfen 48 die
Rückstellung des Hebels 44 der automatischen Schaltvorrichtung und gleichzeitig
über die Kurve 38 auch das Ausrücken des Schneckengetriebes 62, 64.
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Der Zapfen 48 ist in einem nicht dargestellten Schlitz der Grundplatte
gesteuert.
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Das Schneckengetriebe 66, 68 ist vorzugsweise selbstsperrend, damit
die Ruhestellung der Kurvenscheibe während Plattenabspielung festgelegt werden kann.
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Um die Ruhestellung der Kurvenscheibe derart festzulegen, daß die
Kurve 32 das Wiedereinrücken nicht behindert, kann z. B. die Welle 60 ein bißchen
längsverschiebbar angeordnet werden unter Einfluß einer Feder, die während des Antriebes
der Kurven-Scheibe gespannt wird und nach Ausrückung des Getriebes die Kurvenscheibe
um einen kleinen Winkel weiterdreht entsprechend der Längsverschiebung der Welle
60.
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Bei der Ausführung nach F i g. 2 ist die Welle längsverschiebbar angeordnet,
und zwar in einer Buchse 20 am Motorende. Das Kurvenscheibenende der Welle
ist von einer Hohlwelle 22' umgeben, an der die Schnecke 66 angeordnet ist, und
eine Kupplung 24' an der Welle 60 bewirkt das Mitumlaufen der Hohlwelle
22' mit Schnecke 66. Das Ausrücken der Kupplung 62, 64 wird also bei dieser Ausführung
durch die Längsverschiebung der Welle 60 bewirkt.
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Um die Längsverschiebung der Welle 60 zu bewirken, ist zusätzlich
zum Schwenkhebel 50 ein zweiter Schwenkhebel 36 vorgesehen, der um einen
Zapfen 52 am Schwenkhebel 50 schwenkbar gelagert ist. Die beiden Schwenkhebel
36,50 sind mittels einer Kippfeder 40' verbunden, und zwar derart,
daß die beiden Hebel entweder die mit voll ausgezogenen Linien gezeigte Stellung
einnehmen oder die mit strichpunktierten Linien gezeigte Stellung einnehmen, wovon
die erste die Einrückstellung und die zweite die Ausrückstellung ist. Eine Gabel
28 am Schwenkhebel 36
arbeitet mit einem Mitbringer 26' an der Welle 60 zusammen
und bewirkt die Längsverschiebung.
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Bei dieser Ausführung wird die Rückstellung der automatischen Startvorrichtung
von einem Zapfen 39 an der Kurvenscheibe bewirkt, der mit einem-Lappen 51 am Schwenkhebel
50 zusammenwirkt. Die beiden Kippfedern 54 und 40' sind im Verhältnis zueinander
derärt -angeordnet, daß die Kippfeder 54 zuerst gespannt wird, wenn der Zapfen
39 an dem Lappen 51 entlanggleitet, bis der Hebel 50 kippt, und erst danach
wird die Feder 40' beeinflußt und bewirkst das Umstellen des Hebels 36. . . .
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Der erfindungsgemäße Wechselwerksantrieb ist einfach und besteht nur
aus einfachen Teilen, die in der Massenherstellung ohne genaue Toleranzen hergestellt
werden können. Die Welle kann z. B. aus Klavierdraht bestehen, und weder die Schnecke
66 noch das Schneckenrad 64 fordert Präzision. Die Schnecke 62 an der Motorwelle
kann eventuell als ein Stück mit dem Stufenteil 18 hergestellt werden. Insofern,
als keine Präzision notwendig ist, können die beiden Schnecken eventuell aus ein
paar Windungen von Klavierdraht bestehen.