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DE1198456B - Abfallverzoegertes Schutzrohrkontaktrelais - Google Patents

Abfallverzoegertes Schutzrohrkontaktrelais

Info

Publication number
DE1198456B
DE1198456B DES75848A DES0075848A DE1198456B DE 1198456 B DE1198456 B DE 1198456B DE S75848 A DES75848 A DE S75848A DE S0075848 A DES0075848 A DE S0075848A DE 1198456 B DE1198456 B DE 1198456B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
protective tube
contact
air gap
tube contact
circuit
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DES75848A
Other languages
English (en)
Inventor
Josef Goettinger
Dr Phil Josef Schnurr
Werner Lehmann
Otmar Bartl
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens Corp filed Critical Siemens Corp
Priority to DES75848A priority Critical patent/DE1198456B/de
Publication of DE1198456B publication Critical patent/DE1198456B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H51/00Electromagnetic relays
    • H01H51/28Relays having both armature and contacts within a sealed casing outside which the operating coil is located, e.g. contact carried by a magnetic leaf spring or reed
    • H01H51/281Mounting of the relay; Encapsulating; Details of connections

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Electromagnetism (AREA)
  • Driving Mechanisms And Operating Circuits Of Arc-Extinguishing High-Tension Switches (AREA)

Description

  • Abfallverzögertes Schutzrohrkontaktrelais Die Erfindung bezieht sich auf ein abfallverzögertes Schutzrohrkontaktrelais, bei dem die bekannte Wirkung von Kurzschlußwindungen ausgenutzt wird. Besitzt ein Relais bei Abschaltung seiner Erregung derartige Kurzschlußwindungen, so wird in diesen durch das zusammenbrechende Erregerfeld eine Spannung induziert, welche das Verschwinden des Erregerfeldes verzögert. Es ist bei den bekannten Relais üblich, die Kurzschlußwindungen entweder durch einen Kupfermantel oder durch eine besondere Wicklung zu erzeugen, die über einen Relaiskontakt eingeschaltet wird. Es kann auch die Erregerwicklung selbst kurzgeschlossen werden. Eine derartige Maßnahme hat sich jedoch bei Schutzrohrkontaktrelais als nur sehr wenig wirksam hinsichtlich der zu erzielenden Verzögerungszeiten erwiesen. Man hat daher bisher größere Verzögerungszeiten, wie sie z. B. in der Fernmeldetechnik gefordert werden, nämlich Zeiten in der Größenordnung von 100 ms, durch Hilfsschaltungen mittels Kondensatoren herbeigeführt.
  • Die nachstehend beschriebene Erfindung zeigt einen Weg, wie ohne derartige Hilfsschaltungen bei Schutzrohrkontaktrelais Verzögerungszeiten in der angegebenen Größenordnung erzielt werden können, wozu lediglich einfache konstruktive Maßnahmen erforderlich sind. Hierzu wird die bekannte Wirkung von bei der Abschaltung der Erregung vorhandenen Kurzschlußwindungen ausgenutzt. Dieses Relais ist dadurch gekennzeichnet, daß dem die Kontaktfedern enthaltenden magnetischen Erregerkreis ein hülsenartig die Kontakte zumindest teilweise umschließender Eisenkern parallel geschaltet ist, der im Bereich des Arbeitsluftspalts der Kontaktfedern mit einem ringförmigen Luftspalt versehen ist und dessen ihn überbrückendes Feld auf die Kontaktfedern beiderseits des Arbeitsluftspalts überstreut, wobei die im Eisenkreis gespeicherte magnetische Energie bei Abschaltung der Erregung ein weiteres Halten der Kontaktfedern im geschlossenen Zustand bewirkt.
  • Es ist aus der »Nachrichtentechnischen Zeitschrift«, 1960, Heft $, S. 377, an sich bekannt, die Kontaktfedern eines Schutzrohrkontaktrelais an die Erregerwicklung über Flußführungen anzukoppeln, die einerseits zu dem an den Stirnseiten der Erregerwicklung austretenden Kern Verbindung haben und andererseits benachbart zu den Kontaktfedern des Schutzrohrkontaktrelais parallel zu diesen geführt sind, wobei diese Flußführungen vor Erreichen des Arbeitsluftspalts der Kontaktfedern enden. Die einander gegenüberstehenden Enden dieser Flußführungen besitzen dabei einen solchen Abstand, daß ein wirksam in Erscheinung tretender, parallel zu den Kontaktfedern liegender Eisenkreis nicht existiert, da der magnetische Widerstand des Zwischenraums zwischen den Enden der Flußführungen zu groß ist. Es sind auch die in dieser Veröffentlichung dargestellten Schutzrohrkontaktrelais nicht mit Kurzschlußwindungen versehen, so daß also mit diesen bekannten Schutzrohrkontaktrelais das der Erfindung zugrundeliegende Problem nicht zu lösen ist.
  • In den Figuren sind zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Es zeigt F i g. 1 ein abfallverzögertes Schutzrohrkontaktrelais, bei dem die Erregerwicklung neben dem Schutzrohrkontakt angeordnet ist, F i g. 2 ein Schutzrohrkontaktrelais mit einer den Schutzrohrkontakt umgebenden Erregerwicklung und F i g. 3 eine Schnittzeichnung der Anordnung gemäß F i g. 2.
  • Das in F i g. 1 dargestellte Schutzrohrkontaktrelais besitzt eine Erregerwicklung Sp, die auf dem Kern K liegt. Neben der Erregerwicklung Sp ist der Schutzrohrkontakt S angeordnet, dessen Kontaktfedern über die Flußführungen F 1 und F 2 und die magnetisierbaren Zwischenlagen E 1 bis E 4 an den Kern K angekoppelt sind. Es liegt damit ein Erregerkreis vor, welcher vom Kern K über die Flußführung Fla die Zwischenlagen E1 und E2, die beiden Kontaktfedern, die Zwischenlagen E3 und E4 und die FlußführungF2 zurück zum Kern K verläuft. Bei Erregung der Erregerwicklung Sp wird diesem Kreis ein magnetischer Fluß aufgedrückt, welcher die gegenseitige Anziehung der Kontaktfedern des Schutzrohrkontaktes bewirkt. Diesem magnetischen Erregerkreis ist nun ein zusätzlicher Eisenkreis magnetisch parallel geschaltet, welcher den Kern K und die beiden Flußführungen F1 und F2 enthält, von diesen ab aber über die beiden HülsenH1 und H2 verläuft, die über den Schutzrohrkontakt S geschoben sind. Neben dem Arbeitsluftspalt A des Schutzrohrkontaktes S stehen- sich die beiden Hülsen H1 und H2 mit gewissem Abstand gegenüber, wodurch in dem zusätzlichen Eisenkreis der Luftspalt L gebildet ist.
  • Dieser Anordnung liegt folgendes Funktionsprinzip zugrunde: Wird die Erregerwicklung Sp unter Strom gesetzt, so wird nicht nur dem die Kontaktfedern des Schutzrohrkontaktes S enthaltenden Eisenkreis ein magnetischer Fluß aufgedrückt, sondern auch dem zusätzlichen Eisenkreis, also auch den Hülsen H1 und H2. Erfolgt nun die Abschaltung des der Erregerwicklung Sp zugeführten Stromes und besitzt diese Wicklung Kurzschlußwindungen, die in bekannter Weise in Form eines Kupfermantels auf dem Kern K liegen oder durch direkten Kurzschluß der Wicklung Sp erzeugt werden können, so wird unter dem Einfluß dieser Kurzschlußwindungen der Abbau des Feldes verzögert. Hierbei macht sich nun das im zusätzlichen Eisenkreis, also insbesondere in den Hülsen H1 und H2 gespeicherte Feld, besonders bemerkbar, das nämlich wegen Vorliegens des Luftspalts L auf die Kontaktfedern des Schutzrohrkontaktes S überstreut und die Kontaktfedern weiterhin im geschlossenen Zustand hält. Wesentlich ist dabei der Effekt, daß im zusätzlichen Eisenkreis eine beträchtliche magnetische Energie gespeichert werden kann, die ein entsprechend langes Halten des Schutzrohrkontaktes nach Abschalten der Erregung bewirkt. Mit einer derartigen Anordnung lassen sich Abfallverzögerungen bis zu 200 ms ohne Schwierigkeiten erzielen.
  • Die beiden Hülsen Hl und H2 stellen zwar eine den Erregerfluß umgebende Kurzschlußwicklung dar. Diese wirkt sich jedoch praktisch kaum aus, da nämlich die Hülsen wegen des Erfordernisses der magnetischen Leitfähigkeit zweckmäßig aus Eisen bestehen und dieses einen so hohen elektrischen Widerstand besitzt, daß die Kurzschlußströme sich hinsichtlich einer gegebenenfalls unerwünschten Ansprechverzögerung kaum bemerkbar machen.
  • Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß F i g. 2 handelt es sich um einen Aufbau, bei dem die Erregerwicklung den Schutzrohrkontakt umgibt. Die F i g. 3 zeigt den Schnitt BC, wie er in F i g. 2 eingezeichnet ist. Gleiche Teile in den F i g. 2 und 3 sind mit gleichen Bezugszeichen versehen.
  • Das in den F i g. 2 und 3 dargestellte Schutzrohrkontaktrelais besitzt die Erregerwicklung 1, welche den Schutzrohrkontakt 2 umgibt. An die Kontaktfederenden des Schutzrohrkontaktes 2 sind die magnetischen Rückführungen 3 angekoppelt. Der Erregerkreis enthält daher hier nur die beiden Kontaktfedern des Schutzrohrkontaktes 2 und die beiden magnetischen Rückführungen 3. Der zu diesem magnetischen Erregerkreis parallelgeschaltete zusätzliche Eisenkreis enthält ebenfalls die magnetischen Rückführungen 3, wird aber vor Erreichen der Kontaktfedern des Schutzrohrkontaktes 2 jeweils auf zwei Schalen 6 und 7 sowie 8 und 9 umgeleitet. Wie aus der F i g. 3 hervorgeht, besitzen diese Schalen jeweils halbkreisförmigen Querschnitt und bilden in ihrer Zusammenfügung magnetisch praktisch ein Röhrchen, das lediglich zwei Zwischenräume besitzt, wodurch das Entstehen einer Kurzschlußwindung vermieden ist. In Richtung auf die Kontaktfederenden 4 und 5 sind die Schalen 6 bis 9 abgeflacht und liegen hier zwischen den Kontaktfederenden 4 und 5 sowie den Enden der magnetischen Rückführungen 6, so daß an dieser Stelle ein enger magnetischer Schluß besteht. Neben dem Arbeitsluftspalt 10 stehen sich die Schalen 6 und 7 sowie 8 und 9 mit bestimmtem Abstand gegenüber, so daß hier der Luftspalt 11 in dem zusätzlichen Eisenkreis gebildet ist.
  • Der Anordnung gemäß den F i g. 2 und 3 liegt das gleiche Funktionsprinzip zugrunde wie dem in der F i g. 1 dargestellten Schutzrohrkontaktrelais. Bei Stromfluß durch die Wicklung 1 wird den Kontaktfedern des Schutzrohrkontaktes 2 ein Fluß aufgedrückt, der deren gegenseitige Anziehung bewirkt Mit Abschaltung der Wicklung entsteht in irgendeiner Kurzschlußwindung, beispielsweise durch direkten Kurzschluß der Wicklung 1, ein Induktionsstrom, welcher den Feldabbau in dem Haupteisenkreis verzögert. Dabei bewirkt die in dem zusätzlichen Eisenkreis, also insbesondere in den Schalen 6 bis 9, gespeicherte magnetische Energie, daß diese Verzögerung entsprechend lange währt, wobei das in den Schalen gespeicherte magnetische Feld auf die Kontaktfedern des Schutzrohrkontaktes 1 überstreut und auch nach dem Abschalten des Erregerstromes noch für eine gewisse Zeit das Halten der Kontaktfedern zur Folge hat.

Claims (4)

  1. Patentansprüche: 1. Abfallverzögertes Schutzrohrkontaktrelais, das bei Abschaltung der Erregung Kurzschlußwindungen besitzt, dadurch gekennzeichnet, daß dem die Kontaktfedern enthaltenden magnetischen Erregerkreis ein hülsenartig die Kontakte zumindest teilweise umschließender Eisenkreis parallel geschaltet ist, der im Bereich des Arbeitsluftspalts der Kontaktfedern (A 10) mit einem ringförmigen Luftspalt (L 11) versehen ist und dessen ihn überbrückendes Feld auf die Kontaktfedern beiderseits des Arbeitsluftspalts (A 10) überstreut, wobei die im Eisenkreis gespeicherte magnetische Energie bei Abschaltung der Erregung ein weiteres Halten der Kontaktfedern im geschlossenen Zustand bewirkt.
  2. 2. Schutzrohrkontaktrelais nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Eisenkreis im Bereich der Kontaktfedern aus jeweils zwei den betreffenden Schutzrohrkontakt umschließenden Schalen (6, 7; 8, 9) besteht, wobei die Schalen am Arbeitsluftspalt (10) einen ringförmigen Abstand besitzen, welcher den Luftspalt (11) im Eisenkreis darstellt (F i g. 2, 3).
  3. 3. Schutzrohrkontaktrelais nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Eisenkreis magnetisch eng an die aus dem Schutzrohr heraustretenden Kontaktfederenden angekoppelt ist.
  4. 4. Schutzrohrkontaktrelais mit magnetischem Rückschluß nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der magnetische Rückschluß in den Eisenkreis einbezogen ist. In Betracht gezogene Druckschriften: Zeitschrift »NTZ«, 1960, H. 8, S. 375 bis 378.
DES75848A 1961-09-20 1961-09-20 Abfallverzoegertes Schutzrohrkontaktrelais Pending DE1198456B (de)

Priority Applications (1)

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DES75848A DE1198456B (de) 1961-09-20 1961-09-20 Abfallverzoegertes Schutzrohrkontaktrelais

Publications (1)

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DE1198456B true DE1198456B (de) 1965-08-12

Family

ID=7505674

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DES75848A Pending DE1198456B (de) 1961-09-20 1961-09-20 Abfallverzoegertes Schutzrohrkontaktrelais

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DE (1) DE1198456B (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1270179B (de) 1963-10-31 1968-06-12 Siemens Ag Verzoegert arbeitendes Schutzrohrkontaktrelais

Non-Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Title
None *

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1270179B (de) 1963-10-31 1968-06-12 Siemens Ag Verzoegert arbeitendes Schutzrohrkontaktrelais

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