DE1059567B - Schutzrohrkontaktrelais - Google Patents
SchutzrohrkontaktrelaisInfo
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Classifications
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- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H51/00—Electromagnetic relays
- H01H51/28—Relays having both armature and contacts within a sealed casing outside which the operating coil is located, e.g. contact carried by a magnetic leaf spring or reed
- H01H51/284—Polarised relays
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Description
Schntzrobrkontakte werden bekanntlich dadurch geschlossen, daß man. ihren Kontaktfedern einen magnetischen
Fluß aufdrückt, welcher im Arbeitsluftspalt ein Kraftfeld hervorruft, das die Zusammenziehung
der Kontaktfedern und damit die Schließung der Kontaktstelle bewirkt. Soll die Schließung elektrisch
ausgelöst werden, so verwendet man eine den Schutzrohrkontakt umgebende Erregerwicklung,
welche den notwendigen Fluß in den Kontaktfedern erzeugt.
Für die elektrische Betätigung eines Schutzrohrkontaktes ist in vielen Fällen die bekannte Erregerwicklung
hinderlich. Dies kann daran liegen, daß ihr Raumbedarf Schwierigkeiten mit sich bringt, andererseits
kann ihre Induktivität unerwünschte Folgen haben.
Die Erfindung zeigt einen Weg, wie diese Schwierigkeiten zu vermeiden sind. Das vorliegende Schutzrohrkontaktrelais
ist erfmdüngsgemäß durch einen Dauermagneten gekennzeichnet, dessen Fluß sich über die Kontaktfedtern und einen magnetisierbaren
Leiter mit elektrischer Leitfähigkeit schließt, dessen magnetische Leitfähigkeit durch Flußverdrängung
mittels eines den Leiter durchfließenden Steuerstromes derart beeinflußbar ist, daß sich in Abhängigkeit vom
Steuerstrom ein über die Kontaktfedern verlaufender Fluß ergibt, der deren Betätigung bewirkt.
Dieses Prinzip läßt sich zur Herstellung eines Arbeitskontaktes und eines Ruhekontaktes verwenden.
Bei einem Arbeitskontakt bildet man den magnetisierbaren Leiter als magnetischen Nebenschluß aus, welcher
im Ruhezustand den Fluß durch die Kontaktfedern so weit schwächt, daß diese keinen Kontakt
miteinander geben, dagegen im Arbeitszustand dem Feld des Dauermagneten infolge des den Nebenschluß
durchfließenden Steuerstromes einen solchen magnetischen Widerstand entgegensetzt, daß der in diesem
Zustand über die Kontaktfedern verlaufende Fluß die Kontaktstelle schließt. Bei einem Ruhekontakt liegt
der magnetisierbare Leiter als magnetischer Vorwiderstand mit dem Dauermagneten und den Kontaktfedern
in einem einzigen magnetischen Kreis, über den im Ruhezustand ein Fluß verläuft, der in diesem Zustand
die Schließung der Kontaktfedern bewirkt, wogegen, bei Fließen, von Steuerstrom im Arbeitszustand
der über die Kontaktfedern verlaufende Fluß so weit geschwächt ist, daß diese keinen Kontakt miteinander
geben.
In den Fig. 1 bis 3 sind Schutzrohrarbeitskontakte gezeigt bei denen der magnetisierbare Leiter als
Nebenschluß zu dem Dauermagneten wirkt.
In der Fig. 4 ist ein Schutzrohrruhekontakt dargestellt, bei dem der magnetisierbare Leiter als magnetischer
Vorwiderstand wirkt.
Anmelder:
Siemens & Halske Aktiengesellschaft,
Berlin und München,
München 2, Wittelsbacherp latz 2
Dr.-Ing. Friedrich Pfleiderer, München-Solln,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
Das in der Fig. 1 dargestellte Ausführungsbeiepiel zeigt einen Schutzrohrarbeitskontakt mit den Kontaktfedern
Fl und F 2 sowie dem Schutzrohr 6", welchem benachbart ein Dauermagnet D angeordnet ist. Der
durch die Pfeile angedeutete Fluß des Dauermagneten D verläuft einerseits über die Kontaktfedern F1
und F2 sowie andererseits über einen magnetischen Nebenschluß N, welcher durch elektrisch isolierende
Abstandsplättchen A vom Dauermagneten D getrennt ist. Im Ruhezustand der Anordnung leitet der magnetische
Nebenschluß N so viel von dem vom Dauermagneten D gelieferten Fluß ab, daß der über die
Kontaktfedern Fl und F2 verlaufende Fluß nicht zur Schließung der Kontaktstelle ausreicht. Wird jedoch
der magnetische Nebenschluß N1 welcher elektrische Leitfähigkeit besitzt, von eimern Steuerstrom durchflossen,
so findet in ihm eine Überlagerung des von dem Strom erzeugten Flusses und des vom Dauermagneten
D gelieferten Flusses statt. Der erstere Fluß verläuft nämlich innerhalb der Kontaktfedern
ringförmig um die Stromfäden, also senkrecht zu dem vom Dauermagneten gelieferten Fluß, welcher sich in
Richtung der Längsachse der Kontaktfedern, also parallel zu den Stromfäden, erstreckt. Die Überlagerung
äußert sich in einer Verdrängung des vom Dauermagneten D gelieferten Flusses, was praktisch
einer Erhöhung des magnetischen Nebenschlusses Af in bezug auf das Feld des Dauermagneten D gleichkommt.
Infolgedessen nimmt der Fluß über die Kontaktfedern Fl und F2 zu. Diese Zunahme läßt sich
durch Steigerung des den magnetischen Nebenschluß N durchfließenden Stromes so weit treiben, daß die
Kontalrtstelle zwischen den Kontaktfedern F1 und F 2 geschlossen wird. Dieser Strom wirkt also als Steuerstrom.
Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2 liegt der magnetische Nebenschluß N zwischen dem Schutz-
909 557/331
Claims (7)
1. Schutzrohrkontaktrelais, gekennzeichnet durch einen Dauermagneten, dessen Fluß sich über die
Kontaktfedfern und einen magnetisierbaren Leiter mit elektrischer Leitfähigkeit schließt, dessen magnetische
Leitfähigkeit durch Flußverdrängung mittels eines den Leiter durchfließenden Steuerstromes
derart beeinflußbar ist, daß sich in Abhängigkeit vom Steuerstrom ein über die Kontaktfedern
verlaufender Fluß ergibt, der deren Betätigung bewirkt.
2. Schutzrohrkontaktrelais nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der magnetisierbare
Leiter als magnetischer Nebenschluß (N) ausgebildet ist, welcher im Ruhezustand den Fluß durch
die Kontaktfedern (Fl, F2) so weit schwächt, daß diese keinen Kontakt miteinander geben, dagegen im
Arbeitszustand dem Feld des Dauermagneten (D) infolge des den Nebenschluß (TV) durchfließenden
Steuerstromes einen solchen magnetischen Widerstand entgegensetzt, daß der in diesem Zustand
über die Kontaktfedern (Fl, F2) verlaufende Fluß die Kontaktstelle schließt.
3. Schutzrohrkontaktrelais nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Dauermagnet (D)
zwischen den Kontakten (Fl, F2) und dem Nebenschluß (N) liegt (Fig. 1).
4. Schutzrohrkontaktrelais nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Nebenschluß (Ar)
zwischen dem Dauermagnet (D) und den Kontakten (Fl, F2) liegt (Fig. 2).
5. Schutzrohrkontaktrelais nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der magnetisierbare
Leiter als magnetischer Vorwiderstand (V) mit dem Dauermagneten (D) und den Kontaktfedern (F1,
F 2) in einem einzigen magnetischen Kreis liegt, über den im Ruhezustand ein Fluß verläuft, der in
diesem Zustand die Schließung der Kontaktfedern (Flj F2) bewirkt, wogegen bei Fließen von Steuerstrom
im Arbeitszustand der über die Kontaktfedern (Fl, F 2) verlaufende Fluß so weit geschwächt
ist, daß diese keinen Kontakt miteinander geben (Fig. 4).
6. Schutzrohrkontaktrelais nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der als magnetischer Nebenschluß bzw. Vorwiderstand verwendete Leiter als Blechstreifen
ausgebildet ist (Fig. 1, 2, 4).
7. Schutzrohrkontaktrelais nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der
als magnetischer Nebenschluß bzw. Vorwiderstand verwendete Leiter als mehrfach hin- und hergeführte
Drahtschleife(PF) ausgebildet ist (Fig. 3).
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 909 557/331 6.59
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