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DE1198380B - Waermekopierverfahren und -vorrichtung - Google Patents

Waermekopierverfahren und -vorrichtung

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Publication number
DE1198380B
DE1198380B DEA45294A DEA0045294A DE1198380B DE 1198380 B DE1198380 B DE 1198380B DE A45294 A DEA45294 A DE A45294A DE A0045294 A DEA0045294 A DE A0045294A DE 1198380 B DE1198380 B DE 1198380B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
heat
control layer
layer
visible
radiation
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEA45294A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Rudolf Kremp
Dr Rudolf Mueller
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Agfa Gevaert NV
Original Assignee
Agfa AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Agfa AG filed Critical Agfa AG
Priority to DEA45294A priority Critical patent/DE1198380B/de
Publication of DE1198380B publication Critical patent/DE1198380B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41MPRINTING, DUPLICATING, MARKING, OR COPYING PROCESSES; COLOUR PRINTING
    • B41M5/00Duplicating or marking methods; Sheet materials for use therein
    • B41M5/26Thermography ; Marking by high energetic means, e.g. laser otherwise than by burning, and characterised by the material used
    • B41M5/40Thermography ; Marking by high energetic means, e.g. laser otherwise than by burning, and characterised by the material used characterised by the base backcoat, intermediate, or covering layers, e.g. for thermal transfer dye-donor or dye-receiver sheets; Heat, radiation filtering or absorbing means or layers; combined with other image registration layers or compositions; Special originals for reproduction by thermography
    • B41M5/48Thermography ; Marking by high energetic means, e.g. laser otherwise than by burning, and characterised by the material used characterised by the base backcoat, intermediate, or covering layers, e.g. for thermal transfer dye-donor or dye-receiver sheets; Heat, radiation filtering or absorbing means or layers; combined with other image registration layers or compositions; Special originals for reproduction by thermography combined with other image registration layers or compositions; Special originals for reproduction by thermography
    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03BAPPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
    • G03B27/00Photographic printing apparatus
    • G03B27/02Exposure apparatus for contact printing
    • G03B27/14Details
    • G03B27/30Details adapted to be combined with processing apparatus
    • G03B27/306Heat development

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Optics & Photonics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Heat Sensitive Colour Forming Recording (AREA)
  • Thermal Transfer Or Thermal Recording In General (AREA)
  • Non-Silver Salt Photosensitive Materials And Non-Silver Salt Photography (AREA)

Description

  • Wärmekopierverfahren und -vorrichtung Gegenstand der Erfindung ist ein Wärmekopierverfahren, bei dem eine durch Strahlungswärme in Verbindung mit Lichteinwirkung hervorgerufene bildmäßige Erwärmung einer wärmeempfindlichen Schicht ein Bild erzeugt.
  • Es sind eine Reihe von Verfahren bekannt, um ein latentes Wärmebild in ein dauerhaftes, sichtbares Bild oder in eine Druckform für ein Mehrfachkopier-, Vervielfältigungs- oder Druckverfahren umzuwandeln. Zum Beispiel kann ein Kopieträger mit einem leicht schmelzenden, undurchsichtigen Stoff beschichtet sein, der an den geschmolzenen Stellen transparent wird, oder die geschmolzenen Anteile einer wärmeempfindlichen Schicht können auf einen saugfähigen Kopieträger übertragen werden. Ferner sind wärmeempfindliche Schichten bekannt, in denen zwei bei Zimmertemperatur stabile oder durch eine schmelzbare Schicht voneinander getrennte Stoffkomponenten bei höherer Temperatur eine von einem Farbumschlag begleitete chemische Verbindung eingehen.
  • Bei einem anderen bekannten Verfahren wird eine vormagnetisierte Schicht aus einem Magnetstoff mit möglichst niedriger Curie-Temperatur bildmäßig über ihren Curie-Punkt erwärmt und verliert an den erwärmten Stellen ihre Vormagnetisierung. Das so entstandene latente Magnetbild kann mittels eines Magnetpigments sichtbar gemacht und gegebenenfalls auf einen anderen Kopieträger, z. B. auf Papier, übertragen werden. Das latente Magnetbild ist außerdem als Druckform für ein Magnetdruckverfahren verwendbar.
  • Die bildmäßige Erwärmung der wärmeempfindlichen Schicht wird bei den bekannten Verfahren in der Regel durch eine Infrarotstrahlung hervorgerufen, die vorzugsweise auf eine in unmittelbarem Kontakt mit der wärmeempfindlichen Schicht befindliche Papiervorlage einwirkt, deren Bildstellen ein gegenüber dem der bildfreien Stellen unterschiedliches Wärmeabsorptions- bzw. Reflexionsvermögen besitzen. Es kann das sogenannte Reflex- oder das sogenannte Schattenverfahren angewendet werden, wobei je nach Art des Wärmekontaktes der wärmeempfindlichen Schicht mit der Vorlage und je nach Bestrahlungsdauer positive oder negative Wärmebilder entstehen. Es ist ferner möglich, das Wärmebild mit Hilfe eines optischen Abbildungssystems zu erzeugen, das diaskopisch oder epidiaskopisch aufgebaut sein kann.
  • Voraussetzung für die richtige Wiedergabe des Ton- bzw. Grauwertes der Vorlage ist aber in jedem Fall, daß deren Bildstellen im Bereich der Wärmestrahlung etwa die gleichen Unterschiede im Absorptions- bzw. Reflexionsvermögen aufweisen wie im Bereich des sichtbaren Lichts. Dies trifft z. B. sicher nicht zu, wenn die Vorlage mit einer Anilindruckfarbe oder mit einem normalen Kugelschreiber hergestellt wurde. Selbst schwarze Anilinfarbflächen heben sich bezüglich ihrer Wärmeabsorptionsfähigkeit kaum von der Papierunterlage ab und werden daher vom Wärmekopierprozeß meist nicht erfaßt.
  • Eine weitere Schwierigkeit besteht darin, daß die im Zusammenhang mit Bürokopierverfahren häufig vorkommenden zweiseitig beschriebenen oder bedruckten Vorlagen, wie z. B. Buchseiten und Zeitungsausschnitte, oder auch dickere Vorlagen, wie z. B. Karteikarten, nur im Reflexverfahren oder durch ein epidiaskopisches optisches Abbildungssystem übertragen werden können. Epidiaskopische Wärmeabbildungssysteme sind nach obigem zwar grundsätzlich ausführbar. Sie sind aber wegen des dazu notwendigen speziellen Objektivs sehr aufwendig und arbeiten außerdem so verlustreich, daß sie im allgemeinen nur bei Kopierprozessen angewendet werden können, die eine Vorerwärmung der wärmeempfindlichen Schicht bis dicht unter ihre Ansprechtemperatur vorsehen. Nach dem Reflexverfahren kann andererseits nur gearbeitet werden, wenn die wärmeempfindliche Schicht ein geringes Wärmeabsorptionsvermögen und eine definierte Ansprechschwelle aufweist oder durch ein Raster od. dgl. unterbrochen ist. Des weiteren läßt das Reflexverfahren als Kontaktkopierverfahren keinerlei Änderung des Abbildungsmaßstabes zu.
  • Es wurde zwar schon versucht, eine diffuse Wärmestrahlung dadurch selektiv zur Wirkung zu bringen, daß auf ein wärmeempfindliches Kopierpapier ein Original mit optischen Mitteln projiziert wird, während gleichzeitig eine Bestrahlung des Kopierpapiers mit Wärmestrahlen erfolgt in der Weise, daß Licht-und Wärmestrahlen durch verschiedene voneinander getrennte Mittel erzeugt werden und von verschiedenen Seiten aus auf das Kopiermaterial einwirken. Es erscheint aber kaum möglich, auf diese Weise in der wärmeempfindlichen Schicht Wärmeunterschiede von brauchbarer und den Grauwertunterschieden des Originals entsprechender Größe hervorzurufen.
  • Gemäß der Erfindung wird nun die Strahlungswärme mit Hilfe einer Steuerschicht, deren Wärmeabsorptions- und/oder Reflexionsvermögen unter dem Einfluß einer dem sichtbaren und/oder ultravioletten Strahlungsbereich angehörenden Strahlung in Abhängigkeit von der auftreffenden Strahlungsmenge veränderlich ist, bildmäßig zur Wirkung gebracht. Insbesondere soll die Steuerschicht einer bildmäßigen Bestrahlung mit sichtbarem und/oder ultraviolettem Licht und gleichzeitig oder anschließend einer diffusen Ultrarotbestrahlung unterworfen werden.
  • Bei dieser Anordnung wird in der Steuerschicht ein deutliches, weitgehend der sichtbaren Strahlung proportionales Absorptions- oder Reflexionsbild erzeugt, das seinerseits die diffuse Wärmestrahlung in ebensolcher Übereinstimmung mit dem sichtbaren Bild der Vorlage zur Wirkung bringt. Die Abbildung erfolgt mittels eines wenig aufwendigen optischen Abbildungssystems, das für einen beliebigen Abbildungsmaßstab ausgelegt sein kann und auch bei epidiaskopischer Arbeitsweise noch einen verhältnismäßig günstigen Wirkungsgrad aufweist. Die wärmeempfindliehe Schicht kann mit diesem Verfahren ohne Zwischenstufen in kürzester Zeit von der Umgebungstemperatur auf ihre Arbeitstemperatur aufgeheizt werden.
  • Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung wird in einer einer wärmeempfindlichen Schicht unmittelbar anliegenden Steuerschicht eine Absorptions- bzw. Reflexionsbild der Vorlage erzeugt oder es wird eine wärmeempfindliche Schicht, der Sensibilisierungsstoffe beigemischt sind, die unter dem Einfluß einer sichtbaren oder ultravioletten Strahlung ihr Wärmeabsorptions- und/oder Reflexionsvermögen ändern, einer Bestrahlung mit sichtbarem und/oder ultraviolettem Licht und gleichzeitig oder anschließend einer diffusen Wärmebestrahlung unterworfen. Auf diese Weise teilt sich das mit Hilfe der erfindungsgemäßen Steuerschicht gewonnene Wärmebild unmittelbar der wärmeempfindlichen Schicht mit.
  • Da bei Wärmeverfahren, bei denen keine übertragung auf einen weiteren Kopieträger erfolgt, der im Tageslicht fortschreitende Zerfall der Steuerschicht das mit dem Wärmeverfahren erzeugte Bild stören könnte, empfiehlt es sich in diesen Fällen, die Steuerschicht reit einem filmbildenden Stoff, z. B. Acetylcellulose, aufzubringen, der nach dem Kopiervorgang als ganzer Film abgezogen werden kann.
  • Nach einem anderen erfindungsgemäßen Vorschlag soll in einer ohne unmittelbaren Wärmekontakt mit einer wärmeempfindlichen Schicht mit wärmeabsorbierender Oberfläche im Strahlengang zwischen dieser Schicht und einer diffusen Wärmestranlungsquelle liegenden Steuerschicht ein Absorptions- bzw. Reflexionsbild der Vorlage erzeugt werden. Bei dieser Anordnung entsteht in der wärmeabsorbierenden Oberfläche der wärmeempfindlichen Schicht ein negatives Bild des in der Steuerschicht erzeugten Wärmebildes, das dann erwünscht sein kann, wenn infolge der Eigenschaften der in der wärmeempfindlichen oder in der Steuerschicht verwendeten Stoffe auf der endgültigen Kopie ein negatives Bild der Vorlage entstehen würde. Außerdem erlaubt diese Anordnung eine getrennte Handhabung der lichtempfindlichen und der wärmeempfindlichen Schichten. In besonders vorteilhafter Weise kann, dann z. B. das auf eine transparente Trägerschicht aufgebrachte, lichtempfindliche Material von einer lichtabschirmenden Kassette angeordneten Vorratsspule abgespult und jeweils nach Herstellung einer Kopie um eine Bildlänge verschoben und gegebenenfalls abgetrennt werden.
  • Zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens kann eine lichtempfindliche Chlorophyl-Verbindungen enthaltende Steuerschicht verwendet werden, oder es kann als Steuerschicht auch der rote Farbstoff verwendet werden, den man durch Umsetzen von Nitro 2,4-di-isopropylanilin mit Naphtol-AS erhält. Das Umwandlungsprodukt dieses Farbstoffes, der sich bei Belichtung mit sichtbarem Licht schwarz verfärbt, weist eine starke Ultrarotabsorption auf.
  • Ein noch kontrastreicheres Absorptionsbild erhält man, wenn eine Steuerschicht aus dem gelben Farbstoff verwendet wird, der durch Reaktion von Nitro 2,4-di-isopropylanilin mit Acetanilid entsteht. Dieser Farbstoff absorbiert im ultraroten nur sehr schwach. Nach Belichtung mit sichtbarem Licht nimmt er eine braunschwarze Färbung an und wird dabei stark ultrarotabsorbierend.
  • Diese Farbstoffe, die bei Bestrahlung mit sichtbarem oder ultraviolettem Licht ihr Wärmeabsorptionsvermögen steigern, ergeben bei direktem Wärmekontakt von Steuerschicht und wärmeempfindlicher Schicht ein negatives Wärmebild der Vorlage, d. h., den bildfreien bzw. weißen Stellen der Vorlage entspricht eine gesteigerte Erwärmung der wärmeempfindlichen Schicht, wie sie z. B. für die bildfreien Stellen des obergenannten Magnetverfahrens nötig ist, die dann ihre Vormagnetisierung verlieren und demzufolge an diesen Stellen kein Farbpigment anlagern. Im Zusammenhang mit Reaktionsschichten, deren erwärmte Stellen eine dunkle Farbe annehmen, können diese Schichten im Zusammenhang mit dem sogenannten Schattenverfahren angewendet werden.
  • Ein positives Wärmebild kann gemäß einem weitereu Merkmal der Erfindung auch bei direktem Wärmekontakt der Steuerschicht mit der wärmeempfindlichen Schicht erzeugt werden, wenn eine Schicht des Farbstoffes Neutralrot einer Bestrahlung mit sichtbarem und/oder ultraviolettem Licht und anschließend einer diffusen Wärmebestrahlung ausgesetzt wird. Da Neutralrot bei Belichtung sowohl seine rote Farbe als auch sein starkes Ultrarotabsorptionsvermögen verliert, entsteht auf der Steuerschicht ein rotes Positiv der Vorlage, dessen rote Bildstellen stark wärmeabsorbierend sind und demzufolge unter diffuser Ultrarotbestrahlung eine starke selektive Erwärmung der mit ihnen in Kontakt befindlichen Stellen der wärmeempfindlichen Schicht hervorrufen.
  • In weiterer Ausgestaltung der Erfindung soll in einer Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens eine eine Vorlage mit sichtbarem und/oder ultraviolettem Licht beleuchtende Lichtquelle, ein optisches AbbIdungssystem zur Projektion dieser VorIage auf eine Steuerschicht und eine Wärinestrahlungsquelle zur diffusen Wärmebestrahlung der Steuerschicht vorgesehen sein. Zweckmäßigerweise wird dabei das optische Abbildungssystem epidiaskopisch aufgebaut. Wenn ferner die wärmeempfindliche Schicht ohne weiteren Umdruck als seitenrichtige Kopie dienen soll, kann dies in vorteilhafter Weise dadurch erreicht werden, daß in das optische Abbildungssystem ein Umlenkspiegel eingefügt wird. Ferner läßt sich ein Gerät zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens vorteilhafterweise so aufbauen, daß um ein Objektiv eine ring- oder rahmenförmige Lichtquelle für sichtbares oder ultraviolettes Licht sowie eine ring- oder rahmenförmige Wärmestrahlungsquelle konzentrisch ineinander angeordnet sind. Außerdem soll ein Zeitschalter zur Steuerung der Strahlungsquelle für sichtbares Licht und der Wärmestrahlungsquelle vorgesehen sein.
  • In der Zeichnung sind einige Ausführungsformen der Erfindung beispielsweise dargestellt. Es zeigt F i g.1 einen Schnitt durch ein erfindungsgemäßes Gerät in halbschematischer Darstellung und F i g. 2 eine weitere Ausführungsfarin dieses Gerätes.
  • In F i g. 1 ist mit 1 das Gehäuse eines Wärmekopiergerätes bezeichnet, auf dessen Grundplatte ein Kopieträger 2 liegt, der mit einer wärmeempfindlichen Schicht 3 belegt ist. Die Schicht 3 kann aus einem Material bestehen, das bei Erwärmung chemisch reagiert oder eine physikalische Veränderung erfährt, z. B. schmilzt oder infolge Überschreitung des Curie-Punktes seine Vormagnetisierung verliert. Ein dieser Schicht aufgeprägtes Wärmebild kann sich also in ein Farb-, Schmelz- oder Magnetbild verwandeln, das entweder selbst als Kopie verwendet oder auf einen weiteren Kopieträger umgedruckt werden kann. Verschiedene wärmeempfindliche Schichten, wie z. B. auch die obengenannte Magnetschicht, lassen sich beliebig oft einfärben und können somit als Druckform dienen.
  • Auf die wärmeempfindliche Schicht 3 ist eine weitere z. B. aus Neutralrot bestehende Steuerschicht 4 aufgetragen, deren Wärmeabsorptions- oder Reflexionsvermögen durch Bestrahlung mit ultraviolettem oder sichtbarem Licht verändert werden kann. Auf diese Steuerschicht 4 wird mittels eines Objektivs 5 das Bild einer Vorlage, z. B. das Bild der untersten Seite eines auf einer Glasplatte 6 liegenden Buches 7 projiziert. Die Beleuchtung der Vorlage 7 erfolgt mittels einer starken, sichtbares oder ultraviolettes Licht ausstrahlenden Lichtquelle 8; die im vorliegenden Fall ringförmig ausgebildet ist. An den belichteten Stellen verliert die aus Neutralrot gebildete Steuerschicht 4 ihre ursprünglich hohe Ultrarotabsorptionsfähigkeit. Es entsteht demnach ein der Vorlage 7 entsprechendes Absorptionsfähigkeitsbild.
  • Ferner ist eine beispielsweise ebenfalls ringförmige, konzentrisch zum Objektiv 5 und zur Lichtquelle 8 angeordnete diffuse Wärmestrahlungsquelle 9 vorgesehen. Die weitgehend gleichförmige Strahlung dieser Wärmestrahlungsquelle 9 wird in der Steuerschicht 4 nach Maßgabe des dort vorliegenden Absorptionsfähigkeitsbildes in eine örtliche Erwärmung dieser Schicht verwandelt, die sich infolge des engen Wärmekontaktes dieser Steuerschicht mit der wärmeempfindlichen Schicht 3 sofort auch der letzteren mitteilt. In der Schicht 3 entsteht somit eine bildmäßige Erwärmung, die nicht dem Wärmeabsorptionsfähigkeitsbild der Vorlage 7, sondern dem der Steuerschicht 4 entspricht und somit ein genaues Abbild des sichtbaren Bildes der Vorlage 7 darstellt. Dieselben Verhältnisse ergeben sich, wenn die Steuerschicht nicht auf die wärmeempfindliche Schicht 3 aufgetragen, sondern ihr als Sensibilisierungsstoff beigemischt wird. In beiden Fällen muß natürlich z. B. durch eine abreißbare Deckschicht aus Papier, eine Lichtschutzkassette od. dgl. dafür Sorge getragen werden, daß die Steuerschickt nicht schon vor denn eigentlichen Kopiervor gang einer über ihrer Ansprechschwelle liegenden Licht- oder Ultraviolettstrahlung ausgesetzt ist.
  • Ferner kann bei Wärmeverfahren, bei denen keine Übertragung auf einen weiteren Kopieträger erfolgt und bei denen der im Tageslicht fortschreitende Zerfall der Steuerschicht das mit dem Wärmeverfahren erzeugte Bild stören würde, die Steuerschicht mit einem filmbildenden Stoff, z. B. Acetylcellulose, aufgebracht und nach dem Kopiervorgang als ganzer Film abgezogen werden: Gemäß F i g. 2 ist die Steuerschicht 4 auf einer eigenen transparenten bzw. wärmestrahlerrdurchlässigen Trägerschicht 10 angeordnet, die der wärmeernp= findlichen Schicht 3 nur lose anliegt, damit wenigstens ein minimaler Luftspalt zwischen den beiden Schichten verbleibt. Eine durch Absorption der diffusen Wärmestrahlung in der Steuerschicht 4 entstehende Erwärmung kann sich dann insbesondere bei kurzzeitiger intensiver Bestrahlung der Steuerschicht nicht auf die wärmeempfindliche Schicht 3 übertragen. Vielmehr entsteht in dieser Schicht ein Schattenbild der Steuerschicht 4, d. h., die Strahlungsanteile, die von der Steuerschicht 4 nicht absorbiert wurden, werden auf der wärmeempfindlichen Schicht 3 absorbiert und erzeugen dort eine Erwärmung. Die hinter den absorbierenden Stellen der Steuerschicht liegenden Stellen der wärmeempfindlichen Schicht 3 sind dagegen zumindest während einer kurzen Bestrahlungsdauer gegen die Strahlung abgeschirmt. Durch Anordnung der Schichten 3 und 4 in engem oder losem Wärmekontakt können also mit jeder beliebigen Kombination der wärmeabhängigen Eigenschaften dieser Schichten sowohl positive als auch negative Bilder der Vorlage erzeugt werden.
  • Desgleichen kann die Seitenrichtigkeit der Bilder im Bedarfsfall durch Einfügen eines Umlenkspiegels 11 in den Strahlengang der Anordnung gemäß F i g. 1 hergestellt werden. Die spiegellose Anordnung ergibt seitenrichtige Bilder im Falle des Umdruckes auf einen anderen Kopieträger, während das über einen Spiegel projizierte Bild direkt als Kopie verwendet werden kann.
  • Gemäß F i g. 1 wird außerdem durch einen Zeitschalter für die richtige Abstimmung der Bestrahlungszeiten mit sichtbarem Lieht und mit Wärmestrahlen gesorgt. Dabei wirken zwei drehfest miteinander verbundene Nackenscheiben 12, 13' die in bekannter Weise durch einen Handauslöser und ein Hemmwerk gesteuert sein können, auf ein Kontaktpaar 14, 15, das in einer Verbindungsleitung 16 der Lichtquelle 9 mit einem Netzleiter 17 liegt bzw. auf ein in einer Verbindungsleitung 18 der Wärmestrahlungsquelle 8 mit diesem Netzleiter liegendes Kontaktpaar 19, 20 ein. Die Verbindung der beiden Strahlungsquellen 5 und 9 mit dem zweiten Netzleiter 21 erfolgt über die beiden Leiter 22 und 23.
  • Wird nun der Nackenscheibe 12,13 nach Betätigung eines nicht dargestellten Handauslösers eine unter der Wirkung einer ebenfalls nicht dargestellten Antriebsfeder eine Drehbewegung erteilt, so schließt erst die Nocke 12a den Schalter 14,15 und die Belichtung der Steuerschicht 14 beginnt. Nachdem der Aufbau des Absorptionsbildes in der Schicht 4 genügend weit fortgeschritten ist, wird durch die auf den Schalter 19, 20 wirkende Nocke 13 a eine kurze, kräftige Wärmestrahlung ausgelöst, nach deren Ablauf beide Strahlungsquellen 5 und 9 ausgeschaltet sowie die Nocken 12 und 13 durch die nicht dargestellte Auslösevorrichtung in bekannter Weise stillgesetzt werden. Bei der nächsten Vierteldrehung der Nockenscheiben 12, 13 erfolgt dann die Steuerung des Vorganges mittels der Nocken 12 b, 13 b usw.
  • Schließlich ist gemäß F i g. 2 noch eine lichtabschirmende Kassette 24 vorgesehen, die mittels mehrerer Haken 24 a in das Gehäuse 1 des Kopiergerätes eingehängt werden kann. Sie enthält eine Spule 25, auf der eine auf einen transparenten Träger 10 aufgebrachte Steuerschicht 4 aufgewickelt ist. Nach Anfertigung einer Kopie kann der verbrauchte, einer Bildlänge entsprechende Teil der Steuerschicht aus dem Gerät gezogen und mittels des Messers 26 abgerissen werden. Hierauf steht wieder ein unverbrauchter Teil der Steuerfolie für die Anfertigung einer weiteren Kopie zur Verfügung.

Claims (16)

  1. Patentansprüche: 1. Wärmekopierverfahren, bei dem eine durch Strahlungswärme in Verbindung mit Lichteinwirkung hervorgerufene bildmäßige Erwärmung einer wärmeempfindlichen Schicht ein Bild erzeugt, dadurch gekennzeichnet, daß die Strahlungswärme mit Hilfe einer Steuerschicht (4), deren Wärmeabsorptions- und/oder Reflexionsvermögen unter dem Einfluß einer dem sichtbaren und/oder ultravioletten Strahlungsbereich angehörenden Strahlung in Abhängigkeit von der auftreffenden Strahlungsmenge veränderlich ist, bildmäßig zur Wirkung gebracht wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerschicht (4) einer bildmäßigen Bestrahlung mit sichtbarem und/ oder ultraviolettem Licht und gleichzeitig oder anschließend einer diffusen Ultrarotbestrahlung unterworfen wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß in einer einer wärmeempfindlichen Schicht (3) unmittelbar anliegenden Steuerschicht (4) ein Absorptions- bzw. Reflexionsbild der Vorlage (7) erzeugt wird.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine wärmeempfindliche Schicht (3), derSensibilisierungsstoffebeigemischt sind, die unter dem Einfluß einer sichtbaren oder ultravioletten Strahlung ihr Wärmeabsorptions-und/oder Reflexionsvermögen ändern, einer Bestrahlung mit sichtbarem und/oder ultraviolettem Licht und gleichzeitig oder anschließend einer diffusen Wärmebestrahlung unterworfen wird.
  5. 5. Kopiermaterial zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerschicht (4) mit einem filmbildenden Stoff, z. B. Acetylcellulose, aufgebracht ist, der nach dem Kopiervorgang als ganzer Film abgezogen werden kann.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß in einer ohne unmittelbaren Wärmekontakt mit einer wärmeempfindlichen Schicht (3) mit wärmeabsorbierender Oberfläche im Strahlengang zwischen dieser Schicht und einer diffusen Wärmestrahlungsquelle (8) liegenden Steuerschicht (4) ein Absorptions- bzw. Reflexionsbild der Vorlage (7) erzeugt wird.
  7. 7. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das auf eine transparente Trägerschicht (10) aufgebrachte lichtempfindliche Material (4) von einer in einer lichtabschirmenden Kassette (24) angeordneten Vorratsspule (25) abgespult und jeweils nach Herstellung einer Kopie um eine Bildlänge verschoben und gegebenenfalls abgetrennt wird. B.
  8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine lichtempfindliche Chlorophyl-Verbindungen enthaltende Steuerschicht (4) verwendet wird.
  9. 9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß als Steuerschicht (4) der rote Farbstoff verwendet wird, den man durch Umsetzen von Nitro 2,4-diisopropylanilin mit Daphhtol-AS erhält.
  10. 10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine Steuerschicht (4) aus dem gelben Farbstoff verwendet wird, der durch Reaktion von Nitro 2,4-di-isopropylanilin mit Acetanilid entsteht.
  11. 11. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine Schicht (4) des Farbstoffes Neutralrot einer Bestrahlung mit sichtbarem und/oder ultraviolettem Licht und anschließend einer diffusen Wärmebestrahlung ausgesetzt wird.
  12. 12. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine eine Vorlage (7) mit sichtbarem und/ oder ultraviolettem Licht beleuchtende Lichtquelle (9), ein optisches Abbildungssystem (5) zur Projektion dieser Vorlage auf eine Steuerschicht (4) und eine Wärmestrahlungsquelle (8) zur diffusen Wärmebestahlung der Steuerschicht vorgesehen ist.
  13. 13. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß das optische Abbildungssystem (5) epidiaskopisch aufgebaut ist.
  14. 14. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß in das optische Abbildungssystem (5) ein Umlenkspiegel (11) eingefügt ist.
  15. 15. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß um ein Objektiv (5) eine ring- oder rahmenförmige Lichtquelle (9) für sichtbares oder ultraviolettes Licht sowie eine ring- oder rahmenförmigeWärmestrahlungsquelle (8) konzentrisch ineinander angeordnet sind.
  16. 16. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß ein Zeitschalter (12, 13) zur Steuerung der Strahlungsquelle (9) für sichtbares Licht und der Wärmestrahlungsquelle (8) vorgesehen ist.
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