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Straßenverkehrssignalanlage Die Erfindung bezieht sich auf eine Straßenverkehrssignalanlage
zur zentralen Steuerung der einzelnen jeweils bestimmte Verkehrsflüsse an den Straßenkreuzungen
regelnden Signalgeber mittels über eine zu diesen Kreuzungen führende Steuerleitung
nacheinander gegebenen, unterschiedlichen, gleiche Anzahl Binärschritte aufweisenden
Impulsgruppen, die im Zusammenwirken mit dort vorgesehenen, im Takt der Binärschritte
fortschaltbaren Taktverteilern die Signallampenschalter einstellen. Bekannt ist
es schon, Impulse verschiedener Zeitdauer, unterschiedlicher Polarität oder Amplitude
zur zentralen Steuerung einer Verkehrssignalanlage zu verwenden. Auch Impulsgruppen
mit unterschiedlicher Anzahl von Impulsen, die in den Empfangseinrichtungen gezählt
und damit verschiedenartige Schaltbefehle auslösen, sind für Steuerzwecke in Verkehrsanlagen
schon verwendet worden. Es ist auch schon vorgeschlagen worden, mehrere unterschiedliche
Impulsgruppen derart zu verwenden, daß durch die erste untereinander unterschiedliche
Anzahl von Impulsen aufweisende Gruppe eine bestimmte Kreuzung oder sogar ein bestimmter
Signalgeber angerufen werde und erst durch eine zweite Impulsgruppe, ebenfalls mit
untereinander unterschiedlicher Anzahl von Impulsen, der eigentliche Befehl an die
Empfangsstelle übermittelt werde.
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Alle diese bekannten Einrichtungen haben jedoch den Nachteil, daß
innerhalb eines bestimmten Zeitraumes, der entsprechend dem Mindestabstand zweier
Einsatzpunkte in Verkehrssignalanlagen im allgemeinen 1 Sekunde nicht überschreiten
darf, nur eine beschränkte Anzahl von unterschiedlich zu regelnden Signalgebern
einstellbar sind und nur eine diesen entsprechende Anzahl Signalgeber über eine
Leitung an die Zentrale angeschlossen werden können.
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Auch ist es schon bekannt, über Fernleitungen mit eine gleiche Anzahl
Binärschritte aufweisenden Impulsgruppen über einen im Takt der Binärschritte fortschaltbaren
Taktverteiler die Signallampenschalter einzustellen. Doch wurden damit bisher immer
nur eine von mehreren Lampen entsprechend dem übertragenen Signal ausgewählt und
durch die nächstfolgende Gruppe wieder gelöscht. Damit wäre zwar die Möglichkeit
gegeben, die einzelnen Signallampen einer Kreuzung nacheinander anzurufen und einzustellen,
aber das schlagartige Umschalten mehrerer Lampen, wie es bei Verkehrssignalanlagen
im Einsatzpunkt bei jedem Signalbildwechsel erforderlich ist, kann damit nicht erreicht
werden.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Straßenverkehrssignalanlage
zur zentralen Steuerung der Lichtsignalgeber an den einzelnen Kreuzungen zu schaffen,
deren Programmgebeeinriehtung eine gleiche Anzahl Binärschritte aufweisenden Impulsgruppen
mit einfachen Schaltmitteln zu programmieren gestattet und in kurzer Aufeinanderfolge
eine Vielzahl Schaltbefehle über die Steuerleitung an die Empfangseinrichtungen
an den einzelnen Kreuzungen zu geben und dort so lange zu speichern vermag, damit
beim nächsten Signalbildwechsel schlagartig durch einen Ausführungsbefehl alle für
diesen Einsatzpunkt erforderlichen Signallampenschalter umgestellt werden können.
Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß die Programmgebeeinrichtung in der
Zentrale aus einem Taktgeber und mindestens drei, durch diesen mit zueinander unterschiedlichen
Untersetzungsverhältnissen fortschaltbaren Taktverteilern besteht, an welche zum
Einstellen einer Zahl unterschiedlicher Impulsgruppen die dieser Zahl entsprechende
Anzahl Codierer anschließbar sind, und daß jede der Empfangseinrichtungen an den
einzelnen Empfangsstellen an den im Takt der Binärschritte fortschaltbaren Taktverteiler
angeschlossene, durch die nacheinander gegebenen unterschiedlichen Impulsgruppen
gleicher Anzahl Binärschritte wahlweise einstellbare Speichereinrichtungen aufweist,
über die bei jedem Signalbildwechsel durch einen von der Zentrale gegebenen Ausführungsbefehl
in Gestalt einer bestimmten Impulsgruppe gleicher Anzahl Binärschritte gleichzeitig
alle Signallampenschalter entsprechend einstellbar sind.
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In weiterer Ausgestaltung der Erfindung kann als Codierer der Programmgebeeinrichtung
ein solcher Verwendung finden, der aus mehreren elektrisch steuerbaren Schaltern
und einer Programmiereinrichtung, vorzugsweise auftrennbaren Brücken besteht, die
zusammen bestimmte, durch die Programmiereinrichtung
auswählbare
Ausgänge des durch den Taktgeber im Takt der Binaärschritte fortschaltbaren Taktverteilers
über mindestens einen Schalter nur dann mit der gemeinsamen Steuerleitung verbinden,
wenn die in Schaltabhängigkeit zueinander stehenden Schalter gleichzeitig mit Spannung
von den zwei anderen Taktverteilern beaufschlagt sind.
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Eine vorteilhafte Weiterentwicklung der Erfindung sieht Zuteiler vor,
von denen jeder eine Anzahl der Ausgänge des die Reihenfolge der einzelnen Impulsgruppen
bestimmenden Taktverteilers entsprechende Anzahl Eingänge und Ausgänge aufweist,
welche durch die gleiche Anzahl Umschalter so miteinander verbunden werden, daß
sie, nämlich die Umschalter, in abgefallener Stellung jeweils einen Ein- und Ausgang
gleicher Ordnungszahl und daß sie in der, weil von dem die Einsatzpunkte bestimmenden
Verteilerschalter mit Spannung beaufschlagten, angezogenen Stellung jeweils einen
Eingang mit einem Ausgang der nächstniedrigen Ordnungszahl verbinden.
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Vorteilhafterweise werden die Codierer über einen Kreuzschienenverteiler
an den die Einsatzpunkte für die Signalbildwechsel bestimmenden Taktverteiler angeschlossen.
Dabei ist es vorteilhaft, jedem Codierer einen Zuteiler beizugeben, wobei die Eingänge
des dem ersten Codierer beigegebenen Zuteilers an die entsprechenden Ausgänge des
die Reihenfolge der einzelnen Impulsgruppen bestimmenden Taktverteilers und die
den übrigen Codierern beigegebenen Zuteiler jeweils mit ihren Eingängen an die Ausgänge
gleicher Ordnungszahl des vorhergehenden Zuteilers anschließbar sind.
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Auch besteht die Möglichkeit, daß von den für die Signalbildwechsel
verschiedener Signalgeber eines Einsatzpunktes erforderlichen Codierern jeweils
die gleichen elektrisch steuerbaren Schalter über ihre Eingänge gemeinsam an einen
der Ausgänge des die Einsatzpunkte bestimmenden Taktverteilers und die anderen,
unter sich ebenfalls gleichen elektrisch steuerbaren Schalter über ihre Eingänge
einzeln an die verschiedenen Ausgänge des die Reihenfolge der einzelnen Impulsgruppen
bestimmenden Taktverteiler angeschlossen sind.
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Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus den Schaltungen
mehrerer in den Zeichnungen dargestellter Ausführungsbeispiele. Es zeigt F i g.
1 die schematische Schaltung eines bausteinmäßig ausgebildeten, steckbaren Codierers
mit einem Zuteiler zur Erzeugung und Einordnung unterschiedlicher Impulsgruppen
unter Verwendung von Relais, F i g. 2 die schematische Schaltung eines bausteinmäßig
ausgebildeten, steckbaren Codierers mit einem Zuteiler zur Erzeugung und Einordnung
unterschiedlicher Impulsgruppen unter Verwendung von Transistoren, F i g. 3 die
Schaltung einer Zentrale, welche unterschiedliche Impulsgruppen auszusenden gestattet,
F i g. 4 die Schaltung einer weiteren Zentrale, welche ebenfalls unterschiedliche
Impulsgruppen auszusenden gestattet und bei der die einzelnen Signalprogramme für
die Signalgeber mittels Kreuzschienenverteiler einstellbar sind, F i g. 5 die Schaltung
einer Empfangs- und Auswertesteile für die unterschiedlichen Impulsgruppen, F i
g. 6 das Verschlußschema für eine einfache, durch vier Signalgeber geregelte Kreuzung
und die dazu erforderlichen Impulsgruppen. Der in F i g. 1 dargestellte Codierer
C soll steckbar und bausteinmäßig aufgebaut aus Isolierplättchen bestehen. Er dient
zur Herstellung der erforderlichen verschiedenen Impulsgruppen für die unterschiedlichen
Steuerbefehle. Dabei ist für eine Zentrale Z nach F i g. 3 nur der über der strichpunktierten
Linie dargestellte Codierer C erforderlich, während die Zentrale Z gemäß F i g.
4 auch den darunterliegenden Zuteiler Zu erfordert. Der Codierer C besteht aus zwei
Relais M, m 1 und N, n und sieben Drahtbrükken b 1 bis
b7. Der Zuteiler Zu besteht aus den Kontakten m2 bis m38 des
Relais M. Die Wirkungsweise des Codierers C ist folgende: Nur wenn gleichzeitig
Spannung an den beiden Eingangsklemmen e : 0 und e : 1 liegt, wird
der Kontakt n geschlossen und damit die Ausgangsklemme a : 0'
mit den
Codiererklemmen c : 0 bis 7 verbunden. Durch Heraustrennen einzelner Brücken
b1 bis b7 kann dabei zwischen verschiedenen Klemmen die Verbindung unterbrochen
und damit die Codierung durchgeführt werden. Wenn also beispielsweise der Kontakt
n geschlossen ist und nacheinander an die Codiererklemmen c : 0 bis 7 nach
Art eines durchlaufenden Drehwählers Spannung gelegt wird, so gelangen nur die Impulse
an den Ausgang a : 0', bei denen die Brücken b1 bis b7 nicht aufgetrennt
worden sind.
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Der Zuteiler Zu wirkt wie folgt: An die Eingangsklemmen e : 1 bis
19 wird ebenfalls in bestimmten Zeitabständen, beispielsweise durchlaufend, nacheinander
alle 50 Millisekunden Spannung gelegt, und diese Spannungsimpulse erscheinen in
der gleichen Reihenfolge an den entsprechenden Ausgangsklemmen a: 1' bis
19', wenn der Eingangskontakt e: 0
nicht mit Spannung beaufschlagt
ist. Wenn dagegen der Eingangskontakt e: 0 an Spannung liegt, also das Relais
M angezogen hat, wird für die Dauer der ersten 50 Millisekunden das Relais N anziehen
und damit eine Impulsserie über den Kontakt n gegeben werden können, während der
zweite Spannungsimpuls von 51 bis 100 Millisekunden nun nicht mehr an der Ausgangsklemme
a: 2', sondern an der Ausgangsklemme a: 1' ansteht. Die ganzen an den Eingangsklemmen
e: 1 bis 19 eingespeisten Impulse stehen also dann nicht mehr an den entsprechenden
Ausgangsklemmen a: 1' bis 19' an, sondern sind um eine Klemme verschoben. Das Zusammenwirken
der Zuteiler Zu untereinander und mit den Codierern C wird weiter unten bei Erläuterung
der Zentrale Z nach F i g. 4 beschrieben.
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Der in F i g. 2 dargestellte Codierer C verwendet an Stelle der Relais
M und ihren verschiedenen Schaltkontakten die Transistoren T1 bis T60 als Schalter,
arbeitet aber grundsätzlich nach demselben Prinzip. Auch hier ist für die Zentrale
Z nach F i g. 3 nur der über der strichpunktierten Linie liegende Codierer C erforderlich,
während für die Zentrale Z nach F i g. 4 der Codierer C sowie der Zuteiler Zu benötigt
werden.
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In F i g. 3 ist die Schaltung einer Zentrale Z dargestellt, in welcher
der Taktgeber Tal im Rhythmus von 5 Millisekunden den Taktverteiler V1 steuert,
so daß nacheinander an dessen Klemmen V1: 0 bis 9 jeweils 5 Millisekunden lang Spannung
steht, ähnlich wie an den Kontakten eines durchlaufenden Drehwählers. An die Klemme
V1 : 9 ist der Taktverteiler V2 angeschlossen, so daß dieser im Rhythmus von 50
Millisekunden jeweils einen Weiterschalteimpuls erhält und somit nacheinander jeweils
50 Millisekunden lang an
den Klemmen V2: 1 bis 20 des Taktverteilers
V2 Spannung liegt. Schließlich sind über den Programmwahlschalter PS an die
Klemme V2: 20 des Taktverteilers V2 entweder der Taktverteiler V3, bzw. V32 angeschlossen,
so daß verschiedene Programme ausgewählt werden können. An den Klemmen V3: 1 bis
90 der Taktverteiler V3, bzw. V32 liegt nacheinander jeweils 1 Sekunde lang Spannung.
An die Klemmen V1 0 bis 7 des Taktverteilers V1 sind jeweils die Eingangsklemmen
c : 0 bis 7 der bereits beschriebenen Codierer C sinngemäß angeschlossen. Die Ausgangsklemmen
a: 0' sämtlicher verwendeten Codierer C sind gemeinsam mit der Steuerleitung L verbunden.
Wie später durch das Verschlußschema in F i g. 6 gezeigt wird, sind für jeden Signalbildwechsel
eines Signalgebers (Sgl, Sg2 usw.) bestimmte unterschiedliche Impulsgruppen erforderlich,
die in den Einsatzpunkten 1° bis 8° über die Steuerleitung L gegeben werden. Es
sind deshalb auch für jeden Einsatzpunkt 1° bis 8° eine jeweils der an den einzelnen
Signalgebern (Sgl, Sg2 usw.) durchzuführenden Signalbildwechsel entsprechende Anzahl
Codierer C notwendig. Die Eingangsklemmen e: 0 aller für jeweils einen der Einsatzpunkte
1° bis 8° erforderlichen Codierer C sind deshalb gemeinsam an eine dem betreffenden
Einsatzpunkt entsprechende Klemme V3: 1 bis 90 des Taktverteilers V3, bzw.
V32 anzuschließen. So sind beispielsweise die nur teilweise dargestellten möglichen
neunzehn Codierer C in der linken senkrechten Reihe fI für den Einsatzpunkt l° sämtlich
an den Kontakt V3: 1 des Taktverteilers V3, bzw. den Kontakt V3:5 des Taktverteilers
V32 angeschlossen. Die Codierer C der zweiten senkrechten Reihe I von links für
den Einsatzpunkt 2° sind mit ihren Eingangsklemmen e: 0 jeweils an die Klemme V3:
3 des Taktverteilers V3, bzw. an die Klemme V3: 8 des Taktverteilers V32 angeschlossen
usw. Schließlich sind die in der waagerechten Reihe I liegenden Codierer C sämtlich
mit ihrer Eingangsklemme e:1 an die Klemme V2:1 des Taktverteilers V2 und die Codierer
in der waagerechten Reihe II mit ihrer Eingangsklemme e: 1 an die Klemme V2: 2 des
Taktverteilers angeschlossen usw., bis zur waagerechten Reihe XIX der Codierer C,
die mit ihrer Eingangsklemme e: 1 an die Klemme V2: 19 des Taktverteilers V2 angeschlossen
sind. In der waagerechten Reihe XX ist schließlich noch ein weiterer Codierer C128
vorgesehen, dessen Eingangsklemme e: 0 über Gleichrichter als Entkopplungsglieder
mit sämtlichen, einen Signalbildwechsel steuernden Kontakten der Taktverteiler V3,
bzw. V32 entsprechend den acht Einsatzpunkten 1° bis 8° verbunden ist, während seine
Eingangsklemme e: 1 mit der Klemme V2: 20 des Taktverteilers V2 verbunden
ist. Dieser Codierer C128 gibt jeweils den Ausführungsbefehl an die in Kreuzungsnähe
angeordnete Empfangsstelle E. Zur Änderung eines eingestellten Programms können
entweder die verschiedenen Einsatzpunkte 1° bis 8° jeweils für alle dazugehörigen
Signalgeber Sgl, Sg2 usw. auf einen anderen Zeitpunkt eingestellt werden, und dann
brauchen nur die Anschlüsse für die senkrechten Reihen CI,, I usw. der Codierer
C an andere Ausgänge V3:1 bis 90 des Taktverteilers V3 angeschlossen zu werden.
Sollen dagegen auch die einzelnen Signalbildwechsel der verschiedenen Signalgeber
Sgl, Sg2 usw. zeitlich gegeneinander verändert werden, so müssen gleichzeitig die
entsprechenden Codierer C in bezug auf ihre Zuordnung in senkrechten Reihen CI,,
II usw. durch Umstecken geändert werden. Sollen insgesamt nur neunzehn Signalgeber
an die in F i g. 3 beschriebene Zentrale Z angeschlossen werden, so können an jeden
der neunzehn verfügbaren Ausgänge V2: 1 bis 19 des Taktverteilers
V2 die für jeweils einen der Signalgeber Sgl, Sg2 höchstens vier erforderlichen
Codierer C gemeinsam angeschlossen werden. Von den vier Einsatzpunkten eines Signalgebers
Sgl, Sg2 usw. für die vier Signalbilder (Rtlge, gn und ge) müssen nämlich niemals
zwei gleichzeitig durchgegeben werden; es kann dann also jeder beliebige Signalplan
für die neunzehn Signalgeber Sgl, Sg2 bis Sg19 allein durch Rangieren der Eingänge
e: 0 der entsprechenden Codierer C an den Ausgängen V3: 1 bis 90 des Taktverteilers
V3 eingestellt werden.
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Demgegenüber kann bei der in F i g. 4 dargestellten Zentrale Z mit
mehr als neunzehn Signalgebern allein durch einen einzigen Einstellvorgang für jeden
Signalgeber Sgl, Sg2 usw. jeder Signalbildwechsel zu jedem beliebigen Zeitpunkt
eingestellt werden. Die Zentrale Z gemäß F i g. 4 erfordert ebenfalls einen Taktgeber
Tal
und mindestens drei Taktverteiler V1, V2, V3, jedoch sind hier
noch Zuteiler Zu erforderlich, welche den Codierern C beigegeben sind. Die Codierungseingänge
c: 0 bis 7 sind wiederum wie im Ausführungsbeispiel nach F i g. 3 an den Taktverteiler
V1 und die Ausgänge a: 0' an die gemeinsame Steuerleitung L
angeschlossen.
Dagegen sind die Eingangsklemmen e:1 bis 19 des dem ersten Codierer C1 beigegebenen
Zuteilers Zu l an die ersten neunzehn Kontakte V2: 1 bis 19 des Taktverteilers V2
und die neunzehn Eingangsklemmen e:1 bis 19 des dem zweiten Codierer C2 beigegebenen
Zuteilers Zug an die Ausgangsklemmen a: 1' bis 19' des dem ersten Codierer C1 beigegebenen
Zuteilers Zul angeschlossen usw. Schließlich ist die Eingangsklemme e: 1 des Codierers
C128, der keinen Zuteiler Zu mehr benötigt, an den Ausgang V2: 20 des Taktverteilers
V2 angeschlossen. Die Eingangsklemmen e: 0 der Codierer Cl bis C127 liegen dagegen
über Gleichrichter als Entkopplungsglieder an den waagerechten Schienen der hier
als Kreuzschienenverteiler ausgestalteten Programmplatten P1 bzw. P2. Wenn jedoch
der Ausführungsbefehl, den der Codierer C126 geben muß, jede Sekunde durchgegeben
werden darf, unabhängig davon, ob ein Signalbildwechsel erfolgen soll oder nicht,
so kann auf die Gleichrichter bei der Kommandoschiene 128 und auf diese Schiene
selbst verzichtet werden. Dann ist aber der Eingang e: 0 des Codierers C128 unmittelbar
an den Ausgang V2: 20 des Taktverteilers V2 anzuschließen. An diesen Kreuzschienenverteilern
P1 und P2 können also die Einsatzpunkte 1° bis 8° der einzelnen Signalbildwechsel
eingestellt werden. So ist beispielsweise der Codierer Cl, durch welchen dem Signalgeber
Sgl der Befehl für das Signal Rot übermittelt wird, an die Schiene rt des Signalgebers
Sg 1
im Programmverteiler P1 und P2 angeschlossen und der Codierer C2 an die
Signalschiene rtlge des Signalgebers Sgl der Programmplatte P1 und P2 und sinnentsprechend
so fort für alle weiter nicht dargestellten Codierer C3 bis C127. Für den Codierer
C128, der die Ausführungsbefehle an die Empfangsstellen E gibt, ist eine besondere,
waagerechte Kommandoschiene 128 auf der Programmplatte P1 bzw. P2 vorgesehen, und
diese ist ohne Entkopplungsglieder unmittelbar mit der Eingangsklemme e: 0 verbunden,
dagegen muß diese Schiene über Gleichrichter als Entkopplungsglieder mit den
entsprechenden
senkrechten Zeitschienen des Kreuzschienenverteilers verbunden werden.
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Wenn bei den Zentralen Z gemäß F i g. 3 oder 4 die Codierer C nicht
über Gleichrichter als Entkopplungsglieder, sondern über Umschalter oder Koinzidenzgatter
entweder unmittelbar mit den verschiedenen Eingängen V3: 1 bis 90 des Taktverteilers
V3 oder mittelbar damit über die Programmplatten P1 bzw. P2 verbunden werden, so
genügt in beiden Fällen für diese verschiedenen Zentralen auch bei mehreren Programmen
ein einziger Taktververteiler V3, und der dargestellte ProgrammschalterPS entfällt.
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In F i g. 5 ist ein Ausführungsbeispiel für die Empfangsstelle E dargestellt,
die für eine oder mehrere örtlich nahe beieinanderliegende Kreuzungen verwendbar
ist. Sie ist durch die Steuerleitung L mit der Zentrale Z verbunden. In der Empfangsstelle
E sind an die Steuerleitung L ein Taktgeber Tat, welcher als Start-Stop-Generator
ausgebildet ist, eine Invertiereinrichtung J und die Speichereinrichtung Sp unmittelbar
angeschlossen. Der Taktgeber Tat steuert im Rhythmus von 5 Millisekunden
den Taktverteiler V4, an dessen neun Ausgänge V4: 1 bis 8 die Speichereinrichtung
Sp mit ihren Ringkernen k 1 bis k7 und k1' bis k7' und der
Taktgeber Tat angeschlossen sind. Diese Ringkerne k1 bis k7 und k
l' bis k7' sind beispielsweise Speicherkerne mit rechteckähnlicher Form der
Magnetisierungskurve. Von der Speichereinrichtung Sp wird die Decodiereinrichtung
DC mit ihren Ringkernen KI bis K128 eingestellt, die ihrerseits die Speichereinrichtung
Sp' mit einhundertsiebenundzwanzig Ringkernen K1' bis K127' einstellt. An die einzelnen
Ringkerne KI' bis K127' der Speichereinrichtung Sp' sind über Transistoren
TR 1' bis TR 127'
als Entkopplungsglieder Relais mit zwei stabilen
Endlagen angeschaltet, von denen nur die Relais S1 bis S8 dargestellt wurden. Durch
einen entsprechenden Impuls an die Relais S1 bis S3 und S5 bis
S7 für die Signalgeber Sgl und Sg3, werden die einzuschaltenden Relais in
ihre Wirklage und gleichzeitig die abzuschaltenden in die Ruhelage verschwenkt,
während die Relais S4 und S8 für die Signalgeber Sg2 und Sg4 durch den entsprechenden
Impuls jeweils in die eine oder andere Wirklage eingestellt werden.
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Das in F i g. 6 dargestellte Verschlußschema einer Kreuzung mit den
Signalgebern Sgl und Sg3 für den Fahrzeug- und den Signalgebern Sg2 und Sg4 für
den Fußgängerverkehr, wird durch die für die einzelnen Einsatzpunkte 1° bis 8° dargestellten
Impulsgruppen geschaltet. Dabei wird durch eine bestimmte Impulsgruppe jeweils nur
der Signalbildwechsel für einen Signalgeber befohlen. Im vorliegenden Fall sind
also für den Einsatzpunkt 2° im Zeitpunkt Sekunde 3 und den Einsatzpunkt 3°, im
Zeitpunkt Sekunde 6, jeweils nur eine Impulsgruppe für den Signalbildwechsel des
einzigen Signalgebers Sgl bzw. Sg2 und eine Impulsgruppe für die Ausführung des
Befehls erforderlich. Dagegen sind für den Einsatzpunkt 1° im Zeitpunkt Sekunde
1 zwei Impulsgruppen für die Signalbildwechsel der Signalgeber Sgl und Sg3 und eine
Impulsgruppe zur Ausführung des Befehls und im Einsatzpunkt 6° sogar drei
Impulsgruppen für die Signalbildwechsel der Signalgeber Sgl, Sg3 und Sg4 und eine
Impulsgruppe für die Ausführung des Befehls erforderlich. Damit die Verkehrssignalanlage
bei Inbetriebnahme sofort die richtigen Signale zeigt, muß zunächst von der Zentrale
Z ein ganzer Signalbildzyklus durchgegeben werden, und erst dann darf mittels des
Schalters Sch der Wechselstrom für die einzelnen Signallampen eingeschaltet
werden. Allein dadurch ist nämlich gewährleistet, daß die einzelnen Signalgeber
Sgl, Sg2 usw. das richtige Signal wiedergeben. Es besteht natürlich auch die Möglichkeit,
jedem Signalgeber Sgl bis Sg4 in jedem Einsatzpunkt einen Schaltbefehl zu geben,
also b.-ispielsweise im Einsatzpunkt 1° dem Signalgeber Sgl den Befehl Rot/Gelb,
und den Signalgebern Sg2, Sg3 und Sg4 den Befehl Rot. Die Signalgeber Sg2 und Sg4
würden also, obwohl sie bereits auf Bot eingestellt sind, diesen Befehl nochmals
erhalten. Diese Methode hat aber Nachteile. Sind b; ispielsweise pro Impulsgruppe
zehn Binärschritte mit einer Dauer von zusammen 50 Millisekunden vorgesehen, so
können insgesamt nur neunzehn Signalgeber über eine einzige Leitung eingestellt
werden, da die dafür erforderliche Zeit einschließlich des Ausführungsbefehls 1
Sekunde beträgt, andererseits aber der Mindestabstand zweier Einsatzpunkte z. B.
8° und 1°, nicht größer als 1 Sekunde sein soll. Wenn dagegen nur für die in jedem
Einsatzpunkt erforderlichen Signalbildwechsel Schaltbefehle durchgegeben werden
müssen, kann unter gleichen Voraussetzungen eine wesentlich größere Anzahl Signalgeber
Sgl, Sg2 usw. über eine einzige Steuerleitung L eingestellt werden, wenn nur darauf
geachtet wird, daß pro Einsatzpunkt jeweils nicht mehr als neunzehn Signalbildwechsel
geschaltet werden müssen.
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An Hand der F i g. 1, 3, 5 und 6 soll nun der Steuervorgang einer
Kreuzung durch die Zentrale Z näher erläutert werden. An den Ausgängen V1 : 0 bis
9 des Taktverteilers V1 erscheint nacheinander, wie bereits erwähnt, ein Spannungsimpuls,
und dieser gelangt an die entsprechenden Codierungseingänge c: 1 bis 7 sämtlicher
in der Zentrale vorhandener Codierer C. Im Höchstfall können es bei vorliegender
Zentrale einhundertachtundzwanzig Codierer C sein, wenn nur die Binärschritte ;
bis ; zur Befehlsübermittlung dienen, während der Binärschritt 0 als Anlaufschritt
für den Taktgeber Tat und die Binärschritte 8, 9 als Pausenschritte gelten
sollen. Durch sieben Binärschritte können nämlich nur 27 = 128 unterschiedliche
Befehle dargestellt werden.
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Wie in F i g. 1 gezeigt ist, sind diese Codierungseingänge c :
0 bis 7 über Richtleiter als Entkopplungsglieder und über den Arbeitskontakt
n mit dem Ausgang a : 0' des Codierers C verbunden. Um also beispielsweise
die in F i g. 6 unten für den Einsatzpunkt 2° dargestellte Impulsgruppe zu erhalten,
müssen von dem in der ersten, waagerechten Reihe I und der zweiten senkrechten Reihe
Il gezeigten Codierer C (Sg 1, gn) die Brücken b 3, b 4, b 6, b7 entfernt
werden. Während der Sekunde 3 liegt dann am Eingang e : 0 des Codierers
C (Sg 1, gn) Spannung vom Ausgang V3:3
des Taktverteilers V31
her. Weiterhin liegt während der Zeitspanne 0 bis 50 Millisekunden am Eingang e
: 1 des gleichen Codierers C (Sgl, gn) Spannung vom Ausgang V2: 1
des Verteilers V2 her, so daß das Relais M mit seinem Kontakt ml und damit
auch das Relais N mit seinem Kontakt n anziehen, also die gewünschte Impulsgruppe
auf die Steuerleitung L gegeben werden kann.
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Für den Einsatzpunkt 2° muß dann noch eine Impulsgruppe, wie sie ganz
rechts zu sehen ist, zur Auslösung des eingestellten Signalbildwechsels durch den
letzten Codierer C 128 über die Steuerleitung
gegeben werden.
In diesem Codierer C 128 sind keine Brücken zu entfernen.
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In der Empfangsstelle E bewirkt jede der über die Leitung gegebenen
Impulsgruppen zunächst mit ihrem Anlaufschritt 0, daß der Taktgeber Tat eingeschaltet
wird und nacheinander Impulse im Takt der Binärschritte an den Ausgängen des Taktverteilers
V4 erscheinen. Durch diese Impulse an den Ausgängen des Taktverteilers V4 und die
Impulse 1, 2 und 5 der vorhin erwähnten Impulsgruppe vom Codierer C (Sgl, gh), werden
die Ringkerne k1, k2 und k5 und über die Invertiereinrichtung
J die Ringkerne k3', k4', k6'
und k7', die gleichzeitig als Speicher
und als Koinzidenzgatter wirken, eingestellt. Durch den achten Schritt des Taktverteilers
V4 wird die Nachricht parallel aus dem Speicher Sp in den Decodierer DC gegeben.
Dieser wird nach dem Prinzip »einer bis auf alle« gesteuert, d. h., jeder seiner
Ringkerne K1 bis K128 trägt eine Einstell- und sechs Rückstellwicklungen. Diese
sind so angeordnet, daß beispielsweise der Kern KI nur dann umgestellt werden kann,
wenn vorher nur der Kern k1 und die Kerne k2', k3', k4',
k5', k6'
und kT eingestellt wurden, denn dann erhält nur die Einstellwicklung des Kerns K1
einen Impuls, während andererseits die Rückstellwicklungen der Kerne K2 bis K128
verhindern, daß einer dieser Kerne eingestellt wird. Durch den neunten Schritt des
Taktverteilers V4 wird der Decodierer DC abgefragt und dadurch die Nachricht
in die Speichereinrichtung Sp' gegeben, also beispielsweise der Kern K3' entsprechend
dem Signal gn für den Signalgeber Sgl eingestellt. Wird dann schließlich durch den
zwanzigsten Schritt des Taktverteilers V2 der Ausführungsbefehl gegeben, also der
Kern K128 eingestellt und dann wieder durch den neunten Schritt des Taktverteilers
V4 abgefragt, so wird dadurch die Nachricht an die Relais S1 bis S8 gegeben, und
diese stellen den gewünschten Signalbildwechsel ein. Durch den letzten neunten Schritt
des Taktverteilers V4 wird außerdem jeweils der Taktgeber Tat stillgesetzt,
der dann durch den ersten Anlaufschritt des Taktverteilers V1 wieder gestartet wird.
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Bei der in F i g. 3 dargestellten Zentrale Z müssen die einzelnen
Codierer C entsprechend dem Zeitpunkt des gewünschten Signalbildwechsels in die
in den waagerechten Reihen I, II usw. und den senkrechten Reihen (D, II usw. entsprechend
vorgesehenen Fassungen gesteckt werden und dann die einzelnen senkrechten Reihen
01 bis beispielsweise VIII, entsprechend den acht Einsatzpunkten 1° bis
8° an die entsprechenden Ausgänge der Taktverteiler V31 bzw. Via angeschlossen
werden. In dieser Zentrale Z gemäß F i g. 3 kann dann zwar durch Umschalten des
Programmschalters PS der zeitliche Abstand der einzelnen Einsatzpunkte voneinander
geändert werden, dagegen können unterschiedliche Signalbildweehsel der einzelnen
Signalgeber zueinander nur durch Umstecken der Codierer C dargestellt werden.
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Bei der Zentrale Z nach F i g. 4 besteht dagegen die Möglichkeit,
mittels der Programmierplatten P1 bzw. P2, die nach Art eines Kreuzschienenverteilers
ausgebildet sind, die einzelnen Signalbildwechsel für die einzelnen Signalgeber
Sgl, Sg2 usw. allein durch leitendes Verbinden eines Taktverteilerausganges
V3: 1 bis 90 mit der zugehörigen Signalbildschiene Sgl-rt bzw. Sgl-rtlge
usw. jeden beliebigen Signalbildwechsel eines jeden Signalgebers Sgl, Sg2 usw. völlig
unabhängig von den anderen zu rangieren und bis zu -neunzehn Signalbildwechsel für
jeden Einsatzpunkt 1° bis 8° durchzuführen. In der gezeigten Stellung des Programmschalters
PS gelangt beispielsweise zur Sekunde 1 Spannung an die Schiene rtlge des
Signalgebers Sgl und an die Schiene rt des Signalgebers Sg3 und an die Kommandoschiene
128. Dadurch werden die Eingänge e : 0 der Codierer C2, C7 und C128 für die Zeitdauer
einer Sekunde mit Spannung beaufschlagt, und dadurch wird während der Zeitdauer
0 bis 50 Millisekunden die zum Codierer C2 gehörige Impulsgruppe und während der
Zeit 51 bis 100 Millisekunden die zum Codierer C7 gehörige Impulsgruppe und schließlich
während. der Zeit 951 bis 1000 Millisekunden die zum Codierer C128 gehörige Impulsgruppe
als Ausführungsbefehl über die Steuerleitung L gegeben. Die Auswertung dieser Impulsgruppen
in der Empfangsstelle E erfolgt sinngemäß, wie dies bereits für die Zentrale Z nach
F i g. 3 beschrieben wurde.